Lagebericht des RKI vom 11.11.: Fast 30.000 "Impfdurchbrüche" in einer Woche

Es gibt Menschen, die glau­ben, das RKI samm­le und ver­öf­fent­li­che Daten, auf deren Grundlage gesund­heits­po­li­ti­sche Entscheidungen getrof­fen wer­den. Andere den­ken, es sei genau anders­her­um, das RKI publi­zie­re Daten, die poli­ti­sche Entscheidungen legi­ti­mie­ren sol­len. Wie auch immer man dazu steht, im aktu­el­len Lagebericht gibt es Interessantes zu fin­den. So fällt die defen­si­ve neue Formulierung zum "Impfschutz" auf:

»Bis zum 09.11.2021 waren wei­ter­hin 70 % der Bevölkerung min­des­tens ein­mal und 67 % voll­stän­dig geimpft. Damit ist der Anteil geimpf­ter Personen in den letz­ten Wochen kaum noch gestie­gen. Alle Impfstoffe, die zur­zeit in Deutschland zur Verfügung ste­hen, schüt­zen nach der­zei­ti­gem Erkenntnisstand bei voll­stän­di­ger Impfung die aller­meis­ten geimpf­ten Personen wirk­sam vor einer schwe­ren Erkrankung.«

Hier zum Vergleich der Passus aus der Vorwoche:

»Bis zum 02.11.2021 waren 70 % der Bevölkerung min­des­tens ein­mal und 67 % voll­stän­dig geimpft. Damit ist der Anteil geimpf­ter Personen in den letz­ten Wochen kaum noch gestie­gen. Alle Impfstoffe, die zur­zeit in Deutschland zur Verfügung ste­hen, schüt­zen nach der­zei­ti­gem Erkenntnisstand bei voll­stän­di­ger Impfung wirk­sam vor einer schwe­ren Erkrankung«

Die "Impfquote" hat sich in der letz­ten Woche nicht ver­än­dert, die Wirksamkeit wird nur noch für die "aller­meis­ten Geimpften" behaup­tet. Mit Stand vom 5.10. hat­te das RKI im Oktober eine Quote von 68 bzw. 65 Prozent gemeldet.

Abschied von 2G

»Die aktu­el­le Entwicklung ist sehr besorg­nis­er­re­gend und es ist zu befürch­ten, dass es zu einer wei­te­ren Zunahme schwe­rer Erkrankungen und Todesfälle kom­men wird und die ver­füg­ba­ren inten­siv­me­di­zi­ni­schen Behandlungskapazitäten über­schrit­ten wer­den. Um dies zu ver­hin­dern, soll­ten ab sofort von jedem Bürger und jeder Bürgerin mög­lichst alle anwend­ba­ren Maßnahmen umge­setzt wer­den: die Kontaktreduktion, das Tragen von Masken, die Einhaltung des Mindestabstands und der AHA+L Regeln sowie das regel­mä­ßi­ge und gründ­li­che Lüften von Innenräumen vor, wäh­rend und nach dem Aufenthalt meh­re­rer Personen. Diese Empfehlungen gel­ten auch für Geimpfte und Genesene. Das RKI rät drin­gend dazu, grö­ße­re Veranstaltungen mög­lichst abzu­sa­gen oder zu mei­den, aber auch alle ande­ren nicht not­wen­di­gen Kontakte zu redu­zie­ren. Sofern sie nicht gemie­den wer­den kön­nen, soll­te man unab­hän­gig vom Impf- oder Genesenenstatus vor­her einen Test machen und die Corona Warn App nutzen. «

»Ausbrüche in medizinischen Behandlungseinrichtungen und Alten- und Pflegeheimen

COVID-19-beding­te Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern tre­ten wie­der zuneh­mend auch in die­sem Setting auf. 

