NRW: Arme werden geimpft, um die Inzidenz zu senken

»NRW stellt hun­dert­tau­send Impfdosen für sozia­le Brennpunkte bereit
Für die Impfung der Menschen in sozia­len Brennpunkten will das Land Nordrhein-Westfalen hun­dert­tau­send zusätz­li­che Impfdosen zur Verfügung stel­len. Der Impfstoff müs­se dahin gebracht wer­den, "wo es jetzt am not­wen­digs­ten ist", sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Bei 70.000 der Dosen soll es sich um das Präparat des Herstellers Johnson & Johnson han­deln, das nur ein­mal ver­impft wer­den muss. 

Wenn die Infektionszahlen in stark sozi­al benach­tei­lig­ten Stadtteilen hoch blie­ben, habe das auch nega­ti­ve Auswirkungen auf die gesam­te Stadt, begrün­det Laumann den Schritt. Gemeinsam mit den Kommunen soll in den kom­men­den Tagen eine "intel­li­gen­te Idee" für einen Verteilungsschlüssel gesucht wer­den. Bei der Verteilung des Impfstoffs kön­ne nicht nur nach der Arbeitslosenquote oder der Sieben-Tage-Inzidenz gegan­gen werden.«
n‑tv.de

Die Herrschaften in den wohl­ha­ben­de­ren Vierteln wer­den sich die Inzidenz, die über ihre Ausgehfreiheiten ent­schei­det, nicht von denen hoch­trei­ben las­sen, die sie stark sozi­al benach­tei­li­gen. Sie soll­ten hof­fen, daß es nicht bald brennt in den Punkten.

Im übri­gen ist es Sozialrassismus, wenn Laumann Arbeitslosen unter­stellt, sie sei­en zu blöd, um sich ohne auf­su­chen­de Impftrupps eine Meinung zu bilden.

Siehe auch Dänemark stellt Impfungen mit Johnson & Johnson ein.

17 Antworten auf „NRW: Arme werden geimpft, um die Inzidenz zu senken“

  1. JJ(gabs mal beim Volksbetrüger-Konzern von der Wolfsschanze) bringt die Schmarotzer (sry) also schnel­ler (one shot) um die Ecke?
    Hoffentlich nimmt der ein oder ande­re Clochard einen mit!
    Good pray for them!

    1. @ Manfred
      für mich den schma­len Grad zwi­schen Satire und Zynismus ganz gut getrof­fen. Mit einem Knick auf die eine Seite und einem Knick auf die ande­re Seite. lol. Ich mag ein bischen Humor mit Biss.
      Sieht aber doch eher nach der Zombieapokalypse aus. Deswegen wohl der "dou­ble tap". :))
      Als ehe­ma­li­ges "sub­ver­si­ves Element" im Osten, oder "Ossi im Westen", oder "lin­ke Zecke", oder "fei­ger Zivi", oder "arbeits­lo­ser Schmarotzer" und was nicht noch alles. Heut bin ich dann mal ein "Verschwöhrungstheoretiker".
      Bin ich ja gera­de noch­mal so davon gekom­men, weil ich vom Schmarotzer zum Aluhutträger aufgestiegen/abgestiegen? bin. Zum Ranking muß ich mal bei den Qualitätsmedien nachschauen.
      In memo­ri­am #alles­dicht­ma­chen.

  2. Die "intel­li­gen­te Idee" für einen Verteilungsschlüssel hat offen­sicht­lich nie­mand gehabt. In Köln steht das Projekt vor dem Aus, weil nicht aus­rei­chend Impfstoff vor­han­den sein soll.

    Vermutlich wird man jezt hin­ge­hen müs­sen und sich etwas ande­res ein­fal­len las­sen, damit die bes­se­ren Menschen aus Lindenthal, Marienburg und Hahnwald auch abends wie­der nach drau­ßen dür­fen. So wie ich unse­re geis­tig immer etwas ver­wirrt erschei­nen­de OB'in ein­schätz­te, wird die Inzidenz dem­nächst nicht mehr für ganz Köln, son­dern für jedes der 86 Viertel ein­zeln berech­net. Dann wür­de es zumin­dest mal rich­tig brennen…

  3. Bitte erstellt doch mal eine Wunschliste der Auswanderungziele wo die dis­kri­mi­nier­ten Maßnahmengegner hin aus­zu­wan­dern zu geden­ken. Wollen jetzt alle ins freie Florida?
    Wohl kaum. Schweden?

