Unfaßbar dumm

Bei den Anti­fas scheint sich lang­sam durch­zu­set­zen, daß Pro-Regie­rungs-Demos nicht über­aus cle­ver sind. Weder auf der heu­ti­gen Demo noch auf dem letz­ten Spa­zier­gang in Char­lot­ten­burg waren sie zu sehen. Eini­ge weni­ge schnal­len es bis heu­te nicht. Ehr­lich gesagt, hat­te ich damit gerech­net, daß die Poli­zei am Holo­caust-Mahn­mal kes­selt und die Flucht der Demons­tran­tIn­nen als Sturm auf das Denk­mal dar­stellt. Ich sprin­ge über mei­nen Schat­ten und sage mal "Dan­ke, Ber­li­ner Poli­zei, daß Du dar­auf ver­zich­tet hast!".

twit​ter​.com (12.2.)

54 Antworten auf „Unfaßbar dumm“

  1. Welt­weit sind von der Poli­zei merk­wür­di­ge Töne zu hören
    https://​www​.nyti​mes​.com/​l​i​v​e​/​2​0​2​2​/​0​2​/​1​2​/​w​o​r​l​d​/​c​a​n​a​d​a​-​p​r​o​t​e​s​t​-​t​r​u​d​eau
    "Wäh­rend in der kana­di­schen Haupt­stadt Otta­wa das drit­te Wochen­en­de in Fol­ge Demons­tran­ten ihrem Ärger über die Pan­de­mie-Beschrän­kun­gen Luft mach­ten, hat­te die Poli­zei in Wind­sor, Onta­rio, Mühe, eine Blo­cka­de der Ambassa­dor-Brü­cke ein­zu­däm­men, einer für die Lie­fer­ket­ten der glo­ba­len Auto­mo­bil­in­dus­trie wich­ti­gen Ver­bin­dung zu den Ver­ei­nig­ten Staaten.
    Am spä­ten Sams­tag­nach­mit­tag hat­te die Poli­zei in Wind­sor die Demons­tran­ten an der Brü­cke teil­wei­se zurück­ge­drängt, und eini­ge der Last­wa­gen hat­ten die Brü­cke ver­las­sen. Die Demons­tran­ten blie­ben jedoch an Ort und Stel­le und die Men­ge wuchs im Lau­fe des Tages trotz eisi­ger Tem­pe­ra­tu­ren wei­ter an. Die Poli­zei mach­te kei­ne Anstal­ten, die Demons­tran­ten zum Gehen zu zwingen.
    "Wir haben eigent­lich kei­nen Zeit­rah­men, das ist etwas, das wir
    Das ist etwas, was wir unse­rem Boden­kom­man­do nicht auf­er­le­gen", sag­te der stell­ver­tre­ten­de Poli­zei­chef Jason Bel­lai­re von Wind­sor in einem Inter­view vor einem Bus der Poli­zei­zen­tra­le am Sams­tag­nach­mit­tag. "Sie sind Pro­fis, sie wis­sen, was sie tun, und sie gehen Schritt für Schritt."
    Über­setzt mit mit Hil­fe von Deepl"

    vor oder zurück? Das eng­li­sche Ori­gi­nal sagt "they are pacing themselves".

  2. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten : ent­we­der das Gan­ze ist die übliche
    Propaganda-Sch…e oder die sind so völ­lig hohl, daß sie nur das bis
    zum Erbre­chen her­un­ter­ge­be­te­te Framing nach­plap­pern können
    (natüüüür­lich hübsch gegendert).
    Bei­des gleich bescheuert.

  3. Ber­li­ner Zeitung
    Ber­li­ner Feu­er­wehr­leu­te war­nen vor der ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impf­pflicht. Sie gilt wie für Pfle­ge­kräf­te auch für Mit­glie­der der Feu­er­wehr Ber­lin. Wer bis Mit­te März kei­ne voll­stän­di­ge Imp­fung nach­wei­sen kann, wird dem Gesund­heits­amt gemel­det. Eine Fol­ge für die unge­impf­ten Betrof­fe­nen kön­nen arbeits­recht­li­che Kon­se­quen­zen sein. Dar­auf hat Lan­des­brand­di­rek­tor Kars­ten Hom­rig­hau­sen alle Beschäf­tig­ten in einem Schrei­ben hin­ge­wie­sen. Rund 450 Feu­er­wehr­ler haben nun ihrer­seits einen Brief geschrie­ben, in dem sie die geplan­te Impf­pflicht inner­halb der Behör­de scharf kri­ti­sie­ren. Sie for­dern die Aus­set­zung. Die Feu­er­wehr­ler war­nen: Die Impf­pflicht wer­de in Ber­lin „ab dem 16. März 2022 zu einer dra­ma­ti­schen und nicht beherrsch­ba­ren Sicher­heits­la­ge führen.“
    Der Brief im Wortlaut:
    „Sehr geehr­te Mit­glie­der des Abge­ord­ne­ten­hau­ses von Ber­lin, Sehr geehr­te Damen und Her­ren der Senats­ver­wal­tung für Inne­res, Sehr geehr­te Behör­den­lei­tung der Ber­li­ner Feu­er­wehr, wir sehen uns infol­ge der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen dazu genö­tigt, sie mit die­sem dra­ma­ti­schen Appell auf­zu­for­dern, sich mit aller Kraft dafür ein­zu­set­zen, die Umset­zung der soge­nann­ten ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impf­pflicht aus­zu­set­zen. Wir sind über 450 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus allen Berei­chen und Lauf­bah­nen der Ber­li­ner Feuerwehr.
    Wir ver­rich­ten seit Jah­ren enga­giert am Bür­ger die­ser unse­rer Stadt den Dienst in der Leit­stel­le, in den rück­wär­ti­gen Berei­chen, im feu­er­wehr­tech­ni­schen Ein­satz­dienst, im Ret­tungs­dienst und in der Ver­wal­tung der Ber­li­ner Feu­er­wehr. Wir sind gegen die gän­gi­gen Erkran­kun­gen geimpft. Eini­ge von uns sind dar­über hin­aus in frei­er Ent­schei­dung gegen Covid-19 geimpft und teil­wei­se „geboos­tert“ als auch zum über­wie­gen­den Teil – in eben­so frei­er Ent­schei­dung – unge­impft. Ange­sichts des Schrei­bens der Behör­den­lei­tung der Ber­li­ner Feu­er­wehr vom 23. Dezem­ber 2021 sehen wir das sich abzeich­nen­de Ergeb­nis der Umset­zung der ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impf­pflicht im Hin­blick für die Sicher­heit aller Bür­ger die­ser Stadt mit tie­fer Sorge.
    Soll­ten die von der Behör­den­lei­tung insi­nu­ier­ten Fol­gen ein­tre­ten, ist nach unse­rer Ein­schät­zung die Sicher­heit der Stadt mas­siv gefähr­det. Eine Viel­zahl von uns wird gemäß der kom­mu­ni­zier­ten Les­art der Behör­de schlag­ar­tig nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen und den Dienst nicht mehr wie gewohnt ver­rich­ten dür­fen. Wie bereits in unse­rer Akti­on #Ber­lin­Brennt bekannt gemacht wur­de, war die Per­so­nal­si­tua­ti­on schon weit vor der aktu­el­len Kri­se bis zum Rei­ßen ange­spannt gewe­sen und wür­de nach unse­rer Ein­schät­zung durch unse­ren Weg­fall ab dem 16. März 2022 zu einer dra­ma­ti­schen und nicht beherrsch­ba­ren Sicher­heits­la­ge führen.
    Zusätz­lich zu den ein­her­ge­hen­den Belas­tun­gen unse­rer eige­nen per­sön­li­chen Situa­ti­on wären wir dann der Ver­zweif­lung nahe, unse­re Pro­fes­si­on „zu hel­fen“ unter­sagt bekom­men zu haben und somit gezwun­gen zu wer­den, die Bevöl­ke­rung in Tei­len sich selbst über­las­sen zu müs­sen. Infol­ge der immer offen­kun­di­ger zuta­ge tre­ten­den Erkennt­nis­se, dass eine Imp­fung nicht vor einer Infek­ti­on mit einer Covid-19 Erkran­kung schützt oder auch nur ansatz­wei­se pan­de­misch rele­vant eine Infek­ti­on wei­te­rer Per­so­nen ver­hin­dert, ver­bie­tet sich nach unse­rer Inter­pre­ta­ti­on ein der­ar­tig tie­fer Ein­griff in das Recht auf die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit der Ein­satz­kräf­te kategorisch.
    Es ist uns nicht ver­mit­tel­bar, dass die bis­her ver­füg­ba­ren Vak­zi­ne der­ar­tig hin­ter den kol­por­tier­ten Ver­spre­chun­gen zurück­blei­ben dür­fen, aber gleich­zei­tig alle roten Lini­en über­schrit­ten wer­den, die in Kennt­nis der ver­in­ner­lich­ten Ver­gan­gen­heit unse­res Lan­des wohl­weiß­lich gezo­gen wur­den. Gemein­sam mit vie­len Bür­gern die­ser Stadt haben wir in den ver­gan­ge­nen Wochen, teil­wei­se offen als Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge erkenn­bar, auf die nega­ti­ven Fol­gen hin­ge­wie­sen und appel­lie­ren unter die­sen Bedin­gun­gen von dem Wahn­sinn einer Umset­zung der ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impf­pflicht abzu­se­hen und die Bür­ger unse­rer Stadt vor dem grö­ße­ren Unheil infol­ge der Ver­schlech­te­rung der Sicher­heit zu bewahren.
    Wir wür­den uns ver­sün­di­gen, geschwie­gen und sie nicht dar­auf hin­ge­wie­sen zu haben. Die Imp­fung muss zum Schut­ze aller wei­ter­hin frei­wil­lig blei­ben. Ihre enga­gier­ten Feuerwehrangehörigen.
    Um eine zwi­schen den Emp­fän­gern abge­stimm­te Ant­wort wird bis zum 21. Febru­ar 2022 gebeten.“

    https://​www​.ber​li​ner​-zei​tung​.de/​n​e​w​s​/​b​e​r​l​i​n​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​b​e​i​-​f​e​u​e​r​w​e​h​r​-​d​r​a​m​a​t​i​s​c​h​e​-​u​n​d​-​n​i​c​h​t​-​b​e​h​e​r​r​s​c​h​b​a​r​e​-​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​s​l​a​g​e​-​l​i​.​2​1​1​513

  4. Der Prä­si­dent des Bun­des­so­zi­al­ge­richts, Schle­gel, hat vor­ge­schla­gen, das Gesetz zur Coro­na-Impf­pflicht für Kli­nik- und Pfle­ge­per­so­nal spä­ter in Kraft tre­ten zu lassen.

