Kirche darf kein "Hort von Impfskeptikern" werden

Einem Bericht auf ndr​.de vom 13.10 zufol­ge emp­fiehlt die evan­ge­li­sche Kir­che in Nie­der­sach­sen ihren Gemein­den den Ver­zicht auf 3G-Regeln.

»Der schei­den­de theo­lo­gi­sche Vize­prä­si­dent des Kir­chen­am­tes der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD), Thies Gund­lach, sprach sich dage­gen für die Anwen­dung der 3G-Regel aus. Er warn­te davor, die gesell­schaft­li­chen Impf­be­mü­hun­gen zu unter­lau­fen. "Die Kir­che soll­te nicht zum Hort von Impf­skep­ti­kern wer­den, weil wir den­ken, dass ein Got­tes­dienst in jedem Fall zugäng­lich sein soll­te", so Gund­lach.«

Es wäre sinn­voll, wenn der Herr sich mit der Geschich­te sei­ner Insti­tu­ti­on beschäf­ti­gen wür­de, etwa mit den "Deut­schen Chris­ten", die ver­hin­dern woll­ten, daß deut­sche Kir­chen ein Hort von Juden würden:

»Die Deut­schen Chris­ten (DC) waren eine häre­ti­sche, ras­sis­ti­sche, anti­se­mi­ti­sche und am Füh­rer­prin­zip ori­en­tier­te Strö­mung im deut­schen Pro­tes­tan­tis­mus, die die­sen von 1932 bis 1945 an die Ideo­lo­gie des Natio­nal­so­zia­lis­mus anglei­chen wollte.

Sie wur­de 1931 als eige­ne Kir­chen­par­tei in Thü­rin­gen gegrün­det und gewann 1933 die Lei­tung eini­ger Lan­des­kir­chen in der Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­che (DEK). Mit ihrer Gleich­schal­tungs­po­li­tik und dem Ver­such, durch die Über­nah­me des Arier­pa­ra­gra­phen in die Kir­chen­ver­fas­sung Chris­ten jüdi­scher Her­kunft als Juden­chris­ten aus­zu­schlie­ßen, lös­te sie den Kir­chen­kampf mit ande­ren evan­ge­li­schen Chris­ten aus…

Am 6. Juni 1932 grün­de­te der Ber­li­ner Pfar­rer Joa­chim Hos­sen­fel­der die Glau­bens­be­we­gung Deut­sche Chris­ten als inne­r­e­van­ge­li­sche Kir­chen­par­tei für das gan­ze Reich. In ihren „Richt­li­ni­en“ vom sel­ben Tag hieß es:

„Wir sehen in Ras­se, Volks­tum und Nati­on uns von Gott geschenk­te und anver­trau­te Lebens­ord­nun­gen. […] Daher ist der Ras­sen­ver­mi­schung ent­ge­gen­zu­tre­ten. […] In der Juden­mis­si­on sehen wir eine schwe­re Gefahr für unser Volks­tum. Sie ist das Ein­gangs­tor frem­den Blu­tes in unse­ren Volks­kör­per. […] Ins­be­son­de­re ist die Ehe­schlie­ßung zwi­schen Deut­schen und Juden zu ver­bie­ten.

Am 9. Sep­tem­ber 1932 erkann­te der alt­preu­ßi­sche Evan­ge­li­sche Ober­kir­chen­rat (EOK) die DC mit­samt ihrem Pro­gramm als Kir­chen­par­tei an. Bei den fol­gen­den alt­preu­ßi­schen Kir­chen­wah­len am 13. Novem­ber 1932 tra­ten sie erst­mals mit eige­nen Lis­ten an und erreich­ten durch­schnitt­lich ein Drit­tel aller Sit­ze in den Pres­by­te­ri­en der Evan­ge­li­schen Kir­che der alt­preu­ßi­schen Uni­on. Sie waren dort nicht die ein­zi­ge rechts­ge­rich­te­te Grup­pe, son­dern stan­den in Kon­kur­renz vor allem mit der deutsch­na­tio­na­len Lis­te der Rechts­grup­pen und der Grup­pe Posi­ti­ves Chris­ten­tum, die sich an Punkt 24 des 25-Punk­te-Pro­gramms der NSDAP anlehn­te. In ande­ren Lan­des­kir­chen, die zudem ihre Kir­chen­wah­len nicht gleich­zei­tig hat­ten, gelang es ihnen damals noch nicht, wesent­li­che Erfol­ge zu erzielen.

