Gott sei Dank: Widerstand gegen Maßnahmen endgültig gebrochen

rbb24​.de (25.5.)

»Eine Frage. Unter dem Bild beim Mann mit dem Kreuz steht Olaf Sundermeyer im Gespräch. Ist es der mit dem Kreuz oder einer der Polizisten?« (Kommentar von Lilith unter dem Artikel)

Vielleicht ist er das Kreuz? Jedenfalls gießt er hier (es ist Pfingsten) so etwas wie den hei­li­gen Geist des Allwissens über sei­ne HörerInnen aus:

»Inzwischen sind die ers­ten Querdenker geimpft. Es lässt sich wohl als Zeichen ein­set­zen­der Vernunft deu­ten. Zu hören ist es von der einen und von dem ande­ren unter denen, die Pfingsten in eini­gen ver­lo­re­nen Hundertschaften durch Berlin geirrt sind. Sie erzäh­len es ver­schämt hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand.

Dabei waren sie ange­reist, um end­lich den ersehn­ten Umsturz zu erzwingen…

An Pfingsten ist ihr Widerstand end­gül­tig gebrochen
An die­sem Feiertagswochenende in Berlin ist der Widerstand der "Querdenker" end­gül­tig gebro­chen. Unter der Zeugenschaft tau­sen­der Menschen in den wie­der­eröff­ne­ten Terrassen-Cafés der gelo­cker­ten Hauptstadt, denen die umher­zie­hen­den Demonstrationstouristen mit ihrer Botschaft der angeb­li­chen "Corona-Diktatur" ein gro­tes­kes Schauspiel zu Espresso und Aperol Spritz boten. Die Inzidenzen sin­ken, die Impfquote steigt, Deutschland plant sei­nen Sommerurlaub, die "Querdenker" sind am Ende…

Gesellschaftliches Vertrauen verwirkt
Auch ver­moch­te es die Bewegung nicht, intel­lek­tu­el­le Impulse zu set­zen. Inhaltlich stra­pa­ziert sie seit über einem Jahr die­sel­ben Argumente, die von Demo-Rednern wie von Wanderpredigern über­all per­p­etu­iert wer­den. Aber dis­kurs­be­stim­men­de Intellektuelle konn­te sie bis heu­te nicht von ihrer Sache über­zeu­gen. In Erinnerung blei­ben wird ein­zig der Aufmerksamkeitserfolg der geschickt insze­nier­ten Kampagne #alles­dicht­ma­chen. Indes sahen sich vie­le der Schauspieler, die dar­an teil­nah­men, durch die Initiatoren getäuscht. Das schaff­te Distanz zu Kunst und Kultur.

Die "Querdenker" haben früh gesell­schaft­li­ches Vertrauen ver­wirkt, um in ihrem vor­ge­scho­be­nen Kampf um die Freiheitsrechte glaub­wür­dig sein zu kön­nen…«

Lohnt es, auf den geball­ten Unfug ein­zu­ge­hen? Auf die "Umsturzpläne", die unter­schla­ge­ne mas­si­ve staat­li­che und media­le Gewalt zur Unterbindung von Meinungsäußerungen? Oder ein ver­wirk­tes Vertrauen? Es lohnt nicht. Der Mann hat sich in Phantasialand ein­ge­rich­tet und hält es für die wirk­li­che Welt. Da sind ihm kleins­te Kinder intel­lek­tu­ell über­le­gen, die den Unterschied sehr wohl erfassen.

»Vor allem ging es dar­um, das eige­ne Geld in Sicherheit zu brin­gen, das die Initiatoren aus der Bewegung gezo­gen hat­ten – gezahlt, ver­schenkt, gespen­det von Menschen, die an die Sache der Bewegung glaub­ten. Als die Sache auf­flog, droh­te die­se auf ihrem Höhepunkt bereits inner­lich zu zer­bre­chen. Politisch gal­ten die "Querdenker" jetzt als Outlaws… 

In der Geschichte der Bundesrepublik hat es wohl noch kei­ne Protestbewegung gege­ben, die ohne beglei­ten­de Berichterstattung durch die kri­ti­sche Medienöffentlichkeit erfolg­reich gewe­sen wäre. Die aber ist bei den "Querdenkern" unmög­lich. Der media­le Diskurs kann nicht statt­fin­den, weil die Organisatoren Journalisten kei­nen pro­fes­sio­nel­len Umgang erlau­ben. Von Anfang an haben sie die Bewegung mit den Methoden von Extremisten medi­en­feind­lich auf­ge­la­den. Man hat auf die eige­ne Gegenöffentlichkeit über Medienaktivisten gesetzt, die jour­na­lis­ti­sche und ethi­sche Regeln miss­ach­ten. In ihrer digi­ta­len Parallelwelt wur­den Selbstdarsteller zu Radikalisierungsbeschleunigern, die sich bald in Bürgerkriegsszenarien verirrten…

