Herr der Panik ist wieder an Bord

Die Besorgnis, daß Drosten mög­li­cher­wei­se aus dem Ruder läuft (s. Kleine Sensationen von Drosten), hat sich als gegen­stands­los erwie­sen. Er bringt fal­sche Zahlen, erklärt "die­se Idee mit der Herdenimmunität" und ver­brei­tet Panik über Sachen, von denen "wir nichts ganz genau wis­sen". Frau Slomka ist hin und weg.

Quelle: heu­te jour­nal (9.5.)

14 Antworten auf „Herr der Panik ist wieder an Bord“

  1. Naaa. Sind doch immer noch wie­der Perlen dabei, in die­ser wie­der wider­li­chen Propagandaschau.
    Impfeschutz lässt bis Herbst also nach? Na gut, aber war­um dann *jetzt* imp­fen, wenn die Saison jed­we­de even­tu­el­le Gefahr sowie­so minimiert?

    Nur all­zu bedau­er­lich, dass wir uns die Grippevergleiche aus der Hand haben neh­men lassen: 

    > "Ich bin grund­sätz­lich gegen zu emo­tio­na­le Berichterstattung und Panikmache. Genauso wie ich dage­gen bin, pau­schal zu sagen: Alle sol­len sich imp­fen las­sen. Natürlich kann es sein, dass die Epidemie in einem Jahr mal schlim­mer ver­läuft; ob Schlagzeilen dann hel­fen oder nicht, weiß ich nicht. Mitten in der Epidemie ist es schon zu spät, […]"
    >
    > "Im Gegensatz zu vie­len ande­ren Impfungen (wie z.B. Masern) kann man durch die der­zeit ver­füg­ba­ren Influenzimpfungen kei­nen Herdenschutz errei­chen. Herdenschutz bedeu­tet, dass man durch Impfung eines gro­ßen Teils der Bevölkerung auch die­je­ni­gen schüt­zen wür­de, die sel­ber kei­ne Influenzaimpfung erhal­ten haben. Die ver­füg­ba­ren Studien hier­zu zei­gen, dass selbst inner­halb einer Population von Kindern ein sol­cher Effekt nicht ein­tritt. Noch viel weni­ger ist daher eine ent­spre­chen­de Herdenimmunität in der all­ge­mei­nen Bevölkerung zu erhoffen.
    >
    > Dazu ist die Wirksamkeit und die Wirkdauer der Influenzaimpfung zu gering, gera­de in den haupt­säch­li­chen betrof­fe­nen Altersgruppen. "

    https://www.helmholtz.de/gesundheit/jetzt-ist-der-beste-zeitpunkt-fuer-die-impfung/

  2. Ja, nach­dem 2018 164 Kinder an Grippe gestor­ben sind und bis­her 11 in Covid-19, von denen 7 schwers­te Grunderkrankungen hat­ten, müss­te doch eigent­lich klar sein, dass das Coronavirus für Kinder viel unge­fähr­li­cher ist, als für Erwachsene.
    Drosten kann nicht gera­de­aus den­ken. Seine Ausführungen sind der­art wider­sprüch­lich, dass man hin­sicht­lich sei­ner intel­lek­tu­el­len Ausstattung sehr ins Zweifeln gerät.

  3. "wir sind ein­fach nicht soweit wie ande­re Länder, bei­spiels­wei­se England, wo man sehr daten­ba­siert, sehr wis­sen­schafts­ba­siert entscheidet…"
    Aha. Was bit­te ist "daten­ba­siert"? Was bit­te ist "wis­sen­schafts­ba­siert"? Wenn das kein "Geschwurbel" ist, das eher auf Effekthascherei zielt, dann weiß ich es auch nicht. Ich stel­le mir vor, die­se Begriffe in mei­ner Disputation gebraucht zu haben. Das wäre wohl in die Hose gegan­gen. Ok, ich bin ja auch nur Geisteswissenschaftler, ver­ste­he also nix von der wah­ren Welt der Labore und Mikroskope. Von Worten aber schon. Deshalb fällt mir die hei­ße Luft auch auf, die hier abge­son­dert wird.
    "dass es so gut läuft mit den Impfstoffen", ich kann nicht mehr.
    Nur neben­bei, Schweden ist auch ein ande­res Land. Wird nicht erwähnt. Florida auch nicht. Wäre ich Richter im Bahnerverfahren, wür­de ich ihn als Gutachter vereidigen.

