Worauf stützt sich die Stiko-Empfehlung zur "Kinder-Impfung"?

Das ist nach­zu­le­sen im "Epidemiologischen Bulletin 33/2021" des RKI vom 19.8. Dort wird auf Seite 26 angegeben:

»In der kli­ni­schen Phase 2/3‑Studie (NCT04368728) wur­de die Immunogenität, Sicherheit und Wirksamkeit von Comirnaty (BNT162b BioNTech/Pfizer) ver­sus Placebo bei einer Gesamtzahl von 2.260 ProbandInnen im Alter von 12–15 Jahren im Zeitraum vom 15.10.2020 bis zum 13.03.2021 untersucht.«

Die AutorInnen die­ser Studie wer­den dort so vorgestellt:

»From Cincinnati Children's Hospital, Cincinnati (R.W.F.); Kaiser Permanente Vaccine Study Center, Oakland (N.P.K.), and the California Research Foundation, San Diego (D.M.B.) – both in California; Vaccine Research and Development, Pfizer, Hurley, United Kingdom (N.K., S.L., R.B.); Vaccine Research and Development, Pfizer, Pearl River (A.G., J.A., K.A.S., K.K., W.V.K., D.C., P.R.D., K.U.J., W.C.G.), and SUNY Upstate Medical University, Syracuse (S.J.T.) – both in New York; Vaccine Research and Development (J.L.P., H.M., X.X.) and Worldwide Safety, Safety Surveillance and Risk Management (S.M.), Pfizer, Collegeville, PA; Duke Human Vaccine Institute, Durham, NC (E.B.W.); Senders Pediatrics, South Euclid, OH (S.S.); Clinical Research Professionals, Chesterfield, MO (T.J.); BioNTech, Mainz, Germany (Ö.T., U.Ş.); and Worldwide Safety, Safety Surveillance and Risk Management, Pfizer, Groton, CT (D.B.T.).«

Die Kürzel Ö.T und U.Ş. ste­hen für die Chefs von Biontech, Özlem Türeci und Uğur Şahin. Der über­wie­gen­de Teil der AutorInnen der Studie, auf der die Empfehlung der Stiko beruht, steht in Diensten des Herstellers.

Die TeilnehmerInnen der Studie – Risikogruppen ausgeschlossen

In der Studie wur­de nicht etwa die Population in den USA abge­bil­det – Kinder und Jugendliche wur­den nur dort ein­be­zo­gen –, son­dern es wur­de eine Auswahl getrof­fen (im wei­te­ren zitiert nach RKI-Bulletin):

»Während der Phase 3 wur­den ab Oktober 2020 12 – 15-jäh­ri­ge (n = 2.260) gesun­de ProbandInnen sowie ProbandInnen mit bekann­ter, aber sta­bi­ler Vorerkrankung ein­ge­schlos­sen. Personen wur­den aus­ge­schlos­sen, wenn sie akut erkrankt oder immun­sup­pri­miert waren, eine Allergie gegen eine der Impfstoffkomponenten bekannt war, Medikamente zum Schutz vor COVID-19 ein­ge­nom­men wur­den, eine SARS-CoV-2-Infektion vor­an­ge­gan­gen war, eine Schwangerschaft oder Stillzeit bestand, sie bereits gegen COVID-19 geimpft waren oder inner­halb der vor­an­ge­gan­ge­nen 60 Tage Blutprodukte erhal­ten hat­ten. Die ProbandInnen wur­den 1:1 ran­do­mi­siert und erhiel­ten 2 Dosen Comirnaty (30µg) (n=1.131) oder Placebo (Kochsalzlösung) (n=1.129) im Abstand von ≥ 21 Tagen. Die Studie war ursprüng­lich in den USA, Argentinien, Brasilien, Deutschland, Südafrika und der Türkei begon­nen wor­den, der Einschluss der 12– 15-Jährigen erfolg­te jedoch aus­schließ­lich in den USA.«

Gezielt wur­den damit Risikogruppen aus­ge­schlos­sen. Die Ergebnisse wer­den von der Stiko aller­dings auf alle Kinder und Jugendliche angewandt.

