24 Antworten auf „Ein Fall von Maskenball. Oh, bigott!“

  1. Heu­te Mor­gen war ich in Nie­der­sach­sen im Super­markt. Obwohl die Mas­ken­pflicht abge­schafft wur­de, lie­fen ca. 95% der Kun­den und ALLE Mit­ar­bei­ter mit Mas­ke rum. Immer­hin traf ich eine Frau und einen Mann „mit Gesicht“. Die Frau und ich haben uns angelächelt.

    1. Hier in Wies­ba­den genau das­sel­be. Offen­bar haben die Leu­te Pro­ble­me in der Öffent­lich­keit ihr Gesicht zu zei­gen. Auch im Frei­en unzäh­li­ge Leu­te mit FFP2 im Gesicht.

    2. hier genau­so. Bin sehr frus­triert. Viel­leicht 10 Pro­zent ohne. 5 Pro­zent unter der Nase. Zwei Teen­ager die sie unter das Kinn geschnallt hat­ten rief ich zu: Ihr braucht die Mas­ken nicht mehr. Sie ant­wor­te­ten: Ja wis­sen wir, wir zie­hen sie auch nicht an.
      Viel­leicht hat­ten sie den­noch Angst ange­me­ckert zu werden?
      Wenigs­tens das hat sich bei mir nie­mand getraut. Die Leu­te haben jedoch peni­bel auf min­des­tens 2 Meter Abstand geach­tet, als hät­te ich die Krätze…sehr frustrierend.

      1. Da kann ich mich ein­rei­hen. Hier in Köln genau­so, 90–95 %.
        Hübsch kon­di­tio­niert. Paw­low hät­te sei­ne hel­le Freu­de gehabt.
        Wenigs­tens waren die 2 ohne Müt­ter mit Kin­dern (die Gottseidank
        auch kei­ne Maul­ta­sche trugen).

  2. Es ist ja nicht nur die Bigotterie/Verlogenheit.
    Auch der Befehls­ton (den er ja bei­lei­be nicht als Ein­zi­ger drauf hat)
    macht ihn mir unglaub­lich sympathisch.

  3. Die "Pan­de­mie" ist dann vor­bei, wenn die Zer­ti­fi­ka­te ver­bo­ten und die kri­mi­nel­le Ban­de hin­ter dem Spritz­mit­tel­ein­satz auf Staats­kos­ten gefil­ter­te Luft atmet – lebenslang.

  4. Falls es jeman­den inter­es­siert, ich muss mir den Frust von der See­le schreiben:

    Heu­te war ich Ein­kau­fen in der Innen­stadt. Hier mein Fazit zum Mas­ken­pflicht, die offi­zi­ell ab heu­te ent­fal­len ist:
    – Auf der Stra­ße auf dem Rad bei strö­men­dem Regen tum­mel­ten sich mehr Mas­ken­trä­ger als letz­te Woche!!! In der Fuß­gän­ger­zo­ne waren auch außer­ge­wöhn­lich vie­le Mas­ken­trä­ger im Freien.

    - sehr vie­le Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te, Fri­seur usw. hat­ten ent­we­der neu geschrie­be­ne oder die alten "FFP2-Pflicht"-Schilder an den Ein­gangs­tü­ren hän­gen. Ich schau­te mir die Türen von den ers­ten 10 Geschäf­ten an, an denen ich vor­bei­kam. Danach hielt ich es nicht mehr aus und guck­te nicht mehr hin. :(( 

