"Impfmix" ist viel besser. Vielleicht

rp-online.de wird dar­auf ver­trau­en, daß (nur) die Überschrift im Gedächtnis bleibt.

rp-online.de (7.6.)

»Eine Kombination der Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech/Pfizer erhöht nach vor­läu­fi­gen Erkenntnissen von Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes die Immunantwort des Körpers deutlich…

Zweifache Biontech/Pfizer-Impfungen oder kom­bi­nier­te Impfungen mit den Präparaten von Astrazeneca und Biontech/Pfizer zeig­ten "wesent­lich höhe­re" Wirksamkeiten als dop­pel­te Immunisierungen mit Astrazeneca, wie die Universität mit­teil­te. Die Ergebnisse der Studie waren dem­nach aller­dings noch nicht wis­sen­schaft­lich publi­ziert und daher zunächst ledig­lich als vor­läu­fig anzusehen…

In Deutschland emp­fahl die Ständige Impfkommission schon Anfang April, zumin­dest jün­ge­ren Geimpften ein ande­res Vakzin als Astrazeneca zu ver­ab­rei­chen. Dabei spiel­ten aller­dings sel­te­ne Nebenwirkungen nach Astrazeneca-Impfungen eine ent­schei­den­de Rolle, Wirksamkeitsuntersuchungen waren noch nicht verfügbar.

Auch die Forscher aus Saarbrücken beton­ten, sie müss­ten die Daten noch unter diver­sen Aspekten genau­er aus­wer­ten. Dazu gehö­re die Frage, ob es Unterschiede etwa bei Alter oder Geschlecht gebe und bei wel­chen Kombinationen die meis­ten Nebenwirkungen aufträten.«


Dag Hammarskjöld

Die zwei­te "Impfung" auf dem Foto wur­de im Berliner Impfzentrum am Hammarskjöldplatz vor­ge­nom­men. Weil gegen­wär­tig vie­les als Verschwörungstheorie abge­tan wird, lohnt sich eine Beschäftigung mit Dag Hammarskjöld.

Der Schwede war bis 1961 der zwei­te UNO-Generalsekretär. In die­ser Funktion ver­such­te er, im Befreiungskampf des Kongo gegen die bel­gi­schen Kolonialisten (innen?) zu ver­mit­teln. 1960 hat­te es mit Unterstützung der USA einen Putsch gegen den gewähl­ten Präsidenten des seit dem 30.6. unab­hän­gi­gen Kongo, Patrice Lumumba, gege­ben. Auf Wikipedia ist zu lesen (aus frü­he­ren Recherchen kann ich bestä­ti­gen, daß dies kor­rekt ist):

»Am 14. September 1960 über­nahm die Armee unter Mobutu in einem mit den USA abge­spro­che­nen Putsch die Macht… Lumumba wur­de unter Hausarrest gestellt, blieb aber unter dem Schutz der UN-Truppen. Daraufhin erhielt der Leiter der Central Intelligence Agency im Kongo, Lawrence R. Devlin, den Auftrag, Lumumba zu töten, offen­bar auf Befehl von US-Präsident Dwight D. Eisenhower persönlich.«

Im Januar 1961 wur­de Lumumba ermordet.

»Die genau­en Umstände von Lumumbas Tod waren der Allgemeinheit lan­ge Zeit unbe­kannt. Nach eini­gen Quellen wur­de er bereits auf dem Flug nach Élisabethville so schwer miss­han­delt, dass er kurz dar­auf starb. Sein Sohn François Lumumba erhob dar­auf Anklage in Belgien, um die Umstände der Tötung sei­nes Vaters auf­zu­klä­ren. Eine am 23. März 2000 ein­ge­rich­te­te Untersuchungskommission des bel­gi­schen Parlaments rekon­stru­ier­te die Ereignisse um Lumumbas Tod und leg­te am 16. November 2001 ihren Abschlussbericht vor – vier­zig Jahre nach der Tat. Der Bericht in nie­der­län­di­scher und fran­zö­si­scher Sprache umfasst 988 Seiten.

