"Konformismus mit demokratischer Fassade"

Der Rezen­sent eines Buches auf faz​.net am 27.10. wun­dert sich (hin­ter der Bezahlschranke):

»Nach sieb­zig Jah­ren: Das epo­cha­le Buch über die Ver­fol­gung und Ermor­dung der euro­päi­schen Juden des fran­zö­si­schen His­to­ri­kers Leon Poli­a­kov erscheint nun auch auf Deutsch. Doch war­um dau­er­te das so lange?«

Dabei fin­det er zum Schluß die Ant­wort doch:

»Mit der Täter­ge­sell­schaft geht Poli­a­kov des­halb hart ins Gericht: „Alles voll­zog sich inmit­ten einer wei­test­ge­hen­den Gleich­gül­tig­keit. […] Die kol­lek­ti­ve Zurich­tung der Deut­schen war bereits aus­rei­chend vor­an­ge­schrit­ten.“ Der Bruch mit der Ver­gan­gen­heit sei nach 1945 aus­ge­blie­ben, denn selbst die Nach­kriegs­ge­nera­ti­on zeich­ne sich vor allem durch Kon­for­mis­mus aus, nun­mehr „ein Kon­for­mis­mus mit demo­kra­ti­scher Fassade“.«

Zuvor nennt der Autor Poli­a­kovs The­se, wonach es anfangs kei­nen genau­en Plan zur Aus­gren­zung und anschlie­ßen­den Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden und Jüdin­nen gab:

»Viel­mehr gewan­nen die Ereig­nis­se eine Eigen­dy­na­mik, so dass es kei­ner expli­zi­ten Anord­nun­gen von oben mehr bedurf­te, denn: „Zwi­schen den staat­li­chen Maß­nah­men (wie den Nürn­ber­ger Geset­zen) und den Initia­ti­ven loka­ler Macht­ha­ber oder auch ein­zel­ner Pri­vat­leu­te fand ein regel­rech­ter Wett­be­werb statt.“ Die Ideen zur sozia­len Aus­gren­zung der von den Natio­nal­so­zia­lis­ten als Juden defi­nier­ten Men­schen kann­ten kei­ne Gren­zen mehr und über­bo­ten sich gegen­sei­tig. Im Novem­ber 1938 schlug Joseph Goeb­bels laut einem Kon­fe­renz­pro­to­koll vor, dass „den Juden ver­bo­ten wird, deut­sche Thea­ter, Kino­thea­ter und Zir­kus­se zu besu­chen“, und Rein­hard Heyd­rich plä­dier­te zeit­gleich dafür, „daß der Jude nicht Eigen­tü­mer von Kraft­wa­gen sein darf, daß er aber auch nicht fah­ren darf, weil er damit deut­sches Leben gefähr­den kann“…

Die Ver­fol­gung und Ermor­dung der Juden waren aus sei­ner Sicht ein Ereig­nis, das die gesam­te deut­sche Gesell­schaft betraf. „Deut­sche Unter­neh­mer und flei­ßi­ge deut­sche Tech­ni­ker“ waren dar­an betei­ligt, und erst ein „still­schwei­gen­des Ein­ver­ständ­nis der deut­schen Bevöl­ke­rung und der Wehr­macht“ habe ihn ermög­licht. Mit der Täter­ge­sell­schaft geht Poli­a­kov des­halb hart ins Gericht: „Alles voll­zog sich inmit­ten einer wei­test­ge­hen­den Gleich­gül­tig­keit. […] Die kol­lek­ti­ve Zurich­tung der Deut­schen war bereits aus­rei­chend vor­an­ge­schrit­ten.“ Der Bruch mit der Ver­gan­gen­heit sei nach 1945 aus­ge­blie­ben, denn selbst die Nach­kriegs­ge­nera­ti­on zeich­ne sich vor allem durch Kon­for­mis­mus aus, nun­mehr „ein Kon­for­mis­mus mit demo­kra­ti­scher Fassade“.«

Der Rezen­sent sieht kei­ne Par­al­le­le zu heu­ti­gen Ent­wick­lun­gen. Der Anzei­gen-Algo­rith­mus ist schlau­er. Er bet­tet dies ein:

Update Ein Leser weist dar­auf hin, daß der Rezen­sent René Schlott sich ver­schie­dent­lich durch­aus kri­tisch zu den "Coro­na-Maß­nah­men" geäu­ßert hat. 

39 Antworten auf „"Konformismus mit demokratischer Fassade"“

  1. Lese gera­de vol­ker kut­scher "mar­low" für mich sind par­al­le­len erkenn­bar und erschre­ckend arbei­te beim zahn­arzt die ers­ten pati­en­ten wol­len nicht mehr von mir behan­delt wer­den da ich unge­impft bin. Die tochter(19) mei­ner kol­le­gin hat­te coro­na trotz 2fach imp­fung mit star­ken Sym­pto­men kol­le­gin muss­te nicht in qua­ran­tä­ne durf­te arbei­ten da 2fach geimpft. Wel­che Logik . Nie­mand sagt was. Alle machen mit. Weiss nicht wie lang ich noch durchhalte.

    1. Bei mei­nem Zahn­arzt stellt sich die­se Fra­ge gar nicht.
      Man fragt mich nicht , ob ich geimpft bin und ich fra­ge kei­ne Assis­ten­tin, ob sie geimpft ist, weiß aller­dings von eini­gen, dass sie nicht geimpft sind, wei sie es von sich aus gesagt haben.

