Once again: Lauterbach hat mal wieder eine Studie nicht gelesen

Er sieht Probleme…

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1387505465630810112

Die Studie – wie­der ein­mal ver­faßt von ModelliererInnen und übri­gens vom 18.3. – kommt zu einem nie­der­schmet­tern­den Ergebnis für die Wirksamkeit der "Impfstoffe": 48 Prozent der Covid-19-Todesfälle wer­den auf Geimpfte entfallen.

Vorhersagen bis Januar 2024

Vorher sind Lockerungen viel zu gefährlich.

»Methoden
In die­ser Studie ver­wen­de­ten wir ein nach Alter und Region des Vereinigten Königreichs struk­tu­rier­tes mathe­ma­ti­sches Modell, das an eine Reihe von epi­de­mio­lo­gi­schen Daten im Vereinigten Königreich ange­passt wur­de und die geplan­te Einführung eines Impfprogramms mit zwei Dosen (Dosen im Abstand von 12 Wochen, Schutzbeginn 14 Tage nach der Impfung) ein­be­zog. Wir gin­gen von einer Standardimpfung von 95 % bei den 80-Jährigen und Älteren, von 85 % bei den 50–79-Jährigen und von 75 % bei den 18–49-Jährigen aus und vari­ier­ten dann die Impfquoten opti­mis­tisch und pes­si­mis­tisch. Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen eine sym­pto­ma­ti­sche Erkrankung wur­de auf der Grundlage der in Großbritannien ver­ab­reich­ten Impfstoffe von Pfizer-BioNTech und Oxford-AstraZeneca mit 88 % ange­nom­men, und der Schutz gegen eine Infektion wur­de von 0 % bis 85 % vari­iert. Wir betrach­te­ten die kom­bi­nier­te Interaktion des bri­ti­schen Impfprogramms mit meh­re­ren mög­li­chen zukünf­ti­gen Lockerungen (oder Aufhebungen) der NPIs, um die Reproduktionszahl ® und das Muster der täg­li­chen Todesfälle und Krankenhauseinweisungen auf­grund von COVID-19 von Januar 2021 bis Januar 2024 vorherzusagen.

Ergebnisse
Wir schät­zen, dass die Impfung allein nicht aus­reicht, um den Ausbruch ein­zu­däm­men. Ohne NPIs
[Nicht-Pharmazeutische Interventionen, vul­go "Maßnahmen", AA], selbst bei unse­rer opti­mis­tischs­ten Annahme, dass der Impfstoff 85 % der Infektionen ver­hin­dert, schät­zen wir R auf 1,58 (95 % glaub­wür­di­ge Intervalle [CI] 1,36–1,84), sobald allen berech­tig­ten Erwachsenen bei­de Dosen des Impfstoffs ange­bo­ten wor­den sind. Unter dem Szenario der Standardimpfung wird die Entfernung aller NPIs nach Abschluss des Impfprogramms bei einem Impfstoff, der 85 % der Infektionen ver­hin­dert, zu 21 400 Todesfällen (95 % CI 1400–55 100) auf­grund von COVID-19 füh­ren, obwohl sich die­se Zahl auf 96 700 Todesfälle (51 800–173 200) erhöht, wenn der Impfstoff nur 60 % der Infektionen ver­hin­dert. Obwohl die Impfung die Gesamtzahl der Todesfälle erheb­lich redu­ziert, bie­tet sie nur einen teil­wei­sen Schutz für das Individuum; wir schät­zen, dass für das Standardszenario der Inanspruchnahme und 60 % Schutz vor Infektionen 48,3 % (95 % CI 48,1–48,5) und 16,0 % (15,7–16,3) der Todesfälle bei Individuen auf­tre­ten, die eine bzw. zwei Dosen des Impfstoffs erhal­ten haben.«

Mittelwert von 500 Simulationen

»Interpretation
Für alle von uns unter­such­ten Impfszenarien zei­gen unse­re Vorhersagen die Risiken auf, die mit einer frü­hen oder schnel­len Lockerung der NPIs ver­bun­den sind. Obwohl neu­ar­ti­ge Impfstoffe gegen SARS-CoV‑2 eine poten­zi­el­le Exit-Strategie für die Pandemie bie­ten, hängt der Erfolg stark von den genau­en Eigenschaften des Impfstoffs und der Akzeptanz in der Bevölkerung ab, die bei­de sorg­fäl­tig über­wacht wer­den müssen.…

