Liebe Linke!

Merkt Ihr das? Auch Eure Demos wer­den immer häu­fi­ger poli­zei­lich auf­ge­löst unter Hinweis auf Verstöße gegen "Coronaschutzmaßnahmen" oder gleich im Vorfeld ver­bo­ten. Auch Euch trifft der geball­te Vorwurf des Antisemitismus, wenn Ihr zum Thema Naher Osten auf die Straße geht.

Auch bei sehr ver­schie­de­nen Einschätzungen zu Corona soll­te auf­fal­len, daß der Staat geplant oder nicht die­se bei­den Vorwürfe zum Anlaß nimmt, gezielt Proteste in der Öffentlichkeit zu dis­kre­di­tie­ren und zu unter­bin­den. Für bei­de Lager kön­nen dabei sogar Belege ange­führt wer­den. Es gibt den NPD-Funktionär, der mit einem gel­ben "Impfstern" vor der Holocaust-Gedenkstätte posiert. Und es gibt ara­bisch­stäm­mi­ge Jugendliche, die Synagogen angrei­fen. Es gibt die "maß­nah­me­kri­ti­schen" Demos, auf denen kaum Masken getra­gen wer­den. Und es gibt lin­ke Demos mit Blöcken, in denen von Abständen wenig gehal­ten wird.

Dabei sind bei­de Pauschalierungen falsch; die, daß "MaßnahmekritikerInnen" rechts sei­en, eben­so wie die, daß Protest gegen die israe­li­sche Regierungspolitk anti­se­mi­tisch sei.

In bei­den Lagern gibt es die Diskussion, ob man sich der Einigkeit wegen von ras­sis­ti­schen und anti­se­mi­ti­schen Positionen distan­zie­ren sol­le oder gera­de nicht. Ich wer­de mit­un­ter geschol­ten für die Auffassung, dies sei drin­gend erfor­der­lich. Mir ist dabei durch­aus bewußt, daß die pau­scha­lie­ren­den Vorwürfe nicht auf­hö­ren wer­den, wenn dies geschieht. Es gehört mei­ner Meinung nach aller­dings zur Glaubwürdigkeit, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Frage, was wir posi­tiv wol­len, und nicht nur, was wir ableh­nen. Weder ein Friede im Nahen Osten noch eine freie Gesellschaft hier wird mit aus­gren­zen­den und ras­sis­ti­schen Kräften zu errei­chen sein.

52 Antworten auf „Liebe Linke!“

  1. Hoch lebe Israel! Von der Mitte des Jordan bis zum Mittelmeer!

    Wer Araber ist, hat die Wahl: ent­we­der er wird israe­li­scher Staatsbürger – was er viel­fach schon ist – oder er kann als Islamaraber nach Jordanien verziehen.

    So sah das die Aufteilung des bri­ti­schen Mandatsgebiets näm­lich vor.

    Der sog. Islam: Schwindel einer Religion. Beziehungsweise das Verbrechen, das sich zur "Religion" erklärt. (Schwere Köperverletzung und schwe­re Nötigung Minderjähriger). Das Böse selbst als Kontrapunkt der Zivilisation und ihrer Nationalstaaten. 

    Wer einen Schlächter und jeman­den, der klei­ne Mädchen miss­braucht hat, als "Propheten" "anbe­tet", ist kein Religiöser, son­dern ein Lump. Die Besinnung als reli­giö­ses Wesensmerkmal fin­det beim sog. Islam aus­schließ­lich als Mobilmachung statt.

    So wie der Staatsfunk die minüt­li­che Parole "Pandemie" und "Impfung" als Gehirnwäsche ver­brei­tet, so ver­brei­te­te er ges­tern die Mär von den "Palästinensern". Diejenigen, die auch als "Kämpfer" bezeich­net wer­den, obwohl die aus­füh­ren­de Hamas eine Terrororganisation ist. Auf Deutschlands Straßen wird wie­der zum Mord an Juden auf­ge­ru­fen. Unter Beifall der ein­schlä­gi­gen Linken. Die mit der "Israelkritik".

    1. @sv: Dies nur als Beispiel – es wird auch künf­tig auf die­sem Blog weder anti­se­mi­ti­sche noch anti­is­lamistische oder sons­ti­ge ras­sis­ti­sche Debatten geben. (Korrigiert)

    2. @sv
      Wenn Glaubens-Bücher "schul­dig" dar­an wären, wie sich Menschen auf der Erde beneh­men, dann wür­de über­all dort, wo Menschenrechte die herr­schen­de Lehre sind ( = zuneh­mend über­all) das Paradies herrschen!

      Davon ist es lei­der weit ent­fernt. Es sind nicht Bücher, die Menschen gut oder böse machen. Sondern Menschen, die in Büchern lesen, wer sie selbst sind.

      Da ist es erfreu­lich, dass es wie schon in Syrien Politiker gibt, die kein Giftgas erfin­den, son­dern dees­ka­lie­ren. Auch wenn sie Russen sind, Putin hei­ßen und die mosai­schen Gebote der Bibel für die grund­le­gen­de Wahrheit halten.
      https://www.anti-spiegel.ru/2021/wie-anders-das-russische-fernsehen-ueber-die-lage-in-israel-und-palaestina-berichtet/

  2. "Ihre" "Linken" freu­en sich doch über die Steilvorlage des Staates: Vermummungsgebot auf Demos. Und dass die kei­ne Abstände ein­hal­ten wür­den kann nur gelo­gen sein.

    Sie sind immer noch auf dem fal­schen Tripp …

    Der Vorwurf des Antisemitismus wird nur gegen die ver­wen­det, die gegen die Vorgehensweise des israe­li­schen Staates demons­trie­ren. Auffällig, dass die­se sehr oft auch sen­si­bel für die Übergriffigkeit des hei­si­gen Staates sind – wäh­rend die ande­ren "Linken" nichts davon mer­ken mit "Maske auf – Nazis raus", sehr wohl demons­trie­ren dür­fen, kei­nes­wegs ver­leum­det wer­den, über­haupt nicht dis­kre­di­tiert son­dern, im Gegenteil, hof­fiert werden.

    Ihre Betriebsblindheit, Ihre völ­li­ge Verkehrung der "lin­ken" Wirklichkeit ist wirk­lich außergewöhnlich.

