SWR: "Durchaus seriöse medizinische Zeitschrift" zu "schwerwiegenden Nebenwirkungen"

Aber die Wis­sen­schafts­re­dak­teu­rin weiß es bes­ser*:

»Stu­die zu Covid-19-Impf­stof­fen – mehr Neben­wir­kun­gen als bis­her vermutet?

In der durch­aus seriö­sen medi­zi­ni­schen Zeit­schrift Vac­ci­ne ist eine schein­bar impf­kri­ti­sche Meta-Stu­die erschie­nen, die zu einem höhe­ren Risi­ko schwer­wie­gen­der Neben­wir­kun­gen bei mRNA-Impf­stof­fen kommt als bis­her ver­mu­tet wurde.

Was steht genau in der Studie?

Anja Braun: Der Haupt­au­tor die­ser Stu­die ist dafür bekannt, gera­de die Stu­di­en­de­signs von Phar­ma­kon­zer­nen zu durch­leuch­ten und mehr Daten für die All­ge­mein­heit zu for­dern. Das ist auch hier der Anlass: In ers­ter Linie wird kri­ti­siert, dass die Phar­ma­kon­zer­ne nicht alle Daten der Impf­stoff-Zulas­sungs­stu­di­en zur Ver­fü­gung stel­len- und zwar nicht bis hin­un­ter zum indi­vi­du­el­len Studienteilnehmer.

Außer­dem kri­ti­sie­ren sie, dass nach der Not­zu­las­sung der mRNA-Impf­stof­fe inner­halb von zwei Mona­ten die Ent­blin­dung statt­ge­fun­den hat, das heißt der Pla­ce­bo­grup­pe wur­de gesagt, dass sie nur ein Pla­ce­bo erhal­ten hat­ten und ihnen wur­de die Imp­fung ange­bo­ten. Inso­fern gibt es kei­ne ech­ten län­ge­ren Ver­glei­che zwi­schen Pla­ce­bo­grup­pen und geimpf­ten Teil­neh­mern, was schwe­re Neben­wir­kun­gen angeht.

Kon­kret haben die Stu­di­en­au­toren aus den Daten, die für die Bean­tra­gung der Eil­zu­las­sung vor­ge­legt wur­den und aus wei­te­ren über öffent­lich zugäng­li­chen Quel­len zugäng­li­chen Daten errech­net, dass Men­schen, die mit mRNA-Impf­stof­fen geimpft wur­den, ein deut­lich höhe­res Risi­ko für schwe­re Neben­wir­kun­gen als bis­her bekannt hätten.

Bezo­gen auf den Impf­stoff von Biontech errech­net die Ana­ly­se sogar ein um 36 % höhe­res Risi­ko schwer­wie­gen­der uner­wünsch­ter Ereig­nis­se bei geimpf­ten Teil­neh­mern der Pfi­zer-Stu­die. Zu die­sem Ergeb­nis kom­men sie, da sie die Daten nicht nur anders auf­ar­bei­ten, als es die Zulas­sungs­be­hör­den getan haben, son­dern auch nur bestimm­te Daten her­aus­zie­hen – zum Bei­spiel nur die Anga­ben von zwei­fach Geimpf­ten, die noch zwei Mona­te lang beob­ach­tet wurden.

Aber die Autorin­nen und Autoren schrän­ken selbst ihre sta­tis­ti­sche Ana­ly­se wie­der ein, da sie nicht genü­gend Daten und eben auch kei­ne Daten aus län­ge­rem Beob­ach­tungs­zeit­raum hat­ten. Sie for­dern, dass man mit der Gesamt­heit der Daten eine Risi­ko­ana­ly­se auf ein­zel­ne Bevöl­ke­rungs- bzw Alters­grup­pen bezo­gen machen sollte.

Nun hat eine Gruppe von impfkritischen Wissenschaftlern gerade diese Studie als Basis genommen, um die Stiko aufzufordern, die Empfehlung für die mRNA-Impfstoffe zurückzuziehen, gibt die Studie das denn her?

Anja Braun: Ich sehe das nicht so. Denn die Impf­emp­feh­lung der Sti­ko ist genau das – eine Emp­feh­lung, kein Muss. Es kann daher jede und jeder das per­sön­li­che Risi­ko ent­we­der selbst ein­schät­zen oder mit sei­nem Haus­arzt besprechen.

