"Tagesschau" und "Volksverpetzer" scheitern kolossal mit Fakten-Check

"ARD-fak­ten­fin­der" Patrick Gen­sing hat schon man­ches in den Sand gesetzt. Dazu gibt es hier eini­ge Bei­trä­ge. Mit Hil­fe der noto­risch falsch lie­gen­den "Volks­ver­pet­zer" ver­sucht er es erneut am 1.9. unter der Über­schrift "Auf­re­gung um angeb­lich ver­zerr­te Zah­len". Es geht um einen hier doku­men­tier­ten Artikel.

»Die Schlag­zei­le klingt dra­ma­tisch: "Ver­zerr­te Zah­len: 'Coro­na bei 80 Pro­zent der offi­zi­el­len Covid-Toten wohl nicht Todes­ur­sa­che'" Das Zitat stammt der Zei­tung "Die Welt" zufol­ge von dem Medi­zi­ner Bert­ram Häuss­ler und basie­re auf des­sen Berechnungen.

Der eigent­li­che Arti­kel steht hin­ter einer soge­nann­ten Bezahl­schran­ke, den­noch ver­brei­tet sich die Mel­dung in kur­zer Zeit mas­sen­haft. Laut "Crowd­tang­le", einem Dienst, der Reich­wei­ten in sozia­len Netz­wer­ken ana­ly­siert, gene­rier­te der Bei­trag bis zum Mitt­woch­mor­gen allein auf Face­book mehr als 60.000 Inter­ak­tio­nen. Dem­nach gab es dort mehr als 10.000 Kom­men­ta­re, er wur­de zudem von mehr als 18.000 Pro­fi­len oder Sei­ten geteilt…

Behauptung bezieht sich auf kurzen Zeitraum

Der Haken an der Sache: Die behaup­te­ten 80 Pro­zent bezie­hen sich nicht auf den Zeit­raum seit Aus­bruch der Pan­de­mie, die Berech­nun­gen des zitier­ten Wis­sen­schaft­lers Häuss­ler basie­ren viel­mehr auf den Wer­ten für die Mona­te Juli und August. In die­sem Zeit­raum war die Zahl der regis­trier­ten Todes­op­fer sehr nied­rig im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Win­ter und zum Früh­jahr 2020. So wur­den laut RKI-Anga­ben bei­spiels­wei­se im Dezem­ber 2020 fast 22.000 Todes­fäl­le regis­triert, im Juli 2021 waren es dem­nach 233.[*]

Wissenschaftler distanziert sich

Dass es also in dem Bei­trag der "Welt" um einen klei­nen Anteil der ins­ge­samt mehr als 92.000 offi­zi­ell regis­trier­ten Covid-19-Toten in Deutsch­land geht, dürf­te bei vie­len Nut­ze­rin­nen und Nut­zern, die die Mel­dung geteilt und kom­men­tiert haben, nicht ange­kom­men sein. Das liegt mut­maß­lich vor allem dar­an, dass die­se wich­ti­ge Ein­schrän­kung bei der "Welt" zunächst nur zu lesen war, wenn man die Bezahl­schran­ke pas­siert und für den Bei­trag bezahlt hat. Erst dann erscheint fol­gen­der Absatz:

"Wir haben ermit­telt, dass bei gut 80 Pro­zent der offi­zi­el­len Covid-Toten, die seit Anfang Juli gemel­det wur­den, die zugrun­de­lie­gen­de Infek­ti­on schon län­ger als fünf Wochen zurück­liegt und man daher eher davon aus­ge­hen muss, dass Coro­na nicht die wirk­li­che Todes­ur­sa­che war." 

"Die Welt" über­ar­bei­te­te die Mel­dung am Diens­tag und ersetz­te die Zei­le "Ver­zerr­te Zah­len" durch "Seit Juli". Doch damit dürf­te die Dis­kus­si­on um den Bei­trag nicht been­det sein. Denn der zitier­te Wis­sen­schaft­ler distan­zier­te sich von der Schlag­zei­le. Gegen­über dem Blog "Volks­ver­pet­zer" sag­te Häuss­ler auf Anfra­ge: "Die Über­schrift über dem Arti­kel in dem von Ihnen zitier­ten Wort­laut wur­de von der WELT ver­fasst und ohne unser Wis­sen ver­öf­fent­licht." Die Über­schrift sei "in ihrer All­ge­mein­heit falsch und wür­de von uns nie­mals so ver­tre­ten wer­den".«

Es fol­gen eini­ge Aus­füh­run­gen über das RKI, das mit den Nach­mel­dung so zu kämp­fen habe und des­halb gar kei­ne genau­en Zah­len habe.

»"Im Ermessen des Gesundheitsamtes"

Das Risi­ko, an Covid-19 zu ster­ben, sei bei Per­so­nen, bei denen bestimm­te Vor­er­kran­kun­gen bestehen, höher, teil­te das RKI mit. Daher sei es in der Pra­xis häu­fig schwie­rig zu ent­schei­den, inwie­weit die SARS-CoV-2-Infek­ti­on direkt zum Tode bei­getra­gen habe. Es lie­ge im Ermes­sen des Gesund­heits­am­tes, ob ein Fall als ver­stor­ben an bezie­hungs­wei­se mit Covid-19 an das RKI über­mit­telt wer­de oder nicht, so eine RKI-Spre­che­rin. Und wei­ter: "Bei einem Groß­teil der an das RKI über­mit­tel­ten Covid-19-Todes­fäl­le wird 'ver­stor­ben an der gemel­de­ten Krank­heit' ange­ge­ben."«

Eine inter­es­san­te Formulierung.

»Zen­tral ist bei der Dis­kus­si­on aller­dings, dass sich der Ver­dacht ledig­lich auf einen kur­zen Zeit­raum mit rela­tiv weni­gen Todes­op­fern bezieht – und nicht auf die gesam­te Pan­de­mie. Damit ist die schein­ba­re Bri­sanz, mit der die­se Mel­dung oft kom­men­tiert wird, gar nicht gegeben.«

Für die "Tages­schau" ist es nicht bri­sant, daß seit Juli 80 Pro­zent der "Coro­na-Toten" ver­mut­lich falsch als sol­che dekla­riert wer­den. Was spricht gegen die Ver­mu­tung, daß das RKI schon zuvor ähn­lich falsch berich­tet hat?