  3. "In bei­den Lagern gibt es die Diskussion, ob man sich der Einigkeit wegen von ras­sis­ti­schen und anti­se­mi­ti­schen Positionen distan­zie­ren sol­le oder gera­de nicht. Ich wer­de mit­un­ter geschol­ten für die Auffassung, dies sei drin­gend erfor­der­lich. Mir ist dabei durch­aus bewußt, daß die pau­scha­lie­ren­den Vorwürfe nicht auf­hö­ren wer­den, wenn dies geschieht."

    Distanzierungen gibt es per­ma­nent, und trotz­dem gehen Denunzierungen weiter. 

    Inzwischen hal­te ich es nicht mehr für ange­bracht, als
    "MassnahmekritikerIn" um Anerkennung der "vor­herr­schen­den Meinung" zu buh­len, indem ich als aller­ers­tes das Corona-Gebet spre­che, wel­ches da lau­tet: Ich bin kei­ne Corona-Leugnerin, ich bin kei­ne Querdenkerin, ich bin kei­ne Imfpfgegnerin usw. 

    "Es gehört mei­ner Meinung nach aller­dings zur Glaubwürdigkeit, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Frage, was wir posi­tiv wol­len, und nicht nur, was wir ablehnen."

    Wenn NICHT-OHNE-UNS oder QUERDENKEN-DEMOS auf die Straße gehen "für Wahrung von Grund- und Menschenrechten", ist das dann kein posi­ti­ves Wollen?

    1. @Ute Plass: Ich den­ke, es ist mehr als ein Buhlen um die vor­herr­schen­de Meinung, wenn ich sage, mit einer NPD-Demo "für Freiheit und gegen Diktatur" ver­trägt sich mein "posi­ti­ves Wollen" nicht.

      1. ".…mit einer NPD-Demo "für Freiheit und gegen Diktatur"
        ver­trägt sich mein posi­ti­ves Wollen" nicht.

        Da Heribert Prantl ähn­li­che Sorgen umtreibt,
        https://www.sueddeutsche.de/politik/querdenker-corona-proteste‑1.5280950 hier mein Schreiben an ihn:

        Sent: Tuesday, May 4, 2021 4:15 PM
        To: Heribert Prantl
        Subject: "Wie der Begriff des Querdenkens miss­braucht wird"

        Sehr scha­de, Heribert Prantl, ihr pau­scha­le Verurteilung bezüg­lich Querdenker-Demonstrationen.

        Habe mehr­mals an Demos teil­ge­nom­men, die in Stimmung und Anliegen an die gro­ßen Friedens-Demonstrationen in den 80ern (Nato-Doppelbeschluss) gegen ato­ma­re Bewaffnung und für Abrüstung erin­ner­ten. Ob ich damals neben AntisemitInnen, Nazis usw. gestan­den habe, weiß ich nicht. Das gilt auch für die aktu­el­len “QuerdenkerInnen-Demos”.
        Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist mir jeden­falls nicht begegnet.
        Diejenigen, die sich mit men­schen­ver­ach­ten­der Gesinnung unter Demos mischen, dürf­te es immer geben.
        So auch medi­al auf­fal­len­de Personen , die dann von sog. Leitmedien, auch öffent­lich-recht­li­chen als “die Querdenker-ProtagonistInnen” hoch­ge­schrie­ben werden.

        Dass Sie, sehr geehr­ter Heribert Prantl, nun eben­falls in die­ses Horn bla­sen, ent­täuscht mich sehr, gehö­ren Sie doch sonst zu denen, die Wert auf Differenzierung legen.

        Wie leicht , beson­ders seit Corona-Zeiten, Menschen, die abwei­chen­de Narrative zu regie­rungs­of­fi­zi­el­len ver­tre­ten, als Leugner, Covidioten, Antisemiten, Nazis usw.
        dif­fa­miert wer­den, dürf­te Ihnen doch nicht ent­gan­gen sein? Und wenn Sie in den letz­ten Jahren die Antisemitismus-Debatten im Blick hat­ten, konn­ten Sie erkennen,
        in wel­cher Weise der Antisemitismus-Begriff instru­men­ta­li­siert wur­de und wird und die­ser zur Worthülse ver­kom­men ist.
        Sie ken­nen viel­leicht u.a. die Analysen des israe­li­schen Historiker Moshe Zuckermann: “Antisemitismus – Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument”?
        Und auch die abstru­sen Vorwürfe gegen­über dem Kameruner Politikwissenschaftler/Historiker Achille Mbembe?

        Anstatt sich in pau­scha­ler Weise über ‘QuerdenkerInnen’ zu erge­hen, emp­feh­le ich das direk­te Gespräch mit die­sen.https://querdenken-711.de/aktionen
        Dann erst kön­nen Sie evtl. beur­tei­len, ob und “Wie der Begriff des Querdenkens miss­braucht wird”. 

        Ihr Engagement für Grund- und Menschenrechte schätzend
        ver­blei­be ich
        mit bes­ten Grüßen
        Ute Plass

        1. @Ute Plass: Unterschreibe ich ger­ne! Mit der Einschränkung, daß mir durch­aus, wenn auch nicht mas­sen­haft, anfangs genann­te Gruppen begeg­net sind. Darüber habe ich sei­ner­zeit hier berich­tet. Der Fehler ist, sie gleich­zu­set­zen mit der Masse der Demonstrierenden.

          1. Leider wird hier nur der Spaltpilz bedient. Denn die sich hier ach so licht und hehr geba­ren­den Personen wür­den sicher auch bei sowas auf der ande­ren Seite stehen:

            Video von von „Anni und Martin“, :BERLIN
            „Antifa ras­tet aus bei Demo gegen Ausgangssperre in Berlin, atta­ckiert Journalisten und Demonstranten“
            41.069 Aufrufe•Live über­tra­gen am 24.04.2021

            hier bei 1:55:00

            https://youtu.be/Ko0Q6Ih8Cqo?t=6895

            unter ande­rem zu sehen.

            Als "Querulanten" wur­den in der Nazi-Zeit Kritiker, Störer, aber auch Juden ver­un­glimpft und wie man ja weiß dann auch verfolgt …

            Wenn das die deut­sche Linke dar­stel­len soll …

    2. @ Ute Plass

      Das Problem ist, dass die Begriffe "anti­se­mi­tisch". "ras­sis­tisch" und auch beson­ders "faschis­tisch" von den jewei­li­gen Fronten unter­schied­lich, ja, sogar gegen­sätz­lich gemeint und inter­pre­tiert sein können.

