Professor Brockmann weiß es eigentlich besser

Der glei­che Professor Dirk Brockmann, der sich ges­tern vehe­ment für die Einstellung jeg­li­cher Kontakte aus­ge­spro­chen hat­te ("Eigentlich müss­ten wir uns so ver­hal­ten, als sei­en wir alle infi­ziert") – sie­he dazu Ernsthafter Konkurrent für Drosten – klang Ende Mai völ­lig anders. In einem Interview mit der Deutschen Welle sag­te er: "Das Einschränken von Mobilität macht die Situation nicht deut­lich bes­ser."

Quelle: dw.com

Siehe auch Darf man Prof. Brockmann einen Dummschwätzer nennen?

28 Antworten auf „Professor Brockmann weiß es eigentlich besser“

  1. Auf der Seite der Deutschen Welle fin­det sich auch ein Beitrag der DW-Redakteurin Anja Brockmann zu "mögliche[n] Privilegien für Geimpfte":

    Zusammenhalt in Pandemiezeiten Meinung: Eine Frage der Solidarität
    https://www.dw.com/de/meinung-eine-frage-der-solidarit%C3%A4t/a‑56085924

    Dieser endet mit:

    "Belastungsprobe für vie­le Freundschaften

    Aber nicht nur die Politik muss Antworten fin­den. Auch jede ein­zel­ne Familie in Deutschland. Denn in jeder Familie wird es bald jeman­den geben, der geimpft ist, und ande­re, die es noch nicht sind. Ebenso im Freundeskreis. Es wäre welt­fremd zu glau­ben, dass pri­va­te Treffen unter Geimpften noch streng nach Corona-Auflagen statt­fin­den wer­den. Wen also lade ich zum Essen ein? Mit wem spie­le ich lie­ber Karten – mit den Geimpften oder den Ungeimpften?

    Für vie­le Freundschaften könn­te das zur Belastungsprobe wer­den. Und auch für die Gesellschaft ins­ge­samt. Denn vor­über­ge­hend wird es tat­säch­lich eine Spaltung geben in die Gruppe der Geimpften und die der Imfpwilligen. Das muss Politik offen anspre­chen und Brücken bau­en, um das Feld nicht den Populisten zu über­las­sen. Gerade im Jahr der Bundestagswahl und zum Ende der Kanzlerschaft Merkels wäre das fatal. "

    (Der Tippfehler bei "Imfpwilligen" ist im Original so.)

    Frage: Gibt es einen Bezug zwi­schen Anja Brockmann und Dirk Brockmann?

    - – - -

    Wer nach einem Blick auf die Seite der Deutschen Welle sich dar­über wun­dert kon­form die Nachrichten dort sind, soll­te sich dar­in erin­nern, dass die DW (finan­zi­ell) dem Kanzleramt zuge­ord­net ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Welle#Finanzierung

    "Finanzierung

    Auch wenn die DW wie die öffent­lich-recht­li­chen Rundfunkanstalten eine Anstalt des öffent­li­chen Rechts ist, erhält sie kei­ne Zuwendungen aus den Rundfunkbeiträgen. Die Finanzierung der DW wird maß­geb­lich mit Steuergeldern aus dem Bundeshaushalt finan­ziert. Die Deutsche Welle erhält ihren Zuschuss über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der sei­ner­seits im Bundeshaushalt dem Einzelplan der Bundeskanzlerin und des Bundeskanzleramts zuge­ord­net ist.[17] Daneben ist es der Deutschen Welle erlaubt, sons­ti­ge Einnahmen zu erzie­len, etwa aus Werbung und Sponsoring (in der Diktion des Deutsche-Welle-Gesetzes „Sponsern“). Der Etat 2018 betrug 326 Millionen Euro.[18]"

  2. Das Virus ist neu und wird inten­siv erforscht. Da ist es klar, dass sich in 7 Monaten Erkenntnisse ändern.

    Das kann man ein­se­hen oder halt nicht. Ihr wollt halt unbe­dingt Zweifel schüren.

    1. Was für eine unfass­ba­re Chuzpe!

      Wehe, es hat­te jemand schon von Beginn an eine gut begrün­de­te ande­re Meinung. Dann war er ein Verschwörungstheoretiker, der sowie­so von nix eine Ahnung hat. Aber wenn die unfehl­ba­ren Götter ihre Meinung stünd­lich wech­seln – "Damit hält man das nicht auf. Die Daten dazu sind nicht gut." – dann haben sich halt "die Erkenntnisse geändert".