Was stimmt ist, dass die­se Stu­die auf­rüt­teln und vor Augen füh­ren will, dass wir noch gar nicht alles wis­sen. Und dass es dazu eigent­lich bereits Daten gibt – die eben noch nicht her­aus­ge­ge­ben wur­den. Es ist kor­rekt zu ver­lan­gen, dass mit der Gesamt­heit der Daten noch­mal unter­sucht wird, in wel­cher Alters- oder auch Bevöl­ke­rungs­grup­pe die Risi­ken für schwe­re Neben­wir­kun­gen nach einer Covid-Imp­fung höher oder nied­ri­ger sind. Das möch­te die­se Wis­sen­schaft­ler-Grup­pe ja auch.

In einem Inter­view der Ber­li­ner Zei­tung sagt Ulrich Keil – einer der Wis­sen­schaft­ler – es gehe vor allem um die genaue­re Ein­schät­zung des Nut­zen-Scha­den-Ver­hält­nis­ses für Men­schen unter­schied­li­chen Alters und mit unter­schied­lich hohem Risi­ko für einen schwe­ren Covid-Krank­heits­ver­lauf.«
swr​.de (14.9.)

* Update: Ich hat­te mir nicht das Audio aus dem Arti­kel des SWR ange­hört. Jeman­dem ist auf­ge­fal­len, daß aus­ge­rech­net zwei Sät­ze dar­aus im Text feh­len (Min. 1:50):

»Aber woge­gen die­se Grup­pe sich wehrt, das ist eben die Impf­pflicht für bestimm­te Berufs­grup­pen. Und es ist mei­nes Erach­tens kor­rekt zu ver­lan­gen, daß mit der Gesamt­heit der Daten noch mal unter­sucht wird, in wel­cher Alters- oder auch Bevöl­ke­rungs­grup­pe die Risi­ken für schwe­re Neben­wir­kun­gen nach einer Covid-Imp­fung höher oder nied­ri­ger sind.«

Update2: Es gibt wei­te­re Aus­las­sun­gen, wie in einem ande­ren Kom­men­tar zu lesen ist.


Sie­he auch:

„US-Gesund­heits­be­hör­de ließ sich von acht Labor­mäu­sen überzeugen“

16 Antworten auf „SWR: "Durchaus seriöse medizinische Zeitschrift" zu "schwerwiegenden Nebenwirkungen"“

  1. "Denn die Impf­emp­feh­lung der Sti­ko ist genau das – eine Emp­feh­lung, kein Muss. Es kann daher jede und jeder das per­sön­li­che Risi­ko ent­we­der selbst ein­schät­zen oder mit sei­nem Haus­arzt besprechen."

    Ach ja? Gilt das auch fuer die "ein­richh­tungs­be­zo­ge­ne Impf­pflicht" und die PEro­nen, die davon betrof­fen sind und waren (und denen ggfs. der Job­ver­lust droh­te)? Gilt das auch fuer die Sol­da­ten, die dank gericht­lichh bestae­tig­ter "Dul­dungs­pflicht" nicht selbst ent­schei­den duer­fen? Gilt das auch fuer die­je­ni­gen, die ohne tages­ak­tu­el­len Test und erst recht nicht ohne Mas­ke Rstau­rants besu­chen duer­fen? Gilt das auch fuer Per­so­nen, die ohne nach­ge­wie­se­ne weni­ger als 3 Mona­te zurueck­li­gen­de Imp­fung dann im Bahn­fern­ver­kehr teils stun­den­lang­mit Mas­ke zubrin­gen mues­sen, waeh­rend die geimpf­ten ggfs. auf die Mas­ke kom­plett ver­zich­ten koen­nen? Wie vie­le Berei­che gibt es nochh, wo "unge­impf­te" gegen­ueber Per­so­nen mit "fri­scher Imp­fung" ab 1. Okto­ber teils erheb­lichh benach­tei­ligt werden?

    "Ist eine Emp­feh­lung und kein Muss" ist zynischh und men­schen­ver­ach­tend in Anbe­tracht der (vom Bun­des­tag bereits beschloss­se­nen) Plae­ne fuer Herbst und Winter.