Strenge Definition einer COVID-19- Erkrankung

Für die Effektivität wur­den Regeln ange­legt, die im rea­len Leben nicht gel­ten. Während dort eine Erkrankung ange­nom­men wird bei einem posi­ti­ven PCR-Test, auch ohne jeg­li­che Symptome, galt für die Studie:

»Eine COVID-19-Erkrankung galt als bestä­tigt, wenn ein posi­ti­ver SARS-CoV-2- Nachweis und min­des­tens eines der fol­gen­den Symptome vor­lag: Fieber, Atemnot, Schüttelfrost, Myalgien, Geruchs- oder Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Diarrhoe oder Erbrechen. Eine schwe­re COVID-19-Erkrankung lag vor, wenn zusätz­lich min­des­tens eines der fol­gen­den Symptome bestand: schwe­re sys­te­mi­sche Erkrankung, Ateminsuffizienz, Schocksymptomatik, oder wenn eine inten­siv­me­di­zi­ni­sche Behandlung not­wen­dig wur­de oder die Erkrankung töd­lich verlief. «

Nur 4,3 Prozent der Jugendlichen wurden länger als drei Monate beobachtet

Für den Biontech-Stoff wird angegeben:

»Die Auswertung berück­sich­tigt alle Daten, die bis zum 13.03.2021 erho­ben wur­den. Bis zu die­sem Zeitpunkt lie­gen Daten von 2.260 12 – 15- jäh­ri­gen Kindern und Jugendlichen vor (n = 1.131 Comirnaty; n=1.129 Placebo); davon haben 42,1 % eine Nachbeobachtungszeit von <2 Monaten nach Verabreichung der 2.Impfstoffdosis, 53,6 % ≥2 bis <3 Monate und 4,3 % ≥3 Monate. In der Vergleichsgruppe der 16– 25-Jährigen (n= 3.610) beträgt der Anteil an ProbandInnen mit einem Nachbeobachtungszeitraum ≥2 Monate 87,3 %.«

Mehr als die Hälfte benötigten fiebersenkende Mittel

»Antipyretikagebrauch gaben 36,6 % der 12 – 15- Jährigen nach der 1.Impfstoffdosis und 50,8 % nach der 2.Impfstoffdosis an; bei den 16– 25-Jährigen waren es 31,5 % nach der 1. Dosis und 45,7 % nach der 2.Impfstoffdosis.«

In den Tabellen des RKI wird die Aufschlüsselung der Medikamentengabe, anders als in einer Darstellung der FDA, nicht dar­ge­stellt. Dort (S. 29) fin­den sich auch die erheb­lich nied­ri­ge­ren Vergleichswerte der Placebogruppe, näm­lich 9,8 Prozent nach der ers­ten und 8,8 Prozent nach der zwei­ten "Impfung".

Viermal so viele "schwerwiegende unerwünschte Ereignisse" wie in der Placebo-Gruppe

»Im Zeitraum zwi­schen der Verabreichung der 1.Impfstoffdosis bis 30 Tage nach Applikation der 2.Impfstoffdosis wur­den bei 0,4 % (n= 4) in der Impfstoffgruppe und 0,1 % (n= 1) in der Placebogruppe schwer­wie­gen­de uner­wünsch­te Ereignisse (SAE) fest­ge­stellt. Alle SAE wur­den als nicht-impf­stoff­be­zo­gen gewertet.«

Unter die­sen Bedingungen muß die Schlußfolgerung erstau­nen (oder auch nicht):

»Fazit zur Wirksamkeit und Sicherheit der mRNA-Impfstoffe bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 –17 Jahren 

Beide mRNA-Impfstoffe sind in der Altersgruppe der 12–17-Jährigen grund­sätz­lich sehr wirk­sam und sicher..

Seltene schwe­re Nebenwirkungen sind in der geimpf­ten Studienpopulation nicht auf­ge­fal­len; es haben jedoch auch nur 1.131 Kinder und Jugendliche in der Comirnaty-Studie und 2.486 in der Spikevax-Studie den Impfstoff erhal­ten. Bei kur­zer Nachbeobachtungszeit und rela­tiv klei­nen Studienpopulationen kön­nen sehr sel­te­ne Nebenwirkungen in den Zulassungsstudien nicht sicher erkannt wer­den. Das Auftreten sel­te­ner uner­wünsch­ter Wirkungen in die­ser Altersgruppe muss auf­grund der mil­den und häu­fig asym­pto­ma­ti­schen COVID-19- Verläufe in der Risiko-Nutzen-Abwägung wei­ter­hin beson­ders sorg­fäl­tig beob­ach­tet werden. 

