Von R- und I‑Zahlen, Wellen, Zahlenspielereien und Mutationen

Der Leser Helmi2000 hat sich die Mühe gemacht, die Daten des RKI und wie sie zustan­de kom­men, zu analysieren:

»Immer mehr sind Menschen abseits der Mainstream-Medien und Veröffentlichungen von RKI und ande­ren durch die Regierung ein­ge­setz­ten Gremien und Fachleuten auf der Suche nach frei­en und nicht gefil­ter­ten Informationen über die der­zei­ti­gen Zustände in unse­rem Land. Auch in die­sem Blog nimmt die Anzahl der Besucher stän­dig zu, weil die offi­zi­el­len Angaben immer häu­fi­ger in Frage gestellt wer­den und nicht (mehr) mit dem eige­nen Empfinden der Situation übereinstimmen.

Wie die meis­ten hier leug­ne auch ich nicht, dass es ein Corona-Virus gibt, was für unge­fähr 5% der Bevölkerung auf­grund von gesund­heit­li­chen Beeinträchtigungen oder Vorschädigungen eine Gefahr dar­stellt, schwer zu erkran­ken. Einer mei­ner Freunde – mit gesund­heit­li­cher Vorschädigung – war an Corona erkrankt und muss­te auf der Intensivstation vier Tage lang beatmet wer­den; inzwi­schen ist er wie­der gesund. Ich weh­re mich aber dage­gen, dass auf­grund einer gefähr­de­ten Minderheit die gesam­te Bevölkerung ein­ge­sperrt wird, weil unse­re Regierung(en) hier­mit ver­mut­lich ganz ande­re Ziele ver­fol­gen als einen „gesund­heit­li­chen Normalzustand“ wie­der her­stel­len zu wollen.

Im Folgenden geht es nicht um Auswirkungen oder Ziele der der­zei­ti­gen Politik, son­dern um die Mittel, mit denen ein wei­ter­hin bedroh­li­cher Zustand für unser Land auf­recht­erhal­ten wer­den soll. Hierfür wer­den die soge­nann­ten „Fallzahlen“ des RKI her­an­ge­zo­gen, wel­che von den Gesundheitsämtern über­mit­telt, eine immer noch dra­ma­ti­sche Lage wider­spie­geln sol­len, auf­grund derer die Regierung qua­si dann dazu gezwun­gen wird, an den Maßnahmen zur Einschränkung der Grundrechte fest­hal­ten zu müs­sen – wenn man dies denn glau­ben möchte.

Wie ich hier im Blog in einem ande­ren Beitrag gelernt habe, in dem es um die zu leis­ten­de Überzeugungsarbeit zur Umstimmung von Impfgegnern ging, ver­fü­gen sol­che Mitmenschen (ver­mut­lich sind hier­mit stell­ver­tre­tend alle „Corona-Gegner“ gemeint) in der Regel nur über eine ein­fa­che Bildung. Arrogante Äußerung wie die­se haben mich dann letz­ten Monat dazu bewo­gen, als Corona-Maßnahmengegner und Impfunwilliger, der nur über die „ein­fa­che Bildung“ eines Diplom-Ingenieurs ver­fügt und im Berufsleben sehr viel mit Zahlen zu tun hat, ein­mal in einer etwas ande­ren Art und Weise auf die Fallzahlen zu sehen. Ich ver­wen­de hier­bei nur das aktu­el­le Zahlenmaterial des RKI und ver­su­che auf­zu­zei­gen, mit wel­chen Stellschrauben man die eigent­lich mit­tels feh­ler­haf­ter Diagnosen schon viel zu hohen Fallzahlen in ein noch viel nega­ti­ve­res Licht rücken kann. Ich las­se daher bis zum Schluss die PCR-Tests außen vor.«

Die voll­stän­di­ge Analyse kann hier gela­den wer­den. Sein Fazit:

»Das Ergebnis überrascht nicht beson­ders. Es lag seit November kein Grund vor, wegen einer grip­pe- ähnlichen Welle irgend­wel­che Maßnahmen zu ergrei­fen. Wenn sich noch jemand fra­gen soll­te, wes- halb Mathematiker in den Expertenrunden sit­zen: Herr Wieler schafft es allein nicht, sei­ne Zahlen so schön „umzu­mo­del­lie­ren“, um bei einem Teil der Bevölkerung Angst und Schrecken zu ver­brei­ten.«