    2. @simmi: wir Unge­impf­ten lei­den mehr oder weni­ger alle unter Schi­ka­ne und Aus­gren­zung. Nicht unter­krie­gen lassen!!
      Es ist abso­lut unver­nünf­tig, sich mit die­sem Zeug "imp­fen" zu las­sen- frü­her oder spä­ter mer­ken das auch die anderen.

  2. DAS wäre mal eine psy­cho­lo­gi­sche Stu­die wert.

    Der Rezen­sent benennt die Dyna­mi­ken eines kol­lek­ti­ven Mas­sen­wahns in der Ver­gan­gen­heit und ist gleich­zei­tig nicht in der Lage die glei­chen Mecha­nis­men in der Gegen­wart zu erkennen…

    aber was will man in einer Zeit erwar­ten, in der die Men­schen den eige­nen Unter­gang mit offe­nen Armen (äh, Ärmeln) empfangen…

    1. @ Captain_Covid: Der Neo­li­be­ra­lis­mus der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te hat die Mehr­heits­ge­sell­schaft in eine Form des Nar­ziss­mus hin­ein­kon­di­tio­niert. Die­se Spiel­art des Nar­ziss­mus' läßt sich bei Bedarf, z.B. durch eine über­ge­ord­ne­te Moral­in­sze­nie­rung, selbst­re­fe­ren­ti­ell kol­lek­ti­vie­ren, wir erle­ben das gera­de. Die­se per­fi­de Kom­bi­na­ti­on aus Nar­ziss­mus und Kol­lek­ti­vis­mus ver­hin­dert sehr wir­kungs­voll eine – vor allem ehrliche=kritische ! – Selbst­re­fle­xi­on und führt …com­ment dire…zur geis­tig-men­ta­len Indo­lenz (Insol­venz wür­de auch pas­sen). Lei­der sind die­se Din­ge gut erforscht, vor allem jen­seits des gro­ßen, schmut­zi­gen Teichs.

  3. Die fil­mi­schen und hol­ly­wood­haf­ten Auf­be­rei­tun­gen des deut­schen Natio­nal­so­zia­lis­mus stellt das Leben dar­in oft als stän­di­gen Aus­nah­me­zu­stand dar.

    Aber natür­lich war genau das Gegen­teil der Fall: alles ging sei­nen gewohn­ten Gang. Nur hier und da gab es "klei­ne" Zwi­schen­fäl­le und Auf­fäl­lig­kei­ten – über die der Nor­mal­bür­ger genau­so hin­weg gese­hen hat – wie heute.

    Und bit­te: wir könn­ten uns doch wirk­lich dar­über im Kla­ren sein, dass auch der krie­ge­risch-mör­de­ri­sche Natio­nal­so­zia­lis­mus erst bür­ger­lich-brav-spie­sig ange­fan­gen hat und erst in der "hei­ßen Pha­se" zu offe­ner Poli­zei­ge­walt, Fol­ter, Mord, Tot­schlag, KZs und Krieg überging.

    "Weh­ret den Anfän­gen" darf nie­mals hei­ßen "Wenn sie anfan­gen Leu­te abzu­ho­len, wenn sie anfan­gen zu mor­den, wenn sie anfan­gen, KZs ein­zu­rich­ten". Die Anfän­ge lie­gen da, wo Leu­te mund­tot gemacht wer­den, wo Mei­nun­gen unter­drückt wer­den, wo Unbe­que­me als Stö­rer, als Que­ru­lan­ten, als Gefahr, ja, als zu bekämp­fen­de Fein­de, Ter­ro­ris­ten, als "Schäd­lin­ge" gebrandt­markt und aus­ge­grenzt werden.

    Das haben wir heu­te schon lan­ge. Kon­for­mis­mus (ein Wesens­kern des Faschis­mus) mit demo­kra­ti­scher Fas­sa­de eben.

    (Klei­ne Fra­ge an AA: hier wird mal die Über­schrift mit Anfüh­rungs­zei­chen als Zitat gekenn­zeich­net. Das weicht von der hier sonst übli­chen, bis­he­ri­gen Pra­xis ab. Ist das als eine Distan­zie­rung zu ver­ste­hen? Also dass Sie die­sem Befund nicht zustimmen?)

    1. @Albrecht Storz: Viel­leicht hät­te ich es deut­lich machen müs­sen. Ich habe nicht den Titel des FAZ-Arti­kels "Wett­be­werb im Mas­sen­mord" ver­wen­det, son­dern ein mir bes­ser erschei­nen­des Zitat von Poli­a­kov. Des­halb die Anführungszeichen.

    2. Tol­ler Bei­trag. Die "Nor­ma­li­tät" des All­tags­le­bens im Faschis­mus wird von vie­len nicht begrif­fen. Die stel­len sich den Natio­nal­so­zia­lis­mus als hys­te­ri­sche Ver­an­stal­tung vor, in der Nazi­pro­pa­gan­dis­tIn­nen mit sich über­schla­gen­der Stim­me dum­mes Zeug ver­kün­den und eine irre Mas­se Schau­fens­ter jüdi­scher Geschäf­te einschlägt.
      Ein Indiz dafür ist auch, wie­viel Pole­mi­ken und Hohn sich Han­nah Ahrendt mit ihrem gro­ßen Wort von der "Bana­li­tät des Bösen" ein­ge­han­delt hat.

