Genosse »Querdenker«

Sollte man dem "Spiegel" Glauben schen­ken? Vieles spricht dage­gen, doch mit­un­ter fin­den sich dort Wahrheitskörnchen. Am 31.3. geht es in einem Beitrag auf spiegel.de unter obi­ger Überschrift dar­um, daß sich in der Linkspartei lang­sam eine Diskussion über die Corona-Maßnahmen ein­stellt. Das kann dem Blatt nicht gefal­len. Deshalb lobt es die Parteiführung.

»Der Antrag für den Landesparteitag der Bremer Linken las sich wie ein Einmaleins gän­gi­ger Verschwörungsmythen. Die Sterberate beim Coronavirus lie­ge in der »Größenordnung der Influenza«, heißt es da. Die ver­ord­ne­ten Schutzmaßnahmen sei­en »unnö­tig«, die Bundesregierung han­de­le ohne »wis­sen­schaft­li­che Evidenz«. Auch die mRNA-Impfstoffe sei­en alles ande­re als sicher, angeb­lich sei­en schon »zahl­rei­che Todesfälle und schwer­wie­gen­de Nebenwirkungen dokumentiert«.

Nichts davon stimmt. Covid-19 ist nach­weis­lich töd­li­cher als die Grippe, mRNA-Impfstoffe sind umfang­reich geprüft und gel­ten als sicher.

Dennoch woll­te eine Gruppe Lokalpolitiker der Bremer Linkspartei einen Richtungswechsel in der Coronapolitik. »Einen evi­denz­ba­sier­ten Neustart der Debatte wagen«, hieß der Antrag, der tat­säch­lich fern­ab jeg­li­cher Evidenz lag. Das Ansinnen wur­de zwar am Wochenende auf dem digi­ta­len Landesparteitag mit gro­ßer Mehrheit abge­lehnt – ganz aus der Welt ist der Konflikt in der Bremer Linken jedoch nicht…

Eine Studie des Soziologen Oliver Nachtwey von der Universität Basel deu­tet dar­auf hin, dass unter »Querdenken«-Anhängern der Anteil von Wählern der Grünen sowie der Linkspartei aus­ge­spro­chen hoch ist – höher etwa als der Anteil der Personen, die der AfD zunei­gen… Die Daten sind nicht reprä­sen­ta­tiv, der Soziologe spricht von einer deskrip­ti­ven sta­tis­ti­schen Auswertung…

Im ver­gan­ge­nen Sommer orga­ni­sier­te Schmidt [die Abweichlerin, AA] einen Reisebus, der Bremerinnen und Bremer zur gro­ßen »Querdenken«-Demo nach Berlin fuhr, bei der Teilnehmer die Treppen vor dem Reichstagsgebäude stürmten… 

Auf Facebook schreibt die Linkenpolitikerin, die »Systempresse« hal­te Teilnehmerzahlen auf »Querdenken«-Demos klein, »mäch­ti­ge Wirtschafts- und Finanzcliquen« nutz­ten die Pandemie nut­zen, um die Gesellschaft »umzu­bau­en«…

Um gegen den Corona-Vorstoß der abtrün­ni­gen Genossen Stellung zu bezie­hen, brach­te der Landesvorstand schließ­lich eilig einen Alternativantrag auf dem Landesparteitag ein. Motto: »Querdenken ent­ge­gen­tre­ten, auch in Bremen!« Darin distan­ziert man sich von »Querdenken«-Mitläufern – und for­der­te die Auflösung von Schmidts Corona-Arbeitsgruppe. Am Ende wur­de er mit 87 Prozent Zustimmung ange­nom­men, Schmidt Antrag hin­ge­gen mit 92 Prozent der Stimmen abge­lehnt. Ihre Arbeitsgruppe ist damit aufgelöst…

Doch ganz ist die Partei das Problem noch nicht los. Es gibt kei­ne Anzeichen, dass sich die frag­li­chen Mitglieder von den »Querdenkern« distan­zie­ren.«

