Impfen ist gut, weil Regierung gut ist. Außerdem ist es Kismet

Eine Lamya Kaddor erklärt das am 31.12. in einer Kolumne auf t‑online.de unter dem Titel "Impfung ver­wei­gern: unver­nünf­tig, unso­zi­al, unethisch" so:

»Gerade in Deutschland haben wir heu­te das gro­ße Glück, in einem Land zu leben, in dem Regierungen tat­säch­lich dar­um bemüht sind, ihre Kraft dem Wohle des Volkes zu wid­men, sei­nen Nutzen zu meh­ren, Schaden von ihm zu wen­den, das Grundgesetz und die Gesetze zu wah­ren. Wir sind Einwohnerinnen und Einwohner eines Staates, der seit 70 Jahren im Vergleich zu ande­ren über­wie­gend erfolg­reich gelenkt wird. Das schützt uns wie im Contergan-Skandal zwar nicht vor allen Übeln, wes­halb gesun­de Skepsis und schar­fe Kritik immer nötig blei­ben, grund­sätz­lich aber haben Fortschritt und Handeln der Politik Deutschland stets zum Vorteil gereicht.«

Wir legen uns unters Messer

»Hundertprozentige Sicherheit ist illusorisch 

Hundertprozentige Sicherheit kann es nie geben. Jede Routineoperation im Krankenhaus kann schief­ge­hen. Dennoch wer­den wir uns in der Regel dafür ent­schei­den, wenn uns unse­re Ärztinnen und Ärzte die­sen Schritt emp­feh­len. Wir holen uns viel­leicht noch eine zwei­te oder drit­te Fachmeinung ein, aber dann legen wir uns unters Messer und ver­trau­en den Handelnden. Das ist das Ergebnis einer logi­schen Abschätzung der jewei­li­gen Konsequenzen.

Auf die glei­che Weise soll­te man abwä­gen zwi­schen den mög­li­chen Folgen einer Impfung und einer Covid-19-Erkrankung. Alle bis­he­ri­gen Erkenntnisse bele­gen, die Wahrscheinlichkeit, Schaden durch eine Corona-Impfung zu neh­men, auf die gera­de alle Welt mit Argusaugen starrt, ist klei­ner als jene, durch Covid-19 geschä­digt zu wer­den; all­zu­mal die Spätfolgen einer Infizierung der­zeit noch kaum erfasst sind, da die Forschungen zu „Long Covid“ gera­de erst begon­nen haben. Zudem kommt beim Coronavirus neben dem Risiko, selbst zu erkran­ken, die Gefahr hin­zu, ande­re anzu­ste­cken: Wer infi­ziert ist, gefähr­det defi­ni­tiv den Rest der Gesellschaft.«

Was die Frau alles zu wis­sen meint! Sie wird neben der Expertise von Biontech noch als zwei­te die von Moderna und schließ­lich die von AstraZeneca ein­ge­holt haben.

»Sich nicht imp­fen zu las­sen, ist somit unver­nünf­tig und unso­zi­al und letzt­lich ego­is­tisch. Denn wer sich hin­stellt und sagt, ich lass erst ande­re das Serum tes­ten, und wenn die es gut ver­tra­gen, über­leg ich es mir viel­leicht, betrach­tet sei­ne Mitmenschen als Versuchskaninchen. Das ist aus ethi­scher Sicht nicht unproblematisch.«

Impfen ist Kismet

Ethisch unpro­ble­ma­tisch sind somit aus­schließ­lich Lemminge. Frau Kaddor freut sich auf aller­lei Einschränkungen für ImpfskeptikerInnen, so auch diese:

»Die aus­tra­li­sche Fluglinie Qantas prüft schon Möglichkeiten, auf bestimm­ten Strecken nur noch Geimpfte zu beför­dern. Das könn­te Schule machen; da mögen deut­sche Unternehmen wie die Lufthansa oder die Bahn der­zeit noch so laut­stark wider­spre­chen. Zudem soll­te man über kurz oder lang damit rech­nen, dass ande­re Staaten Impfnachweise für die Einreise ver­lan­gen – und dar­an wer­den deut­sche Politiker*innen dann wenig ändern können.«

Deutsche Politiker*innen kön­nen sich da auf den Kopf stel­len, das ist eben Kismet (Frau Kaddor ist isla­mi­sche Religionspädagogin und Mitglied der Grünen).

