Petra Pinzler (Zeit): "Ein paar Politiker ohne Mundschutz" kein echter Aufreger

Die­ser Tweet der "Kor­re­spon­den­tin in der Haupt­stadt­re­dak­ti­on" mit merk­wür­di­ger War­nung führt zu einem bezeich­nen­den Kom­men­tar auf zeit​.de am 24.8.:

Was ist da sensibel?

So sieht der Tweet aus­ge­klappt aus:

In ihrem Kom­men­tar aus einer Welt, die sich aus­schließ­lich in Regie­rungs­flie­gern und "Hin­ter­grund­ge­sprä­chen" mit wich­ti­gen Leu­ten abzu­spie­len scheint, lesen wir:

»Zual­ler­erst ein Geständ­nis: Ja, ich war dabei, sozu­sa­gen als embedded jour­na­list. Ich saß in dem Regie­rungs­flie­ger, aus dem die berüch­tig­ten Bil­der stam­men – von Poli­ti­kern und Jour­na­lis­ten ohne (!) Mas­ke. Ich war, das will ich ganz offen und ehr­lich zuge­ben, nicht under­co­ver, son­dern ohne cover. Und damit Teil des Maskengates. 

Aber es kommt noch schlim­mer: Ich war dabei und ich habe den Skan­dal nicht gese­hen. Ich fand es nicht berich­tens­wert, dass der Bun­des­kanz­ler Scholz und sein Vize mit Mana­gern, Beam­ten und Jour­na­lis­ten nach Kana­da flo­gen und im Flug­zeug kaum jemand eine Mas­ke trug. Als Kol­le­gen über den Bericht des Mor­gen­ma­ga­zins plau­der­ten, in dem die Sache unab­sicht­lich ent­hüllt wor­den war, weil die Kol­le­gin einen Bericht über die Rei­se mit Bil­dern aus der Flug­zeug­ka­bi­ne unter­legt hat­te, schmun­zel­te ich nur. Und als sich dann der ehe­ma­li­ge Kanz­ler­kan­di­dat Armin Laschet auch noch auf Twit­ter über die Mas­ken­lo­sig­keit der Rei­se­grup­pe empör­te, dach­te ich nur kurz: Ach, der Laschet! Wie ger­ne wür­de der jetzt selbst – ohne Mund­schutz – in die­sem Flug­zeug sit­zen. Ich dach­te, jetzt kom­men noch ein paar sol­cher Twit­ter-Blü­ten, aber das war es dann. Was für ein Irr­tum…«

Kurz­fris­tig kon­fron­tiert mit dem rich­ti­gen Leben und sei­nen Emo­tio­nen stellt sie fest:

»So ent­steht die Geschich­te von Poli­ti­kern und Jour­na­lis­ten, die machen, was sie wol­len – und dem nor­ma­len Volk, das kaum etwas darf. Sie lässt sich leicht erzäh­len und sie erzeugt dann genau die Stim­mung, um einen Shit­s­torm zu entfesseln.

Doch erzäh­len die Fotos aus dem Regie­rungs­flie­ger wirk­lich genau das? Nein, das tun sie nicht! Sie sind zwar wahr, aber sie kön­nen wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen nicht abbil­den. Es ist in die­sem Fall ähn­lich wie bei vie­len ande­ren Anläs­sen zur Empö­rung: Fak­ten und Erklä­run­gen zäh­len wenig, zumin­dest wenn es ein­fach mal wie­der zu schön ist, sich so rich­tig über die da oben auf­re­gen zu kön­nen. Was den Bil­dern an Infos fehl­te? Bei­spiels­wei­se, dass jeder, der auf den Flü­gen beim Kanz­ler mit­rei­sen will, geimpft sein muss. Und damit nicht genug, es muss auch noch ein PCR-Test vor­ge­legt wer­den, der nicht älter als 24 Stun­den sein darf.«

Ein Gericht wür­de ver­mut­lich das Geständ­nis wür­di­gen, aber eben­so die feh­len­de Ein­sicht der Angeklagten.

Der Kanz­ler reißt sich für uns den A… auf, und was ist der Dank?

»Da reist ein Bun­des­kanz­ler nach Kana­da, in zwei lan­gen Tagen und kur­zen Näch­ten hat er ein dich­tes Pro­gramm mit vie­len The­men, die alle wich­tig für unser Land sind… Es ging… um Ener­gie und war­me Woh­nun­gen, Zukunft und Krieg – und damit um gro­ße Themen.