      Das für mich lehr­reichs­te Erlebnis hier­zu war die Begegnung mit einer sehr bös­ar­ti­gen Antifantin, der ich aber ver­dan­ke, auf wel­che Weise "anders" aus deren Sicht der Begriff Faschismus ver­stan­den wird. Ich war bass erstaunt, denn ohne die­se Begegnung wäre mir nicht im Traum ein­ge­fal­len, dass man Antifaschismus so sehen kann, näm­lich: als Pflicht jedes ein­zel­nen, jeder­zeit im Sinn einer "Gemeinschaft" nütz­lich zu sein. Für mich ist und bleibt gera­de die­se Idee kern­fa­schis­tisch, weil sie den Eigenwert des Menschen negiert.

      Das als Anregung: wer Begriffe benutzt, meint damit nicht zwangs­läu­fig das sel­be. Schon gar nicht bei Wortschöpfungen, denen es an prä­zi­ser Definition gebricht.

      Daher sind auch Distanzierungen jeder Art bedeu­tungs­los, weil es nur um Begriffe geht, unter denen jeder etwas ande­res ver­steht. Das ist auch mei­ne Kritik an @aa dies­be­züg­lich: Begriffe als belie­bi­ge Sammelstelle von Ressentiments dür­fen m.E. GERADE nicht tabui­siert, son­dern müs­sen aus­ge­foch­ten wer­den auch dann, wenn es fall­wei­se sehr schwer fällt. Was unter dem Teppich ist, ver­schwin­det nicht – son­dern fängt an zu gären und zu stin­ken. Man muss es lüf­ten – gerade!

      1. ""Auch wenn sie Russen sind, Putin hei­ßen und die mosai­schen Gebote der Bibel für die grund­le­gen­de Wahrheit halten."""

        ??

        ""Das für mich lehr­reichs­te Erlebnis hier­zu war die Begegnung mit einer sehr bös­ar­ti­gen Antifantin, der ich aber ver­dan­ke, auf wel­che Weise "anders" aus deren Sicht der Begriff Faschismus ver­stan­den wird.""

        Jepp! Da hilft es doch, mal bei Dimitroff nach­zu­schau­en. Da lösen sich eini­ge Illusionen auf.

          1. @some1 Ich ver­mu­te Karl spielt auf die Faschismus-Theorie von Dimitroff an. Georgi Dimitroff war ein bul­ga­ri­scher Kommunist und wegen des Reichstagsbrands als Vorsitzender Kommunistischen Internationale von den Nazis ange­klagt. Seine Faschismus-Formel geht so:
            "Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist, … , die offe­ne, ter­ro­ris­ti­sche Diktatur der reak­tio­närs­ten, chau­vi­nis­tischs­ten, am meis­ten impe­ria­lis­ti­schen Elemente des Finanzkapitals. … Aber wel­che Maske der Faschismus auch auf­set­zen mag, in wel­chen Formen er auch auf­tre­ten mag, auf wel­chem Wege er immer auch zur Macht gelan­gen mag – Der Faschismus ist die wütends­te Offensive des Kapitals gegen die werk­tä­ti­gen Massen. Der Faschismus ist zügel­lo­ses­ter Chauvinismus und Raubkrieg. Der Faschismus ist wüten­de Reaktion und Konterrevolution. Der Faschismus ist der schlimms­te Feind der Arbeiterklasse und aller Werktätigen."
            https://www.marxists.org/deutsch/referenz/dimitroff/1935/bericht/ch1.htm

          2. Also kei­ne wei­te­re Antwort mehr, ich wer­de nun auch nicht mehr danach sehen.

            Wenn man Linke fragt, was sie wol­len, über­rei­chen sie einem stets Bücher und Gedanken ANDERER .

            Ich habe in mei­nem Leben gefun­den, dass Linke das glei­che wol­len wie das Kapital, nur ohne die­ses. Hinbekommen haben sie es noch nie, immer­hin in UDSSR und DDR wenigs­tens ver­sucht, in China funk­tio­niert es um den Preis eines tota­li­tä­ren Regimes. Wenn sich Linke auf Mitbestimmung beschrän­ken, sind es kei­ne Linken, son­dern Sozialdemokraten.

            Linke sind also selt­sam amorph und leicht von Ideen abzu­brin­gen, wie der WEF beweist, denn außer der Sache mit Werktätigen ist kei­ne Identität genu­in links – das ande­re sind die Kuckuckseier, die der Neoliberalismus ihnen unter­schob, um sie von der Umverteilung abzu­len­ken – mit Erfolg.

            Die Konservativen ste­hen für Strukturen und schie­ßen dabei oft genug übers Ziel hin­aus. Die Linken könn­ten hier das Korrektiv sein, aber lei­der bekämp­fen sie jede Struktur und spie­len lie­ber mit Kuckuckseiern.

            Mir solls recht sein. Ich habe hier oft genug ver­sucht, Linke zu kon­kre­ten Selbstaussagen zu moti­vie­ren. ES GIBT KEINE (nur vie­le Bücher, Schlagworte und Begriffe, die die Linken selbst nicht verstehen …)

  4. "Links" hat noch nie viel bedeu­tet, wenn man sich umdreht ist "links" "rechts". Ich behaup­te, dass der Faschismus eine – absicht­li­che – Gegengift-Kopie des Marxismus war, in den Texten wur­de ein­fach mit "Suchen" und "Ersetzen" "Kapitalist" mit "Jude" aus­ge­tauscht und "Proletariat" mit "Nation" bis in den Begriff "Nationalsozialismus" hin­ein. Es sind da eini­ge Leute hin- und her­ge­irrt, und es gab natür­lich die kar­rie­ris­ti­schen Lebensläufe von 1933 NSDAP und 1946 SED.
    Es gilt die Daumenregel: Wenn eine Ideologie von einer soge­nann­ten "Elite" unter­stützt und ver­brei­tet wird, soll­te man miss­trau­isch sein.
    National sticht glo­bal und ist damit für das Kapital der­zeit "out", anti­ras­sis­tisch hilft inter­na­tio­na­len Kapitalströmen und ist "in". Wenn "die Linke" kei­ne ech­te inter­na­tio­na­le Solidarität schafft – und das heißt eben nicht "stay at home" zum Preis ver­hun­gern­der Afrikaner, oder Geldstapel in Nordeuropa zum Preis von Schuldenbergen in Südosteuropa, kann sie einpacken.