Erst bei der brei­ten Anwendung der mRNA-Impfstoffe sind Myo- und Perikarditiden oder eine Kombination von bei­dem als sehr sel­te­ne wahr­schein­li­che Folge der Impfung auf­ge­fal­len. Sie tra­ten zumeist weni­ge Tage nach der Impfung und über­wie­gend nach der 2.Impfstoffdosis auf. Jungen und jun­ge Männer waren beson­ders betrof­fen. Die Verläufe sind zumeist gut­ar­tig, es feh­len jedoch Daten zum Langzeitverlauf…«

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

13 Antworten auf „Worauf stützt sich die Stiko-Empfehlung zur "Kinder-Impfung"?“

  1. Unter dem künf­ti­gen RKI-Chef Stephan Kohn, wird ein der­ar­ti­ges Versagen und die Bevölkerung hin­ters Licht füh­ren nicht mehr gesche­hen können.
    Noch ist es nur ein Planspiel, aber als Vorbereitung hervorragend.
    Morgen Teil 4

    1. @Petra S.:
      Herr Kohn soll­te bes­ser an ande­rer Stelle ste­hen, denn Mediziner oder so ist er ja nicht. Leitender Staatssekretär, Abt. Krisenmanagement?

      Herr Wieler w ä r e eigent­lich qua­li­fi­ziert, und am rich­ti­gen Platze, fach­lich gesehen.
      Das Problem ist nur sein Charakter: Feigling und Arschkriecher.

  2. Ich bas­te­le mir mei­ne "Impf-Welt", so wie sie mir gefällt!

    Wie ich hier schon vor ein paar Tagen geschrie­ben habe, hat­te Mertens die Aufgabe, das "gute Gewissen" für die Kinder zu spie­len – nichts ande­res! Die Stiko hat dem Genexperiment bei den Erwachsenen beden­ken­los zuge­stimmt; war­um soll sie bei glei­chen Parametern nicht auch der Kinderimpfung zustim­men. Es sind für mich genau­so Mittäter, ohne jeg­li­chen Skrupel.

    Schlimm ist, dass es sich um Kinder han­delt, die das Giftzeug ver­ab­reicht bekom­men und sich teil­wei­se nicht weh­ren kön­nen. Dafür müs­sen sie even­tu­ell ein lan­ges Leben über mit den Folgen – bes­ser Schäden – zurechtkommen.

  3. Die Ein-Schüsse kom­men näher: in den USA wird am Montag die end­gül­ti­ge Zulassung des Biontech/Pfizer Produkts erwar­tet. Neben Jubel-Ausbrüchen (habe ich nicht ver­linkt) und Ankündigungen von wei­te­rem Druck auf Ungeimpfte (vor allem bestimm­ter Berufsgruppen) gibt es aller­dings auch Kritik wegen der beschleu­nig­ten Entscheidung, die wahr­schein­lich auf poli­ti­schen Druck hin beschlos­sen wird, und man­geln­der Transparenz bei der Diskussion um die vor­han­de­nen Daten. Von der FDA war letz­tes Jahr ein exter­nes Beratungskomitee in Aussicht gestellt wor­den, auf das man nun meint ver­zich­ten zu kön­nen. Nachzulesen im British Medical Journal (bmj)

    https://www.rnd.de/gesundheit/usa-corona-impfstoff-biontechpfizer-vollstaendige-zulassung-steht-bevor-DCCPOHJOMEJWBXYBTKTI56EVHE.html
    https://www.nytimes.com/2021/08/20/us/politics/fda-pfizer-covid-vaccine-full-approval.html
    https://www.bmj.com/content/374/bmj.n2086

  4. ", es feh­len jedoch Daten zum Langzeitverlauf…« "
    Und trotz­dem spricht die STIKO die Empfehlung aus.
    Deutschland ist end­gül­tig in einem dunk­len tie­fen Loch des Wahnsinns versunken.

