Echse will Querdenker abzocken

Chris­ti­an Dros­ten hat dar­auf hin­ge­wie­sen (s. Aus Meppen für Dep­pen. Aktu­el­les von Herrn D.), auch die FAZ weiß es (s.u.): Quer­den­ker und ande­re Covidio­ten machen den gan­zen Wir­bel nur, um Geld in die eige­ne Tasche zu schef­feln. Wäh­rend Dros­ten und Pfi­zer rund um die Uhr für die Volks­ge­sund­heit arbei­ten, geht es ihnen nur um eins: The Gre­at Abzocke:

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"Das Geschäft mit den Quer­den­kern" liest man am 23.11. in der FAZ.

»Wer ver­sucht, Micha­el Ball­weg per E‑Mail zu kon­tak­tie­ren, bekommt eine auto­ma­ti­sche Ant­wort: Wegen der hohen Anzahl von Hilfs­an­ge­bo­ten kann nicht jede Anfra­ge manu­ell bear­bei­tet wer­den. Was aber sofort geht, ist, Geld zu über­wei­sen, fett­ge­druck­ter Ver­wen­dungs­zweck: Schen­kung. Die pri­va­te Kon­to­num­mer von Ball­weg wird genannt. Er hat im Früh­jahr die Initia­ti­ve „Quer­den­ken 711“ in Stutt­gart ins Leben geru­fen, die Bewe­gung, die der­zeit land­auf, land­ab die Men­schen gegen die Coro­na-Maß­nah­men der Poli­tik auf die Stra­ße bringt.

Was aber macht er mit dem Geld? Wel­che Sum­men hat der obers­te Quer­den­ker schon auf sei­nem Privatkonto?…

Ball­weg gibt kei­ne Aus­kunft, wie viel er an Schen­kun­gen erhal­ten hat und was er mit dem Geld macht. „Die Anzei­ge­pflicht exis­tiert nur für Schen­kun­gen, die die Frei­be­trä­ge über­schrei­ten“, schreibt er dazu. „Bei uns ist dies nicht der Fall.“ Bis zu 19.999 Euro kann er je Schen­ker ver­ein­nah­men, ohne das irgend­wo ange­ben zu müssen.

Nur ein­mal, im Mai, wur­de von Quer­den­ken eine Zahl zu den eige­nen Finan­zen genannt: Es sei­en bin­nen weni­ger Tage 220.000 Euro zusam­men­ge­kom­men – nicht auf Ball­wegs Kon­to, son­dern für die von einem Brand betrof­fe­ne Ver­an­stal­tungs­tech­nik-Fir­ma VTS, nach­dem Ball­weg und Quer­den­ken zum Spen­den auf­ge­ru­fen hat­ten. Spä­tes­tens da dürf­te dem 46 Jah­re alten IT-Unter­neh­mer klar­ge­wor­den sein, wel­ches finan­zi­el­le Poten­ti­al in sei­ner Bewe­gung steckt. Seit­her herrscht Schwei­gen zu kon­kre­ten Zahlen.

Quer­den­ken ist bis­her kein Ver­ein, kei­ne Stif­tung, kei­ne Par­tei. Im Impres­sum von Quer­den­ken 711, der Stutt­gar­ter Grup­pe, die wie alle Quer­den­ken-Initia­ti­ven mit der Tele­fon­vor­wahl ihrer Stadt gekenn­zeich­net ist, steht ein­fach nur Micha­el Ball­weg mit sei­ner Pri­vat­adres­se. Auch bei ande­ren Quer­den­ken-Grup­pen wie in Frank­furt wird um Schen­kun­gen auf ein Pri­vat­kon­to gebe­ten. „Als Ver­ein wären sie rechen­schafts­pflich­tig in ihrer Mit­glie­der­ver­samm­lung und müss­ten eine Steu­er­erklä­rung mit ihren Ein­nah­men abge­ben“, sagt Johan­nes Fein, Spe­zia­list für Ver­eins- und Gemein­nüt­zig­keits­recht der Kanz­lei Win­hel­ler. „Solan­ge Ball­weg das aber so fährt wie bis­her, bleibt das intrans­pa­rent. Es gibt kei­ne Anzei­ge- oder Erklä­rungs­pflicht für Schen­kun­gen unter­halb von 20.000 Euro.“…

Bus­trans­fer zu Demons­tra­tio­nen als lukra­ti­ves Geschäft
Ball­weg ist längst nicht der Ein­zi­ge, der von der Angst vie­ler Men­schen in der aktu­el­len Situa­ti­on pro­fi­tiert. Hin­zu kommt zum Bei­spiel das Mer­chan­di­sing-Geschäft, das sich rund um Quer­den­ken auf­ge­baut hat. Part­ner wie Merch You ver­kau­fen T‑Shirts, Pull­over und vie­les ande­re. Ein lukra­ti­ves Geschäft für Grün­der Ball­weg sind nach Beob­ach­tun­gen von Blu­me auch die Namens­rech­te an Quer­den­ken. „Jeder, der sich dran­hän­gen will, muss dafür im Zwei­fel zah­len“, sagt Blume.