    1. Ich habe schlaf­lo­se Näch­te gehabt, weil ich mit mei­nem "Sta­tus" weder mei­ne Ange­hö­ri­gen im Kran­ken­haus besu­chen hät­te dür­fen, noch mei­ne Hun­de zum Tier­arzt beglei­ten dür­fen. Ein schlech­tes Gewis­sen hat­te ich nicht, aber es hat mich zutiefst erschüt­tert. Wie sich Aus­sät­zi­ge in der Pest Zeit erst haben füh­len müssen…

  2. Mei­ne Erklä­rung, wie hier zur Zeit man­tra­ar­tig wie­der­holt: Halb­bil­dung. Halb­bil­dung macht rea­li­täts­blind. Die Wis­sen­schafts­re­dak­teu­rin Anja Braun ver­wech­selt Phar­ma­pro­dukt­wer­bung mit Wis­sen­schaft, nur weil "Stu­die" und "peer review­ed" drü­ber steht. Sie tappt damit in die­sel­be Fal­le, in die fast unse­re gan­ze Bil­dungs­eli­te gegan­gen ist. 

    Von der Phar­ma­in­dus­trie bezahl­te Stu­di­en sind aber nicht "die Wis­sen­schaft". Sie soll­ten im Gegen­teil hoch­gra­dig ver­däch­tig sein und mit größ­tem Miss­trau­en begeg­net wer­den. Die Autoren der Meta­stu­die haben das ver­stan­den, Anja Braun noch nicht. 

    Nur weil tra­di­tio­nel­le und natur­heil­kund­li­che Ver­fah­ren nicht mit eben­so viel Geld bewor­ben wer­den wie expe­ri­men­tel­le Phar­ma­pro­duk­te, sind sie noch lan­ge nicht min­der­wer­tig, im Gegen­teil. Die­ses Bewusst­sein war auch unter Gebil­de­ten mal recht ver­brei­tet. Die C19-Panik­ma­che scheint aber alle ver­rückt gemacht zu haben. 

    Dabei ist sol­che Panik­ma­che Teil des phar­ma­in­dus­tri­el­len Geschäfts­mo­dells. Die­ses ist ganz sim­pel und zwar nicht für den rea­li­täts­blin­den Halb­ge­bil­de­ten, wohl aber für den gesun­den Men­schen­ver­stand leicht durch­schau­bar: (1) Panik vor einer neu­en Krank­heit erzeu­gen, (2) das angeb­li­che Gegen­mit­tel teu­er ver­kau­fen und (3) Pro­dukt­wer­bung als wis­sen­schaft­li­che Stu­die tarnen. 

    Wer das mal erkannt hat, lässt sich von den C19-Pani­kern nicht län­ger ins Bocks­horn jagen.

  3. Liest sich wie "Sen­dung mit der Maus" in "leich­ter Sprache".
    Ist es Zufall, dass die kri­ti­sche Bemer­kung der Wis­sen­schafts­re­dak­teu­rin von wegen "Impf­pflicht" (ab ca. 1:45) im Tran­skript ein­fach fehlt?
    Glaub' nicht.

  4. Um allen etwas Mut zu machen, denn wir wer­den einen lan­gen Atem brau­chen, hier ein Arti­kel vom 23 Mai 2022, vom Ver­ein "Cor­vel­va" ( Ita­li­en ). Bekannt­ge­wor­den durch " Vaccinegate ". 

    (Die Über­set­zung ist hier und da fehlerhaft.)

    Vac­ci­n­ega­te hör­te nicht auf! 

    "Part­ner und Unterstützer,

    die­se Tage sind für uns sehr inten­siv und vol­ler Situa­tio­nen, die inter­es­san­te Türen für den Kampf um die Ent­schei­dungs­frei­heit öff­nen können.

    Erst vor ein paar Tagen haben wir eine Nach­richt erhal­ten, die wir mit Ihnen tei­len möch­ten, aber da vie­le von Ihnen neu sind, ist es not­wen­dig, eine klei­ne Ein­füh­rung zu machen.

    Von 2018 bis zu den ers­ten Mona­ten des Jah­res 2020 hat­te unser Ver­band die Auf­ga­be über­nom­men, unab­hän­gi­ge Ana­ly­sen eini­ger Char­gen von päd­ia­tri­schen Impf­stof­fen in Auf­trag zu geben.1 Im Lau­fe der Zeit hat­ten wir unse­re Bemü­hun­gen, ins­be­son­de­re wirt­schaft­lich, auf die Impf­stof­fe Prio­rix Tetra, Infan­rix Hexa, Hexyon und Gar­d­asil 9 kon­zen­triert, da nach einer ers­ten Ana­ly­se, die 2018 an vie­len wei­te­ren Impf­stof­fen durch­ge­führt wur­de, eini­ge erheb­li­che Unter­schie­de zu den tech­ni­schen Daten­blät­tern auf­wie­sen. Natür­lich hat­ten wir uns nicht auf Labors in engen Kel­lern ver­las­sen, aber wir hat­ten mit Hil­fe von Dr. Bol­gan unab­hän­gi­ge Labors und renom­mier­te Uni­ver­si­tä­ten identifiziert.

