Olfert Landt groß im Mutanten-Geschäft

Neben den Giganten der Pharmaindustrie soll­te man die nicht ganz so gro­ßen Profiteure auf dem Corona-Markt nicht außer Acht las­sen. Ganz vor­ne dabei ist auch heu­te wie­der der lang­jäh­ri­ge Drosten-Weggefährte Olfert Landt mit sei­ner Firma TIB Molbiol*. Bereits im Frühjahr 2020 war Landt in den Medien mit sol­chen Beiträgen: "Diese Berliner machen mit Corona-Tests das Geschäft ihres Lebens". Nun taucht er auf faz.net auf unter der Überschrift "Ein neu­er Test für die Jagd auf Corona-Mutanten". Als Alternative zu den mit 220 Euro ver­gü­te­ten Sequenzierungen bie­tet er einen neue PCR-Test an:

»Um mög­lichst schnell und unauf­wen­dig einen Überblick über die Verbreitung von Mutanten zu gewin­nen, hat der Berliner Biochemiker Olfert Landt, Geschäftsführer der Firma TIB Molbiol, über Weihnachten einen PCR-Test ent­wi­ckelt, der die Marker der bedroh­li­chen Sars-CoV-2-Varianten aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika iden­ti­fi­zie­ren kann. Das klei­ne Familienunternehmen mit 40 Mitarbeitern kann sich vor Bestellungen nicht ret­ten, berich­tet Geschäftsführer Landt im Gespräch mit der F.A.Z. Ihm gehe es nicht um Eigenwerbung. Seit einem Jahr lie­fert die Firma mehr als 55 Millionen PCR-Tests in die gan­ze Welt.

Mit Hilfe des Tests, der 2,20 Euro kos­tet und einen wei­te­ren Euro für die Polymerase, kön­nen die bri­ti­sche und die süd­afri­ka­ni­sche Mutante bei posi­ti­ven PCR-Tests erkannt wer­den. Um einen mög­lichst flä­chen­de­cken­den Einsatz sol­cher Erkennungsmarker vor­an­zu­trei­ben, hat Landt dem Bundesgesundheitsministerium eine Spende von 100000 sol­cher Screening-Kits ange­bo­ten, um die posi­ti­ven PCR-Tests einer Woche auf die bekann­ten Mutationen zu unter­su­chen und sofort zu reagie­ren. Sollten die Mutanten schon ver­brei­te­ter sein als bis­her gedacht, wären lokal ver­schärf­te Quarantänemaßnahmen denkbar…«

Viele gute Gründe also, Landt dank­bar zu sein.

»Schweizer Labore haben gera­de 70000 Tests bei der Berliner Firma bestellt, weil in den letz­ten Wochen eine stei­gen­de Zahl von Infektionen mit einer der besorg­nis­er­re­gen­den Varianten B.1.1.7 und B.1.351 ent­deckt wur­den. Der dor­ti­ge Bundesrat hat alle dia­gnos­ti­schen Labore gebe­ten, schnellst­mög­lich ein muta­ti­ons­spe­zi­fi­sches PCR-Verfahren zu eta­blie­ren und posi­ti­ve Fälle sofort zu mel­den. Auch in Österreich wer­den seit Anfang Januar alle posi­ti­ven PCR-Proben auf die bei­den Mutanten gescreent. Allein in der zwei­ten Januarwoche wur­den 150 Verdachtsfälle auf die bei­den Mutanten iden­ti­fi­ziert. Durch Vollsequenzierungen kön­nen sol­che Verdachtsfälle bestä­tigt wer­den. Außerdem könn­te der gerin­ge Anteil von Sequenzierungen in Deutschland für noch nicht ent­deck­te unbe­kann­te Mutanten ein­ge­setzt wer­den. Sollten neue Stämme auf­tau­chen, könn­ten inner­halb eines Tages neue spe­zi­fi­sche Tests ent­wi­ckelt werden.«

Das Geschäft ist also gesichert.

