Patientendaten für die Industrie – teilweise ohne Widerspruchsrecht

Es geht bei den Plänen Lauterbachs um weit mehr als indi­vi­du­el­le Personendaten. Das erklärt unter obi­gem Titel ein Artikel auf welt​.de am 9.3.23 (Bezahlschranke). Es heißt dort:

»Nach lan­gem Stillstand will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit zwei Gesetzen die Digitalisierung im Gesundheitswesen ent­schei­dend vor­an­brin­gen. Am Donnerstag skiz­zier­te er in Berlin Eckpunkte der geplan­ten Gesetzentwürfe.

So soll bis Ende 2024 die elek­tro­ni­sche Patientenakte für alle gesetz­lich Versicherten ein­ge­rich­tet und zu Beginn des Jahres das E‑Rezept „ver­bind­li­cher Standard“ wer­den. Auch ist vor­ge­se­hen, dass künf­tig mehr Patientendaten gesam­melt, mit­ein­an­der ver­knüpft und der Forschung sowie der for­schen­den Industrie zur Verfügung gestellt wer­den. Dies soll unter ande­rem ver­hin­dern, dass Pharmaunternehmen wie Biontech in ande­re Länder abwan­dern

Von eini­gen Seiten [wird] bemän­gelt, dass die for­schen­de Industrie – etwa Pharmaunternehmen – künf­tig die Patientendaten für eige­ne Zwecke ver­wen­den darf. Die Unternehmen kön­nen die Nutzung beim Forschungsdatenzentrum des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragen…

Daten, die bis zu 30 Jahre gespeichert werden dürfen

Besonders pikant ist ein wei­te­rer Aspekt der Gesetzespläne: Neben den Daten aus der elek­tro­ni­schen Patientenakte, deren Nutzung die Bürger wider­spre­chen kön­nen, sol­len offen­bar auch wei­te­re Gesundheitsdaten für die for­schen­de Industrie zur Verfügung gestellt wer­den – aber ohne, dass die Bürger vor­her ihr Veto ein­le­gen können.

Gemeint sind die Abrechnungsdaten der gesetz­li­chen Krankenkassen, die seit Oktober ver­gan­ge­nen Jahres zen­tral im Forschungsdatenzentrum gespei­chert wer­den. Dazu gehö­ren umfang­rei­che Daten von allen 73 Millionen gesetz­lich Versicherten, etwa zu ihren ärzt­li­chen Diagnosen, Operationen und Medikamenten. Die Daten sind pseud­ony­mi­siert und müs­sen spä­te­stens nach 30 Jahren gelöscht werden.

Die Einführung die­ser umstrit­te­nen Datenbank geht auf ein Gesetz von Lauterbachs Vorgänger Jens Spahn (CDU) von 2019 zurück. Insofern ist erstaun­lich, dass Lauterbach das aktu­el­le Gesetzgebungsverfahren nicht nutzt, um die Regelung anzu­pas­sen und Bürgern mehr Mitspracherecht zu geben. Heikel ist das Thema auch des­halb, weil aktu­ell zwei ent­spre­chen­de Klagen am Berliner und am Frankfurter Sozialgericht ver­han­delt werden…

„Es ist nicht nach­voll­zieh­bar, war­um man bei der Patientenakte wider­spre­chen darf, bei der Weitergabe der eige­nen Krankenkassendaten aber nicht“, sagt Bijan Moini, Jurist und Verfahrenskoordinator bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die Sensibilität der Daten sei fast iden­tisch. „Bis zu 30 Jahre gesam­mel­te Versicherungsdaten las­sen vie­le äußerst sen­si­ble Rückschlüsse auf die jewei­li­ge Person zu“, so Moini. Lauterbach soll­te das aktu­el­le Gesetz dazu nut­zen, um auch hier ein Widerspruchsrecht ein­zu­füh­ren…«

23 Antworten auf „Patientendaten für die Industrie – teilweise ohne Widerspruchsrecht“

  1. Demokratie und Grundrechte
    Art. 5
    Unabhängige Wissenschaft braucht Transparenz

    Wir klag­ten gegen die Universität Mainz.
    Die Hochschule wei­ger­te sich, Informationen über ihre Industriekooperationen her­aus­zu­ge­ben – und gefähr­det die Wissenschaftsfreiheit.