    12.02.2022
    Schle­gel sag­te der „Wirt­schafts­wo­che“, vie­le Fra­gen sei­en noch unge­klärt; bei­spiel­wei­se, ob Arbeit­ge­ber unge­impf­ten Beschäf­tig­ten kün­di­gen könn­ten. Soll­te das nicht bis Mit­te kom­men­den Monats geklärt sein, könn­ten Bun­des­tag und Bun­des­rat beschlie­ßen, das Inkraft­tre­ten des Geset­zes zu verschieben.
    Der höchs­te deut­sche Sozi­al­rich­ter posi­tio­niert sich damit gegen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Lau­ter­bach. Der SPD-Poli­ti­ker hat­te ges­tern noch ein­mal an die Län­der appel­liert, die Rege­lun­gen zur Impf­plicht umzu­set­zen. Das Gesetz sei beschlos­sen und gel­te bun­des­weit. Es schreibt vor, dass ab dem 15. März Beschäf­tig­te unter ande­rem in Kli­ni­ken und Pfle­ge­hei­men gegen das Coro­na-Virus voll­stän­dig geimpft sein müssen.
    Die­se Nach­richt wur­de am 12.02.2022 im Pro­gramm Deutsch­land­funk gesendet.

    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​b​s​g​-​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​-​r​e​g​t​-​v​e​r​s​c​h​i​e​b​u​n​g​-​d​e​r​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​f​u​e​r​-​k​l​i​n​i​k​-​u​n​d​-​p​f​l​e​g​e​p​e​r​s​o​n​a​l​-​a​n​-​1​0​4​.​h​tml

  5. Ach­ja.. wer kennt sie nicht..?
    Die Stadt­rand-Anti­fa, die man nie­mals am Stadt­rad trifft und die nichts mit denen zu tun haben wol­len, die wirk­lich am Stadt­rand leben.

  6. Leip­zig – Ein run­der Tisch namens "Ärz­te für alle Bür­ger" grün­de­te sich jetzt in Leip­zig. Rund 30 Medi­zi­ner laden im Wech­sel loka­le und über­re­gio­na­le Grö­ßen aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Bür­ger­schaft zu Video­talks anläss­lich der Coro­na-Impf­pflicht ab 16. März im Gesund­heits­we­sen ein. Das Debüt ging am 28. Janu­ar online. 

    War­um gibt es den run­den Tisch?
    Mit­be­grün­der Tors­ten Mahn, Leip­zi­ger Haus­arzt und Ethik­be­ra­ter im Gesund­heits­we­sen, sprach gegen­über TAG24 von einer "gro­ßen Kri­se" in der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung und bei demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen. Es herr­sche star­ke Ver­un­si­che­rung in der Bevöl­ke­rung, "Spa­zier­gän­ge" näh­men zu.
    Er fin­de es scha­de, dass Bür­ger, die sich ernst­haft um ein Mit­ein­an­der bemüh­ten, "in eine bestimm­te Ecke" gedrängt wür­den. "90 Pro­zent gehö­ren dort nicht hin", sag­te er und meint: "Jeder, der aktu­ell das Nar­ra­tiv der Wis­sen­schaft hin­ter­fragt oder ver­ste­hen will, wird ver­höhnt oder ver­lacht – ein gru­se­li­ges Framing."
    Der run­de Tisch will das ent­schär­fen. Gefragt ist ein offe­ner und respekt­vol­ler Dis­kurs – auch bei Denk­blo­cka­den. Die Head­line heißt "Auf­ruf zu Ehr­lich­keit, Tole­ranz und Mitmenschlichkeit".
    Die ange­schlos­se­nen Mit­glie­der ver­weh­ren sich gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt in jeg­li­cher Form. Sie for­dern die sofor­ti­ge Aus­set­zung der Impf­pflicht im Gesund­heits­be­reich. Auch für die All­ge­mein­heit leh­nen sie sie ab und wol­len Alter­na­ti­ven zur Pandemiebekämpfung.
    Zum Hin­ter­grund: Mahn hat­te 2021 den "Coro­na­pieks" in sei­ner Pra­xis been­det, da Pati­en­ten angeb­lich über­wie­gend unter gesell­schaft­li­chem Druck zur Imp­fung gekom­men wären. Die Ent­schei­dung über eine The­ra­pie dür­fe indes nicht unter Druck oder der Andro­hung von Sank­tio­nen erfol­gen. Dann sei es kein frei­er Wil­le mehr, so der Arzt im TAG24-Gespräch.
    Nur im Not­fall gebe es Aus­nah­men. "Imp­fen ist kein Not­fall", betont er.
    Stim­men vom run­den Tisch am 28. Januar 

    https://​www​.tag24​.de/​l​e​i​p​z​i​g​/​c​o​r​o​n​a​-​l​e​i​p​z​i​g​/​m​e​d​i​z​i​n​e​r​-​u​n​d​-​p​o​l​i​t​i​k​e​r​-​s​i​t​z​e​n​-​e​r​s​t​m​a​l​s​-​a​n​-​e​i​n​e​m​-​t​i​s​c​h​-​i​s​t​-​d​i​e​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​s​i​n​n​v​o​l​l​-​2​3​2​8​217

  7. Mir ist auf­ge­fal­len, dass Orga­ni­sa­tio­nen, die an Ver­bre­chen der Nazis erin­nern, etwas von einem Schuld­kult inne­ha­ben – reli­giö­sen Cha­rak­ter ange­nom­men haben. Etwas, das durch Wie­der­ho­lun­gen tri­via­li­siert (depra­viert?), ritua­li­siert scheint – so den Kern der eigent­li­chen Inten­ti­on nicht mehr berührt. 

    Wel­che Men­schen stre­ben Stel­len in die­sen Orga­ni­sa­tio­nen an? Es sind kei­ne Zeit­zeu­gen mehr, son­dern Danach­ge­bo­re­ne. Klei­det so ein "Amt" ein­fach gut, macht es was her, beein­druckt so eine Posi­ti­on die Mit­men­schen? Zeit­zeu­gen han­del­ten wahr­schein­lich aus ande­ren Beweggründen. 

    Ich ver­su­che mir zu erklä­ren, wie es mög­lich ist, dass die­se Ver­ant­wort­li­chen den Wider­spruch nicht erken­nen bzw den Wider­spruch nicht zu Wider­stand wer­den las­sen, wenn an Ausch­witz nur unter 2G+ erin­nert wer­den darf. Kogni­ti­ve Dis­so­nanz? Feig­heit? (nach Bon­hoef­fer) Dumm­heit? Opportunismus? 

    "Lie­be Freun­de und Feundinnen,

    lie­be Inter­es­sier­te an der Erinnerungsarbeit,

    anläss­lich der Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz am 27. Janu­ar 1945 fin­det eine Ver­an­stal­tung des Ausch­witz-Komi­tees statt am

    23. Jan­aur, 12.00 Uhr

    Politt­bü­ro

    Das The­ma ist der Ver­nich­tungs­krieg im Osten – Juden­mord, Kriegs­ge­fan­ge­ne und Hungerpolitik.

    Mit­wir­ken­de sind der His­to­ri­ker Han­nes Heer, der Spre­cher des Bre­mer Frie­desn­fo­rums Ekke­hard Lentz, die Schau­spie­le­rin Syl­via Wemp­ner und der Schau­spie­ler Rolf Becker, die Tex­te zur Blo­cka­de von Lenin­grad lesen. Das Ensem­ble Waks schafft den musi­ka­li­schen Rah­men mit jid­di­scher Musik.

    Die Ver­an­stal­tung ist eine Ver­an­stal­tung 2G +,

    eine Anmel­dung ist erfor­der­lich unter:anmeldung@auschwitz-komitee.de

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind dem ange­häng­ten Fly­er zu entnehmen.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    Heid­burg Behling"

    1. Der Begriff "Holo­caust" ent­stammt tat­säch­lich dem Reli­giö­sen. Elie Wie­sel hat ihn für den Völ­ker­mord an Juden geprägt – nur an die­sen, für den Völ­ker­mord an Roma und Sin­ti wur­de der Begriff Poraj­mos gefun­den (was "Ver­schlin­gen" bedeu­ten soll), und bis heu­te kennt Poraj­mos kaum jemand. 

      Holo­caust bezeich­net in der ursprüng­li­chen Bedeu­tung dass ein dafür aus­er­wähl­ter Mensch einem Gott geop­fert wird. Wegen die­ser Bedeu­tung haben Wie­sel jüdi­sche Mit­bür­ger wider­spro­chen, da sie die Ver­bre­chen der Nazis nicht als eine "Opfe­rung im Namen Got­tes" ansa­hen, son­dern als ein unge­heu­res Ver­bre­chen, kei­ne "hei­li­ge Hand­lung", wie sie ein Men­schen­op­fer darstellt.

