Drosten mit falschem Dr.-Titel erwischt?

»Am 4. Sep­tem­ber 2003 hat der Fach­be­reichs­rat Medi­zin in sei­ner tur­nus­mä­ßi­gen Sit­zung Herrn Dros­ten die Bewer­tung sei­ner Pro­mo­ti­on mit "aus­ge­zeich­net" (sum­ma cum lau­de) zuer­kannt und Herrn Dros­ten wur­de die Ver­lei­hungs­ur­kun­de aus­ge­stellt. Seit­dem ist er berech­tigt, den Titel Dr. med. zu füh­ren.«

Das teil­te die Goe­the-Uni­ver­si­tät am 15.10. mit. Mar­kus Küh­ba­cher fragt:

https://​twit​ter​.com/​K​u​e​h​b​a​c​h​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​1​3​3​9​0​2​6​8​1​6​4​3​0​9​5​6​546

In der Tat gibt es ein Doku­ment der WHO über eine Tagung an die­sem Datum, in dem zu lesen ist:

Gewiß wer­den die "Fak­ten-Che­cker" dar­auf ver­wei­sen, daß Herrn Dros­ten kei­ne Schuld trifft. Schließ­lich ist ja die WHO für den Text ver­ant­wort­lich, nicht er.

15 Antworten auf „Drosten mit falschem Dr.-Titel erwischt?“

  1. Kann pas­sie­ren. Dros­ten hat­te ja bereits sei­ne Ver­tei­di­gung been­det, ihm wur­de die Gesamt­no­te mit­ge­teilt, es hat nur noch die offi­zi­el­le Ver­lei­hung des Dok­tor­gra­des gefehlt, ansons­ten alles in Sack und Tüten. Da kann schon­mal ver­se­hent­lich bereits der Dok­tor­ti­tel mit auf­ge­führt wer­den. Ich bin mir nicht sicher, ob das recht­lich rele­vant ist.

      1. Lang­sam nimmt die­se Dis­kus­si­on gro­tes­ke Züge an. Im bewußt­sein vie­ler men­schen ist jeder medi­zi­ner ein Dok­tor. Der­je­ni­ge der das Papier ver­fasst hat, hat ver­mut­lich ein­fach Dr. vor Dros­tens Name geschrie­ben. Der Vor­wurf, Dros­ten habe den Titel zu Unrecht getra­gen kann nur auf­recht erhal­ten wer­den, wenn Dros­ten bei der Regis­trie­rung vor sei­nen Namen DR. geschrie­ben hät­te. Wol­len Sie sowas wirk­lich nachprüfen?

      2. Wenn der Titel von April bis Sep­tem­ber schon ver­wen­det wur­de ohne ver­lie­hen gewor­den zu sein und nie­mand erhob Ein­spruch, dann war das Füh­ren des Titels schon qua­si Gewohnheitsrecht 🙂

      3. Lang­sam nimmt die­se Dis­kus­si­on gro­tes­ke Züge an. Im bewußt­sein vie­ler Men­schen ist jeder Medi­zi­ner ein Dok­tor. Die Sekre­tä­rin, die das Papier tip­pen muss­te hat ein­fach ein "Dr." vor Dros­tens Name geschrie­ben. Sowas erlebt man bei Kol­le­gen, die kei­nen Dok­tor haben häu­fi­ger. Sie tra­gen ihren namen in eine Lis­te ein und dann wird "DR" rou­ti­ne­mä­ßig von ver­wal­tungs­kräf­ten hinzugefügt.
        Übri­gens ist "DR." kein Titel, son­dern ein aka­de­mi­scher Grad, der im Gegen­satz zu "Pro­fes­sor" im Per­so­nal­aus­weis ein­ge­tra­gen wer­den kann. Pro­fes­sor ist ein Beamtentitel.
        Sie soll­ten die Kir­che im Dorf las­sen, sonst wird es lang­sam albern.

    1. @Sandra Zieg­ler: Nix in Sack und Tüten. Die Goe­the-Uni behaup­tet: "Am 4. Sep­tem­ber 2003 hat der Fach­be­reichs­rat Medi­zin in sei­ner tur­nus­mä­ßi­gen Sit­zung Herrn Dros­ten die Bewer­tung sei­ner Pro­mo­ti­on mit "aus­ge­zeich­net" (sum­ma cum lau­de) zuer­kannt." Erst da stand also die Gesamt­no­te fest. Und sowie­so ist der Titel mit einer Ver­öf­fent­li­chung der Arbeit ver­bun­den. Die ist 2020 erfolgt.

