"Zahl der Corona-Toten im Sinkflug"

»„Brauchen wir erst ein Bergamo, um den Mut für einen har­ten Lockdown zurück­zu­ge­win­nen?“, fragt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) Prof. Gernot Marx und spielt auf die Triage-Situation in Italien in der ers­ten Corona-Welle an.

Die Debatte um die rich­ti­gen Maßnahmen in der Corona-Krise, um Lockdowns und Beschränkungen bestim­men Warnungen und Mahnungen, was alles im schlimms­ten Fall pas­sie­ren KÖNNTE.

Politiker über­neh­men die Warnung vor bald über­las­te­ten Kliniken häu­fig, um für die Einhaltung der Lockdown-Reglen zu werben. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bat die Bürger in ihrem Podcast um ein „ruhi­ges Osterfest im klei­nen Kreis“. Wozu? Damit das Gesundheitssystem der Corona-Belastung stand­hal­ten könne.

Deutschlands obers­ter Krankenhaus-Chef hat die Nase voll!«

Die Zusammenfassung der Kritik von Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), war hier zu lesen.

»Selbst dass mehr Covid-Patienten als am Höhepunkt der zwei­ten Welle, also knapp 5800 Corona-Patienten, inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den müss­ten, „hie­ße kei­ne Überlastung“, so Gaß…

Gaß zu BILD: „Ich wünsch­te mir, die Bürger bes­ser zu infor­mie­ren und nicht mit dra­ma­ti­schen Zahlen zu bedro­hen. Etwa, dass es auch posi­ti­ve Entwicklungen gibt, die oft nicht zur Sprache kommen.“

So habe sich die Zahl der Toten im Verhältnis zu den Infektionen deut­lich gesenkt. Das beleg­ten auch die Zahlen: Obwohl die Infektionszahlen seit Mitte Februar stei­gen, befin­det sich die Zahl der Corona-Toten auch sie­ben Wochen nach Beginn der drit­ten Welle im Sinkflug – bis­her war die Entwicklung der Todesfälle mit etwa vier Wochen Abstand auf die Infektions-Welle gefolgt.«

Es wird die­se Grafik der "an und mit" Verstorbenen gezeigt:

Kühn wirkt die­se Aussage:

»„Ein ers­ter Effekt der Impfung“, ist sich Gaß sicher.

Im Impfen sieht der DGK-Chef ohne­hin die Hauptlösung der Pandemie. Gaß zu BILD: „Wir müs­sen so vie­le Menschen wie mög­lich gegen schwe­re Verläufe schüt­zen – des­halb soll­ten die Ständige Impfkommission und das Paul-Ehrlich-Institut den Mut haben, die Erstimpfung zu prio­ri­sie­ren. Das Motto muss lau­ten: Volle-Kraft in die Erstimpfung!“«

Die Impf-Lobby spielt auf unter­schied­li­chen Klaviaturen. Denn auf einem höhe­ren Niveau ver­hält sich die (wie­viel­te eigent­lich?) Welle wie die aus dem letz­ten Jahr, die auch ohne Impfung abflach­te, also so, wie schon immer sai­so­na­le Atemwegserkrankungen.

10 Antworten auf „"Zahl der Corona-Toten im Sinkflug"“

  1. Die Divi müss­te erst­mal erfas­sen, wie vie­le Coronapatienten denn auch wegen Corona auf der Intensivstation behan­delt wer­den. Das weiß nie­mand. Wenn ande­re Patienten einen posi­ti­ven Test oder auch nur die Vermutung eines Kontakts haben, wer­den sie mit­ge­zählt. Das gan­ze System ist auf allen Ebenen so intrans­pa­rent, dass es nie­mals für einen Lockdown genutzt wer­den dürf­te. Die Stationen kann auch kei­ner kon­trol­lie­ren, dort kommt nie­mand, der dort nicht arbei­tet hin. Die wah­ren Zahlen wer­den also deut­lich gerin­ger aus­fal­len, eben­so bei den Coronatoten. Wann wer­den Gerichte wenigs­ten eine kla­re Datenlage fordern?

  2. In Italien wur­de jetzt von Premierminister Draghi eine Verordnung erlas­sen, die eine Impfpflicht für alle Beschäftigten des Gesundheitssystems ein­führt. Italien ist das ers­te euro­päi­sche Land, das eine sol­che Impfpflicht ein­führt. Wer sich nicht imp­fen las­se, kön­ne zu Tätigkeiten ohne Patientenkontakt ver­setzt wer­den oder, wenn dies nicht gehe, auch ohne Bezahlung vom Dienst suspendiert:
    https://www.ft.com/content/18791bdf-ad1a-4f5e-b99a-28aee18fe9f7

    Laut dem Artikel hät­ten sich in Italien mehr Beschäftigte des Gesundheitssystems bis­lang imp­fen las­sen als in ande­ren euro­päi­schen Ländern, was die Hypothese erhär­tet, dass man sich solch dras­ti­sche Maßnahmen erst dann traut, wenn die Gruppe der Widerständigen bereits stark redu­ziert ist.