    1. @B.M.Bürger: Ist nicht gera­de sehr schön zu beob­ach­ten, daß nicht etwa eine böse Rasse an der Macht ist, son­dern die nicht mit "Suchen und Ersetzen" weg­zu­de­fi­nie­ren­den Kapitaleigner? Selbst die sind nicht böse als Personen, son­dern machen ihren Job in einem System, das mit den Bedürfnissen der meis­ten Menschen nicht kom­pa­ti­bel ist.

      1. @aa Heute will angeb­lich ein böses Virus die Macht ergrei­fen , so, wie einst angeb­lich ein Jude das Blut edler Deutscher ver­un­rei­ni­gen woll­te. Die Strippen haben in bei­den Fällen die Kapitaleigner gezo­gen – oder wie weit wäre Hitler ohne Finanzierung gekom­men? Ihre Ableitung hal­te ich daher für grundfalsch .

  5. Die meist unter "links" und "rechts" ver­wen­de­ten Definitionen ver­schwim­men doch im Moment. "Rechts" ist alles, was gegen Corona-Maßnahmen ist, "Links" alles, was iden­ti­tär-öko­lo­gisch geprägt ist und für Corona-Maßnahmen steht. Die bis­he­ri­gen Definitionen sind ent­kernt und mit neu­em Inhalt gefüllt wor­den. Eine dro­hen­de post­de­mo­kra­ti­sche Ordnung/ System bedeu­tet letzt­lich Korporatismus, NGOs und damit die Begünstigung extrem Vermögender. Sie prä­sen­tiert sich aber sich als "links" und passt daher schon ins Bild. Und natür­lich sägt das nach bis­he­ri­gem Verständnis "lin­ke Lager" fleis­sig mit an dem Ast, auf dem bei­de Seiten sit­zen. Teils aus Unwissenheit, teils aus Ignoranz, wohl weni­ger aus ideo­lo­gi­scher Verblendung. Antisemitismus? Das Wort wird viel gebraucht, aber wahr­schein­lich ist vie­len noch nicht ein­mal die Definition so rich­tig klar.

    1. @Clarence

      Die Gemeinsamkeit von Linken, dem WEF und inzwi­schen auch des Mainstreams (wie immer der sich selbst defi­niert) ist die Vorstellung einer not­wen­di­gen Globalsteuerung durch "wen-auch-immer". Nur durch das "wen-auch-immer" unter­schei­den sie sich (… fall­wei­se noch ein wenig). Ich bin der Auffassung, dass es grund­ver­kehrt und immer zum Scheitern ver­dammt ist, unter­schied­li­che Kulturen in einer wie men­schen­recht­li­chen Gesamtsteuerung auch immer zusam­men­zu­fas­sen und dadurch letzt­lich zu knechten.

      Das Recht eines Menschen ist es, zu leben, wie er es für rich­tig hält, so lan­ge er nie­man­den zu SEINER eige­nen Lebensweise zwingt UND es ver­ant­wor­tet! Ob Menschen in tra­di­tio­nel­len Familien leben wol­len oder nicht, ob Frauen oder Männer Schleier und Hüte tra­gen wol­len oder nicht, geht die Gemeinschaft schlicht nichts an! 

      M.E. soll­te die "Gemeinschaft" sich dar­auf beschrän­ken, grund­le­gen­de Verbrechen wie Mord, Verleumdung, Diebstahl und Betrug zu bestra­fen, das aber dann tat­säch­lich und so, dass der, der die­se Verbrechen begeht, mit erns­ten Folgen rech­nen muss und nicht mit Nachsicht und "Deals", je rei­cher und ver­netz­ter er ist. Diese Erosion des Rechtssystems und damit des Gesellschaftssystems ist schon lan­ge im Gange und wird durch will­kür­li­che Millionenstreitwerte für die Klage gegen einen Regierungsbeamten erst für alle sicht­bar, aber neu ist es nicht.
      Über unse­ren Köpfen hat sich im lauf der Jahre eine extrem ver­netz­te und auf den jet­zi­gen Staatsstreich exzel­lent vor­be­rei­te­te mafiö­se Struktur zusam­men­ge­braut, deren glo­ba­les und auch wis­sen­schaft­li­ches Ausmaß erst jetzt zu Tage tritt.

      Höchste Zeit, sich pri­mär um eine funk­tio­nie­ren­de eige­ne Gesellschaft zu sor­gen und NICHT um die Weltenrettung dort, wo wir gar kei­nen Einfluss haben, wie es lan­ge schon das Ablenkungsmanöver der Medien gebietet.

      Das sind alles Punkte, bei denen man mit ideo­lo­gisch Verbohrten kei­nen Handshake suchen soll­te, weil es Zeitverschwendung ist.

      AAs "Heimat" sind die Linken. Von mir aus kann er sich ger­ne um sie küm­mern. Mir sind sie egal, denn ich hal­te tota­li­tä­re Vorstellungen grund­sätz­lich für falsch.

      1. @some1: Wenn Sie mir auf die Sprünge hel­fen könn­ten, bei wel­chen Linken fin­det sich 'die Vorstellung einer not­wen­di­gen Globalsteuerung durch “wen-auch-immer”.'? Der alte Marx for­mu­lier­te im Kommunistischen Manifest: "An die Stelle der alten bür­ger­li­chen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, wor­in die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist." (http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm)

        1. @ aa Fragen:
          1. Wie ste­hen Sie zur UN und zur WHO?
          2. Was hal­ten Sie von der Masernimpfpflicht?
          3. Was hal­ten Sie vom neu­en "Klimagesetz"?
          4. Welche Ziele hat FFF und
          5. Befürworten Sie diese?
          6. Welche Gruppierungen sol­len künf­tig mit­tels Ausgrenzung zum Schweigen gebracht werden?
          7. Welche Einschränkungen der Selbstbestimmung sind Ihrer Auffassung nach legi­tim und in wel­chen Fällen?

          Auf Basis Ihrer ant­wor­ten gebe ich ger­ne Auskunft, ob es auf Sie als "exem­pla­ri­schen" Linken nicht zutrifft.

          1. @aa Warum erin­nern Sie mich an Dr. Wieler? Sie bei­de beant­wor­ten NIEMALS die Frage, was Sie als Linker beab­sich­ti­gen und wie, oder auch nur, was links ist. Wovor haben Sie Angst?

      2. @ some1: Mein Kommentar war pri­mär bezo­gen auf die Fragestellung, ob "die Linken" mer­ken, dass sie selbst von den Corona-Maßnahmen in ihren Rechten auf Versammlungsfreiheit beein­träch­tigt werden.

