Bricht europäische Zulassungsbehörde eigene Regeln? Daten zu Risikogruppen erst während des Impfens ermittelt

Vor weni­gen Tagen wur­de jubelnd ver­mel­det, daß ver­schie­de­ne Unternehmen bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung ihrer Impfstoffe bean­tragt haben. Während über die Schnellzulassung in Großbritannien die Nase gerümpft wur­de, erwar­te­te man ande­rer­seits noch für den Dezember posi­ti­ve Bescheide der EMA. Dies sei dann Ergebnis einer ver­ant­wort­li­chen Prüfung.

Am 18.11. war auf derstandard.at von Christa Wirthumer-Hoche, der Vertreterin Österreichs in Fragen der Arzmeimittelzulassung bei der EMA, zu erfahren:

»STANDARD: Wie lang dau­ert die Prüfungsphase?

Wirthumer-Hoche: Normalerweise 210 Tage akti­ve Zeit in Summe. Für die Covid-Arzneimittel besteht die Möglichkeit eines Expressverfahrens von 150 Tagen. Das ist im Falle einer Gesundheitskrise so vor­ge­se­hen. Wohlgemerkt 150 Tage maxi­mal: Wir kön­nen davon aus­ge­hen, dass die Rapporteurteams auf­grund der Dringlichkeit Tag und Nacht arbei­ten und damit frü­her fer­tig wer­den.«

Zuvor hat­te sie davon gespro­chen, daß die Zulassungsdokumente noch nicht vor­lä­gen, sie aber "vie­le, vie­le Laufmeter an Papier, die aus Text und unzäh­li­gen Tabellen bestehen" umfas­sen würden.

Eine Prüfung dau­ert also regu­lär sie­ben Monate, wenn es pres­siert, auch schon mal nur fünf. Wie dar­aus weni­ger als vier Wochen wer­den sol­len, bleibt schleierhaft.

»Konkret sind es zwei Teams aus jeweils unter­schied­li­chen Arzneimittelbehörden der EU-Mitgliedsstaaten, die unab­hän­gig von­ein­an­der das Dossier eines Antragstellers prü­fen wer­den. Dann erstel­len sie einen Bewertungsbericht. Ein zusätz­li­ches Team aus einem drit­ten Mitgliedsland führt beglei­tend die Peer-Review (Begutachtung durch Berufskollegen, Anm.) durch.

STANDARD: Wie set­zen sich die­se Teams zusammen?

Wirthumer-Hoche: Im zen­tra­len Verfahren der Arzneimittelzulassung wer­den ein soge­nann­tes Rapporteurteam und ein Co-Rapporteurteam ernannt. Diese bestehen jeweils aus cir­ca zehn bis zwölf Experten aus unter­schied­li­chen Fachrichtungen wie Pharmazeuten, Mediziner, Biologen, Statistiker. Je nach Expertise bekom­men sie die Aufgabe, die Unterlagen im Dossier auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneimittels zu prüfen…

STANDARD: Was ist das Ziel?

Wirthumer-Hoche: Ziel der ers­ten Phase im Verfahren ist es, einen Gutachtenentwurf zu erstel­len, meist ist es eine Mängelliste, die durch die Antragsteller zu behe­ben ist.«

Maximal 25 ExpertInnen müs­sen "vie­le, vie­le Laufmeter an Papier" sich­ten, und das "Tag und Nacht".

Keine nationalen Prüfungen

»STANDARD: Und wenn Sie zu einer posi­ti­ven Bewertung gekom­men sind, was dann?

