Viel fällt der Kanzlerin dazu auch nicht ein.

So urteilt der Bericht auf tagesschau.de unter dem bezeich­nen­den Titel "Dampf ablas­sen bei der Kanzlerin".

»Homeschooling, Homeoffice, Haushalt: Viele Mütter und Väter bringt die Corona-Krise an die Belastungsgrenze. Im vir­tu­el­len Bürgerdialog mit Kanzlerin Merkel konn­ten sie Dampf ablas­sen. Und das mach­ten sie auch…

Falls es die Kanzlerin doch noch nicht mit­be­kom­men haben soll­te, been­det die Mutter ihre Schilderungen aus dem Leben einer Alleinerziehenden mit den Worten: "Die Stimmung ist ins­ge­samt sehr, sehr schlecht."

Viel fällt der Kanzlerin dazu auch nicht ein. Und so sagt Angela Merkel zumin­dest ehr­lich: "Ich kann Ihnen jetzt auch kei­ne rich­tig guten Antworten geben." 

Und fügt hin­zu: "Es tut mir natür­lich auch weh, wenn ich ihr Unglück sehe." Sie ver­trös­tet die Mutter mit dem Versprechen, dass Schulen und Kitas bei Lockerungen Priorität haben. Sie wird die­ses Versprechen bei die­sem Bürgerdialog noch häu­fi­ger wiederholen.

Vierzehn Mütter und Väter neh­men an dem vir­tu­el­len Gespräch mit der Kanzlerin teil. Die Eltern wur­den von ver­schie­de­nen Verbänden aus­ge­sucht, etwa dem deut­schen Familienverband und dem Verband der allein­er­zie­hen­den Mütter und Väter…

Seit Wochen sind Schulen und Kitas geschlos­sen. Familien müs­sen irgend­wie Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut brin­gen. Es ist für vie­le eine belas­ten­de Situation und manch einer macht die Kanzlerin dafür ver­ant­wort­lich. Schließlich hat­te sich Merkel bei der jüngs­ten Ministerpräsidentenkonferenz dafür ein­ge­setzt, die Schulen und Kitas wei­ter geschlos­sen zu halten…

Heute in jedem Fall ver­schaf­fen sich die Eltern beim Bürgerdialog Gehör bei der Kanzlerin. Fragen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Kanzlerin kaum, es geht eher dar­um, Dampf abzu­las­sen: Therapiesitzung mit Merkel.

Häufiger mahnt die Moderatorin, sich kurz zu hal­ten, aber die Mütter und Väter den­ken gar nicht dran. Frei nach dem Motto: Jetzt sind wir dran.

Auch eine Sozialarbeiterin aus Wattenscheid mel­det sich zu Wort. Jihan Khodr enga­giert sich in der Flüchtlingshilfe, und kommt selbst ursprüng­lich aus dem Libanon. Sie ringt mit den Tränen, als sie der Kanzlerin erzählt, wie schwer das Homeschooling für vie­le Flüchtlingsfrauen und Mütter ist: "Es waren immer Probleme da, aber es war nie so sicht­bar wie in Corona-Zeiten. Wir wol­len unse­ren Kindern mehr hel­fen", aber vie­le Eltern sei­en macht­los. "Viele Migrationsfamilien in Bochum und Wattenscheid sind ein­fach Analphabeten. Die Kinder bekom­men die Unterstützung nicht."

Viele Eltern erzäh­len auch von den finan­zi­el­len Zusatzbelastungen, die die Pandemie mit sich brin­ge: Neuer Drucker fürs Homeschooling, Masken für die Kinder und schließ­lich auch mehr Kosten für zusätz­li­chen Mahlzeiten.

Die Kanzlerin ver­weist dar­auf, dass sich die Koalitionsfraktionen Mittwochabend auf einen Kinderbonus ver­stän­digt haben. Der Zuschlag soll ein­ma­lig 150 Euro betra­gen. Das sei "ein Tropfen auf einen hei­ßen Stein" heißt es uni­so­no von den anwe­sen­den Müttern und Vätern.«

Vielleicht soll­ten sich die ZeroCovid-AnhängerInnen anhö­ren, was die Klientel, die zu ver­tre­ten sie vor­gibt, so denkt.