Über all das kann und soll­te man strei­ten: Denn es geht dabei um uns alle, um unse­ren Wohl­stand, unser Leben, unse­re Frei­heit. Für Erre­gungs­kur­ven aber sorg­te nur: die Maske. ..

Wenn wir hier in Deutsch­land nun schon ein paar Poli­ti­ker ohne Mund­schutz für einen ech­ten Auf­re­ger hal­ten – dann haben wir viel­leicht doch kei­ne ech­ten Pro­ble­me. Oder?«

23 Antworten auf „Petra Pinzler (Zeit): "Ein paar Politiker ohne Mundschutz" kein echter Aufreger“

  1. Das sind kei­ne Jour­na­lis­ten mehr, son­dern Regierungspropagandisten.

    Oh ja, und Schol­zi sorgt sich um uns­re war­men Woh­nun­gen! Wie lieb!

  2. Sit­ze gera­de im Zug, vor­her im Bus, in Ham­burg, und alle müs­sen dort Mas­ke tra­gen. In der Elb­phil­har­mo­nie vor­hin nicht.
    Es gibt vie­le Bei­spie­le, dass Poli­ti­ker sich nicht an ihre für die Bevöl­ke­rung erlas­se­nen Regeln hal­ten. Bei­spiel Foto der neu­en SPD-Frak­ti­on nach der Wahl. Die sich als Coro­na-Hard­li­ner gerie­ren. Zum Lachen. Und zum Auf­re­gen? Ja!

    1. @Querulant: Ja, guter Kom­men­tar. Die kalt­her­zi­ge, ego­zen­tri­sche, ver­ständ­nis­lo­se Jour­na­lis­tin Pinz­ler hat abgehoben. 

      Auch fällt zurecht das Stich­wort Neu­feu­da­lis­mus. Denn dar­um geht es: um eine sich in Exe­ku­ti­ve, Legis­la­ti­ve und Judi­ka­ti­ve breit­ma­chen­de neu­feu­da­le poli­ti­sche Ein­stel­lung. Es hat sich eine glo­bal ope­rie­ren­de Klas­se von Super­rei­chen und deren poli­ti­scher und jour­na­lis­ti­scher Kli­en­tel gebil­det, die die alte Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft von Bür­ger­tum und Arbei­ter­schaft sprengt. 

      Man könn­te auch sagen: Das Bür­ger­tum hat sich in zwei Klas­sen auf­ge­spal­ten, deren stär­ke­re sich nicht län­ger um das Wohl des schwä­che­ren, des Mit­tel­stan­des küm­mert, son­dern ihm im Gegen­teil den Gar­aus machen möch­te. Nach dem Wil­len die­ser neu­en Glo­ba­lis­ten­klas­se sol­len wir alle ent­eig­net und zu einer aus den alten Feu­dal­ge­sell­schaf­ten bekann­ten Dienst­leis­tungs­mas­se her­ab­ge­stuft werden. 

      Der Neu­feu­da­lis­mus fällt mit die­ser Poli­tik hin­ter die Errun­gen­schaf­ten der Auf­klä­rung und der bür­ger­li­chen Revo­lu­tio­nen zurück. Die bür­ger­li­che Frei­heit, von der Hegel und Marx mal hoff­ten, dass sie die Frei­heit aller wer­den wür­de, soll begra­ben und durch eine neue Art von Hörig­keit ersetzt wer­den: Hörig­keit von einem über eine zen­tral kon­trol­lier­ba­re Digi­tal­wäh­rung durch­ge­setz­ten Social Cre­dit-Sys­tem, wie es in Chi­na bereits erprobt wird. 

      Für die Jour­na­lis­tin Pinz­ler ist das alles frei­lich nur Pil­le­pal­le. In ihrer Kurz­sich­tig­keit sieht sie nur das dich­te Pro­gramm des armen, über­for­der­ten Bun­des­kanz­lers. Ohne­hin ist ihr ver­mut­lich die Haupt­sa­che, dass sie selbst nicht sel­te­ner duschen muss, son­dern sich wei­ter­hin das täg­li­che war­me Bad leis­ten kann.