Wirthumer-Hoche: Wenn ein posi­ti­ves Nutzen-Risiko-Verhältnis ein­deu­tig fest­ge­stellt wor­den ist, schickt die Europäische Arzneimittelagentur ihre Empfehlung für die Zulassung an die Europäische Kommission. Und die­se trifft dann die Entscheidung und lässt das Arzneimittel zen­tral zu. Diese Zulassung gilt in allen euro­päi­schen Mitgliedsstaaten. Es stimmt also kei­nes­wegs, dass die natio­na­len Behörden aller Mitgliedsstaaten den Zulassungsprozess noch ein­mal durch­lau­fen müs­sen.«

Daten zu Risikogruppen erst während des Impfens ermittelt

»Wirthumer-Hoche: In jedem Zulassungsdossier ist immer auch ein Risk-Management-Plan ent­hal­ten. Zum Zeitpunkt der Zulassung wird fest­ge­legt, wel­che wei­ter­füh­ren­den Studien ein Unternehmen in der Folge lie­fern muss. Auch das ist ein Instrument, um die Sicherheit lang­fris­tig zu gewähr­leis­ten und die Unternehmen zu ver­pflich­ten, wei­ter zu for­schen und der Behörde die Daten zu übermitteln.

STANDARD: Mit wel­chem Ziel?

Wirthumer-Hoche: Daten zur Wirksamkeit in den unter­schied­li­chen Alters- oder Risikogruppen zu lie­fern zum Beispiel. Die wird es erst bei einer brei­ten Anwendung des Impfstoffs geben. Der Risikomanagement-Plan ist sozu­sa­gen eine wei­te­re Sicherheitsschranke, um noch mehr Detailwissen zu gene­rie­ren.«

Das folgt dem inzwi­schen all­ge­mein übli­chen Sprachgebrauch "Krieg ist Frieden, Risiko ist Sicherheit".

FDA erhöht den Druck

»Wirthumer-Hoche: In den USA gibt es in die­ser Ausnahmesituation die soge­nann­ten Emergency Use Authorizations, doch die Vorgaben, die ein Medikament zu erfül­len hat, sind gleich. Der Emergency Use in den USA gilt jedoch nur, wenn es einen "medi­cal need" gibt, also eine medi­zi­ni­sche Notwendigkeit. Wir in Europa regeln das durch eine "Conditional Marketing Authorization", also eine Zulassung ver­bun­den mit Auflagen, unter der Bedingung der wei­ter­füh­ren­den Erforschung eines Medikaments.

STANDARD: Wenn die FDA schnel­ler als die euro­päi­schen Behörden zulässt: Beeinflusst das die Entscheidung der EMA?

Wirthumer-Hoche: Es erhöht den Druck, ganz sicher. Doch die Anforderung der unab­hän­gi­gen, kom­plet­te Bewertung von Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments bleibt gleich. Die vor­ge­leg­ten Unterlagen im Zulassungsdossier gro­ßer Pharmafirmen sind gleich, das ist ja auch der Sinn eines CTD – des gemein­sa­men Dossiers.«

Wann geht es los?

»Wirthumer-Hoche: Nach dem Rolling Review, sobald das Zulassungsdossier kom­plett ist, kann es schnell gehen. Die Co-Rapporteurteams wer­den mit Hochdruck arbei­ten, und wenn sich die Daten als über­zeu­gend her­aus­stel­len, kann es sehr rasch gehen. Bis Jahresende oder Anfang nächs­ten Jahres, aller­dings ist dies der Idealfall. Damit könn­te man noch im ers­ten Quartal 2021 mit einer Impfung rech­nen. Aber wie gesagt: Noch müs­sen die Antragsteller vali­dier­te Daten vor­le­gen. Davon hängt alles ab. Die Pressemitteilungen der Pharmafirmen sind für uns als Behörden kei­ne Entscheidungsgrundlage.«

10 Antworten auf „Bricht europäische Zulassungsbehörde eigene Regeln? Daten zu Risikogruppen erst während des Impfens ermittelt“

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    - Zitat –

    Bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen wird Zeit ver­schwen­det, meint der Ärztepräsident Klaus Reinhardt. […] 

    Ärztekammer-Chef for­dert schnel­le­re Prüfung der Corona-Impfstoffe 

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat eine schnel­le­re Prüfung bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen gefor­dert. Es sei erstaun­lich, dass die Prüfung durch die EU-Behörden vier Wochen dau­ern sol­le, sag­te Reinhardt dem Deutschlandfunk. Die nöti­gen Zahlen und Daten wür­den beim Zulassungsantrag ein­ge­reicht. Dabei gin­ge es ledig­lich dar­um, nach­zu­voll­zie­hen, ob die Daten vali­de sei­en und die­ser Prozess kön­ne schnel­ler gehen, beton­te der Ärztepräsident. Es ent­ste­he der Eindruck, dass hier Zeit ver­schwen­det werde. 

