„Virus keine Gefahr mehr“
Expertengruppe fordert: Es darf im Herbst keine neuen Corona-Maßnahmen geben

Das wird kein Durch­marsch für Lau­ter­bach und Busch­mann. Was hier schon mehr­fach berich­tet wur­de, fin­det sei­nen Weg am 3.8. auch auf focus​.de:

»… Auf­grund der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen for­dert eine Exper­ten­grup­pe rund um die Medi­zi­ner Tho­mas Vos­haar und Mat­thi­as Schrap­pe sowie den Medi­zin­sta­tis­ti­ker Gerd Antes in einem neu­en Posi­ti­ons­pa­pier, das Pan­de­mie­ge­sche­hen nicht mehr wei­ter mit staat­li­chen Maß­nah­men zu lenken…

„Lockdown hat keine Wirkung gezeigt“ – eigenverantwortliches Handeln der Bürger wichtig

Die Bevöl­ke­rung lei­de zudem an einem Ermü­dungs­ef­fekt, erklä­ren Vos­haar und Kol­le­gen: Von Lock­down zu Lock­down, sich stän­dig ändern­de Sze­na­ri­en und War­nun­gen hät­ten eher den gegen­tei­li­gen Effekt gehabt. Außer­dem hät­ten die Lock­down-Maß­nah­men nicht gewirkt…

„Omikron ist nicht vergleichbar mit den Vorgänger-Varianten“

Kämp­fen wir noch gegen Coro­na? Nein, sagen die Exper­ten um Vos­haar wei­ter. Das Krank­heits­bild hät­te sich, eben­so wie das Virus selbst, ver­än­dert. Omi­kron-Fäl­le sei­en „medi­zi­nisch nicht ver­gleich­bar“ mit ihren Vor­gän­gern. „Covid als schwe­re und auch lebens­be­droh­li­che Erkran­kung mit Lun­gen­ent­zün­dung wird in den Kran­ken­häu­sern prak­tisch nicht mehr gese­hen“, behaup­ten sie in ihrem Posi­ti­ons­pa­pier. Omi­kron dage­gen kön­ne viel bes­ser behan­delt werden…

Die Autoren bilan­zie­ren, dass man sich auf den Effekt eines „ver­än­der­ten Virus“ sowie den Lern­f­ef­fekt unse­res Immun­sys­tems ver­las­sen kön­ne. Was genau mit dem Effekt eines ver­än­der­ten Virus gemeint ist, blieb erst­mal unklar. Im WDR bekräf­tig­te Vos­haar aller­dings sei­ne The­se eines Lern­ef­fek­tes beim Immun­sys­tem durch wie­der­hol­te Infek­tio­nen und eine dar­aus ent­ste­hen­de Immu­ni­sie­rung: „Natür­li­che Infek­ti­on ist die Superimpfung.“…

Expertengruppe fordert: Mehr Transparenz zeigen

Die Exper­ten­grup­pe for­dert außer­dem, „unpro­fes­sio­nel­le“ Debat­ten über die Impf­pflicht, wie sie zuletzt unrühm­lich über den Twit­ter-Account des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums lie­fen, zu been­den. Auch eine Aus­gren­zung Unge­impf­ter müs­se ein Ende haben, fin­den die Medi­zi­ner: Das Ver­trau­en in den Staat und die Wis­sen­schaft sei dadurch „erkenn­bar belas­tet“. Die „star­re, unwis­sen­schaft­li­che Hal­tung des BMG“ und dadurch ent­stan­de­ne Dis­kus­si­on um Neben­wir­kun­gen stö­re das Ver­trau­en in die Impf­stof­fe, heißt es in der Stellungnahme.

Obwohl sie die Wirk­sam­keit der Impf­stof­fe vor allem bei den über 60-Jäh­ri­gen aner­ken­nen, soll­ten laut Exper­ten­grup­pe vor allem Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne aus der Impf­emp­feh­lung aus­ge­klam­mert wer­den: „Nimmt man schwe­ren Ver­lauf und Todes­fäl­le als Ziel­kri­te­ri­en, dann lässt sich eine Wirk­sam­keit nicht nach­wei­sen,“ heißt es im Posi­ti­ons­pa­pier dazu…