26 Antworten auf „Genosse »Querdenker«“

  1. Meine Versuche in Berlin, eine ähn­li­che Bezirksübergreifende Gruppe zu orga­ni­sie­ren sind auch nicht glück­lich verlaufen.
    Es gibt eben auch zu weni­ge Parteimitglieder, die sich trau­en von der Linie abzuweichen.
    Wenn es gesamt­ge­sell­schaft­lich wohl ca. 10% sind, dann sind es inner­halb der LINKEn viel­leicht 5%.
    Dabei hilft der "Bourgeoisie" natür­lich der gan­ze Kontaktverbotsquatsch. Deswegen machen sie es ja.
    Nee, die ver­blie­be­nen LINKEn, die die herr­schen­de Politik been­den wol­len kön­nen dies­mal die Partei "DIE LINKE" nicht wäh­len. Ich den­ke, das geht denen aber auch am Arsch vorbei.
    Aber nicht wäh­len kommt auch nicht in Frage!

    1. Ja, ich fin­de die Reaktionen der Linken in der Coronazeit auch zum Weglaufen. Für mich sind sie im letz­ten Jahr unwähl­bar gewor­den. Die Candy Crush- und Quarantäne-Wochenendhäuschen-Erzählungen von Herrn Ramelow waren eben­falls nicht hilfreich…

    2. "Aber nicht wäh­len kommt auch nicht in Frage!"

      Warum nicht?

      Vor einer Antwort mit den mir all­zu­be­kann­ten Floskeln bit­te einen Blick auf die Besetzung des BT seit Anbeginn wer­fen, sowie auf die Artikelreihe von Wolfgang Koschnick "Das Dilemma einer poli­ti­schen Mißgeburt", zu fin­den auf Heise.de/tp ; Autor oder Titel per Suchfunktion auffindbar.

      Aber ein Argument gegen die Stimmabgabe schon mal vor­ab: Sie unter­stüt­zen die Farce einer Pseudo-Demokratie, ein "Weiter so!" in alle Ewigkeit und tra­gen zur Legitimiereung des Handelns jener Verbrecher bei, deren Abwahl Sie zu initi­ie­ren glau­ben, wenn Sie an der "Wahl" teilnehmen.

      Oder was glau­ben Sie, war­um die pseu­do­de­mo­kra­ti­schen Machthaber immer so wild auf hohe Wahlbeteiligungen sind? Richtig, sie recht­fer­ti­gen damit jede noch so gegen die Menschen gerich­te­te Politik.

      1. @Gerhard Diehn
        "Nicht wäh­len" kommt des­we­gen nicht in Frage, weil man damit den gan­zen Schranzen kein Pöstchen strei­tig macht.
        Wenn man will, dass die Bande weni­ger Sitze im Parlament bele­gen kann, dann muss man irgend­ei­ne Partei wäh­len, die zumin­dest ansatz­wei­se die Chance hat, über 5% zu kommen.
        Wenn sie es nicht schafft, ist es so.
        Aber ich will mir nicht vor­wer­fen las­sen, nicht Alles in mei­nen Möglichkeiten ste­hen­de getan zu haben, um die­se Bande loszuwerden!

        1. Also bit­te noch­mal lesen, dann kommt mög­li­cher­wei­se das Verständnis für fol­gen­den Sachverhalt :

          Mit der Stimmabgabe machen Sie den Schranzen nicht ein ein­zi­gen Posten streitig.

          Wenn Sie jedoch glau­ben, Ihr Urnengang hät­te die­se Kraft, nur zu. Ich kann und will Sie von nichts abhal­ten, was Sie glück­lich machen könnte.

      2. Eine ganz klit­ze­klei­ne Partei wäh­len, die am Ende des Wahlbogens auf­ge­führt wird. Dann wird die Stimme nicht den eta­blier­ten Parteien zuge­rech­net, was sonnst der Fall ist.
        Ich habe mich bereits meh­re­re Male danach erkundigt,

      3. Natürlich ist das eine Pseudo-Demokratie. Das ändert aber nichts dar­an, dass nicht(s) wäh­len auch nichts ändert. Es inter­es­siert kein Schwein, ob die Wahlbeteiligung bei 80, 60, 30 oder 10 % liegt. Das hie­si­ge Wahlrecht kennt kei­ne "Legitimation".

        Folgt man dei­ner Linie, bleibt eben nur der Umsturz. Und wie ein sol­cher von stat­ten gehen soll – dar­über besteht nun wirk­lich kei­ne Einigkeit zwi­schen all denen, die etwas ande­res wol­len als das Gegenwärtige.

