Evaluierung: Kommission funktioniert nicht, wie bestellt

Dabei waren ihre Mitglieder doch pedan­tisch danach aus­ge­wählt wor­den, daß sie kei­ne grund­le­gen­den Fragen an die staat­li­che Politik zu stel­len pfle­gen. Lauterbach hat­te sich ande­re Schlagzeilen vorgestellt:

15 Antworten auf „Evaluierung: Kommission funktioniert nicht, wie bestellt“

  1. Hätte man einen Dienstleister mit erst­klas­si­gem Lieferservice den Auftrag gege­ben, der auf die Anforderungen des Kunden zu 100% ein­geht, dann wäre bei der Leopoldina bestellt wor­den. Nicht so ein No Name-Produkt von einem "Expertenrat".

  2. Dieser Bericht ver­dient einen Preis:
    https://www.kreiszeitung.de/politik/corona-deutschland-expertenrat-evaluierungsbericht-lauterbach-massnahmen-hilft-bei-regeln-nicht-weiter-bericht-lockdown-maskenpflicht-3g-91643691.html
    "Streit um Expertenrat: Ganz Deutschland zu blöd, eine Maske aufzusetzen!"
    "Ja, aber – unter die­ser Überschrift steht der Bericht des Expertenrates. Eigentlich soll­te die Kommission die Wirksamkeit der Corona-Regeln unter­su­chen und vor allem auch: bewer­ten. Doch ob zur Maskenpflicht, zum Lockdown oder zur Schulschließung – in kei­nem Punkt wagen die Experten ein kla­res Urteil. Stattdessen lie­fern sie ein Für und Wider. Doch damit kann man nichts anfan­gen. Der Bericht ist an Oberflächlichkeit kaum zu über­bie­ten und damit völ­lig nutzlos.

    Der Berliner Virologe Christian Drosten, der aus Protest im April aus dem Expertenrat aus­ge­stie­gen und kürz­lich auf einem Campingplatz als „Massenmörder“ beschimpft wor­den war, hat dar­auf zu Recht hin­ge­wie­sen: zu wenig Personal und zu wenig Zeit. Es gab kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Mitarbeiter, die Studien beglei­ten und Recherchen erle­di­gen konn­ten. Ganze Fachbereiche, wie die Epidemiologie, wur­den aus­ge­klam­mert. Von Anfang an sei das Gremium poli­tisch besetzt gewe­sen, arg­wöhn­te Drosten.
    Mit der Veröffentlichung erhär­tet sich die­ser Verdacht. Denn jetzt ist klar: Der Bericht lässt Spielraum für Interpretationen in alle Richtungen. Die FDP kann bei vie­len Maßnahmen dar­auf behar­ren, dass Maßnahmen wie Ausgangssperren oder Maskenpflicht nur begrenzt wirk­sam ist. SPD und Grüne kön­nen dar­auf pochen, dass es am Anfang sehr wohl hilft. Glückwunsch. Der poli­ti­sche Streit ist damit vor­pro­gram­miert. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wird wei­ter sin­ken. Deshalb hilft der Bericht am Ende nie­man­dem. Die Arbeit ist eine ver­ta­ne Chance. Und das ist ärgerlich."

    Das ist halt Wissenschaft. Da geht es nicht um Helfen, da geht es um Wissen. Und das ist ungewiss.

    1. @b.m.buerger:
      Das "Für und Wider" stört den Schreiberling wohl besonders.
      Er ist wohl führ das Führerprinzip. Oder reli­giö­se Dogmen.
      "New nor­mal" halt.

      Eine Ehren-Narrenmaske gebührt ihm (neben der loben­den Erwähnung von Dr.osten) aller­dings hierfür:
      "Weil 80 Millionen Deutsche zu blöd sind, eine Maske rich­tig auf­zu­set­zen? Ein Auto geht auch kaputt, wenn der Fahrer es vor die Wand fährt. Ist dadurch auch die gene­rel­le Fahrtüchtigkeit des KfZ infra­ge gestellt? Wohl kaum."

    2. " Der Brandbrief ging Mitte Juni an Politik und Medien. Nachgefragt bei einer Sprecherin, ob und wie dar­auf reagiert wur­de, heißt es: Von den Medien hät­ten sich deutsch­land­weit nur drei zurück­ge­mel­det. Aus der Politik: niemand."

      "Nachgefragt bei der Charité, erklär­te ein Sprecher, dass es berech­tig­te Kritik aus dem eige­nen Haus und von Wissenschaftsjournalisten gege­ben habe. Matthes sei Inhaber einer Stiftungsprofessur für Anthroposophie, der eigent­li­che Experte für Impfung und Impfnebenwirkungen im Haus sei aber neben Christian Drosten der Impfstoffforscher und neue Leiter der Klinik für Infektiologie, Leif Erik Sander.

      Noch mal nach­ge­fragt: Warum sto­ßen die­se bei­den dann kei­ne Studie zu (schwe­ren) Impfnebenwirkungen an oder lei­ten die­se gar? Vor einem Jahr, als Matthes sei­ne Beobachtungsstudie an der Charité begann, gab es dazu offen­bar kei­ne limi­tie­ren­den Einwände. Das sei eine Frage der zeit­li­chen Ressourcen, heißt es aus dem Haus."

      https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/corona-wie-impfschaeden-immer-noch-heruntergespielt-werden-li.241906

    3. Ich fin­de, der Bericht ist eine Ohrfeige. Fehlenden Datengrundlagen kann man nicht dem Gremium anlas­ten. Dieser Malus geht aufs Konto von Politik und Staat. Ob Drosten Mitglied im Gremium geblie­ben wäre, wenn er genug Zeit und Daten gehabt hät­te? Ich bezweif­le dies zutiefst.

