Krankenkasse: Immer weniger Covid-19-Diagnosen im ambulanten Bereich

Eine Pres­se­mit­tei­lung der "Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se" vom 7.9. infor­miert über die Aus­wer­tung der Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gun­gen ihrer rund 5,3 Mil­lio­nen Mitglieder:

»Mit einem Anteil von 4,36 Pro­zent ist der Kran­ken­stand der bei der Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se (TK) ver­si­cher­ten Erwerbs­per­so­nen im ers­ten Halb­jahr 2020 trotz Coro­na-Kri­se nicht über­mä­ßig gestie­gen. Im Ver­gleich: 2019 betrug der Kran­ken­stand für die­sen Zeit­raum 4,33 Pro­zent, 2018 waren es 4,48 Pro­zent. Das ist unter ande­rem dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass nach einem deut­li­chen Anstieg im März zum Beginn der Pan­de­mie ab April die Krank­mel­dun­gen merk­lich zurück­ge­gan­gen sind. 

So betrug der Kran­ken­stand für März rund 5,98 Pro­zent, mit einem Rekord­hoch zum Ende des Monats von 6,92 Pro­zent nach Ein­füh­rung der Kon­takt­be­schrän­kun­gen. Im April sank der Kran­ken­stand bereits merk­lich auf 4,01 Pro­zent, um sich dann im Mai und Juni auf ver­gleichs­wei­se nied­ri­gem Niveau ein­zu­pen­deln (Mai 3,39 Pro­zent, Juni 3,40 Prozent).

Immer weni­ger Covid-19-Dia­gno­sen im ambu­lan­ten Bereich
Mit einem Anteil am Gesamt­kran­ken­stand von 18,74 Pro­zent haben vor allem die psy­chi­schen Dia­gno­sen im 1. Halb­jahr 2020 im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren zuge­nom­men (2019: 17,92 Pro­zent, 2018: 16,73 Pro­zent). Die Dia­gno­se Covid-19 spielt eine eher unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Im März war sie für nur 0,29 Pro­zent des gesam­ten Kran­ken­stan­des ver­ant­wort­lich, im April stieg der Wert leicht auf 0,68 Pro­zent, um dann im Mai (0,38 Pro­zent) und Juni (0,21 Pro­zent) wie­der zu sinken.

Dr. Jens Baas, Vor­stands­vor­sit­zen­der der TK: "Erfah­rungs­ge­mäß mel­den sich zum Som­mer weni­ger Men­schen krank. Hin­zu kommt, dass die Abstands- und Hygie­ne­re­geln offen­sicht­lich Wir­kung zei­gen. Sie redu­zie­ren ja nicht nur die Anste­ckungs­ge­fahr durch Covid-19, auch ande­re Erkäl­tungs- und Infek­ti­ons­krank­hei­ten haben weni­ger Chan­cen sich zu ver­brei­ten", so Baas. "Außer­dem sehen wir einen Rück­gang von Sport­ver­let­zun­gen und Wege­un­fäl­len."«

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