      1. @Ehrlicher Hand­wer­ker: Wo kommt bloß die­ses idyl­li­sche Bild des Kapi­ta­lis­mus her, in dem sich der stär­ke­re Teil des Bür­ger­tums "um das Wohl des schwä­che­ren, des Mit­tel­stan­des küm­mer­te"? War es nicht immer das Dilem­ma der klei­nen Kapi­ta­lis­ten und von Hand­werks­be­trie­ben ("Mit­tel­stand"), daß sie auf­ge­rie­ben wur­den einer­seits durch For­de­run­gen ihrer Beschäf­tig­ten nach grö­ße­ren Antei­len an deren Gewinn und ande­rer­seits durch Preis­druck und Abhän­gig­kei­ten von den gro­ßen Unter­neh­men? Wie die Arbei­ter­schaft konn­ten sie in Zei­ten guter Kon­junk­tu­ren ihre Krü­mel vom gro­ßen Wirt­schafts­ku­chen abbe­kom­men. So war es jeden­falls in der BRD, wo man aus Grün­den der Sys­tem­kon­kur­renz die­se Schich­ten ruhig­stel­len woll­te und konn­te – in ande­ren Län­dern Euro­pas sah das schon anders aus. In Kri­sen­zei­ten ging es ihnen an den Kra­gen, mit­un­ter noch schlim­mer als den "Arbeit­neh­mern", die wenigs­tens Arbeits­lo­sen- und Ren­ten­ver­si­che­run­gen hatten.

        Es gab nie­mals nur die Klas­sen "Bür­ger­tum und Arbei­ter­schaft" im Kapi­ta­lis­mus. Zwi­schen ihnen befan­den sich immer brei­te Schich­ten von klei­nen Pri­vat­ei­gen­tü­mern, inzwi­schen auch ver­mehrt Eigen­tü­me­rin­nen. Sie schätz­ten einer­seits durch­aus die­ses Wirt­schafts­sys­tem, waren aber stets bedroht durch den unaus­weich­li­chen Druck einer über­mäch­ti­gen Konkurrenz.

        Für mich hat die wei­te­re Ent­wick­lung über­haupt nichts mit Hörig­keit zu tun, son­dern mit der kon­se­quen­ten Ent­wick­lung des Kapi­ta­lis­mus, in dem die Gro­ßen die Klei­nen fres­sen. Das spitz­te sich in den Wirt­schafts­kri­sen zu, und aus allen gin­gen nach eini­ger Zeit die Gro­ßen gestärkt her­vor, wäh­rend die Klei­nen ent­we­der in die Arbei­ter­klas­se rutsch­ten oder sich nach eini­ger Zeit lang­sam wie­der auf­rap­peln konn­ten. Der gro­ße in die­sem "Klein­bür­ger­tum" ver­brei­te­te Irr­tum besteht in der Illu­si­on, ein guter alter Kapi­ta­lis­mus kön­ne zurück­kom­men. Die­se Sehn­sucht ist oft gekop­pelt an eine reak­tio­nä­re Ableh­nung all des­sen, das über den his­to­ri­schen Stand ihrer Blü­te hin­aus­geht. Es soll alles so sein wie frü­her, als der Kauf­mann noch ehr­lich war, die Geschlech­ter ein­deu­tig und die Frau am Herd stand. Nur läßt sich Geschich­te nicht zurück­dre­hen. Und so lan­ge die Furcht vor Ent­eig­nung, die oft fik­tiv ist ange­sichts einer hohen Ver­schul­dung und der damit fak­tisch vor­han­de­nen Ent­eig­nung, grö­ßer ist als alles ande­re, wird sich nichts an ihrer Lage ändern. Es kann kei­ne ver­nünf­ti­ge Lösung der sozia­len Fra­gen im Rah­men des Kapi­ta­lis­mus geben. Man muß dem ers­ten Teil von Rosa Luxem­burgs Pro­phe­zei­ung "Sozia­lis­mus oder Bar­ba­rei" nicht fol­gen, der zwei­te steht für mich fest.

        1. @aa:

          "… um das Wohl des Mit­tel­stan­des küm­mer­te …": Das war unglück­lich for­mu­liert. Die Rei­chen haben den Mit­tel­stand leben las­sen, weil sie ihn brauch­ten, sowohl öko­no­misch als auch poli­tisch. Der Mit­tel­stand sei­ner­seits sah sich meis­tens auf der Sei­te der Gro­ßen, wähl­te FDP und CDU. Es gab ein Bünd­nis der Bür­ger­li­chen, das in der BRD bis 1989 nicht in Fra­ge gestellt wurde. 

