Hurra, hurra, der Podcast, der ist wieder da!

Gestern nacht hör­te ich den neu­en Drosten-Podcast im Radio und bin dar­über ein­ge­schla­fen. Nun liegt er als Text vor und heißt "Coronavirus-Update: Wir müs­sen uns aus der Pandemie raus­imp­fen". Auch dies­mal wird der Master Of Verbal Disaster von Korinna Henning, sei­ner bewähr­ten Stichwortgeberin, beglei­tet. En pas­sant zer­stört er das Fundament der Regierungspropaganda, doch das merkt nie­mand. Los geht es damit, daß kaum noch jemand auf den Chefvirologen hört:

»Korinna Henning: Vor unge­fähr drei Monaten, Anfang Juni, haben Sie in einer Podcastfolge gesagt: "Ich gehe davon aus, dass wir es bis Ende August, viel­leicht bis Mitte September schaf­fen wer­den, 80 Prozent der erwach­se­nen Bevölkerung dop­pelt geimpft zu haben." 

Und dann, so haben Sie es wört­lich gesagt: "Dann wer­den wir ja in eine bes­se­re Situation kom­men." Wir ste­hen jetzt bei um die 60 Prozent, gerech­net auf die gesam­te Bevölkerung. Von einer bes­se­ren Situation kann man da eigent­lich nicht reden, oder?

Christian Drosten: Genau, das ist lei­der nicht gelun­gen, die­se Impfquote zu erzielen…

Hennig: … Bedeutet das für den Herbst, dass all die­se voll­mun­di­gen Versprechungen der Politik, die wir jetzt gehört haben, dass wir die dann eigent­lich gar nicht ein­ge­löst bekom­men wer­den? Also: Es wird kei­nen Lockdown geben, was auch immer Lockdown hei­ßen mag?

Drosten: Ja, ich spre­che in die­sem Zusammenhang nicht so ger­ne von Lockdown, weil ich glau­be, dass die Erfahrungen in ande­ren Ländern ganz ande­re waren, in Bezug auf die Maßnahmen der Kontaktbegrenzung. Die sind in Deutschland viel­leicht nicht so ein­schnei­dend gewe­sen. Wir wer­den im kom­men­den Herbst mit Sicherheit sol­che Maßnahmen brau­chen«

Zufluss von Leuten hat, die das mitbringen

»Hennig: …Die Sommerferien sind ja ganz unter­schied­lich posi­tio­niert im Kalender in Deutschland. Welche Rolle spielt da das Ende der Schulferien?

Drosten: Na ja, deutsch­land­weit betrach­tet ist es natür­lich so, dass man einen Zufluss von Leuten hat, die das mit­brin­gen. Es gibt sogar Zahlen dazu. Ob die so genau sind, kann man jetzt nicht so sicher sagen. Ich wür­de die jetzt hier auch gar nicht nennen.

Man kann sagen, es ist wäh­rend die­ser Urlaubszeit ein kon­stan­ter Zufluss erfolgt. Der wird dem­nächst weni­ger wer­den. Die letz­ten Bundesländer kom­men bald aus den Ferien zurück.«

Infektion bei "Geimpften" zum Glück meist unbemerkt

»Hennig: Es gibt Bundesländer, die wei­sen Inzidenzen jetzt schon getrennt nach Geimpften und Ungeimpften aus… Wie sinn­voll sind sol­che Zahlen eigentlich?

Drosten: Die haben einen gewis­sen Informationswert, indem man sich dar­an immer wie­der ver­ge­gen­wär­ti­gen kann, dass die Impfung doch ganz gut hilft. Ich glau­be jetzt nicht, dass man dar­an sehen kann, wie viel wirk­lich an Infektionstätigkeit bei­spiels­wei­se in der geimpf­ten Bevölkerung ist. Denn das ist ja zum Glück in den aller­meis­ten Fällen eine unbe­merk­te Infektion.

Geimpfte bemerkt Infektion oft nicht
Der nor­ma­le Geimpfte oder die Geimpfte hat eben eine Infektion, die kann pas­sie­ren. Die wird aber meist gar nicht bemerkt oder die ist so harm­los, dass man sich des­we­gen jetzt nicht tes­ten lässt. Darum tau­chen die­se Zahlen dann natür­lich auch nicht in den Statistiken auf.«

Das ist auch bes­ser so, denn:

»Also das ein­fachs­te Szenario ist, sich zu den­ken, was wäre denn, wenn die gan­ze Bevölkerung geimpft wäre? Dann wären ja alle posi­tiv Getesteten eben auch vor­her geimpft gewe­sen. Sagt uns das all­zu viel über die Gefährdung? Eigentlich nicht.

Hennig: Nicht wirk­lich.«

Also, wirk­lich nicht. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Inzidenz steigt, wenn man nicht mehr danach fragt

»Wir wer­den eine sehr hohe Testbelastung haben. Es wird sehr viel gefragt wer­den: Ist das jetzt Covid-19? Ist das was ande­res? Denn es wird so sein, wenn man jetzt die Inzidenz mehr und mehr ver­lässt als Maßgabe für poli­ti­sche Interventionen zum Beispiel, dann wird die­se Inzidenz stei­gen, und zwar sehr schnell.

Die wird dann auch für ande­re Atemwegserreger irgend­wann stei­gen. Dann ist die­se Frage nach Differentialdiagnose im Krankenhaus wich­tig. Das heißt, es wird viel getes­tet wer­den müs­sen. Auf den nor­ma­len Stationen wird es so sein, da kon­kur­rie­ren natür­lich die­se Covid-19-Patienten, die so krank sind, dass sie zur Sicherheit im Krankenhaus blei­ben. Vielleicht ist da eine Grunderkrankung. Man will nicht ris­kie­ren, dass sie zu Hause sind, also nimmt man sie auf.«

Belastung für ganz normale Patienten

»Konkurrenz um Krankenhausbetten
Dann kon­kur­rie­ren die natür­lich um Betten mit Patienten, die eigent­lich ande­re Probleme haben, also mit den ganz nor­ma­len Krankenhauspatienten. Das wird eine Belastung sein. Dann wird es da auch wie­der eine Belastung auf den Testbetrieb geben. Denn bei der Entlassung wird man immer fra­gen wol­len: Ist da noch Coronavirus? Kann man jetzt ent­spre­chend von Hygiene-Kautelen und Quarantäne-Kautelen jetzt ent­las­sen?«

Wieviel Alte im Impf-Fenster?

»Hennig: Ich glau­be, bei 81 Prozent ste­hen wir bei über 60 Jahren.

Drosten: Wir sind gera­de im Bereich von 81, 82 Prozent in die­sem Fenster. Das sagt natür­lich, das wir auch wie­der eine star­ke Belastung mit älte­ren Patienten auf den Intensivstationen krie­gen. Wir haben gleich­zei­tig wegen der wahr­schein­lich anstei­gen­den Inzidenz auch bei den Jüngeren die­ses Problem. Die Jüngeren sind nun aber bekann­ter­wei­se auch beson­ders lan­ge auf der Intensivstation. Die hal­ten die­sen Kampf auch län­ger durch.

Hennig: Weil sie sel­te­ner versterben.

Drosten: Ja. Und das bringt natür­lich eine lang­fris­ti­ge Belastung der Intensivbetten. Deswegen bin ich nicht opti­mis­tisch für die Situation in den Krankenhäusern.«

Belastung ist ein­fach immer, ob gestor­ben wird oder nicht. So geht Panikmache.

Studie muß sein. Störfaktoren rausgerechnet bei aufgetauchten Patienten

»Hennig: Es ist vor weni­gen Tagen eine Studie im Lancet erschie­nen, die ver­sucht abzu­schät­zen, was wir vor der Sommerpause in den Daten in England schon ein biss­chen gese­hen haben…Was man da ver­sucht hat, ist, Störfaktoren wie zum Beispiel das Alter her­aus­zu­rech­nen. Denn wir müs­sen uns klar­ma­chen, in der vor­he­ri­gen Welle hat Delta noch kei­ne Rolle gespielt. Da war es die Alpha-Variante. Davor war es der Wildtyp des Virus, den wir davor aus Wuhan kannten.

Je mehr Menschen trotz­dem, auch wenn die Impfquote noch nicht ide­al ist, geimpft sind, umso mehr Jüngere, wie wir es gera­de bespro­chen haben, erkran­ken. Darum kann man nicht ein­fach mit­ein­an­der ver­glei­chen. Die haben das aber raus­ge­rech­net und kom­men dann nach dem Rausrechnen die­ser Störfaktoren dar­auf, dass die mit der Delta-Variante ein dop­pelt so hohes Risiko haben ins Krankenhaus ein­ge­wie­sen wer­den zu müs­sen, wie die mit der Alpha-Variante. Ist das plausibel?

Drosten: Ja, das ist lei­der plau­si­bel. Es gibt die­se Studie. Die Zahlen sind natür­lich noch ein biss­chen dif­fe­ren­zier­ter zu betrach­ten, wenn wir das hier machen wol­len. Was dort gemacht wur­de, ist eine Studie an unge­fähr 43.000 getes­te­ten Patienten – die Ende März bis Ende Mai in England auf­ge­taucht sind. Davon kann man dann schau­en: Wer wird hos­pi­ta­li­siert, wer geht nach dem posi­ti­ven Test ins Krankenhaus?«

Alle Patienten gehen irgendwie mal eher in die Notaufnahme

»Ohne da jetzt in die letz­ten Details ein­stei­gen zu wol­len, die Hazard Ratio, also ein Begriff, den wir frü­her schon mal ein­ge­führt haben, ein Begriff für ein rela­ti­ves Risiko, ist 2,26 Adjustiert für die Krankenhausaufnahme. Das heißt, 2,26-mal so wahr­schein­lich ist es, wenn man ein Delta-Virus hat, dass man danach ins Krankenhaus muss nach der PCR-Diagnose, wie wenn man einen Alpha-Virus hat.

Besuche in Notaufnahmen
Ein ande­res Kriterium: Wenn man sagt, wir zäh­len mal nicht nur das Krankenhaus, son­dern wir zäh­len auch noch die Besuche in den Notaufnahmen mit, da ist die­se Hazard Ratio 1,45. Das heißt, alle Patienten gehen irgend­wie mal eher in die Notaufnahme. Da gleicht sich das wie­der ein biss­chen aus. Da stellt es sich nicht mehr so über­dra­ma­tisch dar. Und inter­es­san­ter­wei­se gibt es auch einen Zahlenwert für Krankenhausaufnahme trotz Impfung.

Es gibt ja Personen, die sind voll­stän­dig geimpft, bei denen ist die­se Hazard Ratio 1,94, also auch da sind die­se zum Glück sel­ten auf­tre­ten­den Aufnahmen von Delta-Patienten gegen­über Alpha-Patienten dop­pelt so wahr­schein­lich. Hier sind es aller­dings sehr klei­ne Zahlen. Also das ist eben zum Glück sehr sel­ten. Das ist hier in der Studie so sel­ten, dass man das auch statis­tisch schon für wacke­lig hal­ten muss.«

Patienten von der Straße wegdiagnostiziert

Für "voll­stän­dig Geimpfte" ist das Risiko, nach einer Infektion ins Krankenhaus zu kom­men, fast so groß wie für alle ande­ren. Sind aber nur wacke­lig wenige.

»Aber ins­ge­samt, wenn man sich die­se drei Zahlen anschaut 2,26, 1,45, 1,94, wie man es dreht und wen­det, man kommt dar­auf, dass die­ses Delta-Virus offen­bar, so wie die Patienten von der Straße weg­dia­gnos­ti­ziert wer­den, eher ins Krankenhaus müs­sen. Das heißt natür­lich, das macht eine deut­lich schwe­re­re Erkrankung.«

Inzidenz ist der heulende Motor

»Wir haben ja immer mal gesagt, die Inzidenz, das ist viel­leicht der heu­len­de Motor, aber wenn da kein Gang ist oder die Kupplung durch­ge­tre­ten ist, dann kom­men wir nicht vor­wärts. Und die­se Geschwindigkeit, das ist ja eigent­lich die Krankheitsschwere in der Bevölkerung oder die Belastung aufs Gesundheitssystem. Wir wis­sen nicht genau, wo wir ste­hen. Aber wir brau­chen ja doch bei­des. Wir brau­chen die Geschwindigkeit und wir brau­chen auch den Drehzahlmesser. Den kann man jetzt nicht igno­rie­ren. Und er wird auch nicht igno­riert. Das Robert Koch-Institut zeich­net das ja wei­ter auf.«

Blöd nur, daß es da kei­nen TÜV dafür gibt.

Also da bleibt noch mehr übrig, an Gefahr zu sterben

Was haben die "Öffnungen" in Großbritannien erge­ben? Schlimmes:

»Die Zahlen sind rela­tiv ein­fach, die sind in der Öffentlichkeit gar nicht so stark dis­ku­tiert wor­den, aber man kann sie sich aus den sta­tis­ti­schen Daten ein­fach ausrechnen.

