Nach Großbritannien melden weitere Länder rätselhafte Hepatitis-Fälle bei Kindern

Die Ursa­che ist unbe­kannt, heißt es. Aber fest steht für die EU-Gesund­heits­be­hör­de schon: "Ein Zusam­men­hang der Hepa­ti­tis-Fäl­le mit einer Coro­na-Imp­fung war laut ECDC nicht aus­zu­ma­chen." Unter obi­gem Titel ist am 20.4. auf stern​.de zu lesen:

»Zunächst von Groß­bri­tan­ni­en gemel­de­te Fäl­le von Hepa­ti­tis-Erkran­kun­gen bei Kin­dern mit unbe­kann­ter Ursa­che sind mitt­ler­wei­le in wei­te­ren euro­päi­schen Län­dern auf­ge­tre­ten. Sol­che Ent­zün­dun­gen der Leber mit unbe­kann­tem Aus­lö­ser sei­en mitt­ler­wei­le auch bei Kin­dern in Däne­mark, Irland, den Nie­der­lan­den und Spa­ni­en fest­ge­stellt wor­den, teil­te die EU-Gesund­heits­be­hör­de ECDC am Diens­tag mit. Außer­dem gebe es neun Ver­dachts­fäl­le im US-Bun­des­staat Alabama…

WHO rechnet mit weiteren Hepatitis-Fällen

Am Frei­tag hat­te die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) mit­ge­teilt, sie prü­fe 84 Hepa­ti­tis-Fäl­le bei Kin­dern, die seit dem 5. April in Groß­bri­tan­ni­en gemel­det wor­den sei­en. Die WHO rech­ne­te dem­nach für die fol­gen­den Tage mit wei­te­ren sol­cher Fäl­le, von denen zumeist Kin­der unter zehn Jah­ren betrof­fen waren…

Eini­ge der Leber­ent­zün­dun­gen in Groß­bri­tan­ni­en waren so schwer­wie­gend, dass die Kin­der auf spe­zi­el­le Leber-Sta­tio­nen ver­legt wer­den muss­ten. Sechs Kin­dern muss­te laut WHO und ECDC eine neue Leber trans­plan­tiert werden.

ECDC: Kein Zusammenhang mit Corona-Impfung

Die ECDC erklär­te, zur Klä­rung der Ursa­che wer­de mit einem Fra­ge­bo­gen abge­klärt, wel­che Nah­rungs­mit­tel und Geträn­ke die Betrof­fe­nen zu sich genom­men hat­ten. Auch per­sön­li­che Gewohn­hei­ten sei­en abge­fragt wor­den. Dabei sei kein gemein­sa­mer äuße­rer Fak­tor der Erkran­kun­gen fest­ge­stellt wor­den. Auch ein Zusam­men­hang der Hepa­ti­tis-Fäl­le mit einer Coro­na-Imp­fung war laut ECDC nicht aus­zu­ma­chen…«


Dem Arti­kel wird ein Video mit dem Super­sprea­der von Fake News zu Coro­na, Timo Ulrichs, beigefügt:

»Sehen Sie im Video: Vie­le Eltern fra­gen sich, ob ihr Kind Coro­na bekom­men kann, obwohl es frisch nach einer Infek­ti­on gene­sen ist. Epi­de­mio­lo­ge Timo Ulrichs erklärt, wie hoch die Gefahr einer Re-Infek­ti­on ist.«

Zu Ulrichs mehr hier.

16 Antworten auf „Nach Großbritannien melden weitere Länder rätselhafte Hepatitis-Fälle bei Kindern“

  1. Inves­ti­ga­ti­ons of nine young child­ren with ade­no­vi­rus are underway 

    https://​www​.ala​ba​ma​publi​che​alth​.gov/​b​l​o​g​/​2​0​2​2​/​0​4​/​n​r​1​5​.​h​tml

    In addi­ti­on, nine cases of acu­te hepa­ti­tis among child­ren bet­ween 1 and 6 years old in the sta­te of Ala­ba­ma in the United Sta­tes who also tes­ted posi­ti­ve for ade­no­vi­rus have been reported. 

    https://​www​.ecdc​.euro​pa​.eu/​e​n​/​n​e​w​s​-​e​v​e​n​t​s​/​u​p​d​a​t​e​-​h​e​p​a​t​i​t​i​s​-​u​n​k​n​o​w​n​-​o​r​i​g​i​n​-​c​h​i​l​d​ren