Davon sind auch geimpf­te Personen betrof­fen. Aktive Ausbrüche, also Ausbrüche für die jeweils ein neu­er Fall in MW 44 über­mit­telt wur­de, kom­men in 119 medi­zi­ni­schen Behandlungseinrichtungen (Vorwoche: 118) und in 161 Alten- und Pflegeheimen (Vorwoche: 135) vor. In MW 44/2021 wur­den dem RKI 725 neue COVID-19-Fälle in Ausbrüchen in medi­zi­ni­schen Behandlungseinrichtungen und 1.636 Fälle in Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen über­mit­telt.«

"Auch geimpf­te Personen" dürf­te bei den Pflegeheimen stark unter­trie­ben sein. Zu den Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen nennt das RKI den Vergleich nicht. Laut Vorwochenbericht ist die Zahl um fast 30 Prozent gestie­gen, damals waren es 1.264.

Wie stets muß man bei der Definition von "Fällen" mit­tels belie­bi­ger Anwendungsweisen des frag­wür­di­gen PCR-Tests hier wie auch bei den berich­te­ten Schul- und Kita-"Ausbrüchen" Vorsicht wal­ten las­sen. Das gilt auch für die Verwendung des merk­wür­di­gen Begriffs "asym­pto­ma­ti­sche Infektion". Selbst das RKI gibt zu bedenken:

»Bei der zuge­nom­me­nen Ausbruchshäufigkeit in Schulen spie­len ver­mut­lich die leich­te­re Übertragbarkeit der Delta-Variante und die aus­ge­wei­te­ten Testaktivitäten eine Rolle, wobei (auch asym­pto­ma­ti­sche) Infektionen früh­zei­tig erkannt werden…

Im Gegensatz zu den Schulausbrüchen blieb die Zahl der über­mit­tel­ten Kita-Ausbrüche bis­her noch deut­lich unter dem Niveau der zwei­ten und drit­ten Welle.«

Da hilft nur Testen…

Für ein Viertel der Meldungen fehlen klinische Informationen

»Für 3.605.576 (74 %) der über­mit­tel­ten Fälle lagen kli­ni­sche Informationen vor. Aufgrund der unvoll­stän­di­gen Erfassung kli­ni­scher Daten, z. B. zur Hospitalisierung, stel­len die nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Fallzahlen eine Mindestangabe dar…«

Aufschlußreich ist, daß eine ver­gleich­ba­re Darstellung wie die fol­gen­de aus dem Bericht vom 28.10. nun fehlt. War die Kurve zu ungüns­tig? Damals hieß es noch:

»Abbildung 9 zeigt die Anzahl der COVID-19-Fälle mit Symptomen (Fieber, respi­ra­to­ri­sche Symptome, Geruchs- oder Geschmacksverlust), der Fälle ohne Symptome bzw. der Fälle ohne Angaben zu Symptomen je Meldewoche sowie die Anteile der Hospitalisierten und der Verstorbenen…

Seit Beginn des Jahres 2021 sinkt die­ser Anteil [der Verstorbenen, AA] wie­der kon­ti­nu­ier­lich und liegt seit MW 18/2021 deut­lich unter 1 %.«

"Adjustierte" Werte

Nun wird eine bedroh­li­cher wir­ken­de Kurve mit "adjus­tier­ten" Werte nur der KW 36–45 gezeigt:

»Die schwar­ze Linie stellt den Verlauf der bereits berich­te­ten Hospitalisierungen und der 7‑Tage-Hospitalisierungsinzidenz dar (Abbildung 10). Die dun­kel­graue Linie und der grü­ne Schätzbereich stel­len den geschätz­ten Verlauf dar, der auch die noch zu erwar­ten­den Hospitalisierungen ent­hält. Es zeigt sich, dass der rück­läu­fi­ge Trend seit Mitte September in ein Plateau über­ge­gan­gen war. Seit dem 7. Oktober beob­ach­ten wir einen deut­li­chen Wiederanstieg der adjus­tier­ten Hospitalisierungsinzidenz.«

Das fol­gen­de Diagramm zeigt, daß der ganz über­wie­gen­de Teil der Hospitalisierten auf die Gruppe der fast "durch­ge­impf­ten" über 80-Jährigen entfällt:

Hier die klei­ne Grafik noch ein­mal vergrößert:

Wenn hier über­haupt von einer Welle die Rede sein kann, dann betrifft sie die Ü‑80-Jährigen und flaut im übri­gen bereits ab.