      Es gibt nur wenig, was mich mehr anwi­dert, als eine der­art brech­reiz­er­re­gen­de, voll­kom­men belie­bi­ge Hypokrisie!

      Ihr wollt halt unbe­dingt Zweifel schüren.

      Ja, es gibt ja bekann­ter­ma­ßen nichts Schlimmeres, als Zweifel. Da fällt mir nix mehr zu ein. Wobei, doch:

      Das Problem die­ser Welt ist, dass die intel­li­gen­ten Menschen so vol­ler Selbstzweifel und die Dummen so vol­ler Selbstvertrauen sind. Charles Bukowski.

      1. @Ds-Perspektiven

        Die Mutigen sind in der Lage ihre Ansichten zu ändern, wenn es neue Erkenntnisse gibt und ggf einen Irrtum einzuräumen. 

        Wordag und Bakdhi ver­brei­ten seit Monaten das immer Gleiche. Zu Beginn der Pandemie und Sommer war das viel­leicht noch im Bereich des Möglichen und dis­ku­ta­bel aber seit spä­tes­tens November nicht mehr. 

        Wordag/Bakhdi haben eher was vom trump­schen "Ich habe die Wahl haus­hoch gewon­nen und sie wur­de mir gestoh­len!"… Das glau­ben die Fans, weil es ihnen gefällt.

        1. - es gibt kei­ne asym­pto­ma­ti­sche Übertragung
          – Sterblichkeit exakt wie Grippe
          – "long covid" ist Quatsch
          – es gibt kei­ne Übersterblichkeit (es ster­ben zu 99.9% die­je­ni­gen, die sowie­so gestor­ben wãren)
          – lock­downs sind nutzlos
          – Masken brin­gen nichts
          – es wird ein unfass­bar hoher wirt­schaft­li­cher und gesell­schaft­li­cher Schaden ange­rich­tet, wie er sonst nur in Kriegszeiten entsteht.

          Für jeden die­ser Punkte gibt es wis­sen­schaft­li­che Studien, die das hieb- und stich­fest nachweisen.

          1. Und "die Virus-Mutation, die noch viel anste­cken­der ist", ist auch ein kom­plet­tes fake. Kreiert um die Völker in wei­te­re lock­downs zu zwingen.

    2. Doch! Natürlich kann man ein­se­hen, dass Erkenntnisse sich ändern. 

      In die­sem Fall geht es um die Aussagen von Ende Mai, die sich auf ein Fakt bezie­hen, näm­lich, dass "das Virus über­all zir­ku­liert" und dar­aus folgt: "Das Einschränken von Mobilität macht die Situation nicht deut­lich besser."

      Die Erkenntnis, dass die­se Aussagen heu­te poli­tisch nicht gewollt sind, hat sich bei Herrn Brockmann offen­sicht­lich gebildet.
      Damals im Mai hat es nie­mand inter­es­siert, weil die Grippe eh vor­bei war. Wenn die lang­jäh­ri­ge Erfahrung nicht täuscht, wird es die­ses Jahr wie­der so sein.
      Die Erkenntnis-Änderung für Herrn Brockmann stellt sich für den Betrachter so dar: Wenn ich mei­ne Äußerungen von Ende Mai,
      an deren Grundsubstanz sich nichts geän­dert hat, heu­te wei­ter ver­brei­te, bin ich mög­li­cher­wei­se mor­gen mei­nen Job beim RKI los.
      Da erzähl ich lie­ber das Gegenteil.

      Klar! Erkenntnisse kön­nen sich ändern!
      Wenn Herr Brockmann vom RKI/Gesundheitsministerium einen Maulkorb ver­passt bekom­men soll­te, kommt er viel­leicht zur Erkenntnis, dass er jetzt lie­ber nichts mehr sagen wird, anstatt als
      Dauergast bei Markus Lanz rumzusitzen.

      Kann alles sein. Erkenntnisse kön­nen sich ändern.
      Grippe ist auch jedes Jahr neu. Das wird jedes Jahr inten­siv erforscht.
      Da ändert sich auch regel­mä­ßig die Erkenntnis.
      Oder hat man den Grippeviren schon ver­bo­ten, sich zu ändern?