Aufstieg

Anfang 1933 trat die DC-Grup­pe aus dem Wie­ra­tal bei Alten­burg in die Lei­tung der Thü­rin­ger Lan­des­kir­che ein und benann­te sich in „Kir­chen­be­we­gung deut­sche Chris­ten“ um. Sie hat­te fast eine Mil­li­on Mit­glie­der, dar­un­ter ein Drit­tel der Pfar­rer­schaft.

Adolf Hit­lers Ernen­nung zum Reichs­kanz­ler am 30. Janu­ar 1933 begrüß­ten zahl­rei­che Pro­tes­tan­ten als eine Art von Gott gesand­te „Erlö­sung“. Vie­le Lan­des­kir­chen ver­an­stal­te­ten Fest- und Dan­kes­got­tes­diens­te, DC-nahe Pas­to­ren lie­ßen in Kir­chen Haken­kreuz­flag­gen als „Sym­bol der deut­schen Hoff­nung“ auf­hän­gen. Doch bei den Reichs­tags­wah­len am 5. März 1933 ver­fehl­te die NSDAP trotz Ver­bots der KPD und SA-Stra­ßen­ter­rors die abso­lu­te Mehr­heit. Dar­auf­hin bejah­te Hit­ler in sei­ner Regie­rungs­er­klä­rung vom 23. März 1933 die posi­ti­ve Rol­le der bestehen­den Groß­kir­chen für die Volks­er­zie­hung und ver­sprach, ihre Rech­te und Stel­lung im Staat nicht anzu­tas­ten. Dies ent­täusch­te die Hoff­nung der DC auf eine Gleich­schal­tung der Kir­chen nach ihren Vor­stel­lun­gen zunächst…

Hit­ler setz­te zur sel­ben Zeit [im Früh­jahr 1933, AA] eine neue Ver­fas­sung der DEK in Kraft, die das „Füh­rer­prin­zip mit einem luthe­ri­schen Reichs­bi­schof“ fest­setz­te und von 28 Lan­des­kir­chen aner­kannt wur­de. Am Vor­abend der von ihm kurz­fris­tig ange­setz­ten Kir­chen­wah­len in allen Lan­des­kir­chen ergriff Hit­ler im Radio deut­lich Par­tei für die DC. Dar­auf­hin erran­gen die­se am 23. Juli 1933 einen Erd­rutsch­sieg und gewan­nen in fast allen Lan­des­kir­chen eine Mehr­heit von etwa zwei Drit­teln aller abge­ge­be­nen Stim­men. Danach über­nah­men sie in eini­gen Lan­des­kir­chen und vie­len reichs­wei­ten DEK-Gre­mi­en die Führungsämter.«
de​.wiki​pe​dia​.org

Doch schon im Novem­ber hat­ten die "Deut­schen Chris­ten" ihre Rol­le aus­ge­spielt. Die Nazis brauch­ten die Kir­che nicht mehr. Das hin­der­te die Thü­rin­ger Orga­ni­sa­ti­on nicht an der Weiterarbeit:

»Sie grün­de­te 1939 mit Zustim­mung von elf deut­schen evan­ge­li­schen Lan­des­kir­chen in Eisen­ach das „Insti­tut zur Erfor­schung und Besei­ti­gung des jüdi­schen Ein­flus­ses auf das deut­sche kirch­li­che Leben“. Auch vie­le Bekennt­nis­chris­ten befür­wor­te­ten ein sol­ches Vor­ge­hen in der Hoff­nung, dass dadurch die Kir­chen­aus­tritts­be­we­gung der Jah­re von 1937 bis 1940 gebremst wer­den könnte…

Heu­te erin­nert in Eisen­ach ein 2019 errich­te­tes Mahn­mal an den „Irr­weg“, den die Grün­dung des „Ent­ju­dungs­in­sti­tuts“ darstellte.«


Gund­lach ist kein Ras­sist oder Anti­se­mit. Er hat sogar bei der Ret­tung schiff­brü­chi­ger Geflüch­te­ter mit­ge­wirkt. Daß er mit Kat­rin Göring-Eckardt liiert ist, kann man ihm nicht vorwerfen.