33 Antworten auf „Viel fällt der Kanzlerin dazu auch nicht ein.“

  1. Es ist auch eine schwe­re Zeit, beson­ders für allein­er­zie­hen­de Mütter. Den Vater hat man schon zum Teufel gejagt und jetzt soll man sich auch noch um die Kinder kümmern.

  2. Ich kann mich des Eindruckes nicht erweh­ren das die Nummer inzi­niert ist. Wenn da Menschen gewe­sen wären die vor den Trümmern Ihres Lebens ste­hen, dann wären die Gespräche anders gelaufen.

    1. @S.Andersson:
      Mit gro­ßer Wahrscheinlichkeit wur­den exis­ten­zi­ell Betroffene nicht zuge­las­sen und die Teilnehmer hand­ver­le­sen. Der Kanzlerin ein wüten­des Volk zuzu­mu­ten wür­de kei­ner aus ihrer Entourage wagen. Es ist wohl ähn­lich abge­lau­fen wie zb das frü­her mal sehr inter­es­san­te Mittagsgespräch in BR2; da kann man sich seit Monaten wun­dern, wie froh die Bürger um Söder und Merkel sind.

  3. Ein Dialog für die Katz.
    Die Situation ohne Kita und Schule mit 3 Kids fin­de ich per­sön­lich zwar hart wenn der Job neben­her lau­fen muss. Aber ich bin iegend­wo froh das mei­ne Kinder aus die­sem Coronasystem raus sind und bei mir etwas unbe­schwert ohne Maske und Dauerpanik in Ruhe Spielen und ler­nen kön­nen. Dafür mache ich mich ger­ne Kaputt. 

    Die Kinderboni die es gibt wer­de ich im Sommerurlaub im Ausland ver­hei­zen, kei­nen Cent sieht die­ser Staat davon.

  4. Das ist bezeich­nend für Frau Merkel. Die Mutter der Nation spie­len, das stär­kr ihre Position die " sie meint es ja sehr gut­mü­tig allen. Das ist schon Wahlkampf.…hat der Kohl auch immer vor den Wahlen so ange­fan­gen. Viele glau­ben ihr die­ses Schauspiel. Wenige ver­ste­hen, dass die­se Frau geschickt tak­tiert um ihren Plan durch­zu­zie­hen. Wenn sie das wirk­lich inter­es­sie­ren wür­de, dann müss­te sie dem Plan abdrücken,Fehler ein­ge­ste­hen und einen demo­kra­ti­schen Weg ein­schla­gen wie es Schweden, Finnland und Norwegen tun.

  5. Wenn man sich das ansieht, dann könn­te man den­ken sie sei nur ent­setz­lich naiv und dumm. Aber sie ist auch geris­sen. Mindestens eine der Mütter war instru­iert als Stichwortgeberin. Sie sei auch so wahn­sin­nig für den Kampf gegen Klimawandel. Das gab Merkel das Stichwort für den neu­es­ten spin. Klimawandel redu­zie­re die Artenvielfalt, was wie­der­um die Entwicklung von Viren begüns­ti­ge die auf den Menschen überspringen.
    Ganz schön geris­sen. Wieviele wer­den dar­auf wohl rein­fal­len? Mit Spiegel u. Co. Im Rücken: sehr sehr viele.

  6. Die Kanzlerin ist hin­ter­häl­tig. Sie weiß, dass es kei­ne epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite gibt. Es geht ihr nicht um Corona, son­dern um "die Klimaziele". Ihre Rede vom Januar 2020 vor dem Weltwirtschaftsforum macht das ein­deu­tig klar. 