      1. Quelle lockdownsceptics.org:

        "A remin­der that Chief Scientific Advisor Sir Patrick Vallance is hims­elf a lock­down scep­tic – or was. Ahead of the first Lockdown in March, the Evening Standard repor­ted his comments on Sky News:

        If you com­ple­te­ly locked down abso­lute­ly ever­ything, pro­bab­ly for a peri­od of four mon­ths or more then you would sup­press this virus,

        All of the evi­dence from pre­vious epi­de­mics sug­gests that when you do that and then you release it, it all comes back again.

        The other part of this is to make sure that we don’t end up with a sud­den peak again in the win­ter which is even lar­ger which cau­ses even more problems.

        So we want to sup­press it, not get rid of it com­ple­te­ly which you can’t do any­way, not sup­press it so we get the second peak and also allow enough of us who are going to get mild ill­ness to beco­me immu­ne to this to help with the who­le popu­la­ti­on respon­se which would pro­tect everybody."

    3. @Markus
      Das Virus ist nicht neu, Coronaviren gibt es schon lan­ge. U.a. dar­um sind so vie­le Menschen (ca. 80%) schon immun und haben höchs­tens schwa­che Symptome davon. Exakt wie bei Influenza.
      Alles spricht dafür dass die Herdenimmunität schon erreicht ist und sars-cov‑2 ende­misch ist seit Sommer 2020.

      1. @Chrisies

        Und des­halb kämpft die gan­ze Welt von China über Europa bis nach Amerika mit dem Sars-Cov-2-Virus, Menschen ster­ben auf den Intensivstationen und die gan­ze Welt rafft nicht dass das alles nur eine "Drosten-Test"-Pandemie ist und auf den Intensivstationen Grippekranke liegen. 

        Also alle Verantwortlichen auf der gan­zen Welt sind kom­plett doof und inkom­pe­tent. Alles klar… XD

        1. @Markus
          Fast alle Verantwortlichen auf der gan­zen Welt und diver­se NGOs koope­rie­ren in Internationalen Vereinigungen und sind z.B. in der WHO und UN orga­ni­siert. Dort spre­chen sie zuneh­mend Reaktionsweisen auf dro­hen­de Zukunftslagen ab wie Klimawandel oder auch Seuchen. China nimmt auch dar­an teil, hat aber im Gegensatz zu den west­li­chen Kollegen eben­so wie afri­ka­ni­sche Länder bereits Erfahrung im Umgang mit Pandemien.
          In die­sem China also tre­ten plötz­lich gehäuft Infektionen und auch Todesfälle auf, die die sich nicht erklä­ren kön­nen. Sie unter­su­chen den Vorgang und fin­den ein neu­es Coronavirus, das die­se Ausbrüche aus­löst. Nach anfäng­li­chem … nen­nen wir es "Zögern" … beken­nen sie das offen und infor­mie­ren die WHO. Die WHO ruft eine Pandemie aus und zeit­ver­zö­gert reagie­ren auch die west­li­chen Länder dar­auf. Sie haben die­se Szenarien zwar schon bespro­chen und auch abge­spro­chen, haben aber kei­ne Übung dar­in. Daher geht es erst mal ein wenig durch­ein­an­der. Sie schau­en nach China und ahmen nach.
          Anstelle die seu­chen­er­fah­re­nen Länder um Rat und Unterstützung zu fra­gen, haben sie aber den Ehrgeiz, mit der Internationalen Beratergruppe der Bundesregierung
          https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2017/august/internationales-beratergremium.html
          deren wis­sen­schaft­li­cher Kopf seit 2017 Drosten ist, eige­ne Lösungen für die west­li­che Welt zu ent­wi­ckeln und tun genau das auch. Das ist fürs ers­te schon mal alles.
          Aber irgend­was müs­sen sie bei der Abstimmung und Nachahmung wohl über­se­hen haben, denn sowohl China, sehr vie­le asia­ti­schen und auch afri­ka­ni­schen Länder sind inzwi­schen bei­na­he zum Normalbetrieb zurück­ge­kehrt und haben mit dem Virus nur noch das Problem, dass sie auf­pas­sen müs­sen, dass es nicht wiederkommt.
          Anders die west­li­chen Länder: die "kämp­fen" seit einem Jahr erfolg­los gegen das Virus und wis­sen nicht ein noch aus, der eilig selbst und mit viel Glauben an Gentechnologie ehr­gei­zig ent­wi­ckel­te Impfstoff ver­ur­sacht immer mehr Todesfälle anstatt vor dem Virus zu schüt­zen und die Maßnahmen wer­den evi­dent immer sinnloser.
          Daraus schlie­ße ich, dass eini­ge Verantwortlichen auf der Welt offen­bar etwas bes­ser und die ande­ren etwas falsch machen.
          Würden Sie mir dar­in fol­gen wollen?

