Polizeivertreter fordern Zugang zu Impfdaten des RKI

»Ber­lin Seit abzu­se­hen war, dass voll­stän­di­ge Covid-19-Imp­fun­gen mit Erleich­te­run­gen ver­bun­den sind, gibt es der Poli­zei zufol­ge Schwie­rig­kei­ten mit gefälsch­ten Impf­päs­sen. Eini­ge Poli­zei­ver­tre­ter for­dern des­halb nun Zugriff auf die anony­mi­sier­ten Daten der Impfkampagne.«
rp​-online​.de

Einer­seits ist die Nach­richt falsch (s.u.). Ande­rer­seits däm­mert ihnen, daß die umge­kehr­te Pro­hi­bi­ti­on genau­so schei­tern wird wie das Ori­gi­nal, von dem Wiki­pe­dia weiß:

»Pro­hi­bi­ti­on (latei­nisch pro­hi­be­re ‚ver­hin­dern‘) bezeich­net das Ver­bot bestimm­ter Dro­gen. Ziel einer Pro­hi­bi­ti­on ist es – in der Regel –, die Bevöl­ke­rung vor nega­ti­ven Wir­kun­gen der ver­bo­te­nen Sub­stan­zen zu schüt­zen; die­se Zie­le kön­nen reli­gi­öspoli­tischwirt­schaft­lich oder aus gesund­heit­li­cher Für­sor­ge (z. B. Sucht­prä­ven­ti­on) defi­niert und moti­viert sein. Damit steht eine Pro­hi­bi­ti­on in Kon­flikt mit Frei­heits- und Per­sön­lich­keits­rech­ten, wie bei­spiels­wei­se per­sön­li­cher Selbst­be­stim­mung, frei­em Zugang zu Märk­ten etc.«

rp-online erzählt weiter:

»Abneh­mer sol­cher Fäl­schun­gen könn­ten laut Fied­ler etwa Impf­ver­wei­ge­rer und Ein- oder Aus­rei­se­wil­li­ge sein, die sich Qua­ran­tä­ne-Pflich­ten ent­zie­hen möchten…

[Der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft] for­der­te des­halb, Poli­zis­ten, Grenz­be­am­ten und kom­mu­na­len Ord­nungs­kräf­ten Zugriff auf die Impf-Daten­bank des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) zu gewäh­ren. Bis­lang wür­den die­se Daten nur anony­mi­siert von den Impf­stel­len gemel­det, das soll­te sich jetzt ändern, for­der­te Wendt. "Die Daten müss­ten dem RKI kom­plett, also mit Namen, Per­so­nal­da­ten und Impf­da­tum über­mit­telt und dort auch abruf­bar gespei­chert werden."…«

Daß ein Poli­zei­funk­tio­när mit dem Poli­zei­staat lieb­äu­gelt, über­rascht nicht so sehr, wirft hin­ge­gen ein Bild auf den Deut­schen Beam­ten­bund, in dem die­se "Gewerk­schaft" orga­ni­siert ist. Bemer­kens­wert ist die Dreis­tig­keit, mit der die "Rhei­ni­sche Pest" eine sol­che Mel­dung nicht etwa kom­men­tiert, son­dern mit die­ser Abstim­mungs­mög­lich­keit begleitet:

https://​rp​-online​.de/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​i​m​p​f​p​a​s​s​-​f​a​e​l​s​c​h​u​n​g​e​n​-​p​o​l​i​z​e​i​v​e​r​t​r​e​t​e​r​-​f​o​r​d​e​r​n​-​z​u​g​a​n​g​-​z​u​-​d​a​t​e​n​-​d​e​r​-​i​m​p​f​k​a​m​p​a​g​n​e​_​a​i​d​-​5​8​1​1​2​749

13 Antworten auf „Polizeivertreter fordern Zugang zu Impfdaten des RKI“

  1. Der wer­te Herr von der zweit­kleins­ten Poli­zei­ge­werk­schaft hat sich schon mehr­mals durch Wün­sche nach einem Poli­zei­staat und faschis­ti­schen Voll­mach­ten aus­ge­zeich­net. Dass der immer noch auf dem Pos­ten ist, obwohl er unrecht­mäs­sig ohne Tätig­keit als Poli­zei­be­am­ter jah­re­lang wei­ter bezahlt wur­de, ist ein wei­te­rer Grabstein.

  2. Der­weil ver­gab unser Frank-Wal­ter die Schul­prei­se 2021 für die Schu­len, wel­che am rühr­se­ligs­ten mit der Pan­de­mie umgingen:

    https://​kurze​links​.de/​m​9to

    Das Deut­sche Schul­por­tal ist eine Initia­ti­ve der Robert Bosch Stif­tung, der Deut­schen Schul­aka­de­mie und der Hei­de­hof Stif­tung in Koope­ra­ti­on mit der ZEIT Verlagsgruppe.

  3. Pro­hi­bi­ti­on ist sehr treffend.

    Wenn die Scher­gen mit ihrem digi­ta­len Aus­weis genau­so erfolg­reich sind wie mit der LucaApp, habe ich aber kei­ne Angst davor.

    Inter­es­san­ter fin­de ich hin­ge­gen die Ein­stel­lung der Mehr­heit mei­ner Ver­wand­ten und Bekann­ten: Ca. 90 % lässt sich nur imp­fen, um "sei­ne Ruhe" zu haben, end­lich ver­rei­sen zu kön­nen oder fühlt sich so alt, dass sie der Tod in Ver­bin­dung mit der Imp­fung nicht stört.