Die Exper­ten­grup­pe um Vos­haar, Schrap­pe und Antes fin­det: „Aus epi­de­mio­lo­gi­scher und medi­zi­ni­scher Per­spek­ti­ve ist das Virus nach der­zei­ti­gem Sach­stand kei­ne Gefahr mehr für das Gesund­heits­sys­tem und die Bevöl­ke­rung.“ Ent­schei­dend sei­en jetzt, so die The­se der Autoren, nicht mehr Infek­ti­ons­zah­len und das Anste­ckungs­ri­si­ko, eben­so die Inzi­den­zen und Fall­zah­len. All die­se Fak­to­ren sei­en, heißt es im Posi­ti­ons­pa­pier, nicht mehr rele­vant wenn die Pan­de­mie zur Ende­mie wird. Nach Ansicht der Medi­zi­ner ist die Som­mer­grip­pe der­zeit das viel grö­ße­re Problem…

Voshaar und Co.: Quarantäne sinnlos und nicht mehr erforderlich

Die Exper­ten­grup­pe um Schrap­pe, Antes und Vos­haar hält Maß­nah­men wie Qua­ran­tä­ne jetzt für „sinn­los und des­we­gen nicht mehr erfor­der­lich“. Statt­des­sen soll­te es vor allem immer aus­rei­chend Impf­stof­fe, die am Virus ange­passt sind, geben – ähn­lich wie bei den Influ­en­za-Viren. Ins­ge­samt, resü­miert die Exper­ten­grup­pe, kön­ne man hin­sicht­lich Covid mit Opti­mis­mus auf die kom­men­den Mona­te schau­en…«

Es sei nicht ver­schwie­gen, daß der "Focus" die­se Posi­tio­nen nicht unwi­der­spro­chen läßt. Zu jedem Punkt wird dem Phar­ma­lob­by­is­ten Watzl oder sei­nem Pen­dant Timo Ulrichs das Wort gegeben.

Zu Watzl war hier zuletzt zu lesen:

Wie­der Watzl: „Impf­stof­fe“ ohne kli­ni­sche Stu­di­en an Men­schen zulas­sen. Stu­di­en sind „qua­si irrelevant“

Zu Timo Ulrichs:

Qual der Wahl: Wel­che Viert­sprit­ze ist die rich­ti­ge für mich?

26 Antworten auf „„Virus keine Gefahr mehr“
Expertengruppe fordert: Es darf im Herbst keine neuen Corona-Maßnahmen geben“

  1. Die Maß­nah­men sind wich­tig, um kom­men­de Demons­tra­tio­nen gegen die Ener­gie­knapp­heit leicht auf­lö­sen zu kön­nen – ken­nen wir ja aus dem letz­ten jahr.

    1. "Die Maß­nah­men sind wich­tig, um kom­men­de Demons­tra­tio­nen gegen die Ener­gie­knapp­heit leicht auf­lö­sen zu kön­nen – ken­nen wir ja aus dem letz­ten jahr."

      Ja, wahr­schein­lich kann man die Maß­nah­men schon dazu nut­zen, die Men­schen bei mög­li­chen Demos gegen die Preis­explo­sio­nen, gegen die Ver­lot­te­rung und kul­tu­rel­le Ver­ar­mung und den gan­zen Spar­wahn zu unter­drü­cken, aber der Bogen ist über­spannt, kei­ne noch so ver­lo­ge­ne Maß­nah­me wird irgend­was Posi­ti­ves bewir­ken. Sie haben ein­fach zu viel und zu lan­ge gelo­gen. Ich glau­be nicht, dass das Spiel auf­ge­hen wird, es sei denn, die haben tat­säch­lich vor, einen Bür­ger­krieg in Deutsch­land her­auf­zu­be­schwö­ren, was ich mir nicht wünsche. 

      Ich glau­be mitt­ler­wei­le, dass die­ser gan­ze Coro­na-Kack des­we­gen so hoch­ge­putscht wur­de, damit im Hin­ter­grund irgend­wel­che Finanz­din­ge, die ich lei­der nicht wirk­lich durch­schaue, abge­wi­ckelt wer­den kön­nen. Wir wer­de alle unse­rer Erspar­nis­se beraubt, wahr­schein­lich auch noch ent­eig­net usw. , nur damit eine macht­gei­le und kor­rup­te 'Eli­te' sich die Taschen voll­stop­fen kann. Coro­na war ver­mut­lich ein Ablen­kungs­ma­nö­ver. Nur scheint es etwas unlo­gisch, weil der Wahn ja ins­be­son­de­re in Deutsch­land abgeht. Ist Deutsch­land nur das Testkaninchen?