Die Zahl der Krankenhausaufnamen [sic] hat sich nur gevier­telt. Ich hät­te gedacht, das geht viel stär­ker run­ter. Und die Zahl der Todesfälle hat sich gezehn­telt, also wir sind noch bei zehn Prozent. Es gibt eine Untersuchung der Universität Cambridge, die ganz anders gemacht wur­de, die zu einem sehr ähn­li­chen Wert bei der Todesrate kommt. Wir wis­sen ja, die Infektionssterblichkeit liegt in einer Gesellschaft wie bei uns oder in England zwi­schen 1 und 1,2, 1,3 Prozent. Und man kommt jetzt in der Untersuchung der Uni Cambridge so auf 0,15 Prozent zur gegen­wär­ti­gen Zeit. Auch das ist mehr, als ich gehofft hat­te.

Also da bleibt noch mehr übrig, an Gefahr zu ster­ben. Und das ist jetzt natür­lich die Situation in England zu der Zeit. Niemand weiß, wie das jetzt wird, wenn in England die Sommerferien ganz zu Ende sind. Niemand weiß, wie es bei uns wird.«

Großbritannien öff­net und die Zahlen gehen in den Keller. Aber wir sind anders gelagert:

Virus geht wieder hin zu den Bevölkerungsgruppen

»Wir kön­nen uns jetzt nicht ein­fach in nächs­ter Zeit dar­auf ver­las­sen, dass so ein biss­chen an neu­er Infektionstätigkeit wie­der das letz­te biss­chen an Bevölkerungsempfänglichkeit ver­schließt durch neue Immunität und dass man dann in einen rela­tiv ruhi­gen Herbst und Winter reinkommt.

Sondern wir sind tat­säch­lich noch so gela­gert, dass wir in der höchst emp­fäng­li­chen Bevölkerungsgruppe zu wenig geimpft haben. Dort wird das Virus dann wie­der hin­ge­hen und Todesfälle ver­ur­sa­chen. Wir haben auch in der gro­ßen Gruppe der unter 60-jäh­ri­gen Erwachsenen viel zu wenig geimpft. Das wird natür­lich zu den gesell­schaft­li­chen Prozessen füh­ren.«

Der Unterschied zwischen 90 und 95 Prozent, das ist eine Verdoppelung

»Es ist wie­der mal in Deutschland eine Datenlücke. Aber ich glau­be, man muss sich deut­lich machen, war­um die Situation in England anders ist. Also wir haben in England in den jewei­li­gen Altersbereichen viel­leicht fünf, manch­mal sogar bis zu zehn Prozent mehr Impfquote. Je nach­dem, ob ein­zel­ne, Doppelimpfung und so wei­ter, wie man das alles zählt. Das sieht erst mal gar nicht so beein­dru­ckend viel mehr aus. Aber auch dazu kann man schon was sagen. Und zwar man muss sich ein­fach mal klar­ma­chen, der Unterschied zwi­schen 90 und 95 Prozent, das ist eine Verdoppelung.

Denn wir rech­nen ja hier die Lücke zu den 100 Prozent und wir rech­nen nicht die 90, das ist also nicht mal fünf Prozent mehr, son­dern es ist das Doppelte, also in Form von Schutz. Und dar­um sind eben sol­che klei­nen Prozentunterschiede sehr wich­tig, gera­de in die­ser Zeit, wo sich eine Impflücke in einer gewis­sen Altersgruppe schließt.«

Es gibt neu­er­dings den Podcast auch als Video. Ich habe nicht nach­ge­se­hen, bin aber sicher, daß Frau Hennig beflis­sen nickt.

Dunkelziffer von 1,8 macht 8,7 Prozent, wahlweise 14 Prozent, gedanklich 61 – Fenster bleibt nicht fast geschlossen

Drosten ist nicht nur ein Meister des Wortes, son­dern auch der Zahlenmagie:

»Wir sind irgend­wo bei vier Millionen bekann­ten kumu­la­ti­ven Fällen.

Die groß ange­leg­te Gutenberg-Studie in Mainz, die hat erge­ben, dass wir eine Dunkelziffer von 1,8 haben. Das heißt, wir müs­sen 80 Prozent oben­drauf rech­nen auf die bekann­ten Fälle. Da wären wir also irgend­wo im Bereich von 8,7 Prozent. Ich habe es mir auf­ge­schrie­ben, sol­che Sachen rech­ne ich mir hier immer in mei­nem Notizbuch aus. Das wären also 7,2 Millionen von unse­ren 83 Millionen Deutschen. Vielleicht lie­gen wir auch ein biss­chen höher. Es gibt eine Studie aus dem RKI, die basiert auf Blutspenden, die kommt auf eine Schätzung von 14 Prozent. Aber ich den­ke, dass wir uns eher bei die­sem ande­ren Wert gedank­lich ein­ord­nen soll­ten. Das kommt dann zu einer bevöl­ke­rungs­wei­ten Quote von 61 Prozent. Also da sind wir ein­fach nicht in einer Situation, wo das Fenster fast schon geschlos­sen ist.

Man muss nur noch ein­mal so ein biss­chen nach­tip­pen und schon kommt der Wind nicht mehr rein. Das ist ein­fach nicht so bei uns. Das Fenster steht immer noch ziem­lich weit auf. Man hat es so ein biss­chen zuge­scho­ben, aber das steht noch nicht auf Kippe oder so. Ich weiß nicht, wel­che Bilder man da benut­zen soll.

Hennig: Kippfenster ist im eng­lisch-deut­schen Vergleich natür­lich ein schö­nes Beispiel, ein schö­nes deut­sches Beispiel. Jetzt muss man zur Vollständigkeit des Bildes aber noch dazu­sa­gen, England hat sich das für einen har­ten Preis erkauft, sie hat­ten viel mehr Todesfälle.«

Modellierer wissen auch nicht genau, was sie sagen sollen

»Ich bin da manch­mal in einer glück­li­chen Situation. Ich bin nur ein ein­fa­cher Virologe, der hier so Sachen sagen kann, ohne das wirk­lich quan­ti­ta­tiv zu hin­ter­le­gen. Während die Kolleginnen und Kollegen, die quan­ti­ta­ti­ve Effekte erfas­sen, also die Modellierer bei­spiels­wei­se, denen raucht ein­fach der Kopf. Die wis­sen auch nicht genau, was sie sagen sol­len, weil die­se Modellierung wird ja jetzt auch immer schwieriger.«

Das Virus ist in Wirklichkeit vielleicht nur verkleistert. Vielleicht vertut man sich aber auch einfach

»Auch die natür­li­che Infektion hält nicht ewig im Immunschutz, das geht also wie­der weg. Weil aber das Delta-Virus noch ein biss­chen Immune-Escape macht und Fitness-Gewinn hat, geht das jetzt effek­tiv noch schnel­ler wie­der weg. Und wir haben da inzwi­schen auch Daten, die uns zei­gen, dass gera­de am Anfang der Infektion auch wirk­lich infek­tiö­ses Virus im Hals ist. Wir haben immer davon gere­det: Wir wis­sen nicht genau, da ist ja auch IgA und viel­leicht schwimmt da Virus nur in einer Suppe von Antikörpern und das Virus ist in Wirklichkeit ver­kleis­tert

Am Anfang der Infektion nach Daten, die jetzt raus­ge­kom­men sind, da gibt es eine wich­ti­ge Studie aus Rotterdam dazu. Es sieht so aus, als wäre da zu viel Virus für die Antikörper. Also das Virus ist ver­kleis­tert, aber in der Anfangszeit der Infektion ist da zu viel Virus, da macht der gan­ze Kleister auch nichts mehr aus. Das wird offen­bar infek­ti­ös abge­ge­ben. Man kann also Virus in Zellkultur iso­lie­ren in der Frühphase der Geimpften, die sich dann infi­zie­ren. Wenn ein Modellierer das hört, ist das natür­lich ein Alarmsignal.

Denn wir haben ja in die­sen Modellen die Annahme, dass die­je­ni­gen, die das über­stan­den haben, das so schnell nicht wie­der krie­gen und auch nicht mehr wirk­lich wei­ter­ge­ben kön­nen. Die Frage ist: Wie belast­bar ist die­se Annahme eigent­lich noch? Da kann man gar nicht mehr wirk­lich quan­ti­ta­tiv rech­nen. Diese Dinge muss man aber in einer vor­sich­ti­gen Planungsüberlegung zumin­dest mal im Hinterkopf haben, dass es sein könn­te, dass man sich hier ein­fach ver­tut, also dass man was ganz Wichtiges übersieht.«

Deutlicher machen, was euch da blüht

»Hennig: … Wäre es denn nicht trotz­dem sinn­voll, die Inzidenz wirk­lich auch auf Ungeimpfte zu berech­nen und klar­zu­ma­chen, hier erwar­ten wir die größ­te Krankheitslast. Und wenn wir die gesam­te Inzidenz ein­fach auf die­se Bevölkerungsgruppe bezie­hen, dann kön­nen wir euch noch deut­li­cher machen, was euch da blüht.

Drosten: Klar, vom Informationswert ist das natür­lich wert­voll. Also man sieht, man kann Leuten ver­mit­teln, die nicht geimpft sind, dass für sie die Situation anders aus­sieht. Es ist natür­lich so, in Wirklichkeit gibt es aber auch Infektionen bei den Geimpften. Das muss man sich schon auch klar­ma­chen.«

Manchmal ist es doch schön zu erle­ben, wie ein Gockel einer Gans einen reindrückt.

Effekte kommen garantiert

»Ich möch­te wirk­lich kei­ner­lei Angst schü­ren oder so etwas, son­dern ich möch­te ein­fach nur sagen: Es gibt Effekte, die kom­men garan­tiert. Das ist der Infektionsdruck im Winter, der kommt. Es gibt Erfahrungen, die soll­te man sich anschau­en. Man kann das viel­leicht, wenn man in Zahlen bestimm­te Dinge lesen kann, wei­ter­ge­ben, dann kann man das ver­mit­teln. Mehr kann ich als Wissenschaftler da nicht tun.«

Die Öffentlichkeit ist so ein bisschen von Evidenz geblendet

»Ein Durchbruch ist eine Infektion trotz Impfung, und zwar eine, die man bemerkt. Also es gibt offen­bar ja auch stän­dig Infektionen, die man zum Glück nicht bemerkt…

Wir krie­gen das im Alltag kaum mit. Asymptotisch [sic, beim Transkript schief­ge­gan­gen, AA]. Oder wir haben so ein biss­chen Kratzen im Hals. Vielleicht hus­ten wir auch mal kurz. Aber es ist dann gleich wie­der vor­bei. Ist das ein Impfdurchbruch? Nur dann, wenn ich mich tes­ten las­se und mir sagt jemand: Moment mal, Herr Drosten, Sie sind doch geimpft und jetzt haben Sie das Virus. Dann sage ich: Okay, das ist ein Impfdurchbruch. Aha. Also die­ses Wort Durchbruch klingt schon irgend­wie so schreck­lich. Aber das ist meis­tens der Impfdurchbruch.

Und dann gibt es so Arten, sol­che Impfdurchbrüche zu zäh­len. Da wird es ein biss­chen schwie­rig, wenn man sich jetzt die Studien anschaut. Ich habe mitt­ler­wei­le manch­mal ein biss­chen das Gefühl, die Allgemeinheit, die Öffentlichkeit ist so ein biss­chen von Evidenz geblen­det. Also wir haben inzwi­schen für alles eine Studie und die­se Studien wer­den über Pressemitteilungen in die Medien gespült und dann kom­men die abends in den Hauptnachrichtensendungen und man fragt sich: Gehört das jetzt hier­hin? Wenn man als Wissenschaftler die­se Studie gele­sen hat, dann denkt man sich schon: Hm, also das müss­te jetzt nicht in die Hauptnachrichten. Das wird bestimmt miss­ver­stan­den. So.«

Aha, die sind geimpft. Gleichzeitig sind die ja greifbar

Wieder kommt eine Passage, bei der bedau­er­lich ist, daß nie­mand mehr die­sen Podcast verfolgt:

»Zwei Sorten von Impfstudien
Und jetzt gibt es bei dem Thema Impfdurchbruch zwei Sorten von Studien. Die einen sind die, die Durchbrüche gera­de­zu suchen. Zum Beispiel gibt es jetzt eine Studie aus Israel, im New England Journal publi­ziert, bei Krankenhausmitarbeitern. Es sind unge­fähr 1500, also 1497, und davon gab es 39 Durchbruchsinfektionen. Und jetzt ist natür­lich die Frage: Das ist ja eigent­lich gar nicht mal so wenig. Also so 40 von 1500 unge­fähr, hät­te ich gar nicht gedacht, so vie­le. Aber jetzt muss man sich natür­lich klar­ma­chen: Das ist eine Studie, die hat danach gesucht.