    Bei mög­li­chen Nebenwirkungen der Impfstoffkandidaten blei­be eine Restunsicherheit, sag­te Reinhardt in dem Bericht. Langfristige Probleme kön­ne man nicht unter­su­chen. Dies sei aber eine Abwägung zwi­schen den Folgen der Pandemie und dem Restrisiko durch eine Impfung. […] 

    https://www.t‑online.de/nachrichten/panorama/id_88989056/corona-news-aerztepraesident-fordert-schnellere-impfstoff-pruefung.html

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    1. Noch zur Person Klaus Reinhardt 

      - Zitat -
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      ( Oktober 2020 | In einer Talkshow zwei­felt der BÄK-Chef Klaus Reinhardt den Sinn von Alltagsmasken an. Viele Ärzte und Kammern stö­ren sich an die­sen Aussagen. Es gibt sogar Rücktrittsforderungen. ) 

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      23.10.2020 ÄrzteZeitung

      Unmut und Unverständnis über Reinhardts Masken-Aussagen

      Köln. Mit sei­nen Äußerungen zum Sinn von Alltagsmasken hat der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Klaus Reinhardt in der Ärzteschaft für Unmut gesorgt. Einige Landesärztekammern und der Marburger Bund sind nicht glück­lich mit der Positionierung von Reinhardt. 

      Er hat­te in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Mittwochabend die Alltagsmasken zwar nicht gene­rell abge­lehnt, aber Zweifel dar­an geäu­ßert, dass ihr groß­flä­chi­ger Einsatz ein wirk­sa­mes Instrument zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist. Er sei von den Alltagsmasken nicht über­zeugt, „weil es auch kei­ne tat­säch­li­che wis­sen­schaft­li­che Evidenz dar­über gibt, dass die tat­säch­lich hilf­reich sind, schon gar nicht im Selbstschutz und wahr­schein­lich auch nur ganz wenig im Schutz, ande­re anzustecken.“ 

      Reinhardts eige­ne Kammer widerspricht 

      Das sehen vie­le Landesärztekammern offen­sicht­lich anders. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Hans-Albert Gehle, appel­liert an die Bevölkerung, die emp­foh­le­nen Schutzmaßnahmen unein­ge­schränkt zu befol­gen. „Auch die Alltagsmasken hel­fen und schüt­zen“, sagt er. Während beim Umgang mit infek­tiö­sen Patienten in Kliniken und Praxen eine FFP2-Maske erfor­der­lich sei, wür­den im Alltag auch ein­fa­che Masken das Übertragungsrisiko für alle Infektionskrankheiten sen­ken. „Das Tragen von Masken im Alltag hilft dabei, die Ausbreitung von COVID ein­zu­däm­men“, betont Gehle. 

      Das Pikante: Reinhardt ist sein Vize an der Spitze der ÄKWL. Gehle bezieht sich in sei­ner Stellungnahme nicht direkt auf ihn, son­dern statt­des­sen auf die stark stei­gen­den Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen. Auf sie ver­weist auch der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke. Er ist mit sei­ner Reaktion auf den BÄK-Präsidenten noch zurück­hal­ten­der und geht nicht expli­zit auf die Masken-Thematik ein. „Für die Wirksamkeit der fünf wich­tigs­ten Regeln gibt es über­zeu­gen­de Belege: Abstand hal­ten, Hygieneregeln beach­ten, in jedem Gedränge Alltagsmasken tra­gen, regel­mä­ßig lüf­ten und die Corona-Warn-App nut­zen“, sagt er all­ge­mein. Allerdings schiebt Henke hin­ter­her: „Ich dan­ke allen Ärztinnen und Ärzten, die tag­täg­lich für die Akzeptanz die­ser Maßnahmen werben.“ 

      „Erste Bürgerpflicht“

      Die Präsidenten der Ärztekammern Rheinland-Pfalz und des Saarlandes haben mit einer gemein­sa­men Pressemitteilung reagiert. Die bun­des­wei­ten Maßnahmen sol­le jeder befol­gen, das sei „ers­te Bürgerpflicht“, for­dern Dr. Günther Matheis und Dr. Josef Mischo – „aus gege­be­nen Anlass“. Auch sie beto­nen, dass die Wirksamkeit des Mundnasenschutzes ein­deu­tig belegt sei. 

