Tagsüber Bußgelder verhängen, abends Party

Polizeibeamte sind anscheinend auch nur Menschen - nach Feierabend.

»Verstoß gegen Corona-Regeln:
Polizeischüler in Bayern feiern Party in Kaserne

Königsbrunn Während immer strengere Vorschriften erlassen werden und die Bürger aufgefordert sind, auf Treffen mit Freunden zu verzichten, wird in einer Kaserne der Bereitschaftspolizei in Bayern ausgelassen gefeiert. Das hat für die angehenden Ordnungshüter nun unangenehme Folgen.

Wegen einer spontanen Abschlussfeier in den Räumen der Bereitschaftspolizei müssen Polizeischüler in Bayern nun mit erheblichem Ärger rechnen. Wie das Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei am Freitag berichtete, hatten die jungen Beamten bei ihrer Party in Königsbrunn bei Augsburg die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln missachtet...

Laut der Mitteilung hatten die Auszubildenden bereits Mitte Dezember in ihrer Kaserne spontan gefeiert, nachdem eine Prüfungsrunde im Rahmen der Ausbildung vorbei war. Ein Vorgesetzter habe dies bemerkt und die Feier umgehend aufgelöst.

Die Polizeiazubis müssten nun „mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen, da sie mit ihrem Verhalten gegen die äußerst strengen internen Kontakt- und Hygienevorschriften verstoßen haben und ihrer Vorbildfunktion als angehende Polizisten nicht gerecht wurden“, betonte das Präsidium. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Die örtliche Polizeiinspektion Bobingen ermittle zudem wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.

Konsequenzen hatte das Treiben auch für einen Ausbilder, der bei der Feier dabei gewesen sein soll. Er sollte an dem Abend eigentlich die Polizeischüler beaufsichtigen und wurde an eine andere Dienststelle versetzt. Der Mann sei nun nicht mehr in der Polizeiausbildung tätig.«

Zu lesen auf rp-online.de am 22.1.

5 Antworten auf „Tagsüber Bußgelder verhängen, abends Party“

  1. Der Bayrische Innenminister warnt am 21.01.2021:

    Gängiges Stilmittel all dieser Strömungen ist es zum einen, COVID-19 jede Gefährlichkeit abzusprechen und die Pandemie als Erfindung der politischen Elite darzustellen, um die Menschen mit Angst für ein Notstandsregime gefügig zu machen. Das ist natürlich grober Unfug. Zum anderen werden gezielt Fakenews verbreitet wie jüngst über den tragischen Tod eines Angehörigen einer Freiwilligen Feuerwehr, der während eines Einsatzes im Raum Rosenheim zusammengebrochen und kurz darauf verstorben ist. Es ist gegenüber den Hinterbliebenen an Skrupellosigkeit kaum zu überbieten, entgegen der Faktenlage den tragischen Tod des Mannes in einen Zusammenhang mit Corona-Impfungen zu stellen, dies in einem Film aufzubereiten und diesen via Internet weltweit zu verbreiten. Diese Instrumentalisierung eines aufrechten Mannes, der im Dienst für die Allgemeinheit verstorben ist, ist unwürdig. Fakt ist: Zwar war der Mann tatsächlich wenige Tage vorher geimpft worden, weil er im Hauptberuf in einer Klinik auf einer Corona-gefährdeten Station gearbeitet hatte. Aber bereits zum Zeitpunkt der Weiterverbreitung des falschen Gerüchts war bekannt, dass die rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams einen Zusammenhang zwischen dem Ableben und der Impfung medizinisch eindeutig ausgeschlossen hatte. Dieses war vielmehr Folge einer schweren Vorerkrankung, die im Einsatz akut aufgetreten ist.

    Strukturell finden sich immer wieder Querbezüge der genannten Strömungen untereinander und zu Parteien am stark rechten Rand des politischen Spektrums, mithin auch einer solchen, die in zahlreichen deutschen Parlamenten vertreten ist und die in ihren Reihen Abgeordnete hat, die aus der Mitte der Parlamente heraus unsachlich und oft genug auch mit Falschbehauptungen zu Corona und den dagegen ergriffenen Maßnahmen versuchen, den demokratischen Rechtsstaat, seine gewählten Vertreter, seine Organe und liberale Freiheiten wie die Pressefreiheit zu diskreditieren. Ziel ist ein anderes, ein autokratisches Deutschland. Deshalb reicht es nicht, die einzelnen Strömungen auf die von ihnen ausgehenden Gefahren für die freiheitlich-demokratische Grundordnung anzuschauen, sondern auch die systemischen Gefahren zu bewerten. [wie das wohl gemeint ist? Kann man so oder SO lesen....] Ich bin den Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern dankbar, dass sie die Entwicklungen mit scharfem Blick im Auge haben.
    https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/lage/index.php
    [...] von mir