          Jetzt aber ist die­ses Bünd­nis zer­bro­chen. Die Mer­kel-CDU hat den Mit­tel­stand ver­ra­ten, wie vor­her die Schrö­der-SPD die Arbei­ter­schaft. Bei­de haben sich auf die Sei­te der Glo­ba­lis­ten geschla­gen. Das kapi­ta­lis­ti­sche Bür­ger­tum hat sich auf­ge­spal­ten in eine klei­ne Klas­se von Super­rei­chen und deren Kli­en­tel und eine gro­ße Mehr­heit von Abge­häng­ten (eben den Mittelstand). 

          Und ja, das ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Kapi­ta­lis­mus: hier wie­der Zustim­mung. Der Glo­ba­lis­mus ist das letz­te Sta­di­um des Kapi­ta­lis­mus. Er ist die logi­sche Kon­se­quenz von Akku­mu­la­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on des Kapi­tals. (Die ehe­mals als Reak­ti­on auf Mar­xens War­nun­gen gegrün­de­ten Kar­tell­äm­ter sind bedeu­tungs­los gewor­den.) Aber der Glo­ba­lis­mus unter­schei­det sich vom bür­ger­li­chen Kapi­ta­lis­mus dar­in, dass er nicht mehr libe­ral oder neo­li­be­ral, son­dern auto­ri­tär ist: kein Rechts­staat mehr, son­dern ein Poli­zei­staat. Die bar­geld­lo­se Gesell­schaft mit Sozi­al­kre­dit-Sys­tem (社会信用体系) wird uns alle zu neu­en Höri­gen machen. 

          Wir sol­len alle ent­eig­net wer­den. Das aber ist nicht Marx. Denn Marx woll­te nicht die Abschaf­fung des Eigen­tums bzw. die Pro­le­ta­ri­sie­rung der gan­zen Gesell­schaft, son­dern im Gegen­teil das Eigen­tum für alle: Das Pri­vat­ei­gen­tum soll­te nie ver­schwin­den, es ging immer nur um das Pri­vat­ei­gen­tum an den Pro­duk­ti­ons­mit­teln. Die­se soll­ten ver­ge­sell­schaf­tet, sozia­li­siert wer­den, etwa (Kapi­tal Bd. III) in Form von Akti­en­ge­sell­schaf­ten, an denen jeder Anteil hat: damit sie zu Eigen­tum für alle wer­den konnten.

  3. Wer so wie Frau Pinz­ler über die voll­kom­men zurecht erho­be­nen und auch ord­nungs­wid­ri­gen Ver­stö­ße hin­weg­sieht, wird es sicher­lich auch für „rich­tig“ erach­ten, dass Men­schen mit schnel­len und gro­ßen Autos weni­ger hart bestraft wer­den soll­ten als die­je­ni­gen, die mit Klein­wa­gen zu schnell fah­ren. Ich nen­ne das, was sie in dem Bericht publi­ziert hat, die Auf­for­de­rung zur Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft, in der die Gro­ßen und Star­ken, deren Mit­läu­fer und Hof­be­richt­erstat­ter (bes­ser hoch­gra­dig schwach­sin­ni­ge Hof­nar­ren genannt) sich alles raus­neh­men dür­fen, ohne zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen zu werden.

    Manch­mal wünscht man sich ein Auf­räu­men wie bei der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on: Wenn bei sol­chen „Jour­na­lis­ten“ aller­dings etwas „ver­lo­ren“ gehen wür­de, wäre es bestimmt nicht die Intel­li­genz oder ein Rechts­be­wusst­sein, weil defi­ni­tiv nicht vor­han­den, son­dern nur eine hoh­le Bir­ne ohne Innenleben!

  4. Ist es dumm­dreist oder nur infam, dass man Kri­tik an Pro­pa­gan­da mit neu­er (bzw. uralter) Pro­pa­gan­da "bekämpft"?