Daten aus dem Intensivregister

Angestiegen ist die Zahl der posi­tiv Getesteten auf den Intensivstationen, zu der ange­merkt wird: "Generell kann sich die zugrun­de­lie­gen­de Gruppe der COVID-19-Intensivpatientinnen und ‑pati­en­ten von Tag zu Tag ver­än­dern (Verlegungen und Neuaufnahmen), wäh­rend die Fallzahl ggf. gleich bleibt."

Auch dies­mal sei zum bes­se­ren Verständnis auf die Daten aus dem Intensivregister selbst verwiesen:

intensivregister.de

Todesfälle

Wie bereits zu frü­he­ren Berichten ange­merkt: Auch bei die­sen Daten wür­de nie­man­dem in die­sem Herbst der Begriff "Welle" in den Sinn kom­men. Man ach­te auf die Altersstruktur.

Hochrechnung der Impfquoten anhand der ausgelieferten Impfstoffdosen

Auf aben­teu­er­li­che Weise wird die "Impfquote" hochgerechnet.

»Für die vor­lie­gen­de Hochrechnung gibt es fol­gen­de Limitationen: Die Hochrechnung geht von der Zahl der aus­ge­lie­fer­ten Impfstoffdosen als Höchstmenge mög­li­cher Impfungen aus. Die doku­men­tier­ten Liefermengen ent­hal­ten jeweils die Anzahl an Impfstoffdosen, die laut Herstellerangaben nor­ma­ler­wei­se pro Impfstoffbehältnis ent­nom­men wer­den kön­nen. Unbekannt ist jedoch, wie häu­fig mehr Impfdosen ent­nom­men wur­den als der doku­men­tier­ten Liefermenge ent­spricht. Umgekehrt lie­gen aber auch kei­ne Angaben über einen mög­li­chen "Verwurf" vor (z.B. wenn mehr Spritzen auf­ge­zo­gen waren als am Ende des Tages ver­impft oder ange­bro­che­ne Impfstoffdosen nicht recht­zei­tig wei­ter ver­wen­det wer­den konn­ten). Eine Hochrechnung der Impfquoten für wei­te­re Altersgruppen kann nicht ver­läss­lich vor­ge­nom­men wer­den, da sich die Verteilung der ver­impf­ten Dosen jeweils nach Altersgruppe, Impfstelle, Impfstoff und Impfserien über die Zeit ver­än­dert hat und für die Verteilung der nicht ver­impf­ten Dosen jeweils Annahmen getrof­fen wer­den müss­ten. Mit der Zahl der Annahmen steigt jedoch die Unsicherheit der Aussagen

Am schöns­ten ist die Annahme, daß mehr Dosen als gelie­fert ent­nom­men sein könnten.

»Des Weiteren kann weder aus­ge­schlos­sen noch über­prüft wer­den, ob in den aggre­gier­ten Daten der nie­der­ge­las­se­nen Ärzteschaft auch sol­che zur Optimierung des Impfschutzes nach ein­ma­li­ger Impfung mit dem Impfstoff von J&J als Zweitimpfung ent­hal­ten sind. In die­sem Fall wären voll­stän­dig Geimpfte dop­pelt gemel­det wor­den, da zu die­ser Gruppe bereits die ein­mal mit J&J‑Geimpften gezählt wer­den. Damit wür­de sowohl die anhand der Impfmeldedaten als auch die auf Basis der Impfstofflieferdaten berech­ne­ten Impfquoten der voll­stän­dig Geimpften leicht über­schätzt werden.«

"Impfdurchbrüche" untererfaßt

»Insgesamt 175.188 wahr­schein­li­che Impfdurchbrüche wur­den mit Meldedatum seit der 5. KW iden­ti­fi­ziert, davon 117.367 nach einer abge­schlos­se­nen Impfserie mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer), 21.499 mit Janssen (Johnson & Johnson), 14.091 mit Vaxzevria (AstraZeneca), 8.676 mit Spikevax (Moderna), 8.651 mit einer Kombination Vaxzevria/Comirnaty und 1.521 mit einer Kombination Vaxzevria/Spikevax. Die bei­den letzt­ge­nann­ten Kombinationen wer­den umgangs­sprach­lich auch als „Kreuzimpfungen“ bezeich­net… Da für einen Teil der COVID-19-Fälle die Angaben zum Impfstatus unvoll­stän­dig sind, ist von einer Untererfassung der geimpf­ten COVID-Fälle aus­zu­ge­hen. Ausreichende Angaben zum Impfstatus lagen für 81 % der sym­pto­ma­ti­schen COVID-19-Fälle vor.«

Das sind 30.000 wei­te­re "Impfdurchbrüche" im Laufe einer Woche, am 4.11. waren es 145.185.