        1. @ Clarence

          Das war mir nicht ersicht­lich, dan­ke für den Hinweis. Diese Fragestellung lässt mich aller­dings rat­los: ich weiß nicht, ob oder was sie mer­ken, die Linken.

  6. Israelkritik ist oft ein Vehikel für Antisemitismus. Die meis­te Israelkritik (über 90 %) soge­nann­ter Israelkritiker ist so kennt­nis­arm und unter Weglassung wich­ti­ger Fakten, dass Antisemitismus die Triebfeder ist, die zu sol­cher Kritik führt.

    Ich selbst habe damals Möllemann zuge­stimmt, man müs­se Israel kri­ti­sie­ren dür­fen. 2004/5 kam bei bei mir die Erkenntnis, dass die­ser pro­phy­lak­ti­sche Einwand, man müs­se auch Israel kri­ti­sie­ren dür­fen, dann erst recht anti­se­mi­ti­sche Stuss ablässt. Nicht jeder ist anti­se­mi­tisch, der die übli­chen Formen ablässt, aber dann soll­te die Person ihre Quellen über­prü­fen. Wer rich­tig infor­miert ist, wird auch schnell die Desinformation in deut­schen Medien erken­nen, auch eine gewis­se Obsession, Israel anzu­kla­gen, wäh­rend die ande­re Seite immer gut weg­kommt. Meine Wendepunkt war eine Mona-Lisa-Sendung unge­fähr 2004/5, die einen Beitrag über Dschenin hat­ten. Er war israe­l­an­kla­gend und ich frag­te mich: Was hat das jetzt in einer Frauensendung zu tun? Ging es jetzt schwer­punkt­mä­ßig um Frauen?

    Broder wusch mir auch den Kopf. 

    Kann man Israel kri­ti­sie­ren, ohne anti­se­mi­tisch zu sein? Es ist immer die Frage, wie man das macht. Ich habe sehr gro­ße Kritik hin­sicht­lich der Impfpraxis. Auch Netanjahu sehe ich mitt­ler­wei­le sehr kri­tisch. Obwohl er gut regiert hat­te, setz­te er auch auf den Panikmodus mit die­ser Impfstoffbeschaffung auf expe­ri­men­tel­ler Basis. 

    Wer hin­ge­gen Israel dafür kri­ti­siert, dass es bei­spiels­wei­se die Golanhöhen nicht zurück­gibt, dann ver­kennt, dass Syrien nach wie vor im Kriegszustand mit Israel ist und Syrien offen­bar die Golanhöhen zurück­ha­ben will, ohne einen Friedensvertrag zu unter­zeich­nen. Die Krieg begann Syrien 1947. Nach 40 Jahren Besatzung bleibt Israel doch nichts ande­res übrig, als die Golanhöhen in das Staatsgebiet zu inte­grie­ren. Normative Kraft des Faktischen nennt man das. Syrien hat sei­ne Chancen ein­fach verwirkt.

    Es gibt vie­le ver­rä­te­ri­sche Phrasen und Anschuldigungen gegen­über Israel. Ich bin ja meis­tens gut­mü­tig und emp­feh­le, doch mal in die Geschichtsbücher zu schau­en, wie es zu was kam. Auch die Geschichte der Begrifflichkeit Palästina ist höchst inter­es­sant. Wer aber trotz der ange­bo­te­nen Quellen wei­ter der­art Israelkritik übt, macht das, weil er Israel kri­ti­sie­ren will, weil er das als Ventil für einen Antisemitismus benötigt.

    Für das Thema Israel u. Antisemitismus emp­feh­le ich den Blog "Tapfer im Nirgendwo": https://tapferimnirgendwo.com/

    Da gibt es so auf­klä­re­ri­sche Artikel wie die­sen hier: https://tapferimnirgendwo.com/2018/04/06/palaestina-unterm-hakenkreuz/

    Was unse­re Medien angeht, bit­te mal die­sen Beitrag schau­en: https://youtu.be/i4xGBKd3lEc

    Ich kann eigent­lich alle sei­ne Videos empfehlen.

    1. @Johannes Schumann: Wer "Israelkritik übt, macht das, weil er Israel kri­ti­sie­ren will, weil er das als Ventil für einen Antisemitismus benö­tigt" hört sich ver­dammt so an wie die Verdikte der "Corona-Leugner".
      Damit kein Mißverständnis auf­kommt: Angriffe auf Synagogen sind stets anti­se­mi­tisch. Sie sind nicht zu legi­ti­mie­ren damit, daß sich jüdi­sche Gemeinden (nicht alle JüdInnen) in der BRD sich als Außenstellen des Staates Israel dar­stel­len. Dennoch muß eine Kritik an Rechtsradikalen in Israel mög­lich sein, deren Ziel es ist, gan­ze Städte "ara­berrein" zu machen.

    2. @ Johannes Schumann

      Ich ver­wah­re mich dage­gen, dass mei­ne Kritik an Israel von Ihnen als ven­til­ge­steu­er­ter Antisemitismus ver­ein­nahmt wird.

      Sie emp­feh­len die Lektüre von Geschichtsbüchern. Mal davon abge­se­hen, dass Israel in der Region kei­ne nen­nens­wer­te Geschichte auf­zu­wei­sen hat, die nicht vor ca. 1970 Jahren vor­bei war und um 1948 her­um mit aller Macht zu revi­ta­li­sie­ren ver­sucht wur­de – dass Geschichte von den Siegern geschrie­ben wird, dürf­te auch Ihnen nicht unbe­kannt sein. Wieviele und wel­che ara­bi­schen Geschichtsbücher haben Sie gele­sen, die Ihre Sicht der Dinge bestätigen?

  7. Ich stim­me weit­ge­hend zu, nur die Rede von ras­sis­ti­schen "Kräften" gefällt mir nicht. Mein Problem ist Folgendes: wenn wir davon aus­ge­hen, dass ein bestimm­ter Prozentsatz der Bevölkerung, sagen wir 20%, ras­sis­tisch ist, was machen wir mit denen? In Umerziehungslager ste­cken wie in China fun­da­men­ta­lis­ti­sche Uiguren? Wäre das eine lin­ke Lösung? Vermutlich in den Augen man­cher schon.