        Ergebnis: Wir blei­ben die Gearschten. So oder so.

        1. Aber weil wir so oder so "gearscht" sind, gehe ich wäh­len, wis­send, dass mei­ne Stimmabgabe eine Farce ist?
          Welche Logik steckt dahinter?

          Auch weiss ich nicht, wel­che Verbindung du zwi­schen for­ma­lem Wahlrecht und mei­ner Argumentation der Legitimierung des ver­bre­che­ri­schen Handelns der Herrschenden durch Akzeptanz der Wahlfarce ziehst. Noch mal zur Klarstellung, mein Argument lau­tet: Wer wäh­len geht, ver­schafft den Politikern erst die Rechtfertigung, auch(und gera­de) gegen die Interessen der Menschen zu han­deln. Die soge­nann­te freie Gewissensentscheidung des ein­zel­nen Abgeordneten ist übri­gens der Schlüssel dazu. Aber ich will nicht zu vie­le Fässer aufmachen.

          Und die Idee eines Umsturzes – tja nun, was meinst du denn, wie die beken­nen­de Antidemokratin Merkel und ihre Entourage "mit demo­kra­ti­schen Mitteln" auf­ge­hal­ten wer­den könn­te? Wahlen sind dafür ja wohl ein unge­eig­ne­tes Mittel, wie wir ja bei­de bereits fest­ge­stellt haben.

      4. In Situationen wie die­sen grei­fe ich für gewöhn­lich zum Mittel des akti­ven Wahlboykotts, also dem bewuss­ten Ungültigstimmen. Ist nicht ide­al, aber das Wahlrecht frei­wil­lig auf­ge­ben ist auch kei­ne Option.

        1. Ungültige Stimmen sind abge­ge­be­ne Stimmen und erhö­hen mei­nes Wissens eben­falls die Wahlbeteiligung. Wenn etwas ande­res gel­ten soll­te, wäre dies tat­säch­lich eine Option, das will ich zugestehen. 

          Ich weiß, wie schwer es fällt, auf ein ver­meint­lich exis­tie­ren­des Recht zu ver­zich­ten. Bis man ver­steht, daß die­ses Recht eine Täuschung ist. 

          Das kann dau­ern. Ich "durf­te" 1976 das ers­te Mal wäh­len. Erst drei­ßig Jahre spä­ter habe ich durch­schaut, das Parlamentarismus nichts mit Demokratie zu tun hat.

        2. Sie könn­ten ja auch eine PArtei wäh­len die eh kei­ne Chance hat.Aber es geht ja nicht nur um Corona.

          Die meis­ten wer­den es nicht wissen.Alle Altparteien wol­len eine EU mit einer Währung,einer Armee und einem Präsidenten!Das ist das Ziel.

  2. Stimmt. Ich schrei­be auch schon immer die Grünen an, schi­cke Ihnen Statistiken. Nichts rührt sich bis­her. Wo sind wir bloß gelan­det. Ich hal­te es für ein Demokratie-Defizit in allen Parteien, das hier gera­de zuschla­gen kann, weil sich die CDU von WHO, Gates usw. hat besab­beln las­sen, Deutschland first zu sein, und tra­di­tio­nell ger­ne auch mal unde­mo­kra­tisch agiert. Und alle ande­ren machen aus Angst oder Machtgeilheit (KL) oder was immer mit. Denken ver­bo­ten. Angie macht das schon. Aber das wird schon noch kom­men. Wir las­sen sie aus der Sache nicht raus.

  3. Interessant, Prof. Ioannidis ver­brei­tet lt. Spiegel Verschwörungsmythen, mRNA-Impfstoffe sind so umfang­reich geprüft, daß es bis letz­ten Dezember noch kein ein­zi­ger zur Zulassung und bis heu­te zur regu­lä­ren Zulassung gebracht hat und sie gel­ten als sicher (ob sies auch sind?), gute Arbeit lie­be Spiegel-Redaktion!

