Grüner: Corona-Widerstand ist politische Kriminalität

Der Ber­li­ner "Innen­po­li­tik­ex­per­te" Bene­dikt Lux geht mit sei­ner For­de­rung noch über die stramm kon­ser­va­ti­ve GdP und den Innen­se­na­tor und SPD-Rechts­aus­le­ger Gei­sel hinaus.

Das mel­det am 5.11. der Ber­li­ner Tages­spie­gel.

»Grü­ne wol­len Straf­ta­ten von Coro­na-Skep­ti­kern als poli­ti­sche Kri­mi­na­li­tät einordnen
Der Ber­li­ner Innen­po­li­tik­ex­per­te Bene­dikt Lux will, dass die Sicher­heits­be­hör­den ein Lage­bild erstel­len. Unter­stüt­zung kommt von der Gewerk­schaft der Polizei…

Der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der Ber­li­ner Grü­nen-Frak­ti­on, Bene­dikt Lux, for­dert…: „Wir brau­chen ein Lage­bild über Straf­ta­ten der Geg­ner der Coro­na-Maß­nah­men, um die gefühl­te Radi­ka­li­sie­rung mit Fak­ten unter­le­gen zu können.“

Dazu müss­te es aller­dings erst­mal eine zen­tra­le Erfas­sung die­ser Taten geben, meint Innen­ex­per­te Lux. „Die Taten pas­sie­ren in den unter­schied­lichs­ten Lebens­be­rei­chen: Es sind Mas­ken­ver­wei­ge­rer, die in Bus und Bahn aus­ras­ten, Dro­hun­gen gegen Herrn Dros­ten oder Poli­ti­ker, schlich­te Graf­fi­tis oder Angrif­fe auf Poli­zei­be­am­te bei Demonstrationen.“

Die Poli­zei müs­se für den beson­de­ren Hin­ter­grund die­ser Taten sen­si­bi­li­siert wer­den, schon bei der Auf­nah­me der Straf­ta­ten vor Ort. Lux schlägt vor, die Straf­ta­ten der radi­ka­len Coro­na-Skep­ti­ker eben­so wie rechts­extre­mis­ti­sche, links­extre­mis­ti­sche und isla­mis­ti­sche Straf­ta­ten in den Bereich der poli­tisch moti­vier­ten Kri­mi­na­li­tät einzuordnen.

Zustim­mung dafür kommt von der Ber­li­ner Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP). Lan­des­chef Nor­bert Cio­ma sag­te dem Tages­spie­gel: „Es ist klar zu erken­nen, dass die Radi­ka­li­sie­rung im Zusam­men­hang mit den Anti-Coro­na-Demos zuneh­mend wächst.“ Des­halb sei es auch voll­kom­men rich­tig, ein Lage­bild zu erstel­len, um genau zu sehen, wer dafür ver­ant­wort­lich sei.

Cio­ma schränkt aller­dings ein, dass nicht alle Ver­stö­ße als poli­tisch moti­vier­te Kri­mi­na­li­tät zu bewer­ten sei­en, „denn wir haben es mit sehr hete­ro­ge­nen Teil­neh­men­den und einer dif­fi­zi­len Situa­ti­on zu tun“. Er kri­ti­siert, dass die Ber­li­ner Poli­tik mit dem neu­en Ver­samm­lungs­frei­heits­ge­setz auf Demons­tra­tio­nen „nahe­zu alles ermög­li­chen will, gleich­zei­tig aber das ein­schrän­ken möch­te, was nicht in die eige­ne poli­ti­sche Agen­da passt.“…

Innen­se­na­tor Andre­as Gei­sel (SPD) sag­te zu der Debat­te am Don­ners­tag im Abge­ord­ne­ten­haus: „Wir schau­en genau hin, um wel­che Straf­ta­ten es sich han­delt.“ Die Sicher­heits­be­hör­den schät­zen ein, dass die „Aggres­si­vi­tät“ der Teil­neh­mer der Anti-Coro­na-Demons­tra­tio­nen erheb­lich gestie­gen sei.

Aber die Her­aus­for­de­rung bestehe dar­in, Men­schen im Dia­log zu über­zeu­gen, war­um die­se Maß­nah­men not­wen­dig sind. „Das Gesprächs­an­ge­bot muss da sein“, sag­te Geisel.«

3 Antworten auf „Grüner: Corona-Widerstand ist politische Kriminalität“

  1. "..über die stramm kon­ser­va­ti­ve GdP und den Innen­se­na­tor und SPD-Rechts­aus­le­ger Geisel" 

    Ein­spruch: Gei­sel ist nicht rechts, son­dern extrem links!

    Auf https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​n​d​r​e​a​s​_​G​e​i​sel ist zu lesen:
    "Gei­sel trat mit 18 Jah­ren in die SED ein."