Vor­wer­fen muß man ihn sei­ne Geschicht­si­gno­ranz. Ich bin kein Christ. Ich ver­mu­te aber, daß pro­tes­tan­ti­sche Gläu­bi­ge sein Vor­ge­hen schon mit theo­lo­gi­schen Grün­den nicht bil­li­gen kön­nen. Die Kennt­nis der Geschich­te ver­bie­tet es. Auch dann, wenn "Impf­skep­ti­ke­rIn­nen" nicht depor­tiert und ermor­det wer­den, son­dern ihnen "nur" der Zutritt zu Got­tes­diens­ten ver­wehrt wird.

roga​te​klos​ter​.word​press​.com

(Her­vor­he­bun­gen nicht in den Originalen.)

27 Antworten auf „Kirche darf kein "Hort von Impfskeptikern" werden“

  1. "Auf der Grund­la­ge des Evan­ge­li­ums und der per­sön­li­chen Bezie­hung zu Jesus Chris­tus, sol­len wir Gott mehr gehor­chen als den Men­schen. Wir sind beru­fen gegen Unrecht auf­ste­hen. Dafür schenkt er sei­ne Lie­be, Freu­de, Frie­de, Geduld, Freund­lich­keit, Gütig­keit, Glau­be und Sanftmut."

    https://​www​.chris​ten​ste​hen​auf​.de/

    Hier ist nicht Jude noch Grie­che, hier ist nicht Skla­ve noch Frei­er, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle­samt einer in Chris­tus Jesus. ( Gala­ter 3, 28)

    1. Gala­ter 3 ist hier lei­der völ­lig fehl am Platz, denn in dem Kapi­tel geht es um die Erfül­lung der Ver­hei­ßung an Abra­ham in Chris­tus und die Nicht-Erfül­lung durch das mosai­sche Gesetz, in dem die Unter­schie­de zwi­schen den benann­ten Per­so­nen­grup­pen in bestimm­ten Fra­gen ent­schei­dend waren.

      Bei der von Ihnen ver­link­ten Web­sei­te scheint nie­mand der Ver­ant­wort­li­chen den Mut zu einem gül­ti­gen Impres­sum zu haben, eigenartig.

      1. @Theophil:

        Web­sei­ten ohne kom­mer­zi­el­le Inter­es­sen müs­sen kei­nen Namen im Impres­sum ange­ben, wo kämen wir da auch hin, wenn jeder mit ech­tem Namen schrei­ben müsste.

        Dan­ke für den Hin­weis auf das Mosai­sche Gesetz.

        Ich inter­pre­tie­re die Bot­schaft Got­tes so, wie ich es kann, ich bin kein Hei­li­ger. Es ist eine gute Bot­schaft. Wider der Spal­tung und für Spiritualität.

        Befrei­ung zur Gotteskindschaft

        25 Da nun der Glau­be gekom­men ist, sind wir nicht mehr unter dem Zucht­meis­ter. 26 Denn ihr seid alle durch den Glau­ben Got­tes Kin­der in Chris­tus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Chris­tus getauft seid, habt Chris­tus ange­zo­gen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grie­che, hier ist nicht Skla­ve noch Frei­er, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle­samt einer in Chris­tus Jesus. 29 Gehört ihr aber Chris­tus an, so seid ihr ja Abra­hams Nach­kom­men und nach der Ver­hei­ßung Erben. (Gala­ter 3, 25–29)