Und in wel­chem Setting ist das pas­siert? Das ist bei medi­zi­ni­schem Personal pas­siert, wo man ganz früh ange­fan­gen hat zu imp­fen. Da wuss­te man: Aha, die sind geimpft. Und wenn wir jetzt eine Studie machen wol­len, wenn wir die ers­ten sein wol­len, die so was publi­zie­ren, dann gehen wir doch zu denen hin. Die sind als Erstes geimpft, gleich­zei­tig sind die ja greif­bar, die sind hier in unse­rem Krankenhaus, unse­re Kollegen. Also tes­ten wir die stän­dig mit der PCR. Wenn ich aber als Normalbürger eine Durchbruchsinfektion bekom­me, dann sehe ich die ja nur wegen den Symptomen. Sonst wür­de ich mich ja gar nicht tes­ten lassen.

Hier hat man aber die gan­ze Zeit den Leuten hin­ter­her­ge­tes­tet. Ein‑, zwei­mal in der Woche eine PCR gemacht. Dann sieht man auch ganz asym­pto­ti­sche Durchbruchsinfektionen. Und dann sind das natür­lich viel mehr. Und dann ist natür­lich die Frage bei die­sen Krankenhausmitarbeiter-Studien: Wie ist denn die Exposition? Also ich als Normalbürger wür­de mir mei­ne Durchbruchsinfektion viel­leicht in der Straßenbahn holen, ohne es zu mer­ken, oder so was. Das ist schon sel­ten. Ich fah­re nicht so oft Straßenbahn. Während aber jemand, der zum Beispiel als Krankenpfleger in einem Krankenhaus arbei­tet, jeden Tag auf der Notaufnahme Kontakt mit hoch­in­fek­tiö­sen Patienten hat. Und der kriegt natür­lich auch eine Durchbruchsinfektion mit einer gewis­sen Wahrscheinlichkeit. Also man könn­te sagen, je genau­er man hin­schaut, je stär­ker die Exposition.«

Es wird so sein, daß er gar nicht bemerkt, wie er gera­de beschreibt, was mit sei­nem anlaß­los und mas­sen­haft ein­ge­setz­ten PCR-Test für Unheil ange­rich­tet wur­de und wird.

"Geimpfte" auf Intensivstationen Spitze des Eisbergs

»Und dann gibt es eine ande­re Art von Studie. Das ist die Studie an den schwe­ren Fällen. Also wenn man sagt: Aha, hier auf unse­rer Intensivstation, jetzt zäh­len wir mal, da sind 20 Patienten, wie vie­le von denen hat­ten eigent­lich vor­her schon eine Impfung? Und das macht man mit zehn oder 20 Intensivstationen. Dann kommt man auf Zahlen, die auch wie­der erschre­ckend sind. Da heißt es dann plötz­lich zwei, drei oder sogar fünf Prozent unse­rer schwe­ren Fälle waren doch eigent­lich vor­her schon geimpft. Aber das ist die Spitze des Eisbergs.

Hennig: Und das sind oft Menschen mit Vorerkrankungen.«

Schon wie­der zer­stört er, von der Öffentlichkeit unbe­merkt (s.o.), das Fundament der Regierungspropaganda:

Hups, der hat ja Corona

»Drosten: Genau, und das ist da jeweils die Selektion. Warum kommt man auf die Intensivstation? Das muss man dann immer noch wie­der dazu­sa­gen. Da ist eine Grunderkrankung. Und häu­fig ist es sogar so, dass man gar nicht genau weiß, ob der Einweisungsgrund über­haupt Corona war. Da spre­chen wir nicht nur von einem Risiko, das sich erhöht für einen schwe­ren Coronaverlauf, wenn die Infektion kommt, und dann kommt man auf die Intensivstation. Sondern da sind dann zum Teil auch Fälle dabei, die sind wegen etwas ande­rem auf der Intensivstation und dann hat man auf der Station obli­ga­to­risch die Patienten getes­tet und gese­hen: Hups, der hat ja Corona.

Hennig: Das ist ja das, was wir bei Kindern auch schon früh in der Pandemie gese­hen haben, weil die mög­li­cher­wei­se asym­pto­ma­tisch waren. Das haben die Kinderärzte ganz oft so for­mu­liert, auch in der Öffentlichkeit. Da ist ein Kind ins Krankenhaus gekom­men wegen irgend­was ganz ande­rem. Dann hat man einen PCR-Test gemacht aus Pandemiegründen und hat dann fest­ge­stellt, das Kind ist Corona-posi­tiv. Und genau so was sehen wir jetzt mög­li­cher­wei­se auch bei Geimpften.«

Wir sind nicht weiß, wir sind grau, ein Geimpfter ist schwarz

»Stellen wir uns vor, die Symptome wären ultra­mild, dann kann man aber doch sagen, die­se ganz mil­den Symptome, die gin­gen da los. Zwei Tage vor­her, zwei nach­her sind wir wahr­schein­lich als Geimpfter doch auch noch infek­ti­ös. Und das müs­sen wir in die Berechnung mit rein­rech­nen. Dann muss ich lei­der noch mal einen Nachsatz sagen: Wir sind infek­ti­ös, aber wir sind den­noch wie­der nicht so infek­ti­ös wie ein Ungeimpfter. Das kommt noch mal dazu. Das ist also eben wie­der mal nicht schwarz und weiß. Wir sind nicht weiß, wir sind grau, ein Geimpfter ist schwarz. So vielleicht…

Unter die­sen Kautelen muss man auch als Wissenschaftler dann so lang­sam mal dar­über nach­den­ken, ob es nicht schäd­lich ist, wenn man zu sehr für die wei­te­re Testung argu­men­tiert bei den Geimpften, denn die Geimpften müs­sen doch auch was davon haben, dass sie geimpft sind im Alltag. Und es ist doch auch wirk­lich so, dass da weni­ger Virus ist, wenn man geimpft ist. Selbst in einer Situation der Durchbruchsinfektion sind wir nicht schwarz, son­dern nur grau in irgend­ei­ner Schattierung.«

"Geimpfte" sind hoch gefährlich

Je län­ger ich lese, des­to mehr wün­sche ich mir, der Podcast wür­de wirk­lich gehört, gese­hen oder gele­sen. Drosten erklärt uns, wie gefähr­lich "Geimpfte" sind.

»Stellen wir uns mal ein Restaurant in die­sem Herbst vor. Wir sind jetzt in einem Stadtteil, wo 90 Prozent der Leute geimpft sind.

Beispiel Ansteckung im Restaurant
Das ist ein gut situ­ier­ter Stadtteil, wo die Leute viel­leicht eine hohe Impfquote haben. Und die gehen abends ins Restaurant, dann sit­zen die da, 20 Leute viel­leicht, ein klei­nes Restaurant. Und dann hat man direkt an der Tür eine Testgelegenheit, Testzentrum oder von mir aus wird an der Tür getes­tet. So, jetzt sit­zen da die Geimpften und einer oder zwei von denen wer­den ein biss­chen Virus im Hals haben, ohne das zu mer­ken. Das wird so sein. Und jetzt kommt da an der Tür einer rein und den tes­tet man posi­tiv. Den lässt man jetzt nicht ins Restaurant, der ist nicht geimpft. Also der will sich frei­tes­ten, den lässt man nicht rein.

Dem kann man ja jetzt eigent­lich nur sagen: Tut mir leid für Sie. Sie sind posi­tiv. Ich wün­sche Ihnen einen guten Verlauf, dass Sie kei­nen schwe­ren Verlauf haben. Aber mehr als die­sen Wunsch kann ich Ihnen nicht geben. Der hat nichts davon für sich selbst. Die Frage ist: Hat jetzt der Rest der Gesellschaft, also die 20 Leute, haben die was davon, dass er nicht ins Restaurant durf­te? Eigentlich nicht, denn da sit­zen sowie­so ein oder zwei, die unbe­merkt schon infi­ziert sind und den ande­ren ist es auch rela­tiv egal. Die sind geimpft.

Die meis­ten sind dadurch wirk­lich kom­plett geschützt. Während der ande­re, der ins Restaurant rein will, nega­tiv ist. Den tes­tet man und sagt: Okay, Sie sind zwar nicht geimpft, aber Sie sind nega­tiv getes­tet. Sie kön­nen bei uns rein­kom­men und kön­nen sich an Tisch set­zen. Was hat man jetzt davon? Also der wird sich ja in dem Restaurant wahr­schein­lich infi­zie­ren, weil einer von den Geimpften unbe­merkt infi­ziert ist und neben dem sitzt. Und dann hat man den auch dadurch nicht geschützt.«

Tests für "Geimpfte" wären nicht gut für die Impf-Adhärenz

»Sie haben schon recht, man könn­te natür­lich auch sagen, an der Tür des Restaurants müs­sen sich alle immer tes­ten, ob geimpft oder nicht. Das stimmt. Dann wür­de man die­sen einen oder die zwei, die unbe­merkt infi­ziert sind, vor­her raus­fil­tern. Die dürf­ten dann auch nicht essen gehen. Aber ers­tens, ich bezweif­le, dass das gut für die Impf-Adhärenz wäre. Ich glau­be, dann hät­te man wirk­lich noch den letz­ten Enthusiasmus für die Impfung zer­stört bei Leuten, die sich nicht spe­zi­ell mit medi­zi­ni­schen Problemen beschäf­ti­gen wol­len. Man hät­te auch gleich­zei­tig ein unge­ahn­tes logis­ti­sches Problem geschaffen.

Denn jetzt ist es wie­der so, die Testkapazität ist nicht unendlich…

Gleichzeitig hät­ten wir dann unterm Strich einen ganz gro­ßen Teil der Impfung, näm­lich den gesell­schaft­lich kul­tu­rel­len wirt­schaft­li­chen Nutzen der Impfung, ein­fach über Bord gewor­fen. Und das kön­nen wir ja nicht machen.«

Wir haben eindeutig eine Bevölkerungsgruppe, die ist sehr alt

»Wir wis­sen, die Älteren ver­lie­ren den Immunschutz.

Wir haben zum Beispiel vor Kurzem in der Charité eine Studie zu dem Thema gemacht. Und wir sehen da nun mal, dass man sich das vor­stel­len kann, wenn man über neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper spricht: … Bei den Alten, das sind Altersheimbewohner, hat man nur noch 60 Prozent. Diese neu­tra­li­sie­ren­den Antikörper sind viel­leicht der bes­te Hinweis aus dem Labor auf einen Schutz, den wir im Moment geben kön­nen, sodass man schon sagen müss­te: Okay, also Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen, da wis­sen wir, die sind beson­ders gefährdet…

Da kann man ethisch ganz klar sagen: Da wird natür­lich eine Auffrischungsimpfung gemacht, die ist beson­ders not­wen­dig und auch beson­ders ver­kraft­bar. Und ich den­ke, sol­che Kontingentierung, wie sie jetzt auch in der Politik dis­ku­tiert wer­den, die kom­men auch schon aus so einem Hintergrund von Überlegungen. Das ist natür­lich eine ethi­sche Abwägung.«

Der Begriff Herdenimmunität wird schlampig verwendet in der Öffentlichkeit

»Der Begriff Herdenimmunität wird schlam­pig ver­wen­det in der Öffentlichkeit. Die Verwendung, wie wir sie meis­tens ken­nen­ge­lernt haben, war das Ziel, den RT-Wert unter eins zu krie­gen, also die Verbreitungsziffer. Das macht man zum Beispiel bei einem R0-Wert von drei, indem man zwei von die­sen drei Einheiten, also die Zahl drei besteht aus drei­mal einer eins. Und zwei von die­sen Einsen neh­men wir weg. Dann bleibt noch eine Eins übrig. Das ist also R0 gleich 1.

Und die­se zwei Drittel, das sind die 67 Prozent, die wir eben immun haben müs­sen, um eine Herdenimmunität in die­sem Sinne zu errei­chen. Einige Leute haben aber den Begriff Herdenimmunität anders ver­stan­den, als eine ste­ri­le Elimination, sogar Eradikation die­ses Virus aus der Bevölkerung.«

Er kann da nur sei­ne KollegInnen aus der #Zero- und #NullCovid-Fraktion meinen.

Vor der Erkältung, ist nach der Erkältung

»Und die nächs­te Erkältung kommt bestimmt, vor der Erkältung, ist nach der Erkältung. Und so ent­spannt wol­len wir mit SARS‑2 auch irgend­wann umge­hen kön­nen. Und das ist die ende­mi­sche Situation. Und der gan­ze Zinnober, den wir hier gesamt­ge­sell­schaft­lich betrei­ben, ist nur bis zu die­sem Zeitpunkt rele­vant. Und wann die­ser Zeitpunkt ist, das liegt an uns. Und das liegt an der Impfquote.«

Man muß ein­fach nur ganz fest dar­an glau­ben. Mit Zahlen hat Frau Hennig es nicht so. Oder sie hat bei den 67 Prozent nicht zugehört:

»Hennig: Hatten Sie vor dem Sommer, als Sie über die­se 80 Prozent mög­li­cher­wei­se Ende August spra­chen, hat­ten Sie da schon dar­auf gehofft, dass die­se Endemizität lang­sam schon über den Herbst und Winter begin­nen könnte?