    Schot­ti­sche For­scher haben Hypo­the­sen: u. a. eine neue Ade­no­vi­rus-Vari­an­te oder Immun­nai­vi­tät als Pandemie-Folge. 

    https://​twit​ter​.com/​a​e​r​z​t​e​z​e​i​t​u​n​g​/​s​t​a​t​u​s​/​1​5​1​6​0​7​7​1​9​9​5​9​3​5​4​9​830

    1. Also, es muss doch mög­lich sein, den den mRNA-Impf­stoff an den Ade­no­vi­rus anzu­pas­sen. Ange­sichts der Dring­lich­keit könn­te man viel­leicht aus­nahms­wei­se die Zulas­sungs­stu­di­en verkürzen!?

  2. Vor Jah­ren ver­such­ten Amei­sen, über die Ter­ras­se im Wohn­be­reich erfolg­reich ein­zu­zie­hen. Mir ist es zuwi­der, Tie­re zu töten, die mir nicht scha­den. Den­noch muss­te ich mich damals über­win­den und habe einen Köder gekauft. Der funk­tio­nier­te wohl so, dass die Tie­re die Fal­le gesund ver­las­sen und ihre Brut damit füt­tern. Anschlie­ßend gehen bei­de dran zu Grunde.

  3. (…) Five of 13 child­ren were ade­no­vi­rus-posi­ti­ve by PCR (two by throat swab, two by blood and one by stool). Ade­no­vi­rus cir­cu­la­ti­on in Scot­land is sea­so­nal, with peaks com­mon­ly seen bet­ween Febru­ary and April (Figu­re 3). Howe­ver, fewer cases were obser­ved in 2020–21 becau­se of phy­si­cal distancing rest­ric­tions in place to miti­ga­te SARS-CoV‑2 trans­mis­si­on. Case num­bers in March 2022 have retur­ned to pre-pan­de­mic peaks. 

    (…) Of note, none of the child­ren were vac­ci­na­ted for SARS-CoV‑2. A novel or yet unde­tec­ted virus also can­not be ruled out at this time. 

    https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560–7917.ES.2022.27.15.2200318

    20.04.2022—Clare Roth—Deutsche Wel­le (DW)

    Rare hepa­ti­tis virus aff­licts child­ren across EU, US and UK 

    (…) Ade­no­vi­rus a poten­ti­al cause 

    Doc­tors found that some of the child­ren dia­gno­sed with the mys­te­rious ill­ness tes­ted posi­ti­ve for a spe­ci­fic type of ade­no­vi­rus infec­tion: ade­no­vi­rus 41. Irving said ade­no­vi­rus 41 hadn't been found in all the cases, and it hasn't been loo­ked for in all the cases, but it's been obser­ved in enough cases to poten­ti­al­ly be more than coincidental. 

    Ade­no­vi­rus 41 is a com­mon infec­tion in young child­ren that nor­mal­ly cau­ses a bit of diar­rhea and vomi­ting, Irving said, adding that it isn't known for being asso­cia­ted with hepatitis. 

    The­re could be some­thing unu­su­al about this spe­ci­fic ade­no­vi­rus, Irving said. Or it could be inter­ac­ting with some­thing else that's caus­ing hepa­ti­tis. Or it could be a brand new infec­tious agent, or a toxin, or some kind of envi­ron­men­tal fac­tor, or a com­bi­na­ti­on of all the­se pos­si­bi­li­ties, he said. 

    What about COVID-19? 

    Whe­ther it's rela­ted to COVID-19 is also up in the air, Irving said. It's pos­si­ble some of the­se child­ren had COVID, which impac­ted their immu­ne sys­tem, making it har­der to fight typi­cal child­hood viruses. 

    The­re are amp­le test­ing results available for the 13 cases found in Scot­land. Of tho­se 13, three tes­ted posi­ti­ve for COVID infec­tion, five tes­ted nega­ti­ve and two had got­ten the virus in the past three months. Only 11 of the 13 cases got tes­ted for the ade­no­vi­rus with five of them retur­ning positive. 

    If COVID-19 infec­tion is not the root of the pro­blem, the pandemic's effect on children's health could be a part of it, Irving said. 