21 Antworten auf „Impfen ist gut, weil Regierung gut ist. Außerdem ist es Kismet“

  1. Das ist Volksverhetzung von unglaub­li­cher Bösartigkeit.
    Das soll­te ver­folgt werden.
    Wer sich nicht imp­fen lässt, betrach­tet weder sich noch ande­re als Versuchskaninchen. Wer Menschen zur Impfung drängt, betrach­tet sei­ne Mitmenschen als Versuchskaninchen. Schön lang­sam wer­de ich wirk­lich zornig.

      1. @Hier: Das nimmt ihr nicht das Recht sich zu äußern. Wir soll­ten uns hüten vor dem Totschlag-Argument, es könn­ten nur "Experten" eine fun­dier­te Meinung haben. Sie kann kri­ti­siert wer­den wegen ihrer Position, nicht wegen ihres Glaubens. (Meine Meinung.)

        1. Das Problem ist natür­lich auch weni­ger, wer sich äußern kann und wer nicht – son­dern wer eine gro­ße Bühne dafür gebo­ten bekommt – und wer in die Ecke gedrängt, ver­schwie­gen, ja viel­leicht gar belei­digt oder sogar bedroht wird.

          Herr Aschmoneit: NICHT WIR kön­ne wirk­sam Äußerungen unter­drü­cken … ganz gewiss nicht wir. Sie viel­leicht ein klei­nes biss­chen (in die­sem Forum), ANDERE aber in einem ganz gro­ßen, über­grei­fen­den, koor­di­nier­ten, orches­trier­ten Maßstab über Presseagenturen, Medien, ÖRR groß­flä­chig hinweg.

  2. Welche bis­he­ri­gen Erkenntnisse über Nebenwirkungen und Langzeitwirkungen der Coronaimpfung lie­gen denn vor? Gewonnen in einem hal­ben Jahr an Probanden und inner­halb einer Woche an Altenheimbewohnern? Na toll!

  3. Verstehe nicht das Problem, es gibt genug Menschen, die sich imp­fen las­sen wol­len und ger­ne das Versuchskaninchen spie­len. Unethisch ist die Aussage, dass die Menschen, die es nicht möch­ten, unethisch sind. Es gibt ja nicht umsonst Impfstudien, an denen sich Freiwillige betei­li­gen, wäre es dann auch unethisch, an einer so einer Studie nicht teil­zu­neh­nen. Was der­zeit pas­siert, ist doch die größ­te Studie aller Zeiten.

  4. Habe ich die inter­view­ten Experten, die alle um den hei­ßen Brei her­um­re­den und Herrn Lauterbach rich­tig ver­stan­den? Folgt man den Äußerungen von Herrn Lauterbach, der im übri­gen genau das ver­kün­det, was die Studien und Beipackzettel von Pfizer/Biontech auch aus­sa­gen, so han­delt es sich bei der Impfung um einen eigen­nüt­zi­gen Akt. Mit eini­ger Wahrscheinlichkeit wird der Geimpfte nur schwach erkran­ken – auch das ist nicht sicher -, aber er kann sich wei­ter­hin infi­zie­ren und sei­ne Mitmenschen anste­cken. Wenn also der Stern titelt: "Impfen ist Nächstenliebe" so ist das die bös­wil­ligs­te Aussage, die ich zur Impfung bis­her gehört habe. Das Gegenteil ist der Fall: Ich las­se mich imp­fen, ich bin Egoist! Es sind nicht die Mitmenschen von Frau Kaddor, es ist die Firma Pfizer, die die Menschen, die jetzt geimpft wer­den, als Versuchskaninchen für eine Studie, die auf die zwei fol­gen­den Jahre aus­ge­legt ist, benutzt!!!
    (Bitte um Berichtigung, falls ich das falsch ver­stan­den habe.)