    - In fast allen Filia­len, wo die Mas­ken­pflicht offi­zi­ell weg­ge­fal­len ist (hier eigent­lich nur grö­ße­re Ket­ten wie dm, Net­to, und wei­te­re), fol­gen­des Bild:
    ‑bei dm bestimmt mehr als 90–95% Mas­ken­trä­ger. Ich sah eine ein­zi­ge Frau im mitt­le­ren Alter, die kei­ne Mas­ke trug sowie zwei jugend­li­che Aus­län­der (Ara­ber?) die kei­ne Mas­ke tru­gen. Sonst ca. 30 Per­so­nen mit Mas­ke. So lan­ge war ich nicht im Laden. Auch das Per­so­nal trug durch­ge­hend Mas­ke. Ich wur­de sogar schief ange­guckt vom Per­so­nal. An der Kas­se auch ein merk­wür­di­ger Vor­fall, wo ich den Ein­druck hat­te, dem mas­kier­te Ver­käu­fer hin­ter der Glas­schei­be passt es nicht, dass ich ohne Mas­ke kom­me: Er hielt mei­nen Bon aus dem Foto­shop drei­mal an den Schlitz, wo die Kas­sen­bons raus­kom­men. Ich sag­te ihm, dass dies sicher­lich nicht der Scan­ner ist, aber er hielt den Bon trotz­dem wie­der dort­hin. Ich hat­te den Ein­druck, er woll­te Zeit schin­den und die Schlan­ge län­ger wer­den las­sen, damit die Leu­te sau­er auf micih (ohne Mas­ke) sind. Irgend­wann nann­te er mir nur den Preis und kas­sier­te ab. Icih habe kei­ne Ahnung war­um er den Bon vor den Schlitz hielt wo die Kas­sen­bons raus­kom­men und nicht vor den Scan­ner. IMMER wer­den die Bons vor den Scan­ner gehal­ten und dann bekom­me ich den Preis für mei­nen Foto­auf­trag genannt. Mög­li­cher­wei­se bil­de ich mir das aber auch nur ein, dass er es mit Absicht mach­te. Nur ver­ste­he ich nicht, wenn ich ihm sage, dass er den Bon gera­de nicht vor den Scan­ner hält, wie­so er ein­fach wei­ter damit macht. :???
    ‑bei Dro­ge­rie Mül­ler ähn­lich vie­le Mas­ken­trä­ger, ab dem Zeit­punkt war mei­ne Wahr­neh­mung schon etwas ein­ge­schränkt, weil mich die Situa­ti­on gestresst hat und ich mich gedank­lich abschot­ten muss­te. Ich erin­ne­re mich dort an zwei Jun­ge Män­ner (betra­gen zusam­men den Laden) ohne Mas­ke, aber ich ging auch schnell wie­der raus. Als ich mei­ne Nase schneu­zen muss­te, kam ich mir wie ein Ver­bre­cher vor. Auch das Per­so­nal alles mit Maske
    – Net­to Dis­coun­ter. Konn­te auch dort nicht mehr viel wahr­neh­men und erin­ne­re mich vor­wie­gend an Mas­ken­trä­ger bis auf den Kas­sie­rer und einen jun­gen Aus­län­der, der mich im Aus­gangs­be­reich nett frag­te, als er mich ohne Mas­ke erblick­te, dass es denn ohne Mas­ke geht, was ich freu­de­strah­lend erwi­der­te und er freu­te sich offen­bar auch und bestä­tig­te mir noch­mal auf Nach­fra­ge 'ab heu­te – ja, ab heu­te!! :)" Er war ja gera­de dabei, ohne Mas­ke in den Laden zu gehen und woll­te sich offen­bar noch­mal ver­si­chern und such­te Kontakt.
    – beim Her­mes-Paket­shop­/Ki­osk prang­te ein "FFP2-Pflicht"-Schild an der Tür. Ich habe den Shop ohne Mas­ke betre­ten (hat­te auch gar kei­ne dabei) und konn­te mein Paket abge­ben ohne dass etwas gesagt wur­de. Der Laden mach­te aber auch den Ein­druck, als kön­ne er etwas Kund­schaft gebrau­chen. Wie­so man dann trotz­dem Kun­den mit Mas­ken­pflicht ver­grault, ist mir ein Rät­sel. Man könn­te doch ein­fach ein Schild an die Tür­hän­gen "wir sind offen für alle – ob mit Mas­ke oder ohne Mas­ke". Das wür­de die Stim­mung besänftigen. 

