Wahrheitsministerium macht Fortschritte

welt.de berich­tet heute:

»Um ver­läss­li­che Gesundheitsinformationen im Internet bes­ser fin­den zu kön­nen, plant das Gesundheitsministerium eine Zusammenarbeit mit Google. Dazu infor­mie­ren Gesundheitsminister Spahn und der Vizepräsident von Google Zentral-Europa, Philipp Justus.«

Die Frage wird eher sein, wer da eine Zusammenarbeit mit wem plant.

6 Antworten auf „Wahrheitsministerium macht Fortschritte“

  1. Es wird immer absurder.
    Wenn es nicht so schlimm wäre, wäre das die größ­te Komödie, in der ich je mit­ge­spielt habe.
    Leider müs­sen wir alle auf­pas­sen, daß es nicht in einer Tragödie endet.

  2. Die Google-Suche habe ich bereits vor Jahren aus mei­nen Browsern entfernt.

    Ich nut­ze Suchmaschinen wie
    – pre­se­arch (Mehrere frei aus­wähl­ba­re Datenlieferanten, Auswahl US-zen­triert, Anti-Google ^^)
    – dse­arch (Datenlieferant nicht bekannt, dafür komfortabel)
    – eco­sia (Datenlieferant: Bing)
    – meta­ger (Meta-Suchmaschine, anony­me Suche möglich)

    Nicht so kom­for­ta­bel wie GS, aber trotz­dem ziel­füh­rend nutzbar.

    Kleiner Hinweis für die Nutzung von Suchmaschinen: Achtet unbe­dingt auf Eigentümerverhältnisse und die Datenlieferanten, wenn Ihr Euch unan­ge­neh­me Überraschungen wie bei "poli­ti­cal" Google erspa­ren wollt.

    Ich ken­ne das Internet noch aus Altavista-Zeiten und habe in den letz­ten Jahrzehnten ein wenig "Gespür" für Suchmaschinenergebnisse ent­wi­ckelt. Google geht schon seit lan­ger Zeit gar nicht mehr…

    Don't be evil!

    1. Ecosia ver­steht sich als öko­lo­gi­sche Suchmaschine, die von den Gewinnen Bäume pflanzt. Da die Suchergebnisse allein von Bing kom­men, was wie­der­um Microsoft gehört, ist dies kei­ne wirk­li­che Alternative.

      Derzeit die ers­te Wahl soll­te die Suchmaschine https://duckduckgo.com sein.

      Laut eige­nen Angaben, sie­he auch die Darstellung auf wiki­pe­dia https://de.wikipedia.org/wiki/DuckDuckGo, spei­chern sie weder per­sön­li­chen Daten noch Suchverläufe, d.h. sie legen kei­ne Profile der Nutzer an. Desweiteren bie­ten sie Apps um Tracking auf dem Handy etc. zu unter­bin­den. duck­duck­go ist stan­dard­mä­ßig als eine der Suchmaschinen im fire­fox-Browser ange­bun­den (aus­wähl­bar).

      Mit duck­duck­go soll­te man neu­tra­le­re (nicht wegzensierte/gefilterte) Ergebnisse erhalten. 

      Zusätzliche Hygiene: Linux statt Windows, fire­fox statt edge, email: posteo.de statt web/gmx

  3. Vielen Dank noch­mal für den Hinweis auf die mög­li­chen Probleme mit Bing (Eigentümer: Microsoft). Ich woll­te im Wesentlichen Alternativen zu poli­ti­cal Google auf­zei­gen und habe dabei vor­aus­ge­setzt, daß Microsoft nicht in den­sel­bem Maße tak­tet wie Google.

    duck­duck­go scheint sich inzwi­schen zu einer Meta-Suchmaschine ent­wi­ckelt zu haben. Mein letz­ter Kenntnisstand war, daß ddg die Suchergebnisse direkt von Google über­nimmt, aber die per­sön­li­chen Informationen der Suchanfragen fil­tert und somit nicht an Google weitergibt.

    Ich suche (für even­tu­el­le Notfälle) wei­ter­hin inter­es­san­te Alternativen zum all­ge­mein bekann­ten ser­ver­zen­trier­ten WWW. Gopher als Quick-Switch wäre mir bekannt, obwohl beim aktu­el­len Bildungsstand der Bevölkerung wenig prak­ti­ka­bel, Freenet – nach letz­tem Kenntnisstand – schlicht nicht benutz­bar, Zeronet man­gels Fortschritten in den letz­ten Monaten kaum empfehlenswert.

  4. Burda gegen BRD
    1.2.21, "… Ausgerechnet in der Corona-Krise schließt die Bundesregierung einen Pakt mit Google, damit die Bürger bei Suchanfragen als Erstes Informationen des Gesundheitsministers zu sehen bekommen.
    Der Burda Verlag, also das Haus, für das ich arbei­te, hat die Bundesregierung ver­klagt. Ich war 30 Jahre beim „Spiegel“, bevor ich im August 2019 zum FOCUS gewech­selt bin. Ich kann mich aus die­ser Zeit an kei­nen ver­gleich­ba­ren Fall erin­nern. Dass Burda sich mit der Regierung anlegt, hat mich irgend­wie stolz gemacht. Welcher Verlag traut sich das schon? …"

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