  2. Wenn die evan­ge­li­sche Kir­che allen Chris­ten den Got­tes­dienst­be­such ermoeg­li­chen wollte,sollte sie auf irgend­wel­che 3G-Regeln kom­plett ver­zich­ten. Wenn man unge­impf­te, die sich die rel­maes­si­gen Tests nicht leis­ten koen­nen oder wol­len *nicht* aus­schliesst, schliesst man dadurch niie­man­den ande­ren aus. Es ist ein Unrecht, wenn sich die Kir­che hin­ter die unnoe­ti­ge Panik­ma­che der Regie­rung und des RKI stellt. Wer sich nicht dem Reie­rungs­pa­ra­dig­ma "nur die Imp­fung kann uns aus der Kri­se fueh­ren" unn­ter­wirft, hat es auch ueber­all anders schon schwer genug. Die­je­ni­gen sind auf einen Ort ange­wie­sen, wo sie *nicht* aus­ge­grenzt wer­den, sonst wer­den sie krank (nein, ich mei­ne daa­mi­it nicht Covid-19 son­dern psy­chi­sche Erkran­kun­gen).. Sie benoe­ti­gen von irgend­wo­her doch Zuspruch, und es wae­re die Auf­ga­be der Kir­che, die­se Per­so­nen *nicht* aus­zu­gren­zen, wenn die­se denn schon fast ueber­all anders aus­ggrenzt wer­den. Eine Aus­gren­zung, wie sie Herr Gund­lacch pro­pa­giert, ist in meoio­nen Augen aus­ge­spro­chen unchrist­lich und soll­te nicht die Grund­la­ge von wich­ti­gen Emp­feh­lun­gen fuer die Gemein­den sein.

    1. Rich­tig! Der Über­lie­fe­rung nach scheu­te Jesus nicht ein­mal die Berüh­rung mit Aus­sät­zi­gen. Heut­zu­ta­ge fürch­ten sich man­che Chris­ten offen­sicht­lich sogar vor einer Krank­heit, gegen die sie geimpft sind.

  3. Die Ver­wei­ge­rung der Teil­nah­me von medi­zi­nisch und poli­tisch Anders­den­ken­den, die mehr als 1,5 Jah­ren als unge­fähr­lich erach­tet wur­de, zeigt das wah­re Gesicht der evan­ge­li­schen Kir­chen unter der Lei­tung die­ser Füh­rungs­per­so­nen: Sys­tem­hö­rig­keit. Oder ist es gar der Wunsch, an der Trans­for­ma­ti­on des der­zei­ti­gen Gesell­schafts­mo­dells hin zu einem dys­to­pi­schen der tota­len Kon­trol­le, Über­wa­chung und (medi­zi­ni­schen) Leib­ei­gen­schaft mitzuwirken?

    Und damit sich nie­mand benach­tei­ligt fühlt: Solan­ge die Ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on mit feta­len Zell­li­ni­en statt­fin­det, und die katho­li­sche Kir­che dies mora­lisch akzep­ta­bel fin­det: Eben­so frag­wür­di­ges Ver­ständ­nis. auch, da die "Impf­durch­brü­che" zei­gen, dass die­se Sun­stan­zen nicht gehen ein eher harm­lo­ses Virus für die meis­ten Per­so­nen hel­fen. Und eben­so frag­wür­dig der Impf­zwang an vie­len Stel­len, der wohl aus­ge­übt wird.

  4. Das sind durch­ge­knall­te Leu­te, von Gold­man & Sachs geschmiert, und immer für Eth­ni­sche Säu­be­run­gen, denn die mach­ten jeden Krieg auch mit

  5. Wer bezahlt den Mann eigentlich (und wofür)?

    Mit den Kirchensteuern werden die Gehälter der Bischöfe bezahlt, könnte man annehmen. Dem ist jedoch nicht so, denn diese Gehälter zahlt der Staat und somit die Steuerzahler. Diese Regelung ist im Grundgesetz verankert und die Begründung für dieses Gesetz kann man in der Geschichte finden, die über 200 Jahre zurückliegt. Ein Teil der Kirchensteuer wird jedoch tatsächlich für Versorgungsleistung der Pfarrer verwendet, die generell nicht von der Kirchengemeinde, sondern der Landeskirche gezahlt werden.

    Jährlich zahlt der Staat rund 442 Millionen Euro für die Gehälter der Kirchendiener. Diese Summe ist vollkommen unabhängig von den Kirchensteuern, die noch einmal zusätzlich berechnet werden. Somit ist jeder Bürger, ob er die Kirchensteuer entrichtet oder nicht, an der Zahlung der Kirchengehälter beteiligt.
    https://www.gehalt.de/news/wer-zahlt-gehaelter-der-pfarrer

    DAS ist die Historie, die man mal aufarbeiten sollte!