Drosten: … Wir müs­sen uns ein­fach klar­ma­chen, wir wer­den das, was wir jetzt erreicht haben, auch wie­der ein biss­chen ver­spie­len, wenn wir jetzt nicht die Gelegenheit nut­zen. Denn die­ses Springen über die Schwelle in die Endemizität, das hält die Vakzine auch nicht für immer für die Gesamtbevölkerung bereit. Sondern der Impfschutz wird ja auch wie­der ein biss­chen schlech­ter wer­den nach einer Zeit.«

Ortsständige Schleimhautimmunität über Kontakte mit dem Virus

»Und natür­lich kann man sagen: Gut, da muss man wie­der nachimp­fen. Aber eigent­lich ist es nicht das Ziel für alle Zeiten, immer imp­fen zu müs­sen. Ich glau­be, dass die Mehrheit der Infektionsbiologen und Mediziner im Moment sagt: Wir müs­sen eigent­lich die ende­mi­sche Situation als eine Erkältungssituation betrach­ten. Das heißt, wir sind aber dann auch in der Situation, dass unser Immun-Update, also die Booster-Immunisierung, eigent­lich nicht hier pas­siert, son­dern durch immer wie­der­keh­ren­de Kontakte mit dem Virus und dass die Bevölkerungsimmunität auch immer belast­ba­rer wird, weil dann sind es hier wirk­lich Infektionen. Und da krie­ge ich dann Schleimhautimmunität, die orts­stän­dig ist…

Mein Ziel als Virologe Drosten, wie ich jetzt ger­ne immun wer­den will, ist: Ich will eine Impfimmunität haben und dar­auf auf­sat­telnd will ich dann aber durch­aus irgend­wann mei­ne ers­te all­ge­mei­ne Infektion und die zwei­te und die drit­te haben. Damit habe ich mich schon lan­ge abgefunden…

Ich kann das für mich selbst, für mei­ne eige­ne Gesundheit auch nur ver­ant­wor­ten, weil ich jetzt zwei­fach geimpft bin. Und ich muss zuge­ben, ich wäre ger­ne auch noch ein drit­tes Mal geimpft

"Kinder-Impfstoffe" so sicher wie bei den Erwachsenen

»Wir müs­sen trotz­dem die Impfquote dann von den Zwölf- bis 59-Jährigen deut­lich, deut­lich stei­gern. Also wir müs­sen unbe­dingt auf 85 Prozent und mehr kommen.

Eigentlich wür­de man sich wün­schen 90 bis 95 Prozent. Und bei den über 60-Jährigen wol­len wir eigent­lich 100 Prozent Impfquote haben. Also das müs­sen wir irgend­wie noch mal klar­ma­chen, dass es ein­fach ein rie­si­ges Risiko ist, unge­impft in die­sen Herbst rein­zu­ge­hen, wenn man über 60 Jahre alt ist. Bei den ganz klei­nen Kindern, das haben Sie ja gera­de eigent­lich gefragt, bevor ich hier ein biss­chen absicht­lich abge­schweift bin, muss man eine Sache auch vor­weg­schi­cken, oder zwei Sachen sogar. Es wird zu Beginn des nächs­ten Jahres wahr­schein­lich auch für die­se Altersgruppen Impfstoffe geben, die zuge­las­sen sind, die sicher sein wer­den, die die glei­chen sein wer­den wie die jet­zi­gen erwach­se­nen Impfstoffe. Die wer­den gut ver­tra­gen, die Dosis wird näm­lich reduziert…

Und wir wis­sen, bei Kindern soll­ten wir die Dosis redu­zie­ren. Zum Beispiel die­ses Risiko von Herzmuskelentzündungen eins zu 16.000 bei den älte­ren Kindern, das ist übri­gens eine mil­de und gut kon­trol­lier­ba­re Herzmuskelentzündung. Dieses Risiko geht dann ja run­ter, wenn man die Dosis redu­ziert. Und gleich­zei­tig ist die Reaktion die­ser Kinder beson­ders gut auf die Impfung. Also je jün­ger, des­to bes­ser reagie­ren die Kinder auf die Impfung. Darum kön­nen wir auch die Dosis reduzieren…

Also der Erfahrungswert ist, für über fünf­jäh­ri­ge Kinder ein Drittel der Dosis und für unter Fünfjährige ein Zehntel der Dosis.«

Ist das das Globuli-Prinzip mit dem klit­ze­klei­nen Nachteil erheb­li­cher Nebenwirkungen?

Dogmatische Diskussionen. Off-Label-Use von erwachsenen Medikamenten

»Ich wür­de mir von den Kinderärzten wirk­lich wün­schen, dog­ma­ti­sche Diskussionen jetzt ein­zu­stel­len. Und an die, die viel­leicht immer noch sagen: Ach, wir sehen doch in unse­rer Klinik gar kei­ne, fast kei­ne kran­ken Kinder. Und jetzt müs­sen mal die Schulen auf. Es ist ja nicht so, dass wir die­se dog­ma­ti­sche Diskussion über­haupt füh­ren müs­sen. Jeder möch­te, dass die Schulen lau­fen. Jeder Politiker, jeder Virologe, jeder Kinderarzt möch­te das. Und es wird immer noch so getan, als gäbe es da Meinungsverschiedenheiten drüber.

Wir müs­sen doch irgend­wie vor­wärts den­ken. Zu die­sem Vorwärtsdenken gehört, das päd­ia­tri­sche Fachgesellschaften ihre Aufgabe wahr­neh­men, hier ihren Kolleginnen und Kollegen kon­kre­te Empfehlungen zu geben. Möglicherweise auch in Absprache mit der Stiko, wo ja Pädiater auch breit ver­tre­ten sind. Wir müs­sen die­ses Problem jetzt auch mal aus der Medizin her­aus anfas­sen und nicht immer nur hit­zi­ge Stellungnahmen ver­fas­sen, bei denen man sich fragt, was die über­haupt noch sol­len und wem die über­haupt noch etwas sagen sollen…

Wir haben auch vie­le Kinder, die jetzt schon off-label geimpft wer­den. Ich den­ke, wir soll­ten die­se Möglichkeit öff­nen. Gerade und wohl­ge­merkt, ich spre­che hier nicht, ich möch­te hier nicht pro­pa­gie­ren, jetzt die gesam­ten Kinder mal kurz unzu­ge­las­sen durch­zu­imp­fen, son­dern mir geht es um hoch­ge­fähr­de­te Kinder, bei denen man jetzt wahr­schein­lich überlegt:

Wie wird der Winter? Sitzt das Kind jetzt mona­te­lang allei­ne zu Hause? Und muss man sich hier auch noch über das Thema Schulpflicht Sorgen machen. Ich will nur sagen, dass die Medizin, und die Pädiatrie ins­be­son­de­re dafür auch eine Antwort hat, die es auch bei ande­ren Erkrankungen gibt. Also der Off-Label-Use von erwach­se­nen Medikamenten ist in der Pädiatrie etwas Eingeübtes und auch etwas Legales.«

Der Begriff ver­schlei­ert den Umstand einer "Impfung" ohne Zulassung.

Man findet so allerhand zu Long-Covid

»Die eine Seite sagt, wenn die Schulen jetzt durch­seu­chen, dann haben viel­leicht vier Prozent aller Kinder Long-Covid. Also es gibt Studien zwi­schen einem und 30 Prozent. Man fin­det so allerhand…

Hennig: Nach wie vor eine dis­pa­ra­te Studienlage.

Drosten: … an Long-Covid-Einschätzungen und Long-Covid ist schreck­lich. So. Und dar­an ist jetzt prak­tisch alles falsch, was ich gesagt habe. Erstens, die Schulen wer­den gar nicht durch­seucht. Auch unter den schlimms­ten Kautelen wird man die Schulen nicht durch­seu­chen las­sen. Die Frage ist: Wo kann man das tarie­ren? Wo zieht man die Grenze? Und am bes­ten ohne, dass man den Schulbetrieb unter­bre­chen muss? Das, was wir im letz­ten Winter gemacht haben, war falsch. Also infek­ti­ons­epi­de­mio­lo­gisch gese­hen war das rich­tig. Also wir haben die Winterwelle damit gestoppt. Wir haben gese­hen, vor Weihnachten war das die­ser Qual-Lockdown, der alle betrof­fen hat.

Die Schulen waren so in einem Qualbetrieb, aber im Betrieb, und die waren das Zünglein an der Waage. Die Arbeitsstätten sind die gan­ze Zeit ziem­lich wei­ter­ge­lau­fen, muss man übri­gens dazu­sa­gen. Die Schulen waren dann nach den Weihnachtsferien bis zur ach­ten Kalenderwoche geschlos­sen und man hat gese­hen, es geht run­ter und bleibt unten. Das war das Zünglein an der Waage. Das heißt, es war infek­ti­ons­epi­de­mio­lo­gisch abso­lut effek­tiv, die Schulen zu schlie­ßen.«

Schulschließungen waren für die Schüler absolut falsch

»Long-Covid bei Kindern
Für die Schüler war es abso­lut falsch, das gemacht zu haben. Man hät­te sich es anders gewünscht. Aber so ist es nun mal. Und wir müs­sen auf­pas­sen, dass es jetzt nicht wie­der so wird. Aber den­noch, wir wer­den die Schulen nicht durch­seu­chen. So wird es nicht kom­men. Darum muss man nicht die Zahl der Schüler mit vier Prozent mul­ti­pli­zie­ren und sagen: So viel Long-Covid wird es geben. Das ist Unsinn.«

Ich glaube, es wird greifbar, wenn ich das so sage

»Also ich kann schon mit­ge­hen, wenn man sagt, wir glau­ben kei­ne Evidenz, die nicht auch mit einer Kontrollgruppe erho­ben wor­den ist. Das war also ein lan­ge gehegt Argument, wo man gesagt hat: Diese gan­zen Long-Covid-Studien, wenn man mal schaut bei Kindern, die kein SARS-2-Virus hat­ten, die haben ja auch sol­che Symptome.

Hennig: Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten.

Drosten: Genau. Also jetzt kön­nen wir doch mal dar­über reden, wie die­se Studien zustan­de kom­men. Da gibt es zum Beispiel die­se eine wirk­lich berühm­te Schweizer Studie mit Kontrollgruppe, auf die sich dann sehr vie­le bezo­gen haben im frü­hen Sommer, wo dann gesagt wur­de: Siehst du, also es gibt doch gar kein Long-Covid. Da gibt es genau­so vie­le Kinder in der Gruppe ohne SARS-2-Infektion, die die glei­chen Symptome haben. Das ist eine Studie an Krankenhauskindern und die haben chro­ni­sche Erkrankungen. Und die Rate von Kindern mit chro­ni­schen Erkrankungen ist da unge­fähr dop­pelt so hoch wie die Rate von Long-Covid.

Aber wenn man sich die Symptomdefinition anschaut, dann gibt es kaum eine kla­re Abgrenzung zwi­schen man­chen chro­ni­schen Erkrankungen und Long-Covid. Das heißt, Long-Covid, was man hier erhe­ben will, das ver­sinkt in einem Hintergrund von sehr, sehr ähn­li­chen chro­ni­schen Erkrankungen. Und wor­über wun­dern wir uns jetzt eigent­lich? Wundern wir uns jetzt dar­über, dass die Nicht-Infizierten auch so ähn­li­che Symptome haben? Oder wun­dern wir uns dar­über, dass die Infizierten die glei­chen Symptome haben? Ich glau­be, es wird greif­bar, wenn ich das so sage. Und wenn man das aner­kannt hat, wenn man sagen kann, aus die­ser Analyse kann man eigent­lich kaum was machen, dann kann man noch tie­fer in die Daten die­ser Studie ein­stei­gen. Dann sieht man, da sind durch­aus auch die nicht chro­nisch erkrank­ten Kindern sepa­rat aus­ge­wer­tet worden…

Wenn man jetzt die­ses Bild etwas schär­fer defi­niert durch eine Kombination von Symptomen, dann sind es in der infi­zier­ten Gruppe von Kindern unge­fähr drei­mal so vie­le, die die­se Symptome haben. Und das ist sta­tis­tisch hoch­si­gni­fi­kant. Aber die­sen Signifikanztest muss man sich sel­ber zusam­men­rech­nen, der steht in dem Paper noch nicht mal drin. Und ich fra­ge mich manch­mal schon, wie genau sol­che Studien eigent­lich gele­sen wer­den, bevor man dann mit zum Teil ziem­lich brei­ten Statements in die Öffentlichkeit geht

Es folgt eine ziem­lich lan­ge Passage, in der Drosten wider­sprüch­li­che Positionen zu Tests in Schulen in unter­schied­lichs­ten Varianten vertritt.

2G findet durchaus meine Sympathie

»Und wegen Ihrer Frage zu 3G, auch das ver­kommt wie­der zu einer poli­tisch aggres­si­ven Diskussion, die voll­kom­men fehl­ge­lei­tet ist. Es ist ganz ein­fach: Wir haben die­se Gs, die brau­chen wir. Und wenn wir nichts Besseres haben als die Impfung, also wenn 2G nicht reicht, dann müs­sen wir die­ses drit­te G ein­fach dazu­tun, auch wenn es kre­pe­lig ist. Die Testung ist nicht so gut wie die Impfung, weil die Testung an sich kei­ne Infektion unter­bin­det, son­dern nur die dar­auf­fol­gen­de Quarantäne, und das auch nur gesell­schafs­weit, weil die Tests so imper­fekt sind. Und dann eben, wenn wir jetzt wie­der zum Kulturbetrieb kom­men, Sie sagen jetzt Hamburg, das 2G-Beispiel.