30 Antworten auf „Von R- und I‑Zahlen, Wellen, Zahlenspielereien und Mutationen“

  1. Im wöchent­li­chen Situationsbericht des RKI steht regel­mä­ßig : "Bei den erho­be­nen Daten han­delt es sich um eine frei­wil­li­ge und
    kei­ne ver­pflich­ten­de Angabe der Labore, sodass eine Vollerfassung der in Deutschland durchgeführten
    PCR-Tests auf SARS-CoV‑2 zum jet­zi­gen Zeitpunkt nicht vor­liegt". Wie seri­ös kann die Berechnung einer Positivquote sein, deren Grundlage eine fal­sche Anzahl der Testungen ist? Liegt wahr­schein­lich an mei­ner feh­len­den Bildung, dass ich die RKI-Berechnungen nicht verstehe.

  2. "muss­te auf der Intensivstation vier Tage lang beatmet werden;"

    eine Frage: Intubiert oder durch druck­lo­se Sauerstoffgabe?

    Wenn er ein Intubieren über­lebt hat: Herzlichen Glückwunsch. Die Chancen ste­hen fifty-fifty.

    Ansonsten: dan­kens­wer­te Mühe. Aber was stört die Herrschaft denn Fakten?

    - es gäbe güns­tig und "nicht-inva­si­ve", wis­sen­schaft­lich zuver­läs­sig begrün­de­tet Maßnahmen, den Gesundheitsstatus der Bevölkerung ins­ge­samt zu ver­bes­sern, zB Aufklärun g und sub­ven­tio­nier­te Abgabe von Vitamin D an die Bevölkerung, stei­ge­rung des Vitamin-D-Spiegels ins­be­son­de­re in Pflegeheimen: WIRD NICHT GEMACHT!

    aber davon abge­se­hen, 2020

    - waren die Arztpraxen nie überlaufen
    – waren die Krankenhäuser nie wegen Atemwegserkrankungen am Limit (aber durch admi­nis­tra­ti­ve Maßnahmen schon)
    – waren die Intensivstationen völ­lig nor­mal ausgelastet
    – gab es kei­ne erhöh­te Sterblichkeit (die so genann­te Übersterblichkeit 2020 ist demo­gra­phisch völ­lig nor­mal und undramatisch)
    – basie­ren alle gemel­de­ten Horrorzahlen auf der Anwendung eines für die behaup­te­ten Zwecke unge­eig­ne­ten Tests und bil­den kei­ner­lei Realität ab
    – sind alle Anfang 2020 als Vermutung über SARSCOV2 geäu­ßer­ten Befürchtungen (Zoonose, "neu­ar­tig", töd­lich, beson­ders Infektiös, kei­ne Immunität vor­han­den, dra­ma­ti­sche Sterbezahlen, …) wider­legt oder äußerst frag­wür­dig und spe­ku­la­tiv geblieben
    – sind alle poli­ti­schen Maßnahmen wegen angeb­li­cher Viren-Verbreitung ins­ge­samt, gesamt­ge­sell­schaft­lich nach­weis­lich schäd­li­cher als jeder auch nur ver­mut­ba­re Nutzen
    – basie­ren alle "Maßnahmen" auf Angst und Panik auf­grund von basis­lo­sen Befürchtungen und Spekulationen von Paranoikern
    – war nir­gends eine gefähr­li­che Seuche erkenn­bar – außer in den Hauptmedien und in den Köpfen füh­ren­der Politiker

    Das ist alles längst bekannt, viel­fach vor­ge­tra­gen und hät­te spä­tes­tens Mitte 2020 in den Köpfen selbst der aller­blö­des­ten Politiker ankom­men kön­nen. Aber .…

    1. @Albrecht Stolz: Natürlich intu­biert – wenn in Deutschland etwas falsch gemacht wird, dann auf jeden Fall so rich­tig falsch. Wegen des Tubus konn­te er mehe­re Wochen lang nur mit einem Kehlkopfmikrofon reden. Dies spricht für sich.

      Die Herrschaften schei­nen sich an Zahlen, die sie selbst nicht wie­der­le­gen kön­nen, inzwi­schen schon etwas zu stö­ren. Es könn­te ja auch sein, das ich irgend­et­was erfun­den hät­te, um sie zu ärgern. Dann wäre es doch ein Leichtes, dies zu wider­le­gen. Auf die Erklärungsversuche wäre ich gespannt!