Es bleibt fest­zu­hal­ten, daß am Inhalt der Aus­sa­gen des Arti­kels nichts kri­ti­siert wer­den kann. Auch die Distan­zie­rung des Stu­di­en­au­tors bezieht sich nicht dar­auf, son­dern auf die Überschrift.

Geringe Übersterblichkeit

Völ­lig hilf­los wirkt der Nach­klatsch von Gensing:

»Zudem geben inter­na­tio­na­le Daten eben­falls Hin­wei­se dar­auf, dass sehr vie­le Men­schen an Covid-19 gestor­ben sind – und zwar in ande­ren Staa­ten noch weit mehr als in Deutsch­land. So fiel die Über­sterb­lich­keit in Deutsch­land wäh­rend der Pan­de­mie deut­lich gerin­ger aus als in Nach­bar­län­dern. Das geht aus einer Stu­die her­vor, für die ein deutsch-israe­li­sches For­scher­team Ster­be­da­ten von rund 100 Län­dern ver­gli­chen hat. Dabei könn­ten die Abstands- und Hygie­ne­re­geln sogar noch Tau­sen­de Todes­fäl­le durch ande­re Krank­hei­ten ver­hin­dert haben.

Die meis­ten Fach­leu­te gehen der­zeit aber davon aus, dass durch die Imp­fun­gen der gefähr­de­ten Alters­grup­pen die Zahl der Todes­op­fer nicht mehr so stark steigt wie in den vor­he­ri­gen Wellen.«

Und die "Unge­impf­ten" ster­ben wie die Fliegen…

Der Link zur deutsch-israe­li­schen Stu­die ist in Wirk­lich­keit einer zu einem wei­te­ren "Tages­schau"-Bei­trag. Dort erfährt man immerhin:

»Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt gab es 2020 in Deutsch­land mit rund 986.000 regis­trier­ten Ster­be­fäl­len etwa 46.000 Tote mehr als im Jahr zuvor – das ent­spricht rund fünf Pro­zent. Davon sei­en etwas weni­ger als die Hälf­te durch die Alters­struk­tur bedingt, hieß es. Etwas mehr als die Hälf­te fie­len auf beson­de­re Bedin­gun­gen zurück, vor allem auf die Coro­na-Pan­de­mie

Eine Bin­sen­weis­heit ist zudem, daß eine weit­ge­hen­de Iso­lie­rung der Men­schen aller­lei Infek­ti­ons­krank­hei­ten ver­hin­dern kann.


* Noch nicht ein­mal die Zah­len des RKI wer­den rich­tig wie­der­ge­ge­ben. Nach der genann­ten Quel­le betra­gen sie für den Juli 2021 282, für den Dezem­ber 2020 fast 25.000.


In ihrem unnach­ahm­li­chen Stil, bei dem selbst die eige­nen Aus­sa­gen mit­ein­an­der ins Gehe­ge kom­men, pol­tern die "Volks­ver­pet­zer":

volks​ver​pet​zer​.de (31.8.)

Wei­ter geht es so:

»Zuerst die bekann­ten Fak­ten: Der Groß­teil der Men­schen, die mit Coro­na ster­ben, ster­ben auch AN Coro­na. Das zeigt zum Bei­spiel eine Ana­ly­se des Bun­des­ver­ban­des der Patho­lo­gen. Die­se spra­chen von 86 % (Quel­le). Die WELT-Über­schrift, die so ver­kürzt nir­gends gefal­len ist, sug­ge­rier­te genau das Gegenteil.«

Bundesverband der Pathologen?

Wohin die Über­schrift gefal­len sein mag, ver­kürzt wie sie ist? Was hier als "Quel­le" bezeich­net wird, ist ein Arti­kel der Brü­der im Geis­te vom "Tages­spie­gel", der dort am 6.2. erschien. Er ist also nicht ganz so aktu­ell wie die geschol­te­ne Unter­su­chung. Dort ist aller­dings an kei­ner Stel­le von einem "Bun­des­ver­band der Patho­lo­gen" die Rede. Viel­mehr davon, daß in Kiel 50 Men­schen obdu­ziert wur­den. Dabei sei fest­ge­stellt wor­den, daß 85 (!) Pro­zent tat­säch­lich AN Covid-19 gestor­ben sei­en (wie immer man das mit 42,5 Men­schen bele­gen kann). Ein Bun­des­ver­band der Patho­lo­gen exis­tiert unter die­sem Namen übri­gens nicht.

Es ist danach aber Häuss­ler, der kei­ne Ahnung hat:

»Im Inter­view stell­te Häuss­ler statt­des­sen fol­gen­de Spe­ku­la­ti­on auf: Mit Daten ledig­lich aus dem Juli und August 2021 ver­mu­tet Häuss­ler, dass angeb­lich 80 % der Todes­fäl­le mit Coro­na fünf Wochen nach dem Fest­stel­len der Infek­ti­on ein­tra­ten. Er äußert die unbe­leg­te Ver­mu­tung, dass in man­chen (!) die­ser Fäl­le nicht Coro­na die Todes­ur­sa­che gewe­sen sein könn­te. Aus die­ser bereits unbe­leg­ten Ver­mu­tung bas­tel­te die WELT dann die völ­li­ge Falsch­aus­sa­ge, bei der der Ein­druck ent­steht, es hand­le sich ers­tens um eine Tat­sa­che und zwei­tens um über den gesam­ten Pandemie-Zeitraum.

Es wird deut­lich – und ist auf­grund der Natur der Sache, dass die meis­ten Leser:innen ledig­lich Über­schrif­ten lesen, und der Arti­kel ohne­hin hin­ter einer Pay­wall steckt – dass die meis­ten glau­ben, es gäbe einen Beleg dafür, dass es in der Pan­de­mie ins­ge­samt viel weni­ger Coro­na-Tote gäbe als gezählt. Das hat aber nichts mit der Rea­li­tät zu tun. Und wird den­noch Zehn­tau­sen­de Male geteilt und kann ver­hee­ren­den Scha­den anrich­ten.«

Das ist ja das Gute, lie­be VPs, daß Fak­ten der ver­lo­ge­nen "Impf­kam­pa­gne" ver­hee­ren­den Scha­den zufü­gen.