In allen genann­ten Altersgruppen ist der Anteil in die­ser Woche gestiegen.

Der Trend setzt sich bei der Hospitalisierung und den Todesfällen fort:

In den betrach­te­ten vier Wochen ist der Anteil der über 60-Jährigen leicht gefal­len (Vorwochenanteil 43,0), der­je­ni­ge in der Altersgruppe von 18–59 Jahren von 13,0 auf 18,5 gestiegen.

»Unter den ins­ge­samt 1.393 COVID-19-Fällen mit Impfdurchbrüchen, die ver­stor­ben sind, waren 995 (71 %) 80 Jahre und älter. Das spie­gelt das gene­rell höhe­re Sterberisiko – unab­hän­gig von der Wirksamkeit der Impfstoffe – für die­se Altersgruppe wider.«

Das ist bei nicht "geimpf­ten" Menschen natür­lich anders.

Fehlerquellen

Diese Ausführungen, die noch im Oktober vor­han­den waren (s. RKI-Wochenbericht rech­net sich die Lage schön), feh­len inzwischen:

»Mögliche Limitationen der Berechnungen: Es ist nicht voll­stän­dig aus­zu­schlie­ßen, dass eini­ge hos­pi­ta­li­sier­te Fälle mög­li­cher­wei­se eine asym­pto­ma­ti­sche COVID-19-Infektion hat­ten, die beim Krankenhausaufenthalt auf­grund einer ande­ren Ursache iden­ti­fi­ziert wur­de, auch wenn nach der Meldeverordnung nur Krankenhausaufnahmen mit einem COVID-19-Bezug gemel­det wer­den sol­len. Die Nichtberücksichtigung von Fällen mit feh­len­den Angaben zum Impfstatus führt wahr­schein­lich zu einer Unterschätzung der Inzidenzen der sym­pto­ma­ti­schen und hos­pi­ta­li­sier­ten Fälle sowohl in der voll­stän­dig geimpf­ten als auch in der unge­impf­ten Bevölkerung. Indirekte Effekte der Impfung, also die Verhinderung von Infektionen unter Ungeimpften auf­grund hoher Impfquoten und damit redu­zier­ter Virustransmission in der Bevölkerung (sog. Gemeinschaftsschutz), kön­nen zu nied­ri­ge­ren Inzidenzen bei Ungeimpften füh­ren und damit den tat­säch­li­chen Effekt der Impfung in der hier publi­zier­ten Darstellung unter­schät­zen

(Blaue Hervorhebungen nicht im Original.)

Update: Die fal­sche Zwischenüberschrift "Für ein Viertel der Hospitalisierungen feh­len kli­ni­sche Informationen" in einer ers­ten Textversion wur­de korrigiert.

31 Antworten auf „Lagebericht des RKI vom 11.11.: Fast 30.000 "Impfdurchbrüche" in einer Woche“

  1. Hinweis:
    "Für ein Viertel der Hospitalisierungen feh­len kli­ni­sche Informationen" (Zwischenüberschrift) ist falsch.

    "der Meldungen" wäre richtig.

  2. "…der AHA+L Regeln sowie das regel­mä­ßi­ge und gründ­li­che Lüften von Innenräumen vor…"
    Steht das für das neue AHA+LL, dach­te, das ers­te L steht schon für Lüften.
    Ich glaub die haben beim RKI auch schon ange­fan­gen zu sau­fen, weil sie den Müll, den sie jede Woche abson­dern müs­sen, auch nicht mehr ertra­gen können.
    Positiv: War heu­te ohne Schnutenpulli ein­kau­fen, alle freund­lich und nett, lässt hoffen.