      Auch Bayerns Ärztekammer-Präsident Dr. Gerald Quitterer ist „nicht glück­lich“ über die Äußerungen sei­nes Bundesvorsitzenden. Sie kon­ter­ka­rier­ten die Bemühungen, Patienten die Sinnhaftigkeit des Mund-Nasen-Schutzes nahe­zu­brin­gen, sag­te er dem „Münchner Merkur“. Er selbst tra­ge auch außer­halb sei­nes Praxis-Alltags eine Maske, da es „infek­tio­lo­gisch sinn­voll“ sei. 

      Johna: Maßnahmen wer­den diskreditiert 

      Die Vorsitzende des Marburger Bundes Dr. Susanne Johna ist mit ihrer Kritik expli­zi­ter. „Gerade in der jet­zi­gen Phase der Pandemie kommt es dar­auf an, mit kla­ren Botschaften die Bevölkerung über den not­wen­di­gen Infektionsschutz auf­zu­klä­ren“, sagt sie. Leider habe der BÄK-Präsident jüngst den Eindruck erweckt, dass für ihn Alltagsmasken zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nur von gerin­gem Wert sei­en. „Diese per­sön­li­che Auffassung des Bundesärztekammer-Präsidenten steht im Widerspruch zur aktu­el­len Studienlage und ist geeig­net, das seit Monaten wirk­sa­me und evi­denz­ge­stütz­te Konzept zur Minimierung von Infektionen zu diskreditieren.“ 

      Lauterbach sieht unent­schuld­ba­re Wortwahl 

      Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeich­ne­te Reinhardts Wortwahl „Vermummungsgebot“ auf Twitter als „unent­schuld­bar“ für den „rang­höchs­ten deut­schen Ärztefunktionär“. „Aus mei­ner Sicht ein Rücktrittsgrund, wenn er das nicht sofort zurück­nimmt“, schrieb er. Reinhardt hat­te im wei­te­ren Verlauf gesagt: „Wenn wir dar­über nach­den­ken, dass in den Siebzigerjahren ein Vermummungsverbot aus­ge­spro­chen wur­de, und jetzt haben wir ein Vermummungsgebot, dann glau­be ich, dass das etwas mit einer Gesellschaft macht.“ 

      Ebenfalls im Kurznachrichtendienst Twitter äußern vie­le Ärzte Unmut und Empörung über Reinhardts Aussagen. So schreibt dort bei­spiels­wei­se Dr. Cihan Çelik, Funktionsoberarzt auf der Isolierstation für COVID-19-Kranke im Klinikum Darmstadt: „Wer unter der Behauptung ‚per­sön­li­che Meinung‘ als Präsident der Bundesärztekammer zur bes­ten Sendezeit unwis­sen­schaft­li­che Statements zu Masken abgibt, die geeig­net sind, die öffent­li­che Gesundheit auf Spiel zu set­zen, scha­det allen und auch der Ärzteschaft“. 

      In einer ers­ten Pressemitteilung am Donnerstagmittag hat­te die BÄK im Namen von Reinhardt und sei­nen bei­den Vizepräsidentinnen mit­ge­teilt, „dass in allen Situationen, in denen kein aus­rei­chen­der Abstand gewahrt wer­den kann, zum Beispiel in geschlos­se­nen Räumen oder im Öffentlichen Nahverkehr, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sinn­voll ist“. 

      Am Freitagnachmittag leg­te die BÄK erneut nach. Jetzt namens ihres Präsidenten Reinhardt, des gesam­ten Vorstands sowie der Präsidenten aller Landesärztekammern und zahl­rei­cher Fachgesellschaften wur­de der Nutzen eines Mund-Nasen-Schutzes betont. 