      1. Ein­spruch. Sie sind min­des­tens 70% der Deut­schen Bevöl­ke­rung. Mög­li­cher­wei­se haben die sich auch selbst belo­gen oder tun es zum gro­ßen Teil immer noch. Aber war­um zur Höl­le soll­ten sie damit auf­hö­ren? Um ihr Selbst­bild zur zer­stö­ren? Die Men­schen wür­den lie­ber Alu­hü­te tragen.

  2. Ich kann nur hof­fen, dass immer mehr Men­schen, ins­be­son­de­re in öffent­li­chen Ämtern und Fir­men­chefs die­se Sch*** durch­schau­en und sich öffent­lich (!!!) dage­gen wen­den. Nur so kann die Stim­mung kom­plett kippen.
    Es muss den­je­ni­gen, die wei­ter Maß­nah­men for­dern und ihre Zwangs­neu­ro­se damit aus­le­ben, bald pein­lich sein, dass sie das jemals gefor­dert haben. Dort müs­sen wir hin!

    1. @Getriebesand:
      Also leug­nen, ver­drän­gen, ver­ste­cken und wei­ter im Text? Wäre jetzt für mich kei­ne erstre­bens­wer­te Lösung.

  3. Nun ja.—Zitate aus der Stel­lung­nah­me, Abschnitt "Was hat funktioniert":

    I. "Impf­stof­fe waren schnell ver­füg­bar. Ihr Nut­zen etwa ab den Alters­grup­pen Ü 60 ist wis­sen­schaft­lich unbestritten."—Quellenangaben? Kei­ne. Es gibt bekannt­lich jede Men­ge Lite­ra­tur, die für nie­man­den einen wirk­li­chen Nut­zen der "zel­lu­lä­ren Gen­the­ra­pien" (Bay­er-Phar­ma­chef Oel­rich) nach­wei­sen, dafür jede Men­ge Schäden.

    II. "Der geziel­te Ein­satz von Mas­ken in kri­ti­schen Berei­chen wie Alten­hei­men, Kli­ni­ken und bestimm­ten Innen­räu­men war sinn­voll. Mas­ken haben ihren Nut­zen bewie­sen, ins­be­son­de­re bei der Reduk­ti­on von Todes­fäl­len: Sie redu­zie­ren die Kon­zen­tra­ti­on der ein­ge­at­me­ten Viren und ver­schaf­fen damit dem Immun­sys­tem Reak­ti­ons­zeit (3)."

    Und in Fuss­no­te (3) dann: "Unse­re Sokra­tes-Arbeits­grup­pe hat schon zu Beginn der Pan­de­mie mit umfang­rei­chen Expe­ri­men­ten gezeigt, dass sich das indi­vi­du­el­le Anste­ckungs­ri­si­ko bzw. die ein­ge­at­me­te Virus­men­ge mit Mas­ken und Raum­luft­fil­tern deut­lich redu­zie­ren lässt."—Das ist also unpu­bli­zier­tes eige­nes Mate­ri­al. Das fällt also wohl eher unter die Rubrik "Zuge­ständ­nis an die spe­zi­fisch deut­sche Mas­ken­ob­ses­si­on" (René Schlott, "der Frei­tag" 27/2022, zum "Eva­lu­ie­rungs­be­richt")

    Will sagen, kei­ne grund­sätz­li­che Kri­tik an "Pan­de­mie"- und "Impf"-Narrativ.

    Inter­es­sant, dass der The­sen­pa­pier-Autor Schrap­pe dabei ist. Aller­dings habe ich die TP immer als Ver­such ver­stan­den, die Poli­tik doch irgend­wann mal irgend­wie auf einen Weg zurück in die Wirk­lich­keit einzuladen.—Dumm, dass Poli­tik und ein nicht uner­heb­li­cher Teil der Bevöl­ke­rung ein Leben in viro­lo­gi­scher Fik­ti­on vorzieht.

