Ein Jahr corodok.de. What's left?

Fast hät­te ich es über­se­hen. Am 3.4. des letz­ten Jahres star­te­te die­ser Blog mit einer Handvoll LeserInnen. Die ers­ten Beiträge stell­ten ein Anschreiben aus der lin­ken Ecke gegen die Verzweiflung dar. Niemand bis auf die ver­mu­te­ten Drahtzieher hät­te den­ken kön­nen, daß das Thema uns noch ein gan­zes Jahr spä­ter beschäf­ti­gen wür­de. Inzwischen lesen hier täg­lich Tausende mit, im März gab es knapp 1,5 Millionen Seitenaufrufe. Mehr als drei­ßig­tau­send Kommentare wur­den in dem Jahr ver­öf­fent­licht (ca. 100 nicht, weil sie recht­lich straf­wür­di­ge Formulierungen ent­hiel­ten). Daraus sind Ansätze einer Diskussion mit sehr viel­fäl­ti­gen Positionen ent­stan­den. Es ani­miert mich, wei­ter­zu­ma­chen. (Bitte jetzt kei­ne Lobeshymnen auf den Mut, den braucht es nicht…)

Der aller­ers­te Beitrag Burgfrieden beschäf­tig­te sich mit der Rolle der Linken in punc­to Corona. Daran anknüp­fend wird auch heu­te die Frage gestellt:

What’s left?

Schon oft wur­de die­se mehr­deu­ti­ge Frage gestellt und von FreundInnen wie GegnerInnen der poli­ti­schen Linken höchst unter­schied­lich beant­wor­tet. Das war so in der Zeit der Niederlage, wie sie das Jahr 1989 nicht nur für die „mos­kau­hö­ri­ge“ Linke dar­stell­te, und es ist heu­te so, da die Linke kon­tur- und ideen­los Regierungspositionen ver­tritt. Was also ist an Linkem und Linken übrig geblie­ben und wor­an wäre dies erkennbar?

Es gibt zahl­lo­se Antworten, auch Linke defi­nie­ren sich unter­schied­lich. Gemeinsamkeiten könn­ten dabei sein:

Chancengleichheit

Damit sind glei­che Lebenschancen für alle Menschen gemeint, und zwar jen­seits des plat­ten Postulats der Gleichheit: Menschen zeich­net aus, daß sie indi­vi­du­ell ver­schie­den sind, auch wenn sie in Bezug auf gewich­ti­ge Faktoren gemein­sa­me Interessen haben kön­nen. Der Begriff geht davon aus, daß es einen gleich­be­rech­tig­ten Zugang zu sau­be­rem Wasser, Energie, Lebensmitteln und Gesundheitsvorsorge geben muß. Das (Über)leben von Kindern darf nicht davon abhän­gig sein, ob sie am Rande einer Müllkippe in Rio auf­wach­sen oder in von Landminen ver­seuch­ten Gegenden der Welt. Ausdrücklich bezieht sich der Begriff nicht auf ein Konsummodell, das einen Massenmarkt über­flüs­si­ger und schäd­li­cher Waren (bezo­gen auf ihren Nutzen, ihren „öko­lo­gi­schen Fußabdruck“) begüns­tigt und vor­nehm­lich auf dem Kapitalverwertungsinteresse beruht. Er bezieht die Auseinandersetzung dar­über ein, wel­che Kriterien wir an unse­ren „Wohlstand“ anle­gen wol­len und wie sich Überfluß und Raubbau an der Natur auswirken.

Machtstrukturen erkennen

Bis hier sind all­ge­mein huma­nis­ti­sche oder men­schen­recht­li­che Überlegungen for­mu­liert. Sie kön­nen dazu füh­ren, mit ein­ma­li­gen Spenden oder Patenschaften an ein­zel­ne Bedürftige Abhilfe zu schaf­fen. Das birgt die Gefahr eines wohl­mei­nen­den, letz­ten Endes aber Abhängigkeiten ver­fes­ti­gen­den Engagements.

Linke fra­gen nach Strukturen von Macht und Reichtum. Soziale Ungerechtigkeit ist ihnen mehr als das Ergebnis mora­li­schen Fehlverhaltens Einzelner. Sie erken­nen Prozesse, die einem Wirtschaftssystem inne­woh­nen, das – los­ge­löst von etwai­gen Gebrauchswerten – immer mehr Waren jeg­li­cher Art pro­du­zie­ren muß, um sein wesent­li­ches Ziel zu errei­chen, aus Kapital mehr Kapital zu gene­rie­ren. Dabei gel­ten mensch­li­che wie stoff­li­che Ressourcen als Kostenfaktoren, die zu mini­mie­ren sind. Wenn Kosten den­noch ent­ste­hen, durch Krankheiten, Zerstörung der Umwelt und ande­re Auswirkungen, soll die Gesellschaft dafür auf­kom­men, nicht das ein­zel­ne Unternehmen, inso­fern es nicht dazu gezwun­gen wird. Gerade in der jet­zi­gen Krise wird gehan­delt nach dem alt­be­kann­ten Motto „Gewinne pri­va­ti­sie­ren, Verluste sozia­li­sie­ren“, wobei dies mehr denn je für die Großkonzerne gilt. Entgegen den heh­ren Worten von „sozia­ler Markwirtschaft“ läßt man klei­ne Privatunternehmen über die Klinge sprin­gen und sub­ven­tio­niert die gro­ßen Player.

