Widerstand geht sogar mit Masken

Garniert mit den übli­chen Zutaten über Gewalttaten (ist halt Tagesspiegel) ist heu­te auf tagesspiegel.de zu lesen:

»2000 Teilnehmende bei queer­fe­mi­nis­ti­scher Demo – und zum Schluss Flaschen, Steine und Eier

Die queer­fe­mi­nis­ti­sche Demo "Take back the night" von Kreuzberg nach Friedrichshain war weit­aus grö­ßer als zunächst ange­kün­digt. In der Spitze zähl­te die Polizei bis zu 2000 Teilnehmende. Den Angaben zufol­ge ver­lief die queer­fe­mi­nis­ti­sche Demo am Freitagabend jedoch weit­ge­hend friedlich.

Zwischenfälle gab es trotz­dem. Der ers­te Stopp durch die Polizei erfolg­te Missachtung der Corona-Regeln. "Die Teilnehmerinnen waren deut­lich zu eng unter­wegs", sag­te Polizeisprecher Martin Halweg dem Tagesspiegel. Auch sei­en nicht immer Mund-Nase-Bedeckungen getra­gen wor­den. Wenig spä­ter dann ein zwei­ter Stopp: Die Polizei inter­ve­nier­te, weil Pyrotechnik gezün­det wur­de. Im süd­li­chen Friedrichshain flo­gen schließ­lich Steine, Flaschen und Eier auf die Einsatzkräfte, tra­fen die­se jedoch nicht.«

Man kann strei­ten über den selek­ti­ven Ungehorsam. So gut wie alle Teilnehmerinnen tru­gen Masken, Abstände gab es dage­gen über­haupt nicht, von einem vor­ge­schrie­be­nen "Verzicht auf gemein­sa­me Sprechchöre durch die Teilnehmenden wäh­rend der Versammlung" konn­te kei­ne Rede sein. Weit nach Beginn der Ausgangssperre waren noch hun­der­te Teilnehmerinnen unterwegs.

»Die Polizei wirk­te kurz­zei­tig über­rascht. Auflösungen vor dem eigent­li­chen Ende der Demo-Route sind in der lin­ken Szene gän­gi­ge Praxis, um mög­li­chen Polizei-Kesseln am Endpunkt zu entkommen. «

Der Versuch der Polizei, wegen des feh­len­den Abstands die Demo auf­zu­lö­sen, schei­ter­te kläglich.
Ein Video von rt.de gibt es hier.

Eine wei­te­re links­ra­di­ka­le Demo im Wedding war eben­falls nicht von der Einhaltung der Vorschriften geprägt.

»Geisel erwar­tet bis zu 10.000 Linksextremisten am 1. Mai

Der Berliner Polizei ste­hen am 1. Mai schwie­ri­ge Einsätze bevor. Laut Innensenator Geisel ver­sam­meln sich Autonome, auch Corona-Leugner kün­di­gen sich an…
Auch die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt hat sich auf den 1. Mai mit zahl­rei­chen Demonstrationen ein­ge­stellt. Mehrere Staatsanwälte ste­hen an dem Feiertag bereit, um nach Festnahmen rasch gegen Randalierer und Gewalttäter Haftbefehle bean­tra­gen zu kön­nen, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde sag­te.«

28 Antworten auf „Widerstand geht sogar mit Masken“

  1. "Eine wei­te­re links­ra­di­ka­le Demo im Wedding war eben­falls nicht von der Einhaltung der Vorschriften geprägt."

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/04/demonstrationen-walpurgisnacht‑1–mai-berlin-.html

    Doch, ziem­lich vor­schrifts­mä­ßig. Ein Teilnehmer sag­te, mei­ne Anwesenheit mache ihm Angst, da mei­ne (Alltags)maske nicht gut schütze.

    Das, was im Film so aus­sieht wie ein besetz­tes Haus (und von der Morgenpost so bezeich­net wur­de) ist in Wirklichkeit Teil der Gentrifizierung des Wedding. 

    Ich bin vor dem Eigentümerwechsel dort oft gewe­sen; eini­ge Menschen betrie­ben im EG eine Kulturstätte, in der sich sehr anre­gen­de sozia­le Kontakte ergaben.
    Den jun­gen Leuten, die 2006/2007 dort ein­zo­gen, gefiel das auch. Es gefiel ihnen so gut, dass die ursprüng­lich betrei­ben­den Künstler*innen her­aus­ge­mobbt wurden.
    Ich ken­ne zudem jeman­den, der um 2010 zwei Jahre in die­sem "Projekt" gewohnt hat. Er konn­te sich nicht bekla­gen – wur­de aller­dings als Syrer nicht in die Rituale der Szene ein­be­zo­gen, son­dern wohn­te da bloß (was ihm recht war). 