  4. Das Problem sind die Enteignungen (indi­rekt und spä­ter direkt) und die damit wach­sen­de Verarmung brei­ter Bevölkerungsschichten wenn die Staaten ihren kol­lek­ti­ven Bankrott erklä­ren. Der Rest ist easy: arbei­ten oder gene­rel­les Grundeinkommen bezie­hen, ent­span­nen und viel Freizeit zum Wandern nut­zen. Fertig ist das Sklaventum.

    1. Aber: Wer flei­ßig für irgend­ei­nen Ausbeuter lohn­ar­bei­tet, ist sicher alles – nur nicht "frei"; er ist letz­ten Endes auch nur ein Sklave. Warum trau­en sich denn so unheim­lich vie­le kri­ti­schen Leute nicht, den Mund auf­zu­ma­chen? Weil ihnen der Jobverlust und die Menschenvernichtungsmaschinerie Hartz IV droht.

  5. Die vom Spiegel argu­men­tie­ren gegen Strohmänner. Wenn die Linkspartei sagt, das Todesrisiko von Covid-19 sei in der Größenordnung von Influenza, dann hat die Linkspartei nicht aus­ge­schlos­sen, dass Covid-19 töd­li­cher ist. Der ver­link­te Artikel ist schon sehr ten­den­zi­ös. Ich bezweif­le, dass Fehlbehandlungen der Anfangszeit raus­ge­rech­net wur­den. Dort steht:

    "Während von den Grippekranken nur rund 14 Prozent künst­lich beatmet wer­den muss­ten, waren es 22 Prozent bei Covid-19." – Zu einer Beatmung hat man sich bei Covid-19 viel schnel­ler ent­schie­den. Viele Leute sind kre­piert, weil man sie sofort an Beatmungsmaschinen ange­schlos­sen hat. Wären sie zu Hause geblie­ben, könn­ten sie am Sonntag Eier suchen.

    1. "Wären sie zu Hause geblie­ben, könn­ten sie am Sonntag Eier suchen."

      Wenn ich auch nur eine star­ke Grippe hat­te, aber wer weiß, auf was die für Ideen gekom­men wären, mich umzu­brin­gen mit ihrer Maschinerie. Die müs­sen sich ja schließ­lich lohnen.

  6. Dass sich "in der Linkspartei lang­sam eine Diskussion über die Corona-Maßnahmen einstellt"

    Hoffentlich erlebt die Mehrzahl der LINKEN Mitglieder noch einen Zwischenbericht der Diskussion.

  7. „ Eine Studie des Soziologen Oliver Nachtwey von der Universität Basel deu­tet dar­auf hin, dass unter »Querdenken«-Anhängern der Anteil von Wählern der Grünen sowie der Linkspartei aus­ge­spro­chen hoch ist – höher etwa als der Anteil der Personen, die der AfD zuneigen…“

    Was???? Oder sind „Anhänger“ die­se, die sich auf den Demos nicht bli­cken lassen?
    Dem Geschrei der Antifa nach, lie­fen Rechtsradikale und Nazis auf den Demos mit. Würde ein Grünen- oder Linkenwähler sich das bie­ten lassen? 

    Verkehrte Welt…

  8. 27. Landesparteitag der LINKEN Bremen
    Online-Parteitag, 27. März 2021 

    dielinke-bremen.de/index.php?id=16781&no_cache=1&tx_news_pi1[news]=205722&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail

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    27. Landesparteitag der LINKEN Bremen
    Online-Parteitag, 27. März 2021 

    Anträge

    Antrag Co 1: Corona-Politik – einen evi­denz­ba­sier­ten Neustart der Debatte wagen

    Die Versammlung möge beschlie­ßen:

    Der Landesparteitag möge beschlie­ßen, sich für eine evi­denz­ba­sier­te, ergeb­nis­of­fe­ne und dis­kri­mi­nie­rungs­freie Debatte über die Corona-Politik inner­halb und außer­halb der Partei einzusetzen. 

    Begründung

    Nach einem Jahr steht fest: Die Debatte um die Corona-Politik braucht drin­gend einen Neustart. Wir wis­sen heu­te, daß Letalität und Mortalität von SARS-CoV‑2 in der lang­jäh­ri­gen Größenordnung der Influenza lie­gen. Eine Überlastung des Gesundheitssystems ist nicht ein­ge­tre­ten, und dies trotz der Schließung von fast zwei Dutzend Kliniken und dem Abbau tau­sen­der Betten zur Versorgung von Intensivpatienten in 2020. 

