Pfizer-CEO von Aufsichtsbehörde wegen "irreführender" Aussagen über Kinderimpfstoffe gerügt

Das ist am 26.11.22 auf tele​graph​.co​.uk hin­ter der Bezahl­schran­ke zu lesen, wobei mei­ne Aner­ken­nung wie­der ein­mal der Bild­re­dak­ti­on gilt:

»In einem Inter­view mit der BBC im Dezem­ber letz­ten Jah­res behaup­te­te Dr. Albert Bour­la, dass "ich kei­nen Zwei­fel dar­an habe, dass die Vor­tei­le einer Impfung von Kin­dern im Alter von fünf bis 11 Jah­ren gegen Covid-19 ein­deu­tig für sie sprechen".

Er argu­men­tier­te, dass "Covid in Schu­len flo­riert" und füg­te hin­zu: "Es stört das Bil­dungs­sys­tem erheb­lich, und es gibt Kin­der, die schwe­re Sym­pto­me haben."

Das Inter­view wur­de am 2. Dezem­ber ver­öf­fent­licht – bevor der Impf­stoff von der bri­ti­schen Gesund­heits­be­hör­de für die­se Alters­grup­pe zuge­las­sen wurde.

Kurz nach der Ver­öf­fent­li­chung des Arti­kels wur­de bei der phar­ma­zeu­ti­schen Auf­sichts­be­hör­de – der Pre­scrip­ti­on Medi­ci­nes Code of Prac­ti­ce Aut­ho­ri­ty (PMCPA) – eine Beschwer­de von UsFor­Them ein­ge­reicht, einer Eltern­kam­pa­gnen­grup­pe, die gegrün­det wur­de, um die Not­la­ge von Kin­dern wäh­rend der Pan­de­mie zu fördern.

"Extrem werblicher Charakter"

In der Beschwer­de wur­de behaup­tet, Dr. Bour­las Äuße­run­gen über den Kin­der­impf­stoff sei­en "schänd­lich irre­füh­rend" und "extrem werb­lich" gewe­sen und hät­ten gegen meh­re­re Klau­seln des Ver­hal­tens­ko­dex des Ver­bands der bri­ti­schen Phar­ma­in­dus­trie (ABPI) verstoßen…

Im Sep­tem­ber 2021 hat­te der Gemein­sa­me Aus­schuss für Imp­fun­gen und Immu­ni­sie­rung (Joint Com­mit­tee on Vac­ci­na­ti­on and Immu­ni­sa­ti­on, JCVI) von einer mas­sen­haf­ten Ein­füh­rung für Kin­der im Alter von 12 bis 15 Jah­ren abge­ra­ten, da die "Gewinn­span­ne" [mar­gin of bene­fit] zu gering sei und das Risi­ko für gesun­de Kin­der durch das Virus gering sei.

Doch weni­ger als zwei Wochen spä­ter gaben die Minis­ter grü­nes Licht für die Ver­ab­rei­chung einer ein­ma­li­gen Dosis der Imp­fung von Pfi­zer-BioNTech an Kin­der und Jugend­li­che mit dem Argu­ment, dass dies dazu bei­tra­gen wür­de, die Schu­len offen zu halten…

Ein vom PMCPA ein­be­ru­fe­nes Gre­mi­um für den Ver­hal­tens­ko­dex stell­te fest, dass Pfi­zer in mehr­fa­cher Hin­sicht gegen den Kodex ver­sto­ßen hat, u. a. durch Irre­füh­rung der Öffent­lich­keit, unbe­grün­de­te Behaup­tun­gen und eine unzu­rei­chend sach­li­che und aus­ge­wo­ge­ne Dar­stel­lung der Informationen.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse

Pfi­zer leg­te gegen die Fest­stel­lun­gen Beru­fung ein…

Anfang Novem­ber trat ein Beru­fungs­aus­schuss zusam­men, um ihre Argu­men­te zu prü­fen. Die Ver­stö­ße gegen den Kodex in Bezug auf die Irre­füh­rung der Öffent­lich­keit, unbe­grün­de­te Behaup­tun­gen und man­geln­de Aus­ge­wo­gen­heit wur­den bestä­tigt.

Die schwer­wie­gen­de­ren Fest­stel­lun­gen – unter ande­rem, dass Pfi­zer die Bran­che in Ver­ruf gebracht, den irra­tio­na­len Gebrauch eines Medi­ka­ments geför­dert und es ver­säumt hat­te, hohe Stan­dards ein­zu­hal­ten – wur­den jedoch auf­ge­ho­ben. Laut PMCPA wird der voll­stän­di­ge Fall­be­richt in den kom­men­den Wochen ver­öf­fent­licht wer­den…«

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