Sie schrei­ben und gei­fern und mer­ken nicht, wie sie sich immer mehr widersprechen:

»SPEKULATION VON HÄUSSLER ABER ZWEIFELHAFT

Aus drei Grün­den gibt es aller­dings auch Zwei­fel an den Ergeb­nis­sen von Herrn Häuss­ler, die sich auf den Juli 2021 beziehen:

Herr Prof. Häuss­ler ver­wen­det ers­tens den Zeit­punkt, in dem ein neu­er Todes­fall in der RKI-Sta­tis­tik auf­taucht, als „Todes­zeit­punkt“ und ver­gleicht dies dann mit dem „Erkrankungsbeginn“/ „Mel­de­da­tum“. Nun ist aber bekannt, dass es einen Mel­de­ver­zug geben kann zwi­schen dem Todes­fall und dem Auf­tau­chen in der RKI-Sta­tis­tik. Dadurch kann der Todes­zeit­punkt nicht sehr exakt aus der RKI-Sta­tis­tik abge­lei­tet wer­den. Das RKI hät­te die­se Daten und wir war­ten dort aktu­ell noch auf Ant­wort auf unse­re Anfragen.

Zwei­tens ist ein Ver­zug zwi­schen Infek­ti­on und Todes­zeit­punkt, der 5 Wochen über­schrei­tet, schlicht nicht unge­wöhn­lich. Die Behand­lung von Covid-19 kann Wochen dau­ern, man­che Men­schen ster­ben oft erst nach Monaten.

Zur Ver­weil­dau­er schrieb uns das DIVI auf Anfra­ge, dass „[…] das RKI die Inku­ba­ti­ons­zeit bei Covid-19, also die Zeit von Infek­ti­on bis Sym­ptom­be­ginn, mit etwa 5–6 Tagen angibt. Bis dann eine Auf­nah­me auf eine ITS erfolgt, ver­ge­hen noch ein­mal rund 10 Tage. Die durch­schnitt­li­che Auf­ent­halts­dau­er auf den ITS liegt dann bei etwa 16 Tagen (bzw. lag zu Jah­res­be­ginn in die­sem Bereich).“ Inso­fern wäre also eine mitt­le­re Dau­er von vier Wochen von Infek­ti­ons­be­ginn bis Ver­ster­ben völ­lig nor­mal.«

Kopf und Kra­gen gehen nun völ­lig verloren:

»FIKTIVE UND UNWAHRSCHEINLICHE EINZELFÄLLE, DIE DIE CORONA-STATISTIK INFRAGE STELLEN SOLLEN

Drit­tens: Gesund­heits­äm­ter erfas­sen Coro­na-Tote und über­mit­teln sie ans RKI. Dabei kön­nen sie grund­sätz­lich auch Fäl­le über­mit­teln, die nicht ursäch­lich an Coro­na, son­dern nur „nach“ Coro­na ver­stor­ben sind. Das wird in der Pra­xis aller­dings nur gemacht, wenn sich ein Zusam­men­hang mit Coro­na nicht aus­schlie­ßen lässt. Es wer­den so defi­ni­tiv kei­ne Auto­un­fäl­le oder der­glei­chen in die Sta­tis­tik mit ein­flie­ßen, die offen­sicht­lich nichts mit Coro­na zu tun haben (Quel­leQuel­le).«

In der ers­ten Quel­le liest man:

»Dazu sagt die RKI-Pressesprecherin:

"Der berühm­te Unfall­to­te mit SARS-CoV-2-Nach­weis könn­te ver­mut­lich gezählt wer­den, wenn das Gesund­heits­amt einen Zusam­men­hang sieht, prak­tisch dürf­te das aber eher nicht pas­sie­ren." Spre­che­rin des RKI

Außer­dem han­de­le es sich hier­bei um Ein­zel­fäl­le, die "kei­nen rele­van­ten Ein­fluss" auf die Gesamt­zahl der Covid-19-Toten hätten.

Der glei­che Grund­satz gilt beim Selbst­mord einer mit SARS-CoV‑2 infi­zier­ten Person:

"Ein Sui­zid könn­te nur gezählt wer­den, wenn die betref­fen­de Per­son posi­tiv getes­tet war, aber wie gesagt, es wäre die Ent­schei­dung des Gesund­heits­am­tes." RKI-Sprecherin

Egal, ob "an" oder "mit" Coro­na ver­stor­ben: Die RKI-Sta­tis­tik umfasst nur Fäl­le, in denen der Ver­stor­be­ne mit dem neu­en Coro­na­vi­rus infi­ziert war…

Amt­li­che Todes­ur­sa­chen-Sta­tis­tik zählt anders
Die vom RKI gemel­de­ten Todes­zah­len fin­den Ein­zug in die amt­li­che Todes­ur­sa­chen-Sta­tis­tik des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes – aller­dings nicht alle. Hier wer­den aus­schließ­lich Per­so­nen gezählt, die "an" (und nicht "mit") einer Covid-19-Erkran­kung gestor­ben sind.«

Noch dol­ler her geht es in der zwei­ten Quelle:

Covid-19 infizierte Menschen dürfen überhaupt nicht am Verkehr teilnehmen

»Wei­ter erklär­te die RKI-Spre­che­rin, es lie­ge im Ermes­sen der Gesund­heits­äm­ter, ob ein Fall als "ver­stor­ben an" oder als "mit Covid-19 ver­stor­ben" an das RKI über­mit­telt wer­de oder nicht. Auch ob ver­un­fall­te Covid-Infi­zier­te gemel­det wür­den, ent­schei­de das zustän­di­ge Gesundheitsamt.

"Wir gehen davon aus, dass sol­che Fäl­le extrem sel­ten sind, wenn sie über­haupt auf­ge­tre­ten sind und die Aus­sa­ge­kraft der Zahl der Todes­fäl­le in kei­ner Wei­se beein­träch­ti­gen", schrieb Glas­ma­cher in ihrer Mail…

Vie­le der Gesund­heits­mi­nis­te­ri­en ver­wie­sen auf die Tat­sa­che, dass an Covid-19 infi­zier­te Men­schen über­haupt nicht am Ver­kehr teil­neh­men dür­fen, weil sie sich in Qua­ran­tä­ne befin­den müss­ten, so etwa Anja Neu­tz­ling, Spre­che­rin des Lan­des­am­tes für Gesund­heit und Sozia­les in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Am 21. Janu­ar 2021 schrieb sie in einer E‑Mail an AFP, solan­ge jemand als posi­tiv gel­te, kön­ne er eigent­lich nicht in einen Auto­un­fall ver­wi­ckelt wer­den, denn er ste­he unter Qua­ran­tä­ne.