Ich fin­de das über­haupt nicht falsch. Es ist nur ein biss­chen – viel­leicht kühn, das jetzt schon zu machen. Die Testung weg­zu­las­sen. Aber in die­sem Fall wird ja nicht die Testung weg­ge­las­sen, son­dern die Ungeimpften wer­den ein­fach nicht zuge­las­sen von vorn­her­ein. Das ist ja das Kalkül, das, wie ich fin­de, auch durch­aus mei­ne Sympathie fin­det, auch wenn man das anders bewer­ten mag. Auch wenn ich als Wissenschaftler da kom­plett neu­tral sein soll­te.«

Wissenschaftlich spricht also nichts dafür. Ein biss­chen gehäs­sig darf man aber sein.

2G muß sein, denn Tests sind einfach nicht perfekt genug

»Wir leben ja in die­ser Logik davon, wir wol­len die Gastronomie offen hal­ten, wir wol­len den Kulturbetrieb erhal­ten, dass wir eben jetzt Freiheiten erlau­ben. Und die müs­sen wir ja für einen wesent­li­chen Teil des Publikums, der Bevölkerung, der Gäste erlau­ben. Und das sind doch die Geimpften. Wir kön­nen das über Testung nicht kon­trol­lie­ren. Das haben wir ja gese­hen. Das ist logis­tisch, tech­nisch, finan­zi­ell über­haupt nicht mach­bar. Und die Tests sel­ber geben das nicht her. Die sind ein­fach nicht per­fekt genug.«

Nur ganz wenige nicht geimpfte Personen glauben vollkommen verrückte Geschichten und so weiter

»Hennig:  Ich wür­de mir in einer idea­len Welt wün­schen, wir kön­nen die Menschen über­zeu­gen und sie wer­den nicht gezwungen.

Andererseits wird jetzt in der Politik wie­der ver­schärft dar­über dis­ku­tiert. Gehen Sie davon aus, dass wir die Maßnahmen, die wir haben, und viel­leicht noch ver­schärf­te Kontaktreduktion bis zum Ende des Jahres haben wer­den? Es sei denn, die Politik ent­schei­det sich nach der Bundestagswahl: Wir machen eine Impfpflicht.

Drosten: Na ja, also ich glau­be erst mal muss man sagen, man kann das ver­su­chen zu ver­mit­teln. Das ist ja ganz klar. Und natür­lich gibt's eine grund­sätz­li­che Offenheit. Ich wür­de auch nur ganz weni­gen nicht geimpf­ten Personen im Moment unter­stel­len, dass die irgend­wie voll­kom­men ver­rück­te Geschichten glau­ben und so weiter.

Hennig: Es gibt ja auch oft: Ich bin noch nicht dazu gekom­men und ich fand das bis­her nicht so dringend.

Drosten: Genau, das ist manch­mal viel­leicht auch so eine gewis­se Gleichgültigkeit. Und natür­lich, wenn man die dann in so einer Meinungsumfrage fragt, dann wer­den die sagen: Klar, nur zu. Aber den­noch sind sie nicht geimpft. Das ist eben die Gleichgültigkeit. Und ich glau­be, das ist der Unterschied zu Bevölkerungen wie in Portugal und Spanien. Die hören nicht mehr Nachrichten oder sind nicht wis­sen­schafts­gläu­bi­ger oder so.

Sondern die haben eine schreck­li­che gesamt­ge­sell­schaft­li­che Erfahrung hin­ter sich, näm­lich vie­le Tote und einen rich­ti­gen Lockdown, also einen wirk­li­chen Lockdown, wo man nur zum Einkaufen mit Begründung nach drau­ßen darf. Und auf der Straße patrouil­liert das Militär. Das ist ein Lockdown. Das haben wir in Deutschland nicht erlebt. Und wir kön­nen, glau­be ich, die­se Erfahrung in Deutschland nicht im Nachhinein noch simu­lie­ren. Das wird nicht gehen. Und dar­um glau­be ich auch nicht, dass wir über Ansprache der Bevölkerung noch viel wei­ter­kom­men mit der Impfquote. Und dar­um glau­be ich, dass die Politik eine schwe­re Aufgabe vor sich hat und bald auch kon­se­quent Entscheidungen tref­fen muss.«

Hätten wir damals bes­ser auch Militär auf die Straße geschickt…

»Drosten: Also was mich opti­mis­tisch macht, ist die hohe Impfbereitschaft bei den 12- bis 17-Jährigen. Ganz ein­deu­tig, das ist extrem posi­tiv zu sehen. Wir haben hier eine jun­ge, auf­fas­sungs­fä­hi­ge Bevölkerungsschicht. Ich glau­be, dass man das auf die Studierenden auch so über­tra­gen kann. Die Universitäten und auch sons­ti­gen Bildungseinrichtungen für die etwas Älteren, die wer­den in der nächs­ten Zeit wahr­schein­lich auch noch eine wich­ti­ge Rolle spie­len. Das ist es, was mich opti­mis­tisch macht, die­se auf­fas­sungs­fä­hi­gen jun­gen Leute. Das ist sehr gut.«

Auffassungsfähige jun­ge Leute sind also die­je­ni­gen, die sich erpres­sen las­sen. Schade, daß die­ser Podcast an ihnen vor­bei geht.

(Hervorhebungen nicht im Original.)


Weitere Drosten-Podcast-Schmankerl gibt es hier mit dem Schlagwort "Podcast".

64 Antworten auf „Hurra, hurra, der Podcast, der ist wieder da!“

  1. Es ist unglaub­lich, dass die Aussagen die­ses Mannes bestim­mend für die Gesundheitspolitik ist. Soviel Konjunktiv und etwa und viel­leicht wäre in jedem Deutschaufsatz eine glat­te 5. Wenn ich dar­über ein­ge­schla­fen wäre, hät­te ich Albträume. Unglaublich, was man ver­kau­fen kann, wenn man als glaub­haft ange­prie­sen wird. Jeder Straßenverkäufer in Afrika muss eine bes­se­re Leistung erbrin­gen um sei­ne Produkte loszuwerden.
    Das Volk der Dichter und Denker kann durch so beein­druckt wer­den? Es macht mich immer wie­der fassungslos.
    Gute Nacht, Elke Essien

  2. Puh,
    der denkt nichts zu Ende, ver­wech­selt Ursache und Wirkung und wider­spricht sei­nen eige­nen Schlussfolgerungen nur weni­ge Sätze spaeter.
    Si tacuisses.….
    Was für ein geis­ti­ger Dünnbrettbohrer!

    1. "… Was für ein geis­ti­ger Dünnbrettbohrer!"
      Eben des­halb wird der Drosten vor­ge­schickt. Genau, wie Klabauterbach. Die zwei sind wie "Dick und Doof".
      Es zeigt aber auch, dass die Bevölkerung mit sol­chen geis­ti­gen Tieffliegern verars*ht wer­den kann. Sonst wür­den sich nicht so vie­le "imp­fen" las­sen und die­sem Drostenschen ver­ba­len Budenzauber (geis­ti­gen Dünnschiss) Wahrhaftigkeit beimessen.

  3. Irgendwie klingt der Virologe wie ein Epidemiologe.
    Der redet NICHT über sein Fachgebiet.
    Das wäre so, als wenn Prof. Dr. Lauti (der Querdenker in der SPD) über Virologie redet. Absurd!
    Übrigens, mein Auto sprang nicht an.
    Der Mechaniker mein­te, es könn­te die Batterie sein.
    Die Mechatronikerin tipp­te auf das Steuergerät.
    Der Altgeselle hat dann letzt­end­lich mal mit dem Hammer auf den Anlasser gehau­en. (Zwinkersmile)

    1. falsch:
      der Facharzt-Titel von dr.Osten lau­tet "Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie" (AusbildunxDauer ca. 5 Jahr im Anschluss an das Medizinstudium).
      Lauterbach dage­gen ist kein Facharzt.

  4. "Schon wie­der zer­stört er [ …] das Fundament der Regierungspropaganda"

    Nun, so rede­te er auch schon, bevor es Regierungspropaganda in die­ser Hinsicht gab. Ich erin­ne­re an "es ist eine mil­de Erkrankung" …

    Immer wie­der "wun­der­bar", die­se Transskripte mit ihrem Metaphernreichtum!

  5. "Worüber wun­dern wir uns hier eigentlich?"
    Angesichts der Tatsache, dass Dr. C.
    hier­zu­lan­de immer noch als wis­sen­schaft­li­cher Erklärer ver­kauft wird, wun­dert mich kaum noch etwas.

  6. Nicht ver­ges­sen. Drosten ist ein Bote der Pharma Industrie. Der steht auf der derer Gehaltsliste.
    Man kann und soll­te nicht alles für bare Münze neh­men, was er von sich gibt, auch wenn ich ihm Sachkenntnis nicht aberken­nen will.

    Der Podcast zusam­men­ge­fasst: Die Impfung wirkt, aber nur kurz und dann muss man sich zackig nachimp­fen oder am Besten wäh­rend der Wirkdauer natür­lich infi­zie­ren. So kommt man über die Runden. Aber eigent­lich ist jetzt erst­mal nachimp­fen angesagt.
    Geimpfte kön­nen sich dann mun­ter anste­cken, macht nix solan­ge sie geimpft sind.

    Ungeimpfte haben ziem­lich ver­kackt, Man wün­sche ihnen aber groß­zü­gig eine leich­ten Verlauf. Toi, Toi, Toi drei mal auf Holz geklopft.

    Oder noch kür­zer gefasst: Lass dich imp­fen, sonst läufts blöd bei dir.

    Und ganz kurz: IMPFEN !

    1. Erinnert mich an Ingo Appelt, der nach vie­len Wiederholungen des immer glei­chen anstö­ßi­gen Wortes nur noch mit einem Schild, beschrie­ben mit dem Buchstaben F auf die Bühne zu kom­men brauch­te, damit das Publikum in Ekstase geriet.
      Vielleicht soll­ten Dr. Osten und Lauterbach es ähn­lich hal­ten und nur noch ein I‑Schild in die Höhe halten.

  7. Da kön­nen wir mal wie­der froh sein das unser Militär nicht so kann wie es will.
    Ansonsten, schickt der Drosten Militär auf die Straße.
    Vermutlich weil es recht deko­ra­tiv ist.
    Oder weil Viren eine Aversion gegen Olivgrün haben.

    Danke für das Ertragen die­ses Potcasts.
    Ich gebe recht, wür­de der all­ge­mein bekannt, wäre er ein gutes Mittel um die Defizite der Massnahmen darzustellen.

  8. Die blen­den die Impftoten völ­lig aus. Wenn man eine Impfpflicht ein­füh­ren woll­te, dann geht das mit den der­zei­ti­gen Impfstoffen schlicht nicht, weil die Gefahr zu verster­ben unter 70 höher ist, als an der Erkrankung selbst. 

    Die Impfung hat außer­halb der Erkältungssaison bereits tau­sen­de getö­tet, die nicht (zumin­dest im Sommer) an Corona gestor­ben wären und bei denen man auch nicht sicher sagen kann, dass sie jemals an Corona ver­stor­ben wären.

  9. Ich hab’s nicht gele­sen, woll­te mir den Tag nicht versauen.
    Am letz­ten Absatz kurz hän­gen­ge­blie­ben, das reicht schon.

    Aber es muss „Postkaast“ hei­ßen, sag­te doch die Föhrerin.

  10. Chapeau, cher Artur!
    Nach dem Einschlafen (beim Original) noch die Perlen aus dem Transkript raus­fi­schen zu können?
    (ich ver­su­che mir gera­de vor­zu­stel­len, wie ich prä-2020 bei einer Dichterlesung weg­ge­döst bin und mir am nächs­ten Tag die Aufzeichnung genüss­lich rein­ge­zo­gen habe).

    Aber ein Länzchen für Dr.osten muss ich (nach dem Brechreiz) doch noch brechen:
    Kann er etwas dafür, dass die (laut Selbstbewertung: seriö­se) Presse, die den Kronzeugen Coronas hoch­ge­jazzt hat, sich aus die­sem Gesamtkunstwerk nur die infek­tiö­ses­ten Fäkalien raus­pickt und weiter-"super-spreadet"?

  11. Mir wird wie­der mal schlecht. Die Drosten Podcasts der ers­ten Stunden im Frühjahr 2020 waren es, die mich haben stut­zig wer­den las­sen. Das war der­ar­ti­ges Geschwurbel, dass ich anfing, nach ande­ren Infos zu suchen und auf Wodarg stieß. Es ist so schlimm, dass ich mich dabei immer fra­ge, wie es sein kann, dass jemand das ernst nimmt. In mei­nem Umfeld gibt es aber eini­ge aka­de­misch Ge/Ver-bil­de­te, die sich zum "Team Drosten" zäh­len, ich kann nicht ver­ste­hen, wie das pas­sie­ren kann.
    Hören mag ich das nicht, ich hab es hier nur über­flo­gen, um es nicht den gan­zen Tag gedank­lich wie Pech an mir kle­ben zu haben. Meinen Respekt, aa, dass du das so detail­liert sezierst!