    Nach die­sen Erleb­nis­sen hat­te ich genug. Es fühlt sich noch schlim­mer für mich an, als alles zuvor, weil es nun nicht mehr nur dar­um geht, dass die Leu­te mit Zwang alles mit sich machen las­sen, son­dern dass sie sich selbst wei­ter ver­skla­ven und gera­de­zu an den Mas­ken zu hän­gen schei­nen. Die Ver­mum­mung im Frei­en auf dem Rad und Fuß­gän­ger­zo­ne (die wirk­lich nciht voll war) bei strö­men­dem Regen hat mich nur schockiert. 🙁
    Heu­te Mit­tag steht noch Bio­markt und ein ande­rer Dis­coun­ter an. Viel­leicht wer­de ich wie­der berich­ten. Ab heu­te schrei­be ich Tage­buch, aber der Blog hier hilft mir sehr. 

    Ich wür­de mich sehr freu­en, von ande­ren Men­schen zu lesen, wie es in ihrer Stadt mit der Mas­ken­pflicht aus­sieht und wie ihr damit umgeht. Bei mir ist die psy­chi­sche Belas­tung sehr groß, weil mir der blin­de Gehor­sam und die Hörig­keit mei­ner Mit­men­schen so zu schaf­fen machen. 🙁 Natür­lich wer­de ich die Mas­ke des­we­gen NICHT auf­set­zen, aber die Ein­käu­fe heu­te waren weni­ger schön als gedacht. Die Anspan­nung blieb, denn natür­lich sticht man wie­der­um aus der Mas­se raus, ohne Mas­ke. Wäh­rend es vor­her eher ein Gefühl von "ich bin ein Rebell gegen die sinn­lo­sen Vor­ga­ben war", haben sie die gan­ze Soli­da­ri­täts­schei­ße mitt­ler­wei­le so lan­ge ein­ge­prü­gelt, dass ich mir mitt­ler­wei­le tat­säch­lich wie ein Ver­bre­cher gegen die Soli­da­ri­tät und Mit­men­schen vor­kom­me, obwohl ich weiß, dass es nicht stimmt, weil die Mas­ken zwei Jah­re nichts gehol­fen haben und nur dazu füh­ren, dass die Mit­mensch­lich­keit ver­nich­tet wird und die Hörig­keit immer grö­ße­re Aus­ma­ße annimmt. Das Leben bleibt für mich wei­ter­hin wegen Coro­na sehr anstrengend. 

    Fazit
    – Unter den Mas­ken­lo­sen waren auf­fal­lend vie­le jun­ge Ausländer
    – auf­fal­lend vie­le jün­ge­re Män­ner im 'Team' (nicht allei­ne) ohne Maske
    – alt­ein­ge­ses­se­ne Geschäf­te und sol­che aus dem lin­ken Life­style-Milieu for­dern wei­ter­hin FFP2
    – gro­ße Ket­ten las­sen alle ohne Mas­ke rein
    – beson­ders im Frei­en hat das Mas­ket­ra­gen wie­der zugenommen.

    Hof­fent­lich ist das nur noch­mal ein Auf­blä­en vor dem Zusam­men­fall. Eigent­lich war es so abzu­se­hen, aber ich bin ent­täuscht von mei­nen Mit­men­schen, dass sie sol­che ver­damm­ten Skla­ven sind.

  5. Und noch eine 'Erhe­bung' die ich für mich per­sön­lich aus dem pri­va­ten Umfeld gemacht habe.

    Eine Bäcke­rei wur­de (obwohl kein ande­rer Kun­de im Laden war) von der Per­son mit Mas­ke betre­ten. Ich frag­te, war­um. Die Ant­wort war:
    – Ja, das weiß ich auch nicht, das ist halt so drin.

    Spä­ter kam als Begrün­dung, dass man ja nicht wis­se, ob man­che Läden doch noch Mas­ken­pflicht for­dern, also wür­de man die Mas­ke aus dem Auto mit­neh­men. (die Begrün­dung ver­stand ich nicht und ich frag­te, wie­so man die Mas­ke nicht ein­fach in die Tasche steckt, aber dar­auf erhielt ich kei­ne Antwort). 