  3. Aschmoneit ver­sucht alle und jeden rein­zu­wa­schen, außer den D. und den L.. 

    Ansonsten muss man Aschmoneit als Desinformanten betrachten. 

    Er ist ent­we­der staat­lich enga­gier­ter Spitzel oder hat nicht alle Kerzen auf der Torte. 

    Suchen sie sich was aus. Dazwischen ist nichts.

  4. Das Ergebnis der Expertenkommission war vorhersehbar.
    Aus fol­gen­dem Grund: Es gibt kei­ne ver­läss­li­chen Daten.
    Warum?
    Während mei­ner Ausbildung zum Facharzt lern­te ich, in kri­ti­schen Situationen nie­mals 2 Medikamente gleich­zei­tig zu sprit­zen, weil im Falle einer nicht erwar­te­ten Reaktion, nicht zu kla­ren ist, war­um das erwar­te­te Ergebnis nicht ein­ge­tre­ten ist.
    Wenn man im kon­kre­ten Fall Lockdown, Masken, Abstand, Tests, etc gleich­zei­tig ver­ord­net hat, ist die Wirkung der ein­zel­nen Maßnahmen nicht mehr zu ermitteln.
    Außer Aktionismus nichts gewesen.

    1. Richtig. Ich erin­ne­re mich noch an die Anfangszeit der "Impfungen". Erst hieß es, man dür­fe nicht kom­bi­nie­ren, also nicht Astra mit Biontech oder Moderna mit Biontech. Plötzlich war dies erlaubt. Wem aber will man Nebenwirkungen anlasten?

      Es ist schon irre. Man behaup­tet, die Maske hel­fe, egal wie dre­ckig die ist. Man behaup­tet, die Impfung schüt­ze, egal wel­cher Hersteller. Alle Menschen, die aus dem Ausland zurück­kom­men, wer­den erst­mal in Quarantäne gesteckt oder unter­lie­gen einen Testregime, selbst wenn die­ses Land nied­ri­ge­re Inzidenzwerte auf­weist. Transitzonen in den gro­ßen Flughäfen gel­ten gar nicht als Ausland, d.h. man könn­te von Berlin nach Schiphol und von dort nach Bremen fliegen. 

      Mit Gesundheit und Logik hat das alles nichts tun. Das müs­sen doch selbst jene erken­nen, die die Maßnahmen mit­tra­gen und eine Gefahr sehen. Aber sie wol­len nicht erkennen.

    2. Letztlich weiß man doch eine gan­ze Menge: Da die Maßnahmen in der Summe nichts gebracht haben, waren ent­we­der alle Maßnahmen Mist oder wenn man­che Maßnahmen hilf­reich gewe­sen sein sol­len, dann müs­sen ande­re sogar nega­ti­ve Effekte gehabt haben. Immer unter der Annahme, dass die Effekte addi­tiv wirken.

  5. Kritisiert wird ja vor allem auch ein Mangel an Daten. Zur Behebung wird u.a. die Einrichtung eines natio­na­len Impfregisters emp­foh­len. Ich den­ke, hier wird man nur zu ger­ne auf die Experten hören. 

    Ich kann dem Bericht jeden­falls nicht wirk­lich etwas posi­ti­ves abge­win­nen. Wenn über­haupt, wird man sich selek­tiv jene Punkte her­aus­pi­cken, mit deren Umsetzung die Dinge noch schlim­mer werden.

  6. Muss es noch ein­mal wie­der­ho­len. 1,5 euro­päi­sche Billionen Euro zum Jafreswechsel für den .….! Auf der Zunge zer­ge­hen las­sen 1- 5 Billies Puhpsierülpsgabuddgabeck! – Oh my god.

    Dazu braucht es schon Talent, Leute.

  7. Und wir raten von Küchenhilfen ab…

    "Chipotle Chipotle@ChipotleChipot3

    Antwort an @GoeringEckardt

    Das steht nicht in Bericht. Den die­se Frau ent­we­der nicht gele­sen hat oder bewusst verfälscht. 

    Deutschland hat gesund­heits­po­li­tisch längst den Pfad der Wissenschaft ver­las­sen. Es agie­ren Ideologen ohne Sachkenntnis oder Interesse an Fakten."

    https://twitter.com/ChipotleChipot3/status/1543150237124071427

  8. Auch das ste­cken die weg.

    Zu vie­le haben sich mit­schul­dig gemacht. Mitgehangen, mitgefangen.

    Alle die ver­su­chen jetzt, die Tatsachen, das Offensichtliche zu igno­rie­ren. Augen fest zu knei­fen, um nur nicht sei­ne eige­ne Mitschuld aner­ken­nen zu müs­sen. Mit die­sem Kniff schüt­zen sich die skru­pel­lo­sen Anstifter optimal.

    Mache ein Verbrechen nur gro­ße genug (betei­li­ge mög­lichst vie­le Leute auf ver­schie­dens­ten Ebenen auf vie­le unter­schied­li­che Weisen, als Security-Kraft, als Supermarktleiter, als Polizist, als Krankenschwester, als Altenpfleger, als Pöbler, als Familien-Spalter, als Testzentren-Betreiber, als Maskenverkäufer, als Kriegs- oder hier Krisen-Gewinnler, .…) und es wird unsichtbar.

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