  2. So durch­ge­knallt war Dros­ten dann schon damals, das er die kor­rup­te Ein­rei­chung ver­ges­sen und ver­säumt hat­te. Dr. Klaus Stohr ein­schlä­gig bekannt. Leo­pol­di­na, auf Sei­te 6, nimmt eben­so nur gefälsch­te Zah­len von der Bio­waf­fen Abtei­lung des Pen­ta­gon, des Bill Gates, oder total gefälsch­te Web­site, ohne Wis­sen­schafts Hintergrund,

  3. Ergän­zung

    Die Zah­len basie­ren auf Erhe­bun­gen der Johns-Hopkins-Universität,abrufbar unter: https://​gisand​da​ta​.maps​.arc​gis​.com/​a​p​p​s​/​o​p​s​d​a​s​h​b​o​a​r​d​/​i​n​d​e​x​.​h​t​m​l​#​/​b​d​a​7​5​9​4​7​4​0​f​d​4​0​2​9​9​4​2​3​4​6​7​b​4​8​e​9​e​cf6 (letz­ter Zugriff 02.04.2020).6Abbildung ent­lehnt von https://​www​.worl​do​me​ters​.info/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​(​l​e​t​z​ter Zugriff 02.04.2020).

    die gefälsch­te RKI Web­site, kann jeder Laie erken­nen, was Regie­rung, die Medi­en benutz­ten auf US Ser­ver laufende

    Gefälscht! auf US Ser­ver laufend.Das ist die Leo­pol­di­na, Wis­sen­schaft, düm­mer gehts wohl nicht mehr. Ent­spricht nicht ein­mal den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten, einer Web­site. Bestell Ser­vice, für Kri­mi­nel­le, je nach Land­krei­sen zum Panik und Angst machen 

    https://​expe​ri​ence​.arc​gis​.com/​e​x​p​e​r​i​e​n​c​e​/​4​7​8​2​2​0​a​4​c​4​5​4​4​8​0​e​8​2​3​b​1​7​3​2​7​b​2​b​f​1​d​4​/​p​a​g​e​/​p​a​g​e​_1/

    Nennt man pri­mi­ti­ve Orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät, wie der Face­book Virus aus angeb­lich Wuhan, von Chris­ti­an Dros­ten, und Nie­mand rief in Wuhan an, ob die Sto­rys so stim­men, obwohl die Chi­ne­sen in Mün­chen , den ganz nor­ma­len Virus, Vor­sichts­maß­nah­men, beim MSC im Febru­ar erklär­ten und informierten

  4. Man muess­te – allein um sich mit der Argu­men­ta­ti­on nicht zu bla­mie­ren bzw. ggf. unbrauch­ba­re Argu­men­te zur Ver­fue­gung zu stel­len – viel­leicht doch noch fol­gen­de Aspek­te erwaehnen:
    Im inter­na­tio­na­len Sprach­ge­brauch , der oft dem ame­ri­ka­ni­schen Vor­bild folgt, wird ein MD (Medi­cal Doc­tor) oft als "Dr" bezeich­net und abge­kuerzt und dem Namen vor­an­ge­stellt. Also even­tu­ell auch bei die­sem WHO-Schrift­stueck. Der Betrof­fe­ne hat oft kei­ne Ahnung. Mir sind sol­che Din­ge aus eige­ner Erfah­rung bekannt.

    1. Ich "ant­wor­te" auf mei­nen eige­nen Kom­men­tar und ergaen­ze, dass man in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zur Erlan­gung eines MD-Gra­des (Medi­cal Doc­tor) eben kei­ne Abfas­sung einer Dis­ser­ta­ti­on noe­tig ist. D. h., dass manch­mal deut­sche Aerz­te selbst ohne Pro­mo­ti­on, aber mit Appro­ba­ti­on in Deutsch­land inter­na­tio­nal als MD firmieren.

        1. Der Fach­arzt darf nicht mit der Appro­ba­ti­on ver­wech­selt wer­den. Die Appro­ba­ti­on – aehn­lich der ame­ri­ka­ni­schen Licen­se to prac­ti­ce – erlaubt die Aus­uebung des aerzt­li­chen Beru­fes und die Fueh­rung der Berufs­be­zei­chung Arzt. Und das ist im Ame­ri­ka­ni­schen der MD. Und der wird lei­der haeu­fig mit "Dr." oder "Dr. med." ueber­setzt und sogar im Eng­li­schen oft mit "Dr" ange­ge­ben. Und so kann das – ganz unspek­ta­ku­laer zustan­de­ge­kom­men sein. Wae­re eben auch nicht der ers­te Fall. Es geht doch dar­um, die wirk­lich belast­ba­ren Argu­men­te auf­zu­tun – und die­se Sache hier kann lei­der sich sehr schnell als wenig belast­bar herausstellen.

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