Super! Steuern für Gastronomie gesenkt

Ein neu­er Genie­streich im Maß­nah­men­quar­tett ist der Bun­des­re­gie­rung eingefallen.

Die Tages­schau berichtet:

"Gas­tro­no­mie­be­trie­be sol­len steu­er­lich ent­las­tet wer­den, indem die Mehr­wert­steu­er für Spei­sen laut Beschluss ab dem 1. Juli befris­tet bis zum 30. Juni 2021 gene­rell auf den ermä­ßig­ten Steu­er­satz von sie­ben Pro­zent gesenkt wird."

Dumm ist nur: Womög­lich gilt die­se Sen­kung nur für gar nicht ver­kauf­te Spei­sen und Geträn­ke gilt. Denn:

"Dies bedeu­tet aller­dings nicht auto­ma­tisch, dass die gas­tro­no­mi­schen Betrie­be mit dem Zeit­punkt der Steu­er­sen­kung wie­der öff­nen kön­nen." Link

Hin­zu kommt: Hier wird einer Bran­che unter die Arme gegrif­fen, die seit je her äußerst aus­beu­te­ri­sche Arbeits­be­din­gun­gen bereit­hält. Gegen jede Anpas­sung des Min­dest­lohns zetern die Unter­neh­mer­ver­bän­de. "Kein Ver­ständ­nis" haben sie und beklagen

"Der ab 1. Janu­ar 2020 gül­ti­ge Min­dest­lohn von 9,35 Euro lie­ge 30 Cent über dem im aktu­el­len Bran­chen­ta­rif­ver­trag des BdS ver­ein­bar­ten Stun­den­lohns für die unters­te Tarif­grup­pe." Link

Was nichts ande­res heißt als daß die Unter­neh­men die Gewerk­schaft haben zwin­gen kön­nen, Tarif­ver­trä­ge noch unter dem Niveau des Min­dest­lohns abzuschließen.

Dabei gibt es zahl­rei­che Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für den Min­dest­lohn. Er gilt nicht für Lang­zeit­ar­beits­lo­se wäh­rend der ers­ten sechs Mona­te ihrer Beschäf­ti­gung nach Been­di­gung der Arbeits­lo­sig­keit, nur ein­ge­schränkt für Sai­son­ar­bei­ter, es gibt kei­ne Sonn- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge und vie­le Ein­schrän­kun­gen für Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge. Link und Link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.