Ausgangsanalyse
… Alle gezeig­ten Ergebnisse, ein­schließ­lich des geschätz­ten R, der täg­li­chen Todesfälle und der täg­li­chen Krankenhauseinweisungen, stel­len den Mittelwert von 500 Simulationen dar, die den abge­lei­te­ten pos­te­rio­ren Parameterraum unter­su­chen, der durch Anpassung an das his­to­ri­sche Muster der Todesfälle, der Krankenhauseinweisungen und der Belegung, der Belegung der Intensivstation und des Anteils der Säule-2-Tests, die posi­tiv sind, bestimmt wird…

Ergebnisse
Obwohl die Wirksamkeit gegen die Krankheit von unmit­tel­ba­rem Nutzen ist, indem sie Individuen vor der Entwicklung schwe­rer Symptome schützt, ist es der Schutz gegen die Infektion durch die Impfung, der zu einer Verringerung der intrinsi­schen Wachstumsrate und von R führt. Für das kon­tra­fak­ti­sche Szenario ohne Schutz gegen die Infektion schät­zen wir, dass R kon­stant bei 3,15 (95% CI 2,93–3,37) liegt, unab­hän­gig von der Anzahl der ver­ab­reich­ten Impfstoffdosen, was höher ist als in der ers­ten Pandemiewelle auf­grund der erhöh­ten Prävalenz der B.1 .1.7‑Variante im Vereinigten Königreich, aber auf­grund der natür­li­chen Infektion, die zu einem Anstieg der Immunität auf Bevölkerungsebene bis Januar 2021 führt, von ihrem theo­re­ti­schen Maximum (geschätz­te Basisreproduktionszahl von 4,31, 95 % CI 3,91–4,80) redu­ziert ist. Wenn der Schutz gegen die Infektion hoch ist (85 %), kann die Impfung einen erheb­li­chen Rückgang von R bewir­ken, der jedoch nicht aus­reicht, um R bei unse­ren Standardannahmen zur Impfstoffausschöpfung [vac­ci­ne upt­a­ke] unter 1 zu drü­cken. Selbst wenn alle zwei­ten Dosen ver­ab­reicht wur­den, sagen wir R=1,58 (95% CI 1,36–1,83) für einen 85%igen Infektionsschutz vor­aus, mit höhe­ren R‑Werten für Impfstoffe mit gerin­ge­rem Schutz.«

Welle über Wellen. Auch, wenn "Maßnahmen" bis Januar 2022 andauern

»Bei einer Lockerung der Kontrollmaßnahmen sagen wir Wellen von Infektionen und damit ver­bun­de­nen Todesfällen vor­aus, obwohl die­se durch eine erhöh­te durch den Impfstoff abge­lei­te­te Immunität in der Bevölkerung redu­ziert wer­den. Eine frü­he, mode­ra­te Lockerung der NPIs (Februar 2021), die den Anfang September 2020 beob­ach­te­ten Werten ent­spricht (als R zwi­schen 1,2 und 1,6 in den sie­ben eng­li­schen National Health Service-Regionen und den drei dezen­tra­li­sier­ten Nationen lag, ohne dass die B.1.1.7‑Variante vor­herr­schend im Umlauf war), führt selbst unter unse­ren opti­mis­tischs­ten Annahmen zu einer Welle von Infektionen und damit ver­bun­de­nen Todesfällen (ent­spre­chend einem Impfstoff, der 85 % der Infektionen blo­ckiert). Eine spä­te­re Lockerung der NPIs (April 2021) in Verbindung mit einem Impfstoff, der einen mode­ra­ten Infektionsschutz erzeugt, erhöht die Chance, dass sich eine zusätz­li­che Immunität in der Bevölkerung bil­det und eine klei­ne­re nach­fol­gen­de Welle erzeugt…