Demnach wur­den Lumumba und sei­ne Begleiter von Mobutus Männern gefan­gen genom­men, per Flugzeug zu Moïse Tschombé nach Katanga ver­schleppt und dort in eine Waldhütte gebracht. Lumumba und sei­ne Gefolgsleute Joseph Okito und Maurice Mpolo wur­den gefol­tert. Danach erschie­nen sei­ne poli­ti­schen Gegner Tschombé, Kimba und bel­gi­sche Politiker, beschimpf­ten die Gefangenen und bespuck­ten sie. Am 17. Januar 1961 wur­den Patrice Lumumba und sei­ne zwei Getreuen von katan­gi­schen Soldaten unter bel­gi­schem Kommando erschos­sen und zunächst an Ort und Stelle ver­gra­ben. Um die Tat zu ver­tu­schen, wur­den die Leichen weni­ge Tage spä­ter exhu­miert. Lumumbas Leichnam wur­de zer­teilt, mit Batteriesäure auf­ge­löst, die von einer bel­gi­schen Minengesellschaft bereit­ge­stellt wor­den war, und sei­ne letz­ten sterb­li­chen Überreste schließ­lich ver­brannt. Die Tötung wur­de Dorfbewohnern ange­las­tet (Lumumba assas­si­né par des vil­la­geois). Die meis­ten Medien aber sahen den Schuldigen in Tschombé.

In ihrem Schlussbericht kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass der bel­gi­sche König Baudouin von den Plänen zur Tötung Lumumbas wuss­te und die­ses Wissen nicht an die Regierung wei­ter­gab. Fest steht, dass die bel­gi­sche Regierung Lumumbas Gegner im Kongo logis­tisch, finan­zi­ell und mili­tä­risch unter­stütz­te. König Baudouin wird eine Mitschuld zuge­schrie­ben, da er unter Umgehung der poli­ti­schen Instanzen sei­ne eige­ne post­ko­lo­nia­le Politik betrie­ben habe…«

So weit, so übel. Doch es trifft auch Hammarskjöld:

Hammarskjöld stirbt bei Flugzeugabsturz

»Dag Hammarskjöld starb in der Nacht zum 18. September 1961 bei einem unge­klär­ten Absturz sei­nes UN-Flugzeuges an der Grenze zwi­schen der Demokratischen Republik Kongo und Nordrhodesien, dem heu­ti­gen Sambia. Alle 16 Personen an Bord star­ben, dar­un­ter auch der deut­sche Ethnologe Heinrich Wieschhoff, Hammarskjölds Berater für Afrika. Als Ursache wur­den lan­ge Zeit feh­ler­haf­tes Kartenmaterial und Ermüdung der Piloten nach 17 Arbeitsstunden ver­mu­tet. Kiu Eckstein berich­tet von einem Gespräch mit dem Kameramann Kurt Werner Drews, der einen Piloten ken­nen gelernt hat, der ihm erzähl­te, das Flugzeug mit Dag Hammarskjöld abge­schos­sen zu haben. Die UN streng­te in den fol­gen­den Jahrzehnten meh­re­re Untersuchungen an, die jedoch kei­nen ein­deu­ti­gen Befund lie­fern konnten.

Ein Bericht der Hammarskjöld-Stiftung aus dem Jahre 2013 kam zu dem Ergebnis, dass wei­te­re Untersuchungen nötig sei­en. Im Dezember 2014 bil­lig­te die Generalversammlung der UN eine unab­hän­gi­ge Kommission, deren Mitglieder im März 2015 bekannt gege­ben wur­den, und die im Juli 2015 einen Bericht ver­öf­fent­lich­te. Auf Grundlage von Untersuchungen des Hammarskjöld Trust und des Hammarskjöld Inquiry Trust 2016 for­der­te UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Einsetzung einer neu­en Untersuchungskommission. Er folg­te damit einem von 56 Ländern unter­stütz­ten Antrag Schwedens an die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Dezember 2016.

Im Oktober 2017 wur­de der Untersuchungsbericht ver­öf­fent­licht, in dem „ein Angriff oder eine Bedrohung von außen“ als „plau­si­bel“ ein­ge­stuft wird. Als Täter wur­den die Katanga-Rebellen ver­mu­tet. Die 2019 ver­öf­fent­lich­te Dokumentation Cold Case Hammarskjöld legt den Schluss nahe, dass der bel­gisch-bri­ti­sche Pilot Jan van Risseghem, ein Legionär im Auftrag der Katanga-Rebellen, Hammarskjölds Flugzeug abge­schos­sen hat. In der Dokumentation berich­tet ein Freund des Söldnerpiloten Jan van Risseghem ali­as „Lone Ranger“, dass der ihm vor sei­nem Tod den Abschuss der Albertina gestan­den habe. Er habe den Auftrag aus­ge­führt, ohne Wissen um die Identität der Insassen. Man ver­mu­tet auch, dass der Abschuss gezielt erfolg­te, wohl auch mit Billigung der CIA und des MI5. Die Attacken des bel­gi­schen Piloten gegen UN-Truppen waren damals bekannt. Hammarskjöld bat daher um Luftunterstützung, die ihm jedoch Großbritannien und die USA ver­wei­gern. Stattdessen wur­de von bei­den Ländern ver­si­chert, dass der Belgier an die­sem Tag nicht flie­gen wer­de – ein mit ziem­li­cher Sicherheit fal­sches Versprechen…«
de.wikipedia.org