    "You've got a cohort of child­ren who have been lar­ge­ly shiel­ded, the very young child­ren. So they've not been expo­sed to the ran­ge of virus infec­tions that they would nor­mal­ly have been expo­sed to," Irving said. (…) 

    https://www.dw.com/en/rare-hepatitis-virus-afflicts-children-across-eu-us-and-uk/a‑61523291

    Later ana­ly­ses have reve­a­led a pos­si­ble asso­cia­ti­on of this hepa­ti­tis with Ade­no­vi­rus 41

    https://​www​.ala​ba​ma​publi​che​alth​.gov/​b​l​o​g​/​2​0​2​2​/​0​4​/​n​r​1​5​.​h​tml

    Lese­tipp
    Fal­sche Pan­de­mien: Argu­men­te gegen die Herr­schaft der Angst
    Buch von Wolf­gang Wodarg 

    rubikon.news/artikel/der-pandemie-krimi‑2

    “modR­NA injec­tion? No Thanks.”
    “modR­NA-Injek­tio­nen stoppen!”

  4. Wenn man sich die japa­ni­schen Phar­ma­ko­ki­ne­tik­stu­di­en zu mRNA-Nano­li­pid­for­mu­lie­run­gen ver­ge­gen­wär­tigt, dann ist das nicht wirk­lich überraschend. 

    Lang­sam aber sicher wird der Ele­fant zu groß für den ver­blie­be­nen Raum. 

    S.P.

    1. @S.P. Fin­det man die­se Stu­di­en im Netz? Das ist genau, was ich suche, glau­be ich.
      Wäre klas­se, wenn Du einen Link ein­stel­len könn­test. Dankeschön.

  5. Mal von dem Impf-Ver­bre­chen abge­se­hen… soll­te man viel­leicht (auch in der Patho­lo­gie) das The­ma Mikro- und Nano-Plas­tik nicht über­se­hen. DIE Kacke fängt näm­lich jetzt lang­sam rich­tig an zu damp­fen. Im Darm ist es, im Blut ist es, in der Lun­ge auch.
    Juhu.

    1. Genau Zebra­herz. Unser Was­ser, unser Essen, unse­re Luft. Das ist alles ver­gif­tet, schaut Euch doch mal um. Es gib kaum noch Insek­ten und die gan­ze Tier­welt lei­det. Die Schwal­ben müss­ten schon längst da sein – wo blei­ben sie denn!? Und neu­lich hat wie­der einer Kero­sin über dem Huns­rück abge­las­sen. Das schlu­cken wir alle. Ist es da ein Wun­der daß wir krank wer­den!? Eine Dis­kus­si­on über Risi­ken und Neben­wir­kun­gen an Impf­stof­fen erüb­rigt sich da!

      1. @Erfurt: Am 3. April hat ein Flug­zeug in 4000 Metern Höhe 75 Ton­nen Kero­sin über dem nörd­li­chen Unter­fran­ken abge­las­sen und erneut am Sonn­tag, 10. April in ähn­li­cher Höhe ein ande­res Flug­zeug rund 3,8 Ton­nen Kero­sin. Aber das ist ja alles kein Problem.…..

        1. wun­de­re ich mich dann noch hier in der Eifel, dass der Schnee im vol­lem Farb­spek­trum glit­zert, könn­te Öl sein, Regen­bo­gen far­ben, ich hab mir Regen­was­ser unterm Mikro­skop ange­schaut. Wel­ten tuen sich da auf. Lei­der der Deu­tung nicht mäch­tig. Es gibt auch smart dust. usw. usf. das Wis­sen gemein­hin All­ge­mein­wis­sen hinkt womög­lich immer jah­re­zeh­ne­lang hinerher…manche bege­ben sich in die Kanin­chen­baue und wer­den ver­rückt, ande­re ster­ben, …Got­tes Wege sind uner­gründ­lich, sag ich mal so als Agnostikerin.

  6. In dem auch hier ver­öf­fent­lich­ten Wider­spruch zur Stu­die aus Schwe­den, bei der in vitro ein Ein­bau der ver­impf­ten mRNA in das Genom von Leber­zel­len beob­ach­te wur­de, heißt es noch:

    „Die Ver­tei­lung des Impf­stoffs über die Injek­ti­ons­stel­le hin­aus und die anschlie­ßen­de Trans­fek­ti­on auf Hepa­to­zy­ten ist zwar mög­lich, führt aber zu einer Über­set­zung der mRNA in Spike-Pro­te­ine, die eine Immun­re­ak­ti­on auf impf­stoff­trans­fi­zier­te Hepa­to­zy­ten her­vor­ru­fen. In den meis­ten Fäl­len wird eine gesun­de Immun­re­ak­ti­on, die durch zyto­to­xi­sche T‑Zellen und Anti-Spike-Anti­kör­per ver­mit­telt wird, die mit dem Impf­stoff trans­fi­zier­ten Hepa­to­zy­ten schließ­lich besei­ti­gen; daher ist die rever­se Tran­skrip­ti­on von mRNA in vivo mög­li­cher­wei­se kei­ne Realität.“

    https://​www​.coro​dok​.de/​e​i​n​e​-​s​t​u​d​i​e​-​l​a​u​t​e​r​b​a​ch/

    Die Schwe­den Stu­die soll also mit dem Argu­ment wider­legt wer­den, das die betrof­fe­nen Leber­zel­len vom Immun­sys­tem vor­her „besei­tigt“ wer­den. Was ja nichts ande­res ist, als ein Angriff des Immun­sys­tems auf die eige­ne Leber (Auto­im­mun­he­pa­ti­tis?).

    Als Ursa­che für mys­te­riö­se Leber­ent­zün­dun­gen wer­den die „Impf­stof­fe“ aber trotz­dem ausgeschlossen. 

    Das hat mit Wis­sen­schaft, die ergeb­nis­of­fen arbei­ten soll­te, über­haupt nichts mehr zu tun. Aber die Imp­fung darf halt nicht in Fra­ge gestellt wer­den, selbst wenn man die Rea­li­tät dafür kom­plett ver­bie­gen muss.

  7. Unbe­dingt und ganz schnell ein neu­es gen­tech­ni­sches Expe­ri­ment star­ten und alle Men­schen solan­ge ein­sper­ren, bis sie an dem Expe­ri­ment teil­neh­men. Ist natür­lich nur ein Ange­bot. Es ist ein gutes Ange­bot, sagt sogar der obers­te Pfer­de­dok­tor am RKI.
    Und Win­deln. Wir müs­sen unbe­dingt Win­deln tra­gen, um die Aus­brei­tung des Virus zu verhindern.

    Was auch immer die Ursa­che sein mag, das Virus muss bekämpft wer­den und das geht nur mit Soli­da­ri­tät, Impf­pflicht und Zertifikaten.

  8. Mor­gen­post, 15.01.2022
    Coro­na-Impf­stoff: Neue Neben­wir­kung bei BionTech und Moderna

    Das Paul-Ehr­lich-Insti­tut (PEI) beob­ach­tet eine wei­te­re Neben­wir­kung in Zusam­men­hang mit Imp­fun­gen gegen das Coronavirus.
    Wie aus dem neu­es­ten Sicher­heits­be­richt des Insti­tuts her­vor­geht, wur­de in sehr sel­te­nen Ein­zel­fäl­len eine Auto­im­mun­he­pa­ti­tis gemeldet.

    Bei der dar­in nun neu auf­ge­führ­ten Auto­im­mun­he­pa­ti­tis han­delt es sich um eine Ent­zün­dung der Leber, die durch eine Stö­rung des eige­nen Immun­sys­tems aus­ge­löst wird.
    Sym­pto­me der Erkran­kung kön­nen Glie­der­schmer­zen, Fie­ber oder auch Müdig­keit sein.
    Ob die berich­te­ten Fäl­le wirk­lich im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Imp­fung ste­hen, ist noch kei­nes­wegs sicher.

    Jetzt die Hepa­ti­tis-Fäl­le bei Kindern.

    Und trotz­dem:
    "ECDC: Kein Zusam­men­hang mit Corona-Impfung"

    Wir wis­sen nicht, woher es kommt, aber die Imp­fung war es nicht.

    Auf1TV, 20.04.2022
    Schau­ri­ge Erkennt­nis: Je hoch­wer­ti­ger der Covid-Impf­stoff, umso schädlicher

    Eine inter­na­tio­na­le For­scher­grup­pe bestehend aus Epi­de­mio­lo­gen, Medi­zi­nern und Wis­sen­schaft­lern mach­te eine erschre­cken­de Ent­de­ckung: Je hoch­wer­ti­ger der Covid-Impf­stoff, des­to gesund­heits­schäd­li­cher ist er.
    Mit ande­ren Wor­ten: Je mehr der Impf­stoff das macht, was er machen soll, also je bes­ser er nach den Her­stel­ler­plä­nen funk­tio­niert, des­to mehr Neben­wir­kun­gen muss der Geimpf­te erleiden.
    Die­ses und wei­te­re Ergeb­nis­se aus den Blut- und Impf­stoff-Unter­su­chun­gen der genann­ten inter­na­tio­na­len For­scher­grup­pe prä­sen­tiert der Phy­si­ker und The­ra­peut Dr. Klaus Retzlaff in der aktu­el­len Sen­dung „Elsa AUF1“. 