    1. @Ulf Mar­tin: Ich tei­le die Ein­schät­zung. Von mei­ner Liebs­ten, die Sozi­al­ar­bei­te­rin und Fami­li­en­the­ra­peu­tin ist, habe ich aller­dings gelernt, daß eine Defi­zit­ori­en­tie­rung bei Kri­sen­be­wäl­ti­gun­gen nicht sehr hilf­reich ist. Man kann Frau­en, die in gewalt­tä­ti­gen Bezie­hun­gen ver­blei­ben, vor­hal­ten, wie dumm sie sind. Man kann ihnen aber auch Vor­schlä­ge unter­brei­ten, sich aus Zwangs­si­tua­tio­nen zu lösen. Alle, die mit Alko­hol- oder ande­ren Dro­gen­ab­hän­gi­gen arbei­ten, ken­nen dabei das Risi­ko ent­mu­ti­gen­der Rück­fäl­le. Doch gibt es einen ande­ren Weg, als Men­schen dar­in zu unter­stüt­zen, einen Aus­weg aus ver­häng­nis­vol­len Lagen zu finden? 

      Es gibt eine gewis­se Berech­ti­gung, den Mil­lio­nen Men­schen, die bis­her wil­lig alles mit­ge­macht haben, eine Mit­schuld vor­zu­hal­ten. Ob ihnen oder uns das viel hilft? Sinn­vol­ler scheint es mir, Brü­cken zu fin­den zu unse­ren Nach­ba­rIn­nen, Kol­le­gIn­nen und Freun­dIn­nen, nicht zu den Ver­ant­wort­li­chen. Ich weiß, daß dies ein heik­les Bei­spiel ist: Vic­tor Klem­pe­rer hat nicht nur die unend­li­che mora­li­sche Ver­elen­dung und Ver­lum­pung sei­ner Zeit­ge­nos­sen im Faschis­mus in beklem­men­der Wei­se beschrie­ben. Es gibt von ihm ähn­lich beein­dru­cken­de Schil­de­run­gen des Ver­suchs, nach 1945 einen Umgang mit die­sen Men­schen zu fin­den, der sich nicht auf Rache und Wie­der­gut­ma­chung beschränkt.

      1. @aa
        Ich glau­be, daß die wenigs­ten hier (mich ein­ge­schlos­sen) in irgend­ei­ner Form nach Rache oder 'Wie­der­gut­ma­chung' dürsten.
        Das wäre auch gar nicht mög­lich. Da ist in den letz­ten 2,5 Jahren
        so viel an Ver­trau­en, Mensch­lich­keit, etc. zer­bro­chen, das lässt sich
        nicht ein­fach so kitten.
        Und so lan­ge die­ser gan­ze Wahn­sinn unbe­irrt anhält, ist m.E. jede
        Form des 'Brü­cken­schla­gens' ver­ge­be­ne Liebesmüh'.
        Daß sich die mensch­li­chen Bezie­hun­gen irgend­wann mal wieder
        verändern/verbessern, setzt vor­aus, daß auch mein Gegenüber
        ein Inter­es­se dran hat, Din­ge zu klä­ren und sich auf die unwei­ger­lich erfor­der­li­chen Kon­flik­te ein­zu­las­sen. Ein 'Mund abput­zen, wei­ter­ma­chen' wird dabei nicht helfen.
        Ich weiß ich bin ein noto­ri­scher Pes­si­mist, aber da selbst zwei
        Welt­krie­ge nicht dazu geführt haben, daß sich vie­le Menschen
        gera­de in Deutsch­land mit ihrem Leben, ihrer Ver­gan­gen­heit und
        ihren mensch­li­chen Bezie­hun­gen ernst­haft auseinandergesetzt
        haben; und nach­dem, was in den letz­ten Jah­ren alles so möglich
        war, sehe ich nicht beson­ders hoff­nungs­froh in die Zukunft.
        Ich hal­te es auch nicht für beson­ders sinn­voll, auf eine wie auch
        immer gear­te­te bes­se­re Zukunft zu hof­fen (womit ich aus­drück­lich nicht mei­ne, daß man kei­ne Hoff­nun­gen haben soll).
        Ein Anfang wäre viel­leicht, sich erst­mal ohne Wenn und Aber mit
        dem Sta­tus Quo aus­ein­an­der­zu­set­zen (was vie­le von uns hier ja
        bereits tun). Wie gesagt, solan­ge die­ser Irr­sinn wei­ter­geht, sind
        Zukunfts­plä­ne mei­ner Ansicht nach müßig.