    ETAPPENSIEG IN MAINZ
    Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ver­wei­ger­te die Herausgabe der Informationen über Drittmittel aus China mit dem Argument, dass Transparenz über ihre Industriekooperationen die Geschäftsgeheimnisse der betrof­fe­nen Unternehmen ver­let­zen würde.
    Im Zuge unse­rer Klage hat die Uni Mainz alle Drittmittelkooperationen mit China offen­ge­legt und
    dar­über hin­aus die Kosten für das Gerichtsverfahren tra­gen müs­sen. Ein kla­rer Sieg für die Meinungsfreiheit.

    https://​frei​heits​rech​te​.org/​t​h​e​m​e​n​/​d​e​m​o​k​r​a​t​i​e​/​u​n​a​b​h​a​n​g​i​g​e​-​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​-​b​r​a​u​c​h​t​-​t​r​a​n​s​p​a​r​enz

  2. Die Daten von 73 Millionen gesetzlich Versicherten zu Forschungszwecken sind in Gefahr: Wir klagen zum Schutz vor Missbrauch. Aktuell ist das Verfahren ruhend gestellt. sagt:

    Auszüge
    Die Daten von 73 Millionen gesetz­lich Versicherten zu Forschungszwecken sind in Gefahr:
    Wir kla­gen zum Schutz vor Missbrauch.
    Aktuell ist das Verfahren ruhend gestellt.

    Informationen über unse­re Gesundheit gehö­ren zu den sen­si­bel­sten Daten, die über uns gespei­chert wer­den. Deshalb müs­sen sie beson­ders gut geschützt werden. 

    Das neue „Digitale-Versorgungs-Gesetz“ (DVG) droht die­sen Schutz nun aufzuweichen. 

    Bis zum 1. Oktober 2022 wer­den die Daten von 73 Millionen gesetz­lich Versicherten zu Forschungszwecken voll­au­to­ma­tisch in einer zen­tra­len Datenbank zusam­men­ge­führt und dann immer wei­ter ergänzt. 

    Ein Widerspruchsrecht gegen die Weitergabe gibt es nicht. Die Nutzung von Gesundheitsdaten zu Forschungszwecken im Wohl der Allgemeinheit ist grund­sätz­lich sinnvoll. 

    Die für die neue Gesundheitsdatenbank bis­lang gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Schutzstandards rei­chen jedoch nicht aus. Gemeinsam mit der Informatikerin Constanze Kurz und einem wei­te­ren Kläger mit einer sel­te­nen Krankheit reicht die GFF Eilanträge gegen die Sammlung bei den Sozialgerichten in Berlin und Frankfurt ein.
    Das Ziel ist es zu errei­chen, dass die Daten der Versicherten best­mög­lich geschützt wer­den, um einen Missbrauch zu ver­hin­dern. Zudem muss es mög­lich sein, gegen die Datenverarbeitung Widerspruch einzulegen. 

    Das Verfahren ist aktu­ell ruhend gestellt.

    https://​frei​heits​rech​te​.org/​t​h​e​m​e​n​/​f​r​e​i​h​e​i​t​-​i​m​-​d​i​g​i​t​a​l​e​n​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​d​a​ten

  3. Eine hoch­in­ter­es­san­te Runde um 23:15 Uhr bei Markus #Lanz!

    - Thomas de Maizière (CDU), ehe­ma­li­ger Bundesinnenminister
    – Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat
    – Bob Blume, Gymnasiallehrer & Autor
    – Sascha Lobo, Autor
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    Markus Lanz in der Runde mit Thomas de Maizière, Alena Buyx, Bob Blume und Sascha Lobo. Foto: ZDF/Cornelia Lehmann
    9:55 PM · Mar 9, 2023
    ·
    13.5K
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    https://​twit​ter​.com/​Z​D​F​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​3​9​4​9​5​5​0​2​6​7​2​2​8​1​6​1​?​c​x​t​=​H​H​w​W​g​o​C​z​y​a​-​d​-​q​w​t​A​AAA