    Eben­so spricht Dr. Eva-Maria Schott­dorf, Ärz­tin und Strah­len­the­ra­peu­tin, die mit einer wei­te­ren For­scher­grup­pe mit dem Dun­kel­feld­mi­kro­skop das Blut von Covid-Geimpf­ten und ver­schie­de­ne Impf­stof­fe untersuchte.
    Auch sie prä­sen­tiert alar­mie­ren­de Funde. 

    Wann kommt eigent­lich der über­fäl­li­ge Sicher­heits­be­richt des PEI?
    Ach, was soll`s …
    Der Wochen­be­richt zu COVID-19 ist ja auch noch nicht da

  9. Tele­po­lis Hei­se online, 21.04.2022

    Nie­der­län­di­sches Impf­ge­setz für Kin­der­gär­ten dürf­te trotz Ver­ab­schie­dung scheitern

    Das kurz vor der Coro­na­pan­de­mie vom Par­la­ment ange­nom­me­ne Gesetz soll es Kin­der­gär­ten erlau­ben, nur geimpf­te Kin­der anzunehmen.
    Da dar­un­ter nun aber auch die Coro­na-Imp­fung fällt, wird es wohl im Kon­troll­ver­fah­ren scheitern

    In Deutsch­land wur­de kurz vor der Coro­na­pan­de­mie, im Novem­ber 2019, mit gro­ßer Mehr­heit im Bun­des­tag das Masern­schutz­ge­setz verabschiedet.
    Die­ses soll vor allem Kin­der, die aus medi­zi­ni­schen Grün­den nicht selbst geimpft wer­den kön­nen, vor der gefähr­li­chen Virus­er­kran­kung schützen.
    Nach­dem eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen das Gesetz im Eil­ver­fah­ren schei­ter­te, liegt es nun noch zur genaue­ren Prü­fung beim Bundesverfassungsgericht.

    In zeit­li­cher Nähe zu den Vor­gän­gen in Deutsch­land hat­ten auch zwei nie­der­län­di­sche Abge­ord­ne­te von der bür­ger­lich-libe­ra­len Par­tei D66 einen Geset­zes­vor­schlag eingereicht.
    Die­ser soll es Kin­der­gär­ten erlau­ben, nur geimpf­te Kin­der anzunehmen.
    Auf­grund der Schul­pflicht im Alter von 5 bis 16 Jah­ren kann es für Schul­kin­der kei­ne der­ar­ti­ge Rege­lung geben.

    Laut den Initia­tiv­neh­mern von D66, Rens Rae­ma­kers und Paul van Mee­nen, soll das Gesetz die Wahl­frei­heit von Eltern vergrößern:
    Möch­ten sie ihren Nach­wuchs viel­leicht in einen Kin­der­gar­ten schi­cken, in dem nur geimpf­te Kin­der sind?

    Ob die­se Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen unter den zur­zeit gel­ten­den Rege­lun­gen unge­impf­te Kin­der ableh­nen dürf­ten, ist recht­lich unklar.

    Vor Coro­na: Gro­ße par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit für Impfgesetz

    Der Geset­zes­vor­schlag wur­de am 18. Febru­ar 2020, nur neun Tage vor Bestä­ti­gung des ers­ten Fal­les von Coro­na in den Nie­der­lan­den, mit gro­ßer par­la­men­ta­ri­scher Mehr­heit in der "Tweede Kamer" in Den Haag angenommen.
    Sogar die rechts­po­pu­lis­ti­sche PVV von Geert Wil­ders und das rechts­po­pu­lis­ti­sche "Forum voor Demo­cra­tie" (FvD) von Thier­ry Bau­det stimm­ten dafür.

    Zur Erin­ne­rung: Letz­te­rer wur­de wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie gericht­lich das Ver­bot auf­er­legt, die Coro­na-Schutz­maß­nah­men wei­ter mit dem Holo­caust zu vergleichen.

    Gegen das Impf­ge­setz votier­ten neben der "Socia­lis­ti­sche Par­tij" (SP) nur die drei christ­li­chen Par­tei­en SGP, CDA und ChristenUnie.
    Dass es noch nicht in Kraft getre­ten ist, hat for­mel­le Grün­de. Ähn­lich wie beim deut­schen Bun­des­rat müs­sen Geset­zes­vor­schlä­ge in den Nie­der­lan­den auch das par­la­men­ta­ri­sche Ober­haus bezie­hungs­wei­se den Senat (for­mal: "Ers­te Kam­mer der Gene­ral­staa­ten") passieren.