Ver­un­fall­te aus der Sta­tis­tik größ­ten­teils ausgeschlossen

Neun Bun­des­län­der erklär­ten gegen­über AFP, dass mit Coro­na infi­zier­te Men­schen, die bei einem Auto­un­fall ster­ben, nicht in die Coro­na-Sta­tis­tik ein­ge­rech­net wür­den.«

Wie­vie­le Bun­des­län­der gibt es eigentlich?

Die Gesundheitsämter sind doch auch nicht ganz auf den Kopf gefallen

Wie­der O‑Ton "Volks­ver­pet­zer":

»Häuss­ler spe­ku­liert aber ohne Beweis­grund­la­ge im Inter­view, dass ein Herz­ver­sa­gen im Juli 2021 auf­grund einer Infek­ti­on aus 2020 als Coro­na-Toter in die Sta­tis­tik ein­ge­hen könn­te als Erklä­rung für jene 80 %. Die­ser fik­ti­ve Fall ist jedoch extrem unwahr­schein­lich und wird sicher­lich die Sta­tis­tik nicht ver­zer­ren. Als wahr­schein­li­che Erklä­rung taugt die­se Erklä­rung kei­nes­wegs. Die Gesund­heits­äm­ter sind doch auch nicht ganz auf den Kopf gefallen…

Hier­bei ist übri­gens auch zu berück­sich­ti­gen, dass die Daten aus dem Juli, auf die sich die­se gan­ze Aus­sa­ge bezieht, nur ein paar Dut­zend Todes­fäl­le ent­hal­ten. Und damit eine sehr gerin­ge Zahl, die anfäl­lig ist für sta­tis­ti­sche Aus­rei­ßer. Es sind ja eben nicht Aus­sa­gen, die auf die gan­ze Pan­de­mie­zeit zutref­fen. Das behaup­tet Häuss­ler auch nir­gend­wo, die WELT stell­te es aller­dings so dar.«

Nö.

»Beob­ach­tun­gen von Volks­ver­pet­zer zei­gen auch, dass „Querdenker:innen“ den Arti­kel sowie die fal­sche Über­schrift mas­siv auf Tele­gram ver­brei­tet haben, als ver­meint­li­che Bestä­ti­gung ihres ver­blen­de­ten Welt­bilds. Mona­te­lan­ge Auf­klä­rungs­ar­beit über Coro­na und des­sen Gefah­ren könn­ten bei eini­gen Men­schen so zunich­te gemacht wer­den, weil ein ver­meint­lich seriö­ses Medi­um so eine Falsch­be­haup­tung titelt.«

(Her­vor­he­bun­gen nicht in den Originalen.)

27 Antworten auf „"Tagesschau" und "Volksverpetzer" scheitern kolossal mit Fakten-Check“

  1. Ich sage mal so:

    Die Bei­ne wer­den kürzer.

    Zumal, wenn man gegen eine putz­mun­te­re Zusam­men­fas­sung des­sen vor­ge­hen will, wie ein­mal Pfi­zers Bil­ly­boy und Klau­si, nach­dem sie am 18. Okto­ber 2019 in New York ein "high-level pan­de­mic exer­cise" (mit "Coro­na­vi­ren" – "The FICTIONAL Coro­na­vi­rus Acu­te Pul­mo­na­ry Syn­dro­me (CAPS) is an acu­te respi­ra­to­ry infec­tion that can pro­gress to pneu­mo­nia and acu­te respi­ra­to­ry distress syn­dro­me. It is cau­sed by a swi­ne-ori­gin coro­na­vi­rus (CAPS virus)." [Event 201 – auf der Web­sei­te] durch­ge­führt hat­ten, ihre Herr­schaf­ten (Spahn, Baer­bock, Mer­kel, Macron, Lau­ter­bach, Dros­ten und die ande­ren) auf­bo­ten, um der Welt mit gefälsch­ten Sta­tis­ti­ken aufzuwarten.

    Aus dem Video geht jeden­falls her­vor, dass es im Jahr 2020 eine Unter­sterb­lich­keit gab. Schlicht, weil Bevöl­ke­rungs­an­zahl, Bevöl­ke­rungs­ver­tei­lung und Ster­be­ra­ten der Vor­jah­re ins logi­sche Ver­hält­nis gesetzt wurden:

    Video wur­de jetzt aber von You­tube zen­siert ("Com­mu­ni­ty-Richt­li­ni­en"): https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​n​E​P​i​O​E​k​k​Wzg

    Jetzt aber hier: https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​q​w​9​g​7​_​v​i​wLE

    Event 201: https://​www​.cen​ter​for​he​alths​ecu​ri​ty​.org/​e​v​e​n​t​2​0​1​/​e​v​e​n​t​2​0​1​-​r​e​s​o​u​r​c​e​s​/​C​A​P​S​-​f​a​c​t​-​s​h​e​e​t​-​1​9​1​0​0​9​.​pdf

  2. Das ist wirk­lich groß­ar­tig; seit Beginn der "Pan­de­mie" habe ich mich selbst über den "VP" nicht mehr so amü­siert. Ich ver­mu­te, hin­ter denen ste­cken rus­si­sche Hacker. Oder Mon­ty Python.

  3. Wahl 2021 im ZDF: ZDF­zoom – Angriff auf unse­re Demokratie
    Wie sicher ist unse­re Bundestagswahl?

    Die Ner­vo­si­tät bei den Behör­den wächst. Es dro­he die Gefahr, dass die kom­men­de Bun­des­tags­wahl aus dem In- oder Aus­land beein­flusst wer­den könn­te, warn­te der Bun­des­in­nen­mi­nis­ter kürzlich.
    Vorab

    29 min 01.09.2021
    Video ver­füg­bar bis 01.09.2023

    "Das inzwi­schen erreich­te Niveau kann­ten wir bis­lang nur aus Zei­ten des Kal­ten Kriegs", sagt der Prä­si­dent des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz, Tho­mas Hal­den­wang. Er warnt vor Des­in­for­ma­ti­on, Spio­na­ge und orga­ni­sier­ten Cyber­an­grif­fen: "Die Metho­den wer­den immer rup­pi­ger und die Mit­tel brutaler."