    Man müs­se sich erst wie­der an das Lebe ohne Mas­ke gewöh­nen und man hät­te sich ja dar­an gewöhnt und so schlimm sei es ja gar nicht.
    Ich ver­such­te noch zu über­mit­teln, dass ich es sehr schlimm fin­de, weil durch die Mas­ken­pflicht die Mensch­lich­keit ver­hin­dert wird (Gesicht wird ver­han­gen und das ist für die Empa­thie wich­tig), aber da wur­de das The­ma schon gewechselt. 

    Von einer wei­te­ren Per­son bekam ich zu hören, dass die Mas­ken­pflicht (FFP2) doch wirk­lich nicht mehr schlimm sei und ich sol­le mir nur mal vor­stel­len, wo ich wie­der über­all rein dür­fe… Na ja. Wie­so wer­de ich aber als gesun­der Mensch ohne Sym­pto­me wei­ter­hin trak­tiert? Die Mas­ken­pflicht mag eine klei­ne Sache sein, aber in ihrer Gän­ze ist sie per­fi­de und unter­schleicht alles und zer­setzt die Mensch­lich­keit wie eine gif­ti­ge Säu­re. Das ist mei­ne Meinung.
    Die Per­son mein­te nur, sie wird auf jeden Fall wei­ter­hin im Super­markt die Mas­ke auf­set­zen, denn die Inzi­den­zen sei­en ja so hoch und man sei dort auf engem Raum. Dis­kus­sio­nen dar­über, dass die Inzi­den­zen vor­wie­gend davon abhän­gen, WIE VIEL man tes­tet und die­se nicht wirk­lich etwas abbil­den, spa­re ich mir mit der Per­son seit Mona­ten bzw. es läuft immer wie­der aufs selbst hinaus. 

    Eigent­lich soll­te ich den Höri­gen, Ängst­li­chen und Skla­ven ihre Lust am Ver­skla­ven las­sen, aber ich gebe zu, dass es mir schwer fällt, in die­sem Kli­ma der Hörig­keit wei­ter zu exis­tie­ren, da ja genau die­se Men­schen­grup­pen mir zwei Jah­re lang das Leben zur Höl­le gemacht haben und mich einen Holo­caust­leug­ner, Nazi, Ter­ro­ris­ten, Ver­bre­cher usw. genannt haben. Mit die­ser Het­ze und die­sem Aus­schluss von Anders­den­ken­den ver­bin­de ich die Grup­pen­hö­rig­keit mitt­ler­wei­le. Des­we­gen fällt es auch so schwer, mich in die­ser Grup­pe der Höri­gen wei­ter zu bewe­gen. Frü­her fiel ich ja auch nicht so auf, ich wur­de ein­fach über­all aus­ge­sperrt, aber jetzt fal­le ich eben in den Geschäf­ten auf und bin als "Quer­den­ker" zu erkennen.

    Mir kommt gera­de der Gedan­ke, ob das viel­leicht nicht doch gewollt ist, von der Regie­rung. Und dass jetzt noch deut­lich sicht­ba­rer die Anders­den­ken­den aus­ge­grenzt wer­den sol­len. Nach 2 Mona­ten Auf­he­bung der Mas­ken­pflicht hät­te das nicht funk­tio­niert, aber die Mas­se ist so kon­di­tio­niert, dass zu erwar­ten war, dass nur die bösen Quer­den­ker erst ein­mal ihre Mas­ken fal­len lassen.
    Es hat mich jeden­falls gefreut, dass auch Aus­län­der und jun­ge Män­ner dabei waren. Ich fin­de es inter­es­sant, dass die­se Per­so­nen­grup­pen zu den ers­ten gehö­ren, die die Mas­ke able­gen. Es war natür­lich nur ein kur­zer Ein­druck heu­te und kei­nes­falls sta­tis­tisch signi­fi­kant. Des­we­gen wür­de ich mich wirk­lich freu­en, von ande­ren Beob­ach­tun­gen zu lesen.