  4. Was ist hier­von zu halten?
    «Sobald er das Alter von 60–65 Jahren über­schrei­tet, lebt der Mensch län­ger als sei­ne Fähigkeit zu pro­du­zie­ren und dann kos­tet er die Gesellschaft eine Menge Geld. […] In der Tat, aus gesell­schaft­li­cher Sicht ist es vor­zu­zie­hen, dass die mensch­li­che Maschine eher plötz­lich stoppt, als dass man einem fort­schrei­ten­den Verfall ent­ge­gen­se­hen muss. […] Euthanasie wird auf jeden Fall eines der wich­tigs­ten Instrumente für die Zukunft der Gesellschaften. In der Logik des Sozialismus – um damit zu begin­nen – muss das Problem wie folgt dar­ge­stellt wer­den: Die kol­lek­ti­vis­ti­sche Logik ist Freiheit. Grundfreiheit ist der Selbstmord. Demzufolge ist das Recht auf Selbstmord ent­we­der direkt oder indi­rekt ein abso­lu­ter Wert in solch einer Gesellschaft.»

    Quelle: Jaques Attali (1981): La méde­ci­ne en accu­sa­ti­on. In: Salomon, Michel (1981)(Hg.): L’avenir de la vie. Paris: Éditions Seghers, S. 273f.

      1. Vor Jahren lief eine Sendung in der eine Politikerin sag­te "Wir kön­nen doch den alten Menschen nicht die Einschlafpille anbieten.."
        Leider weiß ich den Namen nicht mehr. Ulla Schmidt, die zu der Zeit Gesundheitsministerin war, war es aber nicht.
        Also, der Gedanke, sich der alten Menschen zu ent­le­di­gen, spukt nicht erst seit ges­tern in den Köpfen eini­ger herum. 

        Na und jetzt hat man die "Einschlafpille" end­lich zur Hand und da das ja eine teue­re Angelgenheit war, beschränkt man sich nicht nur auf die alten Menschen.
        Es muss sich ja schließ­lich lohnen.

    1. @ Thomas

      Im Netz geis­tert, Attali habe damit "Pläne" geäu­ßert. Attali hat sich schon lan­ge Gedanken um die Zukunft gemacht und Bücher ver­öf­fent­licht. Er ist als frz. Präsidentenberater nahe an der Politik und kann als Philosoph nahe an den Realitäten sein.

      Ich habe sein Buch "Die Welt von mor­gen" schon vor eini­gen Jahren gele­sen. Er warnt dar­in vor einem Hyperimperium und einem nach­fol­gen­den Hyperkonflikt, der die Menschheit schwer beu­teln wird, bevor sie dann – so sein Traum und sei­ne Hoffnung – sich eines bes­se­ren besinnt und eine huma­ne Gesellschaft begrün­det, von der wir – die über Jahrhunderte von den jewei­li­gen mer­kan­ti­len Herzen getrie­be­nen, von denen eines gera­de sei­nen Geist auf­gibt (bzw. den Verstand ver­liert) und endet – sehr weit ent­fernt sind. 

      Ich sehe ihn als extrem nüch­ter­nen Denker, der sich nicht scheut, das Undenkbare auch aus­zu­spre­chen – und es hier tut. Dass er es aber wünscht oder vor­schlägt, konn­te ich bei ihm nicht fin­den. Schlimmer: er hält eine sol­che Entwicklung für unver­meid­bar inner­halb des heu­ti­gen Denkens.

      Es hin­dert ihn nicht dar­an, auch mit der Macht zu spie­len. So war er in einem Interview durch­aus der Meinung, dass Angst für die Umwälzung nütz­lich / not­wen­dig sei.
      https://www.franceculture.fr/economie/jacques-attali-face-a-un-grand-choc-il-faut-aller-a-lessentiel-etre-utile-aux-autres

      Dennoch hal­te ich ihn nicht für einen Menschenfeind oder Euthanasieanhänger – ABER für einen, der vor­aus­sah, dass genau das kom­men wird.

  5. Die geis­tig eben­falls behin­dert erschei­nen­de Kanzlerette hat doch gera­de erst erklärt, dass eine Fake-Inzidenz von 100 bei einer Gentherapie-Quote von 50% einer Fake-Inzidenz von 200 ent­spricht. Wie kann man da schnel­ler gen­the­ra­pie­ren, um die Fake-Inzidenz zu senken?

      1. @aa
        Ja, das ist die Frage.
        Aber die Kanzlerette kann ja Anzeige erstat­ten im Gegensatz zu den Menschen mit psy­chi­schen Erkrankungen, die meis­ten kei­nen an ihrer Seite haben, der sie ver­tritt, denn sie sind die Schwächsten in unse­rer Gesellschaft. 

        Übrigens, Sie wer­den sich wun­dern, was über die Kanzlerette
        alles in Umlauf kom­men wird, sobald sie abge­tre­ten ist oder abge­tre­ten wur­de und in Ihrer Hütte in Paraguay ist. 

        Dann wird dem größ­te Teil der Bevölkerung erst ein­mal klar wer­den, von was sie da "regiert" wurden. 