    Nein, ich bin dafür, Ideen aus­zu­gren­zen, beson­ders die hier genann­ten, aber nicht Menschen. Jede Demonstration hat einen Aufruf. Und wenn dort klipp und klar drin steht, dass man gegen Rassismus usw. ist, dann ist alles Erforderliche getan. Jeder Mensch, der dort mit­läuft, läuft dann auch gegen Rassismus mit und ist will­kom­men. Und wenn das ein Nazi ist, dann könn­te das ja auch der ers­te Schritt zur "Umerziehung" sein. 

    Wer nicht dar­auf ver­traut, dass "Rechte" dazu­ler­nen kön­nen, der wird sie irgend­wann ein­sper­ren müs­sen. Viel Spaß dabei. Und wer das nicht will, der soll­te anfan­gen, mit ihnen zu reden.
    (dass für Holocaustleugnung, Gewalt und Hetze die Polizei zustän­dig ist, ver­steht sich von selbst)

    Ansonsten, ganz ehr­lich: als alt­ge­dien­ter Linker kann ich heu­te nur noch das resi­gnie­ren­de Fazit zie­hen, dass die Linke mau­se­tot ist. Wahrscheinlich sogar völ­lig zurecht. Nichts habe ich so satt wie die Selbstgerechtigkeit der heu­ti­gen "Linken", die immer noch mei­nen, sie sei­en was bes­se­res und hät­ten die Weisheit mit Löffeln gefres­sen. Für mich bedeu­te­te Linkssein immer, mit kri­ti­schem Verstand soli­da­risch an die Dinge ran­zu­ge­hen und den mora­li­schen Kompass rich­tig ein­ge­stellt zu haben. Bei der heu­ti­gen "Linken" ist bei­des weit­ge­hend ver­lo­ren gegangen

    1. @Ralf: Einverstanden, kei­ne Gedankenpolizei. Ich habe öfter schon gesagt, daß mir auf der Demo egal ist, was in den Köpfen der Teilnehmenden sonst noch so kreist neben dem gemein­sa­men Thema. Das habe ich in mei­ner Gewerkschaft, mei­nem Betriebsrat und über­all so gehand­habt. Etwas ande­res ist (für mich), wenn neben mir Leute mit Reichs(kriegs)flaggen lau­fen, was inzwi­schen zum Glück nicht mehr vor­kommt. Oder wenn ganz direkt die NPD Demos organisiert.
      Das mit den Linken sehe ich ähn­lich. Da wir nun min­des­tens schon zu zweit sind, ist sie dann doch nicht mausetot.

    2. @ Ralf

      Nur mal so … ist das 

      In Umerziehungslager ste­cken wie in China fun­da­men­ta­lis­ti­sche Uiguren?

      nicht ras­sis­tisch?

      Wie defi­nie­ren Sie denn "Rassismus"? Also so, dass man etwas Handfesteres als Bauchgefühle hat?

      BTW: ich weiß nicht, was China mit den Uiguren macht und bin weit davon ent­fernt, die Lager zu "leug­nen", wie man in Glaubenszeiten sagt. Nein: ich WEISS es schlicht­weg nicht, was dort geschieht. (Sie auch nicht, falls Sie nicht dort waren).

  8. Liebe Linke-Wähler,

    Merkt Ihr was!? Richtig, Die Linke ver­tritt die Interessen ihrer Auftraggeber und die sind die­sel­ben wie die der AFD, CDU, CSU, SPD usw.

    Also: Wer Die Linke wählt, wählt Kapitalismus! Und wer Kapitalismus wählt, wählt Preissteigerungen, unbe­zahl­ba­re Mieten, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Hunger, Elend und Krieg.

    MFG

    1. Wesensmerkmal der sog. Linken ist ihr Geplärr gegen den "Kapitalismus". In letz­ter Zeit ange­rei­chert um "Rassismus" & "Klimawandel". Blöder geht es aber nimmer. 

      Denn: der sog. Kapitalismus hat zu dem Reichtum geführt, der uns alle umgibt. Die Armut welt­weit hat sich mit dem sog. Kapitalismus immer wei­ter ver­rin­gert und ver­rin­gert sich wei­ter. Ich zitie­re: "Heute leben 75% aller Menschen in Ländern mit mitt­le­rem Einkommen!" (1)

      Die sog. Linken kra­kee­len blöd umein­an­der. Mit wir­ren Begriffen zual­ler­erst. Von poli­ti­scher Ökonomie hat­ten sie noch nie einen Begriff.

      Heute kommt es dar­auf an, dem glo­ba­lis­ti­schen Kapital die Grenzen auf­zu­zei­gen. Die Grenzen der Menschlichkeit näm­lich. Betrifft dies irre Injektionen oder irre Zensur. Oder auch die durch Kapitalverlagerung indu­zier­te Arbeitslosigkeit. 

      Und wenn Eindringlinge – nicht zuletzt sol­che des sog. Islam mit Unterwerfungsabsicht – im Mittelmeer ertrin­ken, dann geschieht dies in der Verantwortlichkeit von (lin­ken) Leuten, die nicht ver­ste­hen wol­len oder kön­nen, dass Spanien für die Westküste Afrikas für rigo­ro­se Zurückführung gesorgt hat, so dass kei­ne ille­ga­len Einwanderer auf Booten mehr sich auf den Weg mach­ten und machen. Nicht zuletzt hat Spanien damit das Asylrecht bewahrt und die Barbarei abgewehrt.

      (1) https://compassion.ch/de/weltweite-armut-so-ueberwinden-wir-den-pessimismus/

      1. @sv: Auch das bleibt ste­hen als Beispiel dafür, was es hier nicht wei­ter geben wird. Nicht wegen des Anfangs. Darüber lie­ße sich dis­ku­tie­ren, wenn auch Argumente hier ange­ra­ten wären. Für den Schluß gilt aber: Fremdenfeinde müs­sen drau­ßen bleiben.

        1. Herr Aschmoneit, im Frieden und auch mit Dank für Ihr Wirken: 

          Ich habe beruf­lich mit Einwanderern, wenn Sie unbe­dingt wol­len, "Fremden", zu tun. Ich lie­be die­se Leute. Sie freu­en mich, weil sie hier sind und sich auf ver­schie­dens­te Weise einbringen.

          Nationalstaaten, das wis­sen Sie, las­sen Leute nicht ein­fach ein­wan­dern, ja, nicht ein­mal ein­fach ein­rei­sen. Hierzu bedarf es eines Visums. Leute, die flie­hen müs­sen, flie­hen mit Papieren und wen­den sich an Botschaften.