  12. "Tests für "Geimpfte" wären nicht gut für die Impf-Adhärenz"

    "..Ich glau­be, dann hät­te man wirk­lich noch den letz­ten Enthusiasmus für die Impfung zer­stört .." sagt Drosten. Das ist sehr ehr­lich formuliert.

    "Als Adhärenz bezeich­net man in der Medizin die Einhaltung der gemein­sam von Patient und Behandler gesetz­ten Therapieziele im Rahmen des Behandlungsprozesses. " (DocCheck Flexikon)

    Impf-Adhärenz meint hier wohl die Einhaltung es Zieles wei­ter zu impfen.

    Was den Patienten in den Krankenhäusern für eine Diagnose gestellt wird, liegt beim medi­zi­ni­schen Personal dort. Deshalb ist es den Impfstoffpushern auch so unge­mein wich­tig nur geimpf­tes bzw. impf­stoff­gläu­bi­ges Personal im medi­zi­ni­schen Bereich ein­zu­set­zen. Ist auch logisch. Pestizidhersteller möch­ten auch kei­ne Umweltschützer in den eige­nen Reihen. Die könn­ten die Unternehmen sabotieren.

    Und Spahn möch­te ja nun kei­ne "regel­haf­ten Tests" mehr für Geimpfte. Weil man sonst nie aus der Pandemie herauskomme.

    Spahns Wunsch wird durch 2/3G erfüllt, den Rest erle­di­gen die Krankenhäuser mit einer impf­stoff­gläu­bi­gen Diagnose. Das ist der Weg, um dem " Impfstoffe sind sicher und effektiv"-Mantra mög­lichst wenig Schaden zuzu­fü­gen. Es ermög­licht den Pushern sich herauszumogeln.

    So lief es immer schon mit Impfstoffen, so wird es weiterlaufen.

    Ich arbei­te seit lan­gem ver­triebs­nah. Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es: leg dich nie mit einem Kunden an, nie­mals. Denn am Ende erhälst du dafür eine Beschwerde. Also, wenn es nicht anders geht, mogel dich raus. Und man muss viel mogeln, sehr viel. Weil Produkte und Dienstleistungen vie­ler Unternehmen nicht das hal­ten kön­nen, was die Werbung verspricht. 

    In Bezug auf eine gute, authen­ti­sche und ehr­li­che Kritik an Impfstoffen bedeu­tet dies:

    Bleibt freund­lich in eurer Kommunikation. Beschimpfungen brin­gen nicht wei­ter. Und: behaup­tet nichts, was ihr nicht hal­ten könnt. 

    Die Corona-kri­ti­sche (Impfstoff- kri­ti­sche) Bewegung wird wei­ter­kom­men, weil sie gute Informationen gibt, gute Dienste leis­tet, wäh­rend die Impfstoffpusher wei­ter mogeln müssen. 

    Schönen Sonntag 🙂

  13. Hatte mich schon gewun­dert, dass Sie nun schon lan­ge nicht mehr einen Drosten-Postcast kom­men­tier­ten. Ganz ehr­lich: Ich über­flie­gen die­sen Quatsch nur und gucke bei den blau­en Stellen ein wenig genau­er hin. Das Sie es frei­wil­lig lesen und zu ver­ste­hen ver­su­chen… Chapeau! Das ist eigent­lich schmerzensgeldpflichtig.

  14. Volldrosten ist das Gegenteil eines Akademikers bezie­hungs­wei­se Intellektuellen, idea­li­ter, nicht rea­li­ter. Das ist das Problem.

    "If uni­ver­si­ties admit­ted upfront that their facul­ty mem­bers are merely eli­te sta­te func­tio­n­a­ries with aristo­cra­tic lea­nings, one could under­stand their quie­scence. On the con­tra­ry, howe­ver, aca­de­mics con­ti­nu­al­ly tout their alle­ged wider com­mit­ments in glowing rhe­to­ric, clai­ming to fight for social jus­ti­ce (one can even get a degree in diver­si­ty and social jus­ti­ce stu­dies), defend the mar­gi­na­li­zed, and 'speak truth to power.'”

    https://archive.ph/swl3p

  15. Was sagt Dr. Drosten in die­sem Interview?
    Übersetzt in Klartext, sagt er: Die schreck­li­chen Erfahrung in Spanien und Portugal ent­stan­den nicht durch die Pandemie selbst, son­dern durch den "wirk­li­chen Lockdown", der dort statt­fand. Ausgangssperre und Militär haben die erfor­der­li­che Impfbereitschaft geför­dert. Das fehl­te in D, das kön­nen wir jetzt nicht nach­ho­len. Das haben wir ver­säumt. Jetzt muss die Politik sehen, was noch mög­lich ist. Eine Impfpflicht viel­leicht oder diver­se Kosten und Benachteiligungen durch 2‑G. Jetzt muss man "kon­se­quent auch Entscheidungen tref­fen". Eine gute Impfquote erreicht man also kei­nes­wegs durch Einsicht oder durch die all­sei­ti­ge Sichtbarkeit vie­ler Toten und Schwerkranker einer wirk­li­chen Pandemie. Da haben anschei­nend alle Bilder und alle Schreckensmeldungen nicht aus­ge­reicht. Von einer "pan­de­mi­sche Lage" konn­ten die Menschen anschei­nend nicht aus­rei­chend über­zeugt wer­den. Da hilft nur noch eins: der Schrecken der Maßnahmen selbst, soll hei­ßen Ausgangssperren, Militär und mög­lichst kon­se­quen­ter Druck auf die Ungeimpften. Den Weg Portugals hat D lei­der ver­passt. Jetzt haben wir qua­si den Salat durch unse­ren mil­den Lockdown. Jetzt müs­sen wir zuge­ben "Es ist lei­der nicht gelun­gen" unser Impfziel zu errei­chen. Schuld an die­ser Kalamität trägt die Politik, die nicht kon­se­quent genug einen wirk­li­chen, har­ten Lockdown vor­an­ge­trie­ben hat.
    Ergo: wenn die schlim­me Pandemie nicht wirk­lich über­zeugt, dann muss der Schrecken der Maßnahmen aushelfen.

  16. Hat nichts mit dem Artikel zu tun, aber ich möch­te schil­dern, was ich ges­tern erleb­te: Ich pfiff ein Freundschaftsspiel (Basketball). Niemand ver­lang­te Tests, frag­te nach Impfstatus oder Genesenenstatus, obwohl wir gemusst hät­ten. Ich weiß das, weil ich den gan­zen Unsinn auf den Tisch bekom­me und ich dann für die Umsetzung zustän­dig wäre. Ich sah auch nur eine Maske und die war unters Kinn geschoben. 

    Es ist immer noch die Angst da, dass Ordnungsamt oder Polizei vor­bei­kom­men. Die Türen ste­hen ja offen und die Eltern mit Kleinkindern (in der Nähe ist ein Spielplatz) schau­en ger­ne rein und sehen begeis­tert zu, wie die gro­ßen Jungs Basketball spie­len. Ich habe nach wie vor Angst vor Denunzianten.

    Es war etwas wie 2019. Es war ein Kommen und Gehen ohne Anwesenheitslisten. Es hat auch nie­mand mehr Lust, die­sen Quatsch zu füh­ren. Ich habe eigent­lich immer schon, ein paar Leute gar nicht erst auf den Listen notiert.

    Wir haben eini­ge Skeptiker, was den gan­zen Unsinn angeht. Trotz par­ti­ell durch­ge­kiff­ter Jugend sind die dann immer noch fähig, ihren Verstand zu nut­zen und sehen die offen­sicht­lichs­ten Widersprüche. Man muss kein Experte sein für Lungenkrankheiten, für Viren oder für Epidemien, um die Widersprüche zu erkennen.

    1. Das Schweine – pland­mie­chen hat ja nicht gereicht, also auf ein Neues.
      Wer einen Schuldigen sucht für die gan­ze Misere, braucht nur in den Spiegel zu schauen.

  17. Off topic, aber doch irgend­wie dazugehörend:
    Neue Zaheln und Daten der €udra-Vigilance 28.8.21:
    In €U, 27 Staaten, 447.000.000 Bürger, wer­den 23.252+ Verstorbene und 2.189.537# Verletzte/Vergiftete nach Beibringung der C19-Experimental-Vaccine gemeldet.
    Quelle Health Impact News, Brian Shilhavy
    Das ergä­be bei einer ange­n­om­nenn Impfquote 50–70% und worst case 100% Mit-/Alleinursächlichkeit der C19-Vaccine, eine VFR(Vaccine Fatility Rate) 1+ : ca. 9.600–13.600 Geimpfte. Eine mW nor­ma­le VFR beträgt ca. 1–2+ : 10.000.000.

  18. Australien wird zum High-Tech-Polizeistaat
    4. 09. 2021
    In Australien, das sei­ne Sozialhilfeempfänger bereits am digi­ta­len Gängelband durch das Leben führt, wer­den nun – als natio­na­les Pilotprogramm in Südaustralien – Flugreisende inner­halb des Landes und von außer­halb in poli­zei­lich per Smartphone über­wach­te Quarantäne geschickt.

    https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/australien-polizeistaat/
    Anmerkung: ein ver­gleich­ba­re Technik wird auch in China eingesetzt.

  19. Gates- und Rockefeller-Stiftungen finanzieren
    WHO-Richtlinien für den digi­ta­len Impfpass

    3. 09. 2021
    Die Gates-Stiftung und die Rockefeller-Stiftung, die über ID2020 und ande­re Initiativen Bevölkerungskontrolle mit einer glo­ba­len digi­ta­len Bürgernummer anstre­ben, haben die jüngs­te Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation zum digi­ta­len Impfpass finanziert.
    Der Rüstungs- und digi­ta­le Sicherheitskonzern Thales hat­te die­sen jüngst als Wegbereiter für den uni­ver­sel­len mobil-digi­ta­len Identitätsnachweis bezeichnet.

    https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/gates-rockefeller-who/

  20. Vor ziem­lich genau einem Jahr hat Dr. Osten – damals schon zum wie­der­hol­ten Male – die geneig­te NDR-Zuhörerschaft mit sei­nem ODD (ODD = Oraler Dauer Durchfall) zum Thema Wirrologie-und-mehr-vom-Allerlei genervt. Bis zum heu­ti­gen Tage mag nichts Neues aus dem Drosten quellen! 

    Vom Kaffeefilter über das 4‑Gewinnt-Spiel-in-einer-Holzkiste-mit-zwei-Stromelektroden-dran zur Wüstenspring… nein ‑renn­maus und mit­ten­mang rein in die Panmixie, und noch tie­fer in die Erdhöhlensysteme wo fau­le Familienverbände hausen. 

    Nachfolgend das Extrakt (der kom­plet­te Dünnpfiff aus dem sagen­haf­ten Reich der Möglichkeitsformen wäre nur sehr, sehr schwer zu ertra­gen) aus Podcast Folge 54 vom 9.9.2020:

    Drosten:
    […]
    Wir haben hier eigent­lich ein wei­te­res theo­re­ti­sches Thema, das ist das Thema der Perkolation.
    Hennig: Ein mathe­ma­ti­sches Modell, das aber ursprüng­lich aus der Physik kommt.
    Drosten: Genau, das kommt aus der Physik. Und es ist so, dass das aber auf die Infektionsökologie schon längst über­tra­gen wor­den ist und damit auch auf die Infektionsepidemiologie. Denn die Epidemiologie ist ein medi­zi­ni­scher Spezialfall der Ökologie, so könn­te man viel­leicht sagen. Die Grundlagenwissenschaft zur Epidemiologie ist die Ökologie und eini­ge wür­den auch sagen, die Mathematik, aber ich wür­de eher sagen, die Ökologie. Jedenfalls in der Infektionsökologie ist es ein akzep­tier­tes Prinzip, das aber noch wenig über­tra­gen wur­de, gera­de im deutsch­spra­chi­gen Sprachraum. Hier muss ich jetzt ein biss­chen ausholen…
    […]

    ——-
    Um Gotteswillen! – bit­te, bitte,bitte NICHT! 
    ——-

    […]
    Hennig: Vielleicht defi­nie­ren wir ein­mal den Begriff Perkolation. Da geht es eigent­lich um Durchsickern, richtig?
    Drosten: Genau, "durch­si­ckern" ist ein gutes Wort. Stellen wir uns mal einen Kaffeefilter vor, also jetzt nicht eine hoch­mo­der­ne Espressomaschine, son­dern der gute alte Kaffeefilter, den man auf die Kanne drauf­stellt. Und jetzt tut man so ein biss­chen Wasser rein.
    […]