    1. Bei uns im Betrieb (Kfz-Bereich): Kun­den ALLE mit Rüsseltüte! 

      An der Tank­stel­le: ich natür­lich ohne rein, kein ande­rer Kun­de da.
      Bedie­nung mit einem aus­ge­präg­ten Lächeln, sehr freundlich.

      Ansons­ten lau­fen die Leu­te auf­fal­lend häu­fig mit Staub­fil­ter an der Hand hän­gend rum – dürf­te also auch genutzt werden.

      Und heu­te oft Kle­be­schild­chen gese­hen "Super­hel­den tra­gen frei­wil­lig FFP2-Maske".
      (Dann bin ich halt der Super­schur­ke. Magne­to, Bane, Darkseid…).
      Die­se Gesell­schaft. Woan­ders tan­zen sie auf den Stra­ßen vor Freude…

    2. Mehr Selbst­be­wußt­sein bitte!

      Ich sage immer: "Ich bin dop­pelt geimpft, 2‑fach geboos­tert, 3 mal gene­sen, ich habe kei­nen Bock mehr auf die Schei­ße, geht mir nicht auf die Nerven!"

      Die Reak­tio­nen sind göttlich 😉

    3. Auch wenn ich vie­le Ihrer Gedan­ken und Gefüh­le nach­voll­zie­hen kann und eini­ges genau­so emp­fin­de (z.B. was die allgemeine
      Atmo­sphä­re betrifft) : wie wäre es denn, wenn Sie mal anfangen,
      stolz dar­auf zu sein, nicht jeden Mist mitzumachen ?
      Ich kom­me im Grun­de ähn­lich wie Sie aus dem Kopf­schüt­teln ob
      die­ser Auto­ri­täts­gläu­big­keit und Obrig­keits­hö­rig­keit nicht mehr
      her­aus. Aber mir ist eben­so klar, daß ich nicht den mindesten
      Ein­fluss auf deren Ver­hal­ten habe.
      Bis­her hat­te ich per­sön­lich wenig unan­ge­neh­me Erfahrungen
      (auch vor dem heu­ti­gen Tag) dies­be­züg­lich. Aber viel­leicht strah­le ich das auch aus, denn wenn mir jemand blöd kommt,
      bekommt er defi­ni­tiv ordent­lich Gegen­wind. Und nicht, weil ich
      mich auf­plus­tern will, son­dern weil da ehr­li­che Wut dahin­ter­steckt. Wie sieht es denn bei Ihnen mit die­sem Thema
      aus ?
      Mei­ne Erfah­rung ist, daß sehr vie­le Men­schen adäqua­te Wut gar
      nicht mehr äußern kön­nen und schon gar nicht an der Stel­le, an
      der es nötig wäre. Dann wird sich im Nach­hin­ein groß aufgeregt,
      aber sich dann auch ernst­haft damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, um im
      Zwei­fels­fal­le beim nächs­ten Mal anders zu reagie­ren, das tun die
      Wenigs­ten. Lie­ber wei­ter rumschimpfen.
      Dabei geht es nicht dar­um, jeman­den ein­fach nur anzublaffen,
      son­dern ihm sei­ne Gren­zen auf­zu­zei­gen. Und das braucht jede
      Men­ge Übung. Bei mir hat das vie­le Jah­re gedau­ert. Aller­dings hat es auch dazu geführt, daß ich mitt­ler­wei­le deut­lich selbst­be­wuss­ter gewor­den bin.