Bei lin­ker Kritik dar­an gibt es das Mißverständnis, sie glaub­ten, Privateigentum sei von Übel und gesell­schaft­li­ches Eigentum erlö­se uns davon, das eine sei Rückschritt und das ande­re ver­kör­pe­re den his­to­ri­schen Fortschritt. Nicht dem klei­nen Bäckereibetrieb oder der Schuhmacherei soll es nach den Linken an den Kragen gehen. Im Blick sind die Großunternehmen, die über ihre Macht poli­ti­sche Entscheidungen stark beein­flus­sen. Ihre Lobbyisten wir­ken erheb­lich mit an der (De)regulierung von Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Verteilung von Steuern und staat­li­chen Zuschüssen und vie­lem mehr. Es sind die­je­ni­gen, deren Quartalsabschluß oder die aktu­el­le Börsenerwartung den Ausschlag dafür geben, ob Menschen wei­ter­hin arbei­ten dür­fen oder gege­be­nen­falls gan­ze Regionen mit Kleinhandel und Zulieferbetrieben bedroht sind. Sie kön­nen Infrastrukturmaßnahmen erzwin­gen oder ver­hin­dern mit dem blo­ßen Versprechen, zu „inves­tie­ren“. Ihre Manager haben längst kein Interesse mehr an dem, was die ihnen anver­trau­ten Unternehmen pro­du­zie­ren, son­dern ledig­lich an Wachstumsraten, egal ob von Panzern, nutz­lo­sen Medikamenten oder tat­säch­lich sinn­vol­len Gegenständen. Letzten Endes geht es um die Frage, ob sehr weni­gen Menschen gestat­tet wer­den darf, über die Geschicke von gan­zen Völkern und letzt­lich der Welt zu ent­schei­den, allein des­halb, weil sie im Besitz der wich­tigs­ten Produktionsmittel sind.

Solidarisches Handeln

Ein wei­te­res Wesensmerkmal lin­ker Politik ist das Streben nach gemein­sa­mem Handeln der wirt­schaft­lich und sozi­al Benachteiligten. Nicht „Jeder ist sei­nes Glückes Schmied“, son­dern soli­da­ri­sches Handeln gegen­über den Mächtigen ist der Anspruch. Selbstredend han­delt es sich dabei um viel­fach gebro­che­ne Machtverhältnisse. Es gibt Widersprüche zwi­schen Geschlechtern, zwi­schen Generationen, zwi­schen BesitzerInnen von Wohnraum und Produktionsmitteln und denen, die mie­ten (müs­sen) und ihre Arbeitskraft zu Markte tra­gen. Es gibt sie zwi­schen Menschen in wohl­ha­ben­den Ländern, die ihren Lebensstandard – oder was sie dafür hal­ten sol­len – ver­tei­di­gen möch­ten, und denen in armen Regionen, die ihre Anteile am Wohlstand ein­for­dern. Sie sind vor­han­den zwi­schen denen, die auf­grund ihrer Hautfarbe oder ihrer (reli­giö­sen) Überzeugung ver­folgt wer­den und denen, zu deren Lebenswelt dies nicht gehört. Und so wei­ter und so fort. In all die­sen Zusammenhängen ist es ein Ziel von Linken, Gemeinsamkeiten auf­zu­spü­ren und auf die­ser Grundlage soli­da­ri­sches Handeln zu ermöglichen.

In Frage stellen

»Laß dir nichts einreden
Sieh sel­ber nach!
Was du nicht sel­ber weißt
Weißt du nicht.
Prüfe die Rechnung
Du mußt sie bezahlen.
Lege den Finger auf jeden Posten
Frage: Wie kommt er hierher?«

Diese Zeilen aus Brechts „Lob des Lernens“ gehö­ren nach mei­nem Verständnis zwin­gend zu lin­kem Handeln. Die bis­he­ri­gen Versuche des „rea­len Sozialismus“ sind wesent­lich an der Mißachtung die­ser Forderung geschei­tert. Marx und Lenin wur­den zu Säulenheiligen, Nachfragen und Kritik ver­pönt und oft­mals bestraft. Und ein wei­te­res Brecht-Wort aus „Lob der Dialektik“ ist ein Essential so ver­stan­de­ner lin­ker Politik:

»Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden.
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut:
Jetzt begin­ne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen vie­le jetzt:
Was wir wol­len, geht niemals.
Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gespro­chen haben,
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen: niemals?
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zer­bro­chen wird?
Ebenfalls an uns.
Wer nie­der­ge­schla­gen wird, der erhe­be sich!
Wer ver­lo­ren ist, kämpfe!
Wer sei­ne Lage erkannt hat, wie soll der auf­zu­hal­ten sein?
Denn die Besiegten von heu­te sind die Sieger von morgen,
Und aus Niemals wird: Heute noch!«