    Es sei dar­an erin­nert, dass Cor­vel­va nicht eines Mor­gens auf­wach­te und beschloss, spe­zi­fi­sche Impf­stoff­ana­ly­sen durch­zu­füh­ren: Alles stamm­te haupt­säch­lich aus der par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­kom­mis­si­on „Abge­rei­cher­tes Uran“, genau­er gesagt aus ihrem im Febru­ar 2018 ver­öf­fent­lich­ten Abschlussbericht2 wo es eini­ge Pro­ble­me im Zusam­men­hang mit Impf­stof­fen gab, die nicht unbe­ant­wor­tet blei­ben konn­ten. Die Ergeb­nis­se waren so beein­dru­ckend, dass wir beson­ders über­rascht waren, dass das Par­la­ment einen der Grund­sät­ze der Kom­mis­si­on selbst, näm­lich die Über­prü­fung „der Kom­po­nen­ten von Impf­stof­fen, die Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen ver­ab­reicht wer­den“, nicht ein­ge­hal­ten hatte.3 Tat­säch­lich wur­de auch eine par­la­men­ta­ri­sche Kom­mis­si­on mit dem spe­zi­fi­schen Zweck ein­ge­setzt, die Zusam­men­set­zung von Impf­stof­fen durch Ana­ly­se zu über­prü­fen, aber sie hat dies nicht getan … wir haben also den Platz des Staa­tes eingenommen.

    Die ers­ten Ergeb­nis­se der Ana­ly­sen hat­ten wir der Staats­an­walt­schaft Rom bekannt gegeben4‑5 der uns aus den Labo­ren zuge­gan­ge­nen Daten und nach einem ers­ten Archi­vie­rungs­an­trag hat­ten wir einen for­mel­len Ein­spruch ein­ge­legt und damit einen ers­ten wich­ti­gen Sieg vor der GIP errun­gen: die Anord­nung an die Staats­an­walt­schaft, unse­re Ana­ly­sen zu wie­der­ho­len. Aber der Staats­an­walt hat es nicht getan …

    Heu­te, nach fast zwei Jah­ren des War­tens, kön­nen wir Ihnen sagen, dass wir nicht ste­hen geblie­ben sind und obwohl wir in die­sem Punkt wei­ter geschla­gen haben, und wir kön­nen Ihnen mit­tei­len, dass wir im Janu­ar 2023 eine neue Anhö­rung mit der GIP der Staats­an­walt­schaft Rom!

    Sie wer­den in der Lage sein, uns ein­zu­rei­chen oder unse­re Beschwer­de wei­ter­zu­ver­fol­gen, wir haben sicher­lich gezeigt, dass es einem klei­nen loka­len Ver­ein mit der Hil­fe sei­ner Mit­glie­der und Freun­de, die einen Bei­trag geleis­tet haben, gelun­gen ist, auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne ein sehr wich­ti­ges The­ma ins Ram­pen­licht zu rücken Pro­blem bezüg­lich der Sicher­heit von Impf­stof­fen, ins­be­son­de­re von päd­ia­tri­schen. Das Cha­os, das wir bei den Ana­ly­sen ange­rich­tet haben, hat uns sogar in der Natur gelandet6 und auf den Titel­sei­ten eini­ger Zeitungen,7 bis hin zu Ver­öf­fent­li­chun­gen in wis­sen­schaft­li­chen Zeitschriften8 aber das ist nicht genug und war uns nie genug, wir wol­len wis­sen, war­um der ita­lie­ni­sche Staat über die AIFA die Qua­li­tät des Impf­stoff­pro­dukts nicht über­wacht hat und war­um ein gan­zes Par­la­ment die Fest­stel­lun­gen eines sei­ner par­la­men­ta­ri­schen Aus­schüs­se miss­ach­tet hat, sowie die glei­chen kon­sti­tu­ti­ven Prinzipien!

    Wir wer­den Sie nach der Anhö­rung auf dem Lau­fen­den halten … "

    https://​cor​vel​va​.it/​d​e​/​s​p​e​c​i​a​l​e​-​c​o​r​v​e​l​v​a​/​l​e​-​c​o​m​u​n​i​c​a​z​i​o​n​i​/​v​a​c​c​i​n​e​g​a​t​e​-​n​o​n​-​s​i​-​e​-​f​e​r​m​a​t​o​.​h​tml

    "Vac­ci­n­ega­te" bzw. die Impf­stoff­ana­ly­sen sind eben­falls auf der Web­site nachzulesen.