    1. Sagen wir ein­fach, Deutschland und vie­le ande­re Länder sind schwer krank gewor­den. Durch Pfizer und die Seinen. Pfizer macht krank.

      Was ist das für eine Krankheit? Leichtgläubigkeit, die sich psy­cho­lo­gisch wirk­sam immer selbst bestä­ti­gen muss. Also eigent­lich kei­ne Leichtgläubigkeit ist, aber sein will. Das ist schi­zo­id, also psy­cho­tisch. Abpanzerung. Die Leute schei­nen unan­sprech­bar zu sein. Und es fehlt ein Gericht, dass nach­hal­tig für Klarheit sorgt und dem Spuk ein Ende bereitet.

  5. Die Zulassung als beding­te Vermarktung/ Notfall und dann end­gül­tig ist das Ziel der "Politik". Die Organisationen, die dies aus­füh­ren, sind natür­lich poli­tisch moti­viert. Etwas ande­res anzu­neh­men, ist bei Betrachtung der Fakten sehr optimistisch.

    Und die "Impfempfehlung" der STIKO ist nichts ande­res. Studien wer­den so ange­fer­tigt bis das gewünsch­te Ergebnis steht. Man muss nur das "Design" der Studie entpre­chend vor­neh­men. Dass die pro­fi­tie­ren­den Pharmafirmen mit CRO als Auftragnehmern ger­ne hier­bei behilf­lich sind, vor allem, wenn dies poli­tisch gewünscht ist, dürf­te auf der Hand liegen.

    Das nächs­te Projekt, das durch­ge­drückt wer­den wird, sind die Booster/Auffrischungsimpfungen. WHO und Drosten mögen noch ein wenig argu­men­tie­ren zum Schein. Salamitaktik. Nicht mehr und nicht weni­ger. Und dies im glo­ba­len Maßstab.

  6. "Untergang des Abendlandes" nann­te Oswald Spengler sein nach dem 1. WK erschie­ne­nes Buch. Ganz unab­hän­gig von des­sen Inhalt wur­de der Titel zur Chiffre einer Zivilisation, die sich in einem wüs­ten Krieg sel­ber zerstört.

    Mit "Nous som­mes en guer­re" hat der frz. Präsident Macron den Umgang mit einem Grippevirus zu einem neu­en "Weltkrieg" über­höht, der "Erregertheorie" fol­gend (ent­stan­den im spä­ten 19. Jh., dem Zeitalter des Hochimperialismus), nach der Krankheiten ent­ste­hen, weil äus­se­re Bedrohungen auf den Körper treffen. 

    Die Grabenkämpfe von damals sind heu­te die "Lockdowns", "Wellen", "Varianten" und "Boosterimpfungen" ("Mehr des­glei­chen!", Dr. med. Helmut Jäger, auf: Medizinisches Coaching) und die mas­sen­haf­te Selbstötung nimmt die Form einer kol­lek­tiv-wahn­haf­ten Drogenspritzsucht an. Ich ken­ne Leute, die ihren Impftermin als "Einberufung" zum Virenkrieg ver­stan­den haben.

    Das Kinderopfer, der Kinderkrieg, ist die logi­sche Konsequenz die­ses Narrativs, genau­so, wie "damals" für den "Endsieg" ("Zero Covid") noch Alte und Kinder in den Volkssturm geschickt wurden.

    Diesmal wird es aller­dings kei­nen "Russen" an jeder Ecke geben, der auf das Kriegsende, die Niederlage (ende­mi­sches Virus) auf­merk­sam macht. Es muss sich jeder sel­ber aus dem Narrativ rausholen.

  7. Ein Klassenkamerad mei­nes Sohnes hat lei­der Eltern, die ganz auf der Welle sind.

    Kürzlich wur­de er (15) geimpft, und fehl­te dar­auf­hin die gan­ze Woche in der Schule auf­grund des Wunderstoffes.

    Preisfrage: Hätte das Virus ihn auch so geplättet?

  8. Meiner Meinung nach ent­larvt sich die Stiko selbst, wenn sie stets die "Impfung" zunächst für "Risikogruppen" emp­fiehlt, obwohl die­se in den "Studien" expli­zit aus­ge­nom­men waren.

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