Sex und Covid: Wie lauten die Regeln im Lockdown?

https://www.bbc.com/news/newsbeat-53736087

»Neue Verbote in den vier Nationen des Vereinigten Königreichs bedeu­ten neue Richtlinien für den Umgang mit Sex.

Die Regeln besa­gen, dass Sie sich mit nie­man­dem in geschlos­se­nen Räumen tref­fen dür­fen, es sei denn, Sie leben mit ihm zusam­men oder er ist Teil Ihrer "Support Bubble".

Eine "sup­port bub­ble" ist, wenn ein Single-Haushalt mit einem ande­ren Haushalt zusam­men­lebt – sie kön­nen sich wei­ter­hin gegen­sei­tig besu­chen und übernachten.

Solange Sie also nicht mit Ihrem Partner zusam­men­le­ben oder er nicht in der von Ihnen gewähl­ten "Blase" ist, ist ein Treffen zum Sex nicht möglich.

Während die Lockdown-Beschränkungen je nach Ort in Großbritannien unter­schied­lich sind, sind die Regeln für den Besuch eines frem­den Hauses so ziem­lich die gleichen.

In England, Wales, Schottland und Nordirland dür­fen Sie nicht in das Haus einer ande­ren Person gehen, es sei denn, es geht um die Arbeit oder die Person gehört zu Ihrem Freundeskreis.

"Ihr bester Sexualpartner sind Sie selbst"

Der Terrence Higgins Trust hat im August einen Ratschlag ver­öf­fent­licht, der vor­schlägt, Küssen zu ver­mei­den, eine Gesichtsbedeckung zu tra­gen und beim Sex Positionen zu wäh­len, die nicht von Angesicht zu Angesicht sind.

"Ihr bes­ter Sexualpartner wäh­rend der Covid-19-Pandemie sind Sie selbst oder jemand in Ihrem Haushalt, und Sie soll­ten die Regierungsrichtlinien über sozia­le Distanzierung, Händewaschen und Gesichtsbedeckung befolgen.

"Es ist jedoch unrea­lis­tisch, von jedem zu ver­lan­gen, auf unbe­stimm­te Zeit auf Sex zu ver­zich­ten", sagt der Trust.

Masturbation, Sexspielzeug oder Telefon- oder Online-Sex wer­den als die sichers­ten Optionen empfohlen.

Wenn Sie Sex mit Menschen außer­halb Ihres Haushalts haben, ist es wich­tig, die Anzahl der Partner zu begren­zen, fügt sie hinzu.

Wie in allen ande­ren Bereichen des Lebens auch, soll­ten Sie sich der Covid-19-Symptome bewusst sein, die Sie oder Ihr Partner haben könn­ten – und sich iso­lie­ren, wenn Sie sie haben.

Wenn Sie jeman­den neu ken­nen­ler­nen, soll­ten Sie ihn oder jeman­den in sei­nem Haushalt fra­gen, ob er oder sie bereits Symptome hat­te oder posi­tiv getes­tet wurde.

Kann das Virus durch Sex übertragen werden?

Das Virus kann sich durch Speichel, Schleim oder den Atem von Personen, die es haben, sowie durch den Kontakt mit har­ten Oberflächen verbreiten.

"Wenn man die Genitalien des ande­ren berührt, ist es wahr­schein­lich, dass man sich gleich­zei­tig küsst – und wir wis­sen, dass das Virus durch Speichel über­tra­gen wird", sag­te Dr. Alex George im März gegen­über Radio 1 Newsbeat.

Dr. Alex ist Arzt in der Notaufnahme und ehe­ma­li­ger Love Island-Kandidat und sagt, dass "jede Möglichkeit der Übertragung des Coronavirus – vom Mund zu den Händen, zu den Genitalien, zur Nase oder zum Mund eines ande­ren" das Risiko der Weitergabe des Coronavirus erhöht.

Deshalb emp­fiehlt der Terrence Higgins Trust, sich nicht zu küs­sen, beim Sex einen Mundschutz zu tra­gen und Stellungen zu bevor­zu­gen, bei denen man sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht.

Er fügt hin­zu, dass das Virus in Sperma und Kot gefun­den wur­de, wes­halb Sie beim Oralsex Kondome und Dämme ver­wen­den soll­ten, um das Risiko zu minimieren.

Und da wir es nach den meis­ten Dingen tun soll­ten – wird emp­foh­len, sich vor und nach dem Sex län­ger als 20 Sekunden die Hände zu waschen oder Handdesinfektionsmittel zu verwenden.

All das soll nicht hei­ßen, dass Sie Ihre sexu­el­le Gesundheit im Allgemeinen ver­ges­sen sollten.

Die Wohltätigkeitsorganisation sagt, dass es wich­tig ist, sich auf sexu­ell über­trag­ba­re Infektionen tes­ten zu las­sen, bevor man wie­der Sex hat.

"Der Lockdown hat dazu geführt, dass die meis­ten Menschen weni­ger oder gar kei­ne Sexualpartner hat­ten. Jetzt ist der per­fek­te Zeitpunkt, um sicher zu sein, dass Sie kei­ne STI haben und Ihren HIV-Status zu ken­nen", heißt es.«

17 Antworten auf „Sex und Covid: Wie lauten die Regeln im Lockdown?“

  1. Dieser fal­sche „Lockdown“ (die Arbeit geht ja wei­ter, Massenverkehrsmittel auch) hat unse­ren Verstand und jede Bildung ruiniert:
    Das mensch­li­che Leben ist eine sexu­ell über­trag­ba­re Infektionskrankheit die immer mit dem Tod endet.