    Die­se Insti­tu­ti­on kann zwar kei­ne eige­nen Geset­zes­in­itia­ti­ven ein­brin­gen, die Beschlüs­se der grö­ße­ren "Tweede Kamer" aber kippen.

    Nun hat die seit Janu­ar 2022 mit gro­ßer Mühe zusam­men­ge­kit­te­te vier­te Regie­rung unter Minis­ter­prä­si­dent Mark Rut­te in der "Tweede Kamer" zwar nur eine hauch­dün­ne Mehr­heit und im Senat gar kei­ne mehr.
    Dass das Gesetz im Kon­troll­ver­fah­ren wahr­schein­lich schei­tert, hat jedoch ande­re Gründe.

    Die Rege­lun­gen

    Die Rege­lung beinhal­tet näm­lich kei­ne kon­kre­ten Imp­fun­gen, son­dern ver­weist all­ge­mein auf das nie­der­län­di­sche "Reichs­impf­pro­gramm" – "Reich" bezieht sich aufs König­reich Niederlande.
    Die dar­un­ter fal­len­den Imp­fun­gen wer­den vom Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um gra­tis ange­bo­ten und im Alter von drei Mona­ten bis 14 Jah­ren verabreicht.

    Dabei geht es – geord­net nach zeit­li­cher Rei­hen­fol­ge – um Schutz gegen Diph­the­rie, Keuch­hus­ten, Teta­nus, Polio (Kin­der­läh­mung), Hae­mo­phi­lus influ­en­zae b, Hepa­ti­tis B, Pneu­mo­kok­ken, Mumps, Masern, Röteln, Menin­go­kok­ken und Huma­ne Papillomviren.
    Eini­ge die­ser Imp­fun­gen wer­den wie­der­holt gege­ben, um den Schutz aufzubauen.
    Ab dem Alter von 12 Jah­ren müs­sen dafür übri­gens nicht nur die Eltern, son­dern auch das Kind selbst zustimmen.

    Für Kin­der fällt dar­un­ter zwar zur­zeit kei­ne Imp­fung gegen das Coronavirus.
    Die Bedeu­tung der Geset­zes­in­itia­ti­ve wur­de am 19. April aber im Senat aus­führ­lich in die­ser Hin­sicht diskutiert.
    Dabei wur­de auch auf den sozia­len Unfrie­den ver­wie­sen, den Top-Down-Regeln zu Imp­fun­gen aus­lö­sen können.

    Für Erwach­se­ne wur­den – aus prak­ti­schen Grün­den – die Coro­na­imp­fun­gen aller­dings sehr wohl in das "Reichs­impf­pro­gramm" aufgenommen.
    Dazu erklär­te Sena­tor Peter van der Voort von D66, des­sen Par­tei­kol­le­gen den Geset­zes­vor­schlag ein­ge­bracht hat­ten, dass das wahr­schein­lich nur vor­über­ge­hend so blei­ben wird.

    Kon­se­quen­zen

    Laut dem im Febru­ar 2020 ver­ab­schie­de­ten Geset­zes­text müss­ten dann aber Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in Kin­der­gär­ten ent­las­sen wer­den, wenn sie nicht gegen Covid geimpft sind.
    Wohl­ge­merkt wür­de das noch vor­aus­set­zen, dass sich ein Kin­der­gar­ten­be­trei­ber für die Umset­zung der Rege­lung entscheidet.
    Der Gesetz­ge­ber wür­de also nur die Mög­lich­keit schaf­fen und nie­man­den zu ihrer Umset­zung verpflichten.

    Den­noch ver­wies unter ande­rem Sena­to­rin Mei Li Vos von der SPD-ähn­li­chen PvdA dar­auf, dass der Geset­zes­vor­schlag dann bei bestimm­ten Ein­rich­tun­gen "für die Mit­ar­bei­ter impli­zit eine Ver­pflich­tung zur Imp­fung gegen das Coro­na­vi­rus" enthält.

    Im End­ef­fekt signa­li­sier­ten Abge­ord­ne­te von Groen­Links, PvdA und PVV, ihre vor­he­ri­ge Zustim­mung zurückzuziehen.
    Damit wür­de der Vor­schlag bei der Abstim­mung im Senat am 10. Mai scheitern.

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