  4. Was, wenn jemand nach der ers­ten Impf­do­sis erkrankt?
    Regie­rung: "Er hat nur eine Impf­do­sis bekommen"

    Wenn man nach bei­den Imp­fun­gen erkrankt:
    Regie­rung: "Es sind halt noch nicht 2 Wochen vergangen"

    Wenn 2 Wochen ver­gan­gen sind, der Geimpf­te aber trotz­dem erkrankt?:
    Regie­rung: "Die Imp­fung schützt vor einem schwe­ren Verlauf"

    Wenn man einen schwe­ren Ver­lauf hat:
    Regie­rung: "Die Imp­fung schützt davor, zu sterben.

    Wenn man doch stirbt:
    Regie­rung: "Es schützt halt nie zu 100%"

    Wenn ich mich imp­fen las­se, kann ich dann auf­hö­ren die Mas­ke zu tragen?
    Regie­rung: "Nein"

    Wenn ich mich imp­fen las­se, bin ich dann Immun gegen Covid?
    Regie­rung: "Viel­leicht. Wir wis­sen es nicht genau, aber wahr­schein­lich ist es."

    Wenn ich mich imp­fen las­se, bin ich dann wenigs­tens für ande­re nicht ansteckend?
    Regie­rung: "Nein. Die Imp­fung hält die infek­tiö­se Über­tra­gung nicht auf.“

    Wenn ich mich imp­fen las­se, wie lan­ge hält der Schutz?
    Regie­rung: „das weiss nie­mand. Alle COVID Imp­fun­gen sind noch immer in der expe­ri­men­tel­len Testphase.“

    Wenn ich mich imp­fen las­se, ist das Social distancing dann vorbei?
    Regie­rung: „Nein“

    Wenn mei­ne Eltern, mei­ne Gross­el­tern und ich mich imp­fen las­se, dür­fen wir uns dann wie­der umarmen?
    Regie­rung: „Nein“

    Aber wel­chen Zweck erfüllt dann die Impfung?
    Regie­rung: „wir hof­fen der Virus bringt Sie nicht um“

    Sind Sie sicher, dass ich von die­ser Imp­fung kei­ne dau­er­haf­ten Schä­den erlei­de oder davon sterbe?
    Regie­rung: „Nein!“

    Falls mich, sta­tis­tisch gese­hen, der Virus nicht tötet (Über­le­bens­ra­te 99,7%), war­um soll­te ich mich dann imp­fen lassen?
    Regie­rung „damit wir Ande­re schützen“

    Also bedeutet‘s, falls ich mich imp­fen las­se, kann ich mit 100%-iger Sicher­heit Leu­te, mit denen ich in Kon­takt tre­te, beschützen?
    Regie­rung: „Nein“

    Falls ich Nebenwirkungen/Spätfolgen erlei­de oder wegen der Imp­fung ster­be, gibt es dann eine Ent­schä­di­gung vom Her­stel­ler oder der Regie­rung bekommen?
    Regie­rung: „Nein, weder Her­stel­ler noch Regie­rung kön­nen die Ver­ant­wor­tung über ein expe­ri­men­tel­les Vak­zi­ne übernehmen“ 

    https://​thre​ad​rea​der​app​.com/​t​h​r​e​a​d​/​1​4​5​3​0​1​5​8​2​0​5​1​5​2​8​2​9​4​7​.​h​tml

  5. Die Täter­ge­sell­schaft zeich­net aus: Gleich­gül­tig­keit. Die Gleich­gül­tig­keit ist das Ergeb­nis kol­lek­ti­ver Zurich­tung. Die­se ist eine Kon­di­tio­nie­rung, eine Abrich­tung, die Nach­kriegs­ge­nera­ti­on hat nicht mit ihrer Kon­di­tio­nie­rung gebrochen.
    Die Kon­di­tio­nie­rung ist die Gleich­schal­tung aller.
    Die „neue Nor­ma­li­tät“ ist die Kon­ti­nui­tät der unge­bro­che­nen Kon­di­tio­nie­rung zum Kon­for­mis­mus = der inne­re Zwang zur Anpas­sung = „Über ein Jahr lang konn­ten die Regie­ren­den weit­ge­hend auf die frei­wil­li­ge Unter­wer­fung eines Groß­teils der Bevöl­ke­rung unter noch so wider­sprüch­li­che Maß­nah­men bauen.
    Dabei geht es dar­um, die viel­fäl­ti­gen Kri­sen des Kapi­ta­lis­mus mit einem umfas­sen­den Kon­troll­sys­tem zu managen. /
    Der offe­ne Ter­ror, der den his­to­ri­schen Faschis­mus aus­zeich­net, weicht im Vak­zi­nis­mus einer oszil­lie­ren­den Bewe­gung zwi­schen bür­ger­li­cher Demo­kra­tie [Kon­for­mis­mus mit demo­kra­ti­scher Fas­sa­de] und Repres­si­on [Unter­drü­ckung bis zur frei­wil­li­gen Unter­wer­fung].“ (coro​dok​.de/​v​a​k​z​i​n​i​s​m​u​s​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​s​m​o​d​e​l​l​-​b​e​l​i​e​b​i​g​k​e​it/)
    Die Vak­zi­nis­ten sind irgend­wie die gegen­wär­ti­gen Nazis, denn sie haben mit ihrer Nazi­ver­gan­gen­heit nicht gebrochen.
    Die „neue Nor­ma­li­tät“ ist die Kon­ti­nui­tät der Täter­ge­sell­schaft, die von den Nazis her­ge­stellt wor­den ist, durch Ter­ror. Des­halb ist der Ter­ror noch nicht not­wen­dig, weil die Men­schen bereits abge­rich­tet sind.
    Geschich­te wie­der­holt sich, durch die Kon­ti­nui­tät ohne Differenz.
    Die Ent­na­zi­fi­zie­rung ist nur mög­lich, durch eine Epo­che der Anarchie.

