Geschichten aus 1001 Nacht

faz.net (22.5.)

»Herr Doktor Çelik, Sie sind Oberarzt auf der Isolierstation für Covid-19-Kranke im Klinikum Darmstadt; wir reden ja regel­mä­ßig über den Stand der Dinge. Wie ist gera­de die Lage?

Endlich kön­nen wir bei der Station tat­säch­lich wie­der von Einzahl spre­chen: Wir konn­ten am Montag den Covid-Normalstationsbereich auf eine Station reduzieren…

Auch in der Klinik haben wir kei­ne abso­lu­te Kontrolle über Infektionsketten, des­halb ist es wich­tig, dass die Impfquote so hoch ist und unser Personal vor schwe­ren Verläufen geschützt bleibt. Um das Risiko für unse­re vul­nerablen Patienten zu sen­ken, machen wir wei­ter Reihentestungen. Dabei fal­len auch Patienten ohne Symptome und ohne vor­he­ri­gen Verdacht zufäl­li­ger­wei­se mit einem posi­ti­ven PCR-Test auf, die dann zu uns auf die Station kom­men. In der ver­gan­ge­nen Woche bestand die Hälfte der Patienten bei uns auf der Covid-Station aus Klinikpatienten, die bei Aufnahme in die Klinik noch nega­tiv, aber ein paar Tage spä­ter bei der Reihentestung posi­tiv sind. Mal mit, mal ohne Symptome, aber die meis­ten dank Impfung und mil­de­rer Variante mit einem leich­ten Verlauf

Beschäftigen Sie auch Long-Covid-Fälle in der Klinik?

Dazu bekom­men wir immer mehr Anfragen. In den Nicht-Covid-Bereichen gibt es immer mal wie­der Patienten, die ein viel­fäl­ti­ges Beschwerdebild haben, bei dem ver­schie­de­ne Organsysteme betrof­fen sind, und von denen eini­ge schil­dern, dass der Beginn eine Covid-Infektion war

Was dann im Herbst auf uns zukommt, ist noch nicht abzu­se­hen, muss aber recht­zei­tig bedacht wer­den. Denn jetzt in einen tie­fen Dornröschenschlaf fal­len und im Herbst bit­ter erwa­chen – das möch­ten wir nicht. Die Korrelation zwi­schen Fall- und Todeszahlen darf auf kei­nen Fall zu dem zurück­keh­ren, wie es vor der Omikron-Variante war. Abhängig von der zir­ku­lie­ren­den Variante müss­te das dann zum Beispiel einen neu­en Start der Impfkampagne bedeu­ten…«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

11 Antworten auf „Geschichten aus 1001 Nacht“

  1. Erschreckend ist die Negierung offen­sicht­li­cher Fakten zur Impfeffektivität und dem Chance-Riskopotential. Woher hat denn der wer­te Herr Oberarzt sei­ne Kenntnisse? Mediziner heißt noch lan­ge nicht, dass jemand sich mit einem Thema aus­kennt oder gar über ein kri­tisch hin­ter­frag­tes und beleg­ba­res Wissen verfügt.

  2. Na klar, eine Impfkampagne, die – wie auch die bis­he­ri­gen Impfkampanien – nichts bringt, außer den gebets­müh­len­ar­ti­gen Wiederholungen leich­ter Verläufe.

  3. "Drei mal abge­schnit­ten und immer noch zu kurz", hieß es früher.
    Heute: "drei mal nach­ge­impft und immer noch nicht immun".

    1. Was mich erschreckt, ist die Schilderung von Hockertz, wie man ihm im Sommer 2021 die Wohnung/das Haus durch­sucht hat und wie er dann, nach sei­nen Angaben durch die "Arretierung" sei­ner 2 ande­ren Wohnungen (als Selbstständiger für sei­ne Rente; in einer sei­ne Mutter) ent­eig­net wur­de. Er muss­te nach sei­nen Angaben das Land ver­las­sen, weil er "das Regime" nicht mehr ertra­gen hat.

      Die ers­ten Minuten von Teil 1.

  4. Ich hab es schon fast ver­misst…. die­se Abgrund Dummdreisten Aussagen…. Aber Çelik wird das bestimmt rich­ten…. Wann kommt das als Serie auf Netflix und Sky?

  5. Celik spricht davon das die Leute Dank der Impfung einen leich­ten Verlauf hät­ten. Schwere Verläufe lagen nicht vor. Umkehrschluss: Ungespritzte hat­te er nicht in Behandlung bzw. die­se infi­zier­ten sich nicht.

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