14 Antworten auf „Nur zur Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen“

  1. Münchner Stadtchronik, 11. März 1947: "Obwohl Hitlers 'Mein Kampf' in Millionenauflage erschien, tun sich die Amerikaner schwer, in ihrer Zone 150 Exemplare für ame­ri­ka­ni­sche Bibliotheken auf­zu­trei­ben. Auf dem Schwarzmarkt soll 'Mein Kampf' 2.000 Mark einbringen."

  2. 'Die Zeit des Nationalsozialismus poli­ti­sier­te auch die I.G. Farben. Die Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise hat­ten auch für die deut­sche Chemieindustrie enor­me Einbußen bedeu­tet. Als sich eine poli­ti­sche Vormachtstellung der NSDAP abzeich­ne­te, beschloss die Firmenleitung, die­se Partei zu unterstützen.[13] Die I.G. Farben avan­cier­te ab 1933 zu einem ihrer Hauptgeldgeber. Dies wirk­te sich nach der Machtübernahme der NSDAP posi­tiv für das Unternehmen aus: Im Rahmen des „Benzin-Vertrags“ von 1933 etwa ver­pflich­te­te sich der Konzern zum Ausbau sei­ner Benzin-Produktion und erhielt dafür beson­de­re Renditen und Steuererleichterungen.[14]

    Das ‚Gesicht‘ des Konzerns änder­te sich im Verlauf der 1930er Jahre: Saßen in der Vorstandsebene Anfang des 20. Jahrhunderts vie­le ein­fluss­rei­che jüdi­sche Manager, wur­de der Konzern rela­tiv zügig ‚ari­siert’. NS-Sympathisanten im Vorstand tra­ten früh in die Partei ein; öffent­li­che und fir­men­in­ter­ne Repressalien bewirk­ten, dass allein im Aufsichtsrat ein Viertel der Mitglieder sei­ne Ämter ver­lor. Ab 1937/38 unter­stütz­ten die I.G. Farben Hitlers Politik inten­si­ver. Fest inte­griert in den 1936 auf­ge­stell­ten „Vierjahresplan“, wur­de die I.G. Farben ein wich­ti­ger Teil der deut­schen Kriegsmaschinerie.[15]

    Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wur­de die Produktion auf Kriegsbedarf umge­stellt, so dass neben Munition und not­wen­di­gen Rohstoffen auch "Ersatzstoffe", wie etwa petro­che­misch her­ge­stell­ter syn­the­ti­scher Kautschuk, gefer­tigt wur­den. Mit dem Einmarsch in Polen erhielt die I.G. Farben zudem das Recht auf soge­nann­te „Sicherstellungen“: Fabriken in erober­ten Gebieten wur­den unter Verwaltung der I.G. gestellt und in den Konzern integriert.

    Im Jahre 1941 ging die I.G. Farben noch einen Schritt wei­ter und errich­te­te in Kooperation mit der SS ein eige­nes Konzentrationslager: Buna/Monowitz (Auschwitz III). Zwangsarbeiter wur­den zur Errichtung einer neu­en Fabrik, der „I.G. Auschwitz“, ein­ge­setzt. Mehr als 25.000 von ihnen star­ben schät­zungs­wei­se bis zur Aufgabe der Baustelle am 23. Januar 1945 – auf der Baustelle, im Lager und in den Gaskammern des zum Gesamtkomplex Auschwitz gehö­ren­den Vernichtungslagers.[16] Für die Gaskammern lie­fer­te die Firma Degesch, an der die I.G. Farben betei­ligt war, das 1922 eigent­lich zur Schädlingsbekämpfung ent­wi­ckel­te Gas Zyklon B (Blausäure), das nun für den Massenmord an den euro­päi­schen Juden ein­ge­setzt wurde.[17] Auch medi­zi­ni­sche Versuche an Häftlingen, u. a. mit Fleckfieber-Impfstoffen, waren an der Tagesordnung.[18] Der Tod Tausender Häftlinge wur­de bil­li­gend in Kauf genom­men und nur weni­ge, unter ihnen auch Norbert Wollheim, überlebten.'

    https://www.uni-frankfurt.de/66995816/Die_Interessengemeinschaft_Farbenindustrie_AG

    'Kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes begann die Nazizeit und damit wur­de Vieles anders. Hans Poelzig woll­te 1936 in die Türkei emi­grie­ren, starb aber vor­her. Seine Frau betrieb das ihr und ihrem Mann gehö­ren­de Architekturbüro in Berlin noch eini­ge Monate wei­ter, muss­te es dann aber unter dem Druck der Nazis schlie­ßen. Für Firmen, die sich mit dem neu­en Regime gut stell­ten, eröff­ne­ten sich neue Möglichkeiten. Beim Bau einer Chemiefabrikation im besetz­ten Polen, I. G. Auschwitz genannt, kamen u. a. Zwangsarbeiter aus dem KZ Auschwitz zum Einsatz. 1942 wur­de dann sogar ein fir­men­ei­ge­nes Konzentrationslager, das KZ Buna/Monowitz erbaut. Gesteuert wur­den die­se Verbrechen u. a. aus dem Verwaltungsgebäude im Westend. Das Norbert-Wollheim-Memorial auf dem Grundstücksgelände erin­nert heu­te daran.'

    https://www.frankfurt-lese.de/index.php?article_id=281

    1. Doktores in Nazi-Diensten gegen Impfgegner und deren Propaganda. Die "Durchimpfung", die Impfung des "Volkskörpers" ist ein sehr tota­li­tä­rer, faschis­ti­scher Gedanke.

  3. Kleine Zusammenfassung "Impfen im Nationalsozialismus"

    Im Nationalsozialismus stand der Infektionsschutz unter dem Vorzeichen der nationalsozialistischen Rassen- und Volksgemeinschaftsideologie. So lag nach Solbrig [9] „die Bekämpfung der Seuchen in allergrößtem Interesse der Erhaltung der Volksgesundheit, des Bestandes des Volkes, der Arbeitskraft der Volksgenossen und, nicht zu vergessen, auch im finanziellen Staatsinteresse“.

    In vielen Fällen wurde die Seuchenbekämpfung dafür missbraucht, Maßnahmen der Euthanasie zu verschleiern. Das Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens sah ab 1935 die Einrichtung von ärztlich geleiteten Gesundheitsämtern vor, in deren Zuständigkeiten neben der „Erb- und Rassenpflege“ und der „Gesundheitspolizei“ auch die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten fiel.

    Zur Umsetzung der Impfpflicht wurden die Organisation über angestellte Impfärzte und Impfbezirke, die Durchführung von Impfterminen und die Erstellung von Impflisten wie bereits im Reichs-Impfgesetz festgelegt fortgeführt. Der Amtsarzt eines Bezirks bzw. der Medizinaldezernent beaufsichtigte Impftechnik, Impferfolg, Räumlichkeiten, Reinheit und Wirksamkeit von sowie den Handel mit Impfstoffen. Vom Gesundheitsamt musste aus den Berichten der Impfärzte und den Impflisten ein Hauptimpfbericht erstellt und der Aufsichtsbehörde übermittelt werden.
    https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/1695/200xo3Lu4m8iA.pdf?sequence=1

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