    1. @holger blank: Ich stim­me zu bei dem Aspekt der Zurich­tung. Ich wider­spre­che bei den Aus­wir­kun­gen. Es gibt ent­schie­den zu vie­le Opfer der "Imp­fun­gen", es ist skan­da­lös, daß Unter­su­chun­gen dazu aktiv behin­dert wer­den. Aber wir haben kei­ne Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger für "Impf­ver­wei­ge­re­rIn­nen", wir lau­fen nicht Gefahr, um halb fünf mor­gens abge­holt zu wer­den und zu ver­schwin­den, und die Zahl der Opfer ist in nichts ver­gleich­bar mit den Mas­sen­mor­den der Nazis. Wir sehen das Mene­te­kel Aus­tra­li­en, wir erle­ben zuneh­mend auto­ri­tä­re Ten­den­zen in Öster­reich und anders­wo, ein Plan zur Mas­sen­ver­nich­tung ist für mich beim schlech­tes­ten Wil­len aber nicht erkenn­bar. Rich­tig bleibt den­noch, wach­sam zu blei­ben und Anfän­gen zu wehren.

      1. ich habe ver­sucht, Sie zu interpretieren.
        ich brau­che kei­ne nach­hil­fe dar­über, daß wir kei­ne Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger haben.
        aber die asso­zia­ti­ons­ket­te täter­ge­nera­ti­on, kon­for­mis­mus, par­al­le­le zur gegen­wart muß ja irgend­wie gedacht werden.
        poli­a­kov als kron­zeu­ge der gegenwart?
        ich sehe auch kei­nen plan zur mas­sen­ver­nich­tung, war­um gehen Sie immer davon aus, daß nur Sie die­sen plan nicht sehen?
        wenn hier gepos­tet wird, nach­kriegs­ge­sell­schaft, kon­for­mis­mus, gegen­wart, dann wol­len Sie doch damit etwas sagen, oder nicht?
        ich ver­ste­he nicht, war­um Sie poli­a­kov brin­gen und mir dann sagen, der mas­sen­mord der nazis wäre schlim­mer als das geba­ren der behör­den in australien.
        war­um glau­ben Sie, die­ser hin­weis wäre für mich ein erkenntnisgewinn?
        Sie haben heu­te schon von der Reichs­haupt­stadt geschrie­ben, vor­hin war schon wie­der etwas von der wehr­macht zu lesen,
        hier geht es um die un-ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung, die irgend­wie etwas mit der situa­ti­on zu tun hat.
        und dann beleh­ren Sie mich, ich wäre nicht in gefahr, mor­gens abge­holt zu wer­den, weil es kei­ne kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gibt, für leu­te wie mich.
        ich habe ver­sucht, mir klar zu machen, was Sie mir mit den poli­a­kov-zita­ten sagen wollen.
        ich dach­te mir schon, daß Sie dar­auf ant­wor­ten, aber daß Sie mich beleh­ren, über das offen­kun­di­ge, ist lächerlich.

        1. @holger blank: Es tut mir leid, wenn mei­ne Ant­wort von Ihnen als Beleh­rung und Nach­hil­fe emp­fun­den wird. Das war nicht die Absicht. Ich wer­de wohl noch ein­mal über mei­nen Stil nach­den­ken müssen.

          1. ich ent­schul­di­ge mich.
            mir wäre es lie­ber gewe­sen, Sie hät­ten die paralel­li­sie­rung selbst ausgeführt.
            einer­seits war­nen Sie vor dem nazi­ver­gleich, ande­rer­seits sind die nazis allgegenwärtig.
            die paralel­li­sie­rung ist ja auch eine ver­gleich­bar­keit, eine gleichsetzung.
            das poli­a­kov-sche­ma / das sche­ma der gegenwart.
            geis­ti­ge zurich­tung, kon­for­mis­mus = inne­rer zwang zur anpas­sung durch kol­lek­ti­ve zurich­tung = kon­di­tio­nie­rung der mas­se, dar­aus ergibt sich: gleich­gül­tig­keit = abge­stumpft­heit, durch ter­ror gegen sich selbst, taub und blind für den ter­ror gegen die ande­ren / medi­en­ter­ror, info­tain­ment, kampagnen:
            der ver­nich­tungs­wil­le im ter­ror ist die kon­sti­tu­ti­ve dif­fe­renz, von ver­gan­gen­heit und gegenwart.
            ich wer­de rund um die uhr abge­holt, durch die all­ge­gen­wart der medien.
            kon­for­mis­mus = die pflicht zur solidarität
            Die Ideen zur sozia­len Aus­gren­zung wer­den zu einem pri­va­ten wett­be­werb, wer über­bie­tet 1G, wer erstellt einen impf­pran­ger, wer stimmt für triage?
            es braucht kei­nen natio­na­len not­stand, wenn die Ereig­nis­se eine Eigen­dy­na­mik gewin­nen, sich ver­selb­stän­di­gen, sich ver­ste­ti­gen, so dass es kei­ner expli­zi­ten Anord­nun­gen von oben mehr bedarf.
            der ver­nich­tungs­wil­le ist sym­bo­lisch, der rea­le über­wa­chungs­staat ver­nich­tet sym­bo­lisch durch den all­ge­gen­wär­ti­gen blick.
            die rea­li­tät ist vol­ler mess­stel­len, die abwei­chun­gen melden.
            alles ist vir­tu­ell, symbolisch.
            die leu­te unter­wer­fen sich frei­wil­lig, weil es ein sym­bo­li­scher akt ist, ein pieks, tut kei­nem weh.
            frei­heit oder tod! der pieks ist die frei­heit / der pieks ist der tod.
            man wird dazu gezwun­gen, sich frei­wil­lig zu ergeben.
            und bist du nicht willig …
            mei­ne mut­ter (77) hat zu einem stolz gefun­den, weil sie ange­fein­det wird. wenn sie sich imp­fen läßt, wegen der sozia­len kon­trol­le, ver­liert sie ihren stolz wieder.