Wenn wir bis Januar 2022 war­ten, um alle Beschränkungen voll­stän­dig auf­zu­he­ben, so dass die gesam­te erwach­se­ne Bevölkerung zwei Dosen Impfstoff erhal­ten hat, sagen wir im Allgemeinen immer noch einen beträcht­li­chen Ausbruch nach der Lockerung mit einer gro­ßen Anzahl von damit ver­bun­de­nen Todesfällen vor­aus. Selbst bei einem 85%igen Schutz vor einer Infektion wird durch die plötz­li­che Aufhebung aller Beschränkungen eine Infektionswelle vor­her­ge­sagt, die zu 21 400 Todesfällen führt (95% CI 1480–57 600). Dieses Ergebnis ist nicht über­ra­schend, wenn man bedenkt, dass die Impfung allein nicht in der Lage ist, R unter 1 zu drü­cken. Die ein­zi­ge Ausnahme ist eine opti­mis­ti­sche Annahme der Impfstoffaufnahme zusam­men mit einem hohen (85 %) Grad an Schutz gegen die Infektion, wenn die nach­fol­gen­den COVID-19-Todesfälle nied­rig, aber nicht null blei­ben und einen Mittelwert von 1030 Todesfällen (95 % CI 300–17 500) erzeu­gen. Wenn der Impfstoff kei­nen Schutz vor einer Infektion bie­tet, löst das Entfernen der NPIs eine unkon­trol­lier­te Infektionswelle aus, bei der nur die erfolg­reich Geimpften (ca. 88 % Wirksamkeit bei den 65 % der Gesamtbevölkerung, die den Impfstoff erhal­ten) vor einer schwe­ren Erkrankung geschützt sind, daher ist die vor­her­ge­sag­te Zahl der Todesfälle groß (129 300, 95 % CI 102 600–154 800). Die Beziehung zwi­schen die­sen Parametern und den vor­her­ge­sag­ten Todesfällen ist jedoch in hohem Maße nicht­li­ne­ar, und selbst wenn der Schutz vor einer Infektion 60 % beträgt, liegt die vor­her­ge­sag­te Zahl der Todesfälle durch die Infektionswelle nach der Relaxation bei 96 700 (95 % CI 51 800–178 900)…«

48 Prozent der Todesfälle sind Geimpfte

»Da die bestehen­de Impfstrategie zuerst auf die am meis­ten gefähr­de­ten Personen abzielt, wer­den die frü­hen Todesfälle von Hochrisikopersonen domi­niert, die geimpft wur­den und nur eine Dosis erhal­ten haben – in die­ser Gruppe wird eine Impfstoffwirksamkeit gegen die Krankheit von 70 % ange­nom­men. Wenn 15 Millionen Dosen ver­ab­reicht wor­den sind, ent­fal­len weni­ger als 15 % aller Todesfälle auf Personen, die den Impfstoff nicht erhal­ten haben. Wenn 30 Millionen Dosen ver­ab­reicht wor­den sind, wer­den etwa 60 % aller Todesfälle bei den Geimpften erwar­tet. Während der simu­lier­ten Epidemie zwi­schen dem 1.1.2021 und dem 1.1.2024 sagen wir vor­aus, dass 48,3% (95% CI 48,1–48,5) und 16,0% (15,7–16,3) der Todesfälle bei Personen auf­tre­ten, die eine bzw. zwei Dosen des Impfstoffs erhal­ten haben. Obwohl wir auf indi­vi­du­el­ler Ebene davon aus­gin­gen, dass zwei Impfstoffdosen das Sterberisiko um 88 % redu­zie­ren wür­den, wer­den die Todesfälle ange­sichts des hohen Anteils an gefähr­de­ten Personen, die den Impfstoff erhal­ten, zwangs­läu­fig von Impfstoffausfällen (die kei­ne Immunität erzeugt haben) dominiert.