    "Die Klimaziele": Das ist streng­ge­nom­men nur ein ein­zi­ges Ziel, näm­lich die Reduzierung des CO2-Ausstoßes um jeden Preis. Vordergründig sieht es so aus, als füge sich die­ses Ziel naht­los in das Programm einer lobens­wer­ten, nach­hal­ti­gen Umweltpolitik, die wir – das sei hier betont, um Missverständnisse vor­zu­beu­gen – unbe­dingt brauchen. 

    Bei nähe­rer Betrachtung zeigt sich aber, dass das CO2-Ziel einer wis­sen­schaft­li­chen Theorie folgt, die sich durch kon­kre­te Messungen nicht erwei­sen lässt. Die Theorie bezieht sich auf einen extrem kom­ple­xen Gegenstand, das Klima der Erde. Dessen Entwicklung über län­ge­re Zeit vor­her­zu­sa­gen, ist beim jet­zi­gen Stand der Wissenschaft voll­kom­men unmög­lich. Heutige Klimatologie bewegt sich auf dem­sel­ben Erkenntnisstand wie die heu­ti­ge Virologie: Ist die­se weit­ge­hend Kaffeesatzleserei, so ist die Klimatologie zu einem gro­ßen Teil Vogelschau. 

    Klimatologen täu­schen wie die Virologen ein Wissen vor, das sie nicht haben. Als Belohnung dafür fin­den sie Gehör und Geld bei neo-mal­thu­sia­ni­schen Multimilliardär/innen und Politiker/innen. Diese mei­nen es gut mit den Menschen und mit der Erde, aber befan­gen in ihrem neo-mal­thu­sia­ni­schen Wahn tun sie das Falsche. 

    Frau Merkel gehört zu die­sen Politiker/innen. Sie nann­te in ihrer oben erwähn­ten Januar-Rede die Veränderung des Klimas durch CO2 ein "Fakt". Wer wider­spricht, wäre von "Emotionen" gelei­tet. Als Physikerin wis­se sie das. 

    Jenes "Fakt" besteht aber nur in ihrem Kopf. Das ist etwas, was die Kanzlerin anschei­nend nicht mehr ver­ste­hen kann. Könnte sie es, wür­de sie ihre desas­trö­se Corona-Politik von heu­te auf mor­gen beenden.

    1. @Ehrlicher Handwerker: Dann schau­en wir den Versteppungen in wei­ten Teilen der Welt mal zu, betrifft ja nur die dort Lebenden, die eh an Hunger ster­ben. Mit schmel­zen­den Gletschern haben auch nur unver­bes­ser­li­che WindersportlerInnen zu tun. Wenn der sibi­ri­sche Permafrost taut, kom­men wir bes­ser an die Bodenschätze ran. Alles pri­ma. Und AIDA kann dann durch die Nordmeere schippern.

      1. @aa: Du schriebst Deine Antwort ver­mut­lich nur mit einer Hand, denn die ande­re wur­de für den erho­be­nen Zeigefinger gebraucht. 😉 

        Moral ist gut und wich­tig, kann aber auch von der Sache ablen­ken. Das glo­ba­le Klima ist ein extrem viel­fäl­ti­ges Phänomen, das sich kaum auf einen ein­zi­gen Nenner brin­gen lässt. Wer es doch tut, läuft gro­ße Gefahr zu ver­ein­fa­chen oder ein­sei­tig dar­zu­stel­len. Noch schwie­ri­ger sind die Ursachenforschung und der Versuch, Aussagen über den zeit­li­chen Verlauf zu machen. 

        Alarmismus bringt media­le Aufmerksamkeit und Geld. Und Wissenschaft muss heu­te ver­mark­tet wer­den, um bestehen zu kön­nen ("Drittmittel"). Private Geldgeber ver­lan­gen Ergebnisse, die in eine ganz bestimm­te Richtung weisen. 

        Wer in die­sem Debattenklima noch von "Fakten" spricht (wie die Kanzlerin), hat nicht ver­stan­den, dass Skepsis ein ele­men­ta­rer Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis ist. 