Ist das naiv? Das „mor­gen“, gar das „heu­te noch“ erscheint so unrea­lis­tisch. Brecht hat dies 1934 for­mu­liert, als die Macht der deut­schen Faschisten unüber­wind­lich erschien, ja als die Verbrechen von Holocaust, Massenmord und Weltkrieg noch bevor­stan­den. Wie wir wis­sen, waren es weni­ger die Deutschen, die Brechts Worte erreich­ten. Sie waren eher leben­dig bei den KämpferInnen des Warschauer Aufstands, der fran­zö­si­schen Resistance, denen der sowje­ti­schen Armee und ihrer dama­li­gen Verbündeten. Es brauch­te noch elf Jahre, bis die­ser gemein­sa­me Widerstand erfolg­reich war und die Nazis (vor­erst) am Boden lagen. Auch die Überwindung der heu­ti­gen Krise und nicht zuletzt ihrer Folgen wird einen lan­gen Atem brau­chen. Die Spaltungen an irra­tio­na­len Grenzlinien zu über­win­den wird Kraft und Phantasie erfordern.

Vergessenes wiederbeleben

Beide Ansätze, „Laß dir nichts ein­re­den!“ und „So, wie es ist, bleibt es nicht“, sind in wei­ten Teilen der orga­ni­sier­ten Linken zur Zeit in Vergessenheit gera­ten. Das Handwerkszeug des kri­ti­schen Hinterfragens von „Experten-Meinungen“ bleibt ungenutzt.

Anstatt abwei­chen­de wis­sen­schaft­li­che Positionen kri­tisch zu dis­ku­tie­ren und gege­be­nen­falls mit Argumenten zu ver­wer­fen, wer­den sie von vorn­her­ein in das Reich des Bösen, Unsolidarischen, Rechten ver­wie­sen. Die gute alte Frage danach, wes Brot die ExpertInnen essen, um zu ihren Liedern zu gelan­gen, bleibt unge­stellt. Wer in den Entscheidungsgremien von WHO und Impfkommission sitzt und von wem die­se Leute finan­ziert wer­den, inter­es­siert nur wenig. Abweichung darf gar nicht erst gedacht, geschwei­ge denn gelebt werden.

Eine Solidargemeinschaft wird kon­stru­iert vom Obdachlosen bis zum Weltwirtschaftsforum, vom indi­schen Wanderarbeiter zu Bill Gates. Noch zu Zeiten der Friedensbewegung waren Linke nicht so blau­äu­gig. Sie such­ten Bündnisse mit Konservativen und Kapitalkräften, die wie sie kein Interesse an einem Weltenbrand hat­ten, ver­lo­ren aber nicht die aus den Augen, deren Geschäftsmodell genau dar­in oder zumin­dest mit der Drohung damit bestand. Selbst in der Zeit des Faschismus war ande­res zu sehen. Auch damals waren all­zu vie­le Linke aus Angst oder Anpassung in das ande­re Lager über­ge­lau­fen. Nicht weni­ge leis­te­ten aber orga­ni­sier­ten Widerstand.

Heute sind wider­stän­di­ge Linke mit Organisationen kon­fron­tiert, deren Ziel dar­in besteht, „mit­zu­ge­stal­ten“, den Kapitalismus ein wenig weni­ger unge­recht zu machen. Widerstände zu orga­ni­sie­ren, wenn dabei die Systemfragen berührt wird, kommt dabei weni­ger vor. Die Organisationen neh­men dabei in Kauf, daß sie sich über­flüs­sig machen mit Positionen, die denen der Regierenden ent­spre­chen. Sie über­las­sen oft­mals die Opposition der Rechten. Eine ande­re Frage ist, wie sich die Mitglieder in die­sen Organisationen ver­hal­ten wer­den. Schon längst hal­ten sie sich immer weni­ger an die Weisungen ihrer Funktionäre, sich den MaßnahmekritikerInnen, die ihnen als Rechtsradikale ver­kauft wer­den, „ent­schlos­sen in den Weg zu stellen“.