  5. Inter­es­sant sind die Kür­zun­gen und Ände­run­gen beim Vor­le­sen des Textes:
    Der Teil­satz "Das ist auch hier der Anlass" wird geän­dert in: "Das scheint auch hier der Anlaß zu sein" /
    Der Satz "Außer­dem kri­ti­sie­ren sie, dass nach der Not­zu­las­sung der mRNA-Impf­stof­fe inner­halb von zwei Mona­ten die Ent­blin­dung statt­ge­fun­den hat, das heißt der Pla­ce­bo­grup­pe wur­de gesagt, dass sie nur ein Pla­ce­bo erhal­ten hat­ten und ihnen wur­de die Imp­fung ange­bo­ten. Inso­fern gibt es kei­ne ech­ten län­ge­ren Ver­glei­che zwi­schen Pla­ce­bo­grup­pen und geimpf­ten Teil­neh­mern, was schwe­re Neben­wir­kun­gen angeht." wird gestrichen /
    Der Satz "Bezo­gen auf den Impf­stoff von Biontech errech­net die Ana­ly­se sogar ein um 36 % höhe­res Risi­ko schwer­wie­gen­der uner­wünsch­ter Ereig­nis­se bei geimpf­ten Teil­neh­mern der Pfi­zer-Stu­die." wird gestrichen /
    Der Satz "Was stimmt ist, dass die­se Stu­die auf­rüt­teln und vor Augen füh­ren will, dass wir noch gar nicht alles wis­sen. Und dass es dazu eigent­lich bereits Daten gibt – die eben noch nicht her­aus­ge­ge­ben wur­den." wird geän­dert in: "Aber woge­gen die­se Grup­pe sich wehrt, das ist eben die Impf­pflicht für bestimm­te Berufsgruppen." /
    Der Satz­teil "es gehe vor allem um die genaue­re Ein­schät­zung des Nut­zen-Scha­den-Ver­hält­nis­ses für Men­schen unter­schied­li­chen Alters und mit unter­schied­lich hohem Risi­ko für einen schwe­ren Covid-Krank­heits­ver­lauf." wird geän­dert in: "es gehe ihnen vor allem um die genaue­re Ein­schät­zung des Nut­zen-Scha­den-Ver­hält­nis­ses bei der Impfung."

    Nun könn­te man zwar sagen, das sei egal, weil ja jeder den vor­lie­gen­den Text sel­ber lesen kann, aber das stimmt so nicht, da vie­le Men­schen nicht mehr lesen kön­nen, zumin­dest nicht mehr län­ge­re oder gar gram­ma­tisch schwie­ri­ge Texte.

    Zur Kon­trol­le einer noch vor­han­de­nen Lese­be­fä­hi­gung kann jeder fol­gen­den Text­ver­weis als Übung benut­zen – wer die­sen Text nicht ohne Unter­bre­chung zuen­de lesen kann, ist bereits medi­en-geschä­digt; braucht – in beson­ders schwe­ren Fäl­len – u.U. einen 'Vor­le­ser'.
    https://​schwei​zer​mo​nat​.ch/​v​e​r​g​e​s​s​e​n​-​s​i​e​-​d​i​e​-​n​e​ws/

    1. Herz­li­chen Dank @PeterMiso für den Link. Tat­säch­lich sind mir die dar­in geäu­ßer­ten The­sen und Lösungs­vor­schlä­ge aus eige­ner Erfah­rung bekannt. Ich wür­de noch hin­zu­fü­gen, dass News­kon­sum ganz ähn­lich wirkt wie etwa das Hören von Musik: Er erzeugt Emo­tio­nen und unter­hält. News­kon­sum ist bes­ten­falls Enter­tain­ment (bes­ser wohl: Anti­tain­ment). Für Wis­sen und Infor­ma­tio­nen braucht es auch im 21. Jahr­hun­dert noch das Buch…

      1. @Nique:
        "dass News­kon­sum ganz ähn­lich wirkt wie etwa das Hören von Musik" – ist eine The­se, der ich nicht zustim­men kann. Ober­fläch­li­che Bil­dung schä­digt das Denk­ver­mö­gen, Musik nie­mals. Es gibt sogar Phi­lo­so­phen, die Musik als ein ele­men­ta­res (und des­halb: wich­ti­ges) Seins­ver­ständ­nis begrü­ßen: z.B. Bloch und Ador­no, natür­lich auch Schopenhauer.