      Agam­ben hat die prä­zi­se, wenn auch oft ermü­den­de Eigen­heit, die Ety­mo­lo­gie der Begrif­fe aus­führ­lich dar­zu­stel­len. Im Levi­ti­cus (… "der Bibel", sog. 3. Buch Mose…) wer­den Juden als hei­li­ges Volk Got­tes benannt, das mit die­sem einen Bund geschlos­sen habe. Dort wer­den auch vier Grund­ty­pen der Opfe­rung benannt:

      Hat­tat und She­la­min bezeich­nen den Grund der Opfe­rung – Süh­ne oder Dank, min­ha ist die Prä­sen­ta­ti­on einer pflanz­li­chen Opfer­ga­be, olah hin­ge­gen das öffent­li­che Menschenopfer.

      olah wur­de in der Vul­ga­ta (lat. Fas­sung der Bibel) mit holo­caus­t­um über­setzt und wur­de von den Kir­chen­vä­tern über­nom­men, die es für den Tod des Got­tes­soh­nes bzw. die Opfe­rung von Mär­ty­rern ver­wen­det und damit gegen die Juden gewen­det haben. So bekam der Begriff all­mäh­lich die Bedeu­tung eines "höchs­ten Opfers im Zusam­men­hang einer voll­kom­me­nen Hin­ga­be an hei­li­ge und höhe­re Zie­le" (Zitat Agam­ben in "Was von Ausch­witz bleibt"). 

      Der vor der Prä­gung durch Wie­sel ver­wen­de­te Begriff der Sho­ah hat hin­ge­gen eine gera­de­zu umge­kehr­te Bedeu­tung, denn sie bezeich­net die Stra­fe Got­tes, und gera­de nicht die Opfe­rung an ihn.

      Ich den­ke, man begreift die Wucht, die die­sem Begriff inhä­rent ist, indem man die­se Kon­no­ta­tio­nen sehr bewusst wahrnimmt. 

      Sie sind ein wesent­li­cher Schlüs­sel für die Mär­ty­rer des Holo­caust, die sich heu­te in die Brust wer­fen, um als Gläu­bi­ge ihren Platz am oder gar auf dem Altar ein­zu­neh­men. Es erklärt auch, wes­halb alle, die das Hei­lig­tum mit Ana­ly­sen und Erklä­run­gen beschmut­zen könn­ten, der Got­tes­läs­te­rung bezich­tigt und des Tem­pels ver­wie­sen wer­den. Das hei­li­ge Opfer, es soll ewig sein und rein blei­ben, und, ja, sei­ne Pries­ter ernäh­ren – psy­chisch und physisch.

      1. @some1
        Den Hin­ter­grund des Begrif­fes kann­te ich gar nicht. Was ich aber min­des­tens genau­so schlimm fin­de ist die Tat­sa­che, dass man ein­fach einen Begriff für etwas schafft, um es dann, ohne sich damit aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen, in der Mot­ten­kis­te ver­schwin­den las­sen kann.
        Man braucht nur "Holo­caust" in den Raum stel­len und schon schweigt alles aus Betrof­fen­heit. Der Holo­caust als schwar­zer, dunk­ler Fels­bro­cken, der stell­ver­tre­tend für die Schuld aller steht und die Gräu­el­ta­ten mit dem Begriff lei­der ent­mensch­licht wur­den in einen ratio­na­len Begriff. Wir hät­ten uns als Gesell­schaft mit dem Gegen­teil beschäf­ti­gen müs­sen, näm­lich damit, dass die Gräu­el­ta­ten von MENSCHENWESEN began­gen wur­den und uns genau­er anse­hen müs­sen, wie es dazu kam, statt mit einem Begriff alles an Fra­gen wegzuwischen.

        Nun holt uns die Geschich­te eben wie­der ein und wir erhal­ten aber­mals die Chan­ce, dar­über nach­zu­den­ken, wie das Böse in die Welt kommt und wie es sich hält. 'Die Bana­li­tät des Bösen' von Han­nah Are­ndt find ich da schon einen ganz guten Ansatz. Vor allem auch ihre Über­le­gun­gen zum Kon­for­mis­mus. Es sind nicht ein­zel­ne bös­ar­ti­ge Täter, son­dern der Kon­for­mis­trieb macht vor­mals anstän­di­ge Men­schen zu den größ­ten Het­zern, Denun­zi­an­ten und rote-Linie-Übertretern.

        Wann gibt es in Deutsch­land end­lich Debat­ten dar­über? Egal wie lan­ge die Coro­na-Sache noch andau­ert, es muss doch end­lich mal dar­über gere­det wer­den, wie­so die Deut­schen einen so gerin­gen Selbst­wert haben, dass sie sofort alle Wer­te fal­len las­sen, wenn sie als Mas­se ange­spro­chen wer­den. Wie man das ändern kann, damit nicht noch schlim­me­re Din­ge passieren.
        Auch über die Rol­le der Medi­en wäre zu reden.
        Wann fin­det das alles statt???

        1. @Getriebesand

          Ich hal­te Ver­ste­hen für den ein­zi­gen Schlüs­sel zu Lösun­gen, des­halb habe ich es bei Agam­ben nach­ge­le­sen. Mir däm­mert lang­sam, dass Wie­sel mit die­sem Begriff eigent­lich durch­aus etwas gepackt hat, was not­wen­dig ist, die Hit­ler­zeit (… wie es dazu kom­men konn­te …) bes­ser zu verstehen. 

          Amy Bul­ler, eine Eng­län­de­rin, die in den 30ern Kon­tak­te zu Intel­lek­tu­el­len in Deutsch­land pfleg­te (Deutsch­land auch bis 37 besuch­te, gedul­det von den Nazis, denn die bewun­der­ten die Bri­ten und erhoff­ten sich durch sie ein posi­ti­ves Bild) und Ernst Nie­kisch, ein Natio­nal­bol­sche­wist, der als Geg­ner dann 8 Jah­re im KZ ver­brach­te, berich­ten und beschrei­ben bei­de, dass und wie die gesam­te poli­ti­sche Insze­nie­rung und Bot­schaft der Nazis aus­ge­spro­chen reli­giö­sen Cha­rak­ter gehabt habe. Was Wie­sel ver­stan­den hat:

          Die Juden sind das aus­er­wähl­te Volk der Bibel, und Hit­ler woll­te die Deut­schen an deren Stel­le set­zen! Damit ist das ein Bru­der­kon­flikt wie bei Kain und Abel gewe­sen, und DURCHAUS eine reli­gi­ös zu nen­nen­de Aus­ein­an­der­set­zung, ein Brudermord.

          Wie­sel selbst war ein Kri­ti­ker des Holo­caust-Films, denn in die­sem wur­de aus­schließ­lich mit Emo­tio­nen, mit Mit­leid und Empö­rung gear­bei­tet, und er war weit davon ent­fernt dazu bei­zu­tra­gen, dass man etwas ver­ste­hen woll­te, im Gegen­teil: Ekel und Abscheu tra­ten an die Stel­le einer ech­ten Unter­su­chung – und so ist es geblieben.

          Ekel und Abscheu aber emp­fan­den die Nazis vor den Min­der­wer­ti­gen, und was statt­fand, war, dass man ein­fach nur die Emo­ti­on, die die Nazis geweckt hat­ten, umge­dreht hat: Ekel weckt nun der Nazi, er ist zum Unter­men­schen gewor­den, mit dem man nicht spricht, den man angrei­fen darf. Er ist der Schäd­ling, und nicht nur das: jeder Schäd­ling ist auch ein Nazi!

          So haben man es mit die­sem irre­füh­ren­den Film und der nie ver­stan­de­nen reli­giö­sen Bedeu­tung des Natio­nal­so­zia­lis­mus geschafft, das nazio­nal­so­zia­lis­ti­sche Gefüh­le wie Empö­rung, Ekel und Hass auf Men­schen ande­rer Gesin­nung – zu ERHALTEN und bei denen, die so funk­tio­nie­ren, auch noch die Illu­si­on zu erzeu­gen, es sei anti­fa­schis­tisch, was sie tun. Es ist aber tat­säch­lich das Denk­mus­ter derer, die sie zu bekämp­fen mei­nen, das sie selbst ange­nom­men haben.

          Die Bana­li­tät des Bösen ist der eis­kal­te Gehor­sam an sau­be­ren Schreib­ti­schen. Der ist nie aus­ge­stor­ben gewe­sen und üblich bei Men­schen, die kein Selbst haben. Auch das ein wich­ti­ge The­ma, zumal die­se in der Mehr­heit sind – aber die Rädels­füh­rer waren und sind die mit der "reli­giö­sen" Kon­no­ta­ti­on, die aus "Über­zeu­gung" Dienst an einem "höhe­ren Zweck" verrichten.

          Das zu mei­nen vor­läu­fi­gen Ein­sich­ten. Ich blei­be wei­ter dran, weil ich den­ke, dass es der Schlüs­sel ist für das, was heu­te geschieht – vor dem Hin­ter­grund, dass es das glei­che Mind­set UND die sel­ben Orga­ni­sa­tio­nen sind, die das damals wie heu­te för­dern und vor­an­trei­ben. Wer die Reli­gi­on des Holo­caust ver­steht, ver­steht auch die Nar­ra­ti­ve der "Neu­en Weltordnung. "

          1. @some1: Wel­chen Film haben Sie gese­hen, in dem Nazis zu Unter­men­schen erklärt wur­den? "Ekel und Abscheu" ange­sichts der Greu­el­ta­ten der Nazis waren kein schlech­ter Ein­stieg gegen das Ver­ges­sen und Ver­drän­gen. Dar­aus einen "Haß auf Men­schen ande­rer Gesin­nung" zu kon­stru­ie­ren, ist merk­wür­dig. Ich bin ent­schie­den dafür, Ekel und Abscheu gegen die­je­ni­gen auf­recht­zu­er­hal­ten, die Mil­lio­nen Men­schen aus Ras­sen­wahn und Welt­erobe­rungs­plä­nen ent­wür­digt und schließ­lich ermor­det haben. Dabei nicht ste­hen zu blei­ben und zu erfor­schen, wie eine Gesell­schaft der­art defor­miert wer­den konn­te, bleibt eine wich­ti­ge Auf­ga­be. Sie kann gera­de heu­te hel­fen zu ver­ste­hen. Daß es die sel­ben Orga­ni­sa­tio­nen sind, die "das" damals wie heu­te för­dern, hal­te ich für frag­wür­dig. Die NSDAP? Das Reichs­si­cher­heits­haupt­amt? Die Beant­wor­tung der Fra­ge könn­te zu der Erkennt­nis füh­ren, daß das "Das" des Holo­caust oder wie immer Sie den ras­sis­ti­schen Mas­sen­mord nen­nen wol­len, nicht das "Das" von heu­te ist.