    Seit dem 1. Dezember 2010 bin ich einer der drei theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamtes der EKD und leite die Hauptabteilung „Kirchliche Handlungsfelder und Bildung“. Viele meiner Aufgaben haben mit Gottesdienst und Kirchenmusik, mit Seelsorge und missionarischen Diensten, mit dem Verhältnis zwischen „Christen und Juden“ und der Begegnung mit der römisch-katholischen Schwesterkirche zu tun; deswegen heißt mein persönliches Referat auch „Glaube und Dialog“. Darüber hinaus befördere ich seit Beginn meiner Tätigkeit im Kirchenamt (1. September 2001) mit Lust und Leidenschaft den Reformprozess der Kirche (Stichworte: Impulspapier „Kirche der Freiheit“ 2006; Zukunftskongress Wittenberg 2007 und Zukunftswerkstatt Kassel 2009).
    https://www.ekd.de/Gundlach-Thies-12466.htm

    Kirchenleitende Theologinnen und Theologen:
    Bischöfin / Bischof, Landesbischof / Landesbischöfin, Landessuperintendentin / Landessuperintendent, Kirchenpräsidentin / Kirchenpräsident, Präses, Schriftführerin / Schriftführer

    Abhängig von den Regelungen der Landeskirchen zwischen B3 und B9, ggf. zzgl. Familienzulage

    92.600 €
    bis 129.000 €

    https://www.kirchenfinanzen.de/finanzen/personal/einkommen.html

    Das ist schön für ihn, aber warum bezahle ich SEIN Hobby - bezahlt er meins auch? Na, eben.

    Befürworte die direkte Bezahlung durch natürliche Personen beauftragter Prediger in Kirche UND Politik durch diese bei gleichzeitigem VERBOT jeder philanthropischen Außenfinanzierung durch juristische Personen und VERBOT der Finanzierung durch Steuern.

    1. @some1
      Die­ser Arti­kel und die Links von Ihnen wer­den viel­leicht vie­len die Augen öff­nen, die bis­her nicht wuss­ten, dass sie allein , indem sie Steu­er­zah­ler sind, ob Athe­ist, Mos­lem oder was auch immer, für die "Gehäl­ter der Bischö­fe" und deren Hob­bys, zustän­dig sind.

  6. Ich dach­te immer vor oder für Gott, sind alle Wesen gleich. 

    Jesus hät­te sicher­lich auch kei­ne Men­schen aus irgend­wel­chen Grün­den ausgeschlossen.
    Auch wis­sen wir, das Kir­chen am wenigs­ten mit Gott und Jesus zu tun haben, eher mit Geld.
    Den Kir­chen­obers­ten sind die Schlüs­sel der Erkennt­niss doch schon vor Jahr­hun­der­ten abhan­den gekommen.

    Ande­rer­seits brau­chen Gläu­bi­ge auch kei­ne Kir­chen um Gott nah zu sein. Schon gar nicht wenn Anti­chris­ten und Satans Jün­ger in man­chen Kir­chen (und Par­tei­en) oben sit­zen und predigen.

  7. Dies ist ein gutes Bei­spiel, wie lei­der auch Coro­na­kri­ti­ker ihre Wahr­neh­mung auf das Nega­ti­ve "des Geg­ners" fokus­sie­ren und dann Mel­dun­gen framen. Auch Mar­kus Haintz hat­te die­se Mel­dung gepos­tet, die sug­ge­rier­te, dass die evan­ge­li­sche Kir­che die 3G-Regel ein­füh­ren wolle.

    Tat­säch­lich ist die Mel­dung des NDR aber: "Evan­ge­li­sche Kir­che will wei­ter auf 3G-Regel verzichten"
    und es heisst dort:"Die Kon­fö­de­ra­ti­on der evan­ge­li­schen Kir­chen in Nie­der­sach­sen emp­feh­le ihren Gemein­den, auf die 3G-Regel zu ver­zich­ten, sag­te deren Bevoll­mäch­tig­te, Kers­tin Gäf­gen-Track, am Mitt­woch in Han­no­ver. Gäf­gen-Track beton­te, es gebe Men­schen, die sich nicht kurz­fris­tig tes­ten las­sen oder die Kos­ten dafür auf­brin­gen können."