        Zu ver­mu­ten, dass CO2 ein Faktor ist, der zur Erderwärmung bei­trägt, und sei­ne Politik danach aus­zu­rich­ten, ist das Eine. Dagegen ist nichts zu sagen. 

        Etwas ganz ande­res ist es, eine sol­che Politik auf Biegen und Brechen, das heißt mit den Mitteln eines unde­mo­kra­ti­schen, tota­li­tä­ren Regimes wie des chi­ne­si­schen durch­set­zen zu wollen. 

        Letzteres kommt in der Bundesrepublik Deutschland einem Verfassungsbruch gleich. Begriffe wie Staatsstreich und Hochverrat fal­len einem da ein. Inwiefern sie auf das Merkel-Regime zutref­fen, mögen Verfassungsrechtler beurteilen.

        1. @Ehrlicher Handwerker: Die genann­ten Fakten sind nicht aus der Welt, indem man ihre Benennung für Moralisieren und Alarmismus hält. Frau Merkel kommt ihrem von der Automobil- und Energieindustrie erteil­ten Auftrag ganz gut ohne Verfassungsbruch nach. Um alles zu tor­pe­die­ren, was deren Gewinne schmä­lert, aber unse­re Lebensbedingungen ver­bes­sern könn­te, genügt ihr die Einbindung gro­ßer Teile der Bevölkerung, die aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Bequemlichkeit sich nicht damit beschäf­ti­gen will, wie die Zukunft ihrer Kinder aus­se­hen wird, wenn wir an dem "Immer mehr"-Fetisch unse­res Wirtschaftens fest­hal­ten. Begriffe wie Staatsstreich, Hochverrat und Merkel-Regime müß­ten schon mit Inhalt gefüllt wer­den, wenn sie das Pegida-Niveau über­schrei­ten sollen.

          1. @aa: Die Frage ist, was sind denn in die­ser Debatte die "Fakten"? Du schreibst zum Beispiel: "Mit schmel­zen­den Gletschern haben auch nur unver­bes­ser­li­che WindersportlerInnen zu tun." Das klingt dann so, wie wenn über­all auf der Welt die Gletscher schmel­zen. Aber ist das denn so? Ist das ein "Fakt"? Nein! Es ist eben kein "Fakt". Es gibt auch Gletscher, die nicht schmel­zen, und sogar wel­che, die wach­sen. Es gibt eben kein ein­heit­li­ches, son­dern ein sehr, sehr kom­ple­xes Bild. 

            Und zum "Merkel-Regime": Wenn es kei­ne epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite gibt und die Aushebelung der Grundrechte einem ande­ren Zweck dient – näm­lich einer "Transformation" der Gesellschaft um der "Klimaziele" wil­len -, wenn also das Grundgesetz auf­grund eines der Bevölkerung ver­schwie­ge­nen Planes außer Kraft gesetzt wur­de: Handelt es sich dann nicht um einen Staatsstreich?

      2. Jetzt tun sie das, was man coro­noi­kern vor­wer­fen muss. Emotionalisierung, kau­sal­zu­sam­men­hän­ge impli­zie­ren, die unbe­leg­bar sind. Merken sie das nicht?

      3. @aa
        Wie der "Corona-Komplex" zeich­net sich auch der "Klima-Komplex" in wei­ten Teilen durch unschar­fe Begriffsbildung, weit­rei­chen­de Unterstellungen und eine poli­tisch-wis­sen­schaft­lich-media­le Kartellbildung aus, in der abwei­chen­de Ansichten als "rechts" dif­fa­miert wer­den. Dass Sie ins sel­be Horn sto­ßen – Stichwort "Pegida" – erstaunt mich einigermaßen.