      Man konn­te bis Anfang Dezember auf tagesschau.de die offi­zi­el­len Zahlen hin­ter­fra­gen, inter­pre­tie­ren und kom­men­tie­ren, ohne dass man zen­siert wor­den ist. Das habe ich sei­ner­zeit auch regel­mä­ßig gemacht. Von einem Tag auf den nächs­ten gab es dann kei­ne Posts mehr, in denen RKI-Zahlen hin­ter­fragt wur­den oder die hier­zu eine kur­ze Analyse ent­hiel­ten, obwohl ich die­se Posts auch wei­ter­hin geschrie­ben habe.

      Weswegen dürf­te klar sein.

      1. "Natürlich intu­biert "

        Na, dann kann er nur von Glück reden, davon gekom­men zu sein. Wissen Sie, weiß er, dass er damit ver­mut­lich völ­lig falsch behan­delt wur­de und dar­an hät­te ster­ben kön­nen? Wie geht man mit sowas um?

        Hinweis: wenn die Aufnahmefähigkeit der Lunge für Sauerstoff her­ab­ge­setzt ist, ist das Druckbeaufschlagen viel­leicht ein Notbehelf – aber kein Heilmittel. Mit den gan­zen Risiken er Lungenverpilzung, etc dazu­ge­rech­net nur wirk­lich als aller­letz­ter Notanker ein­zu­set­zen. Aber das wis­sen Sie ver­mut­lich alles selbst.

  3. @Helmi2000 – real­ly good work … (Falls ich mal Kanzler "wer­den" soll­te, ist Ihnen ein Job im Beraterstab sicher – obwohl ich das mit der Existenz von Viren etwas anders betrachte …)

  4. Kann nicht anders als: Daumen hoch, helmi2000!
    Aber ob die Grosskopferten das ver­ste­hen (wol­len)? Und die vie­len Coronajünger? Jedenfalls nicht in der Kürze. Das wird ein lang­wie­ri­ger Prozess des Vestehens/Begreifens.
    Aber ich bin Optimist und hof­fe dass die fol­gen­de Generation es wie­der rich­ten wird.

    1. Ich bin ein aus­ge­spro­che­ner Pessimist und die­ser Pessimismus hat sich seit Jahrzehnten bewährt.
      Aber ich gön­ne Ihnen Ihren Optimismus und benei­de Sie dar­um ein klein wenig.
      Meine Meinung ist: So schwarz den­ken, wie man müss­te, geht gar nicht.
      Schauen Sie sich die fol­gen­de Generation doch ein­mal an.
      Es grünt so grün, wenn Deutschland Blüten blü­hen, sicher­lich auch in ande­ren Ländern…
      Und das wird erst ein­mal aus­ge­lebt. Erst recht n a c h Coroaa, wenn es denn das geben solle.
      Die meis­ten jun­gen Leute wol­len von die­sen Schwierigkeiten nicht ein­mal etwas wis­sen. Wohlgemrekt nicht alle.
      Gestern ver­such­te ich mit einer jun­gen Frau – sie war 19 Jahre alt, ein wenig über die aktu­el­le Situation zu sprechen.
      Die fand das alles in Ordnung mit den Lockdowns und mein­te, die Wissenschaftler arbei­ten dran. Sie arbei­tet bei einer Bank.
      Meine Bemerkung: Bei Helmut Schmidt wäre das anders gelau­fen, frag­te sie mich: Wer ist Helmut Schmidt ?
      Das ist kein Witz!
      Wohlgemerkt, ich spre­che immer nur von einem, wenn auch gro­ßem Teil. Es gibt immer Ausnahmen, aber wie immer zu wenig.
      Wenn Sie gesagt, hät­ten, in 40/50 Jahren , dan hät­te ich Ihnen viel­leicht mit einem viel­leicht zuge­stimmt. Aber so…
      Es tut mir leid.…

      1. Helmut Schmidt? Hatte der nicht mal eine Late-Night-Show auf Sat.1? 😉

        Ja, die Jugend betref­fend sehe ich auch schwarz. Da wächst eine Smombie-Generation her­an, deren Gehirn man von frü­hes­ter Kindheit an auf exter­ne, elek­tro­ni­sche Substitute aus­ge­la­gert hat und die man – wenn man sie ent­spre­chend kon­di­tio­niert hat – len­ken kann, wie eine Figur in einem Computerspiel.

  5. Aus der Analyse: "Woher die hohen Inzidenzahlen kom­men, kann ver­mut­lich auch das RKI nicht ver­ständ­lich erklären. "

    Das RKI berei­nigt die I‑Zahlen nicht um die Testanzahl.
    Also "nur" posi­ti­ve Fälle/830 (83 Mio EW in 100.000)

    Diese Methodik klappt ab KW 46 nicht mehr mit den Daten der Analyse, aber seit dem gab es ja das Thema Nachmeldung/Korrektur.

