"Wieso kontrolliert uns keiner? Lieber wieder raus."

Unter dem Titel "Kon­trol­liert uns!" berich­ten zwei Redak­teu­rIn­nen der "FAZ" von dem Wag­nis, sich in die rich­ti­ge Welt zu bege­ben. Sie sind ent­setzt, weil ihr Kon­troll­wahn nicht über­all ver­stan­den wird, zu lesen am 21.11 auf faz​.net hin­ter der Bezahlschranke:

»Ein Freund aus Ams­ter­dam ist zu Besuch in Ber­lin. Vor der Bar in Neu­kölln will der Tür­ste­her Impf­nach­wei­se sehen. Der Freund hat ein zer­knit­ter­tes Papier dabei. Doch nur die mit QR-Codes dür­fen durch. Der Tür­ste­her ist sehr freund­lich und sehr bestimmt. Kei­ne Aus­nah­men, lei­der. Wie ärger­lich – und wie gut –, dass sie so streng sind hier. Wir lau­fen durch die Weser­stra­ße, sie ist vol­ler Bars, die aber vol­ler Leu­te sind; es ist Frei­tag­abend. Eini­ge Häu­ser wei­ter winkt uns eine Frau in eine Bar, wir quet­schen uns ins Gedrän­ge vor dem Tre­sen. Drei­ßig unbe­hag­li­che Sekun­den. Wie­so kon­trol­liert uns kei­ner? Lie­ber wie­der raus.«

Ich habe mich mit dem Krank­heits­bild von Hypo­chon­drie nicht beschäf­tigt. Das hier klingt mir sehr danach:

»Am Ein­gang der nächs­ten Knei­pe wer­den unse­re Nach­wei­se erfragt, der des Freun­des wird minu­ten­lang stu­diert, dann las­sen sie uns rein. Eng ist es, man schiebt sich und gro­ße Bie­re anein­an­der vor­bei. Haben sie die Impf­da­ten in der App eigent­lich genau geprüft? Wir drü­cken uns mit zwei Limos in eine Ecke, atmen flach ein und sind ein biss­chen erstaunt über unser neu­es Bedürf­nis nach all­sei­ti­ger Erfas­sung und Kon­trol­le.«

Zwei erwach­se­ne Men­schen, mehr­fachst "geimpft", aus­führ­lich kon­trol­liert, wagen nur flach zu atmen in ihrer von der Regie­rung gewähr­ten Frei­heit. Da muß ein wahr­haft tie­fes Ver­trau­en in die "Vak­zi­ne" vor­han­den sein.

Die Angst vor dem Virus wird ergänzt vor der Panik, die Kon­trol­len könn­ten nicht ausreichen:

»QR-Codes sol­len Kon­troll­stan­dards durch­set­zen, aber die Kon­troll­prak­ti­ken sind kei­nes­wegs stan­dar­di­siert, weil Men­schen sie vor­neh­men und nicht Maschi­nen. Wer schaut sich den Aus­weis dazu an? Wer scannt die Codes, anstatt es beim Augen­schein dar­auf zu belas­sen? Und selbst wenn: Ist der Code womög­lich gefälscht?«

Die tap­fe­ren Men­schen, die rund um die Uhr kon­trol­lie­ren, wer­den schmäh­lich im Stich gelassen:

»Es gibt Leh­rer, die es hin­be­kom­men, Infek­ti­ons­zah­len nied­rig zu hal­ten, weil sie eine mut­wil­lig abge­schaff­te Mas­ken­pflicht und Abstands­re­geln auf eige­ne Faust wie­der ein­ge­führt haben. Es gibt stu­den­ti­sche Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen – sie sind Anord­nun­gen von oben, Anwe­sen­heits­lis­ten oder Frei­ga­ben per­sön­li­cher Daten tra­di­tio­nell nicht beson­ders zuge­tan –, die här­te­re Kon­trol­len an den Unis for­dern, weil sie sich von ihren Dozen­ten nicht aus­rei­chend geprüft füh­len, wenn es um Impf­sta­tus und Coro­na-Tests geht…

Man lässt sich boos­tern, lan­ge bevor man dazu auf­ge­ru­fen wird. Ein Mit­schü­ler der Toch­ter ist infi­ziert, und man schickt sich in Qua­ran­tä­ne, obwohl das nie­mand mehr for­dert. Und man kul­ti­viert unge­wohn­te Sehn­süch­te. Gebt mir Anwei­sun­gen! Kon­trol­liert mich! Wie immer, wenn Sehn­süch­te uner­füllt blei­ben, kom­pen­siert man: durch frei­wil­li­ge Selbst­kon­trol­le und die frei­wil­lig selbst­voll­zo­ge­ne Fremd­kon­trol­le. Lasst mich kon­trol­lie­ren, ob ihr mich kon­trol­liert – und die anderen.«

Mit "man" mei­nen die Ver­fas­se­rIn­nen sich, die ver­meint­lich gebil­de­te Mit­tel­schicht in ihrer Bla­se von Panik und Menschenfeindlichkeit.

Sie geben sich (selbst)kritisch:

»Frü­her ging man gegen die Volks­zäh­lung auf die Stra­ße, heu­te steht man fas­sungs­los vor lücken­haf­ten Sta­tis­ti­ken zum Infek­ti­ons­ge­sche­hen. Eben noch bewun­der­te man Edward Snow­den, nun zeigt man unge­fragt Impf­nach­wei­se vor…

Die Schlam­pig­keit man­cher Kon­trol­len emp­fin­det man nicht mehr, wie noch beim Fahr­kar­ten­kon­trol­leur, der einen davon­kom­men lässt, als kulan­te Ges­te. Fast schon wie eine Ver­höh­nung der eige­nen Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft fühlt sich der bizar­re deut­sche Brauch an, maschi­nen­les­ba­re Zer­ti­fi­ka­te auf dem Smart­phone mit eige­nen Augen auszulesen.«

Doch schließ­lich gilt:

»Kontrolle heißt nicht Totalitarismus

… Die War­nung, all die Sys­te­me der Erfas­sung und Nach­ver­fol­gung ebne­ten den Weg zum Über­wa­chungs­staat, sind schließ­lich abso­lut ver­ständ­lich. Wol­len wir wirk­lich, dass am Ende auch der „Zugang zu Trans­port, Ver­sor­gung usw. nur noch nach Punk­ten, Ver­hal­ten, Gesund­heits­sta­tus, öko­lo­gi­schem Fuß­ab­druck“ gewährt wird, wie die Autorin Sibyl­le Berg vor kur­zem schrieb? „Mit die­ser Art Gesund­heits­nach­weis“, sagt sie über das Impf­zer­ti­fi­kat, „kann die Infra­struk­tur für eine tota­le Über­wa­chung gelegt wer­den, an die sich gro­ße Tei­le der Gesell­schaft durch die jet­zi­ge Pan­de­mie gewöhnen.“

Man darf die Gefahr in einer sol­chen Gewöh­nung sicher nicht unter­schät­zen. Und doch ver­spielt, wer nach der Pan­de­mie nur schnell zurück zur Nor­ma­li­tät einer Über­wa­chungs­kri­tik möch­te, die Chan­ce, die die Erfah­rung die­ser Kri­se bie­tet. Was man näm­lich in der Bewäl­ti­gung der außer­ge­wöhn­li­chen gesell­schaft­li­chen Auf­ga­be ler­nen konn­te, ist, dass „Kon­trol­le“ kei­ne Chif­fre für Tota­li­ta­ris­mus sein muss. Dass sie nicht nur eine Kraft der Restrik­ti­on und der Gän­ge­lung ist, son­dern ein Instru­ment von Gestal­tung und Ermög­li­chung sein kann.«

Frau Berg fin­det Kon­trol­len gut, sträubt sich nur ein wenig, sie selbst aus­zu­üben. Über ihre Kol­le­gIn­nen meint sie:

»Natür­lich sei deren Kon­trol­le bio­po­li­tisch und eine Art des macht­vol­len Regie­rens, aber sie sei dem Schutz des Lebens ver­schrie­ben und durch­aus ein Akt der Für­sor­ge. Care-Arbeit, sagt sie.«

Ich scheue den Begriff "Gesund­heits­dik­ta­tur", weil er ähn­lich wie "Hygie­ne­maß­nah­men" posi­ti­ve Anklän­ge zuläßt. Was sie for­mu­liert, könn­te auch aus der Feder von Bill Gates flie­ßen. Bio­po­li­tik und macht­vol­les Regie­ren sind sei­ne Kern­the­men. Da es um "Schutz des Lebens" geht, ist eine wei­te­re Legi­ti­ma­ti­on von Macht nicht erfor­der­lich. Care-Arbeit, ein Ref­raming wie beim Begriff der Soli­da­ri­tät erweist sich als "Dik­ta­tur mit mensch­li­chem Ant­litz". Fol­ge­rich­tig stel­len die AutorIn­nen auch klar, daß Kri­tik para­no­id ist:

»Die guten Seiten der Biopolitik

Das böse Wort „Bio­po­li­tik“: Das Unbe­ha­gen gegen poli­ti­sche Ein­grif­fe in pri­va­te Gesund­heits­ent­schei­dun­gen hat viel mit dem berühm­ten Begriff Michel Fou­caults zu tun. Noch immer wird das gern als Kri­tik an beson­ders per­fi­den For­men staat­li­cher Macht­aus­übung gele­sen, an Selbst­dis­zi­pli­nie­rung und Opti­mie­rungs­wahn, die den Regier­ten von oben ein­ge­schrie­ben wer­den sol­len. Wer para­no­id genug ist, um sich die­se Tech­ni­ken bild­lich vor­stel­len zu wol­len, fin­det kaum ein geeig­ne­te­res Sze­na­rio als die Imp­fung. Dabei ging es Fou­cault vor allem dar­um, eine Regie­rungs­pra­xis zu ana­ly­sie­ren, die nicht mehr auf die Dis­zi­pli­nie­rung der Kör­per setzt, son­dern auf die Steue­rung der Bevöl­ke­rung. An kon­kre­ten Über­grif­fen auf die Kör­per ein­zel­ner Bür­ger hat Bio­po­li­tik wenig Inter­es­se. Das Imp­fen zielt nicht auf die Indi­vi­du­en, son­dern soll eher die Mobi­li­tät der Mas­sen und der Waren ermög­li­chen.«

Man muß für den letz­ten Satz regel­recht dank­bar sein. Er faßt Gesund­heits­po­li­tik im Kapi­ta­lis­mus so prä­gnant zusam­men, daß er noch ein­mal wie­der­holt wer­den soll:

»Das Imp­fen zielt nicht auf die Indi­vi­du­en, son­dern soll eher die Mobi­li­tät der Mas­sen und der Waren ermög­li­chen.«

Schlüs­sig beginnt der nächs­te Absatz so: »Nicht nur im pan­de­mi­schen Aus­nah­me­zu­stand gibt es kei­ne Poli­tik, die nicht Bio­po­li­tik ist, also per­ma­nen­te Opti­mie­rung der Bevöl­ke­rung.«

»Kontrolle als Gestaltung und Fürsorge

… Wie aber könn­te eine gesell­schaft­li­che Kon­trol­le aus­se­hen, die man sich wün­schen wür­de? Zum Bei­spiel so: Wie eine App, auf der man mit zwei Klicks einen Impf­ter­min buchen kann. Wie eine Daten­bank, die epi­de­mi­sche Ver­läu­fe und Ver­tei­lun­gen tages­ak­tu­ell und anonym sam­melt und aus­wer­tet. Wie ein Kri­sen­ma­nage­ment, das so gut funk­tio­niert wie ein Ein­kauf bei Ama­zon. Wie ein Pro­gramm, wel­ches auch gesell­schaft­li­che Neben­wir­kun­gen und Fol­ge­schä­den ein­kal­ku­liert und gegen Ein­schrän­kun­gen abwägt. Zu einer sol­chen gesell­schaft­li­chen Kon­trol­le wür­de selbst­ver­ständ­lich gehö­ren, dass die Über­prü­fung von gesetz­ten Regeln an dafür Ver­ant­wort­li­che dele­giert, mög­lichst par­ti­zi­pa­tiv ver­han­delt und demo­kra­tisch legi­ti­miert wird. Und dass man lernt, dass Tech­ni­ken auch ent­las­ten kön­nen, ohne gleich zu kor­rum­pie­ren. Das ver­mei­det kei­ne äuße­ren Kon­flik­te, aber es mil­dert die inne­ren, die gera­de vie­le mit sich selbst aus­tra­gen…«