    oder
    Niedrig 371.23 MB
    https://rodlzdf‑a.akamaihd.net/none/zdf/23/03/230309_2315_sendung_mla/1/230309_2315_sendung_mla_808k_p11v17.mp4
    aus
    https://​media​thek​view​web​.de/​#​q​u​e​r​y​=​l​a​n​z​&​e​v​e​r​y​w​h​e​r​e​=​t​r​u​e​&​f​u​t​u​r​e​=​f​a​lse
    ZDF Markus Lanz Markus Lanz vom 9. März 2023 expand_more 09.03.2023 22:15 74:10

  4. Man soll­te das Ganze in Zusammenhang mit den ICD-Codes sehen, mit denen die Ärzte zuneh­mend gehal­ten sind, nicht nur die Nummern für die Behandlungsanlässe son­dern auch für eine Unmenge son­sti­ge Befindlichkeiten der Patienten zu erfas­sen. Daneben fängt man (wohl auch unter der Mitwirkung von Krankenkassen) an, den Patienten für bestimm­te Krankheiten wie auch für all­ge­mei­ne Einschätzungen zuneh­mend Smartphone-Apps auf­zu­drän­gen, mit denen die Entwicklung von Leistungswerten bei den Patienten fort­lau­fend über­wacht und pro­to­kol­liert wer­den soll, damit dar­aus die Gesundheitsbesorgnis stän­dig wach gehal­ten wird und dar­aus immer wie­der neue Arzneimittelempfehlungen qua­si robo­ter­i­siert auf­ge­drängt wer­den können.
    (Ich bekam kürz­lich Zugang zu einem an Fachärzte adres­sier­ten Online-Webinar, wel­ches mir die­se Trends auf­ge­zeigt hat)

  5. Ich habe ja kein Problem damit, nicht mehr zum Arzt zu gehen (war da ohne­hin immer sehr, sehr sel­ten), aber dann möch­te ich auch nicht mehr gezwun­gen wer­den, per GKV für etwas bezah­len zu müs­sen, das ich nicht in Anspruch nehme.
    Laßt mich gehen, und macht was ihr wollt.

  6. Die Krankenkassen hal­ten sogar die Daten von längst ver­stor­be­nen Menschen vorrätig.

    Vielleicht ist ein Widerruf zur Datenhehlerei mit Patientendaten der ver­gan­ge­nen 30 Jahre über­haupt nicht mehr mög­lich, weil sie längst das Gebiet Deutschlands ver­las­sen haben. Ein nach­träg­li­ches Recht auf Widerruf wür­de dann nur unan­ge­neh­me Fragen auf­stel­len. Wäre denkbar.

    Ich hal­te all das, was mit unse­ren intim­sten Daten geschieht, für ver­fas­sungs­wid­rig. Es ist ein Verbrechen. Es rich­tet sich gegen die Würde des Menschen. Aber – und das muss ich beto­nen – ich bin kein Laienrichter in Karlsruhe.

  7. .. Das ist die Aufgabe von Pharmalobbyisten, sowas durch­zu­drücken. Deshalb wei­ter­hin mei­ne Forderung #Pharmalobbyisten raus aus der Regierung!!

    Im Übrigen fin­de ich es eine Frechheit und in mei­nen AUgen ist es ein Verstoß gegen das Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbstbestimmung, wenn z. B. Diagnosedaten 30 Jahre gespei­chert und mit ande­ren Daten ver­knüpft wer­den und der Pharmaindustrie auch noch als kosten­lo­ses Leckerli zuge­spielt werden.
    Profit vor Grundrechte… wie sich das für einen Lobbyisten gehört. Das Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbstbestimmung war (!) mal ein GRUNDRECHT. Aber was die Grundrechte heut­zu­ta­ge bedeu­ten, wis­sen wir ja… Es sind Fußabtreterrechte gewor­den, mit denen man nichts mehr anfan­gen kann. 🙁 

    In mei­nen Augen hilft da nur eins: Die 'Dienste' die­ses kaput­ten Krankensystems NICHT MEHR IN ANSPRUCH NEHMEN!! Gesund kann man dadurch eh nicht wer­den (mei­ne Meinung).