Schien der Staat lan­ge Zeit macht­los im Umgang mit ihrem Protest, haben Sicherheitsbehörden und Justiz inzwi­schen Antworten dar­auf gefun­den. Der Verfassungsschutz kann die "Querdenker" spä­tes­tens seit dem Treffen im November in Saalfeld unter Extremismusverdacht beob­ach­ten. Die Justiz hat qua höchst­rich­ter­li­cher Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Dezember erkannt, dass es den Querdenkern nicht um eine Meinung geht, son­dern um eine Bedrohung der öffent­li­chen Sicherheit. Den Rest regelt die Polizei, so wie am ver­gan­ge­nen Pfingstwochenende die Durchsetzung der Demonstrationsverbote.«

Wie der Staat halt umgeht mit Protestbewegungen. Wenn er sie wie etwa in Gestalt der Grünen Partei nicht ein­he­gen kann, regelt die Polizei den Rest. Dumm für die Sundermeyers ist nur, daß sich die Gründe für die Proteste nicht weg­de­fi­nie­ren las­sen. Die Friedensbewegung kam nicht zum Erliegen, als die Polizei Sitzblockaden vor Raketenlagern abräum­te. Demonstrationsverbote konn­ten die Umweltbewegung nicht ver­hin­dern. Die Bewegung gegen stei­gen­de Mieten und Bodenspekulation ist so ver­an­kert in der Bevölkerung, daß man sich die­ses Mittel gar nicht erst traut. Da die viel­fäl­ti­gen Gründe für ein Engagement gegen die grund­rechts­wid­ri­gen "Corona-Maßnahmen" nach wie vor exis­tie­ren, wird das Engagement nicht zum Verschwinden gebracht wer­den durch Häme und Pfeifen im Walde. Das zei­gen nicht zuletzt die Kommentare unter dem rbb-Beitrag, die vor­sichts­hal­ber um 12 Uhr been­det wurden.


Im letz­ten August gehör­te Sundermeyer zu den Konstrukteuren der Medienlüge von höchs­tens 20.000 Demonstrierenden in Berlin (s. Muß Polizei jetzt wah­re Demo-Zahlen nen­nen? Tagesschau mit kaf­ka­es­kem "Faktencheck").

20 Antworten auf „Gott sei Dank: Widerstand gegen Maßnahmen endgültig gebrochen“

  1. Ich hof­fe auf Kommentare von ehe­ma­li­gen Bürgern der DDR zu die­ser Fortsetzung des Programms der "Aktuellen Kamera" unter der Bezeichnung "rbb24​.de".

    1. @Dieter Müller:

      rbb24 ist nicht die Fortsetzung der Aktuellen Kamera son­dern die Fortsetzung des Märchens "Mein Kampf" aus dem Jahre 1925.

      MFG

    2. Nicht "Aktuelle Kamera" son­dern "Der Weisse Kanal" (in Abgenzung vom his­to­ri­schen "Schwarzen Kanal", der weni­ger het­ze­risch und weni­ger ver­lo­gen war).
      Und die Demonstranten haben sich durch­aus nicht gegen alle our­na­lis­ten gewandt oder die Diskussion mit allen Journalisten erwei­gert. Wenn sie den ZDF oder ARD Journalisten miss­trau­ten, dann voel­lig zu recht, denn die­se hat­ten zuvor viel zu oft bewie­sen, dass sie im Sinne einer zwar unaus­ge­spro­che­nen aber den­noch ueber­all spu­er­ba­ren "Regierungspropaganda" Informationen ver­fa­elsch­ten und ein­sei­tig berichteten
      Hat es denn wirk­lich nie­man­den von den Mainstreammedien zum nach­den­ken gebracht, dass Journalisten wie Boris Reitschuster, Ken Jebsen, denen von RT Deutsch oder ande­ren alter­na­ti­ven Medien, die sich um eine weni­ger ein­sei­ti­ge Berichterstattung bemueh­ten, *nicht* der Diialog ver­wei­gert wur­de? Ist es nicht moe­g­lich, dass man­chen Journalisten nur des­halb der Dialog ver­wei­gert wur­de, weil nie­mand sei­ne Aussagen ins Gegenteil ver­kehrt in dem Mainstreammedien sehen, hoe­ren oder lesen wollte?