Diskussion
… Eine früh­zei­ti­ge Lockerung der NPIs, bevor eine aus­rei­chen­de Immunität auf­ge­baut wur­de, wür­de eine gro­ße Infektionswelle aus­lö­sen, die zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen füh­ren wür­de. Ein ähn­li­cher Effekt wird von jeder end­gül­ti­gen Freigabe der NPIs vor­her­ge­sagt, wenn die Schwelle der Herdenimmunität nicht erreicht wur­de. Selbst bei einer hohen Durchimpfungsrate muss ein beträcht­li­cher Teil der Bevölkerung immu­ni­siert wer­den, um gro­ße nach­fol­gen­de Infektionswellen zu ver­hin­dern, was bedeu­tet, dass selbst nach Abschluss von Phase 1 des Impfprogramms (Angebot des Impfstoffs an alle Personen über 50 Jahre) noch star­ke NPIs erfor­der­lich wären, um Infektionsschübe zu ver­mei­den. Ein maß­vol­le­rer Ansatz, bei dem die NPIs schritt­wei­se über einen Zeitraum von vie­len Monaten frei­ge­setzt wer­den, hat Vorteile gegen­über plötz­li­chen Änderungen der Kontrollen, könn­te aber den­noch die schlimms­ten Auswirkungen nicht abmil­dern. Die Berechnung der Auswirkungen auf die Gesundheitsdienste auf­grund nach­fol­gen­der Infektionswellen ist kom­plex und hängt sowohl vom Volumen als auch vom Spitzenwert der Krankenhauseinweisungen ab. Auch wenn eine schnel­le Lockerung der NPIs zu einer ähn­li­chen erwar­te­ten Anzahl von Todesfällen füh­ren könn­te wie eine lang anhal­ten­de Epidemie unter einer all­mäh­li­chen Freigabe der NPIs, bie­tet ein län­ge­rer Ausbruch mit einer nied­ri­ge­ren Spitzenprävalenz eine weit­aus grö­ße­re Chance, dass zukünf­ti­ge Interventionen wirk­sam sind, und belas­tet das Gesundheitssystem weni­ger. In die­ser Studie haben wir uns auf COVID-19-beding­te Todesfälle kon­zen­triert, was der übli­chen bri­ti­schen Definition als Tod inner­halb von 28 Tagen nach einem posi­ti­ven COVID-Test ent­spricht. Andere Messgrößen, wie z. B. über­zäh­li­ge Todesfälle, könn­ten jedoch ein robus­te­res Bild der wah­ren Auswirkung von SARS-CoV‑2 geben, aber bei die­sen gibt es oft eine erheb­li­che Verzögerung zwi­schen Todesfällen und Meldung. Wir beto­nen, dass wir bei einem über­mä­ßi­gen Anstieg der Krankenhausbelegung und der Todesfälle auf­grund von Änderungen der NPIs erwar­ten wür­den, dass sowohl die natio­na­le Gesetzgebung als auch das Notfallverhalten die Ausbreitung begren­zen wür­den. Daher stel­len unse­re Szenarien eine pes­si­mis­ti­sche Sichtweise der Maßnahmen als Reaktion auf einen sich ver­schlim­mern­den Ausbruch dar.…«

Leider kaum Daten. Grundlegendes Verständnis fehlt

»Derzeit stammt ein Großteil der ver­füg­ba­ren Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs aus jün­ge­ren Altersgruppen (unter 65 Jahren), so dass Annahmen über die rela­ti­ve Wirksamkeit bei älte­ren Menschen (über 80 Jahre, die am stärks­ten von schwe­ren Erkrankungen betrof­fen sind) getrof­fen wer­den müs­sen. Wäre der Impfstoff bei älte­ren Menschen weni­ger wirk­sam, wür­de dies zu einer rela­tiv höhe­ren Anzahl von Todesfällen und einem Anstieg des Anteils der Todesfälle bei geimpf­ten Personen führen.«

Es folgt eine gan­ze Reihe von Einschränkungen für die Aussagekraft der Annahmen, vor allem diese:

»Im Januar 2021 hat­ten meh­re­re Impfstoffhersteller begut­ach­te­te Artikel ver­öf­fent­licht, um die Ergebnisse ihrer Phase-3-Studien zu prä­sen­tie­ren. Diese Publikationen wur­den ver­wen­det, um unge­fäh­re Parameter für die­se modell­ba­sier­te Studie zu lie­fern, aber vie­le Fragen wur­den nicht quan­ti­ta­tiv behan­delt. Daher beru­hen meh­re­re wich­ti­ge Impfstoffparameter inner­halb des Modells auf spar­sa­men [par­si­mo­nious] Annahmen…

Es fehlt uns an einem grund­le­gen­den Verständnis der Epidemiologie von SARS-CoV‑2, ins­be­son­de­re dar­an, ob Folgeinfektionen den glei­chen Schweregrad haben wie Primärinfektionen, sowie an quan­ti­ta­ti­ven Schätzungen der Dauer des Schutzes. Beide Elemente kön­nen in die hier ent­wi­ckel­ten Vorhersagemechanismen ein­flie­ßen, aber ohne detail­lier­te Nachweise sind sol­che lang­fris­ti­gen Prognosen Spekulation. Es wären auch mehr Daten erfor­der­lich, um poten­zi­el­le sai­so­na­le Änderungen der Übertragungsraten zu berück­sich­ti­gen, die die Form der vor­her­ge­sag­ten Epidemien beein­flus­sen könnten…