      Kurz dar­auf ließ Reinhardt sogar noch eine per­sön­li­chen Erklärung ver­brei­ten. Er bedau­re die erheb­li­chen Irritationen, die er mit sei­nem Zweifel am wis­sen­schaft­li­chen Evidenznachweis der Schutzwirkung von Mund-Nasen-Masken her­vor­ge­ru­fen habe. Die aktu­el­le Evidenz aus viel­fäl­ti­gen Studien spre­che für einen Nutzen einer sol­chen Gesichtsmaske. „Meine Absicht war zu kei­nem Zeitpunkt, die Gefahren der Pandemie zu baga­tel­li­sie­ren“, so Reinhardt. (bar/iss/dpa)

      https://www.aerztezeitung.de/Politik/Unmut-und-Unverstaendnis-ueber-Reinhardts-Masken-Aussagen-413992.html

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      1. St.-Antonius-Hospital in Eschweiler 

        Henke
        Janssens
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        Rudolf Henke

        Rudolf Henke (* 1954 in Birkesdorf, jetzt Düren) ist ein deut­scher Internist und Politiker (CDU). Er war von 2007 bis 2019 Erster Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und ist Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Er ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags. 

        1988 wur­de er Oberarzt an der Klinik für Hämatologie und Onkologie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler 

        https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Henke

        Corona-Impfstoff: "Evaluation genau­so streng"

        WDR 5 Morgenecho – Interview. 02.12.2020. 06:57 Min.. Verfügbar bis 02.12.2021. WDR 5.

        Corona-Impfstoff: "Evaluation genau­so streng"
        WDR 5 Morgenecho – Interview. 02.12.2020.

        Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft der­zeit die neu­en Corona-Impfstoffe. Gründlich genug? Es gebe kei­ne "schwä­che­ren Anforderungen an die Unbedenklichkeit und Sicherheit", sagt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. 

        https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-corona-impfstoff-evaluation-genauso-streng-100.html

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        Uwe Janssens

        Prof. Dr. med. Uwe Janssens ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, die er seit 2005 leitet. 

        https://www.divi.de/ueber-uns/praesidium/prof-dr-uwe-janssens

        Uwe Janssens

        https://www.corodok.de/intensivmediziner-ueberlastung-kliniken/

  2. Wir soll­ten kei­ne Zeit mehr ver­lie­ren. Wir wis­sen mitt­ler­wei­le wor­um es geht. Wir könn­ten z.B. angan­gen einen Loyalitätspass für "Unseresgleichen" zu ent­wi­ckeln, mit einer Art Vereinssatzung. Politikfrei und zur gegen­sei­ti­ge n Unterstützung.…natürlich auch Spaltungsfrei und mit ver­ein­fach­tem Zugang zu ganz­heit­li­chen Medien und einer gerech­te­ren Geld/Tausch-wirt­schaft. Blühende Landschaften mit Schulen, Landwirten, Handwerk, Werbewirtschaft etc. …alles so ähn­lich wie im alten Leben, nur bes­ser. Oder gibt es so etwas schon???

  3. .

    - Zitat –

    ( Noch in die­sem Jahr könn­te die Impfkampagne gegen SARS-CoV‑2 begin­nen. Vor deren Start sucht der Bundesgesundheitsminister am Samstag im Netz den Dialog mit Ärzten. ) 

    03.12.2020 ÄrzteZeitung

    Jens Spahn steht zur Impfung gegen SARS-CoV‑2 Rede und Antwort 

    Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich am Samstag, 5. Dezember, ab 14 Uhr im Livestream Fragen von Ärzten zur Impfung gegen SARS-CoV‑2 stel­len. Mit im Online-Talk wird auch Professor Lothar H. Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) sein. Ab sofort kön­nen Ärzte ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung stellen. 

    Ärzte stün­den ihren Patienten nahe, heißt es in dem Einladungsschreiben des Ministers an die Ärzte. „Dieses Vertrauen zählt in den kom­men­den Monaten der COVID-Impfungen dop­pelt, denn damit kom­men wir schritt­wei­se zur Normalität zurück. Bitte, hel­fen Sie mit“, ruft der Minister die Ärzte auf. 