          2. @aa Falls Sie "einst" in einer Ant­wort auf mei­ne Argu­men­te ein­ge­hen kön­nen, dann dis­ku­tie­ren wir. Für emo­tio­na­le und nicht sach­be­zo­ge­ne Aus­brü­che füh­le ich mich nicht zuständig.

          3. F. Scott Fitz­ge­ralds Roman »Der gro­ße Gats­by« (ori­gi­nal: »The Gre­at Gats­by«) wur­de 1925 erst­mals veröffentlicht.
            Die Geschich­te ist ein Kri­mi­nal­fall in dem, ich den­ke, drei Per­so­nen getö­tet werden.
            Einer ist davon ist der Prot­ago­nist Gats­by, der als deutsch­stäm­mi­ger Ame­ri­ka­ner Gatz von einer bla­sier­ten ang­lo-ame­ri­ka­ni­schen Cli­que, zu der sei­ne gelieb­te Dai­sy gehört, auf Grund sei­ner Abstam­mung dis­kri­mi­niert wird. Die Fol­gen des ers­ten Welt­krie­ges, in dem die Deut­schen und deren Nach­fah­ren als "Hunnen"geframed wurden. 

            Gats­by ist Täter-Opfer, indem er ein Gangs­ter wird im ver­geb­li­chen Bemü­hen über Reich­tum Aner­ken­nung zu erlangen.

            Ich weiß nicht wie das Buch auf deutsch über­setzt wur­de, aber im Ori­gi­nal braucht der Autor fol­gen­de Wor­te für das blu­ti­ge Geschehen:

            The Gre­at Gats­by: Chap­ter 8 – "The Holo­caust Was Complete"

            https://​open​.spo​ti​fy​.com/​e​p​i​s​o​d​e​/​3​u​m​Q​G​L​d​2​M​9​Y​J​Q​G​C​6​Y​O​e​bmM

      2. The New York Times, Decem­ber 13, 1942: „Tar­dy War Report Held Aid To Faith / Rab­bi Schach­tel Asserts Pearl Har­bor Delay Should Rai­se Trust in Govern­ment / Jewish Kil­ling Decried / Gold­steins Dis­cuss Nazi Plan – Hasty Mar­ria­ges Do Not Last, Rosen­blum Decla­res: […] Other topics of ser­mons by rab­bis here yes­ter­day include the Nazi mur­ders of Jews, the importance of cha­p­lains to mili­ta­ry mora­le and war mar­ria­ges. […] Rab­bi Isra­el Gold­stein [„He was head of the New York Board of Rab­bis (1928–30), the Jewish Natio­nal Fund of Ame­ri­ca (1934–1943), the Zio­nist Orga­niza­ti­on of Ame­ri­ca (1943–1946), and Ame­ri­can Jewish Con­gress (1952–1959), and hel­ped the Natio­nal Con­fe­rence of Chris­ti­ans and Jews.“ (Wiki­pe­dia, Isra­el Gold­stein)] in Temp­le B´nai Jes­hu­run, Eigh­ty-eighth Street, near Broad­way, declared: „Authen­ti­ca­ted reports point to 2,000,000 Jews who have alre­a­dy been slain by all man­ner of sata­nic bar­ba­rism, and plans for the total exter­mi­na­ti­on of all Jews upon whom the Nazis can lay their hands [„2,000,000 Slain in Ukrai­ne, Lon­don, Dec. 16 [1942] – The Moscow radio said today that more than 2,000,000 civi­li­ans [Zivi­lis­ten, ohne Ras­sen­un­ter­schie­de] had been shot, han­ged or tor­tu­red to death by the Ger­man occu­pa­ti­on forces in the Ukrai­ne. It said that the figu­re had been announ­ced at an anti-Fascist mee­ting of Ukrai­ni­an youth held in Moscow.“ (New York Times, 17.12.1942)]. The slaugh­ter of a third of the Jewish popu­la­ti­on in Hitler´s domain and the threa­ten­ed slaug­ther of all is a holo­caust wit­hout parallel."

        der "holo­caust wit­hout par­al­lel" ist "sata­nic barbarism".

        „ohne Par­al­le­le“ = unver­gleich­lich, ein­zig­ar­tig, sin­gu­lär; „holo­caust“ = ein Men­schen­op­fer: die Men­schen wer­den einem Göt­zen geop­fert: die Juden wer­den Hit­ler geop­fert, die Deut­schen erfül­len den Ver­nich­tungs­wil­len ihres Götzen.

        "sata­nic bar­ba­rism": „sata­ni­sches Bar­ba­ren­tum“, sata­ni­sche Bar­ba­rei“ = „sata­ni­sche Unmensch­lich­keit“, Grau­sam­keit, Kul­tur­lo­sig­keit, Bru­ta­li­tät, Gewal­tä­tig­keit, Bes­tia­li­tät, Wild­heit, Unzi­vi­li­siert­heit; die sata­ni­sche Kul­tur­lo­sig­keit ist böse; das Böse herrscht, wal­tet, spielt ver­rückt, wütet, ver­wüs­tet, ver­heert, zer­stört, lebt sich aus; das Böse herrscht in der Höl­le, wo das Böse herrscht, ist die Höl­le; die Höl­le auf Erden; der Sata­nis­mus ist ein Ver­bre­chen gegen die Menschlichkeit;
        „Satan“ = ein „Bös­ar­tig auf­stei­gen­des Feu­er [„Holo­caust“ = Brand­op­fer], vor­züg­li­che Pro­jek­ti­on und Sym­bol eines ver­irr­ten Wil­lens, der rebel­liert, / ein­zig­ar­ti­ges Bild von Rebel­li­on, / das Feu­er teilt sich und trennt / es spal­tet und ver­brennt selbst, / was ver­brennt, ist es selbst, / ES BESTRAFT SICH.“ (Artaud, Skiz­ze zu einem Buch­pro­jekt (1935), Vie et Mort de Satan le Feu, im Juni 1953 zum ersten­mal ver­öf­fent­licht, in: Artaud, Wer­ke VIII, 97 f., in: Die Engel des Herrn oder Artaud ali­as Luci­fer ali­as Satan, PDF, refu​bi​um​.fu​-ber​lin​.de, von R Bau­er – 2000. „Satan ist Ori­en­ta­le und streift das Ara­bi­sche, ein Filou zwi­schen zwei Sphä­ren. Sein Ziel ist der Meu­chel­mord am Hei­li­gen Geist, „sin­ge en espé­rance d’exister“ (XXI, 113). […] Artaud ist Satan, … und, wie Zara­thus­tra, „jasa­gend bis zur Erlö­sung auch alles Ver­gan­ge­nen“ (Nietz­sche, KSA 6, p. 348, in: Bau­er, S. 176 f.). Der Kul­tur­lo­se ist ein Immo­ra­list, ist a‑moralisch, ohne Moral, er fällt hin­ter die Wer­te, die Kul­tur stif­ten­den Gebo­te zurück. Die Her­ren­men­schen sind Teu­fel. Die Teu­fe­lei ist ein Auf­stand gegen Gott. Die sata­ni­sche Bar­ba­rei ist eine Kul­tur des Has­ses, mit einer Mör­der­mo­ral, mit einer Moral von Mör­dern. Die Moral der Mör­der ent­steht aus „einer Dok­trin“, Leh­re, „des schul­di­gen Daseins“ (Bau­er, S. 174).

        der holo­caust ist ein men­schen­op­fer gegen die abschaf­fung des men­schen­op­fers seit der Ver­scho­nung Isaaks.
        das brand­op­fer isaaks / des wid­ders heißt in der sep­tuag­in­ta holokaustum.
        der holo­caust ist göt­zen­dienst, teu­fels­an­be­tung, gotteslästerung.
        zudem ist "holo­caust" im eng­li­schen geläu­fig als "brand­ka­ta­stro­phe", die brand­op­fer sind men­schen, die einer brand­ka­ta­stro­phe zum opfer fallen.

        Im März 1945 wur­de der Flug­zeug­trä­ger U.S.S. Frank­lin bom­bar­diert: in dem Cast­le Films News­re­el „Bom­bing of U.S.S. Frank­lin!“ (Public domain film from the Pre­lin­ger Archi­ve), „Film­ed by U.S. Navy Com­bat Came­ra­men“, kom­men­tie­ren Zwi­schen­ti­tel die Bil­der: „Instant­ly the car­ri­er beco­mes a fla­ming hola­caust!“ Das a wird ein Feh­ler sein. Das Schiff wur­de ein Opfer des Bran­des, der Flam­men, es stand in Flam­men. Das Schiff wur­de in Brand gesteckt. Es wur­de nicht ein „Holo­caust“ für die Matro­sen, son­dern für es selbst. 800 Matro­sen kamen bei die­ser Kata­stro­phe, bei die­sem „hola­caust“, ums Leben.

        das sym­bol des holo­caust ist der kamin, das krematorium.