    Beispiel:
    KW44 : 95.312 Positive durch grob 830 = 114,8
    (laut RKi waren es 114,6, da die EW-Zahl nicht genau 83 Mio sind))

    Durch die TestANzahlbereinigung sind es in der Analyse 69,1.
    Die Inzidenz ist stark testanzahlabhängig.

  6. Es geht noch viel ein­fa­cher .….… 83 Mio Menschen rund ein Jahr lock­downt (in Ihrem Leben ein­ge­schränkt) sind umge­rech­net in Menschenleben; je nach­dem wie schlimm man dran ist; zwi­schen 250 tau­send Menschenleben und mehr als 1 Million Menschenleben die hier an Jahren vernichtet/lockdownt wer­den und das ohne ver­stor­be­ne oder ande­re Kollateralschäden .….…… ( gerech­net mit einer Lebenserwartung von 81 Jahren im Schnitt und einer bein­träch­ti­gung von "dasganzeJahristweg" bis zu "nureinVierteldesJahreskannichabschreiben")

    Oder anders .…. wenn man sel­ber das letz­te Jahr als ver­lo­ren wer­tet ver­liert man 0,81% sei­nes Lebens im Schnitt und das OHNE an irgend­ei­nem Virus zu erkranken

    Und das Ganze mit dyna­mi­schen Zielen und ohne sicht­ba­res Ende !!!!!

  7. Jetzt habe ich end­lich begrif­fen, war­um ich die Daten aus dem Diviregister und dem Lagebericht nie zusam­men­be­kom­men habe.
    Ich gehö­re als ehe­ma­li­ge Lehrerin für gesell­schafts­wis­sen­schaft­li­che Fächer auch zu den imp­f­un­wil­li­gen bil­dungs­fer­nen Schichten.

  8. Respekt! Was helmi2000 hier zusam­men­ge­stellt hat ist ein Lehrbeispiel für den Schwindel, den das RKI den "Entscheidungsträgern" und der "Öffentlichkeit" lie­fert. Dabei ist es uner­heb­lich, ob dies aus vor­aus­ei­len­dem Gehorsam oder auf Bestellung geschieht.

    (den mitt­ler­wei­le bis zum Überdruss bekann­ten Disclaimer ‑das mit der Distanzierung vom "leug­nen"-
    hät­te er aller­dings weg­las­sen kön­nen, auch wenn die­ser wohl immer in der hono­ri­gen Absicht drin­steht, dass einem aus der Gruppe jener, denen man soli­de Gegenargumente zur Verfügung stellt, über­haupt noch jemand zuhört oder weiterliest).

    1. @Kassandro: Genau das habe ich damit beab­sich­tigt, die rein zufäl­lig die­se Seite besu­chen­de Menschen nicht direkt zu vergraulen. 

      Ich gehe davon aus, dass ich dies nicht den regel­mä­ßig hier Verweilenden mit­tei­len muss, die Grundeinstellung der meis­ten hier ist dieselbe.

  9. Inzidenz Wert errech­nen in Prozent.
    Ich hät­te als Lehrerin jedem die­se Aufgabe gege­ben und dann gesagt: Was macht die Politik? Finde den Fehler!

    Nichts, aber auch gar nichts recht­fer­tigt einen Lockdown!

    Schande über das deut­sche Volk das das zulässt und die Politiker die die Krone der Schöpfung, den Menschen, so mit Füßen treten!

    Deine Aufgabe: Gegeben: Grundwert 100000 und Anteil 35. Gesucht: Prozentsatz p% Drei mög­li­che Rechenwege… Erster mög­li­cher Weg: Formel Formel für Prozentrechnung: bzw. Formel nach p frei­stel­len (also auf bei­den Seiten durch G tei­len): Das heisst: p% sind 0,035%.
    In einer Stadt mit 100 000 Einwohner ist die Wahrscheinlichkeit jeman­den zu tref­fen 0,035 % bei einer Inzidenz von 100 auch nur 0.1 %
    Dafür ist das Land an die Wand gefahren!
    Keiner weiß, ob mor­gen oder heu­te sein letz­tes Stündlein schlägt und man­chem wird die letz­te Freude genom­men, ein­mal noch das zu tun, was er gern och machen wür­de. Essen gehen, Reisen, Sport, Freizeitpark, Tierpark, ohne Maske ein­kau­fen u.s.w.