    Erfolgreiche Kampagne zur Influenza-Impfung 

    Mit Hilfe der Ärzte sei­en für die Grippeimpfungen bereits „sehr gute Impfzahlen erzielt“ wor­den: In nur weni­gen Wochen sei­en bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft wor­den. „Nicht nur ich wün­sche mir, mit die­ser Geschwindigkeit auch bei der COVID-Impfung vor­an­zu­schrei­ten“, schreibt der Minister. 

    Er sei sich bewusst, dass der Umstand „eini­ge von Ihnen skep­tisch macht, dass wir so schnell wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen effek­ti­ven Impfstoff haben wer­den“. Das sei „nach­voll­zieh­bar“, so Spahn wei­ter. Darüber und über alle ande­ren anste­hen­den Fragen zur Impfung wol­le er mit den Ärzten reden. 

    https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Jens-Spahn-steht-zur-Impfung-gegen-SARS-CoV-2-Rede-und-Antwort-415289.html

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  4. .

    Dieter Cassel

    https://www.io.msm.uni-due.de/team-sprechstundenzeiten/team/dieter-cassel/

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    „Impfstoff für alle – wie soll das gehen?“ 

    … Aber noch muss er ent­wi­ckelt wer­den. Und dann in schnel­lem Tempo in gro­ßen Mengen her­ge­stellt wer­den. Nur um das ein­zu­ord­nen: Momentan gibt es für die klas­si­schen Grippeimpfstoffe eine glo­ba­le Produktionskapazität für eine hal­be Milliarde Dosen. Wahrscheinlich bräuch­te man aber das zwan­zig­fa­che* davon. Das schrei­ben Prof. Dr. Dieter Cassel (Uni Duisburg-Essen), Prof. Dr. Volker Ulrich (Uni Bayreuth) und die bei­den in der phar­ma­zeu­ti­schen Industrie beschäf­tig­ten Gesundheitsökonomen Dr. Andreas Heigl und Dr. Andreas Jäcker in dem Artikel „Impfstoff für alle – wie soll das gehen?“. Er ist in der Zeitschrift „RPG Recht und Politik im Gesundheitswesen“ erschienen. 

    https://www.pharma-fakten.de/news/details/988-sars-cov-2-impfstoff-fuer-alle-wie-soll-das-gehen/

    https://www.arzt-wirtschaft.de/sars-cov-2-impfstoff-fuer-alle-wie-soll-das-gehen/

    https://www.interview-welt.de/2020/10/01/impfstoff‑f%C3%BCr-corona‑w%C3%A4re-eine-gigantische-konjunkturspritze-weltweite-wirtschaftliche-sch%C3%A4den-durch-die-pandemie-liegen-bei-375-milliarden-dollar-im-monat/

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    Webgespräch mit Prof. Dr. Volker Ulrich und Prof. Dr. Dieter Cassel: Verteilung von Impfdosen gegen das Coronavirus 

    https://www.bmcev.de/event/webgespraech-verteilung-von-impfdosen-gegen-das-coronavirus/

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    WeLT

    Corona-Impfung: „Zwei-Klassen-Gesellschaft ist unvermeidlich“ 

    By Thomas Sebastian Vitzthum 

    welt.de — WELT: Herr Cassel, wel­che Funktion soll­te in der Pandemie künf­tig der Impfpass haben? 

    Dieter Cassel: Der Impfpass doku­men­tiert, ob jemand geimpft wor­den ist, wann und womit. Mit die­sem Nachweis geht eine bestimm­te sta­tis­ti­sche Wahrscheinlichkeit ein­her, dass die­se Person vor Ansteckung geschützt ist und ande­re auch nicht anste­cken kann. Im Falle des Biontech/Pfizer-Impfstoffs liegt sie den Studien nach bei 95 Prozent. 

    https://muckrack.com/thomas-sebastian-vitzthum

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    ( Werden gegen Corona Geimpfte mehr Privilegien genie­ßen als Ungeimpfte? Gesundheitsökonom Dieter Cassel hält das für unab­wend­bar, wenn die Bereitschaft zur Immunisierung stei­gen soll. ) 

