"Gefährliche Normalos in der Mitte der Gesellschaft"

Man muß der "Berliner Zeitung" auch mal dan­ken. Mit ihrem Artikel "Corona in Berlin: Wie aus der Hutmacherin Rike Feurstein eine Corona-Verharmloserin wur­de" vom 4.1. führt sie gelun­gen vor, wie ein geplan­ter Rufmord in die Hose gehen kann. Ihr Problem:

»Die neu­en Querdenker sind nicht mehr lau­te Provokateure wie Attila Hildmann, Xavier Naidoo oder Michael Wendler. Sie kom­men seriö­ser, lei­ser daher, tre­ten als Rechtsanwälte auf, als Mediziner, Parteigründer, Bürgerrechtler. Verwirren mit Statistiken, Zahlen, Klageschriften, Internet-Kanälen und Live-Kameras. Behaupten, der Mainstream aus Politik, Medien und Wissenschaft wol­le ihre Wahrheit nicht hören.«

Offenbar sind das per­fi­de Mittel. Um das ein­zu­ord­nen, wird ein Psychologe und Konfliktforscher ein­ge­führt. Zwar gibt er "natür­lich kei­ne Ferndiagnosen" ab, wird aber so zitiert:

»Ohnehin, sagt er, gebe es bei Verschwörungsgläubigen sel­ten klar dia­gnos­ti­zier­ba­re psy­cho­lo­gi­sche Störungen. „Viele haben den Einstieg über YouTube-Videos gefun­den oder eine kri­ti­sche Lebenserfahrung gemacht wie Autounfälle, Trennungen oder Jobverluste“, erklärt er.«

Das Blatt behaup­tet gar nicht, bei der Rechtsanwältin Viviane Fischer vom "schein­of­fi­zi­el­len 'Corona-Ausschuss'", die eine zwei­te Existenz als Hutmacherin hat, lie­ge eine "dia­gnos­ti­zier­ba­re psy­cho­lo­gi­sche Störung" vor. Es muß also am Niedergang der Hutbranche lie­gen, die sie in die Arme der "Corona-LeugnerInnen" getrie­ben hat. Denn:

»Es ist eine selt­sa­me Wandlung von der Hutmacherin Rike Feurstein zur Corona-Verharmloserin Viviane Fischer. Die Designerin hat einst Hüte für die Fernsehshow „Germany’s Next Topmodel“ ent­wor­fen und für Prominente wie Victoria Beckham, hat Preise gewon­nen, Schafe gezüch­tet, wur­de im Magazin Vogue gefeiert.

Sie habe eine „Geschichte, von der die meis­ten Designer nur träu­men kön­nen“, schrieb die New York Times 2010 über die damals 39 Jahre alte Rike Feurstein, die offen­bar mit einem ihrer Hüte in Manhattan ent­deckt wor­den war.«

Aber nun ist es so:

»Die Zeiten sind schwer für Hutmacher
Im Umfeld der Fashion Week heißt es, Feurstein spie­le dort seit drei Jahren kei­ne Rolle mehr. Eine Person aus der Hutmacher-Branche nennt ihre Arbeiten eher zweit- bis dritt­ran­gig. Hutmachern gehe es der­zeit schlecht, sagt die Kennerin der Szene. „Die Kundschaft macht sich der­zeit nicht chic, man hei­ra­tet nicht im gro­ßen Stil, es gibt kei­ne Events, Dreharbeiten und Bühnenshows, die man aus­stat­ten könnte.“

Ein letz­ter Besuch am Ort. Eine Augenzeugin sagt, sie habe wäh­rend des zwei­ten Lockdowns – als die Geschäfte schon geschlos­sen waren – in dem Laden von Rike Feurstein hin­ter den gro­ßen Schaufenstern eine Ansammlung von Menschen ohne Masken gese­hen. Die Boutique hat jetzt geschlos­sen, nie­mand ist da.«

Eine Person aus der Branche ist nei­disch, eine Denunziantin wird zitiert. Reicht das, um das Bild einer gewis­sen­lo­sen "Corona-Verharmloserin" zu zeich­nen? Der Artikel endet so:

»Jemand aus der Nachbarschaft erzählt, man ken­ne sich, kom­me gut aus. „Sie ist ein biss­chen cra­zy und exzen­trisch, aber hin­ter­fragt die Vorgänge in Wirtschaft und Politik schon seit Jahren.“ Es folgt ein Monolog über gehei­me Hintergründe der Corona-Politik.«

Empörung klingt anders.


Dem Artikel bei­gefügt sind fol­gen­de Empfehlungen:

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Was die­ser Artikel vom 21.1. hier zu suchen hat, ist rätselhaft.