        „Es gibt für die Aus­söh­nung mit der Welt eine Vor­be­din­gung, an deren Erfül­lung jede mora­li­sche Ver­stän­di­gung mit ande­ren Völ­kern geknüpft ist und ohne deren Erfül­lung ihr Deut­schen nie begrei­fen wer­det, was euch geschieht. Das ist die kla­re Ein­sicht in die Unsühn­bar­keit des­sen, was ein von schänd­li­chen Lehr­meis­tern zur Bes­tia­li­tät geschul­tes Deutsch­land der Mensch­heit ange­tan hat; es ist die vol­le und rück­halt­lo­se Kennt­nis­nah­me ent­setz­li­cher Ver­bre­chen, von denen ihr tat­säch­lich heu­te noch das Wenigs­te wißt, teils weil man euch absperr­te, euch gewalt­sam in Dumm­heit und Dumpf­heit bann­te, teils weil ihr aus dem Instinkt der Selbst­scho­nung das Wis­sen um die­ses Grau­en von eue­ren Gewis­sen fern­hiel­tet. Es muß aber in euer Gewis­sen ein­drin­gen, wenn ihr ver­ste­hen und leben wollt, und ein gewal­ti­ges Auf­klä­rungs­werk, das ihr nicht als Pro­pa­gan­da miß­ach­ten dürft, wird nötig sein, um euch zu Wis­sen­den zu machen. […] … (es) ist unglaub­wür­dig, aber es ist wahr. Weißt du, der mich jetzt hört, von Mai­danek (sic!) bei Lub­lin in Polen, Hit­lers Ver­nich­tungs­la­ger? Es war kein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, son­dern eine rie­sen­haf­te Mord­an­la­ge. Da steht ein gro­ßes Gebäu­de aus Stein mit einem Fabrik­schlot, das größ­te Kre­ma­to­ri­um der Welt. Eure Leu­te hät­ten es ger­ne rasch noch ver­nich­tet, als die Rus­sen kamen, aber größ­ten­teils steht es, ein Denk­mal, das Denk­mal des Drit­ten Rei­ches. Mehr als eine hal­be Mil­li­on euro­päi­scher Men­schen, Män­ner, Frau­en und Kin­der, sind dort in Gas­kam­mern mit Chlor ver­gif­tet und dann ver­brannt wor­den, vier­zehn­hun­dert täg­lich. Tag und Nacht war die Todes­fa­brik in Betrieb, ihre Kami­ne rauch­ten immer. […] Vom 15. April 1942 bis zum 15. April 1944 sind allein in die­sen bei­den deut­schen Anstal­ten eine Mil­li­on sie­ben­hun­der­fünf­zehn­tau­send Juden ermor­det wor­den. Woher die Zahl? Aber eure Leu­te haben Buch geführt, mit deut­schem Ord­nungs­sinn! […] Ich habe nur ein paar Bei­spie­le gege­ben von dem, was euch zu erfah­ren bevor­steht. Die Gei­sel­er­schie­ßun­gen, der Gefan­ge­nen­mord, die im besetz­ten Euro­pa vor­ge­fun­de­nen Fol­ter­kam­mern der Gesta­po, die Blut­bä­der unter der rus­si­schen Zivil­be­völ­ke­rung, die teuf­li­sche Ent­völ­ke­rungs­po­li­tik der Nazis in allen Län­dern, damit die Her­ren­ras­se immer die nume­risch über­le­ge­ne sei, das geplan­te, gewoll­te, her­bei­ge­führ­te Kin­der­ster­ben in Frank­reich, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, Grie­chen­land und beson­ders in Polen: nicht ein­mal auf­zäh­len kann man es in ein paar Minu­ten, was alles Nazi-Deutsch­land den Men­schen, der Mensch­heit ange­tan…“ (Tho­mas Mann, Deut­sche Hörer!, Rund­funk­re­de vom 14. Janu­ar 1945)

        1. @holger blank

          Men­schen haben die Fähig­keit, unend­lich gut und unend­lich böse zu sein.

          Das war nie anders.

          Ein Welt­meer an Tin­te wür­de nicht aus­rei­chen, woll­te man all die Gräu­el im Ver­lauf der Mensch­heits­ge­schich­te aufzeichnen.

          Der Huma­nis­mus hat erklärt, der Mensch kön­ne aus eige­ner Kraft gut sein, wenn er nur "wol­le".

          Im Ergeb­nis bewirk­te die­se Ideo­lo­gie einen Damm­bruch an gewalt­sa­men und blu­ti­gen Erobe­run­gen durch genau die Län­der, die sich dem Huma­nis­mus und den Men­schen­rech­ten ver­schrie­ben haben.

          Es hat also nichts genutzt.

          Aber für eini­ge hat es sich gelohnt. Für die hier im Wes­ten näm­lich, die nur dann empört sind, wenn es sie selbst betrifft.

          Denn wir sind ja MENSCHEN, oder.

          1. neh­men Sie mich gera­de in grup­pen­haf­tung für die "Ver­bre­chen" der "Ideo­lo­gie des huma­nis­mus" = für mensch­heits­ver­bre­chen, weil ich zufäl­li­ger­wei­se "im Wes­ten" gebo­ren bin?
            der "huma­nis­mus", was ist das?
            faust? pro­me­theus? "der mensch ist das maß aller din­ge"? hybris, gotteslästerung?
            selbst­ver­göt­zung, selbst­an­be­tung, ent­mensch­li­chung des anderen?
            huma­nis­mus = rassismus?

  8. Ich kann die­ses „nnnnn­nIn­nen“ nicht mehr lesen. Die­se Gen­de­rei ist völ­li­ger Blöd­sinn, stört den Lese­fluss. Außer­dem dis­kri­mi­nie­rend. Kor­rekt müss­te es „nnnnn­Di­vIn­nen“ hei­ßen. Schlim­mer noch als die­se Schreib­wei­se sind die Gen­der­stern­chen. Aber das macht die­sen Blöd­sinn nicht weni­ger. Es ist lächerlich.

        1. @aa
          Die­se Men­schen sind weder "lädiert" noch füh­len sie sich vom "Gen­dern" bedroht. Viel­leicht stel­len sie sich ein­fach nur die Fra­ge, ob man jeden Schwach­sinn mit­ma­chen muss…

        2. @aa
          Ich bin selbst für glei­che Rech­te (aber nicht für Gleich­ma­che­rei) und fin­de die Ansät­ze mit Gleich­be­rech­ti­gung gut. Wenn dann aber auf Gen­der­stern­chen rum­ge­rit­ten wird und man sich damit brüs­tet, dass man ja ach-so-gerecht und tole­rant ist und gleich­zei­tig (!!!) die Grund­rech­te von gan­zen Men­schen­grup­pen mit Füßen getre­ten wird und aufs Übels­te gehetzt wird, ist die­se Heu­che­lei und Wider­sprüch­lich­keit kaum noch zu ertragen.

          Ich kann mitt­ler­wei­le durch­aus nach­voll­zie­hen, dass da ein­zel­nen der Kra­gen platzt, auch wenn ich Frau­en­hass usw. aufs Schärfs­te ver­ur­tei­le. Nur geht es bei die­sem Gen­der­ge­döns mei­ner Mei­nung nach wirk­lich über­haupt nicht mehr um benach­tei­lig­te Grup­pen (die hat auch gar kei­ner gefragt), son­dern um eine Selbst­ge­rech­tig­keit von pri­vi­le­gier­ten Per­so­nen aus der bür­ger­li­chen Mit­te (mitt­ler­wei­le stark nach links gerutscht), die sich damit als beson­ders 'gut' und 'tole­rant' dar­stel­len wollen.
          Das Uner­träg­li­che ist für mich ein­fach der Wider­spruch und auch hier wie­der die­ser Zwang. Es muss bis zum Erbre­chen gegen­dert wer­den und auf dem Papier muss alles stim­men, aber wie die Rea­li­tät aus­sieht, dafür inter­es­sie­ren sich die Lin­ken schon längst nicht mehr. Die­ser Mis­sio­nie­rungs­ei­fer stößt mir mitt­ler­wei­le auf, vor allem weil er ja wirk­lich mitt­ler­wei­le fast durch alle Berei­che geht: Wenn man eine Plas­tik­do­se in den Bio­müll wirft, wird man ja fast geköpft, wer 100 Meter mit dem Auto fährt, für den ist die Stei­ni­gung fäl­lig… So in etwa: Es wird nicht mehr mit Augen­maß gedacht, son­dern auf die­se tech­no­kra­ti­sche Robo­ter­ma­nier… Schwarz-weiß. Gut-böse. Ver­gisst man das Gen­der­stern­chen zählt man schon als Ver­bre­cher und Frau­en­feind. Das ist doch nicht mehr nor­mal die­se Zwang­haf­tig­keit beim Ver­fol­gen der eige­nen 'Zie­le'.