    Social-Media-Platt­for­men wie Face­book arbei­ten bereits eng mit den deut­schen Sicher­heits­be­hör­den zusam­men, um mög­li­che Ein­fluss­nah­men und Fake-News-Kam­pa­gnen früh zu erken­nen und abzustellen.

    Hin­ter den ver­such­ten Mani­pu­la­tio­nen der Bun­des­tags­wah­len steckt häu­fig auch die Absicht, Ver­wir­rung zu stif­ten und das poli­ti­sche Sys­tem zu desta­bi­li­sie­ren. Mit wel­chen Metho­den das ver­sucht wird, hat der Wis­sen­schafts­jour­na­list Mir­ko Drot­sch­mann, ali­as MrWissen2Go, erfah­ren. Eine PR-Agen­tur wen­de­te sich an ihn, mit dem Ange­bot für Geld öffent­lich den Coro­na­impf­stoff von BioNTech schlecht zu machen. 

    Die vor­ge­schla­ge­ne Ausrichtung:
    Der Impf­stoff habe mehr Todes­op­fer gefor­dert als ande­re Vak­zi­ne. Der ver­meint­li­che Beweis der Behaup­tung: eine gefälsch­te Studie. 

    [Anmer­kung:
    An die­ser Stel­le könn­te statt­des­sen auch ein­fach der Link zur ent­spre­chen­den Todes­zah­len­sta­tis­tik des PEI oder dem EMA o.ä. folgen]

    Auch hier füh­ren die Spu­ren nach Russland.

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/wahl-2021-im-zdf-zdfzoom—angriff-auf-die-bundestagswahl-100.html

  4. Was ist eigent­lich aus der Kla­ge von Wodarg+Füllmich gegen Volks­ver­pet­zer gewor­den? Die münd­li­che Ver­hand­lung soll wohl im Novem­ber sein, aber inter­es­sant sind ja die vor­her aus­ge­tausch­ten Schrift­sät­ze. Dar­in müss­te der Volks­ver­pet­zer dar­le­gen, wie er zu sei­ner Behaup­tung gekom­men ist, Wodarg sei ein Lügner.

    1. Zu Dei­ner Fra­ge, Hen­ning, gibt der VV einen wesent­li­chen Hinweis.
      https://​www​.volks​ver​pet​zer​.de/​s​c​h​w​e​r​-​v​e​r​p​e​t​z​t​/​k​l​a​g​e​-​f​a​i​l​-​w​o​d​a​r​g​-​f​u​e​l​l​m​i​ch/

      Es wür­de mich wun­dern, wenn das Erfolg hat. Mir erscheint es höchst unse­ri­ös, eine Ver­leum­dungs­kla­ge auf 2.000 Sei­ten / über 5 kg Schrift­satz aus­zu­wal­zen. Das stimmt wohl so, von einem Demen­ti durch Füll­mich & Co. ist nichts bekannt geworden.

  5. Notiz zu den von Jahr zu Jahr schwan­ken­den Sterbezahlen:

    Von 2018 auf 2019 sank die Rate von rund 955.000 auf 939.500, also um 15.500 Fäl­le. Von 2019 auf 2020 erhöh­te sie sich auf 985.600, also um 46.000. Die knapp fünf Pro­zent mehr begrün­det das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt so: "Auf­grund der Ver­stor­be­nen im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie fiel der Anstieg der Ster­be­fäl­le deut­lich grö­ßer aus.“

    Fünf Jah­re zuvor war es ähn­lich. Von 2013 auf 2014 war die Rate von 894.000 auf 868.500 gesun­ken, also um 25.500 Fäl­le, und im Jahr 2015 auf 925.000, also um 56.500 gestie­gen, was sogar einem Zuwachs von 6,5 Pro­zent ent­sprach. Damals sah das Bun­des­amt kei­nen Anlass, den Anstieg zu begründen.

