Panne im Essener Impfzentrum – Daten von 13.000 Impfwilligen verschickt

Das mel­det am 30.7. rp-online.de.

»Die Stadt Essen hat am Freitag ver­se­hent­lich die Daten von 13.000 Bürgern, die sich für eine Corona-Schutzimpfung ange­mel­det haben, in einer Mail an 700 Empfänger verschickt.

Eine Sprecherin der Stadt bestä­tig­te die Datenpanne. „Es war ein mensch­li­cher Fehler, wir kön­nen uns dafür nur ent­schul­di­gen“, sag­te die Sprecherin. Der Landesdatenschutz sei ver­stän­digt wor­den. Die Stadt habe außer­dem allen 700 Adressaten noch mal geschrie­ben und dar­um gebe­ten, den Irrläufer zu löschen. Einige Bürger hät­ten sehr erbost auf den Fehler reagiert, berich­te­te die Sprecherin. Zuvor hat­te die „WAZ“ berichtet.

Anlass sei­en die ver­än­der­ten Öffnungszeiten im Essener Impfzentrum gewe­sen, teil­te die Sprecherin mit. Angeschrieben wur­den die 700 Menschen, die bis zum 15. August einen Impftermin nach 18 Uhr ver­ein­bart hat­ten und jetzt wegen der kür­ze­ren Öffnungszeiten gebe­ten wer­den soll­ten, einen ande­ren Termin zu neh­men. Die Gruppe wur­de aus Excel-Dateien aller 13.000 Impfwilligen bis Mitte August gene­riert. Versehentlich sei­en die­se Dateien dann vor dem Abschicken der Mail nicht gelöscht wor­den. Sie ent­hiel­ten Namen, Anschrift und Geburtsdatum, viel­fach auch Telefonnummern und Mailadressen sowie den Impfstatus.«

7 Antworten auf „Panne im Essener Impfzentrum – Daten von 13.000 Impfwilligen verschickt“

  1. Pardon! Etwas off-topic.
    Eine Unsitte, die heu­te schon all­ge­gen­wär­tig ist und auch hier wie­der zu lesen ist.
    Viel Leute sagen: "ich ent­schul­di­ge mich".
    Man kann sich nicht ein­fach sel­ber der Schuld, die man auf sich gela­den hat, entledigen.

    Eine Sprecherin der Stadt bestä­tig­te die Datenpanne. „Es war ein mensch­li­cher Fehler, wir kön­nen uns dafür nur ent­schul­di­gen“,

    Zwei Links zu die­sem Thema:
    https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article122447817/Kein-Mensch-kann-sich-entschuldigen.html
    https://www.tagesspiegel.de/meinung/kann-man-sich-selbst-entschuldigen/4448798.html

  2. Erinnert mich an den Mikrozensus, der auf mei­ne Verweigerung der elek­tro­ni­schen Datenverarbeitung geant­wor­tet hat, dass die Daten sicher sei­en und ich kei­ne Möglichkeit eines Widerspruches hätte.

  3. Nachdem die Datenschutzverordnung ihre Pflicht getan hat und alle mög­li­chen Gruppen, Vereine, Kleinstorganisationen, Selbstverwaltungen, Projekte und Kleinunternehmen platt gemacht hat,

    ist heu­te das Verteilen von sen­si­blen, per­sön­li­chen Daten in aller Öffentlichkeit nicht ein­mal mehr als Kavaliersdelikt gewer­te. War halt ein Versehen. "Entschuldigung." Das war's dann.

    Solange sich Idioten mit Luca-App einer Verfolgung und Bespitzelung frei­wil­lig aus­set­zen und Menschen allenErnstes im Restaurant ihre Kontaktdaten lie­gen las­sen, so lan­ge ist

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