* Siehe dazu u. a.
Drosten-Landt-Connection: Geld schef­feln mit Pandemien (I),
Drosten-Landt-Connection: Geld schef­feln mit Pandemien (II),
Drosten-Landt-Connection: Geld schef­feln mit Pandemien (III)
sowie etli­che wei­te­re Beiträge mit dem Suchbegriff "Landt".


https://www.kununu.com/de/tib-molbiol

19 Antworten auf „Olfert Landt groß im Mutanten-Geschäft“

  1. Auhauera! Wenn sich die Dinge so schnell wei­ter ent­wi­ckeln, hat in zehn Jahren bald jeder sei­nen Testkitgenerator im Wohnzimmer. Die Mutanten haben kon­se­quent kom­bi­na­to­risch wegen der all­ge­mei­nen Aufrüstung wei­ter kon­ta­mi­niert. Mit der Rate, die Tanten, die bösen. Sie mutie­ren im 12 Stunden Rhythmus. Kein Ende scheint in Sicht. Doch halt, winkt uns da nicht son­nen­ge­bräunt Olfert Landt von sei­ner Yacht. Spricht in eine Flüstertüte, flüs­ternd gar "Leute, nun bleibt doch mal ruhig, geniesst die Sonne, das Meer, wie ich das schon lan­ge tue. Damals ging es mir doch auch um nix ande­res als Alterssicherung. Zugegeben, es lief alles ein wenig aus dem Ruder. Und der Christian, der Lothar und der Jens haben doch gesagt, das Absahnen ist voll OK. Ich konn­te doch nicht ahnen, dass die ande­ren Hightech Freaks dann noch anfan­gen, die­ses gan­ze Testspektakel samt der Bioküche zu shrin­ken, qua­si in Chips zu ver­bau­en, dass jeder Depp mit sei­nem Smartphone die nächs­te Katastrophe her­bei­strei­cheln kann…" Die voll­be­setz­te Uferpromenade unter strik­ter Einhaltung von Abstandregeln staunt, als sich plötz­lich ein einer Impfnadel glei­chen­der Strahl der Landt'schen Yacht bemäch­tigt, sie ansaugt und in die Stratosphäre kata­pul­tiert. Der auf­ge­hen­de Mond sieht aus, wie Bill Gates ohne Brille. Ein alter Mann sagt: "Leute, so kann's gehen, wenn man aus der Reihe tanzt. Das erin­nert mich an den Steve Jobs Kult, den ich mal in einem Film gese­hen habe."

    https://www.youtube.com/watch?v=t0MIFA3QZA4

  2. Verdachtsfälle! Alles nur Vermutungen, gut fürs Geschäft erneut. Wurde der Virus iso­liert und gerei­nigt! Nein, Betrugs Murks in Fortsetzung. Gibt es eine Evidenz Kontrolle: Nein! kann einVirus ange­zeigt wer­den: Nein, kann eine Infektion ange­zeigt wer­den: nein! Betrugs System in Fortsetzung für die Pharma Industrie was schon vor 10 Jahren bestand

    1. Das ist natür­lich voll gelo­gen: es sind bei der bis­he­ri­gen Testpraxis sicher­lich über 99% nicht Infektiöse und über 98% nicht Infizierte.

      Die geziel­te Verneblung der rea­len Zusammenhänge dient dazu, den Corowahn nach belie­ben ent­spre­chend sei­nen Interessen auszulegen.

      Es ist zu unter­schei­den, dass der PCR-Test laut einem Ringversuch mit künst­lich her­ge­stell­ten Proben über 90% Sensitivität und auch Selektivität auf­weist. Denn dabei geht es um die Frage: wird ein Virengen-Abschnitt kor­rekt nachgewiesen?

      Aber mit dem Nachweis des Virgen-Abschnittes ist weder ein Virus nach­ge­wie­sen noch eine Infektion nach­ge­wie­sen noch Infektiosität nach­ge­wie­sen. Wenn also die Fragestellung lau­tet: wird Infektion oder gar Infektiosität nach­ge­wie­sen so liegt die Testqualität bei fast 0 (Null!).