    WeLT

    „Zwei-Klassen-Gesellschaft durch die Impfungen ist unvermeidlich“ 

    WELT: Herr Cassel, die als Stiko bekann­te Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut will erst Ende des Jahres detail­liert vor­schla­gen, wer den Corona-Impfstoff in Deutschland wann erhal­ten soll. Die Politik könn­te das dann erst Anfang 2021 beschlie­ßen. Haben Sie Verständnis für die­sen Zeitplan? Am Ende haben wir Impfstoffe, wis­sen aber nicht, wer sie kriegt. 

    Dieter Cassel: Das ist zu befürch­ten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Stiko schon im Juli mit der Ausarbeitung von Priorisierungsempfehlungen beauf­tragt. Dass dann Anfang November immer noch kein prak­ti­ka­bler Vorschlag vor­ge­legt wur­de, hat nicht nur mich überrascht.Nun wird das für Ende die­ses Monats ange­kün­dig­te Priorisierungskonzept womög­lich durch die Realität über­holt. Die Politik bleibt inso­weit bis dahin „rat­los“ und muss mehr oder min­der frei­hän­dig han­deln. Ideal ist das nicht. 

    WELT: Wie erklä­ren Sie sich, dass das alles so lan­ge dauert? 

    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus221613346/Corona-Impfung-Zwei-Klassen-Gesellschaft-ist-unvermeidlich.html

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  5. Auch dar­an erkennt man, dass es der Regierung nie­mals vor­ran­gig um den Schutz der Risikogruppen gegan­gen ist; man will sie als Erste imp­fen! Weshalb wohl, aus rei­ner Fürsorge?
    Na, weil man in die­ser Gruppe das Sterberisiko lie­ber in Kauf nimmt, als bei den Jungen, gleich­zei­tig Spätfolgen kaum noch ins Gewicht fal­len. Man könn­te die­se, falls sie auf­tre­ten, auf die alters­be­ding­ten Vorerkrankungen schie­ben und auch den Unterschied zwi­schen den *mit*- oder *an* der Impfung Verstorbenen nicht nach­wei­sen, also auch kei­ne Entschädigung zah­len müs­sen. Außerdem wür­de eine bedau­er­li­che Dezimierung der Gruppe kos­ten­in­ten­si­ver Pflegebedürftiger und Rentner den Bundeshaushalt (neben­bei bemerkt) extrem ent­las­ten… Das sind – rein öko­no­misch gese­hen – weni­ger stö­ren­de Kollateralschäden!

  6. Corona-Impfung: Aussage Prof. Hockertz
    72.550 Aufrufe • 06.12.2020 https://www.youtube.com/watch?v=iiTrttV7Q8A Ausschnitt aus der 30. Sitzung des Corona-Ausschuss.
    Professor Stefan Hockertz war Direktor und Professor des Institutes für Experimentelle und Klinische Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf von 2003 bis Ende 2004. Davor war er Mitglied des Direktoriums des Fraunhofer Institutes für Toxikologie und Umweltmedizin in Hamburg von 1995 bis 2002 und von 1986 bis 2001 arbei­te­te er als Forscher bei der Fraunhofer Gesellschaft in Hannover. Seine ers­te aka­de­mi­sche Ausbildung als Diplombiologe erhielt Hockertz 1985. Prof. Stefan W. Hockertz ist zum „Eurotox Registered Toxicologist“ ernannt, zudem hält er die Ernennung zum Herstellungs- und Kontrolleiter gemäß § 15.1 und §15.3 des Arzneimittelgesetzes. Hockertz ist Dr. rer. nat. in Biologie an der Universität Hannover, habi­li­tiert für die Fächer Toxikologie und Pharmakologie an der Universität Hamburg und Professor für Molekulare Immuntoxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf. Heute arbei­tet er als geschäfts­füh­ren­der Gesellschafter der tpi con­sult GmbH, einer der füh­ren­den toxi­ko­lo­gi­schen und phar­ma­ko­lo­gi­schen Technologieberatungen in Europa.

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