"Mög­lichst" sol­len die Algo­rith­men nach dem Vor­bild Ama­zons "demo­kra­tisch legi­ti­miert" wer­den. Frau Mer­kel sprach ein­mal von der "markt­kon­for­men Demo­kra­tie". Da war sie noch dem alten Kapi­ta­lis­mus ver­haf­tet. Wenn das Leit­blatt der deut­schen Wirt­schaft in einem Kom­men­tar vom Vor­bild Ama­zon spricht, dann ist das kein Zufall. Genau so wenig wie der Hin­weis auf die Daten­ban­ken und Apps, die freund­li­cher­wei­se von Micro­soft, IBM und den ande­ren High­tech-Kon­zer­nen zur Ver­fü­gung gestellt werden.

Es han­delt sich um ein Plä­doy­er für eine neue dys­to­pi­sche Form der Kon­zern­herr­schaft. Es geht um Digi­ta­li­sie­rung als Mit­tel, im Kern aber um die wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Macht eines win­zig klei­nen Krei­ses von Kapi­tal­be­sit­ze­rIn­nen. Es wird kein Weg dar­an vor­bei­füh­ren, ihnen die Macht und die Ver­fü­gungs­ge­walt über die Pro­duk­ti­ons­mit­tel zu ent­rei­ßen, soll ihre Dys­to­pie nicht Wirk­lich­keit wer­den. Hier ver­läuft die wirk­li­che Spal­tung der Gesell­schaft, die ent­lang von Mas­ken und Impf­pflicht ver­deckt sie leider.

31 Antworten auf „"Wieso kontrolliert uns keiner? Lieber wieder raus."“

  1. «Ich scheue den Begriff "Gesund­heits­dik­ta­tur", weil er ähn­lich wie "Hygie­ne­maß­nah­men" posi­ti­ve Anklän­ge zuläßt.»

    «Medi­zi­nal­dik­ta­tur»

    1. Ich wür­de sagen Geschwindigkeitsbegrenzungsdiktatur.
      An auf fast jeder Stra­ße gibt es eine Geschwindigkeitbegrenzung.
      Wo bleibt da die Freiheit?

    2. "Total­über­wa­chungs­dik­ta­tur" unter dem Vor­wand des Gesundheitsschutzes.
      Oder wie der grü­ne Krätz­mann-Khmer sagt: "In einer Demo­kra­tie muß man GEHORCHEN!"

  2. Wenn die Redak­teu­rin­nen der FAZ wüss­ten, dass Geimpf­te in einer Pan­de­mie in der Sum­me, gemein­sam mit Sicher­heit sehr erfolg­rei­che, wan­deln­de B‑Waffenlabore sind, die zwangs­läu­fig immer infek­tiö­se­re und dazu auch noch impf­stoff­re­sis­ten­te Vari­an­ten aus­brü­ten und dass die Kon­zen­tra­ti­on Geimpf­ter in Bars, Bus­sen usw den Virus­zucht­pro­zess beschleu­nigt und opti­miert, so dass bald alle Geimpf­ten zu vul­ner­ablen Per­so­nen wer­den, die bei einer Infek­ti­on mit einer schwe­ren Erkran­kung an rech­nen müs­sen und für die dann per Defi­ni­ti­on kei­ne ret­ten­den Impf­stof­fe mehr gibt.

  3. Da stirbt gera­de die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on, die Pauls­kir­che, der ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­krieg, die alten Grie­chen mit ihrer Idee …

    Abso­lu­ter befiehl, da wol­len mal wie­der wel­che folgen.