        Ich kann und will an die­ser Stelle nicht ins Detail gehen. aber um nur drei Punkte auf­zu­grei­fen, die Sie ansprechen:

        1. Die Versteppung oder Desertifikation ist, etwa in Zentralasien, häu­fig das Produkt inten­si­ver Landwirtschaft, in die­sem Fall der Bewässerung der Baumwollfelder der SU und ihrer Nachfolgestaaten. Mit "dem Klimawandel" hat das über­haupt nichts zu tun. Abholzung und Flächennutzung sind in ande­ren Teilen der Welt eben­so maß­geb­lich für die genann­ten Probleme ver­ant­wort­lich, nicht "der Klimawandel" über­haupt – was auch immer das sein mag. 

        2. Dass die "dort Lebenden" an Hunger ster­ben, hat wohl eher mit der Agrarpolitik der Industriestaaten und den "Reform-" und Strukturanpassungsprogrammen" des IWF und der Weltbank zu tun.

        3. Ob es eben­falls Permafrostböden auf dem Mars gibt, ent­zieht sich mei­ner Kenntnis, aber dort schmel­zen die Polkappen eben­falls. Sicher, weil die Menschen da zu viel Auto fahren?

        Dass sich das Klima ändert, ist klar; ob bezie­hungs­wei­se in wel­chem Maße das durch den Menschen beein­flusst wird, ist dage­gen weit weni­ger klar. Klar ist auch, dass die Kontrolle des Kohlendioxidausstoßes die Kontrolle des Lebensprozesses selbst bedeu­tet und mir scheint, danach soll­te gefragt wer­den, mög­lichst ohne ideo­lo­gi­sche Scheuklappen, selbst wenn Ideologie unver­meid­lich ist. Apropos: Wer pro­fi­tiert denn von der Wachstumsideologie, in einer Gesellschaft, die der Baseler Historiker Oliver Nachtwey als "Abstiegsgesellschaft" cha­rak­te­ri­siert hat?

        P.S.: Dass Merkels Politik, spä­tes­tens seit die­sem Jahr, ein ein­zi­ger und per­ma­nen­ter Verfassungsbruch ist, liegt doch auf der Hand, sofern das Subsidiaritätsprinzip für bare Münze genom­men wird und wenn man die Grundrechte nicht als dis­po­nible Verfügungsmasse betrach­tet, die die Diktatorin und ihre Satrapen nach Gutdünken ein­schrän­ken und gewäh­ren kön­nen. Kann der Angriff auf die "frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grundordnung" offen­sicht­li­cher sein?

        1. @FS: Wenn Sie rich­tig lesen, habe ich die Begriffe Staatsstreich, Hochverrat und Merkel-Regime als Pegida-affin bezeich­net, ins­be­son­de­re, wenn sie nicht mit Inhalt gefüllt wer­den. Der Regierungsumgang mit Grundrechten ist von mir an vie­len Stellen als ver­fas­sungs­wid­rig dar­ge­stellt wor­den. Er ist einer von vie­len; es ver­geht kein hal­bes Jahr in die­sem Land, ohne daß ein sol­cher fest­ge­stellt wird. Kurz im Sinne von Pegida-Sprech ist, das als Merkel-Regime zu benen­nen. Eine sol­che Vereinfachung von Problemen ist klas­sisch rechts und ver­kennt, mit wel­chen Strukturen wir es zu tun haben. Verfassungsbrüche wie Auslandseinsätze der Bundeswehr, die nahe­zu fak­ti­sche Abschaffung des grund­ge­setz­li­chen Asylrechts, Berufsverbote, Notstandsgesetze usw. haben eine viel län­ge­re Geschichte als die Regierung Merkel. Wer die­se ana­ly­siert, wird dar­auf sto­ßen, daß sie viel mit Macht- und Klassenfragen in die­sem Land zu tun haben. Da geht es – jetzt bin ich ein­mal platt – mehr um die Deutsche Bank, Siemens und BMW als um Gates und Soros, denen die Regierungen ver­pflich­tet sind. Das paßt nicht in ein natio­na­lis­ti­sches Denken, daß fins­te­re "Eliten" anders­wo in der Verantwortung sieht.