  4. Ja, ja, so ist das eben : "ICH bin ja sel­ber KEIN Modellierer, daher höre ich auf das, was" Modellierer" mir sagen". Ja, wirk­lich, und seit wann? Und die Prognosen…die Kohorten.…..und dann auch noch der uU. tod­brin­gen­de Impfstoff… So What aber auch!! Da kön­nen Prognosen schon mal im Ergebnis danebenliegen…ist ja auch das ers­te mal!

  5. Einspruch, Euer Ehren!
    Bis auf ein paar kann-sein-oder-auch-nicht (mit kla­rer Tendenz auf "lie­ber-vor­sich­tig") und sei­ne Verharmlosung(?) der "indi­schen Mutante" ist er auch in dem omi­nö­sen Podcast auf Linie geblieben.

    In die­ser Tagesthemen-Rückmeldung outet er sich immer­hin als Nicht-Modellierer (der aber schon früh tol­le Modelle aus der spa­ni­schen Grippe und reprä­sen­ta­ti­ven US-Städten "emp­foh­len" hat).
    Allerdings outet er sich (lei­der) nicht als Nicht-Epidemiologe – sonst hät­te er z.B. die (auch mir als beken­nen­dem Nicht-Epidemiologen bekann­te) Formel (eins minus [eins durch R‑null]) für die Erreichbarkeit der "Herdenimmunität" nut­zen kön­nen, die gemäß
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html;jsessionid=42A7CB711A3598EE38F6F4903B7A5F01.internet091?nn=13490888#doc13776792bodyText4
    "Eine Infektion brei­tet sich lang­fris­tig nur dann aus, wenn ihr R0 über 1 liegt. Für die Basisreproduktionszahl von SARS-CoV‑2 wur­de in meh­re­ren sys­te­ma­ti­schen Reviews (48–50) ein mitt­le­rer Wert (Median) von 2,8 bis 3,8 ermittelt"

    Da dies im "worst case" (1 – 1/3,8) in etwa 64% ergibt, braucht man natür­lich: "Neue Virusvarianten wei­sen teil­wei­se eine höhe­re Übertragbarkeit auf (sie­he hier­zu Abschnitt „Besorgniserregende Virusvarianten“)."

    Was die 80%-Impfquotenprediger natür­lich nicht berück­sich­ti­gen (oder etwa doch?), ist der (wohl nicht uner­heb­li­che) Anteil jener, die ohne­hin ent­we­der bereits (seit län­ge­rem) immun sind (oder zu jenem ca. 5% der Bevölkerung gehö­ren die die Infektion bereits (gemäß PCR-Test) durch­ge­macht haben (mul­ti­pli­ziert mit einem Dunkelzifferfaktor, den auch der obers­te Tierarzt mit "von vier bis sechs" angibt:
    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/dunkelziffer-corona-neuinfektionen-101.html )
    was man sogar ohne beson­de­re mathe­ma­ti­sche Grundkenntnisse begrei­fen kann.

    Berücksichtigt man zusätz­lich, dass die Berücksichtigung der Dunkelziffer (selbst beim Mittelwert ‑fünf- der RKI-Schätzung) bedeu­tet, dass aktu­ell bereits dadurch gut 20% der Bevölkerung als (auch ohne Impfung) "immun" gel­ten kön­nen, so mini­miert sich allein dadurch die "Herdenimmunitäts-Impfquote" auf unter 50%.

    Aber es gibt kein Entrinnen: ich war­te noch auf das Wort "Sicherheitspuffer" o.ä.

  6. Überkritisches Kleinklein und ver­ängs­ti­gen­de Zahlenhuberei kann in die­ser ein­zig­ar­ti­gen pan­de­mi­schen Notlage kei­ner­lei Hilfe bieten:

    "Roland Derwand@ZinCovid_19
    Antwort an @Schlautropf

    Gute Frage! In der US Datenbank VAERS fin­den sich seit 1980, also nach 41 Jahren, für den Pneumokokkenimpfstoff Prevnar 975, für Prevnar 13 900 und für Pneumovax 420 #Todesfälle. Die #BioNTech und #Moderna #Impfstoffe kamen nach 3 Monaten auf 1076 u. 1016 Todesfälle."

    https://twitter.com/ZinCovid_19/status/1388762149196009472

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