  6. In der Schweiz wur­de die Mas­ken­pflicht in Innen­räu­men am 17. Febru­ar und im ÖV am 1. April auf­ge­ho­ben. Laut Umfra­gen gaben über 40% an, wei­ter immer eine Mas­ken zu tra­gen und über 20% woll­ten es je nach Situa­ti­on tun. Die Rea­li­tät sieht anders aus: Schon am ers­ten Tag ohne Mas­ken­pflicht hat­ten nur noch geschätz­te 5–10% in Läden und ÖV eine Mas­ke an, in den fol­gen­den Tagen dann immer weni­ger. Genau­so war es vor Ein­füh­rung der Mas­ken­pflicht: Laut Umfra­gen war eine Mehr­heit für ein Mas­kenob­li­ga­to­ri­um, aber im wirk­li­chen Leben trug nur eine klei­ne Min­der­heit einen Mund-Nasen-Schutz. In Deutsch­land waren die Mas­ken­re­geln aller­dings viel stren­ger als in der Schweiz, viel­leicht wird es des­halb län­ger dau­ern, bis die Men­schen sich wie­der getrau­en frei zu atmen.

  7. @getriebesand
    Ich kann dich gut ver­ste­hen. Hat­te ges­tern beim ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag auch den Ein­druck, dass unge­wöhn­lich vie­le Men­schen Mas­ke tra­gen, auch draußen.
    Heu­te bei Rewe war ich neben einem Paar die ein­zi­ge oben ohne.
    Aber es hat­te etwas befrei­en­des! Ich hat­te den Ein­druck, dass die meis­ten sich nicht trau­en, die Mas­ke abzu­le­gen; eini­ge schau­ten mich – nun ja, fast vol­ler Respekt an. Es ist für die meis­ten ein­fa­cher, mit dem Strom zu schwim­men, sich anzu­pas­sen und nicht aufzufallen!
    In unse­rer Kli­nik bin ich die ein­zi­ge ü60 unge­impft und darf vor­erst wei­ter­ar­bei­ten. Das passt sehr vie­len auch nicht.
    Aber ich für mei­nen Teil habe hier fer­tig mit der Gesell­schaft und im nächs­ten Jahr geht's ab nach Holland…

  8. Hier mei­ne Erfahrung:
    Ohne Mas­ke in die Tram gestie­gen, alles locker, ich habe mit mei­nem Hund geschä­kert und meh­re­re Frau­en lach­ten und mach­ten freund­li­che Bemerkungen.

    Auf dem Markt­platz etli­che Ver­mumm­te mit gro­ßem Abstand zu den Mit­men­schen. Haupt­säch­lich alte Men­schen, aber auch eini­ge StudentInnen. 

    Im Auf­zug zur Arzt­pra­xis stren­ger Blick eines älte­ren Maskierten.
    In der Pra­xis: Die Mit­ar­bei­te­rin­nen hat­ten ihre Mas­ken abge­legt, baten aber Pati­en­ten um Vermummung.

    Dann war ich mit Genuss in einem Kauf­haus: end­lich Fres­se­frei­heit. Durch­misch­ter Ver­mum­mungs­grad. Bei­na­he alle Ver­käu­fe­rin­nen maskenfrei.

    Weil ich gera­de so einen guten Lauf hat­te, ver­füg­te ich mich ins nächs­te Cafe. Alle ohne Mas­ke an den Tischen 😉

    Ich hat­te bereits seit lan­gem den Ein­druck, dass die Mas­ke vie­len Men­schen durch ihre Angst hilft, ihnen Ver­hal­tens­si­cher­heit in unsi­che­ren Zei­ten gibt und sie sie des­we­gen so eif­rig tra­gen. Über die Selbst­in­sze­nie­rung als soli­da­ri­sche Vor­zei­ge­exis­tenz mag ich hier und jetzt gar nicht mehr spekulieren.

    1. Bis auf weni­ge Aus­nah­men, (die die wirk­lich immer noch Angst haben und den­ken Mas­ken nut­zen, und die des­in­fi­zie­ren sich auch die Hän­de), ver­mu­te ich hier das Haupt­mo­tiv, denn die aller­meis­ten tra­gen die Mas­ken nicht "kor­rekt". Dazu kom­men noch die jun­gen Frau­en, die sich mas­kiert anschei­nend sexy fühlen.