  4. Eine Spal­tung ver­deckt eine ande­re. Die Spal­tung "von Mas­ken und Impf­pflicht" die Spal­tung in Klassen.
    "An kon­kre­ten Über­grif­fen auf die Kör­per ein­zel­ner Bür­ger hat Bio­po­li­tik wenig Interesse."
    Bio­po­li­tik ist „eine Art Ver­staat­li­chung des Bio­lo­gi­schen oder zumin­dest eine gewis­se Ten­denz hin zu dem, was man die Ver­staat­li­chung des Bio­lo­gi­schen nen­nen könn­te.“ (Fou­cault, In Ver­tei­di­gung der Gesell­schaft, Vor­le­sung vom 17.3.1976, S. 276)
    Bio­po­li­tik ist „die Mate­ria­li­tät der Macht über den Kör­per der Indi­vi­du­en“, wider „das gro­ße Phan­tas­ma“ „eines aus der Uni­ver­sa­li­tät der Wil­len gebil­de­ten sozia­len Kör­pers“ (Fou­cault, Macht und Kör­per, Gespräch vom Juni 1975, in: ders., Ana­ly­tik der Macht. S. 74). Die Macht bemäch­tigt sich der Kör­per. Die Kör­per, die Indi­vi­du­en, die Uni­ver­sa­li­tät der Wil­len, bil­den nicht die Macht. Die Macht bil­det den sozia­len Körper.
    „Die Poli­tik ist nichts ande­res und kann nichts ande­res sein als die Wahr­neh­mung der Lebens­in­ter­es­sen eines Vol­kes und die prak­ti­sche Durch­füh­rung sei­nes Lebens­kamp­fes mit allen Mit­teln. Es ist somit ganz klar, daß die­ser Lebens­kampf zunächst sei­nen Aus­gang vom Volk selbst nimmt, und daß das Volk gleich­zei­tig das Objekt, der Wert an sich ist, der erhal­ten wer­den soll. Alle Funk­tio­nen die­ses Volks­kör­pers sol­len letz­ten Endes nur einen Zweck erfül­len, die Erhal­tung eben die­ses Kör­pers für die Zukunft sicher­zu­stel­len. […] Wesent­lich … ist … das Volk an sich. […] Mit dem heu­ti­gen Volks­kör­per kann man kei­ne prak­ti­sche Außen­po­li­tik [Krieg] mehr trei­ben.“ (Hit­ler, Aus­zug im VB. Nr. 110 v. 19.4.1932. Vol­ler Wort­laut in der Eher-Bro­schü­re „Vor­trag Adolf Hit­lers vor west­deut­schen Wirt­schaft­lern im Indus­trie-Klub zu Düs­sel­dorf“, Mün­chen, April 1932. In: Doma­rus, Hit­ler: Reden und Pro­kla­ma­tio­nen 1932 – 1945, Band I Tri­umph, 1. Halb­band 1932 – 1934, S. 70/86)
    Die Kon­trol­le, der Impf­sta­tus, sind ein "Dis­kurs der Wahr­heit", zur Her­vor­brin­gung der Wahr­heit. Wer die Wahr­heit sagt, ist frei.
    Die Wahr­heit über sich ist die über­prüf­te Gesundheit.
    Die Kon­trol­le steu­ert die Bevöl­ke­rung, wohin?
    „Wir sind der Pro­duk­ti­on der Wahr­heit unter­wor­fen, und wir kön­nen die Macht nur durch die Pro­duk­ti­on der Wahr­heit aus­üben, … […] Sagen wir ein­fach nur, …, dass wir gezwun­gen wer­den, die Wahr­heit zu pro­du­zie­ren, und zwar durch die Macht gezwun­gen wer­den, die nach die­ser Wahr­heit ver­langt und sie benö­tigt, um zu funk­tio­nie­ren; wir haben die Wahr­heit zu sagen, wir sind dazu ver­ur­teilt, die Wahr­heit zu geste­hen oder sie zu fin­den. Die Macht hört nicht auf zu befra­gen, uns zu befra­gen; sie hört nicht auf zu unter­su­chen und auf­zu­zeich­nen; […] der wah­re Dis­kurs ist es, der, zumin­dest für einen Teil, ent­schei­det; er führt selbst Macht­wir­kun­gen mit sich. Letzt­lich wer­den wir gemäß wah­ren Dis­kur­sen, die spe­zi­fi­sche Macht­wir­kun­gen mit sich brin­gen, be- und ver­ur­teilt, ver­dammt, klas­si­fi­ziert, zu Auf­ga­ben gezwun­gen und einer gewis­sen Lebens- oder einer gewis­sen Ster­bens­wei­se geweiht.“ (Fou­cault, Vor­le­sung vom 14.1.1976 = ver­öf­fent­licht als: In Ver­tei­di­gung der Gesell­schaft, S. 109 f.)
    Die Kon­trol­le ist ein Feed­back, die Kon­trol­le erzeugt Macht.
    Die Macht repro­du­ziert sich durch Kon­trol­le, weil sie sich woan­ders entmachtet.
    Das Kon­troll­re­gime bringt das „Begeh­ren des eige­nen Kör­pers“ her­vor, erzeugt von der Macht über den Kör­per. „Doch sowie [sobald] die Macht die­se Wir­kung her­vor­ge­ru­fen hat, tau­chen [sogleich] genau auf der Linie eben die­ser Errun­gen­schaf­ten [Wir­kun­gen] unwei­ger­lich der Anspruch auf den eige­nen Kör­per gegen­über der Macht, die Gesund­heit gegen­über der Öko­no­mie und die Lust gegen­über den sitt­li­chen Nor­men der Sexua­li­tät, der Ehe und der Scham­haf­tig­keit auf.“ (Macht und, S. 75) Die Macht bringt das Kör­per­be­wußt­sein her­vor, doch das will sich selbst besit­zen. Die Macht erzeugt das Bewußt­sein, das sich das Sub­jekt aneig­nen will. Das Sub­jekt ist die Aneig­nung des Bewußt­seins. Das Selbst ist Eigen­tü­mer des Macht­be­wußt­seins. Die Schön­heit ent­mach­tet die Macht. Die ant­wor­tet dar­auf „mit einer öko­no­mi­schen (und viel­leicht auch ideo­lo­gi­schen) Aus­beu­tung der Ero­ti­sie­rung, von den Erzeug­nis­sen zur Son­nen­bräu­nung bis hin zu den Por­no­fil­men … Eben als Ant­wort auf die Revol­te des Kör­pers hat man es nun mit einer neu­en Beset­zung zu tun, die sich nicht mehr in Form einer repres­si­ven Kon­trol­le, son­dern einer sti­mu­lie­ren­den Kon­trol­le dar­stellt.“ (Macht und, S. 76) Die Kon­trol­le als sti­mu­lie­ren­de Kon­trol­le bringt eine sexu­el­le Revo­lu­ti­on hervor.
    Bio­po­li­tik ist eine Über­wa­chung der Sexua­li­tät, um „die Gesell­schaft in eine Pro­duk­ti­ons­ma­schi­ne umzu­wan­deln“ (Fou­cault, Die Maschen der Macht, Vor­trag 1976, in: Ana­ly­tik der Macht, S. 232). Die Revol­te des Kör­pers ist sti­mu­liert, sie ist erzeug­tes Begeh­ren. Die Aneig­nung des Macht­be­wußt­seins geschieht im Sin­ne der Macht oder ist ein Wahn­sinn, eine Ent­ar­tung. Die Kon­trol­le erzeugt Begier­den. Begier­den besin­nen. Der Sinn des Lebens ist ein Begeh­ren. Gleich­zei­tig wer­den die Begier­den gehemmt, auf­ge­scho­ben. Der Genuß, die Wirk­lich­keit, wird ver­scho­ben, auf spä­ter. Jetzt wird gear­bei­tet. Die Arbeit ist der Auf­schub. Nach der Arbeit ist nicht jetzt, das Jetzt, die Wirk­lich­keit. Der Arbei­ter lebt im Auf­schub, im Noch­nicht, in der Zukunft. Der Arbei­ter lebt unwirk­lich. Weil ihm sein Pro­dukt nicht gehört. Der Arbei­ter ist ent­frem­det. Eigen­tum ver­wirk­licht. Eigen­tum ist Wirk­lich­keit. Eigen­tum ist Gegen­wart. Und die Kon­trol­le pro­du­ziert Ver­bre­cher, Ent­ar­te­te, „lebens­un­wer­tes Leben“, kon­trol­liert sich selbst, indem sie ihre Pro­duk­ti­on über­wacht und Ent­ar­tung unter­drückt: „Je mehr Ver­bre­chen, des­to grö­ßer die Angst [Unru­he, Kri­sen­men­ta­li­tät] in der Bevöl­ke­rung. […] Die Exis­tenz die­ser per­ma­nen­ten … Gefahr gehört zu den Vor­aus­set­zun­gen für die Akzep­tanz des Kon­troll­sys­tems.“ (Maschen, S. 233) Kon­trol­le pro­du­ziert Sicher­heit und Über­wa­chung. Kon­trol­le ist pro­duk­tiv. Ver­bo­te ermög­li­chen Kon­trol­le. Ver­bo­te pro­du­zie­ren Überschreitungen.
    „Ich glau­be, seit der Ent­ste­hung der von mir so genann­ten Bio­macht oder ana­to­mi­schen Poli­tik leben wir in einer Gesell­schaft, die dabei ist, nicht län­ger eine juris­ti­sche Gesell­schaft zu sein. Die juris­ti­sche Gesell­schaft war die mon­ar­chi­sche. Vom 12. bis zum 18. Jahr­hun­dert hin­ein waren die euro­päi­schen Gesell­schaf­ten wei­test­ge­hend juris­ti­sche Gesell­schaf­ten, in denen das Pro­blem des Rechts das Grund­pro­blem dar­stell­te. Man kämpf­te dafür, und man mach­te Revo­lu­tio­nen des­we­gen. In den Gesell­schaf­ten, die sich seit dem 19. Jahr­hun­dert mit ihren Par­la­men­ten, Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren, Gesetz­bü­chern und Gerich­ten als Gesell­schaf­ten des Rechts dar­stell­ten, setz­te sich in Wirk­lich­keit ein ganz ande­rer Macht­me­cha­nis­mus durch, der nicht recht­li­chen For­men gehorch­te. Des­sen Grund­prin­zip ist nicht das Gesetz, son­dern die Norm, und als Instru­men­te die­nen ihm nicht mehr die Gerich­te, das Recht und der Jus­tiz­ap­pa­rat, son­dern die Medi­zin, sozia­le Kon­trol­le, Psych­ia­trie und Psy­cho­lo­gie. Wir sind hier also in einer Welt der Dis­zi­plin, in einer Welt der Regu­lie­rung. Wir glau­ben immer noch, in einer Welt des Geset­zes zu sein, aber in Wirk­lich­keit ent­steht hier eine ganz ande­re Form von Macht, und zwar auf Grund­la­gen, die nicht mehr recht­li­cher Natur sind.“ (Maschen, S. 237)
    Die Dis­zi­pli­nie­rung straft nicht, sie lenkt.
    Eine Macht, die lenkt, ist die Vor­se­hung, das Gute, die Fügung.
    Die gute Regie­rung tut Gutes.