    ——
    Der Wasserkessel pfeift, ich glaub, ich muß jetzt in die Küche…
    ——

    […]
    Man kippt oben etwas rein und es kommt nichts raus.
    Hennig: Der Filter wird erst mal voll mit Wasser.
    Drosten: Genau. Das Kaffeepulver wird nass, aber noch nicht durch­ge­hend nass. Jetzt kön­nen wir uns vor­stel­len, nor­ma­ler­wei­se wür­de man im Schwall was hin­ter­her­kip­pen, dann kommt der Kaffee unten raus. Wenn man das aber ganz lang­sam macht, wür­de man das trop­fen­wei­se zuge­ben und dann wür­de man mer­ken, es pas­siert ganz lan­ge Zeit gar nichts.
    […]
    Ab dann sickert das Wasser ein­fach nach, weil es eine gera­de Verbindung gibt, oder eine durch­ge­hen­de Verbindung. Die ist schief und nicht gera­de, es ist ein ver­schlun­ge­ner Weg durch die­ses Kaffeepulver, von oben nach unten. Ein lei­der nicht sehr gut zu erfas­sen­des Beispiel, wie ich fin­de. Ich gebe des­we­gen noch zwei wei­te­re Beispiele.
    Ein Beispiel ist, wir ken­nen das Spiel "Vier gewinnt". Wenn wir uns vor­stel­len, wir haben gel­be und rote Chips, die wir da rein­schmei­ßen in die­ses Plastikgitter, 50/50-Anteil von gel­ben und roten Chips, da kann es sein, dass wir eigent­lich kaum jemals eine durch­ge­hen­de Verbindung mit roten Chips machen könnten.
    […]

    ——
    ??? Warum!? Warum nur!?? 
    ——

    […]
    Und ich will es noch mal ein biss­chen plas­ti­scher machen, indem ich die­ses Beispiel noch mal spe­zi­fi­zie­re. Wir stel­len uns statt die­ses Gitterrahmens von dem Vier-Gewinnt-Spiel einen Holzrahmen vor, eine Holzkiste. Da sind an der unte­ren und obe­ren Ecke jeweils zwei Stromelektroden dran, sodass wir mes­sen können.
    […]
    bei wel­chem Verhältnis, Metall zu Holzkugeln, krie­gen wir eine elek­tri­sche Durchleitung dar­über, dass immer Metallkugeln mit­ein­an­der in Kontakt sind?
    Hennig: Also ein Weg durch die Kiste.
    Drosten: Ein Weg durch die Kiste, ein Stromweg. Da kann man wie­der mathe­ma­ti­sche Berechnungen dar­über anstel­len und fin­det sehr regel­mä­ßi­ge phy­si­ka­li­sche, mathe­ma­ti­sche Gesetzmäßigkeiten, ab wel­chem Mischungsanteil der Strom durchleitet.
    […]
    Wenn wir aber im Bereich von 50 Prozent sind, dann krie­gen wir fast immer eine elek­tri­sche Durchleitung. Und bei über 50 Prozent kann man sich prak­tisch dar­auf ver­las­sen: Egal, wie wir die Kugeln mischen, das wird sich fast immer so ver­tei­len, dass wir eine elek­tri­sche Durchleitung haben.
    Und jetzt kom­men wir zu einem Beispiel aus der Infektionsökologie und einem Paper in "Nature" aus dem Jahr 2008. Das ist eine Veröffentlichung, wo man eine Tierpopulationen stu­diert hat, und zwar…
    Hennig: Die Wüstenspringmaus war das, glau­be ich.
    Drosten: Wüstenrennmaus, genau­er gesagt, für die Zoologen hier unter den Hörern Rhombomys opi­mus, das ist die Unterfamilie der Gerbils in den Nagetieren. Dort ist es eine Gattung Rhombomys und die Spezies Rhombomys opi­mus. Das wur­de da stu­diert und zwar in Kasachstan, glau­be ich.
    […]
    Wir wis­sen alle, wenn R grö­ßer eins ist, dann wird die Infektion ver­brei­tet. Aber all die­se Modelle zur Populationsmodellierung, die machen eine Grundannahme, die häu­fig gar nicht zutrifft, näm­lich die Grundannahme der Panmixie, also alles durch­mischt sich frei.

    ———–
    Panmixie – genau, jeder mit jedem und über­haupt alle dür­fen mit­ma­chen! Ohne Maske, ohne irgend­wel­che Auflagen – super! So soll es sein. Aber halt, nein…
    ————

    Aber wenn man gera­de in der Öffentlichkeit über so was spricht, dann wird grob ver­ein­facht und daher kommt es, dass in der Öffentlichkeit häu­fig von sol­chen Schwelleneffekten kei­ne Vorstellungen bestehen. Also ich hof­fe, alle kön­nen mir noch folgen.

    ———-
    Klar doch! Mach ruhig weiter!
    ———–

    Drosten: Okay. Jetzt haben wir hier eine Tierart, die die Eigenschaft hat, in Familienverbänden zu leben. Diese Familienverbände leben in Erdhöhlensystemen. Das sind Gänge, die so eine Ausdehnung von zehn bis 30 Metern haben, so weit gra­ben die­se Tiere ihre unter­ir­di­schen Höhlensysteme. Aber wei­ter gra­ben sie die auch nicht. Dafür sind sie dann zu faul oder sie brau­chen ein­fach nicht mehr Platz zum Leben. Das sind Großfamilien, die da jeweils leben. Und die­se Verbände sind in einer rela­tiv frei­en, kar­gen Steppenlandschaft gegra­ben. Dazwischen sind immer Lücken, fast so wie ein Gitter von einem Vier-Gewinnt-Spiel, wenn man das aus der Satellitenflughöhe betrach­tet. Da ist wirk­lich in die­sem „Nature“-Paper, das wir wie­der in die Referenzen rein­stel­len wer­den, ein Satellitenbild. Und das ist erstaun­lich, das sieht fast aus wie ein Vier-Gewinnt-Spiel,
    […]
    Und die haben oder haben nicht die Pest.
    Die wird über Flöhe über­tra­gen, also da gibt es einen Vektor. Aber die Beobachtung hier ist eine ganz einfache.

    ——–
    Nein!?!?
    ————-

    […]
    Und jetzt gibt es eine inter­es­san­te Grundhypothese und die Grundhypothese ist doch ein­fach: Wenn sich die­se Erkrankung strikt nach der Reproduktionsidee wei­ter fort­pflanzt, dann wird doch jede Erhöhung der Populationsdichte in die­sem gan­zen Beobachtungsareal dazu füh­ren, dass wir mehr Infektionen krie­gen. Also je mehr Ratten, oder sagen wir mal beim Menschen, je mehr Leute auf einem Raum sind, des­to bes­ser kann sich so ein Virus ver­brei­ten. In die­sem Beispiel so ein Bakterium, Yersinia pestis ist ja ein Bakterium.
    […]
    Tun wir noch mehr Tierdichte drauf in dem gesam­ten Beobachtungsgebiet, dann fin­den wir noch mehr Infektionen in der Nachbarschaft. Wenn wir aber die­se Nachbarschaft wei­ter weg­tra­gen, also wenn wir den Beobachtungsposten wei­ter weg legen und Tiere tes­ten, die wei­ter ent­fernt sind in die­sem Gitter, dann ist es so, wir kön­nen drauf­le­gen und drauf­le­gen und drauf­le­gen und es kommt nicht zu einer Infektion an dem ent­fern­ten Beobachtungspunkt. Und dann, irgend­wann, legen wir noch ein biss­chen mehr drauf und plötz­lich ist es infi­ziert und dann bleibt es auch infi­ziert. Wir tun mehr drauf und es kommt immer noch wei­ter zuver­läs­sig zu Infektionen, ein schlag­ar­ti­ger Effekt, ein Schwelleneffekt.
    Zurück zur Ursprungsüberlegung: Irgendwann ist der Kaffee nass und dann tropft es durch. Also die­ser Schwelleneffekt, der da im Kaffeefilter über­schrit­ten wur­de, der ist hier in der Natur, in der Infektionsökologie, bei den Wüstenrennmäusen über­schrit­ten worden.
    […]

    —————
    Genau : Kaffefilter -> Vier-Gewinnt -> Strom -> Wüstenrennmaus -> fau­le Erdhöhlenbewohner -> Kaffeefilter -> Mensch!
    quod ero­ti­cum demonstranten.
    Oder so.
    Und wer jetzt bis hier­hin alles gele­sen hat, ist sel­ber schuld. Ich hab euch gewarnt!
    Und für alle die­je­ni­gen, die das immer noch lus­tig finden:
    —————-

    Hennig: Das heißt, es gibt dann Austauschwege zwi­schen den einzelnen?
    Drosten: Genau, und was dahin­ter liegt, ist Folgendes: Diese Infektion wird in Clusterverbänden über­tra­gen. Diese Familiengruppen sind räum­li­che Cluster und die haben mit­ein­an­der nur ein­ge­schränkt Kontakt. Da hüpft mal ein Floh rüber und da geht auch mal ein Tier rüber zu einem Nachbarverband.

    —————-
    Was aber, wenn der Floh nun zu dem Kamel rüber­geht? Hmmm.…
    Glaubt mir – Freunde der gepfleg­ten Hysterie – : die Lage ist sehr, sehr ernst!

  21. ******************* 🙂 🙂 🙂 ****** 🙂 🙂 🙂 ****** 🙂 🙂 🙂 ********************

    EINE ANDERE FREIHEIT Trailer

    "In die­sem Film geht es um alles: Um unse­re Kinder und deren Leben im Hier und Jetzt und in der Zukunft; Diesen Film haben Menschen gemacht, die dafür Verantwortung übernehmen."

    https://www.youtube.com/watch?v=G4xBCWInJqo

    https://www.eine-andere-freiheit.com/
    https://t.me/s/eltern_stehen_auf/2651

    *******************************************************************************

  22. … aus dem Podcast 58 / 29. September 2020 :

    - der "Professor" :

    ,, Genau, aus Kiel und Köln, muss man sagen, es sind

    auch vie­le Kölner Autoren dabei und aus ein paar

    ande­ren Städten noch, aber vor allem Kiel und Köln.

    Eine sehr gut gemach­te immu­no­lo­gi­sche Studie, wie

    ich fin­de. Die ist im Prinzip so etwas wie eine Ergän-

    zung die­ser Frühjahrsstudie aus der Charité, die wir

    schon mal bespro­chen haben, wo man gese­hen hat:

    Es gibt bei so 30, 40 Prozent der nicht Exponierten,

    also der­je­ni­gen, die kei­ne SARS-2-Infektion hin­ter sich

    haben, den­noch eine Reaktivität auf der Ebene der

    T‑Zellen. Dann hat man rela­tiv bald eine gan­ze Zahl

    von ande­ren Studien gehabt aus England, aus USA und

    so wei­ter, die das­sel­be gefun­den haben. Es gibt also

    eine gewis­se Zahl von Patienten, und das sind nicht

    weni­ge, das ist häu­fig im Bereich von einem Drittel der

    Bevölkerung, die reak­ti­ve T‑Zellen hat, wenn man die

    in rela­tiv direk­ten immu­no­lo­gi­schen Verfahren misst,

    obwohl die kei­nen Kontakt zu die­ser Infektion hatten.

    Und es wur­de gera­de in den USA auch schon eine sehr

    gro­ße Argumentation dar­auf auf­ge­baut, die sagt: Im

    Prinzip ist das die Erklärung dafür, dass es so viele

    mil­de Verläufe gibt. Und wahr­schein­lich wird des-

    wegen auch die Schwelle der Herdenimmunität viel

    nied­ri­ger lie­gen, weil in Wirklichkeit sind wir alle schon

    längst kreu­zim­mun. Also man sagt kreuzimmun,

    kreuz­re­ak­ti­ve T‑Zellen sind da – das heißt, die Aktivität

    der T‑Zellen, die bezieht sich nicht nur auf die

    Erkältungs­coronaviren, die wir alle immer wieder

    krie­gen, son­dern die bezieht auch ein biss­chen am

    Rand des Aktivitätsspektrums die­ses neue Virus mit

    ein. Darum sind wir, ohne dass wir das wuss­ten, doch

    zu gro­ßen Teilen schon geschützt. "

    (Ob er das "feh­len­de Militär" bald ein­for­dern wird, zwecks "Selbstschutz" von wegen bal­di­ger Verhaftung ? Ob er mit Heereshilfe nach Kabul aus­ge­flo­gen wird ? Um ihn dort, per Abwurf, als Biowaffe ein­zu­set­zen oder ihn nur als Tauschobjekt gegen "Ortskräfte" zu ver­wen­den ? Fragen über Fragen wer­fen sei­ne Interpretationen die­ses Computerspiels namens Virologie immer wie­der aufs neue auf …)

  23. Die Partei mit den dem "A" am Anfang des Parteinamen, hat anschei­nend am 01.09. 2021 eine klei­ne Anfrage im Bezug zu Drosten und des­sen Position gestellt, ich bin auf die Antwort gespannt.

    "Der Status des Virologen Prof. Dr. Christian Drosten als Politikberater der
    Bundesregierung und die Auswahlkriterien der Bundesregierung bei der
    Rekrutierung ihrer Berater in der Corona-Krise.".