      2. Lie­ber Herr Asch­mon­eit, ich lese hier seit Früh­jahr 2020 mit, habe aber aus leid­vol­ler Erfah­rung bei ande­ren Medi­en (ver­geu­de­te Lebens­zeit) das Kom­men­tie­ren unter­las­sen. Aber die­ser Kom­men­tar von Ihnen spricht mir der­art aus der See­le, daß ich nun doch mal reagie­re: Ja, mir lie­be Men­schen aus Fami­lie, Freun­des- und Kol­le­gen­kreis haben sich imp­fen las­sen. Es ist nichts gewon­nen, wenn ich sie für dumm erklä­re, beschimp­fe, ihnen Vor­wür­fe mache, daß sie Mit­läu­fer sei­en. Nein: statt­des­sen sehe ich sie als poten­ti­el­le Ver­bün­de­te, die frü­her oder spä­ter erken­nen mögen, daß sie getäuscht wur­den. Die viel­be­schwo­re­ne Spal­tung in die­ser Fra­ge: sie beginnt und endet hier. Und im Übri­gen: Dank für Ihre Arbeit, beglei­tet von Sprach­kri­tik in der Tra­di­ti­on von Karl Kraus: ich lese Ihren Blog jeden Tag.

      3. Vic­tor Klem­pe­rer hät­te sich dem LTI der Gegen­wart, dem von der Pol­ti­kel­i­te ver­ord­ne­ten Gen­dern nicht unter­wor­fen. Jeder der sich dem (Sprach) Regime nicht beugt wird als Sys­tem­feind aus­ge­grenzt, wie auch jeder aus­ge­grenzt wird der sich im Herbst die Coro­na-Schnee­rei­fen nicht aufzieht.

        Gen­dern wie Mas­ken­tra­gen ist vir­tue signal­ling. Der Geiss­ler­hut der gehor­sa­men Masse.

        "Sinn­vol­ler scheint es mir, Brü­cken zu fin­den zu unse­ren Nach­ba­rIn­nen, Kol­le­gIn­nen und Freun­dIn­nen, nicht zu den Verantwortlichen."
        Inhalt­lich ein­ver­stan­den. Aller­dings muß der Lei­dens­druck bei den tum­ben Coro­na­bür­gern noch anstei­gen, damit sie ein Gefühl ent­wi­ckeln, dass sie von Poli­tik und Medi­en übel ver­arscht werden.
        Das wird ab Herbst der Fall sein, wenn für Mil­lio­nen bis­her gehor­sa­mer Bür­ger die tat­säch­li­che Gefahr einer gefähr­li­chen Unter­küh­lung in ihren kal­ten Buden mit trotz­dem höchs­ten "Warm­mie­ten" besteht.

        1. @Regina C.: Mei­nen ver­meint­li­chen Gess­ler­hut tra­ge ich schon sehr viel län­ger, lan­ge bevor er von man­chen als "von der Pol­ti­kel­i­te ver­ord­ne­tes Gen­dern" iden­ti­fi­ziert wurde. 

          Mich nervt das auf­ge­setz­te und inhalts­lee­re Sto­cken bei der Aus­spra­che von Dop­pel­punk­ten in Wor­ten auch, ins­be­son­de­re, wenn die "Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin" Begrif­fe wie "Soldat:innen" damit auf­hübscht, oder wenn uns der Wirt­schafts­mi­nis­ter erzählt, daß die "Rentner:innen" den Gür­tel enger schnal­len müs­sen. Den empör­ten Auf­schrei dar­über, daß nach Jahr­tau­sen­den über­wie­gend männ­li­cher For­men nun Frau­en in der Spra­che erkenn­bar wer­den, tei­le ich aller­dings nicht. Ich wäre jedoch bereit, mich für die nächs­ten tau­send Jah­re dar­auf ein­zu­las­sen, die weib­li­che Form zu ver­wen­den, wobei Män­ner selbst­re­dend dabei immer mit­ge­meint wären. Wenn wir dann irgend­wann eine Gesell­schaft haben soll­ten, in der das Geschlecht kei­ne Rol­le mehr bei Bezah­lung und Art der Tätig­keit spielt, dann habe ich nichts gegen weib­li­che "Pro­gram­mie­rer" oder "Inge­nieu­re".

          Bis dahin wer­den aber auch hier kei­ne nicht­gen­dern­den Kom­men­ta­re ausgegrenzt.

          1. Es gibt genug Spra­chen, die Nomen kein Geschlecht zuwei­sen. Das wäre für mich eine schö­ne Opti­on und die ele­gan­te­re Lösung.

            1. @Jel: Mir gefal­len die For­mu­lie­run­gen, die ich oft in eng­lisch­spra­chi­ger Fach­li­te­ra­tur lese. Da ist die Rede von "pro­gramm­ers", die irgend­et­was erklä­ren und im wei­te­ren Text ger­ne als "she" benannt wer­den, wenn es um die Ein­zahl geht.