      1. @MarcDamlinger: Auch ich bin für die Bei­be­hal­tung der männ­li­chen Form und sehe mich sogar durch Femi­nis­tin­nen bestä­tigt, die sogar gut argu­men­tie­ren. Nicht Vie­le, aber immerhin.
        Mei­ne Erklä­rung ist, dass mei­ner Auf­fas­sung nach ein dis­kri­mi­nie­ren­der Fak­tor in höhe­rem Mas­se vor­han­den ist wenn gegen­dert wird. Das Glei­che gilt für die Quo­te. Eine Frau­en­quo­te unter­stellt bei­spiels­wei­se dass Frau­en hil­fe­be­dürf­ti­ger sei­en. Ein Gesuch nach einer Fach­kraft setzt die geschlecht­li­che Gleich­be­hand­lung vor­aus. Der Zusatz in weib­li­cher Form impli­ziert dass weib­li­che Kan­di­da­ten der beson­de­ren Erwäh­nung bedürf­ten. In "Gebil­de­ten­spra­che" kann das bedeu­ten dass Frau­en nicht klug wären. Man hebt mit frag­wür­di­ger Gram­ma­tik einen Umstand her­vor, wel­cher der Frau ehe­dem gebührt. Unter uns; redet man so nicht mit Leu­ten die man für "benach­tei­lig­ter" hält?
        Die männ­li­che Form wur­de im Zwei­fels­fall des­we­gen gewählt, weil es ein­fa­cher ist, auch im Anony­men. Unter­schreibt einer mit "Pro­ku­rist", was geht es die an, wel­che das Doku­ment lesen, ob der Pro­ku­rist männ­lich, weib­lich, dick oder dünn ist? Blie­be man beim Alten wüss­te zunächst ein­mal nie­mand etwas über die Pri­vat­sphä­re eines Beauf­trag­ten. Ist das nicht viel sinn­vol­ler, und schütz­te das nicht die Pri­vat­sphä­re am Besten?
        Aber zurück zur Anti­fa. Bis Heu­te habe ich nicht ver­stan­den wie­so man "femi­nis­tisch" und "anti­fa­schis­tisch" gleich­zei­tig sein möch­te. Sind Frau­en etwa "anti­fa­schis­tisch"? Das wür­de mich wundern.
        His­to­risch belegt ist, dass zwar die "lin­ken" Par­tei­en das Frau­en­wahl­recht in die­sem Sin­ne wehe­ment unter­stütz­ten, nach Ein­füh­rung 1918 aber die rech­ten Par­tei­en domi­nier­ten. Bei 50% Wäh­le­rin­nen! (klei­nes "i") Der Ver­lauf der "Wei­ma­rer Repu­blik" ist ja bekannt.
        Abschlies­send füh­re ich an dass "Anti­fa" sich zudem "Anti­ka­pi­ta­lis­tisch" gibt. Um ehr­lich zu sein, Ich find's schön weil's sonst fast kei­ner macht. Aber auch Nazis sind unter Umstän­den sogar extremst anti­ka­pi­ta­lis­tisch. Also Vor­sicht, als "Unter­schei­dungs-merk­mal" taugt das nicht so. Und ein paar wei­te­re "klei­ne Fal­len" sind zu bekla­gen. Man stu­die­re den Faschis­mus sage ich. Nicht inten­siv, aber objek­tiv und auf­merk­sam. So man­ches "Nar­ra­tiv" erweist sich als trügerisch.
        Die ech­ten Anti­fa­schis­ten ste­hen tat­säch­lich auf unse­rer Sei­te, sie haben näm­lich den Bra­ten schon gero­chen. Man führt kei­ne Gen­ex­pe­ri­men­te an unwis­sen­den Pro­ban­den durch und bean­sprucht den Ruf ein "Men­schen­freund" zu sein. Das geht nicht. Das ist ein "X" für ein "U".

    1. So sieht Mei­nungs­frei­heit im bes­ten Deutsch­land aller Zei­ten aus. 

      Aber die Geset­ze wur­den ja vor­her geschaf­fen, da hat auch kein Hahn nach gekräht bzw. durch­ge­blickt hat bei den Geset­zen ver­mut­lich eh niemand.
      Deutsch­land schafft sich Geset­ze, mit­tels derer man die Welt ziem­lich gut ent­mensch­li­chen kann und die Grund­ge­set­ze aus­he­beln kann. 

      Das bes­te Deutsch­land aller Zei­ten… und dann wird sich aber gleich­zei­tig auf­ge­regt, dass es im Aus­land kei­ne Mei­nungs­frei­heit gäbe und die armen Men­schen ja so arm dran sei­en, dass man unbe­dingt für Amnes­ty Inter­na­tio­nal spen­den müsse…
      Aber in Deutsch­land darf die Poli­tik das alles sogar selbst for­cie­ren.. Man kann sich eigent­lich nur noch jeden Tag die Augen rei­ben und immer wie­der fra­gen, ob man träumt oder die­ser Alp­traum tat­säch­lich Rea­li­tät ist. 

      Regie­rung for­dert zur Zen­sur in Deutsch­land auf. Unfass­bar. Und mit wel­chen Argumenten.

  9. Ver­wir­rung um die Rechtsradikal:innen

    Wenn Verschwörungsideolog:innen dann auch Rechtsradikal:innen, dass aus­ge­rech­net die gegen „Faschis­mus“ und „SS“ demons­trie­ren, ist es schon selt­sam, und dazu wer­den sie von den Befür­wor­tern der Coro­na-Faschis­mus und des Gree­paS­Ses beschimpft.

    Die Ver­wir­rung wird im Lager der Befür­wor­ter der Gen­the­ra­pie für alle immer grös­ser. Auf ":innen" ver­zich­te ich.

  10. Make Ger­man Masks gre­at again!

    "Deut­sche Mas­ken­her­stel­ler kla­gen über aus­blei­ben­de Aufträge
    „Die Lage bei vie­len hei­mi­schen Her­stel­lern ist dra­ma­tisch“, sag­te der Spre­cher des Mas­ken­ver­bands Deutsch­land, Ste­fan Berg­mann, der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen heu­te. „95 Pro­zent der deut­schen Maschi­nen ste­hen still, weil es kei­ne Auf­trä­ge gibt“, erklär­te er.

    Obwohl der Staat den Auf­bau der Pro­duk­ti­on mas­siv mit Zuschüs­sen geför­dert habe, wür­de die öffent­liche Hand ent­ge­gen ande­rer Zusa­gen Auf­trä­ge rein nach Preis­kri­te­ri­en nach Asi­en vergeben."
    https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​1​3​1​6​6​2​/​D​e​u​t​s​c​h​e​-​M​a​s​k​e​n​h​e​r​s​t​e​l​l​e​r​-​k​l​a​g​e​n​-​u​e​b​e​r​-​a​u​s​b​l​e​i​b​e​n​d​e​-​A​u​f​t​r​a​ege

    Rein aus öko­no­mi­schen Grün­de wäre ein Weg­fall der Mas­ken­pflicht also kata­stro­phal für die deut­sche Maskenindustrie.

    In der Ori­gi­nal­mel­dung vom "Mas­ken­ver­band Deutsch­land" (das ist kein Kar­ne­vals­ver­ein) erfährt man:

    "Im Mas­ken­ver­band Deutsch­land sind zur­zeit 74 Unter­neh­mer orga­ni­siert, die aus­schließ­lich in Deutsch­land pro­du­zie­ren und dafür nur Vor­pro­duk­te aus Deutsch­land oder Euro­pa ver­wen­den. Sie haben eine Kapa­zi­tät von 4,12 Mil­li­ar­den Mas­ken pro Jahr, sind der­zeit aber nur zu 20 Pro­zent aus­ge­las­tet. Eine 90-Mil­lio­nen-För­de­rung des Bun­des aus dem Jahr 2020 hat­ten die Unter­neh­mer sei­ner­zeit um Inves­ti­tio­nen in Höhe von 210 Mil­lio­nen Euro ergänzt und damit Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für Mas­ken und Melt­blown-Vlies in Deutsch­land geschaffen.

    Da jedoch öffent­li­che Insti­tu­tio­nen (Minis­te­ri­en, Behör­den, Kom­mu­nen, gro­ße Ein­käu­fer der Pri­vat­wirt­schaft) fast aus­schließ­lich bil­lig in Chi­na bestel­len, liegt die Bran­che brach, über 4000 gera­de neu geschaf­fe­ne Arbeits­plät­ze in Deutsch­land und sind in Gefahr – und erneut die deut­sche Unab­hän­gig­keit von Asien."

    https://​www​.mas​ken​ver​band​-deutsch​land​.de/​2​0​2​2​/​0​2​/​m​a​s​k​e​n​v​e​r​b​a​n​d​-​f​o​r​d​e​r​t​-​d​e​n​-​f​r​a​n​z​o​e​s​i​s​c​h​e​n​-​w​e​g​-​i​n​-​d​e​r​-​v​e​r​s​o​r​g​u​n​g​-​m​i​t​-​m​a​s​k​e​n​-​p​r​e​i​s​-​d​a​r​f​-​n​i​c​h​t​-​d​a​s​-​e​n​t​s​c​h​e​i​d​e​n​d​e​-​k​r​i​t​e​r​i​u​m​-​b​e​i​-​d​e​r​-​v​e​r​g​a​b​e​-​v​o​n​-​a​u​f​t​r​a​e​g​e​n​-​s​e​in/

    Man kann immer wie­der nur fest­stel­len, dass die­je­ni­gen die sich auf Zusa­gen der Bun­des­re­gie­rung ver­las­sen, am Ende die A****karte zie­hen. Eine Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät von 4Mrd. Mas­ken reicht immer­hin für 50 Mas­ken je Bun­des­bür­ger pro Jahr. Also für jede Woche eine neue Maske.

    Wir hören so oft, dass die Mit­ar­bei­ter der Auto­in­dus­trie, der Braun­koh­le usw. sich nicht gegen den Wan­del sper­ren soll­ten und in ande­ren Bran­chen Arbeit fin­den wür­den. Das könn­te bald auch für die deut­sche Mas­ken­in­dus­trie gel­ten. Frei nach dem Mot­to "Schwer­ter zu Pflug­scha­ren!" soll­te es bald hei­ßen "Mas­ken zu Staubsaugerbeuteln!"

    1. @Erfurt

      Kapi­ta­lis­mus in sei­ner mono­po­lis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­on ist heu­te in jeden Win­kel der Erde vor­ge­drun­gen mit Aus­nah­me jener weni­gen Inseln, die sich die Kapi­ta­lis­ten gekauft haben, um sich im Kata­stro­phen­fall dort­hin zurück­zie­hen zu können.

      Jede Regie­rung die­ser Erde, egal, wie demo­kra­tisch oder nicht, sieht sich also mit die­ser unge­heu­ren Macht­fül­le kon­fron­tiert, und jede ver­sucht, ihre Bezie­hung zum Kapi­ta­lis­mus so zu defi­nie­ren, dass sie nicht untergeht.

      Wenn die zen­tra­le Par­tei die Ober­hand bei der Gestal­tung der Plan­wirt­schaft behal­ten will, wird sie sich in einem stän­di­gen Kampf mit die­sen Kapi­ta­lis­ten befin­den um die Gestal­tungs­macht. Sobald ihr das nicht mehr gelingt, ist es der Faschis­mus – nach Mus­so­li­nis gerad­li­ni­ger Defi­ni­ti­on ein Kor­po­ra­tis­mus, bei dem das Kapi­tal das Sagen hat.