So gibt es die bizar­re Situation, daß sich immer mehr Menschen fra­gen, ob unse­re Gesellschaft sich sinn­voll und gerecht orga­ni­siert und damit, ob sie es wis­sen oder nicht, den gegen­wär­ti­gen Kapitalismus the­ma­ti­sie­ren. Daneben gibt es eine Linke, die weit­ge­hend dar­auf ver­zich­tet, in die­sen Diskurs ein­zu­grei­fen. Dabei geht es doch um so hoch­span­nen­de Fragen wie der nach den „Eliten“ – wer sind sie, was macht sie dazu, haben sie einen Glauben, eine Nationalität, eine Vision, woher kommt ihr Einfluß, und wie ist ihm zu begeg­nen? Gibt es ein Zurück zum „guten, alten Kapitalismus“, ist eine Rückbesinnung auf Nationalstaaten gegen Globalisierung oder „Globalismus“ ein hoff­nungs­vol­ler Ansatz? Müssen über­staat­li­che Organisationen wie die WHO abge­schafft wer­den, weil ansons­ten der Einfluß der Konzerne und Stiftungen nicht mehr zu bän­di­gen ist? Welche Rolle spielt die von vie­len Linken fahr­läs­si­ger­wei­se beju­bel­te Digitalisierung des gesam­ten Lebens, die mit Corona ein­her­geht, bei den aktu­el­len Herrschaftsplänen?

Wenn die Linke als poli­ti­sche Strömung über­le­ben will, muß sie sich die­sen Fragen stel­len. Das bedeu­tet, jeder ein­zel­ne Linke muß dies tun. Wenn die her­kömm­li­chen Organisationen das nicht leis­ten kön­nen, müs­sen neue her. Zugegeben, das klingt müh­se­lig. Die Alternative ist die Lösung von oben oder von rechts.

27 Antworten auf „Ein Jahr corodok.de. What's left?“

    1. Ich sehe die Regierungschefs der Kern-NATO (aus­ge­nom­men der USA, aber die wer­den den Vorsitz die­ser Gruppe ein­neh­men) und eini­ger Länder des Gloablen Südens, die dazu gehö­ren möch­ten. Kommt das als Überraschung? Die welt­po­li­ti­sche Entwicklung wies schon seit min­des­tens vier ein­halb Jahren in die­se Richtung, die genaue Methode war nicht ganz klar. China macht sein eige­nes Ding, Russland auch, eben­so wie der Iran. Covid half den Staaten, sich aus der Zwangsjacke des Dollarsystems zu befrei­en (da haben Putin, Xi und Trump am sel­ben Strang gezo­gen); nun wird der Rest unter den Großen auf­ge­teilt. Die neue mul­ti­po­la­re Weltordnung.

    2. @ some …Das hört sich nicht gut an. Die glei­chen Versatzstücke wie schon vor der Pandemie. „ No sin­gle government or mul­ti­la­te­ral agen­cy can address this thre­at alo­ne. The ques­ti­on is not if, but when.“ und „ nobo­dy is safe until ever­yo­ne is safe.“.… Sie wer­den uns nicht in Ruhe las­sen, soviel ist klar.

  1. ich möch­te ihnen gra­tu­lie­ren, zu einem jahr har­ter arbeit und der kraft sich immer wie­der dem all­täg­li­chen coro­na-irr­sinn entgegenzustellen.

  2. Dass AA sich links ver­or­tet, habe ich erst kürz­lich gelesen
    (von ihm selbst geäu­ßert), obwohl ich hier schon lan­ge mitlese.
    Es konn­te mir in den Inhalten nicht auf­fal­len, da ich in ihnen kei­ne poli­ti­sche Orientierung, plump aus­ge­drückt links/recht Schema erken­nen konnte.
    Das Spricht für AA.
    Fakten sind und blei­ben nun ein­mal Fakten,
    egal wer sie aus­spricht und wie er sich poli­tisch einordnet.
    Und wenn man dann noch sach­lich und neu­tral for­mu­liert, wie AA, dann wür­de ich mich sehr freu­en solch einen Menschen als Journalisten für die MSM schrei­ben zu sehen, auch wenn ich mich poli­tisch nicht links ein­ord­nen würde.

    Hut ab!
    Wollen wir nur hof­fen, dass die­ser "Blog" sich schon sehr bald mit der Rückabwicklung und den Verbrechertribunalen in der Sache covitz19 beschäf­ti­gen darf.
    Wobei wir uns nicht "nur" auf unse­re Hoffnung ver­las­sen dürfen.

    Mein gro­ßer Respekt sei ihnen gezollt, Herr Artur Aschmoneit!

  3. Ich ver­fol­ge die­sen Blog auch mit Begeisterung und bin poli­tisch eher kon­ser­va­tiv gepolt. Ich habe in den letz­ten Jahren immer stär­ker gelernt, dass es die­sem Land gut­tun wür­de, wenn alle, egal wel­che poli­ti­sche Grundüberzeugung sie haben, wesent­lich PRAGMATISCHER und vor allem unab­hän­gig den­ken und han­deln würden!
    Ausserdem hat­te ein Linker mit dem Spruch : "Optimismus ist Mangel an Information" Recht !
    Weiter so, Herr Aschmoneit!

  4. @aa
    Glückwunsch zum ein­jäh­ri­gen Jubiläum
    Danke für Ihre Engagement den Block mit Leben und inter­es­san­ten Inhalten zu füllen . 

    @some1
    Spannend auch, wel­che Länder außer­halb der EU invol­viert sind.
    (Neo-Impf-Kolonialismus?)