    Es wird immer deut­li­cher, daß die Corona-Maßnahmen der Regierung, ins­be­son­de­re die ver­häng­ten Lockdowns mas­si­ve sozia­le, gesund­heit­li­che, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Kollateralschäden ver­ur­sacht haben und wei­ter ver­ur­sa­chen: Millionen Erwerbslose und Kurzarbeiter, zahl­lo­se insol­venz­be­droh­te Unternehmen, tau­sen­de in der Isolation ein­sam ver­stor­be­ne alte Menschen, gesund­heit­li­che Minderversorgung der Bevölkerung auf­grund einer gro­ßen Zahl an ver­scho­be­nen OPs und aus Angst unter­blie­be­ner Arztbesuche, stei­gen­de Suizidzahlen, ver­mehr­ter Alkohol- und Tablettenkonsum, Zunahme von Kindesmisshandlungen, Traumatisierungen und angst­be­setz­tes Sozialverhalten der Menschen. 

    Viele Grundrechte waren und sind wei­ter­hin ein­ge­schränkt. Die gel­ten­de Rechtslage ermäch­tigt die Regierungen von Bund und Ländern, ver­brief­te Bürgerrechte nach poli­ti­scher Opportunität zu gewäh­ren oder zu ver­sa­gen. Dieser Zustand führt zu einer Aushöhlung des Rechtsstaats und schä­digt unse­re frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grundordnung als Ganzes. 

    Maßgabe für Grundrechtseinschränkungen ist das Verhältnismäßigkeitsprinzip, nach dem jede ein­zel­ne getrof­fe­ne Einschränkung fort­lau­fend dahin­ge­hend zu über­prü­fen ist, ob sie dem ange­streb­ten Zweck dient und in Art und Umfang erfor­der­lich ist. Angemessen sind Maßnahmen, wenn die Schwere der Grundrechtseingriffe in der Gesamtabwägung nicht im Missverhältnis zu dem Gewicht der sie recht­fer­ti­gen­den Gründe steht. Die vor­ge­schrie­be­ne Güterabwägung hat die Bundesregierung bis heu­te nicht vor­ge­nom­men. Die Corona-Politik ist nicht evi­denz­ba­siert, son­dern folgt poli­ti­schen Überlegungen. 

    Zu die­sem Ergebnis kommt auch ein im Mai 2020 gele­ak­tes Analyse-Papier aus dem Bundesinnenministerium: Für das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung gibt es kei­ne wis­sen­schaft­li­che Evidenz. Eine beson­de­re Gefährdungslage, die über das typi­sche Maß der jähr­li­chen Influenza hin­aus­geht, hat zu kei­nem Zeitpunkt bestan­den. Die ver­ord­ne­ten Schutzmaßnahmen sind unnö­tig und rich­ten schwers­te Schäden an Staat und Gesellschaft an. 

    Bereits früh­zei­tig spann­te das Bundesinnenministerium 2020 Wissenschaftler von Forschungsinstituten und Hochschulen für ihre Zwecke ein. Auf Forscher des Robert-Koch-Instituts und ande­re Einrichtungen wur­de ein­ge­wirkt, ein dra­ma­ti­sches Modell über die Ausbreitung von SARS-CoV‑2 zu ent­wi­ckeln mit dem Ziel, ein Schreckensszenario zu zeich­nen, um die Planung von „Maßnahmen prä­ven­ti­ver und repres­si­ver Natur“ recht­fer­ti­gen zu kön­nen. Dies geht aus dem inter­nen Schriftverkehr zwi­schen dem Bundesinnenministerium und den Forschern her­vor. Eine Gruppe von Juristen hat­te die Herausgabe des E‑Mail-Verkehrs in einem Rechtsstreit mit dem Robert-Koch-Institut erwirkt. 

    Auf der Bundespressekonferenz am 21. Januar 2021 erklär­te Bundeskanzlerin Angela Merkel, daß sich die Regierung in der Corona-Politik von Grundentscheidungen lei­ten lässt, die nichts mit Wissenschaft zu tun haben. 