  3. G‑segnete Weihnachten!

    Thüringen erwägt ja nun auch – war­um auch immer – die zeit­na­he, „vor­fris­ti­ge“ flä­chen­de­cken­de Einführung von 2G-Regeln. Die Entscheidung dazu soll bereits Anfang nächs­ter Woche fallen.
    Ach, wie bin ich froh dar­über, end­lich nicht mehr auch noch die Angst mit ins Fitnessstudio schlep­pen zu müs­sen, mir von einem hei­lig- und viren­frei­ge­spro­che­nem, auf dem Laufband hecheln­dem Rentner die Seuche zu holen, der es womög­lich noch nicht mal geschafft hat, sich boos­tern zu las­sen (welch Versäumnis!).
    Jedoch gibt es sogar Überlegungen dazu, die­se sinn­freie Diskriminierungs-Regelung auch noch auf den Einzelhandel aus­zu­deh­nen. Bleibt die Frage, was denn in die­sem Falle mit der all­jähr­li­chen top-1-Botschaft im Dezember über die Zufriedenheit der Einzelhändler zum Weihnachtsgeschäft wird. Aber ganz sicher sor­gen die ÖR-Medien schon dafür, dass es wie­der passt – dar­in waren sie schon immer gut.
    Aber wie auch immer, umso wich­ti­ger ist es jetzt, die noch denk­fä­hi­ge Minderheit der Ungeimpften bzw. Nicht-Abonnenten auf­recht zu erhal­ten, um für alle Mainstream-Geimpften auch wei­ter­hin als Buhmann* (* = gene­ri­sches Maskulinum) dazu­ste­hen für das sehr wahr­schein­lich zu erwar­ten­de Scheitern aller eher nur noch lage­ver­schlim­mern­den Maßnahmen sämt­li­cher hyper-höri­gen 2G-Seuchen-Meetings.
    Es bleibt span­nend. Na dann, fro­he Weihnachten…

    1. G‑segnete Weihnachten. Hübsches Wortspiel!

      Nein, der Ossi ist nicht nach­tra­gend, aber – er ver­gisst auch nicht. In die­sem Sinne immer schön mer­ken, WER Andersdenkende kri­mi­na­li­siert hat, WER sie als aso­zia­le Volksschädlinge und Schmarotzer in eine Ecke gestellt hat, in die sie mehr­heit­lich nicht hin­ge­hö­ren., damit man sie zur Verantwortung zie­hen kann, wenn's mal wie­der anders­rum geht.

  4. Die Meldezahlen bezo­gen auf die Krankenhäuser im September und heu­te sind unter ande­rem inter­es­sant im Vergleich zur Aussage der Bundesregierung vom September bzgl. einer mög­li­chen Erhöhung der 7‑Tage Notfallreserve.

    https://norberthaering.de/news/im-hinblick-auf-die-bestehenden-reservekapazitaeten-im-rahmen-der-7-tage-notfallreserve-sieht-die-bundesregierung-derzeit-keinen-bedarf-den-ausbau-weiterer-intensivmedizinischer-behandlungskapazita/

  5. Es ist so lächerlich. 

    Ja wir haben eine Erkältungssaison wie jedes Jahr. Ja, wir kön­nen nicht ver­hin­dern, dass Menschen ster­ben. Ja, wir wis­sen nicht, wie das Immunsystem ein­zel­ner Menschen funk­tio­niert. Ja, unse­re Krankenhäuser sind schlecht, was Krankenhausinfektionen betrifft. Die Fixierung auf Covid und das Testen nützt nichts, wenn ich mir im Krankenhaus einen mul­ti­re­sis­ten­ten Keim fan­ge. Ja, die wich­tigs­ten Personen im Krankenhaus, Kantinen‑, Pflege- und Reinigungskräfte wer­den schlecht behan­delt und ver­las­sen des­halb ihren Beruf. 

    Und ja, was mit Beatmungsgeräten gemacht wird, ist fragwürdig.

    Und ja, Menschen sind in jeder Hinsicht anste­ckend. Menschliche Nähe lässt sich nicht durch Computer erset­zen. Dafür haben wir ein Immunsystem. Ohne mensch­li­che Nähe ster­ben wir. Das ist bekannt und es wird gera­de ver­sucht, die­sen Zustand poli­tisch herzustellen.