  8. Da flie­ßen mitt­ler­wei­le Millionen. Auch die Software wird bereits gehan­delt. Und die­se Profite gehen 1:1 in Privatbesitz über. Glaubt hier wirk­lich jemand daß er mit sei­ner per­sön­li­chen Entscheidung bez. ePA dar­an was ändert!?

  9. Spahn brach­te es doch in sei­nem Buch von 2016 schon auf den Punkt:

    "Datenschutz ist was für Gesunde!" und "… war­um die Zukunft der Versorgung in Computern und Smartphones liegt.…"

    Die digi­ta­le Medizin kennt kei­ne "Gesunde" mehr – nur noch "Asymptomatische", die "vor­sorgt" – oder falls trotz­dem Beschwerden auf­tre­ten – per App behan­delt wer­den müssen! 

    " … Nachts um drei beginnt das Herzrasen. Man ist vor­be­la­stet, hat­te schon immer kar­dio­lo­gi­sche Probleme. Der Gang zum Arzt ist um die­se Uhrzeit unmög­lich – was also tun? „Welch ein Segen wäre es für Sie, […] wenn Sie die Symptome ein­fach in eine App ein­ge­ben könn­ten, die Ihre Krankheitsgeschichte kennt und mit den aku­ten Beschwerden abgleicht und Ihnen in Sekundenschnelle ent­we­der aku­te Maßnahmen emp­fiehlt oder Sie direkt per App mit einem Arzt verbindet.“

    Lauterbach setzt nur das um, auf was die "vier­te medi­zi­nisch digi­ta­le Revolution" ange­wie­sen ist:

    Daten – Daten – Daten!!! 

    Und was muss man dafür!? Testen …! Hat ja gut funk­tio­niert! Und vie­le glau­ben immer noch an den "Goldenen Standard"!

  10. Von mir aus kön­nen sol­che "Pharma-Unternehmen" ger­ne in ein ande­res Land abwan­dern. Und zwar in eben­je­nes, wo der Pfeffer wächst…

  11. Der fal­schen Normalität entgegentreten!
    https://​www​.blaet​ter​.de/​a​u​s​g​a​b​e​/​2​0​2​3​/​m​a​e​r​z​/​d​r​e​i​-​j​a​h​r​e​-​c​o​r​o​n​a​-​d​i​e​-​i​l​l​u​s​i​o​n​-​d​e​r​-​n​o​r​m​a​l​i​t​a​e​t​?​u​t​m​_​s​o​u​r​c​e​=​p​o​c​k​e​t​-​n​e​w​t​a​b​-​g​l​o​b​a​l​-​d​e​-DE

    "Deutsche und inter­na­tio­na­le Politik" ist eigent­lich Thema der "Blätter" – aber bei einem Exkurs in die Epidemiologie kann mal dar­auf ver­zich­tet wer­den, mehr als die äußer­ste Oberfläche der Politik zu betrach­ten (und inter­na­tio­nal nicht mal das).

    Die Autorin "ist über­zeug­te Berlinerin. Sie enga­gier­te sich in SchülerInnen- und Studierendenvertretungen, an deren Stelle inzwi­schen die Mitarbeit in Elternvertretungen getre­ten ist"; "zusam­men mit Albrecht von Lucke stemm­te sie 2004 den Umzug der „Blätter“ nach Berlin, gemein­sam läu­te­ten sie den Generationswechsel in Redaktion und Verlag ein. Seit 2005 ist sie auch die Geschäftsführerin der Verlagsgesellschaft."

    Ein "Studium der Politikwissenschaft und Germanistik", und nicht erkenn­ba­re Kenntnisse in Naturwissenschaften / Medizin qua­li­fi­zie­ren zu so einem Artikel, das muss man zugestehen …

  12. Insofern ist erstaun­lich, dass Lauterbach das aktu­el­le Gesetzgebungsverfahren nicht nutzt, um die Regelung anzu­pas­sen und Bürgern mehr Mitspracherecht zu geben.