      2. Ich möch­te nur mal dar­auf hin­wei­sen, ich glau­be per­sön­lich nicht das die"Vakzinisten" auf die sel­ben Metho­den zurück­grei­fen wer­den, die damals ver­wen­det wor­den sind. Auch die­se Leu­te sind lern­fä­hig, man möch­te ja schließ­lich nicht wie­der auf der Ankla­ge­bank sit­zen. Das per­fek­te Ver­bre­chen ist das, wel­ches man nicht nach­wei­sen kann, des­halb wer­den kei­ne Unter­su­chun­gen durch­ge­führt, wie sie ja selbst schon rich­tig bemerkt haben. Mas­sen­ver­nich­tung ist nicht erkenn­bar, auch rich­tig, ist aber auch so gewollt, denn dann wäre, der schö­ne Plan im Eimer und man wür­de wahr­schein­lich an der Later­ne bau­meln. In Stu­di­en wur­de nach­ge­wie­sen, daß die Imp­fung die Leu­ko­zy­ten ver­rin­gert, zu die­ser Grup­pe gehö­ren auch die NK die natür­li­chen Kil­ler­zel­len. Die­se sind auch für die Zer­stö­rung von Krebs­zel­len zustän­dig, wenn es weni­ger NK gibt hat Krebs eine höhe­re Chan­ce sich zu ent­wi­ckeln, dies dau­ert natür­lich sei­ne Zeit und wird im spä­te­ren Ver­lauf nicht mit der Imp­fung in Zusam­men­hang gebracht. Außer­dem öff­net sich da ein neu­er Absatz­markt mit dem man präch­tig ver­die­nen kann, ich glau­be man arbei­tet da bereits an Impfungen. 

        Natür­lich distan­zie­re ich mich auch aus­drück­lich von sol­chen Mas­sen­ver­nich­tungs Theorien.

      3. @aa

        So ist es. Und die­se Din­ge wer­den hier auch nicht pas­sie­ren, denn spä­tes­tens, wenn Lager ein­ge­rich­tet wür­den, in denen Men­schen bei medi­zi­ni­schen Expe­ri­men­ten oder durch unge­klär­te Umstän­de ums Leben kom­men, und die Lei­chen ver­brannt wer­den, wür­de das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­schrei­ten. Viel­leicht nicht gleich, man müss­te den kom­ple­xen Sach­ver­halt ja erst in Gän­ze erfas­sen, Gut­ach­ten ein­ho­len, Zei­tungs­in­ter­views geben und mit dem Regie­rungs­chef spei­sen, aber nach schät­zungs­wei­se 1 1/2 bis 15 Jah­ren dürf­ten wir sicher mit einem zügi­gen Urteil rechnen.

      4. "Rich­tig bleibt den­noch, wach­sam zu blei­ben und Anfän­gen zu wehren."

        Die Anfän­ge haben wir doch bereits hin­ter uns. 

        Woher sind Sie so sicher, dass dies nicht alles noch vor uns liegt?

  6. Na ja.
    "Der Bruch mit der Ver­gan­gen­heit sei nach 1945 aus­ge­blie­ben, denn selbst die Nach­kriegs­ge­nera­ti­on zeich­ne sich vor allem durch Kon­for­mis­mus aus, nun­mehr „ein Kon­for­mis­mus mit demo­kra­ti­scher Fassade“.
    Im Bun­des­tag der "kon­for­mis­ti­schen" Nach­kriegs­zeit saß z.B. Her­bert Wehner.
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​0​1​O​g​j​n​W​v​pI8
    Die FAZ betreibt absicht­lich Geschichtsfälschung.
    Zur Nazi­zeit – die benö­tig­ten für den "Kon­for­mis­mus" Ter­ror und Kriegsrecht.
    Zu heu­te – es gibt bereits Coro­na-Wit­ze, die von Mensch zu Mensch in Grup­pen erzählt wer­den. Das Gan­ze wird in Geläch­ter enden.

    1. In der Nazi­zeit gab es aus­rei­chend Wit­ze wie diesen:
      Ein Auto­fah­rer über­fährt auf einer Dorf­stra­ße ein Schwein. Er beschließt, den Bau­ern zu ent­schä­di­gen, betritt den Hof und wen­det sich an den Bau­ern: "Heil Hit­ler die Sau ist tot".

      Wit­ze ent­las­ten und ändern exakt gar nichts.

