Virologe kritisiert harte Lockdowns

»Mit dem der­zeit gel­ten­den Teil-Lockdown ist eine deutsch­land­wei­te deut­li­che Reduktion der Corona-Neuinfektionen aus Sicht des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit bis Weihnachten nicht zu schaf­fen. "Ich hal­te das für nicht rea­lis­tisch." Allerdings könn­te es durch­aus sein, dass wei­te­re Regionen eine 7‑Tage-Inzidenz von unter 50 errei­chen. Dieser Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche an und ist nach wie vor das Ziel der poli­ti­schen Maßnahmen.«

Das berich­tet n‑tv am 3.12. Ob sein Vorschlag mit Aufklärungstrupps im Stil der Zeugen Jehovas hilf­reich ist?

»Der Virologe könn­te sich vor­stel­len, dass Vertrauenspersonen in gro­ßer Zahl von Tür zu Tür gehen und unter ande­rem über Regeln auf­klä­ren, Hilfe anbie­ten, Tests oder Masken orga­ni­sie­ren. "Mitwirkung gelingt nicht nur durch Appelle, son­dern auch durch Angebote", sag­te Schmidt-Chanasit. Damit kön­nen Wege gefun­den wer­den, um bestimm­te Bevölkerungsgruppen wie etwa Jugendliche bes­ser zu errei­chen.«

5 Antworten auf „Virologe kritisiert harte Lockdowns“

  1. Was wol­len die eigent­lich dau­ernd mit ihrer "50"? Als die 50 erfun­den wur­de, hat­ten wir nur 1/4 der Tests, die dama­li­ge "50" ist also heu­te "200", und da sind wir doch bis auf eini­ge Hotspots drunter.
    Ich habs damals sofort gesagt, als ich davon das ers­te mal hör­te … die brau­chen ein­fach nur mehr tes­ten, und schon sper­ren sie uns alle wie­der ein. Ich has­se es, wenn ich recht habe.

    "dass Vertrauenspersonen in gro­ßer Zahl von Tür zu Tür gehen"
    Das nennt man dann Superspreader. 😀

  2. Hier habe ich auch noch was Interessantes dazu:
    https://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/keine-evidenz-fuer-einen-nutzen-des-shutdowns

    Gunnar Jeschke beschäf­tigt sich schon seit gerau­mer Zeit dort in einer inzwi­schen zwei­stel­li­gen Zahl von Artikeln mit den sta­tis­ti­schen "Wahrheiten" der Pandemie. Er ver­wen­det grund­sätz­lich genau die offi­zi­el­len Daten, kommt aber zu ande­ren Schlussfolgerungen als die Politik.
    (Der Mann ist Prof. an der ETH Zürich, das neben­bei für die Gläubigen aka­de­mi­scher Würden…)

    Lesenswert! (Und zitierenswert):)

  3. 50 Fälle auf 100 000 Menschen ist in der EU die Definition für eine sel­te­ne Krankheit.
    Wäre man bös­wil­lig, kann man behaup­ten der Wert sei so defi­niert das er nicht unter­schrit­ten wer­den kann. Maßnahmen a la carte.
    (wenn die Regierung nicht will)

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