Jäger von Ausgangssperren ausgenommen

Mein Ehrenwort, das steht da so auf rp-online.de am 29.4.:

»Jäger sollen von den Ausgangssperren in der Corona-Pandemie nach einem Konsens der zuständigen Bundesministerien weitgehend ausgenommen sein. Darauf hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die Jagdbehörden und Forstverwaltungen der Länder nach Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesgesundheits­ministerium hingewiesen. Die Ausnahme gilt demnach für die „Ansitz- oder Pirschjagd als Einzeljagd auf Schalenwild“, also Wildschweine, Rehe oder auch Rot- und Damwild.

Das Ministerium verwies in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag, auch auf eine Protokollerklärung des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies. Dieser hatte seine Zustimmung zur Änderung des Bevölkerungsschutzgesetzes an die Maßgabe geknüpft, dass für die Jagd eine Ausnahme von Ausgangsbeschränkungen gilt.

„Angesichts der grundlegenden Bedeutung der Jagd für die Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sowie den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen und des Gemüse- und Weinbaus vor Wildschäden auf den Flächen der land- und forstwirtschaftlichen Eigentümer stellt die Ansitz- oder Pirschjagd auf Schalenwild in der Zeit der Ausgangssperre einen gewichtigen und unabweisbaren Zweck dar“, erklärte Thies.«

17 Antworten auf „Jäger von Ausgangssperren ausgenommen“

  1. Mein spon­ta­ner Gedanke:
    Jäger nen­nen das Blut von gejag­ten und durch sie ver­wun­de­ten Tieren "Schweiß".

    Euphemismen wohin man blickt.

  2. Es ist ein­fach zu schön, in der Nacht ein Reh oder einen Fuchs zu erschie­ßen. Das Glück darf man ihnen doch nicht neh­men. Sie tref­fen oft nicht so rich­tig gut und das ange­schos­se­ne Wildschwein ist jetzt nicht mehr so gut auf­ge­legt. Dann fah­ren sie heim. Sehr oft sind es Ärzte, und die tele­fo­nie­ren dann eine Krankenschwester an, die mit ihrem Jagdschein um Annerkennung buhlt und die zieht dann los mit ihrem Dackel, um Schlimmeres zu verhindern.

    1. Hast du das mit dem Waffenrecht nicht gelesen?
      Die brau­chen kei­nen Jagdschein mehr, die dür­fen sich qua Amt bewaffnen.
      Kein Spaß.

    2. @dan
      Söder ganz bestimmt
      Wie der aus­sieht. Nur der Schnurbart fehlt.
      Der lechst doch mit oder ohne Waffenschein nach "Schweiß.

  3. Jetzt mal ohne Scheiß, wen soll denn der Jäger auf sei­nem Hochsitz anste­cken? Ich bin als Landwirt auch aus­ge­nom­men wenn ich auf einer Weide Tiere kon­trol­lie­ren muss.
    Ich mei­ne Individualsportarten, wie Tennis, Golf, Segeln, Reiten, Bogenschießen, darf man ja auch wei­ter­hin machen. Ich ver­ste­he gar nicht war­um die Leute sich beschwe­ren, ist doch alles Breitensport und jeder hat die Möglichkeit.
    Ironie aus.

    1. Mit Bogenschiessen ist es nicht so einfach.
      Dafür benö­tigt man ein ent­spre­chen­des Gelände.
      Aber das darf zur Zeit nicht genutzt wer­den. Daher Essig für die Vereine und deren Sportlern. Nur für Profi und Kader.
      Und wenn die dafür vor­ge­se­he­ne Halle als Gift(Impf)verteilzentrum
      umge­rüs­tet wur­de, muß man sich da dann noch registrieren,
      wenn man auf dem angren­zen­den Freigelände trai­nie­ren will.

  4. honi soit, qui mal y pen­se – wie wir hier in han­no­ver zu sagen pflegen 😉

    weil er sel­ber jäger ist?!
    steht so in sei­nen hobbys…

      1. "…Hans-Jürgen Thies. Dieser hat­te sei­ne Zustimmung zur Änderung des Bevölkerungsschutzgesetzes an die Maßgabe geknüpft, dass für die Jagd eine Ausnahme von Ausgangsbeschränkungen gilt."

        HJ Thies ist "seit 32 Jahren Vorstand einer Jagdgenossenschaft" 

        https://hans-juergen-thies.de/ueber-mich (unter: Ehrenamt und Verbandsarbeit)

  5. Es haben wahr­schein­lich in die­sem Land eh viel mehr Leute als man annimmt, einen"Jagdschein", merkt nur kei­ner. Aber auf­grund die­ses immens ver­lo­cken­den Angebotes wird die Zahl der "Jagdscheinbesitzter" nach mei­ner Einschätzung gewal­tig stei­gen. Hauptsache , sie kön­nen die ihnen durch den Freibrief zum Abschuss legi­ti­mier­ten "Verursacher" der "Afrikanischen Schweinepest" von ande­ren Schweinen jed­we­der Art unter­schei­den. Schade, ich hät­te den "Wildtieren" auch ger­ne mal etwas mehr Ruhe gegönnt.

  6. Ungeahnte Perspektiven tun sich auf. Ich könn­te ein neu­es Hobby ent­de­cken – und eine Waffe hät­te ich dann auch. Danke für den Tipp!

  7. Bei Lockdown begibt sich das Wildleben ja sogar in Städte und Siedlungen…

    https://www.morgenpost.de/vermischtes/article228901217/Corona-Krise-Wie-Wildtiere-Staedte-zurueckerobern.html

    Aber bit­te, lie­be Polizei, genau über­prü­fen, dass es sich auch tat­säch­lich nur im eine Ansitz- oder Pirschjagt und dies als Einzeljagd han­delt und dies nur auf Schalenwild. 

    Aber auf­pas­sen dabei, lie­be Polizei, dabei nicht von den Jägern mit Schalenwild ver­wech­selt zu werden…damit neh­me ich nur Bezug auf den übli­cher­wei­se kol­por­tier­ten Fähigkeitenstand der Jägerschaft…

    'Das Motto des orts­an­säs­si­gen Jagdvereins die­ses Jahr lau­tet: Gehen Sie auf die Jagd und tref­fen Sie Ihre Freunde.'

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    'Sagt ein Jäger zum ande­ren: Es gibt Jagdhunde, die sind viel klü­ger als ihre Besitzer. Sagt der ande­re Jäger: Ja, ich glau­be ich habe so einen.'

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    'Treffen sich zwei Jäger im Wald. Beide tot.'

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