    Dieser Fakt ist unter­sucht und bekannt
    https://www.cdc.gov/aging/publications/features/lonely-older-adults.html
    "Auch wenn es schwie­rig ist, sozia­le Isolation und Einsamkeit genau zu mes­sen, so gibt es doch deut­li­che Hinweise dar­auf, dass vie­le Erwachsene ab 50 Jahren in einer Weise sozi­al iso­liert oder ein­sam sind, die ihre Gesundheit gefähr­det. Jüngste Studien haben dies gezeigt:
    – Soziale Isolation erhöht das Risiko eines vor­zei­ti­gen Todes aus allen Gründen erheb­lich, ein Risiko, das mit dem des Rauchens, der Fettleibigkeit und der kör­per­li­chen Inaktivität kon­kur­rie­ren kann.
    – Soziale Isolation wur­de mit einem um etwa 50 Prozent erhöh­ten Demenzrisiko in Verbindung gebracht.
    – Schlechte sozia­le Beziehungen (gekenn­zeich­net durch sozia­le Isolation oder Einsamkeit) wur­den mit einem um 29 % erhöh­ten Risiko für Herzkrankheiten und einem um 32 % erhöh­ten Risiko für Schlaganfälle in Verbindung gebracht.
    – Einsamkeit wur­de mit höhe­ren Raten von Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord in Verbindung gebracht.
    – Einsamkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz war mit einem fast vier­fach erhöh­ten Sterberisiko, einem um 68 % erhöh­ten Risiko für einen Krankenhausaufenthalt und einem um 57 % erhöh­ten Risiko für einen Besuch der Notaufnahme ver­bun­den. (DeepL Übersetzung)"

    Wir brin­gen uns um, wäh­rend wir auf einen Virus starren.

  6. Ich gehö­re zur drit­ten Gruppe von Menschen, die den­ken, dass RKI und Politik jeweils Eigenleben füh­ren. Man bezieht sich höchs­tens hier und da mal auf den ande­ren, wenn es den eige­nen Interessen dient.

  7. "Bill Gates admits COVID-19 vac­ci­nes don't stop viral transmission
    Despite being one of the lar­gest pro­pon­ents of pre­sent­ly-avail­ab­le COVID-19 vac­ci­nes, Gates admits to the fail­u­re of the vac­ci­ne indus­try that he has worked tireless­ly to prop up."

    https://www.rebelnews.com/bill_gates_admits_covid_19_vaccines_dont_stop_viral_transmission

    Und das aus dem Munde des "Impf"papstes. Wenn die "soli­da­ri­schen" Rotpunkte das jetzt raf­fen und ver­ste­hen wür­den, dass man sich nicht "imp­fen" las­sen kann, um ande­re zu "schüt­zen", weil die "Impfstoffe" dazu nicht in der Lage sind… Die sind ja nicht mal in der Lage, den "Geimpften" wirk­sa­men Schutz zu bieten.

  8. Ich muss hier wie­der die Frage stellen:

    Was ist mit den, aus gesund­heit­li­chen Gründen nicht impf­ba­ren, die ja soli­da­risch geschützt wer­den sollten?

    wie vie­le sind das wirk­lich und stel­len die ggf. einen wesent­li­chen Teil der "Ungeimpften" auf ITS?

    Diese Menschen müss­ten ja ein gene­rell stark erhöh­tes ITS Risiko haben (befin­den sich viel­leicht sogar gene­rell schon län­ger dort?) und das mit dem Schutz ANDERER funk­tio­niert ja nun doch nicht so optimal.

    1. Easy. Der dop­pelt Impfizierte ist ein drei­fach so guter Befehlsbefolger wie der gesun­de Geteste.

      * Die Latte wird in die­sem Winter auf "vier­fach" gelegt.

  9. @aa machen Sie nicht den Fehler und hal­ten sich an irgend­wel­chen Formulierungen oder Zahlen und Statistiken fest. Die Massenhysterie wird schon noch eine gan­ze Weile andau­ern und wir wis­sen doch selbst daß dabei das Denken unter­bun­den wurde.