      1. Dass "schein­bar" und "anschei­nend" häu­fig ver­wech­selt wer­den, ist ja hin­läng­lich bekannt. So vie­le sagen "schein­bar", mei­nen aber "anschei­nend". Dass es jemand genau umge­kehrt macht, ist mir jetzt neu: Sie inter­pre­tie­ren das "anschei­nend" als "schein­bar" (nur dem Schein nach, aber tat­säch­lich nicht so)

  24. Dass die Unis noch eine Rolle spie­len wer­den, davon wür­de ich auch aus­ge­hen. So viel ideo­lo­gi­sche Verblendung und pene­tran­te Nötigung, wie sie dort auf Studenten und Mitarbeiter nie­der­pras­selt, hät­te ich frü­her nie­mals für mög­lich gehal­ten. Und das, obwohl Unis schon län­ger kei­ne Stätten kri­ti­schen Denkens mehr sind.

  25. Also es wur­de ja bewie­sen, das die­se Art der Informationsvermittlung mir Herrn Drosten den Hörern nicht hilft, egal wor­über gela­bert wird…bzw es ist sehr erfolg­reich dabei, die Menschen wei­ter Unfähig zur Informationsverarbeitung zu hal­ten und was ver­mit­telt wird ist nur die kit­schi­ge GemeinschaftsEMOTION der offi­zi­el­len Narrativefolger.

    Die IFR ist bekannt­lich kei­ne fixe Grösse oder Eigenschaft eines Virus oder Erkrankung. Es ist von Anfang an durch ver­fälsch­te über­höh­te Statistiken, unter­las­se­ne Prophylaxe, unter­las­se­ne Frühbehandlung, fal­sche Krankenhausbehandlung mit zu häu­fi­ger inva­si­ver Beatmung, unter­blie­be­ner Obduktionen etc geprägt.

    Bekanntlich hat sich von Anfang an die IFR als deut­lich nied­ri­ger als pro­pa­giert her­aus­ge­stellt welt­weit und als regio­nal dabei unterschiedlich.

    Er sagt aber nichts dazu, inwie­fern eine IFR UK aus­sa­ge­fä­hig ist. Er gibt sie mit 0.15% an und ver­bin­det dies mit einer per­sön­li­chen sub­jek­ti­ven Wertung als höher als erhofft. Wäre man von Anfang an von 0.15% aus­ge­gan­gen, hät­te man nichts von den erfolg­ten Massnahmen durch­ge­bracht und ist ein Bruchteil der in den bekann­ten Modellrechnungen ange­nom­me­nen IFR.

    Habe auf Anhieb die Cambridge Studie nicht gefun­den, aber die­sen Artikel eines eng­li­schen Magazins der die Niedrigkeit der IFR nach Cambridge her­aus­stellt (nach Impfungen) und mit über alle Altersklassen mit 0.085 angibt. Hat da Herr Drosten die­se Zahl genom­men und mit pau­scha­ler Impfquote auf 0.15 für Ungeimpfte gerech­net? https://www.google.com/amp/s/www.dailymail.co.uk/news/article-9732213/amp/Fewer-one‑1–000-patients-dying-Covid-compared-one-90-second-wave.html

    Er greift belie­big 2 Antikörperstudien her­aus und schiebt eine regio­na­le vor­aus, die 1.8 fache rea­le Infektionen zei­ge. Auch dar­aus wird kei­ne Schlussfolgerung gezo­gen. Das RKI hat bis­her schon mit x3 gerech­net und gesagt je nach Studie sei es x2 bis x5. Die Seroprövalenzstudie des RKI dürf­te die Referenz aktu­ell in DE sein und wird im gesam­ten Bundesgebiet erho­ben. Die 14 % waren noch vom April bei einer stark stei­gen­den Tendenz die ja durch Delta noch zuge­nom­men haben soll­te und bedeu­te­te 11.6 Mio in DE mit Antikörpern und 3.5x mehr als posi­tiv getes­te­te. Das soll­ten aktu­ell locker 20% sein (in CH ca. 30% 'offi­zi­ell' aktu­ell). Diese Zahlen stel­len ten­den­zi­ell schon eine Unterschätzung dar.

    Das mit der ver­dop­pel­ten Immunität bei Impfquote 95% anstel­le 90% hat er nicht ganz rich­tig nach­ge­plap­pert. Gemeint ist, das ange­nom­me­ne Risikopotenzial der Ungeimpften (wobei dann wie­der die erwor­be­ne natür­li­che Immunität bei der es ja auch bei den Seroprävalenzstudien ging und Kreuzimmunität nicht ein­ge­rech­net sind, die Risikoabhängigkeit von Risikogruppen nicht berück­sich­tigt ist und die Möglichkeit von Prophylaxe, Frühbehandlung und kor­rek­ter Behandlung) bei 90% Impfquote mit 10% dop­pelt so hoch sei wie mit 5% bei 95% Impfquote (nicht berück­sich­tigt ist dabei, das die Impfungen kaum noch wir­ken). Das kann man leicht goo­geln, wird seit eini­ger Zeit als Argumentation vor­ge­ge­ben und von Meinungsbildern ver­wen­det, hier mit Impfquoten 80% zu 90%: https://www.google.com/amp/s/amp.tagesspiegel.de/wissen/90-prozent-der-covid-19-intensivpatienten-ungeimpft-mediziner-draengen-auf-deutlich-hoehere-impfquote-bis-oktober/27581260.html .

    Sollte Drosten sei­nen Dr Titel rech­tens erwor­ben haben, soll­te er ihn spä­tes­tens nach die­sem Podcast frei­wil­lig zurück­ge­ben, wie 95% aller Akademiker auf­grund ihres Umgangs mit Corona, oder er gibt zu es han­delt sich hier bewusst um Propaganda.

    1. @Arnur meci­ts Aoth: Mea culpa.
      "Mea cul­pa (latei­nisch „durch mei­ne Schuld“) sind Worte aus dem Confiteor, das seit dem 11. Jahrhundert in der katho­li­schen Kirche gespro­chen wird.

      Der Text lau­tet seit 1970:

      „Confiteor […] quia pec­ca­vi nimis cogi­ta­tio­ne, ver­bo, ope­re et omissione:
      mea cul­pa, mea cul­pa, mea maxi­ma culpa […]“

      „Ich beken­ne […] dass ich Gutes unter­las­sen und Böses getan habe; ich habe gesün­digt in Gedanken, Worten und Werken:
      durch mei­ne Schuld, durch mei­ne Schuld, durch mei­ne gro­ße Schuld […]“

      Dabei schla­gen sich die Gläubigen an die Brust." (Wikipedia)

  26. Doch, ich ver­su­che es jedes­mal. Wirklich. Dann glei­ten mei­ne Augen von blau­em Text zu blau­em Text… und ich bin wie­der erleich­tert, dass es so selbst­lo­se Menschen wie aa gibt, die einen gan­zen Podcast von die­sem Bundesverdienstschwurbler lesen und kom­men­tie­ren. Oder ist es Selbsthass? Egal. Danke!

    1. Bezweifle, dass es etwas mit Selbstlosigkeit zu tun hat.

      Weiß aber auch nicht, war­um aa sich mit die­sem Mist die Zeit vertreibt.
      Ich lese zur Zeit ein inter­es­san­tes Buch von John Grisham, wo ein Pharmakonzern ver­klagt wird.
      Es ergeht eine Sammelklage, wo jeder Anwalt soviel Mandanten "sam­melt", in deren Umwelt es Tote auf Grund eines Medikamentes gibt.
      Erst wer­den die Toten durch­ge­winkt, dann die mit den Nebenwirkungen.

      Danach müss­ten hier bereits sämt­li­che Impfstoffe ver­bo­ten sein.

  27. Hatte schon befürch­tet, der Klausi sei in der Versenkung ver­schwun­den. Aber nein, er hat nur Anlauf genom­men und beglückt uns wie­der. Mein Vorschlag gilt nach wie vor: nach dem aller­letz­ten Podcast, also so ca. 2025, wer­den alle von aa kom­men­tier­ten Podcasts in Buchform her­aus­ge­ge­ben. Es fin­det sich bestimmt ein Verlag. Sonst müs­sen wir es selbst in die Hand nehmen.

  28. Das Grauen ist unfass­bar und wird uner­mess­lich, wenn man bedenkt, dass Kanzlerin, Ministerien, Landesregierungen, Abgeordnete fast aller Parteien, VerlegerInnen, IntendantInnen, JournalistInnen, JuristInnen, BehördenleiterInnen, ÄrztInnen, WissenschaftlerInnen, PädagogInnen und vie­le ande­re Menschen, die mit Sprache nicht nur beruf­lich umge­hen, die­sen Herrn nicht sofort als Rattenfänger und Hütchenspieler ent­larv­ten. Dann dürf­te deren IQ kaum die 60er Marke über­schrei­ten, was ich aber bezweif­le. Dann wird es also ande­re Gründe außer­halb jeder sachlichen/fachlichen Basis gege­ben haben, die­sem ver­wirr­ten Menschen die Rolle des Chefberaters i.S. Pandemiemaßnahmen über­tra­gen zu haben. Und offen­bar soll man ihm wei­ter zuhö­ren, indem man ihm gro­ße Reichweite gibt, denn die öffent­li­che Meinung bil­det sich ja wohl zu 99,1% durch die Rezeption der VERÖFFENTLICHTEN Meinung.
    Wie wür­den, wenn sie noch unter uns wären, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky oder Erich Kästner auf die­ses Land heu­te schau­en? Wie wür­de Christa Wolf die Lage ana­ly­sie­ren, und was hät­ten Erika, Heinrich, Klaus und Thomas Mann UNS UND WIE WIR DAZU VERHALTEN zu sagen? Und wel­chen Namen hät­te Heinrich die­sem „Professor“ gegeben?
    Oder den­ken wir an Werner Finck mit drei Zitaten:
    Lasset uns dekli­nie­ren: Der Mut – des Mutes – Demut.
    Wer lachen kann, dort, wo er hät­te heu­len kön­nen, bekommt wie­der Lust zum Leben.
    Ich ste­he hin­ter jeder Regierung, bei der ich nicht sit­zen muss, wenn ich nicht hin­ter ihr stehe.

  29. »Gleichzeitig hät­ten wir dann unterm Strich einen ganz gro­ßen Teil der Impfung, näm­lich den gesell­schaft­lich kul­tu­rel­len wirt­schaft­li­chen Nutzen der Impfung, ein­fach über Bord gewor­fen. Und das kön­nen wir ja nicht machen.«

    Eine Impfung hat für gewöhn­lich einen medi­zi­ni­schen Nutzen … Das, dach­te ich immer, sei der ein­zi­ge – zumin­dest mal der größ­te Teil einer Impfung. Aber was ist nun ganz kon­kret gemeint mit dem »gesell­schaft­lich kul­tu­rel­len wirt­schaft­li­chen Nutzen« – der auch noch einen ganz goßen(!) Teil die­ser «Impf«-Kampagne aus­ma­chen soll? Profite bei Pfizer? Durchsetzung schnel­le­rer Zulassungsverfahren und einer Methode (die außer­halb einer Pandemie-Panik aus guten Gründen nie­mals so schnell hät­te eta­bliert wer­den können)?
    Die Formulierung schein mir doch sehr inter­es­sant zu sein … Die sagen es ja rich­tig hin.
    Ich wie­der­ho­le mal wie­der: Die trau­en sich was!

  30. ES IST UNERTRÄGLICH!!!

    Wie so ein Mann in so eine Position kommt, der­ar­ti­gen Sch… von sich zu geben, ohne belangt zu wer­den… nicht zu fassen!!!

    Nur noch "Verdötschte" lau­fen draus­sen rum…

    Jeder bas­telt sich sei­ne eige­ne Statistik und Interpretation, wie er/sie es will…

    Ich auch:-)… ich sach ma… die Unwahrheiten flie­gen auf. JETZT!!!!
    Danke!

  31. Werter Herr Aschmoneit,
    Ihr Weinkeller muss rie­sig sein. Oder Ihre Hausbar. Oder Sie wohnen
    direkt neben einer Kneipe. Oder Sie haben einen guten Dealer.
    Anders lässt sich so ein Schwachsinn doch nicht ertragen…
    Ich habe wie üblich höchs­tens zwei Absätze geschafft, danach muss­te ich auf­ge­ben. Ansonsten wür­de ich nur noch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen…
    Ich hät­te da mal einen Vorschlag : wie wäre es, statt des nächsten
    Rotzcasts mal ein paar Auszüge aus Gustave LeBon's "Psychologie der Massen" zu posten ?

  32. Korinna Hennig (als Interviewerin) ist ein Skandal. Diese Frau macht kei­ne Interviews, die jour­na­lis­ti­sche Interviews sind. Sie stellt geschlos­se­ne Fragen, die oft sug­ges­ti­ve Fragen sind. Im Journalismus ein No-Go!

    Drosten ist und bleibt eben­falls ein fach­li­cher (medi­zi­ni­scher) Totalausfall und Hetzer!

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