  6. In den Aus­sa­gen ste­cken so vie­le Unge­reimt­hei­ten und Falsch­aus­sa­gen, dass ich zumin­dest eini­ge kor­ri­gie­ren moech­te. Zwar besa­gen die Richt­li­ni­en vom RKI *eigent­lich*, dass nur Fael­le als "an oder mit Coro­na ver­stor­ben" gemel­det wer­den sol­len, bei denen defi­ni­tiv ein moeg­li­cher Zusam­men­hang zwi­schen Todes­ur­sa­che und SARS-CoV2 besteht. Die Pra­xis der Gesund­heits­aem­ter sieht aber oft anders aus:
    https://​www​.hei​se​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​W​e​r​-​z​a​e​h​l​t​-​a​l​s​-​C​o​r​o​n​a​-​T​o​t​e​r​-​5​0​3​5​5​0​4​.​h​t​m​l​?​s​e​i​t​e​=​all
    So kam wohl auch die Dif­fe­renz zwi­schen der "Zwi­schen­aus­wer­tung der Todes­ur­sa­chen 2020" durch das sta­tis­ti­sche Bun­des­amt und den Zah­len des RKI zustan­de (die Zah­len des RKI lagen fuer 2020 um rund 20% hoe­her als die Zah­len des sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes, die sich statt auf die Mel­dun­gen der Gesund­heits­aem­ter auf die Aus­wer­tun der Toten­schei­ne bezo­gen haben sollen).
    Die vom Tages­schau Fak­ten­che­cker behaup­te­ten 85% der Coro­na­to­ten, die *an* Coro­na ver­stor­ben sein sol­len bezo­gen sich ver­mut­lich ursprung­lich mal auf eine "vir­tu­el­le Pres­se­kon­fe­renz" von ver­schie­de­nen Pathologen.
    https://​www​.patho​lo​gie​-dgp​.de/​d​i​e​-​d​g​p​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​m​e​l​d​u​n​g​/​p​r​e​s​s​e​k​o​n​f​e​r​e​n​z​-​k​l​i​n​i​s​c​h​e​-​o​b​d​u​k​t​i​o​n​-​b​e​i​-​c​o​v​i​d​-​1​9​-​e​r​k​r​a​n​k​u​ng/
    Die von ver­schie­de­nen Per­so­nen vor­ge­tra­ge­nen Ergeb­nis­se schie­nen sich teil­wei­se zu widersprechen.
    https://​www​.patho​lo​gie​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​u​s​e​r​_​u​p​l​o​a​d​/​A​k​t​u​e​l​l​e​s​/​c​o​r​o​n​a​/​P​r​e​s​s​e​m​a​p​p​e​_​P​K​_​2​0​.​0​8​.​2​0​2​0​.​pdf
    Der ein­zi­ge Punkt, in dem *alle* einig waren, war, dass fuer ein genaue­res Bild mehr Obduk­tio­nen erfor­der­lich wae­re. Die 85% (eigent­lich sogar 86%, wenn man die 1% ohne posi­ti­ven PCR-Test aber mit kli­ni­scher Dia­gno­se mit­zaehlt) fin­det sich denn in der Pres­se­map­pe zu die­ser Ver­an­stal­tung auf der 19.Seite die­ses Doku­ments im Abschnitt " Umfra­ge BPD – Covid-19 Kli­ni­sche Obduk­tio­nen bis 29.06.2020". Laut dem Dia­gramm und der zuge­hoe­ri­gen Legen­de kommt man auf die 85 bzw 86%. Aller­dings basiert die zugrun­de lie­gen­de Sta­tis­tik auf ledig­lich 154 durch­ge­fuehr­ten Obduk­tio­nen und ist daher nicht unbe­dingt reprae­sen­ta­tiv fuer *alle* "Coro­na­to­ten.
    Letzt­end­lich hat es das RKI in den letz­ten 18 Mona­ten in fast allen Aspek­ten der "Pan­de­mie" ver­saeumt, hin­rei­chend aus­sa­ge­kraef­ti­ge Daten zu sam­meln., So wur­de z.B. die reprae­sen­ta­ti­ve Base­line-Stu­die zur Abschaet­zung *aller* Infek­tio­nen, die bereits in einer im Maerz gestar­te­ten Peti­ti­on mit mehr als 80.000 Mit­zeich­nern gefor­dert wur­de, bis heu­te nicht durch­ge­fuehrt. Zah­len zur Hos­pi­ta­li­sie­rung wuden erst ab dem 19.07.2021 sys­te­ma­tisch erfasst wer­den und die Zahl der Hos­pi­ta­li­sie­run­gen bis zu die­sem Zeit­punkt mit 272.141 nur geschaetzt wur­den. Seit die­sem Datum gab es ueb­ri­gens 9.512 neue Hos­pi­ta­li­sie­run­gen wegen oder mit Coro­na (auch wer mit einem Bein­bruch ein­ge­lie­fert und ohne Sym­pto­me posi­tiv getes­tet wur­de, ist in der Sta­tis­tik ein hos­pi­ta­li­sier­ter Covid-19 Pati­ent). Das sind in die­sen gut 6 Wochen ca. 221 Hos­pi­ta­li­sie­run­gen pro Tag. Das klingt nach viel, rela­ti­viert sich aber deut­lich, wenn man bedenkt, dass das bun­des­wei­te Zah­len sind: in einem Land mit ca. 83 Mio Ein­woh­nern, in dem durch­schnitt­lich pro Tag 2500–3000 Per­so­nen ster­ben. Auch dass im DIVI Inten­siv­re­gis­ter Inten­siv-Pati­en­ten, die in eine ande­re Kli­nik ver­legt wer­den, in der vor­he­ri­gen Kli­nik als abge­schlos­se­ne Behand­lung gefuehrt wer­den, schafft nicht unbe­dingt Ver­trau­en in die ver­oef­fent­lich­ten Zah­len, weil dadurch der Ein­druck erweckt wird, es wae­ren bis­lang seit Beginn der Pan­de­mie bei nur ca. 281.853 Hos­pi­ta­li­sie­run­gen 121.315 Per­so­nen zuzueg­lich der aktu­ell inten­siv­me­di­zi­nisch Behan­del­ten Per­so­nen eine inten­siv­me­di­zi­ni­sche Behand­lung genos­sen. Da aber mit jeder Ver­le­gung am alten Stand­ort eine "abge­schlos­se­ne Behand­lung" und am neu­en Stand­ort ein "neu­er Covid-Pati­ent auf der Inten­siv­sta­ti­on" gezaehlt wird, ist die­se Zahl mas­siv ueber­hoeht (es wuer­de auch ueber­haupt nicht zu den bis­he­ri­gen Zah­len pas­sen, dass deut­lich mehr als 1/3 der hos­pi­ta­li­sier­ten Covid-19 Pati­en­ten inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den muessten).
    Kurz­um: weder bei der Bun­des­re­gie­rung noch beim RKI scheint das gerings­te Inter­es­se nach wirk­lich aus­sa­ge­kraef­ti­gen Zah­len zur "epi­de­mi­schen Lage" zu bestehen. Statt­des­sen wird wei­ter (zum Scha­den alle) der "Panik­mo­dus wei­ter vorangetrieben.

  7. Nun, mit ein bischen Über­le­gung kann man schon sehr gut Dich­tung und Wahr­heit unter­schei­den. Wor­auf es mit Coro­na hin­aus­läuft, war im Febru­ar 2020 schon klar, also spä­tes­tens zu dem Zeit­punkt an dem die ers­ten Maß­nah­men ver­kün­det wurden.

    MFG

  8. Jeder kann hel­fen die Pro­pa­gan­da durch die Main­stream­m­e­di­en zu begren­zen. Vie­le Zei­tun­gen, Blogs, Influen­cer sind (mehr oder weni­ger) auf Wer­be­ein­nah­men angewiesen.

    "Ad-Blo­cker" (Wer­be­blo­cker) für den Inter­net­brow­ser (z.B. AdBlock Plus, uBlock Ori­gin, Ghos­tery) ver­hin­dern das Ein­blen­den von Wer­bung, z.B. auf You­tube. Dadurch ent­ge­hen nicht nur dem You­tube-Kanal Wer­be­ein­nah­men, son­dern auch You­tube selbst.

    Neben Wer­be­blo­ckern gibt es vie­le wei­te­re Mög­lich­kei­ten die dabei hel­fen, die Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne nicht wei­ter zu unter­stüt­zen. Sie­he z.B. hier.

    https://​reclaimt​he​net​.org/

  9. Pan­de­mie in Roh­da­ten von Mar­cel Barz:

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​Y​X​6​h​W​5​K​B​O7Y

    10x sinn­vol­ler inves­tier­te Zeit als den Volks­ver­pet­zer zu lesen, ich ver­steh gar­nicht wie man sich das antun kann und wer den liest dem ist sowie­so nicht mehr zu helfen.