    MFG

  10. was sagt die hos­pi­ta­li­sie­rungs­in­zi­denz aus?
    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.hospitalisierungsrate-bw-mhsd.b8ada4fb-cef7-43e9-ade9-a3c5b0e1f3fa.html
    stutt­gar­ter nachrichten:
    Wie berech­net man die Hospitalisierungsrate?
    Die 7‑Tage-Hospitalisierungsrate basiert auf der­sel­ben Formel wie die 7‑Tage-Inzidenz. Man benö­tigt zwei Kennzahlen für die Rechnung:
    Anzahl der gemel­de­ten, PCR-bestä­tig­ten COVID-19 Fälle mit Hospitalisierungsstatus „Ja“ in den letz­ten 7 Meldetagen (COVID-19-Fälle mit Krankenhauseinweisung). / Einwohnerzahl von Baden-Württemberg.
    Die Zahlen setzt man dann in die fol­gen­de Formel ein:
    Anzahl der Krankenhauseinweisungen : Einwohnerzahl * 100.000 = Hospitalisierungsinzidenz
    Rechenbeispiel
    Am 09.09.2021 lag die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg bei 2,31.
    Der Rechenweg sähe wie folgt aus:
    I = 257 (Krankenhauseinweisungen) = N : 11.103.043 (Einwohnerzahl BW laut Statistischem Landesamt) = P * 100.000 = 2,31
    = 257 Krankenhauseinweisungen mit iden­ti­fi­zier­ter COVID-19-Infektion = „Fälle mit Hospitalisierungsstatus „Ja““ geteilt durch P von Baden-Württemberg mal 100.000. P ist kei­ne konstante.
    „Es ist nicht voll­stän­dig aus­zu­schlie­ßen, dass eini­ge hos­pi­ta­li­sier­te Fälle mög­li­cher­wei­se eine asym­pto­ma­ti­sche COVID-19-Infektion hat­ten, die beim Krankenhausaufenthalt auf­grund einer ande­ren Ursache iden­ti­fi­ziert wur­de, auch wenn nach der Meldeverordnung nur Krankenhausaufnahmen mit einem COVID-19-Bezug gemel­det wer­den sollen.«

    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/hospitalisierungsinzidenz.html
    „Die Krankenhäuser sind ver­pflich­tet, Hospitalisierungen in Bezug auf COVID-19 an das jewei­li­ge Gesundheitsamt zu mel­den. Der Grund für die Aufnahme im Krankenhaus muss in Zusammenhang mit der COVID-19-Erkrankung stehen.“
    wenn eine stich­pro­be posi­tiv ist, ist es ein Fall mit Hospitalisierungsstatus „Ja“.
    die 257 kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen vom 9.9.21 bedeu­ten nicht 257 an covid-19-Erkrankte, die wegen ihrer covid-19-sym­pto­ma­tik ins kran­ken­haus auf­ge­nom­men wor­den sind. es bedeutet:
    bei 257 kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen von x kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen am 9.9.21 wur­de eine posi­ti­ve stich­pro­be abgenommen.
    auf der inten­siv­sta­ti­on kann man wegen einer ande­ren ursa­che lie­gen und trotz­dem ein iden­ti­fi­zier­ter fall sein.

  11. Das sind bit­te­re Nachrichten aus Hessen:

    Die zwangs­fi­nan­zier­te Hessenschau muss schon wie­der die Horrorgeschichten über die "Toten im Zusammenhang mit Covid-19" ver­brei­ten. Dass den Propagandisten der Hessenschau nicht die Nasen "im Zusammenhang mit" der Coronalast abkni­cken, ist ein wah­res Wunder. Ein Geheimtipp für die Redaktion der Hessenschau:
    https://www.carnivaltoys.it/media/catalog/product/cache/8/image/1181x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/0/0/00201–1_maschera_pinocchio.jpg

    Der DGB sei für Corona-Tests in allen Betrieben. Irre. Als nächs­tes kommt die Zertifikatspflicht und der Ausschluss von nor­mal den­ken­den Menschen. Die Betroffenen wer­den sich sicher­lich beim DGB bedanken.