          Wenn Sie mir ernst­zu­neh­men­de Stimmen jen­seits von Donald Trump und der AfD benen­nen, die den men­schen­ge­mach­ten Anteil an den dra­ma­ti­schen Klimaveränderungen bestrei­ten, wäre ich dank­bar. Sie benen­nen selbst Beispiele für die­se Veränderungen unter 1. und 2. Abholzung und exten­si­ve Flächennutzung eben im fast aus­schließ­li­chen Interesse der "Agrarpolitik der Industriestaaten" sind eini­ge der Ursachen für den Klimawandel. 

          Was spricht gegen die "Kontrolle der Lebensprozesse", wenn dem die Bedürfnisse der Menschen in einer ver­nünf­ti­gen Aushandlung mit der Natur zugrun­de lie­gen? Das tun wir, wenn wir pro­du­zie­ren, uns ernäh­ren, Kinder auf­zie­hen. Es macht unter ande­rem das Menschsein aus.

          1. @aa
            Sie haben Recht: Sie haben die Begriffe "Staatsstreich", "Hochverrat" und "Merkel-Regime" als "rechts" bezeich­net, mea cul­pa; sie haben es aber im Kontext der Klimadebatte getan. Ich benut­ze die­se Begriffe auch und mei­ne Grundausrichtung ist eben­falls "links" – in Anlehnung an Franz Josef Strauß wür­de ich sogar sagen, "links" von mir ist nur noch die Wand.

            Dass deut­sche Regierungen vor Merkel ver­fas­sungs- und völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffskriege geführt haben, ist mir eben­so bewusst, wie mir die Berufsverbote und Notstandsgesetze bekannt sind. Regierungsamtlicher Verfassungsbruch ist älter als das Merkel-Regime, kei­ne Frage, aber die Auswirkungen auf die gesam­te Bevölkerung waren nie so anhal­tend und all­ge­gen­wär­tig und nie so dra­ma­tisch wie jetzt. Und wo Sie "Macht- und Klassenfragen" anspre­chen: Die Großaktionäre der Deutschen Bank, von Siemens und BMW haben das­sel­be Klasseninteresse wie Gates und Soros. Was ist dar­an natio­na­lis­tisch, wenn man die trans­at­lan­ti­sche oder glo­ba­le "Internationale der Bourgeoisie" (Bakunin) in den Fokus rückt? Ich jeden­falls sehe die "Eliten" über­all in der Verantwortung, und dass Gates und Soros so im Mittelpunkt ste­hen, haben sie sich durch ihre media­le Präsenz und – oder – ihre viel­fäl­ti­gen Stiftungsaktivitäten wohl selbst zuzu­schrei­ben. Susanne Klatten oder Stefan Quandt fal­len jeden­falls eher durch die stil­le Finanzierung von Merkels Kaderpartei als durch Fernsehauftritte zur bes­ten Sendezeit und – oder – die medi­en­wirk­sa­me Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen auf.

            Ich weiß nicht, wie Sie "ernst­zu­neh­mend" defi­nie­ren, aber ad hoc und "just from the top of my head" fal­len mir zwei Physiker ein, die "den men­schen­ge­mach­ten Anteil an den dra­ma­ti­schen Klimaveränderungen bestrei­ten" – Denis Rancourt und Vladimir Klimenko, den ich auch per­sön­lich ken­ne. Was ich unter 1. genannt habe, sind Beispiele für lokal begrenz­te Umweltschäden, nicht für ein angeb­lich glo­ba­les Phänomen, genannt "men­schen­ge­mach­ter und durch Kohlendioxidproduktion ver­ur­sach­ter glo­ba­ler Klimawandel". Hier sind wir wie­der bei den "intri­caci­es" der Forschung: Dass mensch­li­ches Handeln das boden­na­he Mikroklima ver­än­dert, ist doch völ­lig klar und steht auch gar nicht zur Debatte. Um das zu sehen, muss man nicht nach Zentralasien oder in den tro­pi­schen Regenwald rei­sen – ein Gang in die Stadt im Hochsommer, mit anschlie­ßen­dem Ausflug ins Umland, bevor­zugt in den Wald, genügt für Demonstrationszwecke. Und dass das deut­li­che Auswirkungen haben kann, ist auch schwer zu bezwei­feln – sie­he Flottenbau in Spanien und England. Aber was hat das mit Kohlendioxidausstoß zu tun? Genauso wenig wie die von mir unter 2. ange­führ­ten Beispiele für die Zerstörung ein­hei­mi­scher Lebensmittelproduktion durch sub­ven­tio­nier­te Exportüberschüsse der Industriestaaten und die durch IWF und Weltbank erzwun­ge­ne export­ori­en­tier­te Lebensmittelproduktion in den Entwicklungsländern.