  4. Es geht dar­um, Men­schen zu dis­kri­mi­nie­ren. Ein Poli­zist muss ja schließ­lich wis­sen, ob er einen Unter­neh­mer vor sich hat.

  5. Gut dass die meis­ten Her­ren Wacht­meis­ter intel­lek­tu­ell nicht fähig sind, einen fake vom Ori­gi­nal zu unter­schei­den. Ich spre­che aus Erfahrung 🙂
    Und es gibt genü­gend hacker, Desi­gner, Gra­fi­ker etc. die pro­fes­sio­nell hel­fen können.
    Muss man dem Pack eben mit der von ihnen selbst gewähl­ten Dreis­tig­keit und Phan­ta­sie entgegentreten.

  6. Was ist dar­an bemer­kens­wert? Das unter den RP Jour­na­lis­ten ein gros­se Anzahl dreis­ter Faschis­ten ,oder zumin­dest rechts­of­fen sind und sich nicht genü­gend von faschis­to­iden Gedan­ken­gut distan­zie­ren ,zu fin­den sind ,ist wirk­lich nicht neu­es. Viel­leicht soll­te man Gewerk­schaf­ten ,die kei­ne sind ,nicht mehr Gewerk­schaf­ten nen­nen. Sonst kom­men man­che Men­schem noch auf die Idee mit die­sem Mit­glie­dern lies­se sich ein Arbeits­kampf orga­ni­sie­ren. Dabei ist die oben genann­te Insti­tu­ti­on gegrün­det wor­den, um genau das zu unterbinden.

  7. Man kann ja aus der Ver­gan­gen­heit nicht unbe­dingt auf die Zukunft schlie­ßen, aber mir kommt ein Bei­spiel aus mei­ner DDR-Ver­gan­gen­heit in den Sinn.
    Wie der His­to­ri­ker sicher­lich weiß, war das West­fern­sehn in der DDR nicht ver­bo­ten, bestimm­te Berufs­grup­pen oder Tätig­keits­be­rei­che ein­mal aus­ge­nom­men, die sich aber auch oft nicht dar­an gehal­ten haben.
    Aber(!) die Errich­tung der dafür not­wen­di­gen Anten­nen­an­la­gen, die mit zuneh­men­der Ent­fer­nung von der Gren­ze teils gigan­ti­sche Aus­ma­ße annah­men, ohne Geneh­mi­gung auf den Dächern der meist volks­ei­ge­nen oder genos­sen­schaft­li­chen Wohn­ge­bäu­de war ille­gal. Obwohl man vie­le Dächer vor lau­ter Anten­nen kaum noch sah und an den, meis­tens an der Außen­sei­te der Fas­sa­de nach unten und durch Boh­run­gen in den höl­zer­nen Fens­ter­rah­men in die Woh­nun­gen, geführ­ten Anten­nen­ka­beln genau erken­nen konn­te zu wem sie gehör­ten habe ich nie­mals irgend­et­was davon gehört das es irgend­wel­che Kon­se­quen­zen gehabt hät­te, selbst dann nicht wenn durch unsach­ge­mä­ße Mon­ta­ge oder durch Sturm­scha­den das Dach oder die Fas­sa­de beschä­digt wur­den. Die Fens­ter­rah­men waren es ja in jedem Fall. Als ein­mal, irgend­wann in den 1980ern, das Dach unse­res Hau­ses neu gedeckt wer­den soll­te, was in der DDR sel­ten vor­kam, wur­den wir per Aus­hang im Trep­pen­haus auf­ge­for­dert die ille­gal errich­te­ten Anten­nen­an­la­gen zu ent­fer­nen, da die­se sonst von den Dach­de­ckern her­un­ter geris­sen wür­den. Klar die hät­ten bei der Plan­erfül­lung gestört. Noch bevor die Dach­de­cker ihre Arbeit end­gül­tig been­det d.h. ihre Gerüs­te abge­baut hat­ten stan­den die ers­ten Anten­nen wieder.
    So wird es auch den unsin­ni­gen Coro­na­maß­nah­men erge­hen. Die meis­ten Men­schen set­zen sich doch schon jetzt dar­über hin­weg wenn die Wahr­schein­lich­keit erwischt zu wer­den gering genug ist. All­mäh­lich wer­den sich die­se Frei­räu­me immer wei­ter aus­brei­ten bis die Staats­macht ganz im Stil­len kapi­tu­liert und die Men­schen gewäh­ren lässt weil sie erkennt, dass sie gegen Wind­müh­len­flü­gel kämpft. Dies ist umso mehr wahr­schein­lich, da ja nicht ein­mal jemand einen mate­ri­el­len Scha­den gel­tend machen kann, die lock- down geschä­dig­te Wirt­schaft aber auf die Impf­ver­wei­ge­rer als Kun­den nicht ver­zich­ten kann und will.

  8. Die Hum­boldt-Uni­ver­si­tät dient sich den Mäch­ti­gen an:

    https://​www​.hu​-ber​lin​.de/​e​n​/​p​r​e​s​s​-​p​o​r​t​a​l​/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​-​e​n​/​m​a​y​-​2​0​2​1​/​n​r​-​2​1​5​1​0​?​s​e​t​_​l​a​n​g​u​a​g​e​=en

    Es geht nicht mehr um das ob, son­dern nur noch um das wie. Das kommt dabei her­aus, wenn Wis­sen­schaft von pri­va­ten Geld­ge­bern abhän­gig ist.

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