    Aus Grün­den der jour­na­lis­ti­schen Aus­ge­wo­gen­heit wird dann beim NDR noch die Mei­nung eines schei­den­den Funk­tio­närs wie­der­ge­ge­ben, die aber nicht die offi­zi­el­le Mei­nung der Insti­tu­ti­on ist.

    War­um haben Sie die Mel­dung in einem nega­ti­ven Framing gebracht? Ist das nicht eine Metho­de der Leit­me­di­en, extre­me Rand­mei­nun­gen von Geg­nern zu fokus­sie­ren und damit die­se nega­tiv zu framen, aa?
    Wie­so kei­ne Mel­dung "Evan­ge­li­sche Kir­che spricht sich gegen 3G-Regeln aus, um sozi­al schwa­che nicht von Got­tes­diens­ten aus­zu­gren­zen"? Ich fin­de das erst­mal positiv.

    Es gibt aktu­ell genug zu kri­ti­sie­ren in der Gesel­schaft. Da soll­te man nicht posi­ti­ve Wort­mel­dun­gen auch noch ins Gegen­teil ver­keh­ren. Die­se all­ge­gen­wär­ti­ge Fokus­sie­rung auf das Nega­ti­ve eines ange­nom­me­nen "Geg­ners" beför­dert die Spal­tung der Gesellschaft.

    1. @Balance: Mei­ner Mei­nung nach ist die Über­schrift beim NDR Framing. Sol­len wir froh und dank­bar sein ("posi­ti­ve Wort­mel­dung") wenn eine Lan­des­kir­che "frei­stellt", auf eine Aus­gren­zung zu ver­zich­ten? Die von Ihnen vor­ge­schla­ge­ne Mel­dung lese ich in dem Arti­kel nicht. Ich habe nicht sug­ge­riert, "die" Evan­ge­li­sche Kir­che spre­che sich für 3G aus, son­dern ihren zweit­höchs­ten Mann dazu zitiert. Ger­ne ver­mel­de ich einen Beschluß der EKD, sich 3G gene­rell zu wider­set­zen, wenn er denn kommt.

  8. Rein zum Ver­ständ­nis: Die Kir­che emp­fiehlt den Ver­zicht auf 3G-Rege­lun­gen? Will die Kir­che 2G-Rege­lun­gen oder dass dort jeder (Gesun­de) reindarf? 

    Das erschließt sich im Arti­kel nicht. Eigent­lich wäre es doch gut, wenn die Kir­che gegen 3G ist und jeder rein­darf. Der Satz mit den Impf­skep­ti­kern passt nicht dazu. 

    Kann das jemand ent­wir­ren? Der Satz "wir wol­len kein Hort für Impf­skep­ti­ker wer­den" ist aufs Schärfs­te zurück­zu­wei­sen. Sowas geht gar nicht. Wer­de der EKD eine Mail des­we­gen schreiben.

  9. Ich nen­ne es Schlep­pe­rei und nicht Ret­tung Schiff­brü­chi­ger. Die Men­schen haben sich bewusst in die Lage gebracht, um sich ret­ten zu las­sen, um dann ins das oft fer­ne­re Euro­pa gebracht zu wer­den und nicht an den even­tu­ell näher lie­gen­den Hafen. Der Schiff­bruch ist Kal­kül und es funk­tio­niert nur des­halb, weil Men­schen wie Gund­lach die Mit­tel bereit­stel­len. Ich kann mir gut vor­stel­len, dass schon viel mehr Men­schen ver­en­den, weil sich über­haupt auf den Weg machen durch Kriegs­ge­bie­te und die Saha­ra, also bevor sie über­haupt am Mit­tel­meer ankom­men. Die­se Toten gehen auch auf das Kon­to von Gund­lach, Racke­te und Co.