    Ob da noch wei­te­re Ver­stri­ckun­gen in die DDR-Ver­gan­gen­heit vor­lie­gen, blieb unbeantwortet.
    Sie­he dazu: https://​www​.tichys​e​inblick​.de/​d​a​i​l​i​-​e​s​-​s​e​n​t​i​a​l​s​/​g​e​i​s​e​l​s​-​n​a​s​e​-​u​n​d​-​d​a​s​-​g​r​u​n​d​g​e​s​e​tz/

    Auszug:
    "Gei­sel, Jahr­gang 1966, stammt nach eige­nen Anga­ben aus einem SED-gepräg­ten Eltern­haus: „In die­sem Geist wur­de ich erzo­gen, aus einer sol­chen Fami­lie kom­me ich. Lie­be­voll und gebil­det, gut umsorgt, ohne Man­gel und sozia­lis­tisch geprägt.“ Mit 18 Jah­ren trat er in die SED ein, nach eige­nen Anga­ben im Som­mer 1989 wie­der aus, er stu­dier­te in Dres­den Wirt­schaft, eigen­ar­ti­ger­wei­se, ohne den in der DDR obli­ga­to­ri­schen Wehr­dienst geleis­tet zu haben. In der Ber­li­ner SPD begann er sei­ne Kar­rie­re als Juso-Spre­cher in Lich­ten­berg, und glitt Stu­fe für Stu­fe nach oben. Eine Pres­se­an­fra­ge von TE nach Kon­tak­ten mit der Staats­si­cher­heit beant­wor­te­te er bis­her nicht."

    Man beach­te auch den Arti­kel "Ber­li­ner Senat stopp­te klamm­heim­lich Sta­si-Über­prü­fung" https://​www​.tichys​e​inblick​.de/​d​a​i​l​i​-​e​s​-​s​e​n​t​i​a​l​s​/​b​e​r​l​i​n​e​r​-​s​e​n​a​t​-​s​t​o​p​p​t​e​-​k​l​a​m​m​h​e​i​m​l​i​c​h​-​s​t​a​s​i​-​u​e​b​e​r​p​r​u​e​f​u​ng/ und die dor­ti­gen Kommentare.

    1. @Wachsam blei­ben: Gott­chen, wenn alle, die mal in der SED oder bei den Jusos waren, heu­te "extrem links" wären, dann wür­de das auf Schrö­der und Rame­low und dut­zen­de ande­re gewen­de­te Poli­ti­ker auch zutref­fen. Und eine Quel­le, die selbst Fried­rich Merz zu rechts ist, traue ich eher auch nicht (Sie­he dazu https://​www​.coro​dok​.de/​l​i​n​k​s​p​a​r​t​e​i​-​w​i​e​-​k​a​n​n​-​m​a​n​-​n​u​r​-​s​o​-​b​l​o​e​d​-​s​e​in/)

  2. ::

    06.11.2020

    SWR

    Innen­mi­nis­ter Strobl will Qua­ran­tä­ne-Ver­wei­ge­rer zwangs­ein­wei­sen lassen

    Baden-Würt­tem­bergs Innen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU) will Qua­ran­tä­ne-Ver­wei­ge­rer zwangs­wei­se in ein geschlos­se­nes Kran­ken­haus ein­wei­sen las­sen – und das schon nach dem ers­ten bekann­ten Verstoß. (…)

    Die All­ge­mein­heit habe jedoch einen Anspruch dar­auf, vor bekann­ten und ver­meid­ba­ren Gefah­ren für ihre Gesund­heit geschützt zu wer­den. Eine vor­über­ge­hen­de zwangs­wei­se Abson­de­rung in einem geschlos­se­nen Kran­ken­haus sei gemäß des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes ein wich­ti­ges Mittel (…)

    Strobl schlägt als Unter­kunft für die Qua­ran­tän­ever­wei­ge­rer zen­tral die frü­he­re Lun­gen­fach­kli­nik St. Bla­si­en im Süd­schwarz­wald vor. Eine Zwangs­ein­wei­sung im Zusam­men­hang mit Coro­na soll Strobl zufol­ge „in einem geord­ne­ten gericht­li­chen Ver­fah­ren“ abge­wi­ckelt wer­den – also auf rich­ter­li­che Anordnung. (…)

    https://​www​.swr​.de/​s​w​r​a​k​t​u​e​l​l​/​b​a​d​e​n​-​w​u​e​r​t​t​e​m​b​e​r​g​/​s​t​r​o​b​l​-​w​i​l​l​-​q​u​a​r​a​n​t​a​e​n​e​v​e​r​w​e​i​g​e​r​e​r​-​z​w​a​n​g​s​e​i​n​w​e​i​s​e​n​-​1​0​0​.​h​tml

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    06.11.2020

    Badi­sche Zeitung

    Strobl will Qua­ran­tän­ever­wei­ge­rer ein­wei­sen las­sen – in St. Blasien

    Dem Brief zufol­ge will Strobl die frü­he­re Lun­gen­fach­kli­nik in St. Bla­si­en als zen­tra­les Kran­ken­haus für sol­che Zwe­cke nut­zen. Zwangs­ein­wei­sun­gen soll­ten nur auf rich­ter­li­che Anord­nung voll­zo­gen werden.

    https://www.badische-zeitung.de/strobl-will-quarantaeneverweigerer-einweisen-lassen-in-st-blasien–197782808.html

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