      Letz­te­res ist der Ist­zu­stand im Westen.

      Fra­gen an Sie:

      1. Wie kann "man" dem entkommen?
      2. Falls man dem ent­kommt: wer hat dann das "Sagen" (und die Verantwortung)?

      1. "Fra­gen an Sie:

        1. Wie kann "man" dem entkommen?
        2. Falls man dem ent­kommt: wer hat dann das "Sagen" (und die Verantwortung)?"

        –> @some1
        Ich war zwar nicht gemeint, aber mich beschäf­ti­gen die­se Fra­gen momen­tan auch. Mei­ner Mei­nung nach sind sowohl der Neo­li­be­ra­lis­mus als auch der Kapi­ta­lis­mus ver­hee­rend und für vie­le Din­ge ver­ant­wort­lich, die momen­tan ablau­fen (neben dem Pro­blem mit dem Konformismus).

        zu 1: Ganz ent­kom­men kann man dem wohl nicht, aber man kann Groß­kon­zer­ne ver­su­chen zu mei­den. So viel es geht auf eige­ne Pro­duk­ti­on umstel­len, Tausch­han­del im Pri­va­ten, Ansprü­che run­ter­schrau­ben, aus dem Kon­sum­rad aus­stei­gen, so weit es geht. Letz­ten Endes auch aus dem Arbeits­sys­tem aus­stei­gen, wobei hier das Pro­blem besteht, dass man ohne Grund und Boden auf Geld ange­wie­sen ist wegen der Miete.
        Wir müss­ten also Gemein­schaf­ten bil­den von Men­schen, die Grund und Boden besit­zen und dort etwas leben, was mög­lichst ohne die Kon­zer­ne und das Geld­sys­tem auskommt.
        So lan­ge man kein eigen Grund und Boden hat, ist man vom Geld­sys­tem abhän­gig. Das ist das Haupt­pro­blem. Wir sind eigent­lich wie­der so weit wie im Mit­tel­al­ter mit den Leib­ei­ge­nen bzw. Knech­ten, nach­dem ihnen eige­nes Land abge­nom­men wur­de und sie für einen Her­ren knech­ten mussten.
        Der Unter­schied, dass heu­te vie­le Grund­stü­cke in Pri­vat­be­sitz und nicht mehr in Staats­be­sitz sind. Die Pri­va­ten müss­ten sich ent­schlie­ßen, einen Teil der Grund­stü­cke für die All­ge­mein­heit zur Ver­fü­gung zu stellen.

        1. @ Getrie­be­sand

          "Raus aus dem Sys­tem" wo immer mög­lich hal­te ich auch für den bes­ten Ansatz, nicht nur, um dem Sys­tem die Nah­rung zu ent­zie­hen, son­dern vor allem selbst wie­der zu ler­nen, wie vie­les man gar nicht braucht, für das man oft emsig arbei­tet, weil einem die Wer­bung erzähl­te – dass man es unbe­dingt braucht 😉

          Das mit dem Eigen­tum an Grund und Boden ist schon rich­tig. Eigen­tum, das von einem selbst bewirt­schaf­tet wird, ist ein Mit­tel, Ver­ant­wor­tung zu ler­nen und zu prak­ti­zie­ren. Ein Bekann­ter von mir erb­te in jun­gen Jah­ren eine grö­ße­re Sum­me. Er zog nach Frank­reich, erwarb ein Stück Land, das er mit ande­ren bis heu­te bewirt­schaf­tet, und auch eine freie Zei­tung hat er damals gegrün­det. Unglück­li­cher­wei­se hat er auch noch Phi­lo­so­phie stu­diert und ist "Mar­xist". Aber er ist ein klu­ger Mann, der auf sei­ne inne­re Stim­me hört, die weit­aus klü­ger ist als die Ideo­lo­gie, von der er glaubt, dass sie die­ser inne­ren Stim­me ent­spricht. Im Zwei­fel wür­de er auf die hören und nicht auf Marx.

          Den­noch wür­de ich Eigen­tum nicht über­be­wer­ten, denn auch dafür, für die Bewirt­schaf­tung, die lau­fen­den Kos­ten, Repa­ra­tu­ren benö­tigt man Geld, zudem kann es ent­eig­net oder zer­stört wer­den. Daher ist es ein Vor­teil, aber nicht unbe­dingt sicher.

          Ein ande­rer Bekann­ter, ein Mann von ca. 60 Jah­ren, war noch nie in sei­nem Leben sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt und auch nicht selbst­stän­dig. Er lebt in Mie­te. Hilft ande­ren, die ihm hel­fen, die Mie­te und das Essen zu bezah­len. Er war schon immer gegen Geld­wirt­schaft. Da er BWL stu­diert hat, weiß er warum.

          Wozu die­se Bei­spie­le? Die ein­zi­ge Sicher­heit fin­det man in sich selbst, im Ver­trau­en auf die eige­ne Krea­ti­vi­tät und den Auf­trag an die inne­re Stim­me, Wege zu fin­den .… jeder hat einen inne­ren Kom­pass, aber so gut wie jeder ver­lernt ihm zu fol­gen vor lau­ter ange­lern­ten Bedenken.

      2. aa will unse­ren dia­log been­det sehen und hat oben die ant­wort­tas­te ausgeschaltet.
        ich lebe nicht im zeit­al­ter des humanismus.
        Sie haben eine ten­denz zu ver­ei­nah­men, ent­we­der durch die tota­li­tät kumu­la­ti­ver ver­ant­wor­tung oder durch eine verbündung.
        bei zwei huma­nis­ten den­ke ich an einen drit­ten, an heid­eg­ger, mit sei­nem brief über den humanismus.
        ich den­ke an fou­cault, als einen vierten.
        ich den­ke an den wider­streit von lyotard.
        post­mo­der­nis­mus ist irgend­wie anti­hu­ma­nis­tisch und des­halb transhumanistisch.
        ich den­ke an carl schmitt, der die men­schen­rech­te als herr­schafts­in­stru­ment kritisiert.
        die nazis waren anti­hu­ma­nis­ten, weil sie den begriff mensch­heit gegen den begriff volk stellten.
        die race, mensch­heit, besteht aus ras­sen, sag­ten sie.
        Sie dür­fen das letz­te wort haben, aa will das licht abdrehen.

        1. @holger blank

          Mit Blick auf den Wald:
          Huma­nis­mus will die Mensch­heit oder einen Teil davon ver­bes­sern und maßt sich an zu wis­sen, was das bedeu­tet. Auch die Nazis waren Huma­nis­ten in die­sem Sinn – sie woll­ten die Ras­se ver­bes­sern. Metho­den sind und waren stets Zwang und Vernichtung.

          Ich bin der Ansicht, dass Men­schen selbst­be­stimmt sein soll­ten, auch dann, wenn das irgend­wem nicht passt. Daher bin ich kein Humanist.

    2. @ Erfurt @ Some1:
      „Es ist unse­re Anspruchs­lo­sig­keit, die bewirkt, dass die Vor­rei­ter einer neu­en Welt­ord­nung mit uns so leich­tes Spiel haben. Die meis­ten geben sich damit zufrie­den, die Ent­wick­lung zum Schlech­te­ren nur zu ver­lang­sa­men oder auf­zu­hal­ten. Im äußers­ten Fall seh­nen sich Men­schen nach der Wie­der­her­stel­lung der Zustän­de in der frü­hen Mer­kel-Ära. Das aber ent­facht kei­ne Begeis­te­rung, es schlä­fert höchs­tens ein. Wir brau­chen kla­re und weit­grei­fen­de Zie­le, um den der­zei­ti­gen Blind­flug zu been­den. Sozia­lis­ti­sche Uto­pien der Ver­gan­gen­hei­ten aller­dings hat­ten den Nach­teil, dass der Des­po­tis­mus mit ihnen nur die Far­be wech­sel­te, anstatt ganz zu ver­schwin­den. Unse­re Ziel­vor­stel­lun­gen müs­sen an den Kern der glo­ba­len Pro­ble­me gehen: die unge­rech­te Ver­tei­lung der Einkommen."
      https://​www​.rubi​kon​.news/​a​r​t​i​k​e​l​/​d​a​s​-​g​r​o​s​s​e​-​z​iel

      Ich glau­be, das trifft es eigent­lich ganz gut. Wenn wir, über die Wie­der­her­stel­lung des alten Zustan­des hin­aus, der immer die mas­si­ve Gefahr einer Wie­der­ho­lung birgt, etwas errei­chen wol­len, soll­ten wir irgend­wann unse­re Ener­gien auf eine Ziel­vor­stel­lung einer ande­ren Welt rich­ten, anstatt uns immer wei­ter damit zu beschäf­ti­gen, was wir nicht mehr wollen.

      „Wenn Du ein Schiff bau­en willst, dann tromm­le nicht Män­ner zusam­men um Holz zu beschaf­fen, Auf­ga­ben zu ver­ge­ben und die Arbeit ein­zu­tei­len, son­dern leh­re die Män­ner die Sehn­sucht nach dem wei­ten, end­lo­sen Meer.“
      (Antoine de Saint Exupéry)

  11. Geschichts­re­vi­si­ons­mus? Ein­fach absurd. Wie ist Faschis­mus defi­niert? Anti­de­mo­kra­ti­sche Dik­ta­tu­ren, die rechts­ge­rich­tet sind? Was ist an der Kri­tik an auto­ri­tä­ren Coro­na-Maß­nah­men rechts­ge­rich­tet nach die­ser Defi­ni­ti­on? Wer­te (Tei­le der) Anti­fa, Bil­dung ist zwar meist gra­tis, aber bei euch voll­kom­men umsonst.