          2. @aa

            "… die nächs­ten tau­send Jah­re … kei­ne Ausgrenzung …"

            Ich fin­de es super, dass wir hier noch tau­send Jah­re mit­le­sen, und sogar kom­men­tie­ren kön­nen, ohne zu Gendern.

            Die­ses Blog ent­wi­ckelt sich zum Refu­gi­um für Frei­geis­ter, die nicht auf Sprach­ver­hun­zung ste­hen. Wer hät­te das gedacht.

          3. Sprach­ver­än­de­rung ist ein urde­mo­kra­ti­scher Vor­gang. Die Spra­che gehört ihren Spre­chern, ihnen vor­zu­schrei­ben, wie sie zu den­ken und zu spre­chen haben, heißt, sie im Wort­sinn ent­mün­di­gen. Spra­che ist selbst Teil der Wirk­lich­keit, von ihr eine 'Wir­kung' auf die Wirk­lich­keit zu erwar­ten, ist sprach­ma­gi­sches Den­ken (vgl. Mer­se­bur­ger Zau­ber­sprü­che). Das vor­ge­schrie­be­ne Stot­tern und Stol­pern (Gen­dern, kor­rek­te Spra­che), das von den Poli­ti­kern so eif­rig betrie­ben wird, war ein Test, inwie­weit Men­schen im Wider­spruch zu ihren wich­tigs­ten Belan­gen mani­pu­liert wer­den kön­nen. Der frag­wür­di­ge Ergeb­nis des Test­laufs macht uns seit zwei­ein­halb Jah­ren ganz schön zu schaffen.

            1. @Irene Mon­re­al: Eben des­halb las­se ich mir nicht aus­re­den, was ich mir seit Jahr­zehn­ten urde­mo­kra­tisch ange­eig­net habe. In wel­chem "Wider­spruch zu Ihren wich­tigs­ten Belan­gen" gera­ten Sie, wenn Sie auf ein Wort wie "Lese­rIn­nen" stoßen?

      4. Kor­rek­tur:

        Ein Gess­ler­hut ist redens­art­lich eine Ein­rich­tung, deren ein­zig sinn­fäl­li­ger Zweck die öffent­li­che Erzwin­gung unter­tä­ni­gen Ver­hal­tens ist.

        Im ers­ten Akt von Fried­rich Schil­lers Wil­helm Tell wird dar­ge­stellt, wie der legen­den­haf­te Gess­ler, der bei Schil­ler den Vor­na­men «Her­mann» trägt, in Alt­dorf einen Hut auf­stel­len liess, den jeder Vor­bei­kom­men­de zu grüs­sen hat­te. Im drit­ten Akt ver­säumt es Wil­helm Tell, die­sen Gruss aus­zu­füh­ren, und wird des­halb zu jenem Apfel­schuss gezwun­gen, der in der Grün­dungs­sa­ge der Schweiz eine bedeu­ten­de Rol­le spielt.

        Eine Vari­an­te des Gess­ler­hu­tes liess Her­mann Göring im KZ Dach­au errich­ten. Da ihn die bei­den katho­li­schen Pries­ter Josef Zil­li­ken und Johan­nes Schulz am 27. Mai 1940 in einem Gar­ten­lo­kal nicht gegrüsst hat­ten, wur­den sie noch am sel­ben Abend ver­haf­tet und zur Bestra­fung ins KZ ein­ge­lie­fert. Zudem muss­ten sie dort stän­dig mit zum Hit­ler­gruss erho­be­nem Arm an einer auf eine Stan­ge gesteck­ten Uni­form­müt­ze vor­bei­mar­schie­ren, die Göring sym­bo­li­sie­ren sollte.[1]