  5. Also ich sehe nicht, dass ich per­sön­lich einen Vorteil von der Impfung hät­te. Ich bin U40 und gewiss nicht Risikogruppe. Und lie­ber gehe ich das Risiko einer sol­cher Erkrankung ein als dass ich mich jetzt imp­fen lasse.

    Über Impfschäden kann man nur spe­ku­lie­ren, weil ja nicht die Tests gemacht wor­den sind, die man nor­ma­ler­wei­se macht.

    Ich fin­de es auch absurd, war­um sich die­se Menschen jetzt mel­den. Ich habe einen Impfpass und hole mir die not­wen­di­gen Impfungen. So habe ich 2012 die Auffrischung gegen Diphterie/Tetanus imp­fen las­sen. Fertig. In der Kindheit bekam ich auch zig Impfungen.

    Nun kom­men aber die­se Leute aus den Ecken gekro­chen und wol­len uns ein­trich­tern, die­se Impfung sei so wich­tig. Wo war denn Frau Kaddor vor­her? Hat sie mal den zu den isla­mi­schen Communities gesagt, wie wich­tig die Impfung gegen die Masern sei?

    Es ist doch auf­fäl­lig, dass Masern-Hotspots in Berlin aus­ge­rech­net in Kreuzberg und im Prenzlauer Berg waren. Hat sich denn Frau Kaddor in der Vergangenheit dahin­ge­hend mal geäu­ßert und ihrer Community erklärt, wie wich­tig die Impfungen sind?

  6. Eine Operation kann not­wen­dig oder sogar lebens­not­wen­dig sein. Diese Impfung ist ein Experiment an vor­mals Gesunden ohne Indikation. Ganz davon abge­se­hen, dass sie eine Blaupause für wei­te­re Frankensteinexperimente an einer unwis­sen­den Weltbevölkerung ist.

  7. "das gro­ße Glück, in einem Land zu leben, in dem Regierungen tat­säch­lich dar­um bemüht sind, ihre Kraft dem Wohle des Volkes zu wid­men, sei­nen Nutzen zu meh­ren," Das soll­ten sich die Querdenker end­lich mal hin­ter die Ohren schrei­ben: Wir leben ver­dammt noch­mal in der bes­ten aller Welten. Opposition ist da total unethisch.

  8. Des Wahnsinns fet­te Beute! Es wird täg­lich schrä­ger! Was da unter dem Deckmantel von Ethik mitt­ler­wei­le alles ver­dreht wird macht mich sprachlos.
    Die Grüben seh ich seit Monaten nur noch als mutier­te Zombies.

  9. Resilienz auf­bau­en, Selbstbewusstsein stär­ken und sei­ne Rechte bis ins Detail ken­nen sind die bes­ten Abwehrkräfte gegen Schmalspurhengste, Schmalspurstuten sowie deren Gedankenabfall und Verordnungen!

  10. Man soll­te viel­leicht (noch mal?) Arno Grün lesen, irgend­ei­nes sei­ner Bücher, denn im Grunde wie­der­holt er sich stän­dig (fin­de ich).

    Sein Modell beruht auf Kindheitserfahrungen, die jeder Mensch macht. Und er unter­schei­det 2 Typen. Der Konformist ver­tei­digt bedin­gungs­los die Mutter/Eltern und eifert ihnen nach, um das Empfinden zu ver­drän­gen, sie könn­ten ihn womög­lich "in Wahrheit" gar nicht geliebt haben. Der Rebell hin­ge­gen ris­kiert das Bewusstsein, dass sie es nicht tun, akzep­tiert es aber nicht und beginnt , es von Ihnen zu fordern.

    Beide Konzepte sind infan­til, denn bei­de krei­sen um das Ideal eines Elternbilds, das nicht den Tatsachen ent­spricht und auch nicht erzwun­gen wer­den kann. Die "Lösung" wäre ein Typus 3, der erwach­sen ist. Der sich von den Eltern löst und sein Leben gestal­tet, ohne durch Gehorsam oder Provokation ihre Anerkennung errei­chen zu wol­len oder wei­ter auf sie zu hören und zu achten.