  5. Jede Unter­ord­nung des Indi­vi­du­ums unter den "Volks­kör­per" ist Tota­li­ta­ris­mus. Seit der Auf­klä­rung haben wir geglaubt, der­ar­ti­ges Gedan­ken­gut wäre über­wun­den. Nein, es ist wie­der da und an Absur­di­tät nicht zu top­pen: Geimpf­te aber nach­weis­lich infi­zier­te Poli­zis­ten brau­chen nicht in Qua­ran­tä­ne, weäh­rend getes­te­te und des­halb nach­weis­lich Gesun­den in Qua­ran­tä­ne müs­sen, weil sie Kon­takt zu einem (geimpf­ten) Infi­zier­ten hatte.
    Das ist doch an Blöd­heit kaum zu über­tref­fen. Wo ist eigent­lich der sog. gesun­de Men­schen­ver­stand geblieben?
    Wis­sen­schaft­ler, wie Keku­le´ und sogar der ewig schwur­beln­de Dros­ten ver­kün­den aus­nahms­wei­se über­ein­stim­mend, dass es kei­ne Pan­de­mie der Unge­impf­ten gibt. Ver­schie­de­ne Stu­di­en und auch rea­le Ereig­nis­se, wie der Super­sprea­der-Event in Müns­ter bewei­sen, dass Geimpf­te anste­ckend sein kön­nen. Den nach­ge­wie­ser­ma­ßen Gesun­den (weil nega­tiv Ges­tes­te­ten) wird der Zugang zu Ver­an­stal­tun­gen ver­wehrt. Macht nichts. Die Geimpf­ten ste­cken sich erst gegen­sei­tig an und dann die Unge­impf­ten. Es scheint manch­mal, dass auch das gewollt ist. Steht aller­dings im Wider­spruch zu der Absicht, die Kran­ken­häu­ser nicht zu überlassen.

    Für einen selbs­stän­dig den­keb­den Men­schen ist das schwer zu ertra­gen. Den­noch, wir kön­nen die Ent­wick­lung zur Dik­ta­tur, zu welt­wei­ten Bür­ger­krie­gen und Krie­gen nur stop­pen durch Soli­da­ri­tät, Insub­or­di­na­ti­on und Subversivität.