  2. "Diskursbestimmende Intellektuelle": Meint der Journalist den Schillerpreis- und Bundesverdienstkreuzträger Prof. Dr. Osten? Oder gar sich selbst?

  3. Die dicht­ge­dräng­ten Menschen auf den Terrassen machen es richtig.
    Worum es den Regierenden wirk­lich geht:
    "Die Kriege um künst­li­che Intelligenz wer­den kommen
    China wird in abseh­ba­rer Zeit die ers­te glo­ba­le KI-Supermacht werden.
    Wie wird der Rest der Welt auf Chinas Führungsposition reagieren?
    Die USA haben bereits eini­ge chi­ne­si­sche KI-Unternehmen auf Sanktionslisten gesetzt. Gleichzeitig wur­de der Export von ame­ri­ka­ni­scher KI-Software nach China eingeschränkt.
    Europa wird unter der Führung der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, ver­stärkt ver­su­chen, KI zu regu­lie­ren und zu kontrollieren.
    Während die USA auf Konfrontation set­zen, geht Europa den Weg der Integration."
    Übersetzt mit http://​www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor (kos­ten­lo­se Version)
    https://​www​.for​bes​.com/​s​i​t​e​s​/​c​o​g​n​i​t​i​v​e​w​o​r​l​d​/​2​0​2​0​/​0​1​/​1​4​/​c​h​i​n​a​-​a​r​t​i​f​i​c​i​a​l​-​i​n​t​e​l​l​i​g​e​n​c​e​-​s​u​p​e​r​p​o​w​e​r​/​?​s​h​=​7​a​a​e​4​6​a​8​2​f05
    Das hier ist der Autor.
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​F​a​b​i​a​n​_​W​e​s​t​e​r​h​e​ide
    Die deut­sche Industrie ist abhän­gig von China
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73860/umfrage/deutschland-import–exporthandel-mit-china-seit-2006/
    Deutsche Produktionssysteme müs­sen mit chi­ne­si­schen Systemen kom­pa­ti­bel sein. Deutschland/EU haben nicht die Macht für China Standards zu setzen.
    Wir erle­ben den Versuch einer Zwangsdigitalisierung. Ich hal­te die­sen Angriff auf mensch­li­ches Denken und Fühlen für dumm, zer­stö­re­risch und ver­geb­lich – KI benö­tigt Mentalität und Sprache. Die Menschen auf Berliner Terrassen brau­chen kei­ne KI, um dort die eigent­li­chen Informationen aus­zu­tau­schen, und der Versuch Angela Merkels höchst­per­sön­lich die Digitalisierung der Schulen zu erläu­tern, war ziem­lich lus­tig: Menschliches Lernen funk­tio­niert nicht mit KI, das funk­tio­niert auch in China nicht so.
    https://​www​.bun​des​re​gie​rung​.de/​b​r​e​g​-​d​e​/​t​h​e​m​e​n​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​s​c​h​u​l​e​-​c​o​r​o​n​a​-​1​7​8​9​544
    https://​merics​.org/​d​e​/​a​n​a​l​y​s​e​/​c​o​m​p​u​t​e​r​s​-​c​h​i​n​e​s​e​-​s​c​h​o​o​l​s​-​c​a​n​n​o​t​-​c​l​o​s​e​-​u​r​b​a​n​-​r​u​r​a​l​-​d​i​v​ide
    "Ironischerweise hat­ten vie­le die­ser leis­tungs­star­ken Schulen die ICT[Informations-Technologie]-Inhalte (meist in Form von Mikrovorträgen und Mikrolektionen) pro­du­ziert, die dann an die länd­li­chen Schulen ver­teilt wur­den. Nachdem sie die Lorbeeren für ihre Teilnahme als ICT4E[Informationstechnologie-für Erziehung]-Produzenten ein­ge­heimst hat­ten – was nicht sel­ten zu Auszeichnungen und Preisen führ­te – kehr­ten die­se Schulen dann zu ihren alten Unterrichtsmethoden zurück."
    Übersetzt mit http://​www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor (kos­ten­lo­se Version)"

  4. "dis­kurs­be­stim­men­de Intellektuelle" wie Herr Sundermeyer?

    Das ers­te Wort dürf­te das wesent­li­che sein.
    "Intellektuell" gibt's gra­tis dazu.

    Dumm nur, dass Demonstrationsverbote bei bald sehr nied­ri­ger "Inzidenz" nicht mehr aus dem Hut gezau­bert wer­den kön­nen, und bes­tes Sommerwetter zu Massentreffen ein­la­den wird.