  9. @Getriebesand:
    Klei­ner Ein­druck aus der Schul­klas­se mei­nes Soh­nes (8. Klas­se, Gym): 

    Zur ers­ten Stun­de war er der ein­zi­ge ohne Mas­ke (ist wohl auch der ein­zi­ge unge­spritz­te). Dann brö­ckel­te es ein wenig, nach­dem der Mathe­leh­rer in der 3. ohne Mas­ke auftrat. 

    Nach dem Mit­tag kam die Klas­sen­leh­re­rin und die unver­meid­ba­re Ankün­di­gung der 'demo­kra­ti­schen Abstim­mung' über die soli­da­ri­sche Ver­län­ge­rung des Mas­ken­tra­gens. Er pro­tes­tier­te – mit dem Ergeb­nis, dass sich alle Schü­ler per Hand­zei­chen auf eine frei­wil­li­ge Anwen­dung einig­ten. Soviel zur Beein­flus­sung durch's Lehrpersonal…

    1. "Nach dem Mit­tag kam die Klas­sen­leh­re­rin und die unver­meid­ba­re Ankün­di­gung der 'demo­kra­ti­schen Abstim­mung' über die soli­da­ri­sche Ver­län­ge­rung des Mas­ken­tra­gens. Er pro­tes­tier­te – mit dem Ergeb­nis, dass sich alle Schü­ler per Hand­zei­chen auf eine frei­wil­li­ge Anwen­dung einig­ten. Soviel zur Beein­flus­sung durch's Lehrpersonal…"

      @Maskenfrei
      DAS ist ja wirk­lich das aller­letz­te von der Leh­re­rin. Da wird dann mit­tels Grup­pen­druck die Min­der­heit 'tot' gemacht. Und das nennt sich dann ver­mut­lich auch noch Demo­kra­tie… Ges­tern las ich in einem Buch, dass demo­kra­tie nicht die Herr­schaft der Mehr­heit bedeu­tet, son­dern den Schutz der Frei­heit von Min­der­hei­ten. Wenn man nach die­ser Defi­ni­ti­on geht, sind wir in unse­rem Land von Demo­kra­tie mitt­ler­wei­le mei­len­weit entfernt. 

      Wenn die Mas­ken­pflicht in Schu­len abge­schafft wur­de, dann kann man sie nicht über die Hin­ter­tür über "demo­kra­ti­sche" Abstim­mun­gen wie­der ein­füh­ren. Das ist sowas von aso­zi­al. Einer soll gebeugt wer­den, damit 25 ihren Wil­len durch­set­zen konn­ten? Wozu? Die 25 ande­ren kön­nen doch ein­fach frei­wil­lig Mas­ke tra­gen, wenn sie glau­ben, sich damit schüt­zen zu kön­nen. Die­se wider­wär­ti­ge Ver­lo­gen­heit kotzt mich ein­fach nur noch an.

  10. @Getriebesand: Kopf hoch, lächeln und genießen!
    Aktu­ell- wir wis­sen lei­der nicht, für wie lan­ge-ist das Gesetz wie­der auf der Sei­te der „ Nor­ma­len „.Mei­ne heu­ti­gen Erfah­run­gen sind ähn­lich: Im DM- Dro­ge­rie­markt ca. 20 Kun­den ; außer mir alle ein­schließ­lich Per­so­nal ver­mummt; bei ALDI ca. 5 Pro­zent Unver­hüll­te; immer­hin auch eine Kas­sie­re­rin, die sich mit einer gleich­ge­sinn­ten Kun­din über das Ende des Irr­sinns freu­te. Ich bin sicher, dass bei so man­chem Block­wart die Aggres­sio­nen inner­lich wach­sen, der die­se noch vor Tagen unge­niert und mit der Dro­hung, die Poli­zei zu rufen ( selbst erlebt),ablassen konn­te, nur weil der Gehor­sams­lap­pen fehl­te oder leger getra­gen wurde.