          1. Ich möch­te Ihnen, auch wenn es viel und kom­plex zu lesen ist, die Aussage des Chefs eines gro­ßen Krankenhausverbands in Deutschland wie­der­ge­ben. Da er anonym pos­tet, kann ich aller­dings sei­nen Namen nicht nen­nen. Versuchen Sie, sei­nen (!) Erwägungen zu fol­gen. Am Ende wis­sen Sie, was eine Pandemie ist – in Deutschland:

            Um die Pandemie wei­ter und wei­ter lau­fen zu las­sen benö­ti­ge ich Inzidenzen über 50 und vor allem den Verweis auf knap­pe Intensivkapazitäten, gern bis zur Bundestagswahl . Das mit der Inzidenz ist ja hin­rei­chend dis­ku­tiert und klar wie es geht, PCR Test auf E Gen, Ct Wert usw.

            Wie stel­le ich sicher das die frei­en beleg­ba­ren Intensivbetten solan­ge ich es möch­te knapp aus­ge­wie­sen wer­den, wo doch nun sogar auch Journalisten und Bürger ins Divi Register schau­en können?

            Ganz ein­fach, ich ret­te die Krankenhäuser und zwar wie folgt. Das Niveau der Krankenhausbelegung ist so nied­rig wie noch nie. Jeder kann sich das z.B. auf der Helios Hompage dort für den Konzern ins­ge­samt aber auch für jede ein­zel­ne Klinik anschau­en. Die Strichellinie ist die Auslastung im Vorjahr, das sind nie dage­we­se­ne Leerstände von Betten.

            https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

            In allen ande­ren Kliniken in Deutschland ist es nicht anders. Die Erlöse kom­men sonst übli­cher­wei­se aus der Abrechnung der ein­zel­nen Patienten über Fallpauschalen (DRG) an die jewei­li­ge Krankenkasse des Patienten. Wenn dort aber 20 bis 30 Prozent der Patienten und damit Erlöse feh­len, droht unmit­tel­bar die Zahlungsunfähigkeit also die Insolvenz bzw. Löhne und Gehälter kön­nen nicht gezahlt wer­den. In die­ser Lage sind nun alle Kliniken. Also wur­den wie­der die Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds akti­viert, die es zunächst bis 30.9.2020 gab. Berechnungsmodus war ver­ein­facht: Durchschnittliche Belegung 2019 (Behandlungstage 2019 gesamt / 365). Dann jewei­li­ge Belegung aktu­ell und die nega­ti­ve Differenz pro Tag wur­de mit EUR 560, EUR 660 oder EUR 760 bezahlt.

            Nun hat Herr Spahn ganz tief in die Trickkiste gegrif­fen und es sprach­lich etwas erschwert. Die Regelung wur­de wie­der ein­ge­führt aber modi­fi­ziert (nur 90% des ursprüng­li­chen Betrages) und mit zusätz­li­chen Regelungen bzw. Voraussetzungen. 1. eine Inzidenz grö­ßer 70 und 2. was heißt wohl:

            "weni­ger als 25 Prozent freie betreib­ba­re Intensivkapazitäten" bzw. "weni­ger als 15 Prozent freie betreib­ba­re Intensivkapazitäten"

            Es müs­sen ans Divi gemel­det wer­den, dass mehr als 75 % bzw. 85 % der Intensivbetten belegt sind.

            Noch nie war das Betreiben eines Krankenhauses nun ein­fa­cher. Ich habe ein 1.000 Betten Haus, habe anstatt wie üblich 800 Betten nur noch 400 Betten belegt. Ich muss nichts machen aus mei­ne 40 Intensivbetten ent­we­der so mel­den, dass ich sie ver­rin­ge­re und damit über 75 % kom­me oder ich suche mir Patienten, die ich ans Monitoring anklem­me auf IMC/ITS. Es gilt im Divi ja IMC und ITS und ich muss ja auch nicht beatmen. Das ist dann auch kein Abrechnungsbetrug, denn wenn ich nicht beatme, führt es auch nicht zu einer höhe­ren DRG also Erlösen auf der Rechnung für den Patienten. Ich suche mir also alte mul­ti­mor­bi­de Patienten von den Normalstationen, erwar­te viel­leicht eine Verschlechterung, wes­we­gen ich sie ans Monitoring auf IMC hän­ge und gut ist. Das ist wie im Hotel ein Upgrade auf ein bes­se­res Zimmer und für den Patienten tat­säch­lich auch medi­zi­nisch bes­ser. Sollte der in der Nacht einen Herzinfarkt bekom­men piepst es am Schwesternstützpunkt von allein.