  5. Warum sind dann die Demos ver­bo­ten wor­den? Weil die ers­ten Querdenker geimpft sind? Weil die­se Menschen an der Giftspritze gestor­ben und nicht mehr da sind? Das weiß allein der Sommerwind. Latenter Widerstand hat jedes System zum Erliegen gebracht. Ganhdi war am Anfang allein. So wie der Mann mit dem Kreuz im Augenblick allein zu sein scheint. Aber die Begeisterung der Menschen hat ihn bestimmt getra­gen. Bis, ja bis …

  6. Echte Intellektuelle sind schon mal nicht arro­gant, aber viel­leicht ken­ne ich kei­ne dis­kurs- bestim­men­den Intellektuellen. Und Andersdenkende als Gefahr für die öffent­li­che Sicherheit zu bezeich­nen ist cool. Im Zug mit aus­ras­ten­den Fussballfans, an der Bushaltestelle von Junkies beläs­tigt zu wer­den muss ich alles tolerieren.…ich bewe­ge mich näm­lich im Gegensatz zu Herrn Sundermeyer tat­säch­lich in der all­täg­li­chen Öffentlichkeit. Aber laut Andersdenkende sind gefährlich??
    Ich bin froh, daß ich etwas geis­ti­ge Distanz zwi­schen mir und sol­chen Denkern und Schreibern habe.
    Und es soll Menschen geben, die sich für einen Espresso kei­ne Eintrittskarte in Form von 3G holen möch­ten oder sich den Espresso gar nicht mehr leis­ten können.

  7. "Der media­le Diskurs kann nicht statt­fin­den, weil die Organisatoren Journalisten kei­nen pro­fes­sio­nel­len Umgang erlau­ben. Von Anfang an haben sie die Bewegung mit den Methoden von Extremisten medi­en­feind­lich aufgeladen."

    Der gute Mann bie­tet ein sehr anschau­li­ches Bild des Phänomens, an ande­ren Leuten sei­ne eige­nen nicht ein­ge­stan­de­nen Fehler zu kritisieren.

  8. "…dis­kurs­be­stim­men­de Intellektuelle konn­te sie bis heu­te nicht von ihrer Sache überzeugen." ;)))
    Lanz, Will, Droste oder MaiLing-Precht, wer jetzt?
    Ich schmeiß mich weg;)))

  9. Widerstand gebro­chen? Wenn da mal nicht das böse Erwachen an der Wahlurne statt­fin­det, denn da kann man den ent­spre­chen­den Parteien rich­tig rich­tig weh tun! Man hat jetzt das dyna­mi­sche Duo (zwin­ker) an die Spitze der AFD gewählt, getra­gen von der Basis, wie wur­de Laschet noch­mal gewählt? Mit Hans Georg Maasen und Max Otte in der WerteUnion hat man die Schnittstelle zur AFD, die Damen und Herren der CDU in den ost­deut­schen Parlamenten sche­ren sich einen Dreck um das was Berlin for­dert (sie­he Kandidatur Maasen), wenn es um den eige­nen Schemel im Parlament geht. Müsste da jetzt nicht Brinkhaus drü­ber stol­pern (sie­he Kramp Karenbauer)? Wenn ich über mir höchst unsym­pa­thi­sche Menschen nach­den­ke, ist Herr Sundermeyer sicher ganz vor­ne auf der Liste. In Berlin kam Sundermeyer ins Schwimmen und zog wort­los von dan­nen als er von einem Reporter mit­ten in sei­nem Interview, ich glau­be von den Klagepaten, mit Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetz in die Flucht geschla­gen wurde.

  10. So viel Projektion, Wunschvorstellung soviel Unsicherheit schwingt in dem Artikel von rbb24 mit.

    Freunde, sie wol­len uns ver­ges­sen machen wer wir sind.

    Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr imstan­de seid, die­sem allem, was gesche­hen soll, zu ent­flie­hen und vor dem Sohn des Menschen zu ste­hen! Lukas 21, 36

  11. @Lobo, Sundermayer & wei­te­re Kolleg:innen Mietmäuler:

    Erbärmlichkeit offen­bart sich am deut­lichs­ten in Selbsterhöhung durch Herabsetzung Anderer!
    Zum sti­lis­tisch Dargebotenen:
    Selbstgefällige Wichserei; mit­tels rhe­to­ri­scher Masturbation in zynisch- orgas­ti­scher Steigerung erziel­te nar­ziss­ti­sche Ergüsse.
    Zum Fremdschämen! Das kann weg!

    1. @D.D.
      Ein wenig dras­tisch aus­ge­drückt, aber : vol­le Zustimmung !
      (In dem Zusammenhang fällt mir immer wie­der ein Lied von den
      Sternen ein : "Was hat Dich bloß so ruiniert ?")

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