    Da es sich im Grun­de ledig­lich um die Wie­der­ho­lung zwei­er Glau­bens­be­kennt­nis­se der Reli­gi­ons­ge­mein­schaft han­delt, ergibt sich die Irrele­vanz der Zusatz-"Informationen": "(…) dass jeder, der auf den Flü­gen beim Kanz­ler mit­rei­sen will, geimpft sein muss" und einen PCR-Test vor­le­gen muss, der nicht älter als 24 Stun­den sein darf, nur den­je­ni­gen, die gegen die Ein­falt der Recht- und Leicht­gläu­bi­gen immun sind. 

    Davon, bei der ZEIT-Leser­schaft damit durch­zu­kom­men, durf­te sie ausgehen.
    Irre! (darf man als Sub­stan­tiv-Plu­ral und als Adjek­tiv lesen)
    ist aber natür­lich nicht böse gemeint …

  5. Zur Erläu­te­rung für die­se *Dame* sei hier aus­ge­spro­chen, was sie durch Über­ge­nau­ig­keit zu ver­de­cken sucht:
    "Wenn wir hier in Deutsch­land nun schon ein paar Poli­ti­ker, die gegen Geset­ze ver­sto­ßen, für einen ech­ten Auf­re­ger hal­ten – dann haben wir viel­leicht doch kei­ne ech­ten Pro­ble­me. Oder?" 

    Genau, was ist schon dabei, wenn Poli­ti­ker sich wie Kri­mi­nel­le verhalten?
    "Das ist eben so!" 

    S.P.

  6. Im Regie­rungs­flie­ger muss man auch nicht mit Buß­gel­dern und Äch­tung oder Angrif­fen durch die Mit­rei­sen­den rech­nen, wenn man kei­ne (von den Flie­gen­den daselbst ver­ord­ne­te) Fein­staub­mas­ke aufsetzt.

    Irgend­wann gibt's mal kei­ne Lan­de­er­laub­nis mehr, wenn die Schmun­zeln­den wie­der run­ter­kom­men wollen.

  7. Da hat sie Recht. Ich fin­de es auch belang­los, wenn jemand kei­ne Mas­ke trägt.

    Das eigent­li­che Pro­blem hat sie nicht ver­stan­den: Der gemei­ne Bun­des­bür­ger wird mit Aus­gren­zung und Buß­gel­dern, bis hin zur Poli­zei­ge­walt trak­tiert, wenn er sich nicht ordent­lich maskiert.

    Doch halt, der Clou kommt noch: Die gleich­zei­ti­ge Laiz­zes-fai­re-Atti­tü­de der Mäch­ti­gen und Wich­ti­gen zeigt, dass die Makera­de fürs Volk eine Ver­ar­schung ist.

    Das ist das Pro­blem. Aber das wuss­ten wir ja schon.

  8. Sel­ten so gelacht…und so einen dumm­dreis­ten, eit­len, ver­dre­hen­den und durch und durch ver­lo­ge­nen und oppor­tu­nis­ti­schen Blöd­sinn gele­sen. Trie­fend vor Arroganz.
    Inso­fern nichts Neu­es. Kann weg.

  9. Die kapie­ren es echt nicht. Abge­se­hen davon, dass die Tests Unsinn sind: War­um duf­ten die sich denn frei­tes­ten und dem gemei­nen Pöbel erlau­ben sie es nicht? Weil die Mas­ke so hilf­reich ist? War­um tra­gen sie die­se dann nicht, aber zwin­gen die ande­ren dazu bzw. sekun­die­ren die Poli­ti­ker, die die­se Rege­lun­gen einführen.

    Ich muss sagen: Ich rege mich ja nicht auf, denn das kann ich aus mei­ner Posi­ti­on nicht, weil ich das ohne­hin alles kri­tisch sehe. Ich bin auch nicht über­rascht und sehe es mit Humor, wenn die Regie­rung und Main­stream­jour­nail­le bei jenen Empö­rung und Ver­wun­de­rung aus­lö­sen, die bis­lang treu die­sen gan­zen Kurs mitgingen.

    Ach ja: Wer kei­ne Mas­ken sieht, ist ein häss­li­cher rechts­ra­di­ka­ler Mas­ken­leug­ner. War­um pro­biert man es nicht mal so einer übli­chen Diffamierung?

  10. Die ein­ge­bet­te­te "Kor­re­spon­den­tin in der Hauptstadtredaktion".

    Bei mir weckt der Begriff "embedded jour­na­list" Asso­zia­tio­nen mit Maul­hu­ren. Scha­de, dass es kei­ne wei­te­re Aus­zeich­nung der "Maul­hu­re des Jah­res" durch die Pro­pa­gan­da­schau mehr gibt. Apro­pos: Wel­chem ZDF-Kle­ber gin­gen die meis­ten Men­schen auf den Leim?