    Erworben wur­de das Haus von einer Eigentümergemeinschaft, die "alle in Filderstadt ein Autohaus besit­zen" – für ihren in Berlin stu­die­ren­den Nachwuchs. So ist gut "Umsturz der Verhältnisse" spielen …

    1. @Boris Büche, dan­ke für dei­nen Kommentar und dei­ne Einblicke.

      Ist ja auch außer­halb Bernins bekannt, das die "Revoluzzer" in Berlin älter, ruhi­ger und gemüt­li­cher gewor­den sind und ihre Szeneclubs gegen gemüt­li­che und teu­re Familien-Wohnungen ein­ge­tauscht haben.
      Die Szeneclubs wur­den auch schon vor Jahren geschlos­sen und muss­ten der "moder­ni­sie­rung" Berlins platzmachen.

  2. Der Maulkorb ist das Symbol der Hörigkeit, Unterwerfung und Entmenschlichung. Wer sich die­se Armbinde ins Gesicht schnallt, leis­tet kei­nen Widerstand.

  3. Werter Herr Aschmoneit,
    es soll nicht wie eine Drohung klin­gen, aber Ihnen ist doch hof­fent­lich klar, dass wenn die­ses Alles vor­bei ist, dass Ihr Blog dann im Sumpf der Irrelevanz ver­sin­ken wird?

    Grüsse zum 1. Mai!

      1. Der Meinung bin ich auch. Im Gegenteil, es wird noch bedeu­tend schlim­mer wer­den, denn wir ste­hen erst am Anfang einer furchba­ren Zukunft.

    1. @Denkzettel, das den­ke ich nicht. Der Blog wird "wenn alles vor­bei sein wird (…eher nie mehr)", zur gericht­li­chen auf­ar­bei­tung eines der größ­ten Verbrechens in der Menschheitsgeschichte ver­wen­det wer­den. Er doku­men­tiert schließ­lich den gan­zen Irrsinn der Irren.

  4. Was pas­siert mit Ärzten, die gegen das herr­schen­de Tagesschau-Corona-Narritiv informieren?:

    "Corona-Lage in Hamm dop­pel­plus­un­gut*, sagen Krankenhausdirektoren, nach­dem einer aus der Reihe getanzt ist

    30. 04. 2021 | Die Einschätzung eines Krankenhauschefarztes in Hamm, dass die Corona-Lage dort ent­spannt sei, über die ich kürz­lich berich­tet hat­te, hat eine umge­hen­de Reaktion her­vor­ge­ru­fen. Gleich drei ande­re Klinikdirektoren wider­spra­chen ihrem Kollegen – scheinbar.

    Es war nicht hin­zu­neh­men, dass es ein Krankenhaus-Chefarzt und Pneumologe in Hamm mit der Aussage am 23.4. in die Medien geschafft hat­te, wenn auch nur in der Regionalzeitung Westfälischer Anzeiger, dass die Corona-Lage in der Großstadt trotz sehr hoher Inzidenz ent­spannt sei."

    https://norberthaering.de/news/hamm-doppelplusungut/


  5. Häufig (zwi­schen 1 % und 10 %) wur­de eine Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwel-lung der Einstichstelle sowie Fieber beob­ach­tet. Gelegentlich (zwi­schen 0,1 % und 1 %) tra­ten Lymphknotenschwellungen, ver­min­der­ter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, ver­mehr­tes Schwitzen, Juckreiz und ein all­ge­mei­ner Hautausschlag auf.

    https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/arzneimittel/aufklaerungsbogen-vektorimpfstoffe.pdf?__blob=publicationFile&v=5

    https://1bis19.de/wissenschaft/toedliche-autoimmunerkrankung-bei-ca-10-der-mit-astrazeneca-geimpften/

  6. Auch der Wissenschafts-jour­na­lis­mus lebt vom Diskurs, außer bei Quarks.
    Die Quarksler vom WDR haben sich gna­den­los nach oben ver­spe­ku­liert. Jetzt sind sie abge­taucht und reagie­ren nicht mehr auf Anfragen. Hat der WDR eigent­lich eine Art von Qualitätskontrollinstanz?
    Trust the sci­ence, but not Quarks!