    Ein­wan­de­rung muss kon­trol­liert ablau­fen. Dass erreicht man nur durch geord­ne­te Eind­wan­de­rungs­pro­ze­du­ren. So sol­len an den deut­schen Bot­schaf­ten Anträ­ge gestellt wer­den kön­nen; auch für Asyl. Die­se For­de­rung ver­neh­me ich nur ganz sel­ten. Die Poli­tik ermög­licht dies nicht und daher ver­su­chen sich die Men­schen ille­gal durch­zu­schla­gen. Das ist die Tra­gö­die. Es wäre für die Her­kunfts­län­der natür­lich auch bes­ser, wenn sich die Men­schen tat­kräf­tig für den Auf­bau ihrer Natio­nen ein­setz­ten. Dazu brau­chen sie siche­re recht­li­che Rahmen.

    1. @Johannes Schu­mann: Es ist Zynis­mus, Men­schen ver­re­cken zu las­sen und das als "kon­trol­lier­te Ein­wan­de­rung" zu bezeich­nen. Wür­de wir uns nicht dar­an betei­li­gen, ihre Lebens­um­stän­de zu zer­stö­ren, wür­den kaum Men­schen aus ihrer of traum­haf­ten Hei­mat ins graue Wan­ne-Eickel strö­men und not­ge­drun­gen auf ihre Fami­li­en und Kul­tur verzichten.

  10. Immer­hin ist die Abstands­re­gel ja mehr als gewähr­leis­tet bei den fast lee­ren Bän­ken in unseren
    "GOTTES" ‑häu­sern".
    Vor meh­re­ren Kir­chen in mei­ner Umge­bung sehe ich Trans­pa­ren­te, eine Auf­schrift lau­tet ua. " BLEIBT BEHÜTET", und wenn ich den obi­gen Arti­kel lese, fra­ge ich mich, ob evtl. die"Behütung" durch "reli­gi­ons­spen­den­de Alu­hut Trä­ger" Zukunfts­mu­sik sein wird. s. Drit­tes Reich, aber da gab es wenigs­tens die "BEKENNENDE KIRCHE" und Men­schen wie Niem­öl­ler, Bonhoeffer .…
    Die Hal­tung auch der kath. Kir­che unter Pius XII ist bekannt und von Hoch­hut in sei­nem Buch : DER STELLVERTRETER wun­der­bar dokumentiert.
    In Fol­ge ein Aus­zug der sehr zwei­schnei­di­gen, nach mei­nem Emp­fin­den heuch­le­ri­schen Pre­digt des kath. Bischofs Galen aus Müns­ter hin­sicht­lich der Akti­on T 4 im Naziland.

    "Wenn man den Grund­satz auf­stellt und anwen­det, dass man den unpro­duk­ti­ven Mit­men­schen töten darf, dann wehe uns allen, wenn wir alt und alters­schwach wer­den! Wenn man die unpro­duk­ti­ven Mit­men­schen töten darf, dann wehe den Inva­li­den, die im Pro­duk­ti­ons­pro­zess ihre Kraft, ihre gesun­den Kno­chen ein­ge­setzt, geop­fert und ein­ge­büsst haben! Wenn man die unpro­duk­ti­ven Mit­men­schen gewalt­sam besei­ti­gen darf, dann wehe unse­ren bra­ven Sol­da­ten, die als schwer Kriegs­ver­letz­te, als Krüp­pel, als Inva­li­de in die Hei­mat zurückkehren."

    Ich weiß, aus wel­chen­Grün­den ich GOTT SEI DANK kei­ne Kir­chen be – su- che–rin , denn was soll Mensch da wohl noch suchen bzw . fin­den kön­nen, habe aber an die 80 Bücher von Eugen Dre­wer­mann im Regal, die ich
    ger­ne für mei­ne reli­giö­se Prä­gung lese.