    Ich wet­te, dass die­se "Kor­re­spon­den­tin in der Haupt­stadt­re­dak­ti­on" – "embedded jour­na­list" – dem­nächst zur Fol­ter von Kin­dern mit Mas­ken und dem Spritz­mit­tel­ein­satz auf­ru­fen wird. Und mehr. Nach unten ist bei sol­chen Leu­ten alles offen.

    1. @Peter Pan:
      „Embedded“ könn­te man ja über­setz­ten mit „ein­ge­bet­tet“. Es ist also offen­sicht­lich: Die Pres­se liegt mit der Poli­tik im Bett.

      Zuhau­se bei Lind­ners ist es übri­gens auch so. 😉

  11. Hof­fent­lich hat die embedded jour­na­list gut abge­fei­ert. War's nett? Hat's geschmeckt? Ach, und was haben wir gelacht, oder? 

    Nein, die­se Figur, die mit soge­nann­ter Rcht­li­ni­en­kom­pe­tenz aus­ge­stat­tet sein will, hat sicher­lich mit sei­nem soge­nann­ten Kli­ma­mi­nis­ter und dem Rest des Regimes die gro­ße Trans­for­ma­ti­on der Gesell­schaft und Wirt­schaft vor. Sagt das Regime selbst. Man lese nur die Aus­sa­gen zur soge­nann­ten Bun­des­ta­ges­wahl­show. Und daher mag es viel­leicht um uns alle gehen, um unse­ren Wohl­stand dras­tisch zu redu­zie­ren, unser Leben zu dem eines Bitt­stel­lers zu machen, unse­re Frei­heit mit faschis­to­iden Metho­den ein­zu­kas­sie­ren und dar­über hin­aus neben­bei das Ver­mö­gen von unten nach oben katapultieren. 

    Embedded Jour­na­list? Mir wird auf ein­mal schon wie­der so übel.

  12. Abge­ho­ben­heit at its best. Viel­leicht reagie­ren Men­schen des­we­gen empört, weil sie seit über zwei Jah­ren von eben die­sen Poli­ti­kern und Jour­na­lis­ten als qua­si fast Mör­der und Wis­sen­schafts­leug­ner dif­fa­miert wer­den, wenn sie ver­su­chen, sich des idio­ti­schen Mas­ken­zwangs zu erwehren.

  13. Das Bes­te ist, dass auch die­se "Per­son" aus der Arsch­krie­cher-Jour­nail­le sich gene­rell tat­säch­lich für wich­tig hält, weil sie als Pro­pa­gan­da-Depp miss­braucht wird… und sich wil­lig miss­brau­chen lässt.

  14. Offen­sicht­lich muss man uns in Dau­er­schlei­fe vor Augen füh­ren, dass die sich nicht schä­men, und dass die immer wei­ter und wei­ter machen. Egal was passiert.
    Wie kann man bes­ser der Resi­gna­ti­on und dem Ohn­machts­ge­fühl Vor­schub leisten.

  15. hen­ning rosenbusch

    “Der Olden­bur­ger Staats­recht­ler Boeh­me-Neß­ler stimmt einer sol­chen recht­li­chen Bewer­tung zu: „Die Vor­stel­lung, ein Bun­des­wehr­be­fehl kön­ne ein Gesetz ändern, ist in der rechts­staat­li­chen Demo­kra­tie völ­lig absurd.”

    (…)

    “An Bord des Regie­rungs-Air­bus A 340 herrsch­te ein Zwei-Klas­sen-Sys­tem. Anders als Regie­ren­de und Jour­na­lis­ten muss­te das Ser­vice­per­so­nal Mas­ke tragen.”

    https://​www​.welt​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​/​p​l​u​s​2​4​0​7​8​4​9​1​5​/​J​u​r​a​p​r​o​f​e​s​s​o​r​e​n​-​h​a​l​t​e​n​-​R​e​g​i​e​r​u​n​g​s​f​l​u​g​-​o​h​n​e​-​M​a​s​k​e​-​f​u​e​r​-​r​e​c​h​t​s​w​i​d​r​i​g​.​h​tml

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