    1. @Archimedis
      Das hast du schön auf den Punkt gebracht. Der Geimpf­te schleppt das Virus aus dem Berg­hain auf die Arbeit ein und der unge­impf­te Kol­le­ge kommt wegen Kon­takt unent­schä­digt in Qua­ran­tä­ne und mel­det sich tele­fo­nisch krank: Der AG wird hier­durch unter Druck gesetzt den AN an die Gen­sprit­ze zu trei­ben oder sich neu­es Per­so­nal unter den Gen­op­ti­mier­ten zu suchen – sie­he FAQ des Bundesarbeitsministers.
      Es wird die Gesell­schaft in eine Neue Nor­ma­li­tät als ein trans­hu­ma­ner Tota­li­ta­ris­mus durch den Sozi­al­kör­per selbst trans­for­miert – sie­he Namens-Bedeu­tung Com-iRNA-ty. Das waning von Demo­kra­tie und Rechts­staat wird auch vor den Geimpf­ten nicht halt machen, des­halb dür­fen wir die­sen Spal­tern und Ver­dre­hern kei­ne Pro­jek­ti­ons­flä­che bie­ten und ver­su­chen die Kol­le­gen und AG in Ruhe und Gelas­sen­heit aufzuklären.
      Im neu­en IfSG ist die CWA ver­pflich­tend und Covid wird neben dem Bio­ter­ro­ris­mus gestellt, ent­kop­pelt von einem Not­stand, mit unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten durch das klei­ne Wört­chen "ins­be­son­de­re" vor den auf­ge­zähl­ten Maßnahmen.
      Kubi­ckis Brief an das Par­la­ment, der trotz Wis­sen um die feh­len­de Sach­grund­la­ge des Über­tra­gungs­schut­zes durch Imp­fung dem Gesetz zuge­stimmt hat, klingt wie ein Hil­fe­ruf an den Sou­ve­rän. Ein wil­der poli­ti­scher Gene­ral­streik in Soli­da­ri­tät mit den AG ist über­fäl­lig, um die Zurich­tung unse­rer Kin­der und Fol­ter unser Demenz­kran­ken etc. end­lich zu been­den. Die Lügen und Täu­schun­gen der Ver­dre­her und Spal­ter wer­den immer grö­ßer, denn sie sind auf Sand gebaut – sie­he aus­sa­ge­lo­se Hos­pi­ta­li­sie­rungs­in­zi­denz. Die Wahr­heit steht auf einem fes­ten Fels und die Nach­fah­ren Josefs wer­den das Recht wie­der auf­rich­ten im Tor – Trotz all­dem! (Joß Fritz, Johann Jaco­by, Robert Blum, Amos 5:15)

  6. In Chi­na gibt es ver­mut­lich auch schö­ne Gegen­den, und coo­le Clubs mit gesal­ze­nen Prei­sen auch. Ja, und Kontrolle….gibt’s da viel. Wäre doch gut geeig­net als Lebens­mit­tel­punkt für sol­che Personen.
    Schnell hin, bevor die „Imp­fung“ und/oder der „Boos­ter“ wirken!
    Ihr könnt uns ja eine Kar­te schreiben 🙂

  7. Ein Groß­teil der Mensch­heit ist psy­chisch voll­kom­men zer­stört. Ich fra­ge mich, wer die alle mal behan­deln soll. Men­schen for­dern als wich­tigs­tes Ziel, kon­trol­liert zu wer­den??? Wie wäre es mit Eigen­ver­ant­wor­tung??? Wenn ich mich krank füh­le, blei­be ich zu Hau­se. Sehr sim­pel. Heut­zu­ta­ge ist sogar Eigen­ver­ant­wor­tung zu viel ver­langt und die Gesell­schaft schreit nach der Peit­sche, den Kon­trol­leu­ren usw., um sich selbst zu ernied­ri­gen und von der Ver­ant­wor­tung freizumachen.
    Dabei wären die Kon­trol­len für ganz ande­re angebracht.

    Aber wisst ihr was??? Die­se Leu­te wis­sen ganz genau, was sie da tun und wel­che Schuld sie jeden Tag auf sich laden, sonst wür­den sie nicht mit DIESEN Mit­teln ver­su­chen, sich ihrer eige­nen Ver­ant­wor­tung, ja ihres eige­nen Ichs zu entledigen.
    Es steht sehr schlecht um die­se Leu­te. Enorm schlecht. Und lei­der ber­gen die­se Men­schen eine Spreng­kraft, der ich nicht begeg­nen möchte.
    Ent­frem­de­te Men­schen ohne Ich haben die aller­we­nigs­ten Skru­pel und wür­den ALLES tun. Da sie kein Ich mehr haben, ver­fü­gen sie auch nicht mehr über ein Gewis­sen oder eine Moral. Die Zeit wird sie ein­ho­len. Und ich kann nur hof­fen, dass es gerech­te Stra­fen geben wird. Ver­mut­lich wird danach aber nur wie­der Ver­drän­gung erfol­gen und wir züch­ten die nächs­te Gene­ra­ti­on an Schlecht­men­schen oder Gut­men­schen her­an, ist doch eh alles das gleiche. 

    Wann fin­den die Men­schen end­lich zu ihrem eige­nen Wesen zurück und blei­ben dabei? Wann hört das Bewer­ten, Ver­glei­chen, bes­ser sein, schlech­ter sein, gut, böse auf? Wann sind alle ein­fach wie­der Mensch?

    1. @mira:
      Ich den­ke auch, dass die­se Leu­te ziem­lich genau wis­sen, was sie tun. Sicher­heits­hal­ber zün­deln gleich drei bin­nen weni­ger Tage für Ihre jewei­li­ge Klientel:

      https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021–11/corona-pandemie-querdenker-impfgegner-gesellschaft-spaltung-5v8

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-debatte-vergesst-den-zusammenhalt-kolumne-a-b0e6b2e8-e1ed-4930–803e-f1ff581d6db3

      https://​www​.volks​ver​pet​zer​.de/​s​c​h​w​e​r​-​v​e​r​p​e​t​z​t​/​i​m​p​f​g​e​g​n​e​r​-​b​l​o​c​k​en/

      Ich fra­ge mich nur:
      Haben die von­ein­an­der abge­schrie­ben, sich abge­spro­chen, oder gibt's da eine Urquel­le, die mir ent­gan­gen ist?
      Oder ist es ein­fach nur die noto­risch schlech­te Lau­ne des Hegel­schen Weltgeistes?