14 Antworten auf „"Gefährliche Normalos in der Mitte der Gesellschaft"“

  1. https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/covid-19-impfstoff-fuer-schwangere-frauen-sicher-eine-expertin-klaert-20210204531880/
    Viviane Fischer ist ja unlängst als abschre­cken­de Quartalsirre dar­ge­stellt wor­den. Ohne sie, in geschrie­be­ner Form, zu Wort kom­men zu las­sen. Hier kann der hier ungläu­bi­ge Zeuge Coronas schnell erken­nen: falls sich die­se Irre ver­stellt und einen auf norm­la macht – kann sie das ver­dammt gut.
    Was sie scheibt und vor­schlägt klingt ver­dammt ver­nünf­tig. In einem Land, des­sen frü­he­re poli­ti­sche Lager kom­plett im Eimer sind, in dem die „Antifa“ sich auf­führt wie Muttis SA, ist auf ein­mal eine Partei mit nur einem Programmpunkt „Wiederherstellung von Rechtsstaat und Demokratie“ wähl­bar gewor­den. Für mich die wich­tigs­te Nachricht des Tages.
    Dachte schon dar­an zum ers­ten Mal in mei­nem Leben ungül­tig wäh­len zu müssen.

  2. Was kommt wohl als nächs­tes? Dr. Rainer Füllmich (ist er über­haupt Doktor?) hat eine arme unschul­di­ge deut­sche Bank in den Ruin getrie­ben durch bös­wil­li­ge fal­sche Anschuldigungen? Dr. Justus Hoffmann – exis­tiert der über­haupt (schließ­lich hat man ihn schon län­ger nicht mehr gese­hen)? Ist Andrea Fischer die Schwester / Mutter / Tochter von Viviane Fischer? Ach nein, letz­te­re heißt ja Feurstein.

    Fällt denen nichts bes­se­res ein? Lieber eine auf­rich­ti­ge, enga­gier­te Hutmacherin mit "Nebenjob" Anwalt im Dienst für die gute Sache als ein Top-Virologe, der nur Müll erzählt und damit unser Land ruiniert.

  3. Ich wer­de das gesam­te Geld, das ich durch die Kündigung des Abos und den Verzicht auf den Kauf von Tageszeitungen und Magazinen spa­re, unab­hän­gi­gen Medien zukom­men las­sen. Wenn ich den Tagesspiegel lese, steigt mein Blutdruck. Das Abo läuft noch bis Anfang Mai, dann ist nach Jahrzehnten Schluß.

  4. Na, das war aber eine "lan­ge Recherche" von Fußballexperte (aus der "Volksverpetzerliga"?) "Dominik Bardow" (ich hät­te auf irgend­was mit "Kevin" getippt – bei dem gibt's schließ­lich auch soli­de Ferndiagnosen) https://twitter.com/dbardow?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor
    und sei­ner sym­pa­thi­schen Co-Autorin.

    War sicher mega­schwe­re "Recherche", ey!
    Anruf/Mail bei der Rechtsanwaltskammer und beim VBM,
    biss­chen ins Archiv gucken und
    mit einer ker­ni­gen "Botschaft" versehen.
    Immerhin wird ihre "fal­sche Gesinnung" vom "Leugnen" zum "Verharmlosen" aufgewertet. 

    Es gibt in der Tat ein Problem: näm­lich, dass sich ein offen­sicht­li­ches Multitalent nicht so ein­fach als Böse dar­stel­len lässt – nicht ein­mal von einem "Kronzeugen" wie einem schnell ergoo­gel­ten Jonas.
    Interessant auch, dass ansons­ten nur noch zwei insi­nu­ier­te "Verdachtsmomente" auf­tau­chen, dass die so "gefram­te" ande­re Interessen als die von ihr selbst zitier­ten haben könnte:
    – Rechtsvertreterin eines "Querfrontlers"
    – Corona-Ausschuss bit­tet um Spenden

  5. Es ist nun nichts Neues, dass jemand, der sich an die Öffentlichkeit begibt, unter­sucht wird. Menschen den­ken nun mal, dass sie ande­ren "auf die Schliche" kom­men müs­sen und legen das je nach Absicht küchen­psy­cho­lo­gisch zurecht. Das ist beson­ders ergie­big bei denen, die kei­nem gesell­schaft­lich vor­ge­fer­tig­ten Lebenslauf gefolgt sind, son­dern viel­fäl­ti­ger sind oder gar "meh­re­re Leben" haben oder auch anders leben als der Rest. 