        Als ich die Dame vor Jahren eine abge­wrak­te Kanzlerin nann­te, was groß auf mei­nem Gepäkträger stand, droh­te man mir mit Anzeige. Aber da müß­te sich Merkel schon selbst bemühen.

  6. Wie war das noch mal mit der "Merkel-Inzidenz" (auch wenn's *eigent­lich* eine "Priesemann-Inzidenz" ist)?
    https://www.tagesspiegel.de/politik/hoeheres-risiko-bei-sinkender-inzidenz-merkels-impfrechnung-erklaert-die-vorsicht-der-regierung/27138112.html

    Steigt die dann nicht?

    Als Selbstdenkender kom­me ich zu fol­gen­dem Ergebnis:
    Die Spin(n)-Doktoren in NRW haben sich auf das Naheliegendste beschränkt:
    Symptomlose Geimpfte wer­den sich nicht (mehr) "frei­wil­lig" tes­ten las­sen und brau­chen das (ab Sonntag?) ohne­hin nicht mehr: ergo sin­ken neben den Test- auch die "Fallzahlen" und damit die (umge­dich­te­te; Version 2.0 seit Aufhebung des "Supports" der Lehrmeinung) ) "Inzidenz".

    Tests und die meis­ten übri­gen, aber­wit­zi­gen (Primär-)Kosten (bis auf die Impfungen, die nächs­tes Jahr sicher in die KV gescho­ben wer­den) sind wohl ohne­hin nur bis zum auto­ma­ti­schen Ablauf des unse­li­gen §28b IfSG (30.6.) ein­ge­preist; dies kor­re­liert mit dem Ausmaß der Repression (samt deren Kosten, vor allem der nicht quan­ti­fi­zier­ba­ren: BürgerInnenwut, Steigen der Nicht-Akzeptanz egal-wel­cher "Maßnahme" etc.).
    Sogar die "Maskenpflicht" wird bei jener "schwei­gen­den Mehrheit" nicht mehr ver­tret­bar sein, die sich als Geimpfte dem "Risiko" voll ent­kom­men wäh­nen (vor allem, wenn sie die blau­en oder wei­ßen Einwegmüllfetzen ab dem 1.7.2021 selbst zah­len müssen).

    Die "Merkel-Inzidenz" (3.0) hat(te) man ohne­hin nur als Notpfeil im Köcher. Dessen Anwendung hal­te ich für äußerst unwahr­schein­lich (was aber nichts zu sagen hat, denn das war bei den meis­ten ande­ren "Maßnahmen" der ver­gan­ge­nen 14 Monate auch so).

  7. Könnte .… Möglicherweise
    https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/research-in-context/details/news/moeglicherweise-geringiere-infektioesitaet-durch-verringerte-virusmenge-nach-impfung/
    "Damit lie­fe­re die Studie ers­te Hinweise dar­auf, dass Geimpfte bei einer Infektion nicht mehr so infek­ti­ös sei­en wie Nicht-Geimpfte. Die Impfung könn­te damit neben dem Selbstschutz der Geimpften auch dazu bei­tra­gen, die Verbreitung des Virus zu redu­zie­ren, so die Interpretation der Autorinnen und Autoren.

    Für ihre Analyse ver­wen­de­ten sie PCR-Ergebnisse von 5.794 Infizierten, die im Vorfeld ihrer Infektion nicht geimpft waren oder bei denen die ers­te Impfung ein bis elf Tage oder 12 bis 28 Tage zurück lag. Der für die Auswertung ver­wen­de­te Cycle thres­hold-Wert (Ct-Wert) gibt an, wie lan­ge es dau­ert, bis die in den Proben vor­han­de­ne Ausgangsmenge an Virus-Erbgut quan­ti­ta­tiv nach­ge­wie­sen wer­den kann. Je mehr Virusmaterial ent­hal­ten ist und damit in die PCR-Reaktion ein­ge­setzt wird, des­to nied­ri­ger ist der Ct-Wert. Bei geimpf­ten Personen, deren Impfung min­des­tens zwölf Tage zurück­lag, benö­tig­te es im Mittel zwei PCR-Zyklen mehr, um den Virus quan­ti­ta­tiv nach­zu­wei­sen. Die Virusmenge in der Probe war also im Schnitt gerin­ger als bei unge­impf­ten Personen und als bei Personen, bei denen eine Impfung höchs­tens elf Tage zurück­lag. Eine Impfung mit dem Impfstoff BNT162b2 kön­ne Geimpfte also nicht grund­sätz­lich vor einer SARS-CoV-2-Infektion schüt­zen, so die Forschenden. Allerdings tra­ge der Impfschutz bereits nach zwölf Tagen dazu bei, dass die Viruslast gerin­ger blei­be und somit Geimpfte womög­lich auch weni­ger anste­ckend seien."

    Zwei CT Zyklen Unterschied. Alle zusam­men: Positiver PCR-Test ist nicht gleich Infektion.

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