  2. Auch die­se Polizisten haben einen unge­heu­ren Frust. Gerade zu die­ser Zeit.
    Mich wun­dert es also nicht, dass man­che ein­fach durch­dre­hen – im Gegenteil – ich wun­de­re mich, vor allen Dingen bei den jun­gen Leuten, dass die so gehorchen.
    Die ster­ben ja lang­sam ab, ohne es noch mitzukriegen.
    Die Politiker freu­en sich natür­lich über so "ver­nünf­ti­ge Menschen" und kön­nen so einen poli­ti­schen Lockdown nach dem andern einbringen.….
    ohne selbst im gerings­ten benach­tei­digt zu werden.
    Ob das alles über­haupt gerecht­fer­tig ist, ist außer­dem bis jetzt nicht nachgewiesen.

  3. Auch eine inter­es­san­te Sache:

    In Altötting gibt es digi­ta­le Impfausweise auf Blockchaintechnologie 
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/landkreis-altoetting-stellt-digitale-impfbescheinigung-aus,SMnsHhp
    Dort heißt es:
    Die tech­ni­sche Umsetzung des digi­ta­len Impfausweises erfolgt in Zusammenarbeit mit der Kölner Firma Ubirch. Die Technik ent­spre­che höchs­ten Datenschutzstandards, ver­si­chert Landratsamtsprecher Markus Huber. 

    Bei der Website der Firma Ubirch wird ord­nungs­ge­mäß über Cookies infor­miert: denen kann man ent­we­der zustim­men oder die Datenschutzerklärung auf­ru­fen. Ich habe letz­te­res getan und en Hinweis auf Google ana­ly­tics als Tracker gefun­den Dort ist auch ein Link zur Deaktivierung ange­bo­ten, nur: der ver­linkt nicht zum Opt-Out bei Google, son­dern auf die eige­ne Website … wäh­rend­des­sen wei­ter­hin hart­nä­ckig die Zustimmung unten rechts "ver­langt" wird. Kein Entkommen; man MUSS zustim­men, denn es ist ja vor­ein­ge­stellt und man kann es auch nicht ändern, wie von Gesetzgeber verlangt.
    https://ubirch.de/datenschutz

    Es gibt lt. Webbkoll 4 Cookies, die gesetzt wer­den, und sechs Tracker ins Drittland USA: 5 davon an Google, aber einer an MyFonts Inc., 500 Unicorn Park Drive, Woburn, MA 01801, USA. Die letz­te­re Datenübermittlung in die USA wird in der Datenschutzerklärung nicht erwähnt.

    Alles in allem scheint die Firma nicht sehr ver­trau­ens­wür­dig im Datenschutz, wenn sie noch nicht ein­mal die eige­ne Datenschutzerklärung "im Griff" haben. Zudem ist die Serverversion sicht­bar – das erleich­tert Angreifern die Arbeit, es gilt als Sicherheitsmangel.

    Nicht dass mich das bei Behörden-IT wun­dert. Den Landräten kann man jeden Dreck teu­er verkaufen.

    https://webbkoll.dataskydd.net/de/results?url=http%3A%2F%2Fubirch.de%2Fdatenschutz

    1. Anregung
      Über fragdenstaat.de eine IFG Anfrage nach dor­ti­gen daten­schutz­recht­li­chen Prüfungen zur o.g. Internetseite stel­len und, falls nicht vor­han­den, gleich­zei­tig einen Hinweis auf die­sen DS-GVO Verstoß geben bzw. eine Beschwerde einreichen.
      Dies funk­tio­nert sogar anonym bzw. pseud­onym, öffent­lich (Standard) oder nicht-öffent­lich nach Registrierung bei fragdenstaat!
      Die zustän­di­ge NRW-Datenschutzbehörde ist bis jetzt sehr engagiert!

  4. "Zuvor hat­ten meh­re­re Medien dar­über berichtet."
    Ach so, dann kein Wunder!
    Fragt sich, ob es ansons­ten irgend­wel­che Konsequenzen gege­ben hät­te! Also muss es ein LEAK gege­ben haben, wo das durch­ge­si­ckert ist.…

    Tja, dumm gelaufen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.