  2. Kein Sex auch nicht in der Ehe bis zur Impfung! Spahn erhö­re uns! Schützt die Ungeborenen, ver­zich­tet auf ihre Zeugung! Drosten erhö­re uns! Körperkontakt schaftt Leiden! Merkel erhö­re uns! Abstandskontrolle durch Überwachungskameras in Privaträumen! Söder erhö­re uns!

  3. Nur ein Idiot wird sowas ernst neh­men kön­nen und sich die­sem fre­chen Herrschaftsanspruch mit Allmachtsphantasien bis in den pri­va­tes­ten Bereich unterwerfen.

    Seltsames geht auf der Insel vor sich.

    1. Wie man es mit dem Sex hält, muss jeder selbst ent­schei­den und kei­ner wird Frau Merkel oder Herrn Spahn "vor­her " fragen.
      Aber eins emp­feh­le ich allen zu die­ser Zeit: In die­se Welt , zu min­des­tens vor­erst, kei­ne Kinder mehr zu setzen.

  4. @aa – inter­es­san­te Aspekte – wäre evtl. für Ihre Sammlung interessant:
    Interview mit der Pflegefachkraft Clara N. (der Name wur­de von der Redaktion geän­dert) über die Arbeit auf der Coronastation eines Berliner Krankenhauses.
    "Nach wie vor habe ich 98% asym­pto­ma­ti­sche (also sym­ptom­lo­se) Patienten, wel­che PCR posi­tiv getes­tet wur­den, bei mir auf Station…
    Station voll. Zu wenig Personal. Wir sind echt am Limit."
    https://www.youtube.com/watch?v=jqCs5b8YOF4&feature=youtu.be

  5. "Wenn Sie jeman­den neu ken­nen­ler­nen, soll­ten Sie ihn oder jeman­den in sei­nem Haushalt fra­gen, ob er oder sie bereits Symptome hat­te oder posi­tiv getes­tet wurde."

    Was ist das für ein Satz? Den Partner fra­gen, ob er Symptome hat­te, ist schon völ­lig bescheu­ert. Doch in sei­nem Haushalt fra­gen? Wie irre ist denn das??

    Und war­um soll­te man eine Maske tragen?.….……

    An die­sen Mist hält sich sowie­so (hof­fent­lich) niemand

    1. "An die­sen Mist hält sich sowie­so (hof­fent­lich) niemand"
      Ich fürch­te, doch. Alt genug, kann ich mich noch sehr leb­haft an eine ähn­li­che Hysterie in den ers­ten Jahren der HIV-Infektionen erin­nern. Da gab es allein in mei­nem enge­ren Bekanntenkreis 2 defi­ni­tiv mono­gam leben­de Paare, die den gan­zen Tag Gummihandschuhe – wie von eini­gen "Gesundheitsberatern" emp­foh­len – tru­gen. Jene wur­den auch beim Sex oder Zärtlichkeiten nicht abge­legt, höchs­tens gewech­selt. Möglicherweise hat sich das auch zu einer ero­ti­schen Variante beson­de­rer Lusterzeugung gewan­delt im Laufe der Zeit. Wer weiß, am Ende bie­tet noch der MNS einen gestei­ger­ten Kick im Falle spe­zi­el­ler Sextechniken.
      Brrrrrr.

  6. Sollten wir alle nicht viel mehr dazu über­ge­hen Lösungen zu suchen, Ideen gegen die­ses Deutsche Regierungsregime zu sam­meln statt die kran­ken Meinungen ande­rer Autokraten in die Welt zu verbreiten?
    Archivierung zur Beweissicherung ist perfekt.…alles ande­re scha­det unse­rem Immunsystem weil wir beim Lesen unter­be­wusst in Resonanz mit den Auswüchsen die­ser stump­fen Gehirne gehen.

    1. @Jörn, eine super Idee, aber wie?? Das Leben in die­ser Geisterwelt ist mir mitt­ler­wei­le uner­träg­lich. Loriot hät­te gesagt
      " Hilft es even­tu­ell , wenn ich mich jetzt irgend­wie auf­lö­se"? Über die Berufsverbände evtl. aber die haben ja alle den Maulkorb vor­ge­schnallt. Demos… wir wis­sen ja, wie die aus­ein­an­der­ge­knüp­pelt wer­den bis zur Krankenhausreife, Petitionen wer­den weder ge- noch be-ach­tet, kol­lek­ti­ve Maulkorbverweigerung, ein guter Anfang, aber das kriegt doch kei­ner zusam­men in die­sem "autoritäts"hörigen Land. Lemminge eben.

  7. Wenn es hier ein Smilie- Repertoire gäbe, wür­de ich an die­ser Stelle die Kotz-Variante min­des­tens 5x anklicken!
    Sonst kein Wort, bin sprachlos!

  8. Selbst bei der BBC, frü­her doch ein ordent­li­cher Sender, scheint die Verdummung der devo­ten Redakteure so weit fort­ge­schrit­ten, dass sie sich fast aus­schließ­lich der Vermittlung noch so abstru­ser Regierungsanweisungen wid­men. Niemand fragt, ist das über­haupt sinn­voll, was steckt dahin­ter, ist es wirk­lich so, wie die Regierung sagt? Überall das glei­che trost­lo­se Bild. Der Journalismus hat sich bis auf weni­ge Ausnahmen verabschiedet.

  9. "Ihr bes­ter Sexualpartner wäh­rend der Covid-19-Pandemie sind Sie selbst oder jemand in Ihrem Haushalt …"

    Ist das jetzt der Freibrief für Inzest und Kindesmissbrauch?

    Sind die alle krank

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