    "SecondOpinion@DaFeid

    Hey @quarkswdr
    , letz­te Wette ging an mich, Punktlandung. Neue Wette: Ihr sagt bis Mitte Mai ~ 15.000 Corona Patienten auf ITS vor­aus, trotz (!!) #Bundesnotbremse vor­aus. Meine Prognose: Am 15. Mai nicht mehr als heu­te (5.000). Kapazität auch in der 3. Welle nicht gefährdet."

    https://twitter.com/DaFeid/status/1388436165842382848

    Traut euch, Quarktaschen!

  7. an Denkzettel: Zitat: "Ihnen ist doch hof­fent­lich klar, dass wenn die­ses Alles vor­bei ist, dass Ihr Blog dann im Sumpf der Irrelevanz ver­sin­ken wird?"

    Ich neh­me an, dass aa ohne zu zögern sofort den Blog gegen die Abschaffung der Maßnahmen tau­schen würde.

    Außerdem: Wenn dies Alles vor­bei ist (Cocolores19), dann wer­den ande­re Altlasten und neue Verrücktheiten zu bespre­chen sein.

    Ich traue aa zu, auch dar­über qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig zu berichten.

    1. @V: Herzlichen Dank. Ganz bestimmt wird das nicht pas­sie­ren. Spätestens, wenn sich andeu­tet, daß "die­ses Alles vor­bei" ist, ver­sin­ke ich lie­bend ger­ne im Sumpf.

      1. Für die even­tu­ell fol­gen­de Aufarbeitung der Geschehnisse wird die­ser Blog sicher­lich ein Zeitdokument dar­stel­len kön­nen. Leider auch für mei­ne Rechtschreibfehler ("dies Alles").

        Den Tauschwunsch neh­me ich Ihnen ab, fürch­te aber, dass er ein Wunsch blei­ben wird.

        Es bleibt da auch für Sie noch sehr lan­ge eine gan­ze Menge zu tun. Viel Kraft und behal­ten Sie Ihren lan­gen Atem.

  8. nach­ge­scho­ben:
    Armin Laschet bei Welt-TV:
    „Müssen recht bald für alle die Grundrechtseingriffe aufheben“
    Stand: 26.04.2021 Dauer 51 Sek
    Armin Laschet (CDU) for­dert, dass für die gegen Covid-19 Geimpften „beson­de­re Regelungen“ beschlos­sen wer­den. Sonst wer­de die „Notbremse“ vor dem Bundesverfassungsgericht „nicht stand­hal­ten“, so der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat der Union.
    https://www.welt.de/videos/video230683281/Laschet-Muessen-recht-bald-fuer-alle-die-Grundrechtseingriffe-aufheben.html

    In Australien sind sie schon wei­ter in der Kreativität der Repression. Die wol­len offen­sicht­lich an alte Traditionen als Gefängnisinsel anknüp­fen. Aus dem Liveticker von Welt 30.4.21:
    "14:18
    Australien plant Haftstrafen für Heimkehrer aus Hochrisikogebieten
    Die Behörden in Australien ver­fol­gen Berichten zufol­ge Pläne, wonach aus Corona-Hochrisikogebieten ein­rei­sen­de Bürger mit Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahre belegt wer­den könn­ten. Zuvor hat­ten zwei Australier ein Reiseverbot aus Indien umgan­gen, indem sie über Doha, die Hauptstadt des Golfstaates Katar, in die Heimat zurück­ge­flo­gen waren. Dieses Schlupfloch wur­de inzwi­schen geschlos­sen. In Indien wer­den der­zeit immer wie­der welt­wei­te Höchstwerte an Neuinfektionen verzeichnet.
    „Zum ers­ten Mal in der Geschichte könn­te es die aus­tra­li­sche Regierung für aus­tra­li­sche Bürger in ande­ren Ländern ille­gal machen, nach Hause zu kom­men“, berich­te­te der Sender „9News“. Den Informationen des Senders zufol­ge soll es mög­li­cher­wei­se schon ab dem Wochenende als Verbrechen gel­ten, wenn ein Staatsbürger nach Australien zurück­kehrt, der sich in den vor­an­ge­gan­ge­nen 14 Tagen in einem Hochrisikogebiet auf­ge­hal­ten hat.
    Das Gesetz wür­de es Gesundheitsminister Greg Hunt erlau­ben, alles Notwendige zu tun, um die Ausbreitung einer Krankheit im Land zu unter­bin­den, hieß es. Auf Verstöße gegen die Regeln könn­ten bis zu fünf Jahre Haft oder bis zu 66.000 aus­tra­li­sche Dollar (etwa 42.000 Euro) Strafe ste­hen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt."
    https://www.welt.de/vermischtes/live221095606/Corona-Angst-Post-stellt-in-Duisburger-Sackgasse-nicht-direkt-zu.html#live-ticker-entry-83825

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