  7. Die Aus­he­be­lung der Grund­rech­te (Mar­tin Haditsch)

    "Prof. DDr. Mar­tin Hadit­sch spricht über den feh­len­den wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs und die Aus­he­be­lung der Grund­rech­te. Er appel­liert an bei­de Sei­ten, sich mit­ein­an­der aus­zu­tau­schen und fried­lich zu koexistieren. .."

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​O​m​J​3​m​N​C​4​R28
    https://​www​.bitchu​te​.com/​v​i​d​e​o​/​O​m​J​3​m​N​C​4​R​28/

    https://t.me/rppinstitut/2849

  8. Off topic oder auch nicht

    Es wird kom­pli­ziert: Was ist Coro­na eigent­lich? Eine Erkäl­tung mit Quarantäne?

    https://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​r​h​e​i​n​-​m​a​i​n​/​c​o​r​o​n​a​-​i​n​f​e​k​t​i​o​n​e​n​-​u​n​d​-​e​r​k​a​e​l​t​u​n​g​e​n​-​i​m​p​f​d​u​r​c​h​b​r​u​e​c​h​e​-​1​7​5​8​9​6​2​8​.​h​t​m​l​?​u​t​m​_​s​o​u​r​c​e​=​p​o​c​k​e​t​-​n​e​w​t​a​b​-​g​l​o​b​a​l​-​d​e​-DE
    "In den War­te­zim­mern der Arzt­pra­xen wird wie­der gehus­tet. Die Pati­en­ten kla­gen über Atem­wegs­in­fek­te. Und dann sind da noch die­je­ni­gen, die trotz Imp­fung an Coro­na erkranken.
    Der Coro­na-Test war rei­ne Rou­ti­ne. Weil der Hals kratz­te und ihm jede Bewe­gung schwer­fiel, hat er das Ange­bot sei­nes Arbeit­ge­bers ange­nom­men und sich tes­ten las­sen. Mit dem aus­ge­stell­ten Zer­ti­fi­kat in der Hand woll­te er, Mit­te vier­zig, dop­pelt geimpft, die Kol­le­gen beru­hi­gen. Ange­schla­gen, aber coro­nafrei. Davon ging er zumin­dest fest aus. Dann das Ergeb­nis: positiv.Seither fragt er sich, wo und wann er sich ange­steckt haben könn­te. Bei der Fei­er mit Freun­den, bei der der Gast­ge­ber doch eigent­lich auf die 2‑G-Regel bestand? Im Büro, zu dem nur Zutritt erhält, wer einen nega­ti­ven Coro­na-Test vor­wei­sen kann, gene­sen oder geimpft ist? Oder doch in der Knei­pe, in der er neu­lich mit Kum­pels die Rück­kehr in den All­tag gefei­ert hat? Aber auch hier waren alle Anwe­sen­den getes­tet, gene­sen oder geimpft…"

    Tja.

  9. noch zu Kon­for­mis­mus mit demo­kra­ti­scher Fassade
    https://​www​.spie​gel​.de/​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​s​-​f​a​t​a​l​e​-​a​b​h​a​e​n​g​i​g​k​e​i​t​-​v​o​n​-​c​h​i​n​a​-​a​-​6​0​a​a​f​9​5​6​-​d​5​4​4​-​4​7​3​3​-​a​e​1​f​-​b​6​0​2​b​b​4​a​b​521
    "Deutsch­land sitzt in der Fal­le. Wirt­schaft­lich wer­den wir immer abhän­gi­ger von Chi­na. Im her­auf­zie­hen­den welt­wei­ten Kon­flikt mit der auto­ri­tä­ren und zuneh­mend aggres­si­ven asia­ti­schen Super­macht ist das ein Pro­blem. Letzt­lich ste­hen wir vor einer fun­da­men­ta­len Alter­na­ti­ve: Geld oder Freiheit."
    Ich stel­le fest, dass mei­ne Coro­na-Selbst­tests in Chi­na her­ge­stellt wer­den. Viel­leicht brau­chen wir den meis­ten Schrott ja auch nicht.

      1. @aaLiest sich grau­sig. Die Coro­na Pos­se eig­net sich her­vor­ra­gend zur Ver­dum­mung der Unter­ta­nen und Ablen­kung der wirk­lich wich­ti­gen Ereig­nis­se, scheint mir.

  10. Zum letz­ten Abschnitt: Der Rezen­sent, René Schlott, ist ver­mut­lich doch schlau­er als der Anzei­gen-Algo­rith­mus. Zwei­fel­los erkennt er die Par­al­le­len zur Gegen­wart. Schließ­lich war er einer der ers­ten Kri­ti­ker der Coro­na-Maß­nah­men, unter ande­rem mit einem sehr schar­fen Arti­kel in der Süd­deut­schen Zei­tung schon im März 2020.

    1. @Kurt: Ich fürch­te eher, der Rezen­sent hat seit­dem einen wei­ten Weg zurück­ge­legt. Im Arti­kel fehlt jeder kri­ti­sche Bezug/Seitenhieb zur aktu­el­len Situation.