    So weit sind wir noch nicht. Oder doch? 🙂

  11. "Corona hat in einer Weise den öffent­li­chen Diskurs domi­niert, wie das beim Klimadiskurs und beim Migrationsdiskurs nie der Fall war.
    Die Zahlen von Herrn Eisenegger für die Schweiz, die wahr­schein­lich für Deutschland auch in etwa so gel­ten: Was den Klimadiskurs anlangt, maxi­mal zehn Prozent Anteil in den Nachrichten, was den Coronadiskurs anlangt, 60 bis 70 Prozent in den Spitzenzeiten. Wir sind wirk­lich in einer Weise bom­bar­diert wor­den, die den Menschen Angst gemacht haben muss, die­se in Panik ver­setzt haben muss. Und was das wie­der­um für Folgen hat für die Politik, das müss­te man viel­leicht doch auch noch mal nach­re­cher­chie­ren, ob da nicht die Medien und Journalistinnen und Journalisten auch eini­ges falsch gemacht haben."

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/stephan-russ-mohl-ueber-coronaberichterstattung-ein.1270.de.html?dram:article_id=490068

  12. Es gibt Menschen, die per sé nicht zitier­fä­hig sind, lie­ber AA. Diese wir­re Muslima gehört zu die­ser Personengruppe. Das hät­ten Sie als Blogbetreiber wis­sen kön­nen und müssen.

    Schon die­ser eine Beitrag bringt mich dazu, Ihrem Blog bis auf Weiteres den Rücken zu keh­ren. Alles Gute für die Zukunft.

    MfG

  13. Diese Frau spricht defi­ni­tiv nicht für Muslime oder gläu­bi­ge Menschen im Allgemeinen.
    Aufrichtige, ver­nünf­ti­ge, der Wahrheit und poli­tisch unab­hän­gi­ger Wissenschaften ver­pflich­te­ter Menschen erken­nen, dass das Virenmärchen vom ers­ten Wort an bis zum heu­ti­gen Tag durch und durch ver­lo­gen ist.
    Wer auch immer einen Funken Gottverbundenheit besitzt, kann so einem geis­ti­gen Unrat nicht auf den Leim gehen.

  14. Was Kaddor hier abson­dert, ist ange­le­se­nes Halbwissen und kenn­zeich­net ihr per­sön­li­ches "Fassungsvermögen". Sie ist wie sie ist. Das hat m.E. mit der Weltanschauung, die zu ver­tre­ten sie sich beauf­tragt hat, nichts zu tun. Schließlich gibt es bezo­gen auf Corona auch nicht "den" ulti­ma­ti­ven lin­ken Standpunkt.

    1. Für Frau Kaddor ist der Islam Lebensinhalt und dann muss man das hier auch the­ma­ti­sie­ren, wenn sie gezielt zu Moslems redet. Henryk M. Broder sprach mal von der "genu­in dum­men Frau Kaddor", wor­auf sie ein Gericht bemüh­te. Eigentlich ist ja Kontaktschuld nichts, wor­auf ich mich argu­me­na­tiv ein­las­sen. Selbst wenn ein AfD-Mann die glei­che Position wie ich in einem Punkte ver­tre­te, behaup­te ich ich doch nicht plötz­lich das Gegenteil.

      Aber wenn ich mir die Leute anschaue, die beden­ken­los den Regierungskurs unterstützen:

      Kaddor, Precht, Scobel, Lauterbach, GEZ, Grüne, die bei­den Amtskirchen und dann noch so "komi­sche Figuren" (Zit. Füllmich) wie Meyer-Hermann, Drosten, Priesemann und wie sie alle hei­ßen. Diese Experten, die aus dem Hut gezau­bert wer­den, wo man sich fragt, wie das sein kann, dass die jetzt da sit­zen und die Leitlinien vor­ge­ben. Was Drosten sagt ist ja sakro­sant und wenn er sag­te, die­ses und jenes sei Unsinn, wird nicht mehr dar­an gerüt­telt. Der suhlt sich regel­recht in die­ser Rolle.

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