    Gruß, O'Mikron

  12. Ich finds immer sehr lus­tig, wie bei­spiels­wei­se die Anti­fa offen zur Schau stellt, dass sie von sich selbst ent­frem­det ist und wie das eige­ne Uner­wünsch­te auf die Coro­na-Maß­nah­men­kri­ti­ker pro­ji­ziert wird. 

    Deren Mot­to nennt sich "fried­lich" zusammen. 

    Aber was ist fried­lich an aggres­si­ven Paro­len wie
    – (unse­re Demons­tra­tio­nen sei­en) unfass­bar widerlich??

    Was ist "zusam­men" an Paro­len wie
    – 1000 Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen und Rechtsradikale??

    Bei­des ist genau das Gegen­teil von fried­lich und gemein­schaft­lich. Es wird Hass gesät und die Gesell­schaft gespal­ten in die Guten und die Bösen. 

    Wenn ich mir die Demons­tra­ti­ons­zü­ge anschaue, auf denen ich war, dann kann ich sagen, dass inner­halb der Demos es eigent­lich immer fried­lich zuging und manch­mal auch ein Gemein­schafts­ge­fühl zu spü­ren war.
    Die Demons­tran­ten von der Anti­fa aber waren hier das Gegen­teil von fried­lich: Sie brüll­ten aggres­siv, belei­dig­ten die Mas­se sehr unver­schämt als Anti­se­mi­ten, Eso­te­ri­ker, Fot­zen usw., blo­ckier­ten den Demozug. 

    Ich bin mal gespannt, wie lan­ge die ihr Trug­bild noch auf­recht erhal­ten kön­nen, denn die müs­sen ja auch mal lang­sam mer­ken, dass sie mit ihren Hass­pa­ro­len und Spal­tungs­ver­su­chen die Bewe­gung nicht pro­vo­zie­ren kön­nen und sogar eher genau das Gegen­teil von dem bewir­ken, was sie bewir­ken wol­len: Wir wer­den immer mehr und wir blei­ben fried­lich. Es wird immer offen­sicht­li­cher, wie die sich in Hass und blin­dem Aktio­nis­mus abstram­peln, wäh­rend wir immer ruhi­ger wer­den und immer bes­ser spü­ren, dass sich das Leben selbst trägt. Der Hass trägt sich nie­mals selbst. Irgend­wann geht denen die Pus­te aus, denn Hass zer­stört und kos­tet auf lan­ge Sicht Ener­gie. Die Ener­gie, um sich sei­nen Selbst­be­trug auf­recht zu erhalten.

  13. Zwei Din­ge – habe ich gehört – sol­len unend­lich sein. Die Dumm­heit des "rech­ten Flü­gels der Anti­fa" ( 😀 ) und das Uni­ver­sum. Zuge­ge­ben, das mit dem Uni­ver­sum habe ich noch nicht so genau ver­stan­den. Das mit der Anti­fa ist aber auch nicht so kom­pli­ziert, bloss weil's unglaub­lich klingt.
    Was die NSDAP angeht, da ist es offen­bar am ein­fachs­ten mit dem Fin­ger auf die Ande­ren zu zei­gen. Mal sehen wen man wider Wil­len zur AFD pres­sen kann!? Das ist die pro­pha­ne Poli­tik dahin­ter. Gutes Bei­spiel aus der Uni­on: Stein­mei­er wäh­len, Otte raus­schmeis­sen. Das passt doch ins Bild. War bis vor kur­zem Frau Mer­kel Garant für Zulauf in die AfD, scheint der Kelch wei­ter gewan­dert zu sein. Sehen wir das weni­ge Posi­ti­ve am Gan­zen. Es wird z.B. nicht langweilig. 🙂

  14. Passt doch!
    Unfass­bar dumm auch die Ampelianer:

    "Die SPD schickt unter ande­ren Biontech-Mit­grün­de­rin Özlem Türe­ci und Mary­lyn Addo, Lei­te­rin der Sek­ti­on für Infek­tio­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf in die Bun­des­ver­samm­lung, die CDU die Not­ärz­tin Lisa Feder­le und den Prä­si­den­ten der Inten­siv­me­di­zi­ner-Ver­ei­ni­gung Ger­not Marx und die Grü­nen Cha­ri­té-Insti­tuts­di­rek­tor Chris­ti­an Dros­ten, die Viro­lo­gin San­dra Cie­sek und Chris­ti­an Kara­gi­ann­idis, den Prä­si­den­ten der Deut­schen Gesell­schaft für Inter­nis­ti­sche Inten­siv­me­di­zin und Not­fall­me­di­zin. Die Links­par­tei hat Ricar­do Lan­ge, einen inzwi­schen deutsch­land­weit bekann­ten Inten­siv­kran­ken­pfle­ger, nominiert."

    https://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​i​n​l​a​n​d​/​b​u​n​d​e​s​v​e​r​s​a​m​m​l​u​n​g​-​2​0​2​2​-​w​e​r​-​d​e​n​-​b​u​n​d​e​s​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​e​n​-​w​a​e​h​l​t​-​1​7​7​9​4​3​0​3​-​p​2​.​h​tml

    Nein, Anlass zur Hoff­nung, dass von deren Sei­te Kehrt­wen­den kom­men könn­ten, besteht nicht.

  15. Eine unfass­ba­re Het­ze, die genau den tota­li­tä­ren Denk­mus­tern ent­springt, von denen die "Anti­fa" vor­gibt, dass sie sie bekämp­fen würde.

    Wir waren ges­tern geschätzt knapp 10.000 Men­schen. Fried­lich. Bunt. Fröh­lich. Ohne poli­ti­sche Sym­bo­le. Die Mit­te der arbei­ten­den Gesell­schaft. Fami­li­en mit Kin­dern. Feu­er­wehr­leu­te, Pfleger/innen. Vor uns lie­fen zwei Ärz­tin­nen, auf dem Rücken des Kit­tels stand sinn­ge­mäß: Wir die­nen der Medi­zin und nicht der Pharmaindustrie.

    Das nächs­te Mal wer­den wir 20.000 sein.

  16. 1962 wur­de auf dem Ciba-Sym­po­si­um in Lon­don das The­ma, das man wegen des Holo­caust erst ein­mal hat­te ruhen las­sen müs­sen, wie­der auf­ge­nom­men. Der ZEIT-Wis­sen­schafts­re­dak­teur Tho­mas von Ran­dow berich­tet 1963 unter dem Titel „Gespens­ti­sche Visio­nen“ über den Tagungsband:

    "Man and his Future", CIBA-Foun­da­ti­on Volu­me, edi­ted by Gor­don Wols­ten­hol­me, J. & A. Chur­chill Ltd., Lon­don 1963, 410 S., 25 s.
    Die Mensch­heit steht am Wen­de­punkt ihrer evo­lu­tio­nä­ren Geschich­te, erklärt Juli­an Hux­ley in sei­nem ein­lei­ten­den Refe­rat. Die natür­li­che Aus­le­se der Fähigs­ten ist von der psy­cho­so­zia­len Ent­wick­lungs­pha­se über­la­gert, die in gesell­schaft­li­chen Sys­te­men und deren Pro­duk­ten, den Maschi­nen, Kunst­wer­ken, Wis­sen­schaf­ten und Reli­gio­nen, ihren Aus­druck fin­det. Die­se psy­cho­so­zia­le Evo­lu­ti­on wirkt dem natür­li­chen Aus­le­se­prin­zip ent­ge­gen; sie führt zur Bevöl­ke­rungs­explo­si­on und vor allem zur Mani­fes­tie­rung nega­ti­ver Erb­an­la­gen in immer wei­te­ren Krei­sen der Mensch­heit. Für die­se "dys­ge­ni­sche" Ten­denz emp­fiehlt Hux­ley als Gegen­mit­tel die "Euge­nik", die – wie wäre es anders zu erwar­ten – auch Gegen­stand des Bei­tra­ges von Nobel­preis­trä­ger Her­mann J. Mül­ler ist.

    https://​www​.zeit​.de/​1​9​6​3​/​3​9​/​g​e​s​p​e​n​s​t​i​s​c​h​e​-​v​i​s​i​o​n​e​n​/​k​o​m​p​l​e​t​t​a​n​s​i​cht

    Am Schluss die­ser Rezen­si­on schreibt er:

    Bio­lo­gie und Ver­hal­tungs­wis­sen­schaft ent­wi­ckeln gegen­wär­tig Metho­den, die das mensch­li­che Dasein dras­tisch umge­stal­ten kön­nen. Das wird uns bei der Lek­tü­re des unge­wöhn­li­chen Buches deut­lich. Und noch etwas sehr viel Wich­ti­ge­res ler­nen wir – beson­ders aus den Dis­kus­si­ons­bei­trä­gen: Die Anwen­dung sol­cher Metho­den darf unter kei­nen Umstän­den allein den Wis­sen­schaft­lern über­las­sen werden.

    Wer IRGEND einen Mensch die­ser Erde, sei er Jude, schwarz, weiß, gelb oder irgend­ei­nes Glau­bens oder einer Über­zeu­gung zu einem min­der­wer­ti­gen Men­schen, zu einem Un-Men­schen erklärt, folgt genau die­ser Ideo­lo­gie und macht die Fol­gen immer neu möglich!

    Deut­schen hat es nicht gehol­fen, wenn sie sag­ten, dass sie Juden zwar komisch gefun­den, sie aber doch nie­mals ermor­det hät­te. Wem wird es hel­fen, wenn er sagt, dass er Nazis abscheu­lich fin­det, sie aber doch nie ermor­den las­sen wol­len würde??!

    Dabei ist es voll­kom­men uner­heb­lich, ob er ihn Welt­ju­de oder Nazi nennt. Die Dif­fa­mie­rung ist die Vor­stu­fe der Ent­mensch­li­chung: sie öff­net die Schleu­sen, öff­net den Ver­bre­chen die Tür und tat genau das immer schon – vor dem Holo­caust, nach dem Holocaust.

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