  6. "schein­bar impf­kri­ti­sche Meta­stu­die" auch schon wie­der so ein depla­zier­ter Konjunktiv…warum nicht But­ter bei die Fische, ver­damm­te Hacke, Sie soll­ten end­lich für die arbei­ten, die Sie auch bezah­len, Frau Braun und Co. wenn Sie sich denn mal hier auf die­se Sei­te bemü­hen würden.

  7. "Zu die­sem Ergeb­nis kom­men sie, da sie die Daten nicht nur anders auf­ar­bei­ten, als es die Zulas­sungs­be­hör­den getan haben, son­dern auch nur bestimm­te Daten her­aus­zie­hen – zum Bei­spiel nur die Anga­ben von zwei­fach Geimpf­ten, die noch zwei Mona­te lang beob­ach­tet wurden."

    Und damit hat's sich? Inter­es­siert es nicht, ob vie­len Leu­ten vor­her­seh­bar mehr gescha­det als genutzt wur­de? Risi­ko-Nut­zen-Pro­fil, eine Fra­ge der Dateninterpretation? 

    1. Nicht die Zulas­sung­be­hör­den haben Daten "auf­ge­ar­bei­tet", son­dern Pfi­zer und Moder­na. Ist das jetzt schon das Gleiche?
    2. Das "Her­aus­zie­hen" ist ja abso­lut not­wen­dig, wenn man nicht alles mit­ein­an­der ver­mi­schen will (ein­fach oder zwei­fach geimpft). Was sich bei Anja Braun liest wie ein selek­ti­ver Bias, muss Vor­aus­set­zung für jede qua­li­fi­zier­te "Emp­feh­lung" sein. 

    Soll die Sti­ko ihre Emp­feh­lung zurückziehen?
    "Anja Braun: Ich sehe das nicht so. Denn die Impf­emp­feh­lung der Sti­ko ist genau das – eine Emp­feh­lung, kein Muss." 

    Na, die "Wis­sen­schafts­re­dak­teu­rin" traut sich was zu…
    Und es geht nicht dar­um, ob die "Emp­feh­lung" begrün­det ist?
    Wie kommt denn die Sti­ko zu ihrer Emp­feh­lung? Wo sind die wis­sen­schaft­lich erho­be­nen Beob­ach­tungs­da­ten, die die "Emp­feh­lung" nahe­le­gen und die nicht von den Phar­ma­fir­men selbst auf­be­rei­tet wur­den? Das Robert-Koch-Insti­tut hat sie jeden­falls nicht… 

    Und so denkt sie viel­leicht (aber schreibt nicht) weiter:
    "Sind die Aus­gren­zun­gen von Unge­impf­ten etwa völ­lig irra­tio­nal gewe­sen? Hat die Imp­fung vie­len eher gescha­det? Nein, nein, nein, es kann nicht sein, was nicht sein darf!"
    Schö­nen Gruß an die Beschäf­tig­ten im Pfle­ge­dienst, an alle Impf- und 2G-Geschädigten! 

    Viel­leicht denkt sie aber auch gar nicht, die "Wis­sen­schafts­re­dak­teu­rin"?

    Igno­ranz und/oder Ver­drän­gung in Per­fek­ti­on. Das muss die­se "Wis­sen­schaft" sein, der da immer gefolgt wird und über die ger­ne mal unter der Rubrik "Wis­sen" mit der "rich­ti­gen Hal­tung" was beim SWR kommt.

  8. Es ist eine Ver­schie­bung der Kri­te­ri­en. WIR müs­sen nicht nach­wei­sen, dass die Impf­stof­fe gefähr­lich sind, die Phar­ma­in­dus­trie muss nach­wei­sen, dass sie unbe­denk­lich sind.

    Schon der sta­tis­ti­sche Beleg von mehr Nut­zen als Risi­ko ist frag­wür­dig, das es sich nur um einen indi­vi­du­el­len Nut­zen und ein indi­vi­du­el­les Risi­ko han­deln kann.

  9. Ah, inter­es­sant. Sobald ein 'Vac­ci­ne' im Namen auf­taucht, gilt eine
    Zeit­schrift also als seriös.
    Und alles, was im Zusam­men­hang mit der Natur steht, ist wahr­schein­lich zutiefst schwurbelhaft.
    Da hät­te ich aber auch selbst drauf kom­men können…

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