          Wer nicht will, dass die­se Praxis auf­recht­erhal­ten wird, bezie­hungs­wei­se, wer will, dass die Grenzen der Staaten nicht mehr gel­ten sol­len: der will die Barbarei. Und den Untergang des Nationalstaats.

          Der Staat, der Nationalstaat, hat nur eine Pflicht: den Schutz der eige­nen Bevölkerung. Und ja: das ist die auto­chtho­ne Bevölkerung. Plus der recht­mä­ßig Eingewanderten. Wenn der Staat ent­schei­det, dass er Einwanderung will, dann hat er dafür zu sor­gen, dass die­se Einwanderer ihm, das heißt der Bevölkerung, nüt­zen. Denn tut er dies nicht, schützt er sei­ne Bevölkerung nicht und ist des­halb ein Unstaat, ein Behemoth.

          Ich kann nicht ver­ste­hen, dass Sie dies nicht ver­ste­hen. Und dass Sie mir tat­säch­lich, völ­lig absur­der­wei­se, unter­stel­len, ich sei ein "Fremdenfeind". Welches Recht neh­men Sie sich her­aus? Ich wie­der­ho­le: ich bin ein Freund des Rechtsstaats. Der Formation, die die Menschen- und Freiheitsrechte zu bewah­ren weiß, als his­to­risch ein­zi­ge Formation, die dies bewerk­stel­li­gen konn­te und kann. 

          Ich ver­gaß übri­gens eine Quelle für mei­ne Behauptung anzu­fü­gen, dass die Spanier die Barbarei, wie sie auf dem Mittelmeer statt­fand und statt­fin­det, für sich und den Weg über den Atlantik zu ver­hin­dern wuss­ten: "Die neue Völkerwanderung" – Hans-Werner Sinn, Vortrag, ab Minute 30 schil­dert er den Unterschied zwi­schen der west­li­chen und den öst­li­chen Routen der ille­ga­len Einwanderung: https://www.youtube.com/watch?v=JW8_OPr9JLU

          P.S. Weil ich gera­de dabei bin: Nicht "Reichkriegsfahnen" wur­den auf zahl­rei­chen Demonstrationen gezeigt, son­dern 'Reichsfahnen'. Ein Unterschied ums Ganze. Reichskriegsfahnen sind zurecht ver­bo­ten. Die Reichsfahne aber nicht. Zurecht. Denn: das deut­sche Kaiserreich von 1871 bis 1914 war – im Ganzen betrach­tet – eine wun­der­vol­le Sache. Wissenschaft und Städte blüh­ten. Nicht zuletzt Charlottenburg wur­de das, was Sie dort heu­te noch ger­ne haben. Und das, was nicht mehr da ist – auf­grund deutsch-völ­ki­schem Chauvinismus im sozia­lis­ti­schem Gewand näm­lich – das betrau­ern Sie. Weil es so schön war und nicht mehr da ist. Deshalb: sind Reichsfahnen wenn nicht lus­tig, dann nicht ver­derb­lich. Ich habe einen jüdi­schen Freund, der Monarchist ist. (Witz von mei­nem Freund)

          Nur Leute, die ihren Nationalstaat ach­ten und schüt­zen, sind, im Sinne der Demokratie, ernst­zu­neh­men­de Leute.

          1. Im übri­gen auch der Grund, war­um in den US sich etwas gegen den "Pandemie"-Schmock und die "Maßnahmen" tut. Weil es da näm­lich Leute gibt, die sich auf die Hinterbeine zu stel­len ver­ste­hen. Für ihr Land und die Freiheit, die dar­in zu herr­schen hat, näm­lich. Wo sich hier nichts zu bewe­gen scheint … 

            (Heute, am 18. Mai, war übri­gens Gerichtstermin in Belgien … ich bin gespannt.)

          2. @sv: Nicht nur Charlottenburg ist ein Beispiel dafür, wie wohl­tu­end sich Zuwanderung aus­ge­wirkt hat. Allerdings ist es auch der Stadtteil, in dem der "deut­sche Nationalstaat" gan­ze Straßenzüge ent­völ­ker­te, weil er dort "ras­sisch unwer­tes Leben" aus­mach­te. Das war aller­dings nach der von Ihnen beschwo­re­nen Blütezeit des Kaiserreichs, das mit einem Krieg kon­sti­tu­iert wur­de und mit einem Krieg unterging. 

            Die "eige­ne Bevölkerung" des Nationalstaats, die es zu schüt­zen gel­te – wer soll das sein? Gehören die hun­dert­tau­sen­den pol­ni­schen Familien noch dazu, die das Ruhrgebiet mit auf­bau­ten? Ab wann ist ein Mensch "Einwanderer" und wie lange?
            Es tut mir leid; wenn ich lese, daß Einwanderer dem Staat (nach wel­chen Kriterien der agiert, erle­ben wir gera­de) zu nut­zen habe, dann hal­te ich das für frem­den­feind­lich und aso­zi­al. Menschen sind weder ille­gal noch bezie­hen sie einen Wert aus ihrer Nützlichkeit für einen Staat. Wer so argu­men­tiert, lan­det schnell bei Euthanisie.

          3. @aa Wer so argu­men­tiert, lan­det schnell bei Euthanisie..
            Um es mit den Worten Ihres Freundes @info zu for­mu­lie­ren: wohl übergeschnappt?
            Wenn ich Sie aus irgend­wel­chen Gründen nicht in mein Haus las­sen wür­de, wäre das viel­leicht unhöf­lich, aber dar­aus zu schlie­ßen, dass ich Sie umbrin­gen will, ist hys­te­risch. Nicht rein­las­sen und nicht leben­las­sen ist ein gewal­ti­ger Unterschied, und nein: das eine folgt auch nicht aus dem andern!

            1. @some1: Bitte den Bezug beach­ten! Wer Menschen nach der Nützlichkeit für den Staat beur­teilt, ist nahe an der Euthanasie. Die Frage, wen ich in mein Haus las­se, ist eine andere.