    Nach der Auf­ar­bei­tung von Herrn Barz muss man sich aller­dings fra­gen, ob wirk­lich 80 Pro­zent der Coro­na­to­ten an Coro­na star­ben über ganz 2020, wenn es kei­ne Über­sterb­lich­keit gab, son­dern sie umeti­ket­tiert wurden.

    Da bringt es auch nix das Geschwur­bel und Ping Pong des Volks­ver­pet­zer oder der Welt zu ent­lar­ven, weit weni­ger beach­tet ist dane­ben Herr Barz leider…

  10. ( @ aa Es ist kann manch­mal schwer fal­len, sich, bei den Mög­lich­kei­ten, auf das Wesent­li­ches zu kon­zen­trie­ren. 🙂 Zum Glück für einen Kommentator. 😛 )

    Neben­bei, bei all den bun­ten Tabel­len, ver­bleibt das Man­ko, dass sie, zum Teil oder unter Umstän­den, ledig­lich auf einem PCR-Test beruhen.

    "Ins­be­son­de­re ist die Beatmungs­dau­er bei den jün­ge­ren Patient:innen, die aktu­ell auf Inten­siv­sta­tio­nen lie­gen (Quel­le), (eben weil die älte­ren viel häu­fi­ger geimpft sind), deut­lich höher als bei Älte­ren, da sie die­se Form der Behand­lung län­ger überleben."
    die "Quel­le" (Selbst mit dem VP´s scheint es Gemein­sam­kei­ten zu geben. Über Inter­pre­ta­tio­nen lie­ße sich streiten.)
    https://​www​.inten​siv​re​gis​ter​.de/​#​/​a​k​t​u​e​l​l​e​-​l​a​g​e​/​z​e​i​t​r​e​i​hen
    "Zeit­rei­hen
    Seit dem 23.12.20 zei­gen die Zeit­rei­hen nur gemel­de­te Kapa­zi­tä­ten und Fall­zah­len für Erwachsene."

    zum Bun­des­ge­biet vier Tabellen
    "Anzahl gemel­de­ter inten­siv­me­di­zi­nisch behan­del­ter COVID-19-Fälle"
    Neben­bei lie­ßen sich auch ande­re Fra­gen stel­len, Ab wann wur­de wo und wie oft getes­tet, unter wel­chen Bedin­gun­gen, mit wel­cher Test­va­ri­an­te, bei wel­chen CT-Wert, …?
    "Gesamt­zahl gemel­de­ter Inten­siv­bet­ten (Betreib­ba­re Bet­ten und Notfallreserve)"
    Neben­bei, allt­be­kann­tes Indiz für die Schaf­fung eines Notfalls.
    "Ein­schät­zung der Betriebssituation"
    Neben­bei feh­len wie­der Bezugs­grö­ßen zu ande­ren Jah­ren, Ereig­nis­sen, Peri­oden, mit ver­gleich­ba­ren Ereig­nis­sen mit Viren, …)
    "Freie Kapa­zi­tä­ten zur inva­si­ven Beatmung"
    Neben­bei freue ich mich schon jetzt auf den Moment, wenn die Ska­la so weit vor­ge­rutscht ist, dass der Bogen nach unten weg­fällt und es end­lich hei­ßen kann, dass wäre doch schon immer so gewesen.
    gaa­anz unten noch "Zusätz­li­che Zeitreihen"
    "Anzahl gemel­de­ter inten­siv­me­di­zi­nisch behan­del­ter COVID-19-Fäl­le an Anzahl beleg­ter Intensivbetten"
    Neben­bei, es könn­te so man­ches Mal hilf­reich sein, sich das auch mal anuschauen.
    "Anzahl mel­den­der Meldebereiche"
    Neben­bei mal ein Bei­spiel für einen unnüt­zem Strich in der Landschaft.

    (hier begän­ne dann die Arbeit eines Faktencheckers.)
    "Alle Zeit­rei­hen zei­gen die gemel­de­ten Zah­len für den jewei­li­gen Beob­ach­tungs­tag basie­rend auf den jeweils aktu­ells­ten Mel­dun­gen der Mel­de­be­rei­che, die inner­halb der letz­ten 7 Tage abge­ge­ben wur­den. Es wer­den Kapa­zi­tä­ten und Fall­zah­len für Erwach­se­ne dargestellt.
    Die ver­ti­ka­len grau­en Lini­en mar­kie­ren Ereig­nis­se der Regis­ter-Ent­wick­lung mit Ein­fluss auf die Daten. Ein star­ker Anstieg oder Reduk­ti­on der Daten an die­sen Zeit­punk­ten basiert ggf. auf den Ereignissen:
    03.04.2020 (Daten­bank­mi­gra­ti­on), 16.04.2020 (Beginn der Mel­de­pflicht), 20.07.2020 (Ein­füh­rung Behand­lungs­schwer­punk­te (PICU, NICU, Erwach­se­ne)), 03.08.2020 (Neue ICU-Kapazitätserfassung)."

    So gar nicht neben­bei, so nix zu "Beatmungs­dau­er" oder "jün­ge­ren Patient:innen". Aber da gibts ja noch den Hinweis:
    "Alters­struk­tur
    Seit dem 01.09.21 gibt es den neu­en Rei­ter Alters­struk­tur. Dort fin­den Sie Gra­fi­ken zur bun­des­wei­ten Alters­struk­tur der COVID-19-Patient*innen auf Inten­siv­sta­tio­nen täg­lich aktualisiert."
    (net­ter Simpsons-Trick. Sie haben es schon immer gewußt. "Tho­mas Laschyk | Coro­na-Fake | 31. August 2021" https://​www​.volks​ver​pet​zer​.de/​c​o​r​o​n​a​-​f​a​k​t​e​n​c​h​e​c​k​/​f​a​k​e​-​h​a​e​u​s​s​l​e​r​-​d​i​s​t​a​n​z​i​e​r​t​-​w​e​lt/ )

    und das Fic­tion­s­cheg­gigs­te dabei ist:
    "Aktu­el­le Alters­truk­tur der ITS-Bele­gung durch Covid-19-Fälle"
    1% (gerun­det?)
    "Alters­ent­wick­lung der ITS-Bele­gung durch Covid-19-Fäl­le, prozentual"
    beein­dru­cken­der grü­ner Strich am Boden (Luft holen vor dem Sprung?)
    "Alters­ent­wick­lung der ITS-Bele­gung durch Covid-19-Fäl­le, absolut"
    macht den grü­nen Strich noch beein­dru­cken­der, noch näher am Boden.
    Anteil der Covid-19-Fäl­le mit Altersmeldung
    (PCR-Test­be­ginn / ‑Test­ver­lauf?) Schön, dass die Mel­de­for­mu­la­re ein Fens­ter für das Alter des Ver­stor­be­nen haben, und die­ses auch immer öfter aus­ge­füllt wird.