      1. @Kassandro
        Das ist nur ein Ausschnitt …
        https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​J​q​-​K​R​7​R​w​5yA
        https://​www​.tni​.org/​e​n​/​a​r​t​i​c​l​e​/​c​o​vax
        https://​www​.tni​.org/​e​n​/​a​r​t​i​c​l​e​/​t​h​e​-​u​n​-​i​s​-​b​e​i​n​g​-​t​u​r​n​e​d​-​i​n​t​o​-​a​-​p​u​b​l​i​c​-​p​r​i​v​a​t​e​-​p​a​r​t​n​e​r​s​hip
        https://​www​.umb​.edu/​gri
        https://​www​.berg​gruen​.org/​w​o​r​k​/​t​h​e​-​f​u​t​u​r​e​-​o​f​-​d​e​m​o​c​r​a​c​y​/​f​u​t​u​r​e​-​o​f​-​d​e​m​o​c​r​a​c​y​-​p​r​o​j​e​ct/
        https://​www​.noe​ma​mag​.com/​n​e​t​w​o​r​k​e​d​-​p​l​a​n​e​t​a​r​y​-​g​o​v​e​r​n​a​n​ce/
        https://​www​.berg​gruen​.org/​w​o​r​k​/​t​h​e​-​t​r​a​n​s​f​o​r​m​a​t​i​o​n​s​-​o​f​-​t​h​e​-​h​u​m​a​n​/​b​i​o​-​t​e​c​h​-​t​h​e​-​h​u​m​a​n​-​c​o​l​l​e​c​t​i​ve/
        https://​www​.berg​gruen​.org/​i​d​e​a​s​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​i​m​p​e​r​f​e​c​t​-​g​e​n​e​s​-​h​u​m​a​n​-​e​v​o​l​u​t​i​o​n​-​w​i​t​h​-​t​h​e​-​o​r​i​g​i​n​-​o​f​-​n​e​w​-​g​e​n​es/
        https://​www​.ucpress​.edu/​b​o​o​k​/​9​7​8​0​5​2​0​3​0​3​6​0​7​/​r​e​n​o​v​a​t​i​n​g​-​d​e​m​o​c​r​acy
        https://​www​.brot​-fuer​-die​-welt​.de/​b​l​o​g​/​2​0​2​0​-​k​o​n​f​e​r​e​n​z​-​d​o​k​u​m​e​n​t​a​t​i​o​n​-​w​i​n​-​w​i​n​-​o​d​e​r​-​w​i​n​-​l​o​se/
        https://www.n‑tv.de/politik/Merkel-strebt-globalen-Pandemievertrag-an-article22932142.html
        https://​21st​cen​tu​ry​wire​.com/​2​0​2​1​/​1​0​/​0​4​/​f​a​u​c​i​-​a​m​e​r​i​c​a​n​s​-​n​e​e​d​-​t​o​-​g​i​v​e​-​u​p​-​i​n​d​i​v​i​d​u​a​l​-​f​r​e​e​d​o​m​-​f​o​r​-​t​h​e​-​g​r​e​a​t​e​r​-​g​o​od/
        https://​www​.rocke​fel​ler​foun​da​ti​on​.org/​p​a​n​d​e​m​i​c​p​r​e​v​e​n​t​i​o​n​i​n​s​t​i​t​u​te/

    2. "Der Mensch is guad, de Leit' san schlecht!" (Karl Valentin)
      Wie klug die­ser Spruch wirk­lich ist, kann man sich erschlie­ßen, wenn man sich fragt, was macht aus einem Men­schen ein Leut?

      1. @DianC.: Herr V. hat's auf etwas welt­an­schau­li­sches bezo­gen. Jeden­falls ver­mu­te ich das. Mit "der Mensch ist gut" oder "…ist nicht gut" hät­te er sich posi­tio­niert. Das steht dem Komi­ker nicht gut an. Also hat er sich die­se "Brü­cke" sel­ber gebaut, aus der Misere.
        Was aus einem "Mensch" ein "Leut" macht ist eine heik­le Fra­ge wohl. Ein Verlust!

    3. Nicht nur in Schwe­den, auch in Groß­bri­ta­ni­en herrscht wie­der nor­ma­les Leben ohne Kon­trol­len. Dabei hat GB sogar eine leicht höhe­re "Inzi­denz" als D‑Land, hier ist die­se aber erst in den letz­ten 4 Wochen ange­stie­gen hat und zur bekann­ten Hys­te­rie geführt. Die Sterb­lich­keit bei Covid-Fäl­len liegt seit März in bei­den Län­dern zwi­schen 1 – 2 pro Mil­li­on, also kei­ne erkenn­ba­re Wel­le. Die rela­ti­ve Anzahl der Kom­plett­ge­impf­ten ist in allen drei Län­dern etwa gleich hoch.

      https://​our​world​in​da​ta​.org

      1. https://​our​world​in​da​ta​.org/​e​x​p​l​o​r​e​r​s​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​-​d​a​t​a​-​e​x​p​l​o​r​e​r​?​z​o​o​m​T​o​S​e​l​e​c​t​i​o​n​=​t​r​u​e​&​t​i​m​e​=​315..latest&pickerSort=asc&pickerMetric=location&hideControls=true&Metric=Confirmed+deaths&Interval=7‑day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=GBR~DEU~SWE

        (voll­stän­di­ger Link)

  8. "(…) Die Regie­ren­den träum­ten vom Pestzustand

    Fou­cault ana­ly­siert in sei­nem Buch zunächst das Ver­hält­nis von Ord­nung und Unord­nung am Bei­spiel der Pest. Die Angst vor Anste­ckun­gen, Auf­stän­den, Ver­bre­chen, Land­strei­che­rei und gene­rell «vor den Leu­ten, die unge­ord­net auf­tau­chen und ver­schwin­den, leben und ster­ben» führ­te laut Fou­cault zu weit­rei­chen­den Dis­zi­pli­nar­mass­nah­men. Die «ver­pes­te­te Stadt», die von «Hier­ar­chie und Über­wa­chung, von Blick und Schrift ganz durch­drun­gen ist» bezeich­net Fou­cault als «die Uto­pie der voll­kom­men regier­ten Stadt/Gesellschaft». Des­halb «träum­ten die Regie­ren­den vom Pest­zu­stand, um die per­fek­ten Dis­zi­pli­nen funk­tio­nie­ren zu lassen»."

    https://​www​.infosper​ber​.ch/​f​r​e​i​h​e​i​t​-​r​e​c​h​t​/​d​a​t​e​n​s​c​h​u​t​z​/​d​a​s​-​p​a​n​o​p​t​i​s​c​h​e​-​s​y​s​t​e​m​-​d​e​r​-​t​o​t​a​l​e​n​-​u​e​b​e​r​w​a​c​h​u​ng/

    Immer wie­der muss ich an die­sen Clip den­ken, hoch­ge­la­den im Jahr 2013 (!); ich hat­te ihn vor eini­gen Jah­ren gese­hen und mich da gefragt, was für eine Kri­se glo­ba­ler Art wohl insze­niert wer­den wür­de. Die Fra­ge konn­te ich mir 2020 – zumin­dest teil­wei­se – beantworten.