Wirksame Impfstoffe mit hoher Akzeptanz sind wahr­schein­lich ein wesent­li­ches Element für die lang­fris­ti­ge Kontrolle und mög­li­che Eliminierung von COVID-19. Die Erfahrung mit ande­ren Krankheiten hat jedoch gezeigt, dass die Eliminierung schwie­rig ist und in der Regel einen geziel­ten Multi-Strategie-Ansatz erfor­dert. Das Gleiche gilt wahr­schein­lich auch für SARS-CoV‑2, wobei eine Ausrottung wahr­schein­lich kurz­fris­tig nicht mach­bar ist und eine glo­ba­le Perspektive erfor­dert. Obwohl Massenimpfungen unwei­ger­lich die R- und Krankheits-Prävalenz redu­zie­ren wer­den, sind ande­re Maßnahmen, wie inten­si­ve Test‑, Rückverfolgungs- und Isolierungsstrategien, erfor­der­lich, um Infektionsherde zu bekämp­fen. Die Aufrechterhaltung eines nied­ri­gen Infektionsniveaus ist wahr­schein­lich der Schlüssel zum Erfolg von Test‑, Rückverfolgungs- und Isolierungsstrategien und zur Verringerung des Risikos eines Impfstoffausbruchs. Ob wir letzt­end­lich eine Ausrottung von SARS-CoV‑2 errei­chen, hängt wahr­schein­lich von der lang­fris­ti­gen natür­li­chen Entwicklung der Infektion und der Bedeutung ab, die die­sem Ziel für die öffent­li­che Gesundheit bei­gemes­sen wird.«

(Hervorhebungen nicht im Original. Fußnoten und Verweise auf Abbildungen wur­den weggelassen.)

10 Antworten auf „Once again: Lauterbach hat mal wieder eine Studie nicht gelesen“

  1. Ergo: Impfung führt zum siche­ren Tod. Leben auch.

    »… viel­leicht beim Zähneputzen, viel­leicht beim Abendbrot, doch irgend­wann pas­siert es, dann sind alle tot.« – Knorkator

  2. liest sich wie bestellt -
    nach Boris' Plan vom 22.2.2021
    https://www.bbc.com/news/uk-56158405

    man beach­te dabei die "4 conditions":
    1. ist schon­mal nicht erfüllt – wie auch immer der "vac­ci­ne pro­gram­me plan" aus­sieht … düm­pelt um die täg­lich ~100000 …
    um 2. und 3. küm­mert sich "das Modell"
    und für 4. hat man wohl in Indien die Mutante gefun­den, passt per­fekt wegen der unver­meid­lich hohen abso­lu­ten Zahlen. 

    Notfalls eig­net sich auch Gibraltar fast für alles – die hal­ten z.B. den (WHO)"Weltrekord" in "Cumulative deaths per 100 thousand population":
    279
    https://www.who.int/publications/m/item/weekly-epidemiological-update-on-covid-19—27-april-2021 (Seite 22)
    (des­we­gen – und weil "durch­ge­impft" wohl das dor­ti­ge Lockdown-Ende).
    Zum Vergleich: Germany 98, Indien 13.

    Praktisch auch, dass in Gibraltar jeder Krankenhausaufenthalt oder Sterbefall toll model­liert wer­den kann: je ein ein­zi­ger reicht aus, um auf's "Mutterland" 2000 hochzurechnen.

  3. Das erin­nert mich schwer an die Modellierungen der Klimamodellierer, nach deren Modellen schon in naher Zukunft – aber sicher in 80 Jahren die gro­ßen Katastrophen dro­hen. Jedoch das Wetter kön­nen sie kei­ne 5 Tage sicher vor­her­sa­gen ( außer sie mani­pu­lie­ren es).

    Genauso arbei­ten die Coronamodellierer!

    1. @Wolfgang Mayer: Darf ich das anzwei­feln? Modelle sind nicht aus sich her­aus schäd­lich. Sie wer­den seit Jahrzehnten auch zu sinn­vol­len Zwecken ein­ge­setzt. Es lohnt, sich damit zu beschäf­ti­gen. Es kommt wie immer dar­auf an, wer ent­schei­det, mit wel­chen Parametern zu wel­chen Zwecken sie erzeugt werden.