  11. Ich las gera­de das Buch Fritz Bau­ers " Die Wur­zeln faschis­ti­schen und natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Han­delns" eine Ana­ly­se von 1965. Auf­grund der posi­ti­ven Reso­nanz beschloss der Lan­des­ju­gend­ring von Rhein­land-Pfalz, das in die­sem Buch ent­hal­te­ne Refe­rat als Bro­schü­re her­aus­zu­ge­ben , um sie Gym­na­si­en und Berufs­schu­len zwecks Auf­ar­bei­tung der Ver­gan­gen­heit zur Ver­fü­gung zu stel­len. Der Kul­tus­mi­nis­ter E. Orth unter der Regie­rung des Mp.P. Alt­mei­er blo­ckier­te die Initia­ti­ve, ein­ge­hol­te Gut­ach­ten wur­den nicht ver­öf­fent­licht . Ein klei­ner Ein­blick der "Auf­ar­bei­tung" im Umfeld Fritz Bau­ers zur Deut­schen Geschich­te, zeit­lich anzu­sie­deln zwi­schen sei­ner Ent­de­ckung Eich­manns und dem Ausch­witz Pro­zess. Eine infor­ma­ti­ve Schau auf die Geschich­te die­ses "auf­ge­klär­ten" Landes.

  12. Unter dem Post "Papua-Neu­gui­nea vor Coro­na­ka­ta­stro­phe" fand ja der Kli­ma­wan­del sei­nen weg ins Kommentar-PingPong.

    Mich wun­dert wirk­lich, war­um Sie einer­seits die The­sen von Poli­a­kov zum Kon­for­mis­mus mit "Coro­na" in Ver­bin­dung brin­gen, aber ande­rer­seits nicht mit dem The­ma "CO2-Kli­ma­wan­del". Es macht mich, ehr­lich gesagt, ratlos.

    Coro­na, der CO2-Kli­ma­wan­del und vie­les ande­res exis­tiert in der uns beherr­schen­den Form auß­schließ­lich auf­grund von bezahl­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on > Wer­bung & Public Rela­ti­on > Pro­pa­gan­da. Ich habe 25 Jah­re in der Wer­bung gear­bei­tet. Das ers­te Pro­dukt, das wir ver­kauft haben, waren wir selbst – unse­re Dienst­lei­tung – und das zwei­te Pro­dukt war gute Kom­mu­ni­ka­ti­on voll­kom­men egal für was.

    1. @zuik: Jau. Des­halb soll­ten wir uns die Pro­duk­te genau anse­hen und nicht nur die PR. Mit­un­ter wer­den Bedürf­nis­se künst­lich erzeugt, oft sind sie aber vor­han­den. Des­halb soll­te die Regie­rungs­pro­pa­gan­da nicht ver­wech­selt wer­den mit dem rea­len Pro­blem. Dabei kann man strei­ten, ob es mit "Kli­ma­wan­del" bes­ser beschrie­ben ist als mit "Umwelt­zer­stö­rung" oder "Aus­zeh­rung natür­li­cher Res­sour­cen durch immer­wäh­ren­des sinn­lo­ses Wachstum".

      1. @aa:
        Auch wenn hier mög­li­cher­wei­se ein ande­rer Ein­druck ent­stan­den ist: Das The­ma "Umwelt­schutz" bzw. "Umwelt­zer­stö­rung" beschäf­tigt mich schon fast so lan­ge wie ich den­ken kann und eben dar­um sehe ich die­se gan­ze Kli­ma­wan­del-Geschich­te zuneh­mend kritisch.
        Ers­ten ist das eine ein­sei­ti­ge Ver­en­gung der Dis­kus­si­on auf Klima&CO2, die dadurch zu fal­schen Ergeb­nis­sen führt.
        Autos mit Ben­zin und Die­sel durch sol­che mit Elek­tro­an­trieb zu erset­zen spart auf dem Papier even­tu­ell etwas CO2 ein, ändert aber gar nichts am grund­sätz­li­chen Problem
        Zwei­tens sind die gewünsch­ten Maß­nah­men unrea­lis­tisch, nicht ziel­füh­rend und mit gewal­ti­gen gesell­schaft­li­chen Kol­la­te­ral­schä­den verbunden.
        Frü­her habe ich das Gan­ze für schlich­te Blöd­heit gehal­ten, seit ich aber jeden Tag sehe wie das bei Coro­na abläuft muss ich auch bei der Kli­ma­wan­del-Dis­kus­si­on böse Absich­ten annehmen.

        1. @Klaudia: Wir sind uns einig, daß die Ver­en­gung auf CO2 dumm ist und Elek­tro­au­tos kei­ne Lösung sind. Wie bei allen The­men ver­fol­gen die Mäch­ti­gen auch bei der Umwelt­fra­ge ihre eige­ne Agen­da. So wol­len sie damit z.B. die Atom­kraft wie­der hof­fä­hig machen. Es gilt also, miß­trau­isch zu blei­ben. Und doch las­se ich mir von den, sagen wir mal vor­sich­tig Rechts­kon­ser­va­ti­ven, nicht ein­re­den, daß unse­re Art zu leben, zu rei­sen und zu pro­du­zie­ren ohne irgend­wel­che Schä­den auf die Umwelt von­stat­ten gin­ge. Die Aus­beu­tung der Natur geht für mich ein­her mit der Aus­beu­tung der Men­schen. Wer bei­de leug­net, will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist. Ich will das nicht.

      2. Na, das mit Kon­for­mis­mus ist jetzt nicht unbe­dingt ein urei­ge­nes Bedürf­nis. Man kann ja auch dazu­ge­hö­ren ohne kon­form zu gehen. Und wird der Kon­for­mis­mus nicht erst mög­lich durch die Über­hö­hung sin­gu­lä­rer Sach­ver­hal­te oder Ideen? Coro­na redu­ziert auf das Virus, das bekämpft wird oder Kli­ma­wan­del redu­ziert auf CO2, das bekämpft wird. Es wer­den weder die gefähr­de­ten Vor­er­krank­ten wie­der gesund, wenn wir das Virus besiegt haben, noch wird sich das Kli­ma nicht ändern, wenn wir unse­re CO2-Pro­duk­ti­on dras­tisch begren­zen. Bei­de The­men und natür­lich vie­le ande­re eig­nen sich aber her­vor­ra­gend dazu, Kon­for­mi­tät zu for­dern und zu erzeugen.

