"Solange nicht wissenschaftlich sicher belegt ist, dass die Impfung auch vor einer Weitergabe des Virus schützt, kommt eine unterschiedliche Behandlung von Geimpften gegenüber Nicht-Geimpften nicht in Frage"

Die­ser Mei­nung war noch am 25.1. die SPD-Jus­tiz­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht in einem Inter­view, das auf bmjv​.de nach­zu­le­sen ist:

»„Natür­lich ist es rich­tig, dass wir – bezo­gen auf die Grund­rech­te – nicht von „Pri­vi­le­gi­en“ für Geimpf­te spre­chen dür­fen. Es geht hier nicht um Pri­vi­le­gi­en, son­dern um die Rück­nah­me von Grund­rechts­be­schrän­kun­gen. Nicht die Aus­übung von Grund­rech­ten bedarf der Recht­fer­ti­gung, son­dern die Ein­schrän­kung der Grund­rech­te durch den Staat. 

Aus­gangs­punkt für die Ein­schrän­kung ist immer eine beson­de­re Gefah­ren­la­ge, die vor­lie­gen muss, um eine Beschrän­kung bestimm­ter Grund­rech­te anzu­ord­nen. Die Imp­fung gibt uns zwar Hoff­nung auf ein abseh­ba­res Ende der Pan­de­mie. Aber es kommt ent­schei­dend dar­auf an, wie weit­rei­chend die Wir­kung der Imp­fung ist. Solan­ge nicht wis­sen­schaft­lich sicher belegt ist, dass die Imp­fung auch vor einer Wei­ter­ga­be des Virus schützt, kommt eine unter­schied­li­che Behand­lung von Geimpf­ten gegen­über Nicht-Geimpf­ten nicht in Frage…

Je wei­ter die Imp­fun­gen vor­an­schrei­ten, des­to eher wer­den wir alle zur Nor­ma­li­tät zurück­keh­ren kön­nen. Wir spre­chen hier also nur über einen rela­tiv kur­zen Übergangszeitraum.

Wir soll­ten die­se Dis­kus­si­on mit Augen­maß und ohne Schär­fe füh­ren. Wir soll­ten uns alle bemü­hen, gera­de in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit wei­ter­hin soli­da­risch und fair mit­ein­an­der umzu­ge­hen. Dank der Imp­fung haben wir eine rea­lis­ti­sche Chan­ce, in die­sem Jahr die Pan­de­mie zu über­win­den.«

12 Antworten auf „"Solange nicht wissenschaftlich sicher belegt ist, dass die Impfung auch vor einer Weitergabe des Virus schützt, kommt eine unterschiedliche Behandlung von Geimpften gegenüber Nicht-Geimpften nicht in Frage"“

  1. "Dank der Imp­fung haben wir eine rea­lis­ti­sche Chan­ce, in die­sem Jahr die Pan­de­mie zu überwinden.«

    Oder dar­an zu ster­ben. Wer weiß das mit Sicherheit ?

    Kei­ner !!!

  2. Gutes Fund­stück!
    Ich ver­mu­te, dass die Ver­tre­te­rIn­nen die­ses im Grun­de selbst­ver­ständ­li­chen Stand­punkts mitt­ler­wei­le fürch­ter­li­che Angst davor haben, dafür ent­we­der von den Zelo­ten aus der eige­nen Par­tei oder den Medi­en zer­mah­len zu werden.

    Es gibt schließ­lich genü­gend abschre­cken­de Beispiele,

  3. Ach, was soll's. Mis­an­thro­pi­sche Figu­ren als Ethi­ker, Euge­ni­ker, die zwecks Bestra­fung die Rei­se­frei­heit abschaf­fen, Ärz­te, die offen zur Ver­nach­läs­si­gung von Pati­en­ten auf­ru­fen, eine Tafel, die Hun­ger als Waf­fe ein­setzt, für die Kurz­stre­cke mit dem Bus braucht man einen 15 Euro Test. Auf das Gela­be­re über nicht mehr exis­ten­te Grund­rech­te kommt es dann auch nicht mehr an. Hof­fent­lich war das gemein­sa­me Abend­essen mit Har­barth im Kanz­ler­amt gut.

  4. Das Ver­trau­en in die Par­tei­en schwin­de, so heu­te der Tages­spie­gel. Das fin­de ich cool. Der alten Sadis­tin, Bun­des­kranz­ler­ret­te, wird weni­ger Ver­trau­en beigemessen.
    https://​www​.tages​spie​gel​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​m​e​r​k​e​l​-​e​n​t​r​u​e​c​k​t​-​s​c​h​o​l​z​-​n​o​c​h​-​n​i​c​h​t​-​d​a​-​d​e​r​-​m​i​s​s​m​u​t​-​i​m​-​l​a​n​d​e​-​d​a​r​f​-​n​i​c​h​t​-​w​e​i​t​e​r​-​w​a​c​h​s​e​n​/​2​7​8​1​0​9​8​0​.​h​tml
    Nur zu, nur zu.
    Was mich inter­es­siert ist: Wann ist Wie­ler in der Klap­se weg­ge­sperrt und wird auf sei­nen Geis­tes­zu­stand hin akri­bisch unter­sucht. Der Viehdoktor.

  5. Geht es eigent­lich noch düm­mer? Oder noch perfider?
    Zitat:"Es geht nicht um Privilegien.…"
    Wenn die zunächst für alle ein­ge­schränk­ten Frei­heits­rech­te aus­schließ­lich für Geimpf­te und Gene­se­ne auf­ge­ho­ben wer­den, dann sind das Pri­vi­le­gi­en. Jede Ungleich­be­hand­lung ist für den, der bes­ser behan­delt wird ein Pri­vi­leg. Oder bin ich hier zu blö­de, den Sach­ver­halt zu begreifen?

  6. Eine fal­sche Mei­nung zu kor­ri­gie­ren, ist not­wen­dig. Eine rich­ti­ge Aus­sa­ge zu wider­ru­fen, ist nicht notwendig.

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