            Ganz per­fi­de ist die Regelung für die klei­nen Krankenhäuser der Stufe 1, übli­cher­wei­se Krankenhäuser der Grund und Regelversorgung unter 200 Betten, mit 6 bis 10 Betten Intensiv/IMC. Die bekom­men nur das Geld, wenn über 85 % die­ser Betten belegt sind. Wieviel sind wohl 85% von 6 Betten oder 10? D.h. die wer­den immer voll gemel­det. D.h. in den ganz länd­li­chen Regionen mit den klei­nen Häusern wird die Meldung immer sein, ganz über­ra­schend, alle Intensivbetten voll. Nur wenn die 6 Intensivbetten voll sind, bekommt das Krankenhaus sei­ne ande­ren 100 lee­ren Betten aus dem Gesundheitsfonds bezahlt.

            Da muss ich fast sagen Respekt. Der Spahn hats kom­plett kapiert und so kön­nen sie das hin­zie­hen so lan­ge sie wollen.

            Die Freude von allen im Krankenhaus nun dar­über (die habens auch alle kapiert) wird aber am Ende umschla­gen, denn die nächs­te Falle ist damit auch schon ein­ge­baut. Es wird also kei­nen Druck mehr geben, elek­ti­ve Patienten auf­zu­neh­men und zu ver­sor­gen. D.h. die Krankenhäuser und vor allem die klei­nen legen noch ein Kalenderjahr mit extrem gerin­ger Auslastung hin. Wird ja alles bezahlt, so lan­ge ich mei­ne Intensivbetten voll habe. Die Patientenströme ver­la­gern sich noch mehr zu den gro­ßen Häusern, da dort eher die Notfälle ver­sorgt wer­den. Die schlie­ßen gera­de Normalstationen und bau­chen Überstunden ab etc. Und dann kommt ganz schnell die Strukturbereinigung ent­spre­chend der Bertelsmann Stiftung. Das erle­di­gen dann die zwangs­läu­fi­gen Insolvenzen, wenn mal die Freihaltepauschale endet. Man muss ja auch kei­ne Häuser ret­ten, die so gering aus­ge­las­tet waren und offen­sicht­lich nie­mand braucht, wirds heißen.

            Im Übrigen zur Inzidenz über 70 hel­fen wir auch, weil wir als Krankenhaus tes­ten ja jetzt jeden sta­tio­nä­ren und jeden ambu­lant zu ope­rie­ren­den Patienten und alle Mitarbeiter und vor Verlegung zurück ins Altenheim die Patienten noch­mal usw usw. Das ist in einem Krankenhaus mit 1.000 Betten und 3.000 Mitarbeitern ein leich­tes, da nur in die­sem einem Krankenhaus auf einen erheb­lich Teil der not­wen­di­gen 70 posi­ti­ven Tests pro Woche zu kom­men! Reicht ja dann für die Inzidenz von 70 pro Woche auf 100.000 Einwohner in mei­ner Region. Das mit dem Ct Wert schön hoch und dem E Gen hat das Labor im Krankenhaus auch drauf. Nur die Mitarbeiter beru­hi­gen wir, denen kann man schon mal mit­ge­ben, dass der Ct Wert ja grö­ßer 35 war, sie sich also kei­ne gro­ßen Sorgen machen müs­sen. [Hervorhebung durch mich]

    4. Corona-Viren sind nicht neu. Jährliche Mutationen kom­men bei ande­ren Krankheiten eben­so vor, das revo­lu­tio­niert nicht die gesam­te Wissenschaft.