    Schämt euch Politiker, Euren Great Reset will kein Mensch!

  10. Danke helmi2000. Ich möch­te hier noch auf das StabLab auf­merk­sam machen. Die Codag Berichte offen­ba­ren einen völ­lig ent­kop­pel­ten Pandemieverlauf der Pflegeheime und machen fas­sungs­los ob der Ignoranz der Regierung. 

    „Die Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Statistik der LMU, des Institut für Medizinische Informationsverarbeitung Biometrie und Epidemiologie (IBE) sowie die Data Science Initiative an der LMU wol­len hier aktiv bei­tra­gen. Wir sehen es als unse­re gesell­schaft­li­che Verpflichtung an, mit unse­rem wis­sen­schaft­li­chen Know-How und unse­rem sta­tis­ti­schen Sachverstand unter­stüt­zend in den kom­men­den Wochen und Monaten zur Bewältigung der Covid-19 Pandemie bei­zu­tra­gen. Unsere Forschung ist dabei anwen­dungs- und bedarfs­ge­trie­ben. Schnelle Lösungen, sta­bi­le Modelle und vali­de Prognosen sind jetzt gefragt. Unser Ziel ist es, die­se Werkzeuge bereit­zu­stel­len, damit Entscheidungsträger im Gesundheitswesen und Politik Ihre Entscheidungen daten­ba­siert tref­fen kön­nen.“ https://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/index.html#

    Die CODAG Berichte sind hier zu fin­den. https://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/newsletter/index.html

    1. Wie wäre es mit die­ser Lektüre: "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat." von H.D. Thoreau bei Diogenes. 

      Müsste schon in der Grundschule Unterrichtsstoff sein.
      Aber die wer­den sich hüten, Menschen zum Denken zu erziehen.

  11. @helmi2000, vie­len Dank, sehr eindrücklich!!!

    Vielleicht kön­nen Sie mit dem fol­gen­den Zahlensalat etwas anfan­gen oder dar­aus etwas machen.

    Folgende Aussagen / Fragen bezie­hen sich auf
    – von Bild-Zeitung und Ärzteblatt am 2.2.21 zitier­te Angaben der Bundesländer zum Anteil der im Januar in Heimen Verstorbenen
    – von der Bild-Zeitung am 2.2.21 berich­te­te Angaben der Bundesländer zur Impfquote mit Stand Ende Januar (27.1.)
    – die von den Bundesländern dem RKI gemel­de­te Impfquote mit Stand 9.2.
    – den vom RKI gemel­de­ten Anteil Verstorbener mit Stand 31.1.

    Baden-Württemberg; 15; 42; 13; 2.6; 1
    Bayern*; k.A.; 63; 25; 3; 1.5
    Berlin; 73; 100; 66; 3.3; 1.5
    Brandenburg; 70; 78; 3; 3.1; 1.2
    Bremen**; 46; 100; k.A.; 3.3; 1.5
    Hamburg; 22; 100; 0.; 3; 1.3
    Hessen; 73; 60; k.A.; 2.6; 1
    MV***; k.A.; 100; 0; 3.9; 1.5
    Niedersachsen; 45; 55; k.A.; 2.3; 1.1
    NRW; 41; 90; 46; 2.6; 1.1
    Rheinland-Pfalz; 37; 93; 10; 3.6; 1.5
    Saarland; 48; 65; k.A.; 2.6; 1.5
    Sachsen; k.A.; k.A.; k.A.; 2.7; 1.1
    Sachsen-Anhalt; k.A.; k.A.; k.A.; 2.7; 1.4
    Schleswig-Holstein; 64; k.A.; 5.6; 3.4; 1.2
    Thüringen; 46; k.A.; k.A.; 3.2; 1.1

    Die 1. Zahl ist der pro­zen­tua­le Anteil der im Januar in Heimen an/mit Covid-19 Gestorbenen (Quelle: Bild-Umfrage in den Gesundheitsministerien der Bundesländer. Sachsen und Sachsen-Anhalt wer­den in dem dar­aus gemach­ten Bild-Bericht dafür geschol­ten, den Anteil nicht zu ken­nen. Die Anteile in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wer­den still­schwei­gend nicht erwähnt. Bayern hat den Vorsitz in der Gesundheitsminister-Konferenz).
    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/spaeter-impf-start-bis-zu-3-von-4-corona-toten-in-den-altenheimen-75188118.bild.html

