Ein Webtool zeigt an, wie weit man sich bewegen darf

Danke, t‑online.de! Dort ist heu­te die­ser tol­le Tip zu finden:

»Herausfinden lässt sich das mit einem Webtool etwa CalcMaps. Auf der Website kön­nen ver­schie­de­ne Daten zu bestimm­ten Koordinaten auf einer Karte abge­fragt wer­den. Unter ande­rem lässt sich etwa ein gewähl­ter Radius um eine belie­bi­ge Adresse anzei­gen. Am ein­fachs­ten ist das für Bewohner klei­ner Orte. 

So nut­zen Sie den Dienst: 

        • Rufen Sie zunächst calcmaps.com/de/ im Browser auf
        • Klicken Sie nun auf "Radius auf Karte messen"
        • Geben Sie Ihre Adresse in das lee­re Textfeld nach fol­gen­dem Muster ein: Straße Hausnummer, Ort
        • Klicken Sie unter dem Textfeld auf "Radius KM" und wäh­len Sie "15 km"
        • Jetzt ist auf der Karte ein blau­er Kreis um die gewähl­te Adresse zu sehen. Alles was inner­halb die­ses Kreises liegt, dürf­ten Sie besu­chen, soll­te tat­säch­lich eine ent­spre­chen­de Bewegungseinschränkung erlas­sen werden.

Das ist aber nur bei klei­nen Orten aus­sa­ge­kräf­tig. Wer in einer Stadt oder einer Gemeinde mit einer gro­ßen Fläche wohnt, muss noch einen wei­te­ren Schritt gehen. Bei der Regelung zählt ein 15-Kilometer-Kreis um den gesam­ten Wohnort – also bei­spiels­wei­se auch um ganz Berlin.

Wer wis­sen will, wie weit das Gebiet reicht, muss dazu den Kreis mit der Maus an belie­bi­ge Stellen auf der Stadtgrenze ver­schie­ben. Dazu klickt man den roten Punkt in der Mitte an und zieht das Zentrum dann an den ent­spre­chen­den Ort.

Auf die glei­che Weise kann mit der Maus auch der Radius ange­passt wer­den. Klicken Sie dazu auf den blau­en Punkt am äuße­ren Rand des Kreises und zie­hen Sie den Kreis mit der Maus nach Belieben grö­ßer oder klei­ner. Oben rechts sehen Sie dazu den exak­ten Radius und die Kreisfläche.«

Einfacher wäre nur der Hinweis: "Gehen Sie ins Gefängnis. Gehen Sie direkt dort­hin. Gehen Sie nicht über "LOS" und kas­sie­ren Sie kei­ne 4000 Mark." Ja, ist ein biss­chen veraltet.

8 Antworten auf „Ein Webtool zeigt an, wie weit man sich bewegen darf“

  1. Na sowas?
    Ich dach­te immer Webseiten müss­ten ein Impressum haben, damit man viel­leicht ahnen kann, mit wem man es zu tun hat.
    Aber t‑online.de und calcmaps.com/de/ das passt schon zusammen.
    Beide sind hoch seriös.

  2. Bei der Regelung zählt ein 15-Kilometer-Kreis um den gesam­ten Wohnort – also bei­spiels­wei­se auch um ganz Berlin.

    Meinen die das wirk­lich ernst? Also haben Menschen, die in einer grö­ße­ren Stadt oder einem grö­ße­ren Kreis leben, eine län­ge­re Leine? An die­ser Schnapsidee erkennt man mal wie­der, wie voll­kom­men unfä­hig die­se Dilettanten sind. Weil sie auch kei­ner­lei Ahnung von der föde­ra­len Struktur die­ses Landes zu haben scheinen?

    Also wenn hier ein Kreis oder eine kreis­freie Stadt die­sen Unfug per Allgemeinverfügung ver­kün­det, gilt die 15-km-Grenze erst jen­seits ihres durch die Außengrenzen defi­nier­ten sach­li­chen und ört­li­chen Zuständigkeitsgebiets?