      Es gab nie kli­ni­sche Studien mit denen die Tests vali­diert wor­den wären, also die Frage unter­sucht wor­den wäre, ob und inwie­fern ein posi­ti­ves Testergebnis mit Krankheit und Infektion korreliert.

  3. Na, da ist doch der Grundstein für die nächs­te Panikattacke schon gesetzt und der Steuerzahler zahl­ts, wie war das gleich noch mit den dümms­ten Kälbern?

    1. Mit den dümms­ten Bauern, der die dicks­ten Kartofflen hat.

      Ja, obwohl ich nicht den hart arbei­ten­den Bauern mit die­sen Kriminellen gleich­set­zen will.

    1. @DIe da oben wer­den schon: Vorsicht. Die Informationen zum Vorgehen der Gesundheitsämter, die dort in Kommentaren genannt wer­den, wir­ken nicht völ­lig erfunden.

      1. Völlig berech­ti­ger Einwurf!

        Gemeint was anschei­nend die­ser Kommentar:

        "Liebe Frau Dr. Kessler, lei­der ist das so nicht kor­rekt. Es ist rich­tig, dass Falldaten anony­mi­siert an das RKI gemel­det wer­den. Allerdings set­zen die Gesundheitsämter eine ent­spre­chen­de Software ein ( ÄSKULAB21). Ein posi­ti­ves Testergebnis wird vom Labor an das Gesundheitsamt gemel­det. Diese Meldung erfolgt natür­lich nicht anonym son­dern mit allen per­so­nen­re­le­van­ten Daten, da das Gesundheitsamt die Kontaktverfolgung durch­füh­ren muss. Alle posi­ti­ven Testergebnisse wer­den bei Eintreffen natür­lich abge­gli­chen. Sollte die betref­fen­de Person schon erfasst sein, wird natür­lich kei­ne Meldung als Neuinfektion an das RKI abge­setzt. Die von Ihnen beschrie­be­ne Doppel- oder Mehrfachmeldung kommt so nicht vor, da das RKI von den Gesundheitsämtern kei­ne Doppelmeldung für ein und die sel­be Person erhält. Wieso haben Sie nicht mal bei Ihrem zustän­di­gen Gesundheitsamt nachgefragt???" 

        Es gibt ein ergän­zen­des Video der Ärztin mit dem Emailverkehr, wel­ches im Wesentlichen an der Ausage des Vorvideos festhält:
        https://www.youtube.com/watch?v=rQWv40pkdUU

        1. @DIe da oben wer­den schon:
          Naja, das Video macht eher ein neu­es Fässchen auf (PCR-Test all­ge­mein) und ist nur bedingt ein "Gegenbeweis" zu der gewag­ten Aussage, dass das Gesundheizamt natür­lich nie-mals (!) Doppeldaten an's RKI wei­ter­lei­ten würde.
          Das ist allein des­we­gen unwahr­schein­lich, weil das RKI in sei­nem mitt­wöch­li­chen Lagebericht
          https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Feb_2021/2021–02-24-de.pdf?__blob=publicationFile
          nur die Anzahl ins­ge­samt durch­ge­führ­ter und der Positivtests angibt, und expli­zit dar­auf hinweist:
          "Es ist zu beach­ten, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getes­te­ten Personen gleich­zu­set­zen ist, da z. B.
          in den Angaben Mehrfachtestungen von Patienten ent­hal­ten sein können."