    Die 2. und 3. Zahl gibt wie­der, was die Bundesländer zum Vollzug der Erst- und Zweitimpfungen in Altenheimen mit Stand 27.1. mel­de­ten. Die Angaben sind nicht ver­gleich­bar, weil man­che Länder mit Angaben zum Anteil der geimpf­ten Heimbewohner zitiert wer­den, ande­re mit Angaben zum Anteil der von Impfteams ange­fah­re­nen Heime, eini­ge erwähn­ten nicht-geimpf­te Quarantänisierte, ande­re nicht uam. (Quelle: Ärzteblatt-Bericht auf Basis eines Papiers der Gesundheitsminister-Konferenz vom 1. Februar, die ich ergänzt habe um Angaben aus obi­gem BILD-Artikel, als deren Herkunft ein Papier der Gesundheitsminister-Konferenz mit Stand 27.1. genannt wird)
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120765/Coronaimpfungen-in-Alten-und-Pflegeheimen-Bundeslaender-sind-unterschiedlich-weit

    Die 4. und 5. Zahl gibt vom RKI mit Stand 9.2. genann­te Impfquoten für die 1. bzw. 2. Impfung in den Bundesländern wie­der (ohne Angaben zum Anteil in Heimen).
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html

    Laut Lagebericht des RKI mit Stand 31.1. sind seit Beginn der Zählung von Covid-19-Todesfällen 16 % der Covid-19-Opfer in Pflegeeinrichtungen gemäss § 36 IFSG (Altenheime, Obdachlosenunterkünfte, Justizvollzugsanstalten u.ä.) gestor­ben, und 16 % in Einrichtungen gemäss § 23 IFSG (Krankenhäuser, Arztpraxen u.ä.).
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jan_2021/2021–01-31-de.pdf?__blob=publicationFile

    Daraus erge­ben sich Fragen über Fragen.

    Eine davon: Wie kann es sein, daß im Januar im Bundesländer-Durchschnitt (ohne Bayern, MV, Sachsen und Sachsen-Anhalt) der Anteil der an/mit Covid-19 gestor­be­nen Heimbewohner 48 % beträgt, wäh­rend er nach RKI-Angaben bezo­gen auf die gesam­te Pandemie-Dauer 16 % beträgt?
    Selbst wenn man annimmt, daß alle Menschen, die in Einrichtungen gem. § 23 IFSG (Krankenhäuser u.ä.) star­ben, aus Einrichtungen gem. § 36 IFSG stamm­ten, also vor ihrem Tod Heimbewohner waren, ergibt das einen Anteil von 32 % an allen Gestorbenen für die gesam­te Dauer der Zählung im Vergleich zu 48 % im Januar.

    Zu den Sternchen:
    '* Bayern (Quelle Ärzteblatt, sie­he unten) ist das ein­zi­ge Land, das Angaben zum Anteil der geimpf­ten Heimbewohner macht. Alle ande­ren Bundesländer spre­chen von "ange­fah­re­nen" Einrichtungen oder "Impfangeboten" in Heimen oder ähnlichem.
    ** Bremen will in der 5 KW die Zweitimpfungen abge­schlos­sen haben und Impfungen bei bis­lang Quarantänisierten fortsetzen
    *** Mecklenburg-Vorpommern ver­öf­fent­licht in sei­nen LAGUS-Berichten die Anzahl Verstorbener in Einrichtungen § 36 IFSG (Altenheime, Obdachlosenunterkünfte u.a.), wenn auch kumu­liert und öffent­lich ein­seh­bar nur (noch) ab Januar 2021. Aus dem rech­ne­ri­schen Abgleich mit den LAGUS-Daten zur Anzahl aller Verstorbenen lässt sich für die­ses Bundesland ein Anteil von Verstorbenen in Heimen in Höhe von 43 % schätzen.

    Selbst unter der Annahme, daß alle Menschen, die in Einrichtungen gem. § 23 IFSG (Krankenhäuser u.ä.) star­ben, aus Einrichtungen gem. § 36 IFSG (Altenheime u.a.) stamm­ten, also vor ihrem Tod Heimbewohner waren, ergibt sich aus den Angaben des RKI ein Anteil von 32 % an allen Gestorbenen für die gesam­te Dauer der Zählung im Vergleich dem aus den Angaben der Bundesländer (4 feh­len) ermit­tel­ten Durchschnitt von 48 % im Januar.