  11. Die­se Bil­der von den Polit­ma­rio­net­ten müss­ten den Hyp­no­ti­sier­ten in ARD und ZDF in Dau­er­schlei­fe gezeigt wer­den. So ca. 2–3 Jah­re, dann wür­den sie anfan­gen was zu merken.
    Die Gesell­schaft war vor­her schon total ver­blö­det, jetzt ist das gan­ze irrever­si­bel zementiert.
    Bei mir in der Fir­ma, kei­ne klei­ne Klit­sche, singt der obers­te Betriebs­arzt wei­ter­hin das hohe Lied der Imp­fung, der Mas­ke und des Abstands. Gut, arbei­te ich halt zu Hau­se. Den Blöd­sinn mache ich nicht mit.

  12. @getriebesand

    lächeln. nicht unter­wür­fig. nicht auf kra­wall gebürs­tet. ahoi

    ges­tern wur­de ich in ham­burg fast aus den café gewor­fen, weil der test 26h alt war. da wird noch das klei­ne stück­chen macht gepflegt.

    1. In der Grund­schul­klas­se mei­ner Toch­ter gab es heu­te nur ein Kind, das noch eine Mas­ke trug. Es sagt, dass es die Mas­ke tra­ge, damit es die Oma, die im Haus wohnt nicht gefährdet.

      Im Post­shop war ich neben den bei­den Ver­käu­fern heu­te die Ein­zi­ge ohne Mas­ke und wur­de von einer Frau mit Bli­cken erdolcht. Wir woh­nen in Baden-Württemberg.

      1. @Judi: Die Oma wird sicher schon etli­che Male gespritzt sein und auch das Kind wird ent­spre­chen­de Ein­sprit­zun­gen bekom­men haben. Die Eltern, die voll auf Linie sind, sind doch teil­wei­se hun­de­re Kilo­me­ter durch das Land gefah­ren, um einen Arzt zu fin­den, der die Kin­der spritzt, obwohl es zu die­sem Zeit­punkt noch sog. "off-label-use" war, also noch bevor die Poli­tik ihren Wil­len der STIKO auf­zwang und sel­bi­ge gehorchte.

      2. "Im Post­shop war ich neben den bei­den Ver­käu­fern heu­te die Ein­zi­ge ohne Mas­ke und wur­de von einer Frau mit Bli­cken erdolcht. Wir woh­nen in Baden-Württemberg."

        @Judi
        Wie gehen Sie mit die­sen Bli­cken um? Hat­te ich ges­tern bei dm auch von einer Kas­sie­re­rin. Ich wur­de mit Abscheu von oben bis unten betrachtet.
        Eigent­lich müss­te man es locker neh­men und dann ant­wor­ten "scha­de, dass ich Ihr freund­li­ches Gesicht nicht sehen kann" ;D aber auf sol­che sub­ti­len Angrif­fen wie 'Augen­rol­len, her­ab­las­send Schau­en usw.' kann ich nur schlecht reagie­ren, weil es wenig Angriffs­punk­te bie­tet. Wür­de man mir sach­lich was sagen, könn­te ich ver­nünf­tig dis­ku­tie­ren, aber wenn mal jemand den Mund auf­macht (was hier kaum vor­kommt) ist es dann beleh­rend, belei­di­gend oder vor­wurfs­voll. Ich dis­ku­tie­re lie­ber auf inhalt­li­chem Niveau, aber das ist ja seit Jah­ren kaum noch mög­lich in der Gesellschaft.

        Ges­tern bei dm stell­te sich eine Frau mit Mas­ke mei­ner Mei­nung nach mit Absicht auf 10 cm Abstand an den Pack­tisch neben mich (sie pack­te nichts ein) und hus­te­te demons­tra­tiv 3 mal in Ihre Win­del. Ich schau­te sie nur von der Sei­te an, dann ging sie von dan­nen. So sieht der wider­li­che Pro­test der Höri­gen hier aus. Ich woll­te ihr erst sagen, wenn sie krank ist, soll sie doch zu Hau­se blei­ben, aber hat­te am Pack­tisch mit mei­nem Paket zu tun, des­halb ließ ich es sein. Außer­dem kann man das auch nicht 100% grei­fen, denn dann heißt es 'wie­so, ich habe nur 3x gehus­tet, was ist Ihr Problem?".

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