      2. @sv

        Compassion International ist eine christ­li­che NGO, ein Kinderhilfswerk. Sind sie Pate?
        https://www.compassion.com/press/medical-interventions-fact-sheet.htm

        Es ist gut ver­netzt, arbei­tet u.a. mit Microsoft zusammen:
        Compassion International and Microsoft inno­va­te tog­e­ther to help eli­mi­na­te child pover­ty (2019)
        https://www.youtube.com/watch?v=eLSzSbSVqIY

        Sie wer­den kein Hilfswerk von Reichweite fin­den, das ohne "glo­ba­lis­ti­sches Kapital" agiert. Wie wol­len Sie künf­tig "regio­na­les" Kapital vom "glo­ba­lis­ti­schen" unter­schei­den bzw. unab­hän­gig betreiben?

        Das bleibt für alle, die sich mit der der­zei­ti­gen Situation befas­sen, eine sehr schwie­ri­ge und von allen Seiten unbe­ant­wor­te­te Frage. 

        Deutschland hat sich lan­ge an die inter­na­tio­na­len Strukturen und Waren gewöhnt und ist davon abhän­gig gewor­den. Es hat weder Bodenschätze noch tech­no­lo­gi­sche Innovation von Bedeutung. 

        Womit also wol­len Sie künf­tig han­deln, wie das glo­ba­lis­ti­sche Kapital hin­dern, Sie ein­fach am lan­gen Arm ver­hun­gern zu las­sen in einem Land, in dem die meis­ten alle grund­le­gen­den Dinge des täg­li­chen Bedarfs kau­fen, aber nicht mehr selbst erzeu­gen können?

    2. @ Erfurt: Exakt dies ist das Thema. Entkernt und kernsaniert. 

      Die KP Chinas ist auch nicht wirk­lich kom­mu­nis­tisch im eigent­li­chen Sinne. Milliardäre pas­sen da nicht so gut dazu. Autoritär/totalitaristisch trifft es eher.

      Und das alte Problem auch der­zeit wie­der: Opposition zu irgend­et­was ist zerstit­ten. Statt das gemein­sa­me Ziel zu sehen, wird lie­ber gestrit­ten. Das Regime freut sich. Funktioniert doch prima.

    3. @Erfurt Das Sozialismus im Westen nir­gend­wo auf dem Wahlzettel steht (mit Ausnahme von Chile 1970) soll­te sich lang­sam rum­ge­spro­chen haben …

  9. Vielleicht wür­de es rei­chen, sich von Haß, Gewalt und Unterdrückung in jeder Form zu distan­zie­ren und die die Ereignisse oder das Verhalten in Bezug auf ihre Menschlichkeit und das Menschenrecht zu hin­ter­fra­gen – viel­leicht liegt hier die Unterscheidung! 

    zum Thema Israel und Palästina passt der Artikel auf den Nachdenkseiten: "Gaza wird bren­nen" – der nächs­te Krieg in Nahost
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=72401

  10. "Die meis­te Israelkritik (über 90 %) soge­nann­ter Israelkritiker ist so kennt­nis­arm und unter Weglassung wich­ti­ger Fakten.…"

    Kenntnisarm und Weglassen wich­ti­ger Fakten? Gilt für bei­de Seiten.
    Vielleicht mal abseits des Mainstreams lesen? Da gibt es so vieles.

    Anfangszitat aus einem von vie­len Artikeln:
    "Britische Regierungen des ver­gan­ge­nen Jahrhunderts schei­nen eine gewis­se Neigung an den Tag gelegt zu haben, Sachen zu ver­schen­ken, die ihnen nicht gehö­ren. Ein Beispiel dafür ist die Balfour-Deklaration, eine Erklärung des bri­ti­schen Außenministers Arthur Balfour an Lionel Rothschild über die wohl­wol­len­de Haltung der bri­ti­schen Regierung zur Einrichtung einer jüdi­schen Heimstätte in Palästina – ein Gebiet, das damals zur Türkei gehörte.
    Genau genom­men war die Balfour-Deklaration natür­lich kein Geschenk, denn die Juden haben dafür durch­aus eine Gegenleistung erbracht, näm­lich die USA auf der Seite der Alliierten mit­tels einer bis dahin nie gekann­ten Hetzpropaganda in den Ersten Weltkrieg zu zie­hen. Diese Abmachung ist gut belegt."

    DAS ist natür­lich Antisemitismus in Reinform.

    Wann wer­den eigent­lich die euro­päi­schen Länder an Kelten und Germanen zurück­ge­ge­ben? Ach das ist was anderes…?

      1. @Ute Plass: Ich gebe zu, ich bin schuld, und muß sehen, wie wir aus der Nummer raus­kom­men. Ich hät­te wis­sen kön­nen, daß die Problematisierung des Begriffs Antisemitismus eine Debatte über die Nahostsituation pro­vo­ziert. Ich den­ke, wir kön­nen und soll­ten sie hier nicht vertiefen.
        Mein Anliegen war, den Mißbrauch des Begriffs zur Abwehr belie­bi­ger Kritik dar­zu­stel­len. Anscheinend ist das nicht gelungen.
        Auch wenn ich eines Tabus bezich­tigt wer­den soll­te, möch­te ich die Diskussion zum Thema Naher Osten an die­ser Stelle beenden.

        1. @aa "aus der Nummer raus­kom­men" ist Ihre Spezialbegabung, wie bereits oben und mehr­fach kritisiert.

          Klartext:
          Wenn Sie es mit Demokratie ernst mei­nen, dann soll­ten Sie sich damit ver­traut machen, dass es dazu gehört, sich ande­re, auch kon­ser­va­ti­ve Standpunkte anzu­hö­ren, und NICHT NUR "Linke unter sich". Das ist näm­lich nicht nur lang­wei­lig, son­dern auch kei­ne Demokratie

          Ich weiß, dass ich Ihnen zuset­ze, aber es ist Unsinn, in einer Pseudoharmonie des "gemein­sam gegen" zu schwel­gen, um im Anschluss dar­an exakt die glei­che Nummer abzu­zie­hen, die uns erst in die­se Lage kata­pul­tiert hat:

          das Weghören
          das Ausgrenzen
          das Nicht ant­wor­ten, weil man ja der Gute ist.

          Mit die­sen Eigenschaften kann man buch­stäb­lich kei­nen Staat machen, es sei denn, einen totalitären.

  11. (Ein her­li­ches Beispiel für Kommunikation. Trotz teils gegen­sätz­li­chen Meinungen schaf­fen die Menschen es doch mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren. Klar hin und wie­der tritt der/die eine einem anderen/einer ande­ren auf den Schlips oder den Rocksaum, aber nie­mals bös­wil­lig dafür perönlich-sachlich.
    Gutes Vorbild für Meinugsbildung.)

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