The one and only Christian Drosten

Am 21.1. hat Chris­ti­an Dros­ten mit ande­ren Wis­sen­schaft­le­rIn­nen das berühm­te Papier zum PCR-Test beim Por­tal Euro­sur­veil­lan­ce ein­ge­reicht. Es wur­de am 22.1. akzep­tiert und am 23.1. ver­öf­fent­licht und befin­det sich gegen­wär­tig in einem Über­prü­fungs­pro­zeß.

Auf­fäl­lig an dem Ver­fah­ren ist die extrem kur­ze Zeit (1 Tag) für die Über­prü­fung des bri­san­ten Tex­tes. Dros­ten ist einer der Her­aus­ge­ber von Euro­sur­veil­lan­ce. Wou­ter Auke­ma, der seit 30 Jah­ren Regie­run­gen und Unter­neh­men berät, hat sich ein­mal ange­se­hen, für wie vie­le Ver­öf­fent­li­chung seit 2015 eine der­art ver­kürz­te Prüf­dau­er zutrifft. Das Ergeb­nis: Dros­tens Arbeit ist die ein­zi­ge von 1.595 Studien.

»Metadaten-Analyse bei euro​sur​veil​lan​ce​.org

Hin­ter­grund
Ziel ist es, zu ver­ste­hen, wie viel Zeit es nor­ma­ler­wei­se dau­ert, bis For­schungs­ar­bei­ten von euro​sur​veil​lan​ce​.org geprüft und akzep­tiert werden.

Der Grund für die­se Ein­schät­zung besteht dar­in, Klar­heit über die Dis­kus­si­on eines bestimm­ten For­schungs­pa­piers zu schaf­fen, das an einem ein­zi­gen Tag geprüft und akzep­tiert wur­de. Eini­ge Wissenschaft­ler hal­ten es für unmög­lich, For­schungs­ar­bei­ten inner­halb eines ein­zi­gen Tages zu begut­ach­ten. Ande­re Wis­sen­schaft­ler behaup­ten, dass das Papier das – viel schnel­le­re – Rapid-Review-Ver­fah­ren durch­lau­fen hat, wie auf der Web­site der Zeit­schrift beschrieben.

Um die Gemein­sam­kei­ten im Begut­ach­tungs- und Annah­me­ver­fah­ren bei euro​sur​veil​lan​ce​.org zu bewer­ten, sam­mel­te und ana­ly­sier­te der Autor Meta­da­ten für alle 1.595 Ver­öf­fent­li­chun­gen seit 01-Jan-2015. Anfang die­ser Woche teil­te der Autor die ers­ten Ergeb­nis­se die­ser Bewer­tung in einem Twit­ter-Pos­ting mit.

Die­ses sechs­sei­ti­ge Doku­ment zielt dar­auf ab, die­se Ergeb­nis­se repro­du­zier­bar und über­prüf­bar zu machen, indem es Schritt-für-Schritt-Anlei­tun­gen anbietet.

Zusam­men­fas­sung der Ergebnisse

        • Von den 17 Arten von Arti­keln, die seit 2015 ver­öf­fent­licht wur­den, kom­men drei Arten am häu­figs­ten vor: Schnel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on (385), For­schung (312) und Über­wa­chung (193).
        • Die durch­schnitt­li­che Anzahl der Tage zwi­schen der Annah­me und dem Emp­fang von Arti­keln des Typs For­schung beträgt 172 (2019) und 97 (2020).
        • In Über­ein­stim­mung mit den redak­tio­nel­len Richt­li­ni­en für Autoren schei­nen Publi­ka­tio­nen der Kate­go­rie "Schnel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on" schnel­ler geprüft und akzep­tiert zu wer­den (durch­schnitt­lich 18 Tage) als Arti­kel des Typs "For­schung" und "Über­wa­chung".
        • Mit Aus­nah­me die­ses einen For­schungs­ar­ti­kels (vom 22. Janu­ar 2020) wur­de seit 2015 kein wei­te­rer Arti­kel inner­halb eines ein­zi­gen Tages begut­ach­tet und ange­nom­men.«

11 Antworten auf „The one and only Christian Drosten“

  1. Der Mann ist wirk­lich ein­zig­ar­tig. Sei­ne Strahl­kraft dürf­te mit der Ste­pha­nas kon­kur­rie­ren. Man nann­te sie auch die "hei­li­ge Corona". 

    Hal­tet mich für ver­rückt: Der Mann arbei­tet neben sei­ner Tätig­keit als Viro­LO­GE und Tau­send­sas­sa in jedem erdenk­li­chen Bums noch für einen Dienst.

  2. Wenn es noch eines Bewei­ses bedurft hät­te, dass es über­fäl­lig ist, dem gro­ßen Hof­vi­ro­lo­gen Chris­ti­an Pfos­ten, angeb­lich pro­mo­viert, Pro­fes­sor von Quandts Gna­den, den Bei­na­men stu­por mun­di zuzusprechen…

  3. Das ist ein­fach alles unglaub­lich. Wenn ich nicht ohne Schuld ent­rech­tet und gede­mü­tigt wor­den wäre und mei­nen Kin­dern ihr Geschäft und oder ihre Arbeit nicht zer­stört wor­den wäre, könn­te ich dar­über lachen.

  4. Das ist doch ganz ein­fach zu ver­ste­hen. Alle hat­ten die Hosen voll. Und dann kommt der bril­li­an­te Mit­strei­ter Dr. Osten und prae­sen­tiert wie­der mal als ers­ter einen Test. Dar­auf hat die Mensch­heit gewar­tet. Des­halb muss das sofort raus. Ich glau­be nicht an Ver­schwö­rungs­theo­rien aber an die Macht der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on. Je mehr applau­die­ren, umso weni­ger kön­nen sich der Mode ent­zie­hen. Der Begrün­der der Syn­erge­tik (Her­mann Haken) nann­te das Ver­skla­vungs­prin­zip. Grund dafür ist die Schwarmdummheit.

  5. Soso .. Mass­nah­men (tote auf posi­tiv test, etc) wegen die­ses nicht peer review­ed papers. (Bei mei­ner Fami­lie hat das immer so 3–7 Mona­te gedau­ert bis zum proof-read).

    Dies auch noch oben drauf, das er sel­ber (mit) Her­aus­ge­ber ist.

    Krank, i.d. tat – ein­fach krank.
    Ist doch wohl klar, das dies alles nur gesche­hen konn­te, weil es eben so geplant war.

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