        https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​G​e​s​s​l​e​r​hut

      5. es gibt unter­schied­li­che Arten von mitmachen..bei vie­len ist es mehr Schein wür­de ich sagen, das heißt bspw. sich nicht imp­fen las­sen (die ganz har­te Nuß) aber auf Arbeit und in der öffent­lich­keit hyper­kor­rekt auf die Ein­hal­tung der AHA ach­ten, Regeln und Test­zwang mit­ma­chen, jedoch nicht über ande­re urtei­len. Auch sol­che die schwer genervt von den Maß­nah­men und kei­nen Sinn drin sehen, nei­gen zum Teil die­je­ni­gen zu ver­ach­ten die sich nicht dar­an hal­ten oder gar öffent­lich demonstrieren…es nützt aber alles nichts, wir sind in der Min­der­heit und wir müs­sen mit­ein­an­der leben. Schwie­rig emp­fin­de ich mei­ne Situa­ti­on momen­tan, weil ich mich qua­si zwi­schen 2 Fron­ten sehe, da es auch um Kri­tik am soge­nann­ten "Wider­stand" geben muß. Wahr­schein­lich wer­den wir so oder so zerrieben…bzgl "gen­dern" bin ich eben­so kritisch..und sto­cken­de Anhäng­sel in gespro­che­ner Spra­che ner­ven und sind Nebel­ker­zen, da sie die tat­säch­li­chen Benach­tei­li­gun­gen verschleiern..nur durch die Ände­rung der Form, wird sich der Inhalt nicht ändern. Aber soll mei­net­we­gen jede und jeder so machen wie sie oder er will…finde das The­ma weit­ge­hend unbe­deu­tend (wahr­lich ander Sorgen)

  4. "Statt­des­sen soll­te es vor allem immer aus­rei­chend Impf­stof­fe, die am Virus ange­passt sind, geben"

    Gegen Coro­na­vi­ren braucht nie­mand einen Impf­stoff (und die expe­ri­men­tel­le Gen­the­ra­pie etwa mit modR­NA ("mRNA") gehört sowie­so verboten).

  5. Kein Durch­marsch für Lau­ter­bach und Busch­mann? Dar­über abge­stimmt wird ja im Bun­des­tag. Unwahr­schein­lich, dass die Regie­rungs­ko­ali­ti­on die­sen Kom­pro­miss nicht kom­plett mit­tra­gen wird. SPD und Grü­nen geht die­ser Vor­schlag doch eher noch nicht weit genug.

    Es liegt mir fern die FDP zu loben, aber ich mag mir gar nicht vor­stel­len, wie die­ser Geset­zes­vor­schlag erst aus­se­hen wür­de, wenn wir allei­ne von Rot-grün regiert würden.

  6. ot

    "„Per­for­man­cestei­gern­de Dro­gen wie Koka­in sind oft ein Pro­blem der Leis­tungs­trä­ger in unse­rer Gesell­schaft, die sich kei­ne Schwä­che oder Aus­zei­ten leis­ten dür­fen“, unter­streicht Abdul­lah Bou­lad, Grün­der des exklu­si­ven Reha­zen­trums. Die aller­meis­ten sei­ner Koka­in-Ent­zugs-Pati­en­ten sei­en aber ein­deu­tig Unter­neh­mer oder CEOs von bör­sen­no­tier­ten Fir­men, vor allem aus Deutsch­land und dem Ver­ei­nig­ten König­reich. „Gera­de die Leis­tungs­trä­ger der deut­schen Wirt­schaft sind sehr häu­fig abhän­gig von leis­tungs­stei­gern­den Sub­stan­zen, meis­tens eben von Koka­in“, beob­ach­tet Boulad.

    Die 50 Pro­zent der Dax-Vor­stän­de sei „natür­lich kei­ne exak­te Zahl“ und es gebe kei­ne offi­zi­el­len Sta­tis­ti­ken dazu, kon­ze­diert der Schwei­zer. Aber die Pati­en­ten in sei­ner Kli­nik sprä­chen eine kla­re Spra­che. Auch Poli­ti­ker grei­fen offen­sicht­lich gern zum „wei­ßen Gold“.

    „Wenn Sie das Abwas­ser des 

    Deut­schen Bundestags 

    unter­su­chen wür­den, wür­den Sie dar­in gewiss ordent­li­che Rück­stän­de von Koka­in fin­den“, bringt es Bou­lad auf den Punkt. Der Dau­er­kon­sum habe gra­vie­ren­de nega­ti­ve Effek­te – auf die eige­ne Per­sön­lich­keit, die Gesund­heit, die Arbeits­leis­tung und auf das pri­va­te Umfeld."

    https://​reit​schus​ter​.de/​p​o​s​t​/​z​u​n​e​h​m​e​n​d​e​-​s​o​r​g​e​n​-​d​e​r​-​b​o​s​s​e​-​r​u​n​d​-​j​e​d​e​r​-​z​w​e​i​t​e​-​d​a​x​-​v​o​r​s​t​a​n​d​-​n​i​m​m​t​-​k​o​k​a​in/