  3. Übrigens kann man auch hier schön sehen, war­um nur weni­ge seriö­ser Wissenschaftle Lust haben, an die Öffentlichkeit zu gehen:

    Sobald die Erkenntnisse und Ansichten äußern, die "Querdenkern" nicht pas­sen, wer­den die ange­pran­gert und zur Hassfigur auf­ge­baut. Und wer weiß, wel­che Irren da drau­ßen dem irgend­wann Taten fol­gen lassen. 

    Wohin es füh­ren kann, wenn man fast aus­schließ­lich in (s)einer Parallelwelt lebt, hat man zuletzt am Kapitol gese­hen. Zwischen Trump-Fans und Querdenkern gibt es Gemeinsamkeiten. ^^

    1. Ich habe momen­tan durch­aus den Eindruck, daß Wissenschaftler, die ande­re Ansichten und sogar Fakten äußern, die den Regierenden nicht pas­sen, ange­pran­gert und zur Hassfigur auf­ge­baut werden.
      Da ist das klei­ne Häufchen wirk­lich Versprengter sehr hilf­reich, denn sie sind treff­lich als Schmelztiegel für alle geeig­net, die "nur" all­zu berech­tig­te Kritik an der Verhältnismäßigkeit äußern.

    2. @Markus
      Es freut mich, dass ich hier mal der­sel­ben Meinung bin wie Sie: Hühner gackern erst, wenn sie ein Ei gelegt haben, nicht vorher.
      Erstaunlich nur, dass dann ver­meint­lich seriö­se Wissenschaftler schon lan­ge vor­her ums Mikro drän­geln, ahnungs­los rade­bre­chen – und sich dann wun­dern, wenn sie nicht glaub­wür­dig rüberkommen.
      Wenn man jeden Irrtum kund­tut, ver­wirrt man. Man soll­te sich also tun­lichst auf halb­wegs vali­de Ergebnisse beschrän­ken und die dann kon­sis­tent dar­stel­len und anschlie­ßend kon­tro­vers diskutieren.

      1. @some1
        Bei einer neu­en Virusinfektion müs­sen die Verantwortlichen Entscheidung tref­fen, obwohl die Erkenntnise noch unvoll­stän­dig sind.
        Und die Wissenschaftler müs­sen den jewei­li­gen Wissensstand erklä­ren, der sich eben mit der Zeit ändern kann.

        Das ist eine sehr blö­de Lage. Deshalb wird es von den meis­ten Leuten als extem unge­recht emp­fun­den, wenn dann hin­ter­her die Besserwisser kommen.

        1. @Markus
          Das Virus fei­ert ja nun dem­nächst sein 1 jäh­ri­ges Jubiläum bei uns.
          Ich kann bei die­sen Leuten – sog. Wissenschaftler – , die sich seit­dem um die Mikrofone drän­geln, beim bes­ten Willen kei­nen Erkenntnisfortschritt und bei den Maßnahmen der Politiker kei­ne Folgerichtigkeit erkennen.
          Nach so vie­len Monaten kann und muss man von Fachleuten im jewei­li­gen Bereich aber genau das zu Recht ver­lan­gen. Wenn sie nicht lie­fern kön­nen – und dass sie es nicht kön­nen, ist evi­dent – soll­te man sie raus­schmei­ßen und fähi­ge­res "Personal" beauf­tra­gen. Das gilt für unfä­hi­ge Politiker eben­so wie für Wissenschaftler, die kein Wissen schaffen.

        2. @Markus
          Bei einer neu­en Virusinfektion müs­sen die Verantwortlichen Entscheidung treffen

          Müssen sie? Warum?
          Und wen zäh­len Sie über­haupt zu den Verantworlichen?

  4. Das die Einschränkung der Mobilität kei­nen Sinn macht, hät­te ich auch ohne Modellierung und Professorentitel sagen kön­nen. Ich weiß näm­lich das Viren Schwarzfahrer sind. Schade, mich hat kei­ner gefragt, die Antwort hät­te ich auch kos­ten­los gegeben.

    1. Besten Dank für die­sen Link. Das ist ein ziem­lich auf­schluss­rei­cher Artikel, der eigent­lich unmit­tel­bar bei den Entscheidern lan­den soll­te. Unverdächtig noch dazu, weil von 2018.
      "Es scheint durch­aus denk­bar, dass ein Virus auf einem Kontinent in die Atmosphäre gewir­belt wird und erst auf einem ande­ren wie­der landet“
      Na gut, wenn die Frau Bu-Ka davon hört, ver­ord­net sie uns wahr­schein­lich dau­er­haft Regenschirme.

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