        1. @zuik: Was ändert das dar­an, daß wir die Umwelt zuschan­den machen, wenn wir wei­ter so ver­fah­ren wie bis­her? Nicht die Fest­stel­lung eines gefähr­li­chen Umstands ist zu kri­ti­sie­ren, son­dern der fal­sche Lösungsweg.

  13. In mei­ner frü­he­ren Tätig­keit konn­te ich noch mit Zeit­zeu­gen des 2ten Welt­krie­ges spre­chen. Eine die­ser Geschich­ten ging mir immer wie­der durch den Kopf.

    Er erzählt:
    Sie hat­ten hin­ter mei­nem Haus, auf dem Feld ein Lager errich­tet. Dort waren die Men­schen gefan­gen. Am Zaun hin­term Haus habe ich einen Sol­da­ten gefragt war­um die dort ein­ge­sperrt sind, die haben doch nichts getan. Er sag­te laut, "halts Maul, sonst kommst du auch hier rein".
    Ich habe nichts mehr gesagt.

    Ich muss lei­der sagen, ich hät­te auch Angst gehabt und nichts gesagt.
    Ins Gespräch kamen wir, weil er eine Kar­te and der Wand vom Sude­ten­land hin­gen hat­te. Er sprach auch von der Ver­trei­bung, "die war schreck­lich" sag­te er, "vie­le blie­ben zurück". Der zeit­li­che Kon­text sei­ner Hin­ter­haus Geschich­te war vor dem Krieg als das leben noch rela­tiv nor­mal war.

  14. Prof. Ger­trud Höh­ler: Die Coro­na Bilanz.
    ISBN: 978–3‑453–60590‑9 12,-€
    Die Wür­de des Men­schen ist unantastbar.
    Super Gespräch bei Punkt.Preradoviv Anfang Sept 20 über die Wür­de und die Mer­kil-Tech­ni­ken zu unse­rer Dressur.….

  15. Hier ja , da nicht oder vielleicht.
    Wer weiß schon, haupt­sa­che Recht behalten.

    "Ottheinz Kääb
    Zuläs­si­ge Anord­nung zum Tra­gen einer Atem­schutz­mas­ke in Hauptverhandlung
    14. Okt 2021"
    https://​rsw​.beck​.de/​a​k​t​u​e​l​l​/​d​a​i​l​y​/​m​a​g​a​z​i​n​/​d​e​t​a​i​l​/​z​u​l​a​e​s​s​i​g​e​-​a​n​o​r​d​n​u​n​g​-​z​u​m​-​t​r​a​g​e​n​-​e​i​n​e​r​-​a​t​e​m​s​c​h​u​t​z​m​a​s​k​e​-​i​n​-​h​a​u​p​t​v​e​r​h​a​n​d​l​u​n​g​?​b​i​f​o​=​p​ort

    "Die An­ord­nung des Vor­sit­zen­den zum Tra­gen eines Mund-Nasen-Schu­t­­zes ist (in einem Sit­zungs­saal) laut Ba­yO­bLG als sit­zungs­po­li­zei­li­che Maß­nah­me zulässig."
    "Der Rechts­be­schwer­de­füh­rer hat­te einen Buß­geld­be­scheid über 150 EUR wegen Ver­sto­ßes gegen die Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung erhal­ten, denn er hat­te im öffent­li­chen Nah­ver­kehr kei­ne Mund-Nasen-Bede­ckung getragen."
    "Der Vor­sit­zen­de for­der­te ihn auf, die Gesichts­mas­ke wie­der anzu­le­gen, was der Betrof­fe­ne ver­wei­ger­te. Dar­auf ord­ne­te der Rich­ter die Ent­fer­nung des Betrof­fe­nen aus dem Sit­zungs­saal an und ver­warf sodann den Einspruch."
    "Gegen das Ver­wer­fungs­ur­teil leg­te der Betrof­fe­ne erfolg­reich Beschwer­de ein. Das Urteil des Amts­ge­richts wur­de auf­ge­ho­ben und die Sache zu neu­er Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an eine ande­re Abtei­lung des Gerichts zurückverwiesen."

    "Die erho­be­ne Rüge sei zuläs­sig und begrün­det, so das BayO­bLG. Zu dem strei­ti­gen Zeit­punkt habe eine Ver­wer­fung des Ein­spruchs nicht erfol­gen dür­fen. In der Anord­nung der Maß­nah­me, im Sit­zungs­saal eine Mas­ke zu tra­gen, sei der Rich­ter frei gewe­sen, denn dem Vor­sit­zen­den oblie­ge die Auf­recht­erhal­tung der Ord­nung in der Sit­zung. Dazu gehör­ten auch Maß­nah­men, die davor schüt­zen sol­len, sich oder ande­re anzu­ste­cken. Die Anord­nung ver­sto­ße daher auch nicht gegen das im GVG nor­mier­te Verhüllungsverbot."

    Ein Sit­zungs­saal ist schließ­lich kein öffent­li­ches Nah­ver­kehrs­mit­tel. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass auch das Virus davon Kennt­nis hat. 🙂

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