    Nie ist mir der im Zusammenhang mit
    https://www.corodok.de/wo-rki-toten/
    hier
    https://www.corodok.de/auch-wieler-wo/
    berich­te­te Satz von Reitschuster auf sei­ne Frage an Wieler, wo die gan­zen Toten ster­ben, aus dem Kopf gegan­gen: "Das anschlie­ßen­de Gespräch mit Wieler zog sich fast bis zu des­sen Auto am Spree-Ufer hin".
    Im Infektionsschutzgesetz gibt es Regeln zur Berichterstattung von Infektionsfällen in §36- und §23-Einrichtungen. Sind sie (ggf. auf Geheiß wes­sen nicht/anders als üblich) ein­ge­hal­ten worden?

    In einem Staat hin­ter dem gros­sen Teich war das nicht (war das) der Fall:
    11./12.2.21, "Neue Vorwürfe der Vertuschung durch Cuomo über Virus-Opfer in Pflegeheimen …
    ALBANY, N.Y. – Gouverneur Andrew M. Cuomo und sei­ne obers­ten Helfer sahen sich am Freitag mit neu­en Vorwürfen kon­fron­tiert, dass sie den Umfang der Todesfälle in den Pflegeheimen des Staates durch das Coronavirus ver­tuscht haben, nach­dem sie zuge­ge­ben hat­ten, dass sie Daten zurück­ge­hal­ten haben, um mög­li­chen Untersuchungen über staat­li­ches Fehlverhalten zuvorzukommen.
    Die jüngs­ten Enthüllungen kamen im Zuge pri­va­ter Äußerungen der obers­ten Beraterin des Gouverneurs, Melissa DeRosa, und einer kas­ka­den­ar­ti­gen Reihe von Berichten und Gerichtsbeschlüssen, die die offi­zi­el­le Zahl der Todesfälle in Pflegeheimen in den letz­ten zwei Wochen fast ver­dop­pelt haben. …
    "Wir waren in einer Position, in der wir nicht sicher waren, ob das, was wir dem Justizministerium geben wür­den, oder was wir euch geben, und was wir anfan­gen zu sagen, gegen uns ver­wen­det wer­den wür­de, und wir waren nicht sicher, ob es eine Untersuchung geben wür­de," sag­te Frau DeRosa Gesetzgebern gemäss eines Teil-Transkripts (Anm. von mir eines Telefonats), wel­ches der New York Times vorliegt. …
    "Dies ist ein Verrat des öffent­li­chen Vertrauens," Staatssenator Andrew Gounardes, ein Demokrat aus Brooklyn, sag­te auf Twitter. "Es muss vol­le Verantwortlichkeit für das geben, was pas­siert ist."
    Noch lau­ter war die Verurteilung von Seiten der Republikaner, die Cuomos Verhalten in Bezug auf die Pflegeheime – in denen mehr als 10.000 New Yorker wäh­rend der Pandemie star­ben, wäh­rend der Staat sich lan­ge gewei­gert hat, die voll­stän­di­gen Daten frei­zu­ge­ben – als Beweis für Doppelzüngigkeit oder sogar Kriminalität werteten. …
    Die Enthüllung von Frau DeRosas Äußerungen kommt zwei Wochen nach einem ver­nich­ten­den Bericht von Letitia James, der Generalstaatsanwältin des Staates, die die Cuomo-Administration beschul­dig­te, die mit dem Coronavirus ver­bun­de­nen Todesfälle im Zusammenhang mit Pflegeheimen um Tausende zu nied­rig gezählt zu haben.
    Der Bericht zwang die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates, mehr als 3.800 bis­her nicht gemel­de­te Todesfälle von Bewohnern zu ver­öf­fent­li­chen, die außer­halb einer Einrichtung, z. B. in einem Krankenhaus, star­ben und nicht in die offi­zi­el­le Pflegeheimstatistik des Bundesstaates auf­ge­nom­men wor­den waren.
    Seitdem ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit New Yorker Pflegeheimen und Langzeitpflegeeinrichtungen von 12.743 Ende Januar auf etwa 15.000 bestä­tig­te und ver­mu­te­te Todesfälle gestiegen.
    Die Verwaltung ver­öf­fent­lich­te die neu­es­ten Zahlen als Ergebnis eines Gerichtsbeschlusses nach einem sechs­mo­na­ti­gen Kampf zwi­schen der Cuomo-Administration und dem Empire Center, einer kon­ser­va­tiv aus­ge­rich­te­ten Denkfabrik, die eine voll­stän­di­ge Abrechnung der Todesfälle in Pflegeheimen unter dem Informationsfreiheitsgesetz des Staates forderte. …
    Die Legislative hielt Anfang August Anhörungen über den Umgang der Regierung mit dem Coronavirus in Pflegeheimen ab, in denen die Gesetzgeber wie­der­holt den staat­li­chen Gesundheitsbeauftragten, Dr. Howard Zucker, über das vol­le Ausmaß der Todesfälle im Zusammenhang mit Pflegeheimen befrag­ten. Die Gesetzgeber waren jedoch unzu­frie­den mit Herrn Zuckers Versäumnis, die Anzahl der Todesfälle von Bewohnern außer­halb von Pflegeheimen und Langzeitpflegeeinrichtungen offen zu legen.
    Einige Wochen spä­ter schrie­ben der Senat und das Parlament des Bundesstaates for­mell an das Gesundheitsamt und for­der­ten die­se Zahlen sowie zusätz­li­che Informationen.
    Berichtigung: Feb. 12, 2021
    In einer frü­he­ren Version die­ses Artikels wur­de falsch ange­ge­ben, wann die Gesamtzahl der Coronavirus-Todesfälle in New Yorker Pflegeheimen 12.743 erreich­te. Es war Ende Januar, nicht im Februar."
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)
    https://www.nytimes.com/2021/02/12/nyregion/new-york-nursing-homes-cuomo.html