  7. Vie­le Men­schen wol­len die Wahr­heit nicht wis­sen, weil die­se nur schwer zu ertra­gen ist und nur mit gro­ßer Mühe gefun­den wer­den kann. Statt­des­sen wer­den sie gesteuert.
    Sie wer­den gesteu­ert durch die Pro­gram­me und Kon­di­tio­nie­run­gen, die durch Eltern, Gesell­schaft, Kir­chen etc. den Men­schen von frü­hes­ter Kind­heit an auf­ge­zwun­gen werden.
    Zwei­tens wer­den sie weit mehr über unbe­wuss­te Pro­zes­se, über Trie­be, Instink­te, Bedürf­nis­se, Emo­tio­nen etc. als über ratio­na­le und bewuss­te Erwä­gun­gen gesteuert.
    Und drit­tens wer­den sie durch Pro­pa­gan­da und Mani­pu­la­ti­on gesteuert.
    Sie hin­ter­fa­gen ihre Pro­gram­me und Kon­di­tio­nie­run­gen nicht, um ihre Zuge­hö­rig­keit zu der Gesell­schaft, der Fami­lie oder ande­ren Grup­pen nicht zu ver­lie­ren (psy­scho­lo­gi­scher Grundkonflikt).
    Sie wer­den sich ihrer wirk­li­chen Moti­ve nicht bewusst, weil sie die Ein­sicht, die Erkennt­nis aus vie­len Grün­den nicht ertra­gen kön­nen, von sich etwas zu wis­sen, was ent­we­der ihrem Gewis­sen oder der öffent­li­chen Mei­nung so wider­spricht, dass sie in eine für sie selbst unan­ge­neh­me Lage gerie­ten, wenn sie des­sen, was sie eigent­lich treibt, inne wür­den (Freud).
    Und was das kogni­ti­ve Ver­mö­gen und die Wahr­heits­lie­be der Mas­sen anbe­langt, schreibt Le Bon: „Nie haben die Mas­sen nach Wahr­heit gedürs­tet. Von den Tat­sa­chen, die ihnen miß­fal­len, wen­den sie sich ab und zie­hen es vor, den Irr­tum zu ver­göt­tern, wenn er sie zu ver­füh­ren ver­mag. Wer sie zu täu­schen ver­steht, wird leicht ihr Herr, wer sie auf­zu­klä­ren sucht, stets ihr Opfer.“ 

    „Und aller­dings muß eine Sache schwie­rig sein, die so sel­ten ange­trof­fen wird. Denn wenn das Heil so bequem wäre und ohne gro­ße Mühe gefun­den wer­den könn­te, wie wäre es dann mög­lich, daß es fast von jeder­mann ver­nach­läs­sigt wird?
    Alles Erha­be­ne aber ist eben­so schwie­rig wie sel­ten.“ (Spi­no­za)

  8. …eins scheint jeden­falls klar: wenn wir jetzt nicht in Mas­sen auf die Stra­ße gehen und dage­gen pro­tes­tie­ren, sind wir im Win­ter kom­plett "im Oasch", wie der Wie­ner sagt. Und: Die neu­en Maß­nah­men wer­den zusam­men mit den explo­die­ren­den Mie­ten, Energie‑, Heiz- und Warm­was­ser­kos­ten den Gas­tro- und Hotel-Betrie­ben, Laden­ge­schäf­ten, Kul­tur­ein­rich­tun­gen und vie­len mehr den Rest geben und die meis­ten Exis­ten­zen ver­nich­ten, die es bis­her trotz Coro­na­maß­nah­men gera­de noch geschafft haben…

  9. Der Mas­ken­ter­ror geht so lan­ge wei­ter, bis genug Leu­te ein­fach kei­ne mehr auf­setz­ten, damit eine kri­ti­sche Mas­se erreicht ist, gegen die man nichts mehr machen kann.

  10. Wo soll denn nach zwei Jah­ren fort­ge­schrit­te­ner Infan­ti­li­sie­rung die 'Eigen­ver­ant­wor­tung' plötz­lich her­kom­men? Und woher der dazu nöti­ge Ver­stand, nach­dem wir Ent­schei­dun­gen und Han­deln dele­gie­ren muss­ten an Akteu­re, die sich selbst dazu legi­ti­miert hat­ten? – Bleibt das Prin­zip Hoffnung.

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