    Erstaunlich? Bei Lauterbach? Hat sich der Mann etwa nicht schon hin­rei­chend als wil­li­ger Handlanger der Pharmaindustrie "geoutet"? Ich sage nur mal "Paxlovid".

  13. Absender / Versicherter

    Krankenkasse Datum

    Versicherungsnummer
    WIDERSPRUCH ELEKTRONISCHE PATIENTENAKTE

    Sehr geehr­te Damen und Herren,

    hier­mit wider­spre­che ich dem Anlegen einer elek­tro­ni­schen Patientenakte von mei­ner Person. Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde und einen Eilantrag gegen Regelungen zur elek­tro­ni­schen Patientenakte abge­wie­sen. Als Begründung wur­de genannt, dass die Akte für Patienten frei­wil­lig sei.

    Daher wei­se ich aus­drück­lich dar­auf hin, dass ich kei­ne elek­tro­ni­sche Patientenakte haben möch­te. Zudem wei­se ich auf § 335 SGB V in der Fassung des PDSG hin:

    (3) Die Versicherten dür­fen nicht bevor­zugt oder benach­tei­ligt wer­den, weil sie einen Zugriff auf Daten in einer Anwendung nach § 334 Absatz 1 Satz 2 bewirkt oder ver­wei­gert haben.

    Die von der Bundesregierung vor­ge­se­he­ne Möglichkeit des Opt-out/Widerspruchs, nach­dem die ePA ange­legt wur­de, fin­det in mei­nem Fall kei­ne Anwendung, da die Akte gar nicht ange­legt wer­den darf.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    (Vorname / Name)

    https://​twit​ter​.com/​U​m​a​r​m​b​a​r​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​4​0​9​7​3​7​8​3​9​0​1​6​7​5​5​3​/​p​h​o​t​o/1

  14. Im Prinzip kann man doch den Karlchen dank­bar sein das er sich so dil­le­tan­tisch bei der "Elektronischen Patientenakte" anstellt. 

    Ich mei­ne er will Word-Dateien 30 Jahre lang abruf­bar hal­ten. Das wür­de bedeu­ten das wenn es die EPA schon jetzt gäbe die Industrie die alten DOS-Word 5.5. oder Winword 6 (für Windows 3.0) Dateien aus den 1990er Jahren hät­te – aber lei­der nicht mehr nut­zen kann, da die­se Formate schon lan­ge nicht mehr offi­zi­ell unter­stützt werden. 

    Wie wird das in 30 Jahren aus­se­hen – glaubt jemand aktu­el­le Wordformate (DOCX) dann noch les­bar sind? Oder es das offe­ne Open Document Format (ODT) noch gibt? Vielleicht MP3 gibt es schließ­lich auch noch … 

    Oder bei den Datenbanken – da wäre es die alten rela­tio­na­le n dBase-Datenbanken die natür­lich längst nicht mehr genutzt werden.
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​D​B​ASE
    Welche Datenbankformate wer­den in 30 Jahren genutzt werden? 

    Langzeitdatenspeicherung ist eine kniff­li­ge Sache – da die Daten in immer neue aktu­el­le Formate migriert wer­den müs­sen um les­bar zu blei­ben. PDF ist ein Archivformat das schon län­ger exi­stiert nur wird es das auch in Zukunft sein? Gerade auf klei­ne­ren Displays (Smartphones) kommt es an Grenzen … 

    Es bleibt also die Hoffnung das die müh­sam den Leuten abge­run­ge­nen Daten irgend­wann ent­we­der unles­bar oder unwart­bar wer­den – die gan­ze Sache also für die Katz sein wird …