    Medizinisch eine zen­tra­le Rolle in der Corona-Politik spielt der von Drosten/Corman ent­wi­ckel­te und welt­weit ver­wen­de­te PCR-Test. Dieser ist nach Angaben der Hersteller und der WHO nicht für die kli­ni­sche Diagnostik geeig­net, weil damit nicht fest­ge­stellt wer­den kann, ob das Virus repli­ka­ti­ons­fä­hig ist und posi­tiv getes­te­te („infi­zier­te“) Personen tat­säch­lich erkrankt („infek­ti­ös“) sind. Die asym­pto­ma­ti­sche, also sym­ptom­lo­se Übertragung von repli­ka­ti­ons­fä­hi­gen Viren wur­de in einer chi­ne­si­schen Screening-Studie mit 10 Millionen getes­te­ten Personen wider­legt und bestä­tigt die bis­he­ri­gen Forschungsergebnisse. Trotz die­ser Fakten wur­den und wer­den nach wie vor Quarantäne-Anordnungen für posi­tiv PCR-getes­te­te Personen ver­hängt. Da jede Grundrechtseinschränkung, hier die Quarantäne-Anordnung, sach­lich zu begrün­den ist, der Nachweis einer über­tra­gungs­fä­hi­gen Erkrankung allein mit dem PCR-Test aber nicht erbracht wer­den kann, sind die Anordnungen rechts­wid­rig. Gleiches gilt auch für zahl­rei­che ande­re Verfügungen, die ohne Nachweis einer wis­sen­schaft­li­chen Evidenz ver­hängt wurden. 

    In einer 152 Staaten umfas­sen­den, von der WHO ver­öf­fent­lich­ten und bestä­tig­ten Stanford-Studie von John P. A. Ioannidis wur­de nach­ge­wie­sen, daß Lockdowns kei­nen nen­nens­wer­ten Einfluß auf das Infektions- und Krankheitsgeschehen haben, son­dern geeig­net sind, schwer­wie­gen­de Schäden am Gemeinwesen zu verursachen. 

    Die von der Bundesregierung und den Länderregierungen for­cier­te Impfkampagne mit neu­ar­ti­gen mRNA-Gentherapeutika, die im Schnellverfahren ent­wi­ckelt und unter Verzicht auf übli­che kli­ni­sche Erprobungsphasen in den Verkehr gebracht wur­den, ist ein ekla­tan­ter Verstoß gegen die Fürsorgepflicht des Staates. Bereits jetzt sind zahl­rei­che Todesfälle und schwer­wie­gen­de Nebenwirkungen doku­men­tiert, die im zeit­li­chen Zusammenhang mit der Verabreichung der Impfungen ste­hen, ins­be­son­de­re bei vul­nerablen Gruppen wie alten Menschen. Über Langzeitfolgen und Wechselwirkungen mit ande­ren Medikamenten ist noch so gut wie nichts bekannt. 

    Zusammenfassend ist fest­zu­hal­ten: Die Bundesregierung ver­folgt kei­ne ziel­ge­rich­te­te Pandemiebekämpfung. Die Entscheidungen beru­hen nicht auf wis­sen­schaft­li­cher Evidenz. Eine Abwägung nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit erfolg­te nicht. Die ver­hee­ren­den Kollateralschäden für Staat und Gesellschaft wer­den igno­riert. Als lin­ke Partei muss es unse­re Aufgabe ein, die­se Politik auf den Prüfstand zu stel­len. Vor dem Hintergrund des in den letz­ten Monaten oft respekt­lo­sen und dis­kri­mi­nie­ren­den Umgangs mit Kritikern der Corona-Politik müs­sen wir fer­ner alles dafür tun, um wie­der zu einer sach­li­chen Debatte ohne per­sön­li­che Angriffe zurückzufinden. 

    https://www.dielinke-bremen.de/fileadmin/download/Dokumente_Landespartei/Landesparteitag/LPT27_AntragsheftIfinal.pdf

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    Co 1: Corona-Politik – einen evi­denz­ba­sier­ten Neustart der Debatte wagen ABGELEHNT
    B e h a n d l u n g z u s a m m e n m i t
    I 4: Querdenken ent­ge­gen­tre­ten, auch in Bremen! (Landesvorstand) ANGENOMMEN 

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