  11. Die Kir­che hat von Beginn an in der soge­nann­ten Coro­na-Kri­se kein gutes Bild abge­ge­ben. Anschei­nend kennt sie die eige­nen Grund­pfei­ler ihres Glau­bens nicht. Men­schen in ihrer Not – wel­che auch immer es sei – aus­zu­schlie­ßen und allein zu las­sen ist nicht nur unchrist­lich, son­dern auch unmensch­lich. Wozu brau­chen wir die Kir­che, wenn sie für einen Teil der Men­schen nicht mehr zugäng­lich ist? Kir­che muss der Spal­tung der Gesell­schaft ent­ge­gen­tre­ten, aber genau das Gegen­teil ist pas­siert, von Anfang an. Anschei­nend ist es mit dem Glau­ben bei dem meis­ten Kir­chen­leu­ten nicht all­zu weit her. Dass sich vie­le Kir­chen noch an der Impf­wer­bung betei­ligt haben und auch immer noch betei­li­gen, schlägt dem Fass den Boden aus. Dabei wäre die Kri­se die Chan­ce gewe­sen, den Men­schen zu zei­gen, wofür der Glau­be wich­tig sein kann. So wird der Trend der Kir­chen­aus­trit­te sich zu recht eher ver­stär­ken. Ich bin jetzt auch soweit…

  12. Was ein … .
    Gera­de sehe ich Bil­der aus dem Ver­wand­ten­kreis: Tau­fe (vor einer Woche in BaWü). Alle mit Mas­ke (bis auf den "Täuf­ling"). Allein das ist schon hane­bü­chen genug, aber "grenzt nie­man­den aus".

    Kon­trast­pro­gramm heu­te mor­gen: Video­chat mit einer pol­ni­schen Freun­din, die (unmas­kiert) dort in einem Regio­nal­zug sitzt – auf dem Weg zur Kir­che. In ihrer Gemein­de sei­en alle unge­impft, Mas­ken tra­ge eh fast nie­mand mehr (wie bestellt huscht dann gera­de der unmas­kier­te Schaff­ner über's Bild) und weder Qua­ran­tä­ne noch sons­ti­ge Regeln hal­te man nach ihren Beob­ach­tun­gen ein.

    Das liest sich hier noch völ­lig anders ("Stand 17.10.2021")
    https://​www​.aus​waer​ti​ges​-amt​.de/​d​e​/​a​u​s​s​e​n​p​o​l​i​t​i​k​/​l​a​e​n​d​e​r​/​p​o​l​e​n​-​n​o​d​e​/​p​o​l​e​n​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​/​1​9​9​124

  13. "Daß er mit Kat­rin Göring-Eckardt liiert ist, kann man ihm nicht vor­wer­fen": Stimmt inso­fern Kon­takt­schuld und Sip­pen­haft nicht zäh­len. Aber liiert? Mit Göring-Eckardt? Kann er denn mil­dern­de Umstän­de gel­tend machen?

  14. 11.11.2021
    Evan­ge­li­scher Pres­se­dienst (epd)

    Kur­schus: Imp­fen für mich eine Pflicht

    Ber­lin (epd). Die neue Rats­vor­sit­zen­de der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD), Annet­te Kur­schus, sieht eine Imp­fung gegen das Coro­na­vi­rus als Pflicht an. Sie hal­te es für wich­tig und auch für eine Auf­ga­be vom christ­li­chen Auf­trag her, dass sich Men­schen, die die Mög­lich­keit haben und bei denen nicht eine Krank­heit oder ganz beson­de­re kör­per­li­che Situa­ti­on vor­liegt, imp­fen las­sen, sag­te Kur­schus am Mitt­woch­abend in den ARD-"Tagesthemen". "Das hal­te ich nicht für eine indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung, bei der ich 'so oder so' sagen kann", ergänz­te Kur­schus auf die Fra­ge, wie sie zu der aktu­ell dis­ku­tier­ten Impf­pflicht steht. 

    Sie hal­te es für eine Pflicht, "wenn ich weiß, ich bin für ande­re Men­schen eine poten­zi­el­le Gefähr­dung", sag­te die west­fä­li­sche Prä­ses Kur­schus, die am Mitt­woch zur obers­ten Reprä­sen­tan­tin der deut­schen Pro­tes­tan­ten gewählt wor­den war. (…) 

    https://www.evangelisch.de/inhalte/192810/11–11-2021/kurschus-impfen-fuer-mich-eine-pflicht

    Die soge­nann­ten Impfstoffe—Substanzen zur expe­ri­men­tel­len Gentherapie—sind unnö­tig und schä­di­gen oder töten. STOP COVAX

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