  5. Gratulation, Herr Aschmoneit.
    Ich freue mich jeden Tag, hier zu lesen, die Kommentare schät­ze ich beson­ders, so hab ich ein biss­chen ein Gefühl dafür, was da drau­ßen los ist, also auch dan­ke an Euch/ Sie allen da draußen.
    Beste Grüße aus Stuttgart

  6. @ some1 – 5. April 2021 um 21:20 Uhr
    Wie das so Brauch ist in der Kommunikation müß­ten Sie dann, aus­sichts­reich oder nicht, erklä­ren was Sie mei­nen. Schon aus Gründen der Fairness Herrn Aschmoneit gegen­über. Bei dem ich mich für die­sen Blog bedan­ken will und für all die Arbeit, die er durch Zusammentragen von Meldungen leis­tet, für deren Auffindung wohl die meis­ten Leser mehr Zeit brau­chen wür­den. Ich ver­mu­te nach­emp­fin­den zu kön­nen was Sie hier umtreibt. Es ist eine wider­li­che Situation wenn man sieht dass die Karten offen auf dem Tisch lie­gen aber nie­mand recht dran gehen will sie auch nur zu beschreiben.
    "The COVID-19 pan­de­mic is the big­gest chal­len­ge to the glo­bal com­mu­ni­ty sin­ce the 1940s. " – Das ist die Lüge, die eigent­lich den Begriff Chuzpe aus­löscht. Sie ist Lichtjahre jen­seits davon. Dass wir zur glei­chen Zeit auf die­sem Planeten exis­tie­ren macht noch kei­ne community.
    @aa: "Die Alternative ist die Lösung von oben oder von rechts."
    Da nicht sicht­bar, wie auch?, wie aus den Trümmern der gegen­wär­ti­gen Linken (die staat­li­che Atlantifa mei­nen Sie gewiß nicht) eine Alternative ent­ste­hen könn­te ist das lei­der nur eine Art Sonntagspredigt in einem Satz. Nicht dass ich irgend­et­was bes­ser wüßte!

  7. Es wird zum Zwecke der Unterscheidung lang­sam (oder sehr drin­gend) Zeit für Listen mit Begriffen und Gedanken, die für „links“ und „rechts“ ste­hen. Manch einer mag sich wun­dern, wie falsch oder unscharf er sich bis­lang selbst ein­ge­schätzt hat. Man könn­te mit einem grund­sätz­lich posi­ti­ven bzw. nega­ti­ven Menschenbild und Emanzipation vs. Autorität begin­nen. Oder mit Witz vs. Häme, Partizipation vs. Unterordnung, Mitsprache vs. Nachplappern, Denken vs. Glauben, Analyse vs. Mythos, Frieden vs. Gewalt … es sind so vie­le Felder und Punkte.
    Vielleicht trü­ge es schon zur Klärung bei, rech­te Sprüche, Parolen, Haltungen und Handlungen ein­fach stur als „rechts“ zu bezeich­nen, auch wenn sie von ver­meint­li­chen „Linken“ kom­men. Und umgekehrt.
    Großen Dank an aa für die uner­müd­li­che Arbeit und die Unverbrüchlichkeit des guten Denkens.

  8. Vielen Dank für die Arbeit und den lehr­rei­chen Text, zudem zwei von mir mit gro­ßem Gewinn gele­se­ne Bücher pas­sen, bei­de von Domenico Losurdo:
    1) Wenn die Linke fehlt …
    2) Der west­li­che Marximus
    Beide bei PapyRossa erschienen.

  9. Hörtip:

    Komplizen der DigitalisierungPandemie und digi­ta­le Kollateralschäden

    https://www.deutschlandfunk.de/komplizen-der-digitalisierung-pandemie-und-digitale.1184.de.html?dram:article_id=495218

    Meiner Ansicht nach ein Hauptaspekt. 

    Vielleicht hilft dem ein oder ande­ren auch Narrative 40 mit Eugen Drewermann. Einem dem es egal ist ob er berühmt ist und wel­che Lügen über ihn im Internet stehen. 

    Wie auch immer die­ser Widerstand gestal­tet ist soll­te er ergeb­nis­of­fen der­ge­stalt sein, dass nie­mand eine Lösung allein für alle fin­den kann. Auch eine Gruppe kann das nicht. Darauf dass sich die kri­ti­schen Geister sich von rechts ver­ein­nah­men las­sen deu­tet mei­ner Meinung nach wenig hin. Die afd hat nicht zugelegt. 

    Überlegungen dar­über wir wir denn in Zukunft umge­hen wol­len mit "Bedrohungen" , wer­den auf der nie­der­län­di­schen Webseite virus­waar­heid ange­stellt. (mit deepL über­set­zen )Übrigens auch eine Seite deren Besuch ich lan­ge gescheut habe, weil ich den Namen so blöd fand. 

    Dort wur­de die Einrichtung einer inter­na­tio­na­len Anti Hysteriebehörde vorgeschlagen.

  10. 1. zum obi­gen Beitrag:

    Papper la Papp !