            Wie bei Kontrolle über­haupt stellt sich auch hier die Frage: Wer kon­trol­liert was zu wel­chem Zweck? Wem nützt, wem scha­det die Kontrolle? Was: Kohlendioxidausstoß. Wer: Die Regierung – der "geschäfts­füh­ren­de Ausschuss der herr­schen­den Klasse", wie Marx sie mal genannt hat – über Steuern und "der Markt" – also die markt­be­herr­schen­den Kräfte – über an den Börsen gehan­del­te Emissionszertifikate, also wie­der die herr­schen­de Klasse. Über den Zweck, aktu­el­len und mög­li­chen Nutzen und Schaden kön­nen wir ja mal scharf nach­den­ken, aber das damit ein wei­te­res Instrument und Spekulationsobjekt geschaf­fen wur­de, um wei­ter Vermögen im Namen ewi­gen Wachstums beim 1% (Howard Zinn/ David Graeber/ Michael Hudson), den 0,1% (Hans-Jürgen Krsymanski) oder den 0,0001% (Peter König) auf Kosten des jewei­li­gen Rests zu kon­zen­trie­ren, ist naheliegend.

    2. Wenn es Ihr wirk­lich um Klimaschutz gin­ge, dann hät­te sie schon viel frü­her was dage­gen unter­nom­men (immer­hin ist das bereits seit über 50 Jahren wis­sen­schaft­lich erwie­sen, sie­he Club of Rome).
      Oder zumin­dest in den 16 Jahren Amtszeit.
      Wenn sie jetzt plötz­lich das Klima für sich ent­deckt, heißt das ganz ein­fach nur, dass sie uns mal wie­der um den Finger wickeln möchte.
      Übrigens…alle angeb­li­chen Maßnahmen zum Klimaschutz die­nen eigent­lich der Spaltung. Sonst hät­te man sie, wie von Wissenschaftlern und FFF gefor­dert, sozi­al­ver­träg­lich gestaltet.

      In die­sem Sinne noch viel Spaß beim leug­nen der Klimakatastrophe.…

  7. Das macht ehr­lich sprach­los! Vielleicht hat die Kanzlerin ande­res im Kopf? Angesichts der gest­ri­gen Meldung bei ntv kann einem übel wer­den (da fällt mir die lan­ge Liste der "Ausbrüche nach Impfungen in Altenheimen" ein …):
    "+++ 20:19 Merkel warnt vor viel­fa­chem Sterben "auf den letz­ten Metern" +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich betrof­fen über Schicksale von alten Menschen, die bei aus­blei­ben­den Impfungen in Angst vor einer töd­lich ver­lau­fen­den Corona-Infektion leben müs­sen. "Da gibt es dra­ma­ti­sche Schicksale", sagt Merkel im Interview mit RTL/ntv. Umso mehr müs­se man die ande­ren Schutzregeln ein­hal­ten, gera­de in den Pflegeheimen. Merkel wört­lich: "Wir müs­sen jetzt ganz, ganz vor­sich­tig sein, damit auf den letz­ten Metern nicht so vie­le Menschen noch sterben."

    1. Ich kann dazu nicht mehr viel sagen. Mir wird ein­fach nur noch übel.
      Diese Frau und ihren gesam­ten Clan müss­te man auf einen ande­ren Planeten ohne Rückfahrkarte schicken.