          Wie vie­le "Mehrfachtestungen" es gege­ben haben MUSS (und das sind auch nur die, von denen pfif­fi­ge RKI-Menschen Kenntnis erlangt haben) kann man z.B. aus den Daten ent­neh­men, die ein paar Tage spä­ter vom RKI an das ECDC über­mit­telt werden:
          https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/covid-19-testing

          Spannend, dass seit Kalenderwoche 4 die Differenz (abso­lut) wesent­lich höher liegt als vor­her (pro­zen­tu­al sogar noch höher).
          Der "Inzidenzwert" ist ent­spre­chend nied­ri­ger anzusetzen … 

          KW2020 RKI ECDC
          1 157569 145511
          2 123858 119635
          3 109764 101006
          4 96366 80306
          5 82007 66574
          6 67366 50442
          7 65440 51941

          Wie die Realität in Gesundheizämtern aus­se­hen kann, haben man­che JournalistInnen auch schon recherchiert
          https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Uebermittlung-von-Corona-Daten-Anschluss-nur-per-Faxgeraet,gesundheitsaemter112.html

          Ich hat­te vor vie­len Jahren ein­mal die, a prio­ri nicht beson­ders anspruchs­vol­le, Aufgabe für 200 Kundendatensätze (mit nume­ri­scher 6‑stelliger Kundennummer) aus einer Excel-Tabelle mit einem Stammdatensystem abzugleichen.
          Das Ergebnis war erschüt­ternd: nur knapp über die Hälfte der Daten waren plau­si­bel zu über­neh­men (= Kundennummer und ‑Namen identisch).

          Im kon­kre­ten Fall ver­fäl­schen gleich meh­re­re Schnittstellen die Daten:
          Arzt -> Labor -> Gesundheitsamt -> RKI
          und über­all poten­ti­el­le Fehler.
          Grässlich.
          Basierend auf die­sen Daten (und dem Geschwätz derer, die die­se ganz genau zu inter­pre­tie­ren wis­sen) wer­den dann Entscheidungen getroffen …

  4. 55 Mio. x 3,30 € = 181,5 Mio. € Umsatz

    55 Mio. Tests sind 550.000 Testkits für je 100 Tests. Ein Testkit lässt sich laut eige­ner Aussage von Landt für 2,50 € Materialkosten herstellen.¹ Ergäbe also Materialkosten in Höhe von 1,38 Mio €. 

    181,5 Mio. € heißt, dass von den 40 Mitarbeitern allein für die Corona-PCR-Tests jeder Mitarbeiter durch­schnitt­lich ca. 4,5 Mio. € Umsatz erwirt­schaf­tet hat. Bei Landt sind laut WiWo-Artikel 30 Menschen fest ange­stellt. Die schlech­te Bewertung in den Portalen legt wie­der­um nahe, dass Herr Landt die­sen Umsatz nicht ange­mes­sen an sei­ne Mitarbeiter aus­be­zahlt. Im ver­link­ten WiWo-Artikel steht fer­ner drin, dass Herr Landt es für einen Vorzug hält, dass sei­ne Mitarbeiter nicht gewerk­schaft­lich orga­ni­siert sind, und wie­der­um ande­rer Stelle steht, dass Herr Landt unge­lern­te Aushilfen ein­setzt, die erfah­rungs­ge­mäß nicht fürst­lich ent­lohnt werden.²

    Olfert Landt, das freund­li­che Gesicht des Kapitalismus im 21. Jahrhundert.

    ¹ https://www.corodok.de/wie-charite-partner/
    ² https://www.corodok.de/home-stories-drosten-landt/

  5. Eine kali­for­ni­sche Variante ist auch schon unter­wegs, see­ehr besorg­nis­er­re­gend, das Testkitgeschäft wird ein abso­lu­ter Dauerbrenner, bald gibts dann die Westdobrudschische und die Nordwolhynische Variante, braucht auch wie­der Kits, Kits, Kits, siche­re Versorgung für Generationen.…

  6. Was BITTE soll denn so abnorm her­an sein, dass ein PCR- bzw. MUTANTEN- TESTPRODUXJONSKLITSCHEN-BETREIBER wie die­ser Landt dann wenn es einen BEDARF für PCR- oder MUTANTEN-TESZ gibt, damit Kohle schef­feln will ?

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