    Das gilt auch für das Beispiel Berlin: Eine Berliner Verordnung ent­fal­tet in Brandenburg kei­ner­lei recht­li­che Wirkung, man begeht dem­zu­fol­ge auch auf Brandenburger Boden kei­ne Ordnungswidrigkeit. Denn die Regelung ist ja an den Wohnort gekop­pelt. Folglich kann ein in Berlin Lebender auch kein Adressat einer Brandenburger Verordnung oder Allgemeinverfügung sein.

    Ähnliches gilt im Detail auch für die zahl­rei­chen "Ausgangssperren". Aber ver­mut­lich wird sich auch hier wie­der irgend­ein kor­rup­tes OVG fin­den, wel­ches die­sen him­mel­schrei­en­den Blödsinn bestätigt.

    1. @DS-pektiven: noch inters­san­ter wird es ja, wenn man berück­sich­tigt, daß es kein Radius sein kann, son­dern eine Äquidistante ist. Die Angabe eines Radius gilt rein for­mal betrach­tet nur für einen Punkt oder Kreis.

  3. Trotz oder wegen des grau­en Winterwetters, scheint heu­te sehr viel guter Humor in der Luft zu lie­gen – hof­fent­lich ist der ansteckend! 

    "Gehe in das Gefängnis. Begib Dich direkt dort­hin. Gehe nicht über Los. Ziehe nicht DM 4000 ein" 

    Sehr tref­fend; damals hieß das "Ereignis-Karte".

    Von wegen veraltet …

  4. Da ich zwi­schen­zeit­lich nichts und nie­man­dem mehr traue, für den oder das man einen Zusammenhang mit unse­ren Regierenden her­stel­len kann (gilt für T‑Online glei­cher­ma­ßen), behaup­te ich ein­fach mal, dass man den Spieß auch ein­fach umdre­hen könn­te und die Daten aus der App gegen den User ver­wen­den kann.

    Besser ist es im Fall der Einschränkung des Aktionsradius, sein Smartphone dann zuhau­se zu las­sen ( auch wenn dies vie­len schwer fal­len dürf­te), da dann kei­ne Bewegungsdaten auf­ge­zeich­net wer­den können.

  5. Zitat :
    ,, Auf die glei­che Weise kann mit der Maus auch der Radius ange­passt wer­den. Klicken Sie dazu auf den blau­en Punkt am äuße­ren Rand des Kreises und zie­hen Sie den Kreis mit der Maus nach Belieben grö­ßer oder kleiner. " 

    ??? Das klingt alles höchst albern, teils absurd .…

    Aber – wenn wir schon bei Tierversuchen sind : Eine ech­te, im kreis­ähn­li­chen Laufrad trai­nier­te Labor-Maus (Altsprech – ist so etwas wie ein real-behaar­tes Webtool), mit ein wenig mehr oder weni­ger syn­the­ti­schem "Speed" im Körper, macht ca. 12 km/h in der Stunde … Wenn man die­ser Maus, ab Käfigmeldeadresse, also 1,25 Std. in gera­der Linie folgt, die­ses put­zi­ge Wesen dann zu einem exak­ten "r‑15km-Zirkelschlag" ani­miert, und es dann noch schafft ihr auf den Fersen zu blei­ben … Spätetstens nach so ca. 7,85 Stunden Kreislauf soll­te eigent­lich jeder bemer­ken, dass die Entfernung zur hei­mi­sche Käfigtüre "fast exakt" mit die­sen berüch­tig­ten 15 Kilometern übereinstimmt …

    Quelle : Selbstversuche / Originaltitel : Wissenschaft unter dem Aluhut / 6. Januar 1984 …

    1. Was ist an die­sem Tool so schlecht? Es ist ja nicht eigens für die­sen Zweck gemacht, den gnä­di­ger­wei­se noch zuge­stan­de­nen Ausgangsradius abzu­schät­zen – dazu darf man außer­dem nicht nur die Kreislinie im Auge haben, son­dern noch inner­halb lie­gen­de Landkreisgrenzen zäh­len dann bereits.
      Das Tool ist uni­ver­sell und durch­aus hilf­reich, wenn man etwas abschät­zen/-mes­sen möch­te. Man kann natür­lich auch Lineal und Zirkel benut­zen, wenn man einen Atlas verwendet…

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