    Gibt noch 3 ande­re Reiter:
    "Kar­ten­an­sich­ten
    Umstel­lung: Seit dem 12.12.20 zei­gen die Län­der­kar­ten nur gemel­de­te Kapa­zi­tä­ten für Erwachsene."
    "Lan­der­ta­bel­le
    Die Län­der­ta­bel­le kann auf Behand­lungs­schwer­punk­te (nur Erwach­se­nen-Kapa­zi­tä­ten oder alle Kapa­zi­tä­ten) gefil­tert wer­den. Die Stan­dard­ein­stel­lung ist "nur Erwachsenenkapazitäten".
    Wei­ter­hin kann nach dem Ver­sor­gungs­grad gefil­tert wer­den (z.B. Schwer­punkt- oder Maxi­mal­ver­sor­ger). Die Stan­dard­ein­stel­lung ist, dass alle Ver­sor­gungs­gra­de aus­ge­wählt sind.
    Die dar­ge­stell­ten Zah­len basie­ren auf den jeweils aktu­ells­ten Mel­dun­gen von 1.666 Mel­de­be­rei­chen aus den letz­ten 7 Tagen.
    Stand: 01.09.2021 21:19 Uhr"
    "Reports"
    Als Quel­len­an­ga­be, zu einem bestimm­ten Zeit­raum zwi­schen Juli und August, auf Tages­ak­tu­el­le Mel­dun­gen und dem Archiv, hin­zu­wei­sen, mag als letz­ter Aus­weg erscheinen.

  11. Das Geseie­re von den übli­chen Ver­däch­ti­gen ist ja nicht wirk­lich etwas Neues.
    Aber hat noch irgend­je­mand Zwei­fel dar­an, daß wir in einer Welt
    der völ­li­gen Tech­no­kra­tie leben ? Geht es – egal wo – nur noch um
    Stu­di­en, Sta­tis­ti­ken, Wahr­schein­lich­kei­ten, Model­lie­run­gen und ähn­lich gela­ger­ten Blödsinn ?
    War­um ist eigent­lich kein Mensch mehr wirk­lich HIER und respek­tiert und nimmt sein Gegen­über und die Natur um ihn her­um noch wirk­lich wahr ? Wo bleibt das Inter­es­se, die Empa­thie, die Lei­den­schaft ? Das kann doch nicht alles kom­plett ver­schwun­den sein. Bei allen (sicher­lich auch rich­ti­gen) psy­cho­lo­gi­schen Erklä­rungs­ver­su­chen, es kann doch kaum einer ein ernst­haf­tes Inter­es­se dar­an haben, dau­er­haft in einer solch völ­lig gestör­ten und ent­frem­de­ten Welt zu leben.
    Mich macht das auf Dau­er kaputt.

    1. @Brian

      https://www.heise.de/forum/p‑39402134/

      Die meis­ten den­ken dass sie so leben wol­len, in der alten Nor­ma­li­tät, weil sie nicht wis­sen wie sie eigent­lich leben könn­ten als Nicht-Kon­su­mis­ten, den­ke ich zumindest.

      Es gibt einen Hoff­nungs­schim­mer, dass wenn der Not­stand noch Jah­re wei­ter geht vie­le sich fra­gen wer­den war­um sie eigent­lich so gelebt haben Deak­den und wei­ter­hin wol­len. Wenn dann aller­dings alle einen Covid-Pass haben wird es schwer zu ande­ren Gesell­schafts­mo­del­len zu kom­men, weil der Staat dann mehr Macht als die Sta­si haben wird.

      In Chi­na haben wir das Sys­tem. Aber selbst die chin. Par­tei ist sich trotz all ihrer Tech­no­kra­tie und Kon­trol­le offen­sicht­lich nicht sicher, dass Sie nicht gestürzt wer­den könnte. 

      Ergo, nach dem tech­no­kra­ti­schen Tota­li­ta­ris­mus des 21 Jhdt. könn­te etwas ande­res kom­men. Ich hof­fe und fürch­te nicht, dass etwas bes­se­res kommt, auch wenn viel­leicht mit einem gro­ßen Knall oder welt­wei­ter natio­na­ler Gebur­ten­kon­trol­le. Aber das 21. Jhdt ist der Schei­de­weg der Mensch­heit, es soll­te jedem klar sein dass es bald zu einer tech­no­so­zia­len Sin­gu­la­ri­tät kom­men wird, nach der vie­les anders sein wird. Ein­stein mein­te ja mal er wis­se nur dass im vier­ten WK die Men­schen wie­der mit Stei­nen und Pfei­len kämp­fen werden.

  12. Zur Ver­weil­dau­er schrieb uns das DIVI auf Anfra­ge, dass „[…] das RKI die Inku­ba­ti­ons­zeit bei Covid-19, also die Zeit von Infek­ti­on bis Sym­ptom­be­ginn, mit etwa 5–6 Tagen angibt. Bis dann eine Auf­nah­me auf eine ITS erfolgt, ver­ge­hen noch ein­mal rund 10 Tage. Die durch­schnitt­li­che Auf­ent­halts­dau­er auf den ITS liegt dann bei etwa 16 Tagen (bzw. lag zu Jah­res­be­ginn in die­sem Bereich).“ 

    Bei mir dau­ern 4 Wochen auch immer min­des­tens 16 Tage! *hust*

  13. @ aa: Bit­te prä­zi­sie­ren Sie doch "Es ist aber Häuss­ler, der kei­ne Ahnung hat:" zu "Es sei aber Häuss­ler, der kei­ne Ahnung habe:"
    Oder habe ich das falsch verstanden?

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