  15. "Karl Lauterbach: Brisante Recherche – holt ihn sei­ne Vergangenheit ein?
    Wo sind Lauterbachs Millionen?, titelt die „Welt am Sonntag“. Nachgegangen wird der Frage, ob Karl Lauterbach bei einer Bewerbung als C4-Professor in Tübingen fal­sche Angaben mach­te. So habe Lauterbach damit gewor­ben, enor­me Drittmittel für die Forschung besorgt zu haben – laut Recherche der Zeitung feh­len dafür aber die Belege. "
    https://​www​.der​we​sten​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​l​a​u​t​e​r​b​a​c​h​-​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​m​i​n​i​s​t​e​r​-​p​a​t​i​e​n​t​e​n​a​k​t​e​-​i​d​3​0​0​4​4​8​8​1​3​.​h​tml

  16. Wer das Selbstbestimmungsrecht bei ärztlichen Behandlungen nicht respektiert wie @janoschdahmen , ist beim informationellen Selbstbestimmungsrecht nicht glaubwürdig sagt:

    Stiftung Datenschutz
    @DS_Stiftung
    Bei der #ePA pochen @GrueneBundestag
    und @JanoschDahmen
    dar­auf, dass #Gesundheitsdaten mit hohem Diskriminierungspotenzial in der Akte auto­ma­tisch „ver­schat­tet“ wer­den und nur für Versicherte behan­deln­den Arzt sicht­bar sind:
    http://​deutsch​land​funk​.de/​d​a​h​m​e​n​-​m​e​h​r​-​s​c​h​u​t​z​-​f​u​e​r​-​s​e​n​s​i​b​l​e​-​d​a​t​e​n​-​n​o​e​t​i​g​-​1​0​0​.​h​tml
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    Janosch Dahmen
    @janoschdahmen
    ·
    Mar 9
    Mit dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz ver­an­kern wir das Recht der Patienten auf Nutzung aller Daten zu ihrem Wohlergehen. Mit dem Digitalgesetz schaf­fen wir die not­wen­di­gen Regeln & tech­ni­schen Vorraussetzungen für ein zeit­ge­mäß, digi­ta­li­sier­tes Gesundheitswesen. 9/
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    1:33 PM · Mar 10, 2023
    ·
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    Gewitterhexe
    @Gewitterhexe61
    ·
    20h
    Replying to
    @DS_Stiftung

    @GrueneBundestag
    and
    @janoschdahmen
    Ach, hat der Herr den Datenschutz wie­der ent­deckt? Bei Corona war ihm das egal.

    @Velofisch
    ·
    4h
    Replying to
    @DS_Stiftung

    @GrueneBundestag
    and
    @janoschdahmen
    Wer das Selbstbestimmungsrecht bei ärzt­li­chen Behandlungen nicht respek­tiert wie @janoschdahmen
    , ist beim infor­ma­tio­nel­len Selbstbestimmungsrecht nicht glaubwürdig.
    https://​twit​ter​.com/​D​S​_​S​t​i​f​t​u​n​g​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​4​1​8​5​6​5​5​9​1​0​5​3​9​264

  17. CCC Updates
    @chaosupdates
    Elektronische Patientenakte: Lauterbach setzt ein Luxusdach auf ein mor­sches Fundament. Wo es hakt? Beim Datenschutz und der IT-Sicherheit
    Translate Tweet
    zdf​.de
    CCC kri­ti­siert Lauterbachs Pläne für E‑Patientenakte
    Ende 2024 wird die elek­tro­ni­sche Patientenakte Pflicht für alle, sagt Gesundheitsminister Lauterbach. Doch der Chaos Computer Club ist skeptisch.
    6:13 PM · Mar 9, 2023
    https://​twit​ter​.com/​c​h​a​o​s​u​p​d​a​t​e​s​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​3​8​9​3​8​7​3​4​3​1​7​8​9​5​8​6​?​c​x​t​=​H​H​w​W​p​I​C​2​6​c​b​0​4​K​w​t​A​AAA

  18. @LilithWittmann - elektronische Patientenakte - Es verwirrt Nutzer*innen zu dem Punkt, dass sie glaube, die alleinige technische Kontrolle über die Daten zu haben. sagt:

    Lilith Wittmann
    @LilithWittmann
    ·
    Mar 11
    OK, @DieTechniker
    gibt ihren Apps nicht nur irre­füh­ren­de Namen son­der lügt auf ihrer Website sogar über den tech­ni­schen Datenschutz.
    https://​tk​.de/​t​e​c​h​n​i​k​e​r​/​l​e​i​s​t​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​m​i​t​g​l​i​e​d​s​c​h​a​f​t​/​o​n​l​i​n​e​-​s​e​r​v​i​c​e​s​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​t​e​/​e​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​-​p​a​t​i​e​n​t​e​n​a​k​t​e​-​t​k​-​s​a​f​e​/​d​a​t​e​n​s​c​h​u​t​z​-​u​n​d​-​r​e​c​h​t​-​e​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​-​p​a​t​i​e​n​t​e​n​a​k​t​e​/​e​g​a​-​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​-​2​0​2​8​826
    Image
    Lilith Wittmann
    @LilithWittmann
    ·
    Mar 11
    Die elek­tro­ni­sche Patientenakte ist zwar Ende-zu-Ende verschlüsselt.
    Ihr ver­fügt aber nicht nur selbst über eure Schlüssel. Das wird auch deut­lich, wenn ihr z.B. ande­re tech­ni­sche Funktionen des TK-Safes anschaut.
    tk​.de
    Wenn Sie TK-Safe über Ihren PC nut­zen möch­ten | Die Techniker
    Lilith Wittmann
    @LilithWittmann
    ·
    Mar 11
    Nun mag man zwar über die Formulierungen oben strei­ten können.
    Worüber man aber nicht strei­ten kann:
    Es ver­wirrt Nutzer*innen zu dem Punkt, dass sie glau­be, die allei­ni­ge tech­ni­sche Kontrolle über die Daten zu haben.
    Quote Tweet
    silbo
    @silbo_j
    ·
    Mar 11
    Replying to @LilithWittmann
    Ja habe. Ich bin allei­ni­ger Besitzer des Schlüssels. Ich kann ein­zel­ne Löschungen aus der ePA vor­neh­men las­sen, ent­schei­den wer wann Zugriff dar­auf bekommt. Mehr geht doch nicht?
    Lilith Wittmann
    @LilithWittmann
    Hier könnt ihr mehr über den soge­nann­ten Schlüsselgenerierungsdienst der ePA lernen.
    https://​fach​por​tal​.gema​tik​.de/​f​a​c​h​p​o​r​t​a​l​-​i​m​p​o​r​t​/​f​i​l​e​s​/​g​e​m​S​p​e​c​_​S​G​D​_​e​P​A​_​V​1​.​4​.​1​.​pdf
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    12:17 PM · Mar 11, 2023 ·7,165 Views

    https://​twit​ter​.com/​L​i​l​i​t​h​W​i​t​t​m​a​n​n​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​4​5​2​9​0​3​8​8​5​2​1​4​5​1​5​2​?​c​x​t​=​H​H​w​W​g​I​C​-​_​Y​X​g​g​a​8​t​A​AAA

  19. Lilith Wittmann
    @LilithWittmann
    Onlinebanking und Gesundheitsdaten in einem Satz. Es ist so absurd.
    Translate Tweet
    Quote Tweet
    Zeitwort
    @Zeitwort_
    ·
    Mar 9
    @FAZ_NET inter­viewt Intensivmediziner zur Datensicherheit der elek­tro­ni­schen Patientenakte. Als männ­li­ches Universalgenie kennt der sich natür­lich auch damit glän­zend aus: Der Datenschutz ist bes­ser als beim Online-Banking 

    Siehste, @LilithWittmann
    https://​pbs​.twimg​.com/​m​e​d​i​a​/​F​q​z​o​X​2​I​X​g​A​I​7​1​q​T​?​f​o​r​m​a​t​=​j​p​g​&​n​a​m​e​=​9​0​0​x​900
    9:05 PM · Mar 9, 2023 12.1K Views
    https://​twit​ter​.com/​L​i​l​i​t​h​W​i​t​t​m​a​n​n​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​3​3​9​3​7​1​3​2​3​4​6​5​4​0​0​3​2​?​c​x​t​=​H​H​w​W​g​I​C​w​7​c​b​K​9​K​w​t​A​AAA

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