    Als mein gel­ber Wellensittich aus dem Fenster flog,
    hack­te eine Schar von Spatzen auf ihn ein,
    denn er sang wohl etwas anders und war nicht so grau wie sie
    und das paßt in Spatzenhirne nicht hinein.

    http://www.gerhardschoene.de/lieder/wellensit.html

  6. "Im Umfeld der Fashion Week heißt es, Feurstein spie­le dort seit drei Jahren kei­ne Rolle mehr. Eine Person aus der Hutmacher-Branche nennt ihre Arbeiten …"

    Ich kenn auch jeman­den, der jeman­den kennt, der jeman­den kennt. Und jemand hat mir letz­tens auch was erzählt. Bin ich jetzt wich­tig? Kann ich mich jetzt beim Tagesspiegel(*) – als Gesinnungs-Schmierfink bewerben?

    (*) Die Erbauungspostille der dege­ne­rier­ten bür­ger­li­chen Mitte, die glaubt, sie gehö­re zur Oberschicht.

  7. Dann müß­te die Berliner Zeitung eigent­lich auch den ehe­ma­li­gen Politik-Chef der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl dazu­zäh­len, den sie erst neu­lich inter­view­te und der sich nach sei­nen dor­ti­gen Aussagen nun eben­falls von der Berliner Zeitung als psy­chisch gestör­ten Verschwörungsspinner ver­ur­teilt wäh­nen muß­te, zumal als stu­dier­ter Rechtswissenschaftler, Richter und Staatsanwalt. (s.u.)
    Ich per­sön­lich bin jeden­falls der Meinung, daß die Autoren die­ses wahn­haf­ten BZ-Artikels ("Gefährliche Normalos in der Mitte der Gesellschaft") Dominik Bardow und Kerstin Hense nur über Umwege von sich selbst schrei­ben, so auch der Psychologe Rees, den sie da zitie­ren und der mit sei­ner hirn­win­di­gen Analyse nur sei­nen eige­nen Hau defi­niert hat. Alle drei sind mei­ner Ansicht nach „… eher ,gefähr­li­che Normalos in der Mitte der Gesellschaft‘."

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/heribert-prantl-ich-hoffe-dass-die-gesellschaft-aufwacht-li.136339
    "Heribert Prantl: 'Ich hof­fe, dass die Gesellschaft aufwacht'
    Der frü­he­re Politik-Chef der Süddeutschen Zeitung und Jurist sagt: Das Grundgesetz steht nicht unter Pandemie-Vorbehalt."

  8. Man hät­te ja mal einen Link auf die wöchent­li­chen, manch­mal 5 Stündigen Sitzungen und Befragungen des ACU in die­ser Realsatire-Posse der BZ ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Dann hät­ten sich 80%, geschätzt, der deut­schen Dumpfbacken-wan­deln­de Wasserbeutel mal über­zeu­gen kön­nen, was da so dis­ku­tiert und gere­det wird, und dann eine qua­li­fi­zier­te Menung dazu abge­ben kön­nen, sofern die­se die 5 h durch­ge­hal­ten und viel­leicht 10% des Gesagten über­haupt ver­stan­den hätten! 😉 

    Mit dem Volk ist kein Staat zu machen! 

    "Der Firnis der Zivilisation liegt nur sehr dünn über der Affenhorde"

  9. Ich bin schon seit vie­len Wochen eine eif­ri­ge Leserin ihrer Seiten und das ist nun mein ers­ter Kommentar … hab mich immer nicht getraut. Als "Normalo" aus der Mittelschicht (Arbeit bei einem Autozulieferer ) mit einem geist. behin­der­ten Sohn möch­te ich mich bei Frau Fischer und dem "Corona Ausschuss" bedan­ken .…. ihr tut mei­ner Seele so gut .… macht wei­ter und ich hof­fe das Drosten und Co (Bsp. Lauterbach , Wieler ) bald das das Handwerk gelegt wird , bevor es noch zu einer "Zwangsimpfung " für Behinderte Menschen kommt (mein größ­ter Alptraum).

  10. Nicht das Machwerk ist der Skandal – der Skandal ist, dass so etwas den Weg auf die Seiten einer als irgend­wo seri­ös gel­ten­den Tageszeitung findet.

    Wer oder was ver­an­lasst eine Redaktion, so etwas durch­zu­win­ken? Mir ist das unbe­greif­lich (im Rahmen der poli­tisch gewoll­ten Erklärungsschemata).

    Wer glaubt, dass das nicht orches­triert ist, muss sich wohl sehr gut an die Regeln der bei aa oben gezeig­ten drei Affen halten.

  11. Der im Artikel dilet­tie­ren­de Psychologe und Konfliktforscher
    Jonas Rees (ist das eine Berufsbezeichnung oder kann das weg?)
    meint also, mich als gefähr­li­chen Normalo titu­lie­ren zu dürfen.
    Vermutlich ist er über­ar­bei­tet. Ich emp­feh­le eine Auszeit.

    "Unterm Pony man­che Meise
    Ging er auf die Sonnenreise
    Doch alle, die er traf, die hatten
    Gerade so wie er nen Schatten"
    Wiglaf Droste

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