    2. zum Blog insgesamt:

    Allererste Sahne – Superklasse – geni­al – eine Wucht – der Hammer – obbe­raf­fen­geil – unüber­trof­fen – schlicht: es ver­schlägt einem die Sprache, und es feh­len einem die (wei­te­ren) Worte !

  11. DIESER Thread hät­te es statt des auf­grund der mitt­ler­wei­le sich ein­ge­stellt haben­den Rumhaftigkeit des Osterfest über­holt haben­den Osterpausen-Threads ver­dient, eine Zeitlang auf­grund des ein­jäh­ri­gen Jubiläums VORNE ca. 3 Wochen lang als EingangsThread FIX FEST ANGEPINNT zu werden !!!

  12. Ich fin­de es beein­dru­ckend, wie vie­le spe­zi­ell für das Thema Corona gemach­te Internetseiten es gibt. Wie vie­le Leute ihre Zeit Opfern, um gegen die von den Mainstreammedien ver­brei­te­ten Narrative mit sau­be­rer, objek­ti­ver Berichterstattung zu infor­mie­ren. Das zeigt, dass wir es hier mit einem Thema von höchs­ter Brisanz zu tun haben.
    Dank und Respekt auch an AA und Corodok. Diese Seite ist genau­so wich­tig wie Reitschuster und all die ande­ren. Weiter so!

  13. Die Debatte unter Linken ist für mich so wich­tig wie Essen und Trinken, weil sie Orientierung gibt und den mensch­li­chen Kompass fein jus­tiert und dadurch einen pro­gres­si­ven Charakter formt. Diese Debatte ist zu Zeiten der Pandemie für mich kom­plett weg­ge­bro­chen. Ein Hinterfragen des Regierungshandelns hat­te fast immer einen Abbruch des Gesprächs zur Folge. Ein wie­der­hol­tes Hinterfragen und die Nennung bestimm­ter Namen (bei­spiels­wei­se den von Dr. Wodarg) konn­te Jahrzehnte lang exis­tie­ren­de Freundschaften zer­stö­ren. Reflexartig wur­de einem ein Abdriften ins rechts­ex­tre­me Lager unter­stellt oder noch extre­mer die Leistungsfähigkeit des Verstandes in Frage gestellt. Deshalb ist die­ser blog so über­aus wich­tig, weil er zeigt man steht als Linker mit sei­ner oppo­si­tio­nel­len Ansicht zu Zeiten der Pandemie nicht allein!

  14. Ob Links, Mitte oder Rechts: das nützt nichts mehr und macht nicht genug Unterschied auf dem heu­ti­gen Niveau, falls man es so nen­nen kann.

    Wo ich woh­ne, haben wir de fac­to eine Art Kommunismus, der klas­sen­un­ab­hän­gig ist und bei dem auch den Reichsten Ihr Geld nichts mehr nützt.

    Es gibt eigent­lich nur noch eine Grossbäckerei. Alternativen wären Aldi, Lidl, Tankstelle oder vom Supermarkt Auftaurohlinge aufbacken.

    Es wur­de hier in der Gegend ein sog. Luxushotel gebaut. Aber auch dort am Ort gibt es nur eine Filiale der Grossbäckerei…

    Das zeigt, das es auch kei­ne Eliten wirk­lich sind und gibt, weil es gibt Leute die Geld haben, aber nicht mal mehr den Geschmack, um auch nur ein gutes Frühstücksbrötchen von einem auf­ge­ba­cke­nem Industiebilligrohling zu unterscheiden.

    Als ich noch in einem 'Nobelvorort' von Frankfurt leb­te, gab es auch schon kei­nen brauch­ba­ren Bäcker und kaum Leute, egal wel­che 'Klasse', dies das noch bemekt hät­ten. Es gab aber ein Feinkostgeschäft, wel­ches das Brot täg­lich aus Aschaffenburg (60 km und ande­res Bundesland) sich hat lie­fern las­sen und vor dem Samstag mor­gens ne Schlange stand, wie nur vom Hörensagen aus DDR-Zeiten bekannt.

    Links, Mitte, Rechts ist mir egal, ich geh nach dem Motto auf der Alten Oper Frankfurt: 'Dem Wahren Schoenen Guten'.

    Das Problem dabei ist nicht ein Mangel an Leuten, die zustim­men wür­den; son­dern ein Mangel an Leuten, wel­che noch wis­sen, was wahr, schön, gut ist…

  15. Die Linken sind heu­te qua­si auf der Seite der Superreichen(glauben sie nicht?Dann schau­en sie doch mal woher die Spenden für Linke Vereine kommen,manchmal sind da auch noch 1,2,3 NGOs,Vereine dazwi­schen um es ein biss­chen zu verschleiern)und mer­ken es nicht einmal.