10 Antworten auf „"Impfmix" ist viel besser. Vielleicht“

  1. Joo, nach 45jahren, bei Kennedy war­ten wir bis sankt nim­mer­lein und den Corona Lügen und Verstrickungen bis zum nächs­ten Weltuntergang aka Zusammenbruch der Zivilisation. Dauert auch nicht mehr so lang.

  2. Da hät­te ich einen effi­zi­en­te­ren Impfmix-Vorschlag: Einfach die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gleich direkt zusam­men­mi­schen. Dann könn­te die Erstimpfung schon so wirk­sam sein, dass eine Zweitimpfung gar nicht mehr benö­tigt wird. Das hät­te noch einen wei­te­ren Vorteil: Die Anzahl der Impftermine hal­biert sich und die Astrazeneca-Impfdosen wird man auch los.

  3. Was man bis­her (viel­leicht) sagen kann, ist dass die Immunreaktion beim Impfstoffmix oder 2 mal BioNTech staer­ker ist. Ob das aller­dings wirk­lich bes­ser oder evt. ein Anzeichen fuer begin­nen­de Autoimmunerkrankungen oder viel­leicht "Antikoerper schnel­ler rauf und schnel­ler run­ter bei evt. weni­ger lang anhal­ten­der Immunitaet" bedeu­tet, weiss noch nie­mand, weil bis­her weder die kli­ni­sche Phase3 Studie der Impfstoffe noch das "Riesen-Gen-Experiment an der Bevoelkerung" bereits lan­ge genug lae­uft, um daru­e­ber eine Aussage zu machen.
    Auch wenn ich das nicht hof­fe, aber viel­leicht sind ja in 2–3 Jahren 2/3 der geimpf­ten ent­we­der ver­stor­ben oder wegen schwe­rer "spae­ter Nebenwirkungen" der Impfung Invaliden? Wer kann das schon wis­sen? Und ja, bei den von Anfang an mit regu­lae­rer Zulassung zuge­las­se­nen Impfstoffen, hat­ten wir das Problem nicht, weil wir uns dabei min­des­tens 4–5 Jahre, oft­mals sogar bis zu 10 Jahre oder mehr fuer Entwicklung und Tests der Impfstoffe Zeit gelas­sen haben.
    Auch fuer noch so viel Geld der Welt kann man kei­ne Zeit kau­fen, eben auch kei­ne "Testzeit" fuer Impfungen: man muss die Zeit abwar­ten, um vor unlieb­sa­men Ueberraschungen eini­ger­mas­sen sicher zu sein, und weni­ger als ein Jahr Phase3 Studie langt da bei einem kom­plett neu­en Impfstoff ein­fach nicht!

    1. @Henning: Guter Einwand, und bei Nebenwirkungen nach der zwei­ten Injektion kann es jeder auf den ande­ren schie­ben, das erschwert die Ursachenforschung ungemein.

  4. Also ohne die voll­stän­di­ge Studie zu ken­nen lässt sich ja nicht genau sagen, was da ver­mischt wur­de, aber:
    Das erin­nert an AZT, da ist auch die S̶t̶e̶r̶b̶l̶i̶c̶h̶k̶e̶i̶t̶ ̶g̶e̶s̶u̶n̶k̶e̶n̶ Wirksamkeit gestie­gen, je mehr es ver­dünnt wurde.

    1. Bei AIDS hat­te man doch auch mit "Kombinationstherapien" gear­bei­tet, um die Nebenwirkungen bes­ser zu ver­tei … äh, um die Wirkungen der ver­schie­de­nen Medikamente zu bündeln.

  5. Ich fin­de es sehr gut, daß auf coro­kok immer mal wie­der geschicht­li­che Bezüge her­ge­stellt wer­den. De jün­ge­ren Lesern wer­den die schänd­li­chen Vorgänge um Patrice Lumumba und Dag Hammarskjöld wohl nicht bekannt sein. In der Schule erfah­ren sie ver­mut­lich dar­über Nichts.

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