    "Braucht Schäub­le die Krise?"
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​X​g​a​n​w​w​9​S​2K0

  9. Die bei­den Damen haben also so wenig Ver­trau­en in den eige­nen Ver­stand und den ihrer Mit­bür­ger, dass sie eine Sehn­sucht nach einem Gou­ver­nan­ten-Staat ent­wi­ckelt haben, der für sie das Den­ken über­nimmt. Oder sie sind schlicht­weg zu faul, um den eige­nen Kopf zu benut­zen, um sich eine eige­ne unab­hän­gi­ge Mei­nung zu bil­den. Das Kras­se dar­an ist, dass bei­de damit in einer Art Dun­ning-Kru­ger-Effekt fest­hän­gen, so dass sie gar nicht mer­ken, dass dabei intel­lek­tu­ell auf dem Niveau eines Klein­kinds argu­men­tie­ren, was Mama und Papa braucht als Vor­mund, weil es noch nicht fähig für sich selbst zu entscheiden.

  10. Das ist für mich der viel­leicht trau­rigs­te Aus­fluss erschüt­ternd des­in­te­grier­ter See­len, den ich bis­her in die­ser Zeit kol­lek­ti­ver Psy­cho­se gele­sen habe..

  11. Weil es so gut passt:

    "Die Sehn­sucht nach voll­stän­di­ger Kon­trol­le, mit dem Ziel einen rea­len oder ima­gi­nä­ren Feind voll­stän­dig zu ver­nich­ten, kurz gesagt Kon­troll­wahn, gehört zum Ver­hal­tens­bild psy­chisch gestör­ter Men­schen. Die­se psy­chisch Gestör­ten kön­nen dabei sehr wohl intel­li­gent und andern­orts empa­thisch sein, ja es kann den Kon­troll­wahn durch­aus sogar för­dern. Denn die­ser geht ein­her mit Selbst­über­hö­hung und einem stark ein­ge­schränk­ten Bild der Wahrnehmung."

    https://​peds​-ansich​ten​.de/​2​0​2​1​/​1​0​/​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​n​-​v​o​n​-​p​l​a​n​d​e​m​i​k​e​r​n​-​m​e​l​a​n​i​e​-​b​r​i​n​k​m​a​nn/

  12. Die vie­len Ange­bo­te, das Virus als Feind zu sehen und sich den lie­ben lan­gen Tag mit nichts ande­rem als dem Virus, Inzi­den­zen, Schwel­len, Tabel­len und schil­lernd aus­ge­mal­ten Gefah­ren zu beschäf­ti­gen, ent­spre­chen durch­aus dem hypo­chon­dri­schen Bedürf­nis, sich durch per­ma­nen­te Auf­merk­sam­keit für Krank­heits-Sym­pto­me vor tie­fer sit­zen­den Ängs­ten wie Exis­tenz­angst und Todes­angst zu schützen.

    Eine Beson­der­heit macht das Gan­ze zu einem Per­pe­tu­um mobi­le. Selbst wenn jemand in der staat­lich geför­der­ten Illu­si­on lebt, das Virus „besie­gen“ zu kön­nen, darf die­ser Feind in Wahr­heit nie­mals ster­ben. Das scheint para­dox, dre­hen sich doch alle Bemü­hun­gen dar­um, das Virus in den Griff zu bekom­men oder aus­zu­lö­schen. Doch wenn es besiegt wäre, stün­de man umge­hend und gefühlt schutz­los den ver­dräng­ten, tie­fe­ren Ängs­ten gegenüber.

    Mit der stän­di­gen Schwe­be zwi­schen den Polen „wir haben es fast geschafft“ und „jetzt wird es ganz schreck­lich“ kann abge­si­chert wer­den, dass das Virus nie ganz ver­schwin­det und gleich­zei­tig unheim­lich genug bleibt, um wei­ter­hin ernst genom­men wer­den zu können. 

    Vor­der­grün­dig mag es als Feind begrif­fen wer­den, hin­ter­grün­dig hat es eher die Funk­ti­on eines Schnuf­fel­tuchs (für Erwach­se­ne). Das lässt sich nie­mand so schnell wegnehmen.

  13. Die­se zwei redak­tio­nel­len Tipp­sen sind dem Bun­des­maul­wurf A. M. und sei­nem Nar­ra­tiv vom "Corona"-"Virus" hörig.
    Wer als Land sol­che redak­tio­nel­len Tipp­sen hat, braucht sich um die jour­nai­is­ti­sche Qua­li­tät der Bran­che kei­nen Kopf mehr zu machen. Die jour­na­lis­ti­sche Qua­li­tät ist tief gesun­ken. Dies zwei redak­tio­nel­len Tipp­sen sind außer­dem lebens­un­er­fah­ren und obrig­keits­hö­rig und sind des­halb in einer Redak­ti­on einer Tages­zei­tug fehl­pla­ziert. Die­se zwei Frau­en soll­ten lie­ber Stra­ße keh­ren, aber dazu sind die­se zwei Frau­en offen­sicht­lich nicht in der Lage.

    1. @Jo: Inter­es­sant, was das böse Gen­dern bei man­che einem aus­löst! Im Bei­trag war von zwei Jour­na­lis­tIn­nen die Rede. Ich höre immer, wenn man "Jour­na­lis­ten" schreibt, sind, klar, doch, Frau­en immer mit­ge­meint. In die­sem Fall wur­de der FAZ-Arti­kel von einem Mann und einer Frau geschrie­ben. Wäre da auch der "Tippsen"-Film los­ge­gan­gen, wenn das benannt wor­den wäre? Es wäre bes­ser, die Inhal­te zu kri­ti­sie­ren, als sol­che Stamm­tisch­pa­ro­len zu verkünden.

  14. Wenn Dumm­heit weh täte… Ja, die Men­schen in die­sem Land sind geist- und bewuss­los und emp­fäng­lich für jeg­li­che Indok­tri­na­ti­on. Fla­sche leer.

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