  16. What's left? Weiß offen­bar nie­mand. Der ers­te Kommentar trifft m.E. den Punkt. Ohne dass er genau­er bezeich­net hat was er genau meint! 😉
    Wir leben in einer Art von stil­lem Putsch, des­sen Umfang wir nicht ken­nen. Wir neh­men Hülsen frü­he­rer Institutionen wahr, die aber nicht mehr nach den alten Regeln funk­tio­nie­ren. Die offe­ne Ankündigung infor­mel­len Rechtsbruch zu prak­ti­schem zu machen ("Mehr Freiheiten für Geimpfte" in einem Land ohne Impfzwang) löst eigen­ar­ti­ger­wei­se nicht mal ein Minibeben aus. Zeichen einer Zeitenwende. Die Realitäten, Figuren, Institutionen von ges­tern exis­tie­ren noch, aber nur als Zombies. Dazu zählt auch die frü­he­re Linke. Große Teile von denen wol­len hän­de­rin­gend ein Mittel, von dem sie noch nicht mal sagen kön­nen ob und was es nützt. Hmmh…

  17. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
    Hier der Versuch einer Antwort.

    "Ein Jahr corodok.de. What's left?" fragt Artur Aschmoneit auf corodok.de, einem der bekann­tes­ten lin­ken Blogs, der sich mit der Corona-Politik kri­tisch befasst.
    Was ist eigent­lich "links" und wie konn­te es zu den Entwicklungen und Entgleisungen des letz­ten Jahres kommen?

    Um die Vernetzung zu för­dern, sol­len an die­ser Stelle in den kom­men­den Tagen maß­nah­men­kri­ti­sche lin­ke Projekte vor­ge­stellt werden.

    Es ist nicht das Ziel die­ser Facebook-Seite genau zu defi­nie­ren was "links" ist, denn es soll kei­ne Position ein­ge­nom­men wer­den in den dut­zen­den Grabenkämpfen, die die Linke seit jeher durch­zie­hen. Nicht, dass der Autor kei­ne Meinung dazu hät­te – aber es ist nicht der Fokus. Stattdessen rich­tet sich die­se Seite an Linke fast aller Couleur und ver­sucht für maß­nah­men­kri­ti­sche Linke poten­ti­ell mehr­heits­fä­hi­ge poli­ti­sche Analysen und Forderungen zu for­mu­lie­ren ohne dabei zu belie­big zu wer­den. Linke aller Couleur fin­den sich jedoch auch unter den Befürwortern der Regierungsstrategie und den Befürwortern von #ZeroCovid und der­glei­chen. Da sind zum Beispiel "Stalinisten", "Maoisten" und die ver­schie­dens­ten auch "trotz­kis­ti­schen" revo­lu­tio­nä­ren Gruppen, die höchst unpo­pu­lä­re Positionen ein­neh­men und mit die­sen auch noch immer im Konflikt zu offi­zi­el­len Narrativen ste­hen. Darunter sind auch Genossinnen und Genossen, die vor eini­gen Jahren noch kri­tisch-soli­da­risch mit den Friedensmahnwachen waren – einer Bewegung, die genau wie "die Querdenker" in Wahrheit sehr hete­ro­gen war, ganz und gar nicht unter ein­heit­li­cher Führung stand, mit rech­ter Unterwanderung zu kämp­fen hat­te und in den bür­ger­li­chen Medien mit ver­gleich­ba­ren Methoden bekämpft und dis­kre­di­tiert wur­de. Posten und Ämter spie­len bei sol­chen Linken kei­ne Rolle. Es ist also zu kurz gegrif­fen, nur von einer Verbürgerlichung der Linken zu spre­chen, wie auf corodok.de ange­deu­tet wird. Die Linke ist mehr als die Partei "Die Linke" (PdL). Es ist eine Szene. Es fällt auf, dass die "Fronten" im Corona-Glaubenskrieg schon in den ers­ten Tagen der Krise fest­stan­den. Es gab die­je­ni­gen, die von Anfang an skep­tisch waren, nicht weil sie mein­ten alles schon längst über Corona zu wis­sen, son­dern aus einer Grundhaltung bzw. einem Instinkt her­aus. Man sag­te sich: "Selbst wenn das alles stim­men soll­te was man uns erzählt, so kann es nicht rich­tig und der Bewegung nicht för­der­lich sein, sich den staat­li­chen Maßnahmen unter­zu­ord­nen. Selbst wenn hier Ebola wüten wür­de, dür­fen wir die Einschränkung des Demonstrationsrechts nicht hin­neh­men." Diejenigen waren also eher von tak­ti­schen Erwägungen gelei­tet. Diejenigen haben auch früh gemerkt, dass es bei den Maßnahmen zumin­dest zum Teil nicht um das Virus ging, son­dern dass die Krise aus­ge­nutzt wur­de. Sie hat­ten dem­entspre­chend auch kei­ne Illusionen über ein bal­di­ges Ende des Ausnahmezustands, was ihr Ansinnen ver­stärk­te gegen die­sen Ausnahmezustand anzu­ge­hen, anstatt ihn abzu­war­ten. Andererseits gab es ab Tag 1 des Lockdowns auch die­je­ni­gen, die mein­ten, man müs­se jetzt alle Auseinandersetzungen hin­ten anstel­len bis die Krise bewäl­tigt sei und man müs­se jetzt erst ein­mal den Effekt der Maßnahmen abwar­ten bis man wie­der auf die Straße geht etc. Das waren und sind die Vertreter des Burgfriedens. Besonders sol­che Genossen haben sich von den Horrormeldungen um das Virus beein­flus­sen las­sen, von denen sich im Nachhinein die meis­ten nach­weis­lich als Quatsch erwie­sen haben oder rela­ti­viert wer­den muss­ten. Zwischen bei­den Polen gibt es frei­lich alle mög­li­chen Schattierungen. Auch die­se Seite leug­net zum Beispiel nicht, dass es ein gesund­heits­po­li­ti­sches Problem gibt, auf das reagiert wer­den muss.