    1. @Katharina: Ich habe erst heu­te den Post gese­hen. Die Zahlen sind für mich beim „Drüberschauen“ ohne fes­ten Bezug zueinander.

      Ich sehe mir die­se heu­te im Verlauf des Tages ein­mal etwas genau­er an; zumin­dest für die Bundesländer mit allen fünf ange­ge­be­nen Werten.

      1. @Katharina: Ich habe mir die Zahlen ange­se­hen – die­se "schwe­ben" vor­erst im frei­en Raum, da Bezugsgrößen fehlen:

        Pflegeheimbewohner je Bundesland
        Verstorbene Pflegeheimbewohner im Januar 2021
        Einwohnerzahl je Bundesland 

        Wenn Du mir zumin­dest die ers­ten bei­den Zahlen nen­nen kannst, kann ich die Zahlen in Relation set­zen, zumin­dest für die sechs Bundesländer mit Angabe aller fünf Werte.

        Ich gehe davon aus, dass Angaben zur zwei­ten Zahl der­zeit nur schwer zu ermit­teln sind bezie­hungs­wei­se mit Absicht nicht ver­öf­fent­licht wer­den. Ich habe hier­zu bei Destatis nach­ge­se­hen; auch dort erhält man zuver­läs­si­ge Angaben wie zu den Sterbezahlen je Bundesland (für Pflegeheime erfolgt kei­ne Erhebung) nur bis zur 44. KW, danach sind nur Schätzwerte angegeben.

  12. Die Ziehung der Lotto-Zahlen ist immer sams­tags, die der RKI-Zahlen am Dienstag. Hat noch wer Vorschläge?

    Kommt jemand mit in die Provinz, in den den Landkreis
    Oberhavel mit 212.914 Seelen, nach Oranienburg?
    Das dor­ti­ge Gesundheitsamt ver­mel­det für fol­gen­de Daten fol­gen­de Zahlen:
    02.Sep.2020: 367 posi­tiv Getestete und 350 "Genesene", ergo 17 "Fälle".
    09.Dez.2020: 1.880 posi­tiv Getestete und 1.349 "Genesene", ergo 531 "Fälle".
    19.Jan.2021: 3.833 posi­tiv Getestete und 3.146 "Genesene", ergo 687 "Fälle".

    Bei wei­tem nicht jeder posi­tiv Getestete erkrankt, wie kann dann jemand, der nicht erkrankt war, gene­sen? Sei's drum.

    Wer auch nur einen Rechenschieber ‑von elek­tro­ni­schem Rechenwerk ganz zu schwei­gen- hat, der wird als­bald stau­nen, daß im lieb­li­chen Havel‑, Ruppiner und Löwenberger Land
    0,01 % resp.
    0,25 % resp.
    0,32 %
    der Einwohnerschaft durch das Wüten des Corona-Virus befal­len, infi­ziert oder erkrankt sind. 

    Mithin sind mehr als 99,5 Prozent der Population gesund. Noch.

    Jedenfalls, sofern man von ande­ren Gebresten, inbe­son­de­re aber davon absieht,
    wel­che Auswirkungen "die Maßnahmen" haben. 

    99,5 Prozent…

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