Auf den Büh­nen von Quer­den­ken und ande­ren Coro­na-Demons­tra­tio­nen tau­chen zudem zahl­rei­che Unter­gangs­pro­phe­ten auf und wer­ben für ihre Bücher, ihre Fonds oder ande­re Pro­duk­te. Der Koch Atti­la Hild­mann etwa preist sei­ne vega­ne Nuss-Nou­gat-Creme, sei­ne vega­nen Ener­gy-Drinks oder auch „Sieg­fried-Taler“ an: Mün­zen mit einem gewis­sen Edel­me­tall-Anteil, die für meh­re­re tau­send Euro und damit einem Mehr­fa­chen ihres Mate­ri­al­wer­tes ange­bo­ten werden…

Neben den Schen­kun­gen hat sich auch der Bus­trans­fer zu den Demons­tra­tio­nen als lukra­ti­ves Geschäft ent­puppt. Hun­dert­tau­sen­de Euro wer­den auf die­se Wei­se in die Taschen einer Hand­voll Orga­ni­sa­to­ren geflos­sen sein, rech­net Joa­chim Jum­pertz vor. Er betreibt selbst eine Bus­ver­mitt­lung und grün­de­te im April die Orga­ni­sa­ti­on „Honk for Hope“, die auf die Not­la­ge der Bus­bran­che auf­merk­sam machen woll­te. Er stieg im Juli aus, ent­setzt dar­über, wel­che Rich­tung die Sache nahm…«

Im Zen­tral­or­gan der Wirt­schafts­ver­bän­de Empö­rung zu lesen über ver­meint­lich kri­mi­nel­le Machen­schaf­ten von Quer­den­kern hat schon etwas Belus­ti­gen­des. Kei­ner der gro­ßen Raub­zü­ge des gro­ßen Kapi­tals, sei es bei der "Ban­ken­ret­tung", der Pri­va­ti­sie­rung von Allem und Jedem, gera­de im Gesund­heits­be­reich, den Mas­sen­ent­las­sun­gen und den Ver­ar­mungs­stra­te­gien in der "Coro­na-Kri­se" fin­det dort eine sol­che Aufmerksamkeit.

Den­noch wäre das Quer­den­ken-Umfeld gut bera­ten, Trans­pa­renz ein­keh­ren zu las­sen. Nicht der FAZ zulie­be, son­dern den eige­nen AnhängerInnen.

5 Antworten auf „Echse will Querdenker abzocken“

  1. ..
    Neben den Schen­kun­gen hat sich auch der Bus­trans­fer zu den Demons­tra­tio­nen als lukra­ti­ves Geschäft ent­puppt. Hun­dert­tau­sen­de Euro wer­den auf die­se Wei­se in die Taschen einer Hand­voll Orga­ni­sa­to­ren geflos­sen sein, rech­net Joa­chim Jum­pertz vor. Er betreibt selbst eine Bus­ver­mitt­lung und grün­de­te im April die Orga­ni­sa­ti­on „Honk for Hope“, die auf die Not­la­ge der Bus­bran­che auf­merk­sam machen woll­te. Er stieg im Juli aus, ent­setzt dar­über, wel­che Rich­tung die Sache nahm…«

    Was für eine Frechheit.
    Die Bus­fah­rer haben in der gan­zen Repu­blik nach Bus­fir­men gesucht, die zu den Demos fah­ren woll­ten, und fast nie­mand hat sich gemeldet.
    Wer meint, sei­ne Fahr­gäs­te ableh­nen zu dür­fen, weil ihm deren poli­ti­sche Mei­nung nicht paßt, soll­te wohl nicht auch noch dem damit nicht ver­dien­ten Geld hinterhertrauern.

    Pein­lich, peinlich.

    1. "Wer meint, sei­ne Fahr­gäs­te ableh­nen zu dür­fen, weil ihm deren poli­ti­sche Mei­nung nicht paßt[…]"
      Hier geht es wohl mehr um die Sor­ge für die eige­ne Gesund­heit. Viel­leicht möch­ten Bus­un­ter­neh­men ihre Fah­rer nicht einer Grup­pe von Men­schen aus­set­zen, deren der­zei­ti­ge Iden­ti­tät es zu sein scheint, gegen Gesund­heits­auf­la­gen zu verstoßen.
      Es ist kei­ne poli­ti­sche Mei­nungs­äu­ße­rung gegen eine Mas­ke zu sein, eben­so wenig ist es eine poli­ti­sche Äuße­rung, wenn ein HIV-posi­ti­ver Mensch sein Blut im Bus ver­tei­len würde.

      1. Wahr­schein­lich müs­sen die Bus­fah­rer wirk­lich um ihre Gesund­heit ban­gen, weil sie befürch­ten müs­sen, von einem wüten­den Mob ange­grif­fen zu wer­den, der glaubt, dass der Bus vol­ler Rechts­ra­di­ka­ler sei.

  2. Was ich aus ers­ter Hand sagen kann: wer eine regio­na­le Quer­den­ken-Grup­pe grün­det (im Text "dran­hän­gen" genannt), zahlt dfür nichts. Wie kommt der Blu­me an dei­ne Infor­ma­tio­nen? Mir scheint das frei erfunden.

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