    Mit dem Beginn der Krise wur­de ein media­les Dauerfeuer eröff­net, wie wir es seit 1990 und 9/11 nicht erlebt haben. Eine Welle des "Corona-Patriotismus" erfass­te das Land, wie Kritiker in Anlehnung an den Hurra-Patriotismus des I. Weltkriegs spöt­teln. Die Grundthese die hier ver­tre­ten wer­den soll, ist, dass ein Großteil der Linken von die­ser Welle erfasst und mit­ge­ris­sen wur­den. Linke sind auch nur Menschen. Freilich gab es auch sol­che, die aus Treue zum angeb­lich kom­mu­nis­ti­schen China den Lockdownkurs bewun­dert haben – aber das war wohl eine Minderheit. Größtenteils waren bei der Spaltung in die zwei Corona-Lager eher emo­tio­na­le und psy­cho­lo­gi­sche Faktoren am Werk, als ideo­lo­gi­sche. Auch die per­sön­li­che Lebenssituation spielt eine Rolle. Ein Genosse Rentner über 65 mit meh­re­ren Vorerkrankungen wird der Panikmache eher ver­fal­len als ein Genosse, der beruf­lich oder privat/familiär von den Corona-Maßnahmen nega­tiv betrof­fen ist. Aus den bei­den Narrativen fol­gen unter­schied­li­che poli­ti­sche Taktiken – zum Beispiel Initiativen wie #ZeroCovid. Die unter­schied­li­che Praxis wird frü­her oder spä­ter natür­lich auch zu Theorie- und Ideologiebildung bei­tra­gen. Die wei­te­re Ausbreitung der anti­deut­schen Theorie des "struk­tu­rel­len Antisemitismus", der Trennung von Antifaschismus und Antikapitalismus ("Antifa 2.0") und die plötz­li­che Ablehnung von Wissenschaftskritik (die schnell zur "Wissenschaftsleugnung" dekla­riert wird), sprich die Propagierung eines Szientismus, könn­ten Elemente der "neu­en" Ideologie werden.

    Mittlerweile haben sich die zwei Camps im Glaubenskrieg bereits mit abge­schlos­se­nen Nachrichten-Weltbildern gewapp­net und neh­men sich gegen­sei­tig kaum mehr wahr. Es herrscht Hass und Häme. "Corona-Leugner", "Covidioten", "Quertreiber" etc.pp. auf der einen Seite und "Zeugen-Coronas", "Zerocovidioten" auf der ande­ren. Manchmal ist es wich­tig sich inhalt­lich von­ein­an­der abzu­gren­zen und sogar sich zu spal­ten. Das zeigt die Geschichte, zum Beispiel im Zuge des Verrats der Sozialdemokratie im I. Weltkrieg. Andererseits zeigt die Geschichte auch wie schäd­lich die Spaltung sein kann, wenn es doch mal nötig ist zusam­men zu arbei­ten, zum Beispiel um den Aufstieg der Nazis vor 1933 zu ver­hin­dern. Es ist daher Artur Aschmoneit zuzu­stim­men wenn er schreibt: "Die Spaltungen an irra­tio­na­len Grenzlinien zu über­win­den wird Kraft und Phantasie erfor­dern." Wir als maß­nah­men­kri­ti­sche Linke soll­ten an der Entwicklung unse­rer poli­ti­schen Positionen arbei­ten, kon­kre­te Forderungen ent­wi­ckeln und unser Programm in die Bewegung hin­ein­tra­gen. Aber wir soll­ten auch bereit sein in unauf­ge­reg­te und kon­struk­ti­ve Diskussionen mit Maßnahmen- und Lockdownbefürwortern zu tre­ten. Unsere unter­schied­li­chen Positionen soll­ten uns nicht dar­an hin­dern an ande­rer Stelle wei­ter­hin zusam­men zu arbei­ten. Es ist eher die Gegenseite, die uns dar­an zu hin­dern ver­su­chen wird (Stichwort: Cancel-Culture), aber wir soll­ten Ausgrenzungsversuchen uns gegen­über nicht kampf­los nachgeben.

    https://www.facebook.com/rotecoronarebellen/posts/163122275680335

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