    Und dann die Erfolgsmeldung des Tages:

    Mindestens 35 Infizierte 2G-Chorkonzert
    Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Chorkonzert in Freigericht (Main-Kinzig) haben sich mehr Menschen ange­steckt als bis­her bekannt: Mindestens 35 Menschen wur­den nach Angaben vom Donnerstag posi­tiv getes­tet. Zuvor war man erst von 18 und dann von 24 infi­zier­ten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Gästen aus­ge­gan­gen. [Das wer­den immer mehr.]
    Die Veranstaltung hat­te nach 2G-Regeln statt­ge­fun­den. Das heißt, es waren nur Geimpfte und Genesene zuge­las­sen. Das Gesundheitsamt des Kreises hat­te alle Beteiligten auf­ge­ru­fen, "beson­ders sen­si­bel auf mög­li­che Erkältungssymptome bei sich zu achten".

    Ein Hoch auf die "Impfung"!

    https://web.archive.org/web/20211112104047/https://www.hessenschau.de/panorama/coronavirus-in-hessen-die-wichtigsten-nachrichten-im-ticker,corona-hessen-ticker-358.html

  12. 'Wiederanstieg der adjus­tier­ten Hospitalisierungsinzidenz"

    Das ist kaum noch zu überbieten.
    Moment – das geht.
    Man kann in ein paar Wochen die adjus­tier­ten und nach­träg­li­chen Werte addie­ren. Das lief schon letz­tes Jahr so ähn­lich mit dem Meldedatum der "Tests".

  13. Wochenbericht vom 11.11.2021
    Alterskohorte 18 – 59
    Der Anteil der Impfdurchbrüche in den KW 41–44 ist mit 50,8 % so hoch wie in den KW 5–40.
    Für KW 37–40 betrug der Anteil 43,7 % von kumu­la­tiv erfass­ten Personen für KW 5–40.
    Kumulativ für KW 5–40 -> 61..754 (RKI, Wochenbericht 13.10.21)
    Gesamt für KW 40–44 -> 66.396 (Wochenbericht 11.11.21)

    Tendenz: ekla­tant steigend

  14. Es hat auch Nachteile einen gro­ßen Familien und Bekanntenkreis zu haben:

    "Hier eini­ge Fälle:
    Bekannter in Wels: Frau war zwei Tage mit Durchfall und Erbrechen knapp vor Krankenhauseinlieferung, kei­ne Meldung;
    Nachbarin einer Bekannten in Amstetten: gestor­ben vier Tage nach der Impfung, davor „pum­perlgsund“, Obduktion (gegen Willen der Behörden durch­ge­setzt) ergab: Feinthrombosen, den­noch kei­ne Meldung, Begründung: mit 74 Jahren kann mensch jeder­zeit sterben;
    Bekannter in Berlin: befreun­de­te 32-jäh­ri­ge Mutter von zwei Kindern gestorben;
    Freund einer Bekannten: bei­de Onkel in UK nach der Impfung gestorben;
    Freunde einer Bekannten: Opa 87-jäh­rig zwei Wochen nach Impfung gestorben;
    Vater einer Bekannten: ihm bekann­ter 29-Jähriger nach Impfung gestorben;
    Bekannte in Niederösterreich: drei Freund*innen betrof­fen, eine davon berufs­un­fä­hig, eine spazierunfähig;
    Freundin einer Freundin: Regelblutung seit der Impfung per­ma­nent, davon sind laut Berichten vie­le Frauen betrof­fen (Der Standard, 8.7.2021);
    Vorgesetzter einer Freundin in Innsbruck: Hämatome am gan­zen Körper (die­se wur­den als ein­zi­ge gemeldet);
    Schwester einer Bekannten: 3 Tage schwe­re Krankheit nach 2. Moderna-Impfung, sodass sie ganz sicher kei­nen 3. Stich will;
    Bekannte in Wien: Oma im Seniorenheim kurz nach der Impfung gestor­ben, mit­samt der gesam­ten Abteilung (!), den­noch kei­ne Meldung durch die zustän­di­gen Ärzte, weil sie mein­ten, sie sei­en an Covid-19 gestorben;
    Freund*innen am Bodensee: Auch hier eine kom­plet­te Abteilung im Senior*innenheim gestor­ben – kei­ne Meldung, kei­ne Untersuchung!"

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=77850

  15. Preisfrage : wie blöd muss man sein, wenn man im Zshg mit Covid-19 von einer "voll­stän­di­gen Impfung" schreibt?
    Der Gewinner bekommt ein Abo der RKI Berichte.

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