      Ich glau­be auch nicht, dass sich nur bei ihrem "Ausscheiden" etwas ändert.
      Die aller­meis­ten wol­len ja, dass es so und nicht anders läuft-

  8. Off Topic aber die­se Infamie soll­te doku­men­tiert werden.
    https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/stadt-lehnt-csu-antrag-ab-kein-taxi-fuer-senioren-art-701121

    "München – Damit sich älte­re Menschen und ande­re Risikogruppen nicht in Bus und Bahn mit Corona anste­cken, woll­te die CSU ihnen ver­güns­tig­te Taxifahrten ermög­li­chen. Doch das lehnt die Stadt ab – ohne die­sen Vorschlag am Mittwoch noch ein­mal im Stadtrat zu diskutieren.

    Das sei ein "Schlag ins Gesicht aller Senioren und Risikopatienten", sagt CSU-Stadträtin Evelyn Menges. Sie ärgert vor allem die Begründung der Stadt.
    Taxi-Gutscheine wür­den trü­ge­ri­sches Sicherheitsgefühl vermitteln

    Denn die­se lehnt den Vorschlag vor allem des­halb ab, damit sich Senioren an die Kontaktbeschränkungen hal­ten. Deren Sinn und Zweck sei es, die Kontakte erheb­lich zu redu­zie­ren, schreibt das Sozialreferat. "Die Ausgabe von Taxi-Gutscheinen wür­de die­sen Bestrebungen zuwi­der lau­fen und den Nutzer ein trü­ge­ri­sches Sicherheitsgefühl vermitteln."

    Evelyn Menges kann das nicht nach­voll­zie­hen. "Diese Menschen wol­len nicht zum Vergnügen durch die Gegend fah­ren und fröh­lich Kontakte pfle­gen", sagt sie. Es gehe dar­um, ihre Grundbedürfnisse ohne eine gesund­heit­li­che Gefährdung zu erledigen.

    Wenn es nach der CSU gegan­gen wäre, hät­ten Senioren, Risikopatienten, aber auch Ärzte und Pfleger pro­fi­tiert. Mit Gutscheinen hät­ten sie zum ÖPNV-Tarif fah­ren sollen."

    Was die CSU angeht: Der Söder Markus könn­te das natür­lich ein­fach bay­ern­weit auf Kosten des baye­ri­schen Staats einführen.

  9. Was soll Angela bei die­ser Entwicklung auch einfallen?

    Mortalitätsrate (2015–2020) – Uni Mainz
    Anm.:
    – Partner von Boehringer Ingelheim
    – Die Mortalitätsentwicklung ist i.d.R. eher unterdurchschnittlich
    http://shiny.imbei.uni-mainz.de:3838/rlp_mm/

    Ausgangspunkt:
    Links (in der rech­ten Spalte)
    Methoden

    Hinweise zu den Datenquellen und den Methoden
    Links

    Corona-Infoseite der Landesregierung Rheinland-Pfalz

    Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

    Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz

    !!!!!
    Mortalitätsmonitoring Universitätsmedizin Mainz 

    Quelle:
    https://www.statistik.rlp.de/de/corona/aktuelle-entwicklung/

  10. Die sol­len halt mal in Nord Korea, den Impfstoff bestel­len und Nord Korea, ist Vorbild. kein Corona, Niemand braucht den von GAVI gelie­fer­ten Impfstoff

  11. Der wun­der­ba­re Kabarettist Hagen Rether sag­te einmal"Demokratie ist, wenn man bestim­men darf, wer einen verarscht",und ich glau­be fast, er hat recht.….

  12. Was bit­te soll­te den der Kanzlerette auch ein­fal­len? "Wir sind auf dem Holzweg, aber das kön­nen wir nicht zuge­ben. Also da müsst ihr jetzt durch. Und mei­ne Privatinsel in der Karibik habe ich mir red­lich verdient."

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