      1. Zweifeln Sie, aber ver­zwei­feln Sie nicht. Es sind die sel­ben Horrorgeschichten, die die Klimamodellierer model­lie­ren, um Angst zu schü­ren. Es kommt eben tat­säch­lich dar­auf an, wel­che Annahmen = Eingaben gemacht wer­den. Nur war die Angst nicht groß genug. Jetzt gibt es Corona und da scheint das Narrativ auf­zu­ge­hen… (btw das Weltklima oder auch glo­ba­les Klima ist von unzäh­li­gen Parametern abhän­gig. Es sind nicht nur die sog. „Klimagase“. Es gibt die Wolkenbildung, es sind kos­mi­sche Bedingungen wie die Umlaufbahn der Erde, die Ekliptik, der Sonnenwind, das Magnetfeld der Sonne und dut­zen­de ande­re Faktoren) seit Jahren erzäh­len uns die Klimamodellierer, es käme zur Katastrophe. Es müs­se unbe­dingt das 2‑Grad-Ziel – bes­ser noch – das 1,5‑Gradziel erreicht wer­den. Aus dem sog. natür­li­chen Treibhauseffekt ergibt sich eine Temperatur von 15 Grad Celsius. Lt WMO wur­de die­ser Wert in den letz­ten 170 Jahren nicht ein­mal überschritten.

        Ich habe kei­nen Zweifel, dass nach dem Coronalockdown der Klimalockdown aus­ge­ru­fen wird. Die Young Leader Alumni Baerbock wur­de ja soeben vom WEF als Bundeskanzlerin in Stellung gebracht.

        1. @Wolfgang Mayer: Ist das nicht reich­lich schlicht? Aus der Tatsache, daß Modellierer nun ein­ge­spannt wer­den, um uns Corona-Lügen zu erzäh­len, zu schlie­ßen, Modellierungen sei­en per se Angstmacher? Das ist wie aus den Lügen in den Medien zu fol­gern, Medien als sol­che sei­en schäd­lich. Und noch ein­mal: Die Bedrohung der natür­li­chen Lebensräume besteht nicht nur in einer Veränderung des Klimas, son­dern in der damit ein­her­ge­hen­den Ausplünderung aller natür­li­chen (und auch mensch­li­chen Ressourcen) im Sinne des "Immer mehr", das dem Kapitalismus inne­wohnt. Die Verödung wei­ter Landstriche, das Steigen des Meeresspiegels, das Abschmelzen von Gletschern und den Rückgang von Permafrostgebieten kann mann beob­ach­ten! Dafür braucht es kei­ne Modelle. Die Argumentation "Das Klima hat sich schon immer geän­dert" greift da zu kurz. Schon heu­te füh­ren loka­le Klimakatastrophen zu immensen Wanderungsbewegungen. Sollte das den Verneinern der These des men­schen­ge­mach­ten Klimawandels, die oft­mals Migration für die Mutter aller Übel hal­ten, nicht zu den­ken geben?

  4. Statt der vie­len sinn­lo­sen Hochrechnungen, trotz feh­len­dem "grund­le­gen­den Verständnis der Epidemiologie von SARS-CoV‑2", könn­te ein­fach eine belie­bi­ge Person im Kaffeesatz lesen!

  5. Weia. Als ich mir die Studie durch­ge­le­sen habe, bin ich auf die glei­chen gra­phi­schen Verläufe gesto­ßen, die das RKI in sei­nem epi­de­mio­lo­gi­schen Bulletin vom 31.03.21 hatt. Dort ging es aller­dings um Verläufe, die trotz noch­ma­li­ger Reduzierung der Kontakte ein­tre­ten wür­den. Demnach wären wir jetzt eigent­lich im güns­tigs­ten Szenario schon bei 800 Toten pro Tag…

    Offensichtlich kran­ken bei­de Berechnungen mathe­ma­tisch und ideo­lo­gisch am glei­chen Problem, näm­lich einer völ­li­gen Überschätzung der Verbreitungsgeschwindigkeit. Anscheinend ist kein Modellierer wil­lens zu berück­sich­ti­gen, dass ein expo­nen­ti­el­ler Anstieg in kom­ple­xen gesell­schaft­li­chen oder öko­no­mi­schen Zusammenhängen nur für kur­ze Zeit den Maximalwert hält. Es gibt in der Realität nun ein­mal kein "cete­ris paribus".
    Von all den ande­ren metho­di­schen Schwächen ein­mal abge­se­hen, die eben­falls sehr ein­fach der ideo­lo­gi­schen Zielsetzung zuzu­ord­nen sind.

    Die Studie ist nicht wich­tig und noch nicht ein­mal eine Studie, son­dern ein­fach ein biss­chen Rechenspielerei ohne Erkenntniswert. Kein Wunder, dass Klabauterbach dar­auf abfährt.

  6. So, und jetzt noch­mal kurz in einem Satz: was haben genau die­se Experten vor 3 Monaten für heu­te vor­her­ge­sagt, und was haben wir tat­säch­lich heu­te? Keine wei­te­ren Fragen.

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