  3. Die Anzahl der Covid19-Fälle auf den Intensivstationen lag Anfang März bei ca 2800 und nun Anfang April bei ca 3900. Was inter­es­sie­ren da Todeszahlen? Wenn man die Intensivstation knapp über­lebt, wird es davon auch nicht viel bes­ser. Und wenn wir im Mai bei 5000 sind haben wir nun mal ein Problem.

    Aber fal­len die Todeszahlen, dann berich­tet ihr dar­über und lasst stei­gen­de Intensivfälle weg und umgekehrt. 

    Ihr dreht euch alles, wie es gera­de passt und im Zweifel haben selbst die Ärzte auf den Intensivstationen kei­ne Ahnung …

    Ihr ver­brei­tet hier gefärb­te Desinformation in Reinform und hal­tet euch auch noch für beson­ders schlau und infor­miert. Das ist hier ne Seite für die Ultradummen.

    1. Ich emp­feh­le die Analyse der Zahlen des RKI:
      https://youtu.be/seXlObKN1N4

      "Positiv Getestete" oder ver­meint­li­che Coronatote "ohne Symtome" wer­den wohl kaum wegen einer SARI behan­delt wor­den sein… 

      UND wo sind eigent­lich die Influenza Fälle hin?

      Seit der Testerei auf COVID-19 im März 2020 ist die Influenza nahe­zu verschwunden…

      Und wo sind rund 6000 Intensivbetten geblie­ben, die seit Sommer 2020 suk­zes­si­ve abge­baut wurden?

      https://youtu.be/hoewRBpjlXw

      Und wo sind die über 7 350 neue geplan­te Intensivbetten hin­ge­kom­men, für die vom Gesundheitsministerium 500 Mio € an die Länder aus­be­zahlt wor­den sind?

      https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/corona-intensivbetten-101.html

      UND: Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 13,6% weni­ger Patienten im Krankenhaus behan­delt als 2019. Auch die Gesamtzahl der SARI-Fälle, Intensivfälle und Beatmungsfälle war im Untersuchungszeitraum nicht höher als 2019.

      Quelle: IQM

      Sehr inter­es­sant ist auch das epi­de­mio­lo­gi­sche Bulletin 08/2021 des RKI, wo erklärt wird, wie vie­le "falsch Positive" bei der Testerei auf­tre­ten die täg­lich mit in die "Infektionszahlen" ein­flie­ßen und Teil der Inzidenz sind.

  4. @markus,
    Lange nichts mehr von Ihnen gehört.
    Und auch wenn ich sehr ger­ne über alles dis­ku­tie­re, wenn Ihre Voraussetzung lau­tet, dass Sie durch­bli­cken und die Anders- Denkenden " Ultradumm" sind erschwert das die Kommunikation doch sehr.
    Ich suche nach Logik in dem gan­zen Geschehen und die liegt weder bei den Tests noch bei den sons­ti­gen Massnahmen.
    Nur noch eine Info zum Schluss: ich bin immer noch in Tanzania, dem Land der " Verschwörer" , alle ohne Maske.
    Und ich war sowohl bei der Verabschiedung des Präsidenten als auch bei der Beerdigung in Chato. Jeweils unter 10 tau­sen­den von unmas­kier­ten Menschen.
    Ich bekom­me immer Berichte aus der deut­schen Presse über die " Hidden" ( ver­steck­te) Pandemie hier im Land.
    Wer jemals hier war wird sich fra­gen, wie das hier ver­steckt wer­den könnte??
    Das gan­ze Leben fin­det draus­sen statt.
    An alle fro­he Ostertage.

    1. @Elke Essien

      Das Durchschnittsalter in Tansania beträgt 18 Jahre und die Lebenserwartung beträgt bei Frauen 66 und bei Männern 63 Jahre.
      In Deutschland sind dage­gen 22% der Bevölkerung über 65 Jahre. Das sind 18 Mio Menschen. Erkennen Sie den Unterschied?

      Und – wie schon gesagt – wird hier so berich­tet, wie es gera­de am bes­ten passt.
      – Steigen die Todeszahlen, wird über die Zahl der Intensivpatienten berich­tet, die dann idR wie­der fal­len, weil man Maßnahmen ergrif­fen hat.
      – Steigt die Anzahl der Intensivpatienten, dann wird über Todeszahlen geschwur­belt, die noch nicht steigen. 

      - Reichen die Intensivstationen so gra­de aus, dann gibt es für euch gar kein Problem.
      ‑Und falls irgend­wann nicht mehr, dann ist der "Pflegenotstand " schuld oder die Berichte sind Einzelfälle oder erfunden…

      Die meis­ten Leuten durch­bli­cken aber die­se Masche. 🙂

      1. Oh Nein wer­ter Markus, wir haben hier noch lan­ge kein Problem und falls Sie eines haben dann müs­sen sie sich dar­um schon sel­ber kümmern.
        Zu ihrer Aussage "Ultradumm" passt übri­gens fol­gen­der Spruch ganz gut , "man soll nicht von sich auf ande­re schlie­ßen", gelle …

  5. Und ich dach­te schon, den stän­dig wie­der­hol­ten Mythos einer Überlastung des Krankenhaussystems kön­ne kei­ner mehr glau­ben. Dann tauch­te Markus wie­der auf, um von sich auf ande­re zu schließen.

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